Guy Ritchies Sherlock Holmes in 2K und 4K

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11. September 2020
 
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Guy Ritchie ist schon ein etwas spezieller Regisseur, der es sich nicht nehmen lässt seinen Actionfilmen seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. Manchen gefällt es, manchen gefällt es nicht. Ich gehöre zur ersten Gruppe, denn Vielfalt ist das Salz in der Suppe des Films.
Vor kurzem habe ich mir seinen neusten Streich ins Regal gestellt. Jedoch bevor ich mich daran mache, wollte ich mir noch einmal seine genial inszenierten Sherlock Holmes Filme mit Robert Downey Jr. anschauen.

Nachdem Robert Downey Jr. nun ja, sagen wir es einmal so formell bei den Avengers ausgestiegen ist, hat er nun wieder Zeit sich dem Projekt Sherlock Holmes 3 zu widmen. Seitdem Teil 2 im Jahre 2011 abgedreht wurde konnte Robert Downey Jr. leider nicht mehr für dieses ebenso grandiose Projekt vor der Kamera stehen. Nun ist es aber scheinbar soweit. Leider steht Guy Ritchie nicht als Regisseur zur Verfügung sondern Dexter Fletcher, der zuletzt Bohemian Rapsodie und Rocketman in Szene setzte soll auf dem Regiestuhl Platz nehmen und die Story um den genialen Sherlock Holmes weitererzählen.

Mal schauen ob das dann so gut gelingt wie bei den beiden Vorgänger, er wird bestimmt seine eigene Handschrift hinterlassen wollen. Bei der Guy Ritchie Interpretation wurde besonderes Augenmerk auf die besondere Verbindung der Story mit den Ursprungsromanen gelegt,  in denen Sherlock nicht so geleckt und smart sondern eher ungehobelt  und arrogant dargestellt wird. Seine Überheblichkeit und Arroganz kann manchmal sogar Schmerzen und demnach ist der Film aus dem Jahr 2009 natürlich anders als die Filme der Vergangenheit. Das führte bei manchen zu Irritationen und teilweise Ablehnung, hatte man sich doch lange an die geschliffene Gentleman Ausgabe in vielen Varianten gewöhnt. Ich finde die erfrischende Art der Interpretation jedoch sehr gelungen könnte mir die Filme mehrmals im Jahr anschauen. Hier entdeckt man ständig was neues und ein Schmunzeln kann man sich fasst in keiner Szene verkneifen. Robert gibt dem Charakter eine ganz spezielle Aura.
Sherlock Holmes wurde an vielen Originalschauplätzen gedreht, dennoch wurde und musste natürlich auch viel CGI eingebaut werden um London so authentisch schäbig wirken zu lassen, sodass man den Schmutz förmlich riechen und schmecken kann.

Bild 2K:
Das Bild der BD Teil 1 hinterlässt leider in der BD Fassung von 2009 einen etwas sagen wir einmal zwiespältigen Eindruck, teilweise sehr scharf, dann wieder bewusst etwas weichgezeichnet, um das alte England  authentisch schmutzig und erdig darzustellen. Das Bild verliert durch die vielen dunklen Szenen jedoch etwas an Durchzeichnung, der steile Kontrast gehört jedoch zum Style des Film und ist für mich hier kein großer Makel. Auch das das Bild nicht extrem scharf ist, passt eigentlich gut zum Charakter des Films.Das es aber noch besser geht zeigt nunmehr die UHD Disc.

Alle Fotos aufgenommen mit einem Samsung Note 10 plus und HDR
Oben  4K
Unten 2K
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Bild 4K:
Die UHD Disc ist ein schönes aber kein ultimatives Upgrade der Blu Ray Disc. Die Verbesserungen liegen eher im Detail und zeigen sich durch einen etwas gedämpften Kontrast, der die graue verschmutzte und durchgängig bewölkte Szenerie des viktorianischen London noch besser sichtbar macht. Helle Bildelemente sind etwas abgeschwächt, kommen aber dennoch sehr sauber und weiß bleibt weiß. Glanzlichter wirken intensiver und funkeln sogar etwas. Die Durchzeichnung in Flammen und Lampen ist besser und bringt mehr Nuancen ans Licht. Der Schärfezuwachs fällt zwar moderat, aberdennoch sichtbar aus. Gerade deshalb, weil der Film sowohl mit 35 mm Film und auch 2K Digitalkameras gedreht wurde. Die Hochskalierung kann bei den 2K Bildern nicht wirklich mehr Details zum Vorschein bringen, jedoch mehr Kantenschärfe und dadurch mehr sichtbaren subjektiven Schärfezuwächse im laufenden Bild, ähnlich einem zugeschalteten Darbee Prozessor. Gerade kleine Bildelemente wie Schmuckstücke oder ähnliches wirken sehr scharf. Man muss aber dazu sagen, das die Detailverbesserungen auf einer großen Leinwand sofort erkennbar sind. Am LCD muss man im idealen Abstand sitzen. Der größte Qualitätszuwachs ist jedoch die HDR Verbesserung. Hierdurch bekommt das Bild mehr Tiefe, denn Schwarz ist nun auch wirklich schwarz. Sicher, das Bild wird insgesamt auch etwas dunkler, aber auch hier gilt, wer in einem abgedunkelten Raum sitzt, der bekommt ein tolles Schwarz präsentiert, wobei die Details im schwarz besser erhalten sind als in der 2K Fassung. Haben wir es einmal nicht mit den vielen Grautönen und erdigen Tönen zu tun, so bekommen die Farben einen Kick in Richtung Sättigung und mehr Realität. Gesichter wirken sehr authentisch und sehr farbnuanciert.alt text

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Ton:
Der Ton mit dem Soundtrack des Altmeisters Hans Zimmer  ist sehr originell und wird schnell zum Ohrwurm die Bassunterstützung fällt sehr kräftig aus und erzeugt einen sehr authentischen Surroundsound, der keine Wünsche übrig lässt. Die Dialoge und der Tiefbass sind schon recht satt und jeder Speaker erhält Gelegenheit sich ausgiebig bemerkbar zu machen und so seine eigene Klangnote im raumfüllenden Surroundklang zu setzen. 

Der etwas verzwickte Storyaufbau passt zu Sherlocks Holmes, jedoch muss man sich an die Erzählweise gewöhnen, nach einer halben Stunde hat man das Konzept jedoch verinnerlicht und kann dem Verlauf gut folgen. Die von mir früher einmal gesehenen Längen des Films kann ich jetzt so nicht mehr bestätigen und finde sie gerade in der mehrfachen Sichtung sehr sinnvoll.


Bildfazit:
Die 4K Variante ist aufgrund dem oben erwähnten zwar keine direkte Offenbarung, jedoch ist sie signifikant besser als die alte BD, die bei mir im Regal steht. Der Schwarzwert ist nun wirklich als Schwarzwert zu bezeichnen, mit oben erwähnten Einschränkungen.
Das Bild ist insgesamt klarer und der Grauschleier ist verschwunden. In Screenshots ist das schwer herauszustellen, im laufenden Bild sieht das schon besser aus und so hat die 4K Variante doch insgesamt das bessere Bild. Die Schärfe kann nur leicht zulegen. Hier braucht man schon ein großes Bild um echte Unterschiede darzustellen. Dennoch wirkt das Bild harmonischer und feiner in der Textur.

Gesamtfazit:
Es handelt sich insgesamt bei beiden Filmen um tolle Sherlock Holmes Varianten, die 4K Variante ist für denjenigen interessant, der oder die die Farbpaletten Änderung besser finden oder so wie ich ein Sammler ist. Wer den Film nicht über einen Beamer sieht, sondern einen LCD nutzt, der braucht nicht auf die 4 k Variante umzusteigen. Diejenigen, die aber über einen 4K Beamer verfügen und ein Fan der Filme sind, kommen um den Kauf nicht herum.
Da Robert Downey Junior, hat hier zusammen mit Jude Law, als den perfekten Sidekick zwei wunderbare verschmizte Filme gemacht, die jedoch so ohne Guy Ritchei vermutlich nicht möglich gesesen wären. 2021 oder vielleicht auch erst 2022 Corona bedingt werden wir vielleicht einen Teil 3 zu sehen bekommen.

Ansichtssache:
Film: 4 von 5 (an einigen Stellen veilleicht zu schnell erzählt)
Bild 2K: 4 von 5 (da das Schwarz schon mal absäuft)
Bild 4K: 4 von 5 (o.k. ein gutes hochskaliertes 4K Bild mangels 4K Original wohl nicht mehr herauszuholen.
Ton: 4,5 von 5 (satt und kräftig und 2D räumlich )
Ton: 3,5 von 5 unter Einbeziehung des fehlenden  Atmos Tons)

In diesem Sinne
Eure
C.T.
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Der Bildvorteil kommt erst auf der Heimkinoleinwand heraus. Jedoch ist der bessere Schwarzwert auch auf einem LCD gut zu erkennen. Die BD war in der Schärfe ja schon top, da ist auch im Upscaling nicht mehr viel herauszuholen. Es gibt leider kein echtes 4K Bild.
Charlys Tante
16.09.2020 um 13:57
#2
Leider sehe ich hier keinen großen Mehrwert zur Blu ray und finde es verdammt schade, dass man am Ton nichts gemacht hat. Ein "nur" etwas besseres Bild reicht mir zum Neukauf nicht aus.
ib-76
16.09.2020 um 13:46
von ib-76
#1

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