Der Dunkle Turm

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6. März 2018

Stephen King hat mit der ACHT teiligen Fantasy Roman Reihe sein persönliches Baby geschaffen, das wohl nie zu Ende sein wird, wie er einmal gesagt hat. Bereits früh hat er die Filmrechte für symbolische 19 US Dollar an J.J. Abrams verkauft, da er glaubte, dass nur er in der Lage sei die Bücher in einen Film zu packen. J.J. Abrams .

"Das ist nichts, das ich jedem überlassen würde. Ich habe bisher zu allen ‚Nein‘ gesagt, bis ich neulich, vor allem wegen Lost, dachte: ‚Ja, diese Burschen können das.‘“, hatte er damals geäußert. J.J. Abrams hatte aber nicht vor die Romanreihe selbst filmisch umzusetzen, da ihm die Erwartungshaltung einfach zu hoch war. Sony hatte sich dann seiner angenommen und mit dem Regisseur Nikolaj Arcel letztendlich dann verfilmt.

Sicher ist die Erwartungshaltung wie schon von Abrams vermutet sehr hoch und viele Fans der Bücher haben sich den Film angesehen und waren danach oftmals enttäuscht, da er es nicht schaffte die Romanreihe in seiner Breite herauszustellen.

Dessen war sich Sony wohl bewusst und so ging man einen anderen Weg, indem man erst gar nicht versuchte die Buchreihe in einem Film aufzuarbeiten. Das geht gelinde gesagt auch nicht. So nahm man sich das Ende des 7te Buch vor, was gleichzeitig des letzte 8te Buch darstellt und entwickelt die Geschichte von da an weiter. Diejenigen, so wie ich, die sich vorher nicht mit den Bücher auseinander gesetzt haben, haben grundsätzlich damit kein Problem und sehen nur einen Fantasy Film, der kurzweilig und gut unterhalten hat.

Arcel hat zudem Stephen King in seine Drehbuch schauen lassen und Stephen sagte dazu: „Das ist nicht ganz das, was in meinen Büchern drin steht, aber der Geist und der Ton wurden sehr gut eingefangen. Ich bin sehr glücklich" Und nun maßen wir uns an diesen Film in das Fegefeuer zu schicken. Nun ja, der Antagonist ist schon so eine Art Teufel. Der Mann in schwarz ist ganz schön fies und versucht die verschiedenen Welten durch den Einsturz des Dunklen Turms zu zerstören und seine abgründige Welt als die einzige zu etablieren. Hierzu braucht er scheinbar Kinder die das Shinnig besitzen und mit deren Hilfe er Energiestöße zum Turm sendet um ihn zu zerstören.

Der Revolvermann Roland Deschain

scheint immun gegen den scharzen Mann zu sein, der ihn daher auch jagen und ihm dadurch gefährlich werden kann. Der Junge Chack Jambers ist einer dieser Jungen, die nachts vom schwarzen Mann träumen und daher  das Shinning besitzen.

Er gelangt in die Mittwelt und findet dort den Revolver Mann. Zusammen machen sie sich auf den Weg die fundamentale Welt zu retten.

30 Graphic Novels zu der Buchreihe gibt es und zudem viele Einklinker von Nebenschauplätzen in den Büchern. Alles das macht es schwierig dieser komplexen Buchreihe wirklich gerecht zu werden. Daher möchte ich mich auch nicht an dem Gezeterte beteiligen und einmal ganz nüchtern nur den Film betrachten. Wie bereits gesagt, Stephen King war zufrieden mit dem Ergebnis des Drehbuches. Dennoch wäre es für den unbedarften Betrachter hilfreich gewesen, einige grundsätzliche Erläuterungen zum schwarzen Mann zu bekommen. Auch wäre es schön gewesen, zu erfahren, wie es zu dem Shinning kommt. Wie viele Welten gibt es wirklich. Das war zwar für den Film jetzt nicht so wichtig, wurde aber kurz erwähnt. Vielleicht kennt der Revolvermann auch nur seine Welt, da er sich sonderbar in der fundamentalen Welt verhalten hat. Grundsätzlich ist der Fantasy Streifen stringent erzählt und steigert sich zum Finale hin immer weiter. Die Actioneinlagen sind hervorragend und die Akteure machen durchwegs einen guten Job.

Idris Elba mimt den Revolvermann mit stoischer Hingabe, der junge Chack spielt auch sehr gut einen heranwachsenden trotz des Shinnings wissbegierigen  Jungen.

Matthew McConaughey spielt den Mann in Schwarz in seiner unnachahmlichen Art und schafft es diesem Charakter  eine spezielle Aura zu verpassen.

Der Jungschauspieler Tom Taylor als Jake Chambers spielt einen soliden Part ohne, das man nun in Euphorie verfallen würde.

Da ich keinen Bezug zu den Büchern habe, habe ich einen kurzweiligen Fantasy Film mit einigen gut angelegten Specialeffekten gesehen, der zudem kampftechnisch gut choreographiert ist.

Ich kann im Nachhinein aber auch ganz gut die Kritiken der Buchkenner verstehen, die sich mehr erhofft haben.

 

Film: 3,2 von 5 ( Fimtechnisch solide inszeniert mit einigen Logiklöchern für nicht Kenner)

Bild: 4,5 von 5 ( Keine wesentliche Schwäche erkennbar)

Ton: 4 von 5 ( Surroundsound auf der Höhe der Zeit)

Fazit:

Wer Fan dieser Buchreihe und Comic Reihe von Stephen King ist, der wird vermutlich so seine Probleme mit dem Film gehabt haben, wenn er sich nicht lösen konnte. Vielleicht machte das auch den durchwachsenden Zuspruch im Kino aus. Matthew McConaughey ist auch ein spezieller Schauspieler und hat so sein Publikum, zudem ist Idris Elba als Revolvermann für einige Fans auch nicht gerade die Optimal Besetzung gewesen und so hat es ein durchaus gelungener Fantasy Aktioner dann schwer im Kino sein Publikum zu finden. Jedoch zu Hause im Kino kann man dem Film durchaus einmal eine Chance geben, denn losgelöst von den Büchern ist es ein kurzweiliger Fantasy Film, in den man aber nicht zu hohe Erwartungen stecken sollte.

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geschrieben am 08.03.2018 um 16:30
#9
Das mag natürlich sein, das King zu nett ist. Mangels Bücherkenntnis kann ich natürlich nur auf die Infos zurückgreifen die verfügbar sind. Ich hatte mir auch überlegt, ob es ohne fundiertes Hintergrundwissen überhaupt sinnvoll ist einen Blog hierzu zu schreiben, daher habe ich mich eigentlich nur auf den Film ohne tiefen Kontext zum Film konzentriert. Sicher ist das Gesamtbuchprojekt viel zu komplex für einen einzelnen Film. Man muss in diesem Zusammenhang ja auch berücksichtigen, das eine solche Geschichte möglichst viele ins Kino locken soll, damit sich die Investition auch lohnt. Man könnte auch sagen, nun gut, wenn es nicht verfilmbar ist, dann ist es eben so und mann lässt es. Gestern habe ich mir Ghost in the Shell angesehen. Da ist es ähnlich gelagert. Die Comics oder Mangas schürten eine große Erwartungshaltung, die der im Blickwinkel Hollywood stehende Film trotz der guten Leistung von Scarlett Johannson nicht erfüllen konnte. Die Umsetzung von Comics und komplexen Büchern ist immer sehr schwierig.
geschrieben am 08.03.2018 um 13:17
#8
Es gibt sogar Verkettungen zu Es in den Büchern eigentlich..fehlt auch
geschrieben am 08.03.2018 um 13:14
#7
King bestätigt aber gern mal Filmen mehr als sie eigentlich wert sind.
Der ist eigentlich was das angeht, viel zu nett.

Ein Michael Ende hätte eine solche Verfilmung in der Luft zerissen.

Sie fängt die Essenz nicht mal ansatzweise ein, denn die meisten der Themen die King in den Büchern transportiert und die wichtig sind, werden komplett absurdum geführt und über Board geworfen.
Der dunkle Turm lebt auch von den Verkettungen zu den anderen Geschichten, wovon eigentlich grob nur das Shining übrig geblieben ist.
geschrieben am 07.03.2018 um 07:51
#6
Schon einmal vielen Dank für eure Kommentare. Im Nachgang hatte ich versucht mich einmal etwas mit den Büchern und der Graphic Novels zu beschäftigen. Das ganze Thema ist buchseitig scheinbar wirklich komplex. Die Essenz scheint aber dennoch in dem Film, so wie auch King bestätigte ganz gut eingefangen worden zu sein. Es stimmt, kein Film zur unbedingten Zweitsichtung.
geschrieben am 07.03.2018 um 07:44
#5
Ich habe die Romanreihe nie gelesen (ich mag die Stephen King Bücher einfach nicht) aber der Film war irgendwie nichts halbes und nichts ganzes
geschrieben am 07.03.2018 um 01:17
#4
Der Film ist "nett", aber mehr auch nicht. Für einmal ansehen reicht es allemal wenn man Fantasy mag.
geschrieben am 06.03.2018 um 13:23
#3
Nette Effekte aber eine solche gequirlte ***** ...wieviel mehr hätte man aus diesem Mammutwerk machen können. Aber nein,..man verheizt es quasi in einem Film und macht draus eine nette Fantasygeschichte...nein nein nein..ganz großer Quark
geschrieben am 06.03.2018 um 12:38
#2
Hab den Film nicht gesehen und er reizt mich auch Überhaupt nicht. Habe vor längerer Zeit den ersten Roman gelesen und obwohl mich dieser auch nicht gerade umgeblasen hat werde ich in Bälde weitermachen, da "Schwarz" eigentlich ja nicht mehr als ein längerer Prolog sein soll.

Es hängt aber (genau wie Du sagst) sicher von der Erwartungshaltung ab (und Hier noch mehr als bei anderen Projekten)

Buch\\Comic Liebhaber werden wohl eher passen. Genrekino Liebhaber könnten hier vielleicht was dran finden.

Ich persönlich hoffe ja auf eine Serie (Gespräche gibt es ja darüber)
geschrieben am 06.03.2018 um 12:18
#1
Ich kenne die Buch-Reihe nicht und bin ohne große Erwartungen ins Kino gegangen.

Leider wurden diese noch unterboten, denn der Film hat mir so gar nicht gefallen. Die Story ist, obwohl ja offenbar genug Material vorhanden war, mehr als dürftig. Charakterzeichnung? Fehlanzeige!

Ein paar nette Effekte hier und da reichen (mir) heutzutage nicht.

Nicht sammlungsrelevant!

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