Filmbewertungen von Ninjatune666

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Die gierige Verwandtschaft des sterbenskranken Milliardärs Joe McTeague (Kirk Douglas) zittert um das Erbe. Als eine junge Frau auftaucht, schleusen die Erbschleicher den gutmütigen Neffen Daniel (Michael J. Fox) ein. Er soll das Vertrauen des alten Mannes gewinnen.

Der Film bietet scharfzüngigen Humor und eine treffende Satire auf die menschliche Gier. Michael J. Fox spielt gewohnt charmant. Dennoch ist es nicht die beste Fox-Komödie. Ihm fehlt hier der rasant-leichte Witz aus Meisterwerken wie „Zurück in die Zukunft“ oder „Das Geheimnis meines Erfolges“.

Allerdings schießt das Drehbuch bei seiner Figur quer. Der alte Douglas geht manchmal einfach zu weit. Seine Boshaftigkeit verliert in einigen Szenen den komödiantischen Charme. Zudem leidet das Tempo im Mittelteil. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden ist der Film gut 10 Minuten zu lange geraten. Einige Handlungsstränge ziehen sich zäh in die Länge.

Trotz der Längen bleibt „Greedy“ unterhaltsam. Wer tiefschwarzen Humor und klassisches 90er-Jahre-Kino mag, wird gut bedient. Ein starkes Ensemble rettet die gestreckte Story. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 09.07.26 um 15:22
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"Schlaf!Nicht!Ein" (im Original „Double Blind“) ist ein filmisches Schlafmittel, das fälschlicherweise als Thriller etikettiert wurde. Regie und Drehbuch scheinen hier dem Filmtitel alle Ehre machen zu wollen, denn das Werk liefert eine fast unerträgliche Trägheit. Das größte Problem des Films ist sein offensichtliches Billig-Ambiente. Von den schlecht ausgeleuchteten Kulissen bis hin zu den lächerlichen Toneffekten verströmt jede Szene den deprimierenden Charme einer hastig heruntergekurbelten Low-Budget-Produktion.

Beso nders frustrierend ist das Seherlebnis, weil das Projekt Potenzial andeutet. Ab und zu blitzen tatsächlich kleine Lichtblicke auf. Eine unerwartet stimmungsvolle Kameraperspektive oder ein plötzlich starker Dialogmoment ließen kurz hoffen, dass der Film die Kurve kriegt – daher habe ich auch nicht abgebrochen. Doch diese Momente der Brillanz werden sofort wieder zerstört. Kaum keimt Spannung auf, wird sie durch das hölzerne Schauspiel der Hauptdarsteller oder einen hanebüchenen Logikfehler im Keim erstickt. Es fühlt sich an, als würden die Macher absichtlich jede gute Idee sabotieren, um schnellstmöglich zum nächsten generischen Klischee zurückzukehren.

Die Dialoge wirken oft wie Phrasen aus einem schlechten Textgenerator. Die Motivationen der Charaktere bleiben völlig im Dunkeln. Am Ende bleibt kein Gefühl von Mystery oder Horror, sondern lediglich die pure Frustration über verschwendete Lebenszeit. Da hilft es auch nichts, wenn man den Film mit Schlagzeilen wie „Mit Horror-Ikone Pollyanna McIntosh – Bekannt aus The Walking Dead“ betitelt. Wer die Dame vielleicht nicht kennt: das ist die Verrückte Jadis aus The Walking Dead mit dem hässlichen Haarschnitt, die am Müllplatz wohnt.

"Schlaf!Nicht!Ein" scheitert nicht nur an seinen begrenzten finanziellen Mitteln, sondern vor allem an seiner kreativen Inkonsequenz. Ein Film, der seine wenigen Stärken im Sekundentakt selbst vernichtet und den Zuschauer enttäuscht im Dunkeln zurücklässt. Spart euch dieses filmische Desaster.

Das Bild ist ok bis gut.
Der Ton recht Dynamikarm.
Extras gibts fast keine. 
Story
mit 1
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 09.07.26 um 11:38
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Der Trucker Bandit wird angeheuert, eine Ladung Bier über die Staatsgrenze zu fahren, verfolgt von einem nervtötenden Sheriff.

Stuntman und Regisseur Hal Needham inszenierte 1977 diesen Roadmovie Klassiker. Klar, die Story ist äußert simpel, dafür gibts einen charmanten Cast wie Burt Reynolds, Sally Field, Countrysänger Jerry Reed, Hund Gottfried und einen großartigen Jackie Gleason alias Sherrif Buford T. Justice aus Texas.
Ergänzt wird das ganze mit handgemachter toller Action, beeindruckenden Stunts, irrwitzigen Dialogen und ein starker Country-Soundtrack, sodass man beim Schauen einfach h nur gute Laune haben muss.
Nicht nur für mich ein zeitloser Klassiker eines Genres, das leider so gut wie ausgestorben ist.

Die Blu Ray hätte allerdings ein 4K Upgrade verdient… auch hier bei uns. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 08.07.26 um 17:34
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Luxusschlitten, quietschende Reifen und das vertraute Brummen von V8-Motoren: Cannonball Run II (wie er im Original heißt) aus dem Jahr 1984 holt uns sofort zurück in das goldene Zeitalter der seichten VHS-Unterhaltung. Burt Reynolds grinst mit Schnauzer um die Wette, während Dom DeLuise im Beifahrersitz hyperventiliert. Es fühlt sich an wie ein Klassentreffen alter Freunde. Das legendäre Rat Pack um Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin versprüht puren Retro-Charme. Zusammen mit Jackie Chan, Telly Savallas und Shirley MacLaine bietet der Film ein Staraufgebot, das es heute so nicht mehr gibt.

Die flotten Sprüche fliegen tief und die Autos, allen voran der legendäre weiße Lamborghini Countach, sind absolute Traumwagen unserer Kindheit. Es ist ein filmgewordenes Nostalgie-Fest voller Slapstick, welches ich damals als kleiner Knirps, wie auch den Erstling, auf VHS rauf und runter geschaut habe.

Doch bei aller Liebe für die guten alten Zeiten. Der Motor schnurrt leider nicht mehr so wie damals. Der Nachfolger erreicht leider nicht mehr die spielerische Leichtigkeit von Teil 1. Die Handlung wirkt streckenweise extrem unrund und wild zusammengeschustert. Viele Gags zünden auch nicht mehr richtig (z Bale Szenen mit dem Schimpansen). Man merkt dem Spektakel an, dass die Stars oft getrennt voneinander gefilmt wurden. Auch fehlt der rote Faden, der das Original zu einem Kultklassiker des Road-Movie-Genres machte.

Am Ende bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge. „Auf dem Highway ist wieder die Hölle los“ ist kein filmisches Meisterwerk, sondern ein unperfektes Stück 80er-Jahre-Kino. Für einen gemütlichen Abend auf der Couch reicht der Nostalgie-Klamauk aber allemal. Man schaut den Film nicht wegen der Logik, sondern für das wohlige Gefühl der Vergangenheit. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 08.07.26 um 14:43
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„Police Academy – Dümmer als die Polizei erlaubt“ aus dem Jahr 1984 ist der ultimative Urvater des 80er-Jahre-Klamauks. Als Erstling legte dieser Kultfilm den Grundstein für eine der langlebigsten Comedy-Reihen der Kinogeschichte. Wer an dieses Meisterwerk der seichten Unterhaltung zurückdenkt, spürt sofort eine Welle wohliger Nostalgie.

Das Erfolgsgeheimnis liegt nicht in tiefgründigen Dialogen, sondern in seiner unendlich sympathischen Truppe von Außenseitern. Durch eine neue Verordnung darf plötzlich absolut jeder die Polizeischule besuchen. Das Chaos ist vorprogrammiert. Wir lieben den charmanten Draufgänger Carey Mahoney, den hünenhaften, aber sanften Moses Hightower und die schüchterne Laverne Hooks mit ihrer Piepsestimme. Unvergesslich bleibt auch Larvell Jones, der mit seinen phänomenalen, selbstgemachten Soundeffekten die Ausbilder in den Wahnsinn treibt. Sie alle treten gegen den herrlich verbitterten Captain Harris an, dessen Slapstick-Unfälle vielen bis heute Tränen in die Augen treiben. Die berüchtigte "Blue Oyster Bar"-Szene ist längst Kult.

Natürlich bietet der Film puren Nonsens und derben Humor. Doch genau diese Einfachheit macht ihn zu einer zeitlosen Comedy. Regisseur Hugh Wilson schuf ein Werk ohne Boshaftigkeit, bei dem am Ende die Underdogs triumphieren. Wenn heute das ikonische, marschierende Hauptthema ertönt, fühlt man sich sofort in eine unbeschwertere Zeit zurückversetzt. Police Academy beweist, dass guter Klamauk nicht alt wird – er wird Kult. Ein absolutes Wohlfühl-Kino für regnerische Tage. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 08.07.26 um 12:11
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„Das Omen“ aus dem Jahr 1976 feiert heuer ein großes Jubiläum und beweist eindrucksvoll, dass echter Horror zeitlos bleibt. Unter der meisterhaften Regie von Richard Donner („Superman“, „Lethal Weapon“) entfaltet sich eine düstere Erzählung, die auch nach Jahrzehnten mitnichten altbacken wirkt. Im Gegenteil: Der Film setzte Maßstäbe, an denen sich moderne Genrevertreter bis heute messen lassen müssen.

Das Herzstück des Films ist Gregory Peck. Seine starke Leistung als US-Botschafter Robert Thorn, der langsam die schreckliche Wahrheit über seinen adoptierten Sohn Damien erkennt, ist phänomenal. Peck verleiht der Figur eine tiefgreifende Schwere und emotionale Zerrissenheit. Seine schauspielerische Präsenz trägt die gesamte psychologische Last des Films und zieht den Zuschauer unaufhaltsam in den Abgrund.

Unterstützt wird diese darstellerische Brillanz durch eine dichte, atmosphärisch aufgeladene Inszenierung. Donner nutzt abwechslungsreiche Locations: von den eleganten Straßen Londons über neblige, alte Friedhöfe in Rom bis hin zu einsamen Klöstern, um eine ständige, unterschwellige Bedrohung zu kreieren. Jede Kulisse verstärkt das Gefühl der Isolation und des unausweichlichen Schicksals, perfekt untermalt von Jerry Goldsmiths legendärem, ocarprämierten Soundtrack.

Einziges Manko des Meisterwerks ist das bisweilen etwas gemächliche Erzähltempo im Mittelteil. Einige investigative Passagen ziehen sich minimal in die Länge und nehmen der eigentlich stringenten Handlung kurzzeitig die Dynamik.

Dies schmälert das Gesamtergebnis jedoch kaum. „Das Omen“ bleibt ein atmosphärischer Meilenstein des okkulten Kinos, der durch Pecks Schauspiel und Donners präzise Regie absolut packend gealtert ist. Ein Pflichtfilm für jeden Horrorfan.

Bild und Ton sind solide und auch massig Bonusmaterial gibt´s zu bestaunen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 07.07.26 um 15:27
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Die emotionale Wucht des Films liegt in der schmerzhaften Realität des Älterwerdens. Rockys bester Freund Apollo Creed fordert den sowjetischen Hünen heraus, um dem Rampenlicht nicht für immer Lebewohl sagen zu müssen. Er will nicht abtreten oder in Vergessenheit geraten. Dieser Stolz endet in einer Tragödie, die Rocky dazu zwingt, seine eigene Herausforderung anzunehmen. Stallone selbst inszeniert diesen emotionalen Wendepunkt als ergreifenden Abschied von der alten Garde.

Hier wird der Kalte Krieg zum persönlichen Duell. Rocky Balboa muss sich nun nicht nur der unbarmherzigen Maschine Ivan Drago stellen, sondern sich auch der eigenen Vergänglichkeit und der Angst, vergessen zu werden, bewusst werden. (Für mich) ein kultiges, mitreißendes 80er-Jahre-Meisterwerk.

Um den unbesiegbaren Gegner zu brechen, zieht sich Rocky in die eisige Einsamkeit zurück. Was folgt, sind die wohl kultigsten und ikonischsten Trainingsmontagen der Filmgeschichte. Sie zeigen den unbändigen Willen und den Schweiß des Kämpfers, unterlegt von einem brachialen 80er-Jahre-Soundtrack. Hymnen wie "Hearts on Fire" und "Burning Heart" treiben das Adrenalin in die Höhe und machen den Film zu einem audiovisuellen Fest. „Rocky IV“ lebt von purer Energie, Pathos und dem unerschütterlichen Glauben an sich selbst. Ich LIEBE ihn einfach.



Als ich das 4K Dolby Vision Bild sah, musste ich erst mal kräftig schlucken: ein Filmkorn-Wuseln, ähnlich wie bei der Independence Day 4K. Nach 20 Minuten wars mir too much und ich switchte Dolby Vision zu HDR um. Filmkorn war zwar immer noch da, allerdings viel homogener und unauffälliger. HDR gefiel mir deutlich besser. Auch das überstrahlen des Kontrastes trat unter Dolby Vision viel intensiver auf. HDR ist etwas dunkler, bietet aber einen tollen Schwarzwert, der auf Blu Ray niemals so aussah und auch in dunklen Szenen keine Details verschluckt. Close-Ups und Nahaufnahmen bieten dank 4K Scan nun noch mehr Details. Noch nie sind mir die Texturen auf Rockys Schiebermütze aufgefallen, beim Apollo Kampf hatte ich noch nie so viele Schweißperlen in einem Gesicht gesehen, Bartstoppel kann man einzeln zählen und auch sonst gibts immer wieder Details en masse, die vorher einfach nicht da waren.
Die Farben kommen gut saturiert, warm und natürlich daher. Ganz toll kommt das Rot der Boxhandschuhe daher. So ein schönes sattes rot. Dazu noch viele Spitzlichter Highlight, egal ob der glänzende Schweiß an den Oberkörpern, das Glänzen der Augen oder aber helle Flächen.
Vielleicht gilt mein Tipp auch nicht für alle TVs und Geschmäcker, aber HDR hat hier gegen Dolby Vision deutlich die Nase vorn.

Nun zum Schwachpunkt der 4K Veröffentlichung.
Da ich den Film bereits so oft und seit VHS Zeiten sah, weiß ich genau wie sich Stimmen, Dialoge und der Soundtrack anhören muss. Das geht in Fleisch und Blut über. Ohne vorher gegoogelt zu haben und zu wissen, dass einige 4K Rocky Teile Tonhöhen-Probleme haben, merkte ich hier sofort, dass da was nicht stimmt. Rockys bzw. Thomas Dannebergs Stimme klingt zu tief! Lustlos. Auch bei Adrian fällt das sofort und negativ auf. Bei Pauly oder bei Apollo gehts irgendwie. Schlimm ist der Tonhöhen „Fehler“ auch bei Robert Teppers „No easy way Out“, dessen rockiger Ohrwurm viel zu tief daherkommt und sich wie auch der Rest der Soundtracks schlichtweg falsch anhört. Egal ob „Burning Heart“ oder „Hearts on Fire“ - alles klingt zu tief, scheußlich und vor allem falsch. Hier geht einfach zu viel Spaß flöten, denn der Film lebt viel vom Soundtrack.
Hier ist Warner Deutschland ein grober Fehler unterlaufen - eine Austauschaktion gab es leider nie.

PS: bei einer Spielzeit von 10:17 wird das Ansichtsverhältnis kurz von 1.85:1 auf 1.78:1 geöffnet… auch hier gibts nen Fehler. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 2
Extras
mit 4
bewertet am 06.07.26 um 16:57
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(LEICHTE SPOILER ZUM VORGÄNGER!!)

Mit „Ready or Not 2: Here I Come“ setzen die Regisseure Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett auf das bewährte Erfolgsrezept ihres Überraschungshits aus dem Jahr 2019. Die Handlung knüpft als direkte Fortsetzung nahtlos an das furiose, blutige Finale des Vorgängers an. Noch im Hochzeitskleid und sichtlich gezeichnet von den überstandenen Strapazen wird die Protagonistin Grace ohne Atempause in die nächste perfide Runde des tödlichen Versteckspiels katapultiert.

Das größte Pluspferd des Films bleibt unumstritten Samara Weaving. Wie schon im ersten Teil liefert sie eine starke, physisch fordernde Leistung ab. Ihre Mischung aus schierer Verzweiflung, psychischem Trauma und unbändigem Überlebenswillen trägt die Horrorkomödie auch durch erzählerische Täler. Das Sequel versucht das Prinzip "Höher, schneller, weiter" anzuwenden, indem es die Mythologie ausbaut. Statt einer einzelnen Familie jagen nun gleich mehrere rivalisierende Familienclans und neue Angehörige hinter der wehrhaften Braut her, um die Macht im satanischen Hohen Rat an sich zu reißen.

Diese massive Aufstockung an Antagonisten erweist sich jedoch als zweischneidiges Schwert. Da das Publikum die Regeln des makabren Spiels und die Existenz des Teufelspakts bereits kennt, ist der essentielle Überraschungseffekt des Originals komplett dahin. Was damals frisch und unvorhersehbar wirkte, fühlt sich nun stellenweise wie eine bloße Wiederholung an.
Zudem krankt das Drehbuch an einem spürbar schwachen Mittelteil. Nach einem rasanten Auftakt verliert der Film im Zentrum massiv an Tempo. Die Dynamik flacht ab, Dialoge ziehen sich in die Länge und die neuen Charaktere bekommen zu wenig Tiefe, um wirklich zu fesseln. Erst gegen Ende fängt sich der Streifen wieder.
Achja, vielleicht betrifft das ja nur mich, aber dieser aufgesetzte Zwangsvulgarismus, bei dem in jedem zweiten Satz das Wort „verf#%*“ verwendet wurde, fing dann schon sehr an zu nerven.

„Ready or Not 2“ bleibt ein handwerklich solides, blutiges Such-Spektakel, verfehlt aber die atmosphärische Dichte und den fesselnden Biss seines Vorgängers.

Das Bild der Blu Ray ist eher dunkel und matt gehalten. Farben kommen warm daher.

Der Ton bietet nette Surroundeffekte bei verständlichen Dialogen. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 04.07.26 um 12:49
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„V/H/S/2“ (auch bekannt als S-VHS) aus dem Jahr 2013 ist ein Fest für Splatter-Fans, die extremen Body-Horror und gnadenlosen Gore suchen. Als zweiter Teil der bekannten Found-Footage-Reihe setzt der Film erneut auf das bewährte Konzept einer Rahmenhandlung, die vier völlig unterschiedliche, düstere Kurzgeschichten miteinander verknüpft.

Wer empfindlich auf Wackelkamera-Effekte reagiert, sollte hier allerdings vorsichtig sein. Der typische Shudder-Look ist durchgehend präsent. Die hektischen, oft nervösen Kamerabewegungen fangen das Chaos zwar intensiv ein, strapazieren aber auch die Augen. Inhaltlich bewegt sich das Ganze auf klarem B-Movie-Niveau. Viele Szenen wirken extrem trashig, was dem dreckigen Charme des Films aber durchaus in die Karten spielt. Von bizarren Alien-Entführungen bis hin zu blutigen Sekten-Ritualen oder Zombie-Ausbrüchen aus der Ego-Perspektive wird hier jede Menge kreativer Wahnsinn geboten. Die Spezialeffekte sind wunderbar handgemacht, exzessiv und kompromisslos eklig.

Dennoch muss man ehrlich sein: „V/H/S/2“ ist definitiv nicht der beste Teil der Reihe. Da fand ich den wesentlich aktuelleren „V/H/S: Beyond“ stärker. Während die kultige Sekten-Episode („Safe Haven“) ein absolutes Highlight des gesamten Franchise darstellt, fallen andere Segmente qualitativ stark ab. Manche Geschichten ziehen sich trotz der kurzen Laufzeit, und die Logiklücken sind genretypisch riesig.

Die Uncut-Version liefert zwar die volle Dröhnung an visuellem Terror, kann aber die erzählerischen Schwächen und das schwankende Niveau der einzelnen Kurzfilme nicht komplett kaschieren. Für einen feuchtfröhlichen Abend unter Horror-Liebhabern ist der Film dank seines hohen Body-Horror-Faktors perfekt. Ein filmisches Meisterwerk sollte man hier jedoch nicht erwarten.

Das Bild ist für einen Found Footage "VHS" Film erstaunlich scharf und bietet auch tole Farben.
Vom Ton habe ich mir zwar mehr Dynamik gewünscht, aber das passt schon. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 03.07.26 um 10:49
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Regisseur Paul Greengrass verwandelt eine wahre Geschichte in einen nervenzerreißenden Überlebenskampf. „Captain Phillips“ ist ein starkes Werk des modernen Spannungskinos.

Die erste Hälfte des Films besticht durch ein rasantes Pacing. Greengrass verliert keine Zeit. Das Containerschiff MV Maersk Alabama wird vor der Küste Somalias von schwer bewaffneten Piraten attackiert. Die hektische Kameraführung im Dokumentarstil erzeugt sofortige Dringlichkeit. Jedes Manöver zählt. Der Zuschauer spürt das herannahende Unheil mit jeder Sekunde. Die Dynamik auf dem offenen Meer reißt gnadenlos mit. Hier hilft auch der mehr als passende Score.

In der zweiten Hälfte schlägt die Atmosphäre radikal um. Der Film wird extrem klaustrophobisch. Nach der Geiselnahme verlagert sich das Geschehen in das enge, stickige Innere eines geschlossenen Rettungsbootes. Hier entfaltet sich ein psychologisches Kammerspiel auf engstem Raum. Die Hitze, die Angst und die schwindende Luft werden fast physisch spürbar. Die weite See weicht einer erdrückenden Enge.

Tom Hanks war hierbei erneut eine absolute sichere Bank. Seine Darstellung des Kapitäns ist frei von Hollywood-Pathos. Er spielt Phillips als verletzlichen, pragmatischen Jedermann, der um das Überleben seiner Crew und sein eigenes kämpft. Besonders die finalen Szenen gehören zum Besten, was Hanks je abgeliefert hat. Seine Schockstarre und pure emotionale Überforderung nach der Rettung gehen unter die Haut. Sie zeigen die traumatische Realität von Gewalt ungeschönt und intensiv.

„Captain Phillips“ ist kein glorifizierender Actionfilm. Es ist ein hochspannendes, realistisches Drama über globale Ungleichheit und menschlichen Überlebenswillen. Ein filmischer Adrenalinkick, der lange nachwirkt. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 02.07.26 um 14:20
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Wer dachte, der erste animierte Klempner-Ausflug war ein bunter Trip, der hat den „Super Mario Galaxy Film“ noch nicht gesehen. Dieser Film hat kein Pacing, er hat eine Warp-Röhre. In knackigen 95 Minuten prügeln die vier Regisseure unter stetem Blick von Mario Erfinder Shigeru Miyamoto eine Action-Sequenz nach der nächsten raus. Keine Längen, kein Atmen, nur reiner, ungefilterter Pixel-Wahnsinn. Keine Location ist länger als 3 Minuten zu sehen. Perfekt für die „Generation Tik Tok“

So oder so. Die Euphorie des Erstlings ist weg. Man sitzt nicht mehr mit offenem Mund da und staunt über die Textur von Marios Schnurrbart. Stattdessen fühlt sich alles an wie ein maximal effizienter Speedrun. Die Story ist flacher als ein plattgestampfter Gumba auf einer 2D-Ebene: Peach ist mutig, Rosalina wird entführt, Bowser und Bowser Jr. haben schlechte Laune – fertig. Wer Tiefgang sucht wird wohl enttäuscht sein.

Dafür ist der Bildschirm so vollgestopft mit unzähligen (neuen) Charakteren, dass man sich nicht blinzeln traut, um bloß nicht Cameos und Geheimnisse zu verpassen - und davon gibt’s einige wirklich coole - ich sag nur, dass einer davon aus dem Lylat System stammt. :)
Lumas, Toad-Brigaden, Bienen-Marios, Mr. Game & Watch, ein Arwing und sogar der Typ aus „Hotel Mario“ war mal im Hintergrund zu sehen. Der Film ist ein Minenfeld aus versteckten Insider-Gags und man wird ihn wohl mindestens dreimal sehen müssen, um wirklich alles zuordnen zu können.

Audiovisuell spielt der Film aus der Schmiede der Illumation Studios („Minions“, „Pets“) ganz oben mit.
Die Animationen sind hervorragend designt, detailliert und sehr bunt. Es gibt unzählige Details bis in die hinteren Reihen zu entdecken.
Der Soundtrack bedient sich aus dem Potpourri vieler ikonischer Nintendo Sounds - Top!

Mir persönlich war das alles zu viel Input gleichzeitig. Der Film schwingt von einer Szene zur nächsten, nur um bloß alles abzuhaken, was Fans erwarten könnten. Das Wort „hektisch“ passt dafür ganz gut. Sogar Mario selbst ist im ersten Drittel eher Nebenfigur als Hauptdarsteller. Ich fand da den ersten Teil insgesamt runder und stimmiger.
Yoshi und die Lumas sind definitiv für die jüngeren Zuschauer kreiert und sorgen dafür, dass sich der Film immer wieder „Cosy“ anfühlt.

„Super Mario Galaxy“ ist zwar ein optisches Feuerwerk auf Steroiden aber mir fehlt der Herzschlag des etwas besseren ersten Teils. Wer aber Bock auf 95 Minuten Nintendo-Dauerfeuer, null Leerlauf und einen visuellen Zuckerschock hat, wird diesen intergalaktischen Ritt lieben. Ein Film wie eine Regenbogen-Raserei in Mario Kart - lustig, kurzweilig, extrem schnell und man braucht danach mal kurz Zeit zum Durchatmen.


Das UHD-Bild ist dank HDR10 einfach atemberaubend und kann als eine weitere Demo-Disc herhalten. Jedes noch so kleine Detail ist sichtbar. Man erkennt die feinen Texturen von Marios Latzhose, die einzelnen Schnurrbart-Härchen und die reptilienartige Haut von Bowser Jr. mit einer tollen Plastizität. Sobald Mario und Co. in den Weltraum abheben, zündet die Disc ein Farbspektakel. Das Leuchten der Lumas, die bunten Welten der verschiedenen Galaxien und die neonfarbene Rainbow Road stechen dank des erweiterten Farbraums extrem lebendig hervor.

Der Weltraum liefert tiefes, sattes Schwarz ohne jegliche Artefakte mit toller Durchzeichnung. Die hellstrahlenden Sterne und Nebel heben sich messerscharf und ohne Überstrahlen vom dunklen Hintergrund ab.Aber auch am Anfang, wenn sich die Mario Brüder in die Höhle trauen, sind die Farbverläufe einfach perfekt.



Vom deutschen Dolby Atmos Ton habe ich mir hingegen etwas mehr erhofft. Klar, der Subwoofer bekommt ordentlich zu tun, besonders bei Bowsers Auftritten oder den gewaltigen Einschlägen im Finale. Der orchestrale Soundtrack von Brian Tyler, der die klassischen Koji-Kondo-Themen fantastisch aufgreift, breitet sich opulent im Raum aus. Die Dialoge bleiben dabei auch glasklar und verständlich.

Allerdings hätte ich gerne etwas dynamischere Surroundeffekte oder intensivere Atmos-Höhensounds erwartet. Zwar gibt’s einige wenige Überflüge oder Soundtracks „von oben“, aber die Handvoll Effekte umhüllen den Zuschauer jetzt auch nicht gerade. Vermutlich wurde der Ton bewusst für ein jüngeres Zielpublikum zugeschnitten, die auch so schon und ohne Surround-Effekte vom bunten Overkill des Films überfordert sein dürften. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 02.07.26 um 09:58
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Mit „Halloween“ aus dem Jahr 2018 gelang Regisseur David Gordon Green ein beeindruckend starkes Legacy-Sequel, das alle bisherigen, oft misslungenen Fortsetzungen des Franchise konsequent ignoriert und direkt an John Carpenters wegweisendes Original von 1978 anknüpft.

Im Zentrum dieses neuen Jahrtausends steht das tiefgründige Trauma-Porträt von drei Generationen an Strode-Frauen, die sich ihrem schlimmsten Albtraum stellen müssen. Jamie Lee Curtis glänzt dabei in ihrer Paraderolle als gealterte, sichtlich paranoide Laurie Strode, die ihr abgelegenes Haus in eine schwer bewaffnete Festung verwandelt hat. Die komplexe Familiendynamik mit ihrer tief entfremdeten Tochter Karen und ihrer Enkelin Allyson verleiht dem typischen Slasher eine ungeahnte emotionale Tiefe und psychologische Relevanz.

Der Film atmet puren Fanservice für Horror-Liebhaber, ohne jemals in reiner Nostalgie zu ertrinken. Optisch und akustisch liefert das Werk auf absolutem Höchstniveau ab. Die Kamera fängt die düstere Vorstadtidylle von Haddonfield in messerscharfen, zutiefst atmosphärischen Bildern ein. Die legendäre Filmmusik, die von Carpenter selbst für die Moderne modifiziert wurde, treibt den Puls mit minimalistischen Synthesizer-Klängen erbarmungslos nach oben. Michael Myers wird endlich wieder als die unnahbare, personifizierte Naturgewalt inszeniert – die pure Form des Bösen ist zurück.

Green wählt für das moderne Kino einen erfrischend frischen Ansatz. Er bricht geschickt mit den veralteten Geschlechterrollen des Genres: Die drei Strode-Frauen sind hier keine hilflosen, schreienden Opfer mehr. Stattdessen schlagen sie im packenden Finale koordiniert und wehrhaft zurück. Sie emanzipieren sich gemeinsam von der lähmenden Angst, die ihre Familie über Jahrzehnte hinweg traumatisiert hat.

Einziger kleiner Wermutstropfen bleibt das Drehbuch bei den Figuren im Hintergrund. Einige Nebencharaktere, wie der übereifrige Dr. Sartain oder manche der Teenager-Freunde, wirken erzählerisch etwas flach und nicht ganz durchdacht. Ihre Handlungen dienen oft nur als Mittel zum Zweck, um den brutalen Bodycount voranzutreiben.

Das ist im Gesamtbild letztendlich aber nicht so schlimm, da das in der Reihe immer schon so war, das starke Haupttrio den Film mühelos trägt und die dichte Horror-Atmosphäre perfekt funktioniert.


Das HDR10 Bild ist zwar großteils dunkel gehalten, der Schwarzwert und die Durchzeichnung gehen aber in Ordnung. Vom erweiterten Farbraum profitieren lediglich Lichter bzw. Reklametafeln und die gesunden Hautfarben. Details gibts in gut ausgeleuchteten Szenen aber viele zu entdecken. Im Dunkeln sieht das natürlich ganz anders aus.

Der deutsche DTS:X Sound macht ne Menge Spaß. Zwar kommt er meistens unerwartet aber dafür umso brachialer daher. Gewehrschüsse, die im spannenden Finale auf die Zimmerdecke abgefeuert wurden, lassen sich genau so perfekt von oben orten wie Michael, der einen Stock höher im Haus umherschleicht und dessen Schritte man schon von oben her ausmachen kann. Auch während des Feuers gibts viele Soundeffekte.
Lediglich die deutschen Dialoge hätten (mal wieder) etwas lauter abgemischt werden können. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 01.07.26 um 11:06
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Das gestresste New Yorker Ehepaar George und Linda verliert durch eine Pechsträhne schlagartig Job und Wohnung. Auf dem Weg zu Georges unausstehlichem Bruder stranden die beiden eher zufällig in „Elysium“ – einer ultra-liberalen Hippie-Kommune mitten in der Natur. Zwischen freier Liebe, nackten Winzern und dem Verzicht auf jegliche Privatsphäre versuchen die Großstädter, ihr Leben neu zu ordnen.

Der Film, den ich zuvor schon einmal gesehen hatte, erfindet das Rad des Genres nicht neu. Die Handlung plätschert stellenweise recht vorhersehbar und seicht vor sich hin. Dass die Komödie trotzdem durchgehend Spaß macht, ist dem großartigen Cast zu verdanken.
Paul Rudd und Jennifer Aniston harmonieren perfekt als geerdetes Paar im absoluten Chaos. Die eigentlichen Stars sind die Kommunen-Mitglieder, allen voran Justin Theroux als manipulativer Hippie-Guru Seth.

Obwohl manche Witze etwas flach geraten oder ins Absurde abdriften, zünden einige Gags dafür umso besser. Legendär ist vor allem Paul Rudds minutenlanger, improvisierter Monolog vor dem Badezimmerspiegel, in dem er versucht, sich für das Konzept der „freien Liebe“ mental heißzumachen. Oder wenn Aniston durch einen falschen Nipper auf einem Drogentrip im Wald ist – zwei absolute Highlights des Films.

„Wanderlust“ ist kein cineastisches Meisterwerk, aber man kann den Film einfach gut schauen. Er bietet leichte, humorvolle Kost, die niemanden überfordert und perfekt für einen Abend auf der Couch taugt.

Ich würde dem Film 3,5 von 5 Punkten geben. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 30.06.26 um 15:23
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„Equilibrium“ zeigt einen faszinierenden, visuell radikalen Kontrollstaat. In der dystopischen Welt von Libria sind Gefühle per Gesetz verboten. Bürger müssen täglich die Droge Prozium injizieren, um jegliche Emotionen im Keim zu ersticken. Wer sich widersetzt, wird unerbittlich gejagt.

Die Inszenierung glänzt durch eine extrem cleane Ästhetik. Regisseur Kurt Wimmer setzt auf kalte Betonbauten, minimalistische Kulissen und eine fast klinische Atmosphäre. Dieser Kniff fängt das totalitäre System konsequent ein. Die Welt wirkt leer, trostlos und zutiefst düster. Mittendrin überzeugt Christian Bale als Kleriker John Preston. Seine Wandlung vom emotionslosen Vollstrecker zum zweifelnden Rebellen trägt den gesamten Film. Bale spielt diese innere Zerrissenheit mit einer bemerkenswerten Physis und Präzision.

Die Geschichte ist packend und bietet trotz bekannter Parallelen zu Orwells „1984“ eine starke, emotionale Substanz. Sobald Preston seine Dosis absetzt, lernt er wieder klar zu denken. Leider wird dieser Prozess visuell viel zu offensichtlich mit Farben untermalt. Während der Kontrollstaat in monotonen Grau- und Blautönen erstarrt, erstrahlt die Welt der Gefühle plötzlich in bunten, warmen Farben. Diese Metapher ist extrem plakativ. Sie nimmt dem intelligenten Drehbuch die Subtilität. Dazu wirken einige Zwischenmenschlichkeiten zu aufgesetzt.

Ein weiteres Problem ist die Action. Das speziell für den Film entwickelte „Gun-Fu“, eine choreografisch spektakuläre Mischung aus Kampfsport und Schusswaffen, bietet zwar großartige Schauwerte. Allerdings wirken diese hochstilisierten, fast comichaften Actionsequenzen mit wildester Musikuntermalung wie ein Fremdkörper im sonst so ernsten, realistisch angehauchten Sci-Fi-Drama. Sie zerstören immer wieder die mühsam aufgebaute, bedrohliche Atmosphäre.

„Equilibrium “ bleibt ein atmosphärischer Geheimtipp mit einer starken Story und einem brillanten Hauptdarsteller. Kleinere inszenatorische Holzhammer-Methoden und die (für mich) deplatzierte Action verhindern jedoch den Status eines Meisterwerks. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 30.06.26 um 11:59
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Uwe Bolls „Postal“ aus dem Jahr 2007 ist ein wildes, politisch vollkommen inkorrektes B-Movie, das die paranoide Post-9/11-Ära Amerikas mit dem Vorschlaghammer seziert. Cineastisch betrachtet ist diese berüchtigte Videospielverfilmung sicherlich kein großer Wurf. Der Streifen bewegt sich permanent im tiefsten Trash-Milieu und mutet oft wie ein amateurhaft zusammengeschustertes Stück Zelluloid an. Dennoch besitzt das bizarre Werk einen fast schon bewundernswerten Mut zur totalen, schmerzbefreiten Grenzüberschreitung, die man im heutigen, extrem zahmen Hollywood-Kino ohnehin vergeblich sucht.

Die qualitative Berg- und Talfahrt des Films ist dabei zwar anstrengend, doch genau in diesem kreativen Chaos verbergen sich einige Gags, die wirklich witzig und überraschend treffsicher zünden. Boll attackiert alles und jeden – von Al-Qaida-Terroristen über schräge Sektenführer bis hin zu George W. Bush und seiner eigenen Person als Regisseur. Diese radikale, völlig respektlose Sicht der Dinge ist auf eine bizarre Art durchgehend amüsant. Boll scheißt sich schlichtweg gar nichts und drückt auf jede gesellschaftliche Wunde Amerikas im Minutentakt.

Zwischen geschmacklosen Albernheiten, derbem Fäkalhumor und überraschend cleverer Satire schwankt die Qualität sekündlich. Das macht das Anschauen zu einer echten Geduldsprobe, die aber durch den hohen Absurditätsfaktor irgendwie unterhält. Am Ende bleibt „Postal“ ein absolut bizarres Spektakel, für das eine einmalige Sichtung am passenden Heimkino-Abend mit Freunden völlig ausreicht. Ein zweites Mal muss man sich dieses filmische Minenfeld definitiv nicht antun, aber dieser eine Ritt auf Uwe Bolls wilder Trash-Achterbahn bleibt garantiert dauerhaft im Gedächtnis haften, weil das Gezeigte so herrlich politisch inkorrekt aus der Reihe tanzt. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 29.06.26 um 14:51
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Mit „Spaceballs“ aus dem Jahr 1987 schuf Regie-Legende Mel Brooks die ultimative Persiflage auf „Star Wars“ und die gesamte Popkultur der Achtzigerjahre. Das intergalaktische Chaos um Lone Starr, Waldi und dem unvergesslichen Lord Helmchen ist bis heute ein absoluter Kultklassiker des Parodie-Genres, der Generationen von Filmfans geprägt hat. Mein gesamter Freundeskreis konnte damals den halben Film zitieren.

Mel Brooks nimmt George Lucas’ interstellares Epos liebevoll, aber vollkommen gnadenlos aufs Korn. Die Detailverliebtheit in den Kulissen und Kostümen fasziniert auch heute noch. Aus dem mächtigen Todesstern wird die fliegende Weltraum-Putze, aus dem weisen Yoda wird der extrem geschäftstüchtige Yogurt. Hier zeigt sich die zeitlose Stärke des Films, denn Brooks parodiert nicht nur die reine Handlung, sondern kritisiert gleichzeitig den beginnenden, absurden Merchandising-Wahn der gesamten Filmindustrie. Legendär sind zudem die pointierten Running Gags, allen voran die halsbrecherische Reise mit „wahnsinniger Geschwindigkeit“ oder das geniale Durchbrechen der vierten Wand, als die Schurken sich selbst mittels „Instant-Video“ auf einer VHS-Kassette ansehen. Auch die legendäre, überraschende „Alien“-Parodie in der Weltraum-Bar bleibt für Kinoliebhaber absolut unvergesslich. Oder Prinz Valium, Perrie-Air, Kopfhörer-Zöpfe, Pizza-Mampf, das fehlerhafte Beamen und noch viele weitere Gags.

Natürlich ist Humor dem ständigen Wandel der Zeit unterworfen. Aus heutiger Sicht zündet verständlicherweise nicht mehr jeder einzelne Gag, und manche Pointen wirken heute etwas flach oder stark gealtert. Doch das schmälert den grandiosen Gesamteindruck kaum. Das liegt vor allem an dem fantastischen Cast, der mit sichtbarer Spielfreude agiert. Rick Moranis als dauerfrustrierter, tollpatschiger Lord Helmchen liefert eine komödiantische Meisterleistung ab. Bill Pullman versprüht als Lone Starr den perfekten, leicht augenzwinkernden Trash-Charme, während John Candy als Waldi (halb Mensch, halb Hund) das emotionale Herz am rechten Fleck hat.

„Spaceballs“ verliert selbst nach fast vier Jahrzehnten absolut nichts von seiner Anziehungskraft. Der Film versprüht von der allerersten Minute bis zum finalen Abspann einen unwiderstehlichen, wunderbar handgemachten Charme. Mel Brooks beweist eindrucksvoll, dass eine wirklich gelungene Parodie echtes Herz braucht: Man spürt in jeder einzelnen Szene die tiefe Liebe zum parodierten Originalmaterial. Für Filmbegeisterte bleibt diese Weltraum-Parodie ein zeitloses, urkomisches Vergnügen, das man sich immer wieder ansehen kann. Möge der Saft mit euch sein!

Das 4K UHD-Bild ist im Vergleich zur alten, matschigen Blu Ray als wie wenn man einen Schleier weggezogen hätte – soll heißen: alles wirkt heller, schärfer und sauberer. Auch wenn der Film aufgrund seines Alters und der damaligen Tricktechnik (manche Szenen, Ränder oder Hintergründe bleiben softer) keine moderne Referenzscheibe wird, sah Mel Brooks' Kult-Parodie im Heimkino nie besser aus. Die feinen Texturen auf Lord Helmchens glänzendem Anzug, die einzelnen goldenen Haare von Dot Matrix oder die bräunlich glänzenden Pailettenumhänge des Wüstenvolks knackscharf aufgelöst. Farben kommen sehr natürlich daher.
Das Bild behält seine filmische Struktur. Filmkorn ist vorhanden, wird durch das saubere Encoding aber sehr gut und fein aufgelöst wiedergegeben. Lediglich bei grauen Hintergründen kann es leicht wuseln. Das Weltall ist nun richtig schwarz und lässt auch in dunklen Szenen nichts absaufen. Auch die Outfits der schwarzen „Stormtrooper“ wirken durch den besseren Schwarzwert plastischer.
Dolby Vision sorgt für feine Spitzenlichter. Die Triebwerksdüsen der Raumschiffe, die bunten Laserstrahlen und die Lichteffekte beim Einsatz des „Safts“ (Schwartz) besitzen eine deutlich stärkere Leuchtkraft, ohne dabei zu übersteuern oder auszufransen. Auch glänzende Oberflächen strahlen nun viel mehr.

Der deutsche DTS-HD MA 5.1 Ton ist sehr frontlastig. Lediglich wenn Raumschiffe vorbeifliegen oder wenn der Score einsetzt, hört man auch hinten etwas. Dafür grummelt aber der Subwoofer schön tief, wenn zum Beispiel die „Spaceball 1“ beschleunigt.

Als Bonusmaterial gibt’s noch eine ganze Extra-Blu Ray Disc im Set. Aber bereits auf der UHD sind Making ofs, Trailer und Audiokommentare enthalten. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 5
bewertet am 26.06.26 um 09:07
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Es gibt so Filme, da ist man bei der ersten Sichtung richtig enttäuscht. Waren die Erwartungen zu hoch? Hat man sich gar einen anderen Film darunter vorgestellt? Was auch immer, „Alien: Covenant“ aus dem Jahr 2017 habe ich, als großer Fan des direkten Vorgängers „Prometheus“, ebenfalls sehr schwach empfunden, wollte ihm aber nochmals eine Chance geben.

Ridley Scotts „Alien: Covenant“ ist unterm Strich deutlich besser als bei meiner letzten Sichtung und besser als sein Ruf. Der Altmeister des Science-Fiction-Kinos beweist mit diesem Werk einmal mehr, dass er sein inszenatorisches Handwerk absolut perfekt beherrscht. Bereits die Eröffnungsszene zieht den Zuschauer mindestens bis zur Hälfte des Films in den Bann und der gesamte Film besticht durch eine außergewöhnlich hochwertige audiovisuelle Gestaltung. Die Kameraarbeit fängt sterile Raumschiff-Innenräume und unheimliche, weite Naturlandschaften gleichermaßen meisterhaft ein. Gepaart mit einem drückenden, atmosphärischen Sounddesign entsteht eine beklemmende Grundstimmung, die den Zuschauer bis zum Abspann nicht mehr loslässt.

Ein zentraler Schwachpunkt des Drehbuchs lässt sich jedoch nicht leugnen: Dem Film fehlt eine klare, emotionale Identifikationsfigur a la Ripley. Die menschlichen Charaktere der Covenant-Crew agieren in entscheidenden Momenten oft unlogisch, leichtsinnig oder bleiben schlichtweg zu blass, um echtes Mitgefühl zu wecken. Dieses Defizit wird allerdings durch den thematischen Tiefgang des Films kompensiert. „Alien: Covenant“ versteht sich weniger als simpler Survival-Horror, sondern vielmehr als ein zutiefst philosophischer Sci-Fi-Thriller. Das Drehbuch stellt das große Thema Schöpfung ins Zentrum der Erzählung: Wer hat das Recht zu erschaffen, was unterscheidet den Schöpfer von seiner Kreation, und wohin führt der messianische Größenwahn?

Getragen wird diese intellektuelle Meta-Ebene von einem schauspielerisch brillanten Michael Fassbender. In einer faszinierenden Doppelrolle als die Androiden David und Walter liefert er eine absolute Meisterleistung ab und spielt das menschliche Ensemble mühelos an die Wand. Seine physische Präsenz und die nuancierte Mimik verleihen den philosophischen Dialogen eine gewisse Anziehungskraft.

Für klassische Horror-Fans sind die Actioneinlagen zwar extrem packend und handwerklich hervorragend inszeniert, fallen im Gesamtkontext jedoch relativ kurz aus. Das tut dem Spannungsaufbau aber keinen Abbruch, da Scotts Fokus spürbar auf dem existenziellen Grauen und den moralischen Abgründen seiner künstlichen Intelligenz liegt. Wer bereit ist, den Film abseits gängiger Monster-Slasher-Klischees zu betrachten, ja vielleicht auch abseits der alten „Alien“-Teile, entdeckt ein ambitioniertes, visuell berauschendes Spätwerk, das eine filmische Neubewertung absolut verdient hat.

Obwohl der Film digital in 3,4K gefilmt und über ein 2K-Master hochskaliert wurde, liefert die UHD-Disc hervorragende Ergebnisse. Gesichter, Hautporen, feine Härchen, Texturen der Raumanzüge sowie die schleimigen Details der Neomorphen und Xenomorphen gewinnen spürbar an Plastizität. Die vielen Bordcomputer im Raumschiff und weitläufige Landschaftsaufnahmen wirken schärfer und tiefer als auf der herkömmlichen Blu-ray. Ridley Scott nutzt, wie beim Vorgänger „Prometheus“, eine bewusst kühle, sterile Farbpalette.
Das Weltall und die düsteren Höhlen des Planeten bieten ein tiefes, sattes Schwarz. Durch den erweiterten Farbraum stechen einzelne Farben wie das kühle Blau von Davids Augen, die orangefarbenen Akzente der Overalls oder das kräftige Rot bei den brutalen Bluteffekten extrem lebendig hervor. Vereinzelte Lichtquellen stechen schön heraus. Gelegentlich führt das aggressive HDR in extrem dunklen Szenen (wie in Davids Tempel) dazu, dass minimale Details im tiefen Schwarz verschwinden.

Der DTS 5.1 Ton ist dynamisch, räumlich und bietet glasklare Dialoge. Aber auch subtilere Sounds wie ein Blätterrascheln, ein Windhauch, Regen oä. klingen sauber und jederzeit bestens ortbar. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 25.06.26 um 15:29
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James Camerons Kinouniversum wächst unaufhaltsam weiter, doch mit „Avatar: Fire and Ash“ liefert der visionäre Regisseur den vorerst letzten Teil der monumentalen Hauptsaga ab, bevor das Sci-Fi-Franchise eine längere Pause einlegt. Das bildgewaltige Epos präsentiert sich im direkten Vergleich zum direkten Vorgänger „The Way of Water“ insgesamt als das etwas rundere Werk. Die Übergänge zwischen den einzelnen Handlungssträngen wirken flüssiger, und die Inszenierung wirkt trotz gigantischer Ausmaße etwas kompakter und erzählerisch geschlossener.

Die Handlung schlägt dieses Mal düsterere Töne an. Die ehemals idyllischen Postkartenmotive weichen einer bedrohlichen, apokalyptischen Atmosphäre. Das liegt vor allem an der spannenden Einführung eines neuen Na'vi-Volkes. Die sogenannten „Aschemenschen“ zeigen eine völlig neue, von Zorn, Missgunst und Zerstörung geprägte Facette der Kultur Pandoras. Trotz dieses frischen, thematischen Elements krankt das Drehbuch von Cameron jedoch schnell an einem altbekannten Problem: Es bietet letztlich nur „More of the Same“. Der Regisseur verlässt sich viel zu stark auf seine bewährten, aber mittlerweile abgenutzten Formeln. Zum wiederholten Male plätschert der Plot in bekannten Bahnen und gipfelt in einem kreativen Paukenschlag. Wieder einmal muss eine wichtige Figur mühsam aus den Fängen der Feinde befreit werden.

Besonders enttäuschend schlägt sich das zentrale Zweiergespann nieder. Aus dem ewigen Konflikt zwischen Jake Sully und seinem unerbittlichen Erzfeind Colonel Quaritch hätte man nach all den Jahren weitaus mehr herausholen müssen. Ihre Konfrontationen wirken mittlerweile extrem repetitiv, vorhersehbar und emotional völlig blockiert. Statt einer echten charakterlichen Weiterentwicklung gibt es nur das x-te, seelenlose Duell der Giganten. Ähnlich frustrierend verhält es sich mit Jakes Partnerin: Neytiri agiert in ihren Szenen erneut extrem nervig. Ihre permanenten, hysterischen Ausbrüche und ihr unerschütterliches Misstrauen blockieren jede diplomatische Annäherung und bremsen den Fluss der Erzählung spürbar aus. Irgendwie ist sie schon fast eine andere Figur als im genialen Erstling.

Ein weiteres gravierendes Problem des Films ist zudem die viel zu lange Spieldauer von 3 Stunden 17 Minuten. Cameron verliert sich wieder einmal in epischen, ausufernden Panoramen, was die Laufzeit künstlich aufbläht und zu extremen Längen im zweiten Akt führt. Ein strafferer Schnitt hätte dem Erzähltempo sichtlich gutgetan. Eigentlich hätte man „Way oft the Water“ und „Fire and Ash“ in einen drei Stunden Film quetschen können, dann wäre auch das Pacing hervorragend.

Auf technischer Ebene bleibt das Franchise jedoch absolut unantastbar. Der Film ist optisch ein absolutes Brett. Die aschebedeckten, vulkanischen Landschaften und die Perfektion der Computeranimationen rauben dem Zuschauer schlichtweg den Atem. Die Computereffekte setzen erneut den absoluten Goldstandard im Heimkino, denn die Grenze zwischen realen Sets und CGI verschwimmt komplett. Am Ende bleibt jedoch das unüberhörbare Urteil: „Style over Substance“. Die monumentale Optik blendet das Auge perfekt, kann die dünne, recycelte Story und die mangelnde charakterliche Tiefe aber nicht kaschieren.

„Avatar: Fire and Ash“ ist ein visuelles Meisterwerk für die Kinoleinwand, das erzählerisch aber leider auf der Stelle tritt. Für mich ist und bleibt aber „Aufbruch nach Pandora“ einfach unantastbar und das wird sich innerhalb des Franchises auch nicht mehr ändern.


Das HDR10 Bild kam mir stellenweise zu hell und fast schon überbelichtet vor. In den nächtlichen Szenen passt der Kontrast perfekt.
Die Schärfe und der Detailgrad sind enorm. Jede Hautpore, jede Gesichtsbemalung und jede feine Ascheschicht auf den Na'vi ist in nativer 4K-Auflösung zu bestaunen. Der Kopfschmuck und die zeremoniellen Gewänder des neuen Asche-Volkes zeigen eine extreme Web- und Materialstruktur. Die vulkanischen Landschaften Pandoras wirken physisch greifbar und plastisch.
Explosionen, Mündungsfeuer, leuchtende Wurzeln und brennende Wälder bieten starke Spitzlichter. Die Nächte bieten perfektes, sattes Schwarz ohne Detailverlust in dunklen Bildbereichen.

Die deutsche Tonspur im Dolby Digital Plus 7.1-Format ist für Disney-Verhältnisse überraschend stark ausgefallen. Die hinteren Lautsprecher sind quasi im Dauereinsatz. Gerade in den Dschungel-Szenen oder bei den fliegenden Einheiten bietet der Ton ein atmosphärisches Klangbild. Vorbeizischende Pfeile, das Lodern der Asche-Vulkane und die Dynamik in den großen Schlachten lassen sich perfekt im Raum orten.
Normalerweise gibt’s bei Disney einen milderen Bass – nicht aber hier. Auch der Subwoofer darf immer wieder mal ordentlich mitmischen und das bei gleichbleibender Dialogverständlichkeit. Natürlich muss man Disneytypisch auch hier den Grundpegel um ein paar Dezibel anheben, damit richtiges Heimkinofeeling aufkommt. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 25.06.26 um 09:12
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Regisseur Stephen Hopkins („Predator 2“, „Explosiv: Blown Away“) setzt inszenatorisch voll auf eine düstere, fast schon gotische Atmosphäre. Die Locations und das Set-Design gehören zu den absolut besten der gesamten Reihe. Die Traumwelten wirken herrlich surreal und bedrohlich.

Gepaart wird diese Optik mit gelungenen, handgemachten Effekten, die auch heute noch jeden CGI-Effekt alt aussehen lassen. Die kreativen Highlights des Films sind die
Verschmelzung eines Opfers mit einem Motorrad, der Comic-Tod, bei dem ein Charakter in eine gezeichnete Welt gesaugt und buchstäblich in Papierfetzen zerrissen wird und absurde, eklige "Feinschmecker"-Szenario, bei dem ein Opfer sprichwörtlich gemästet wird.

So beeindruckend die Schauwerte sind, so enttäuschend bleibt das Drehbuch. Die Story versucht verzweifelt, Freddy Kruegers Mythos zu erweitern, verheddert sich dabei aber in einer wirren Logik: Freddy nutzt die Träume des ungeborenen Babys der schwangeren Überlebenden Alice, um neue Opfer zu finden.
Das fühlt sich nicht nur extrem konstruiert an, sondern killt auch jegliche echte Spannung. Die Handlung spult lediglich die bekannte Slasher-Formel ab. Zudem verliert Freddy Krueger (Robert Englund) hier endgültig seine bedrohliche Aura. Er mutiert vom unheimlichen Kindermörder zum reinen Sprücheklopfer, dessen One-Liner eher unfreiwillig komisch als gruselig wirken… und das bei wenig Screentime.

Auch ist der Cast wieder einmal sowas von austauschbar und bis auf die Alice Darstellerin eher schlecht.

Für mich ist die „Freddy“-Reihe ähnlich altbacken wie die „Hellraiser“-Filme und ich werde einfach nicht mehr warm damit. Wer den Charme des 80er-Jahre-Kinos und kreativen Body-Horror liebt, wird hier aber sicher unterhalten. Wer eine packende, logische Geschichte und echten Grusel sucht, bleibt auf der Strecke.
„A Nightmare on Elm Street 5: Das Trauma“ rettet sich dank seiner kreativen Kulissen, die ernstere Herangehensweise und handgemachten Splatter-Effekte knapp über die Runden, krankt aber spürbar an seiner ideenlosen Geschichte.

Das Bild ist wesentlich sauberer und klarer als auf der alten Warner DVD.
Auch der Ton ist in Ordnung. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 24.06.26 um 15:55
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„Die Supernasen“ aus dem Jahr 1983 ist ein absoluter Kult-Klassiker des deutschen Klamauks, der heute vor allem als nostalgischer, alter Schinken durchgeht. Wer tiefgründigen Humor oder eine durchdachte Story sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse. Der Film lebt ausschließlich von der unbeschwerten Blödelei und den flachen Witzchen seiner beiden Hauptdarsteller Thomas Gottschalk und Mike Krüger.

Die Handlung dient lediglich als loses Gerüst für eine endlose Aneinanderreihung von lockeren Sprüchen. Als Detektive wider Willen stolpern die beiden Entertainer durch absurde Situationen, die aus heutiger Sicht oft herrlich naiv wirken. Ein großer Pluspunkt des Films sind die charmanten Drehorte. Die Kulissen wechseln zwischen dem geschäftigen München der 1980er-Jahre und den sonnigen, Postkarten-tauglichen Aufnahmen am schönen Wörthersee. Diese Urlaubsatmosphäre verleiht dem turbulenten Treiben einen ganz eigenen, gemütlichen Retro-Charme.

Am Ende bleibt „Die Supernasen“ ein filmisches Relikt seiner Zeit. Der seichte Humor zündet nicht mehr bei jedem, weshalb die Komödie heute eigentlich nur noch für echte Fans der beiden Show-Legenden zu empfehlen ist. Wer Gottschalk und Krüger in ihrer absoluten Hochphase erleben und in reiner Nostalgie schwelgen möchte, wird hier aber immer noch bestens und extrem kurzweilig unterhalten.

Das Bild ist für das Alter sehr ordentlich und scharf. Gelegentlich gibt´s ein paar Verschmutzungen zu sehen aber das wars dann auch.
Der Ton klingt sauber und frontlastig.

Die Extras sind interessant genug, um nach dem Film noch ein bisschen hineinzuschnuppern. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 24.06.26 um 12:13
/image/movie/the-arrival-1996-neu_klein.jpg
„The Arrival“ aus dem Jahr 1996 startet als fesselnder Sci-Fi-Thriller. Radioastronom Zane Ziminsky (Charlie Sheen – hier mit Bürstenhaarschnitt) fängt ein kosmisches Signal ab. Die Story weckt anfangs eigentlich sofort großes Interesse. Regisseur David Twohy, später bekannt für seinen „Pitch Black“, beweist hier bereits sein Talent für atmosphärische Science-Fiction.

Der Film erinnert stark an eine Mischung aus „Contact“, wegen seiner faszinierenden Suche nach außerirdischem Leben, eine Prise „Akte X“, wegen den paranoiden Verschwörungstheorien und auch etwas „Men in Black“, wegen der Bedrohung durch getarnte Aliens.

Trotz der starken Grundidee verliert der Film an Fahrt. Gerade im Mittelteil in Mexiko tritt der Film auf der Stelle. Aber auch etwas später ist das Pacing sehr zäh. Insgesamt fühlt er sich oft wie ein solider Fernsehfilm an, dem es am letzten Feinschliff fehlt. Die Inszenierung ist streckenweise zu träge, um echte Hochspannung zu erzeugen. Auch die Spezialeffekte wirken schlecht gealtert und waren auch damals auf TV Sci-Fi-Serien-Niveu. Charlie Sheen spielt zwar ambitioniert, kann das schwächelnde Drehbuch aber nicht allein tragen.

„The Arrival“ bietet gute Ansätze, schöpft sein Potenzial aber nicht aus. Ein netter Nostalgie-Trip für Genre-Fans, aber definitiv kein Pflichtprogramm.

Bild und Ton sind ok, reißen aber keine Bäume aus.

Das Bonusmaterial ist aber ganz nett zum Anschauen. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 23.06.26 um 14:56
/image/movie/nur-noch-60-sekunden-2000-neu_klein.jpg
„Nur noch 60 Sekunden“ aus dem Jahr 2000 von Produzent Jerry Bruckheimer ist ein solider Actionfilm, der vor allem Autofans begeistert. Im Vergleich zu Bruckheimers früheren Blockbustern wie „Con Air“ oder „The Rock“ backt dieser Auto-Heist-Krimi jedoch deutlich kleinere Brötchen. Dem Werk fehlt die grandiose Wucht und der exzentrische Wahnsinn dieser absoluten Action-Meilensteine.

Nicola s Cage spielt den legendären Autodieb Memphis Raines gewohnt charismatisch. Er muss in einer einzigen Nacht 50 Luxusautos stehlen, um das Leben seines Bruders zu retten. Die Handlung verspricht Hochspannung, und die PS-starken Karren – allen voran der legendäre Ford Mustang „Eleanor“ – sind optisch perfekt in Szene gesetzt. Die rasanten Verfolgungsjagden durch Los Angeles machen auch heute noch Spaß und bieten handgemachte Stunt-Action ohne CGI-Overkill.

Nach meiner letzten Sichtung vor vielen Jahren fällt das Urteil allerdings etwas nüchterner aus, denn ich hatte ihn tatsächlich etwas besser in Erinnerung, als er eigentlich ist. Die Story plätschert in der ersten Hälfte zäh dahin, und der große Coup wirkt phasenweise gehetzt. Ein weiteres Problem ist das namhafte Ensemble: Hochkarätige Darsteller wie Angelina Jolie, Robert Duvall, Vinie Jones oder Timothy Olyphant werden hier regelrecht verheizt. Ihre Figuren bleiben extrem blass und bekommen kaum Raum zur Entfaltung. Jolie dient, wie damals üblich, fast nur als optisches Accessoire.

Am Ende bleibt „Nur noch 60 Sekunden“ ein ganz netter, kurzweiliger Action-Snack für zwischendurch. Er erreicht zwar nicht die qualitative Oberliga des Genres, lässt die Herzen von Autoliebhabern dank des satten Motorensounds aber dennoch höher schlagen. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 22.06.26 um 15:38
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Regisseur Christophe Gans kehrt routiniert in die albtraumhafte Welt zurück. Fans des genialen Silent Hill 2 Videospiels erwartet kein 1:1-Remake, sondern eine psychologische Noir-Drama-Reise der inneren Dämonen von James und Mary. Das Monsterdesign bleibt stark und die Ausstattung ist gelungen, lediglich einige CGI-Hintergründe wirken bisweilen etwas billig.

Wer eine exakte Kopie der Vorlage erwartet, wird überrascht, denn Gans wagt einen neuen Ansatz. Finde ich aber auch perfekt gelöst. Die Ausstattung und die düstere Grundstimmung fangen die Essenz von Konamis Marke hervorragend ein. Die neblige Stadt zieht die Zuschauer tief in die "Anderswelt" und erzeugt durch die Beklemmung einen packenden Sog.

Im Zentrum der Erzählung stehen nicht bloß plumpe Schockmomente, sondern die Aufarbeitung der Psyche. Der Ausflug in die tiefen, inneren Abgründe von James und Mary ist berührend und beklemmend inszeniert. Die Story verlässt sich auf die emotionale Wucht und funktioniert als eigenständiges Werk, das die Vorlage respektiert, ohne sie stur zu kopieren.

Das Monsterdesign ist, wie bei den Videospielen auch, ein absolutes Highlight – die Kreaturen sind furchterregend und physisch präsent. Leider kann das Bild nicht immer mit der fantastischen Ausstattung mithalten: Gerade in den Momenten, in denen die physischen Sets mit Effekten verschmelzen (zB ganz am Anfang als James und Mary sich am Parkplatz kennenlernen), fallen einige CGI-Hintergründe unschön auf und wirken etwas künstlich.

„Welcome to Silent Hill“ ist ein psychologisch dunkler sowie atmosphärischer Ausflug in den Nebel, der die Erwartungen vieler Skeptiker leicht übertrifft. Mich als Fan hat er sofort abgeholt und darf knapp hinter dem Erstling eingereiht werden.


Das native 4K Bild bietet unzählige Details. Feinste Roststrukturen, die Textur des ikonischen Ascheregens und die handgemachten Latex-Kostüme der Monster (wie die der ikonischen Krankenschwestern) sind knackscharf.
HDR fängt die Trostlosigkeit der Geisterstadt perfekt ein. Der allgegenwärtige Nebel kriecht plastisch und ohne störendes Banding über den Bildschirm. Die Schwarzwerte in den maroden Gängen der Anderswelt sind tief und, während vereinzelte Lichtkegel von Taschenlampen eine intensive Spitzenhelligkeit erreichen.
So gut die realen Sets aussehen, so brutal deckt das unbarmherzige 4K Bild manche Schwachstelle auf. Die oben bereits kritisierten, billig wirkenden CGI Hintergründe fallen auf der UHD noch deutlicher ab. Die Schnitte zwischen knackscharfen, praktischen Effekten und weichgezeichneten Greenscreen-Kulissen stechen stellenweise unangenehm ins Auge.

Der DTS-HD MA 7.1 Ton holt alles aus dem legendären, albtraumhaften Soundtrack von Akira Yamaoka heraus. Das metallische Schaben von Pyramid Heads Klinge wandert präzise durch den Raum. Die Surround-Kanäle werden permanent mit diffusen Flüstergeräuschen, herabtropfendem Wasser und dem Heulen der Sirenen gefüttert, was eine extrem immersive Kulisse schafft.
Auch der Subwoofer kommt immer wieder mal sehr tief herunter und sorgt für ein bedrohliches grollen im Heimkino. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 20.06.26 um 09:58
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Antoine Fuquas „Die glorreichen Sieben“ aus dem Jahr 2016 ist ein handwerklich absolut top inszenierter Action-Western. Das Werk basiert als Remake auf dem gleichnamigen Klassiker von 1960, welcher wiederum auf Akira Kurosawas Meisterwerk „Die sieben Samurai“ beruht. Fuqua erfindet das Rad zwar nicht neu, liefert aber ein ungemein unterhaltsames Stück Popcorn-Kino ab.

Die größte Stärke des Films liegt in seinem hochkarätigen Star-Aufgebot. Angeführt wird die Truppe von Denzel Washington, der als wortkarger Kopfgeldjäger Chisolm gewohnt charismatisch auftritt. Chris Pratt sorgt als karten- und sprengstoffliebender Josh Faraday für den nötigen Humor und die lockeren Sprüche. Ethan Hawke verleiht der Geschichte als traumatisierter Bürgerkriegsveteran Goodnight Robicheaux eine willkommene emotionale Tiefe. Die spürbare Chemie innerhalb dieser bunt zusammengewürfelten Truppe von Outlaws trägt den Film mühelos durch seine ruhigeren Passagen.

Wenn die Action dann loslegt, zeigt Fuqua sein ganzes Können. Die Actionszenen sind brachial, wuchtig und trotz des enormen Tempos stets mit einer beeindruckenden Übersicht inszeniert. Das finale, epische Feuergefecht um die bedrohte Grenzstadt Rose Creek ist ein absolutes Highlight. Hier greifen dynamische Kameraarbeit, explosive Stunts und ein messerscharfer Schnitt perfekt ineinander.

Ein riesiges Lob verdient zudem die visuelle und akustische Ausstattung. Die detailreichen Kostüme, die staubigen Kulissen und die historischen Waffen fangen das raue Flair des Wilden Westens perfekt ein. Untermalt wird das staubige Treiben von einem zutiefst emotionalen Score. Es war die finale Arbeit des legendären Komponisten James Horner, der vor der Fertigstellung des Films tragisch verstarb. Seine unvollendeten Motive wurden von Simon Franglen passend zu Ende geführt und untermauern die epische Tragweite der Bilder perfekt.

Fuquas Remake ist kein tiefschürfendes Drama, sondern ein handwerklich makelloser, großartig besetzter und extrem kurzweiliger Edel-Western. Er haucht einer klassischen Geschichte mit moderner Action-Wucht erfolgreich neues Leben ein.


Die native 4K-Auflösung bringt die handwerklich top gestaltete Ausstattung brillant zur Geltung. Jede Stofffaser der detailreichen Kostüme, die feinen Holzstrukturen in der Grenzstadt Rose Creek und die feinen Schweiß- und Staubschichten auf den Gesichtern von Denzel Washington und Chris Pratt sind messerscharf zu erkennen.
Filmkorn ist fast keines auszumachen.
HDR hebt das Bild auf ein hohes Niveau. Die sengende Sonne des Wilden Westens brennt förmlich vom Bildschirm. Der Kontrast zwischen den strahlend hellen Wüstenlandschaften und den tiefen, satten Schwarzwerten bei Nacht- und Innenaufnahmen ist extrem dynamisch. Ab und an versumpft aber zB Washingtons Gesicht im Dunkeln.
Die warmen Erdtöne sowie das tiefe Himmelblau wirken lebendig, ohne unnatürlich übersteuert zu sein… wobei, manche Gesichter schon sehr gebräunt aussehen… was ja irgendwie auch wieder passt.

Der deutsche Ton ist auf der UHD zwar nur als 5.1 Dolby Digital Spur drauf, allerdings merkt man überhaupt keinen Unterschied zur DTS-HD Fassung der Blu Ray.
Die Actionszenen nutzen alle Kanäle perfekt aus. Während des finalen Feuergefechts fliegen dem Zuschauer die Geschosse, Querschläger und explosive Dynamit-Detonationen präzise um die Ohren. Der Subwoofer geht dabei schön tief runter. Dabei bleiben Dialoge aus dem Center immer glasklar. Eine Atmos Tonspur wäre noch das I-Tüpfelchen gewesen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 19.06.26 um 15:25
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„Evolution“ aus dem Jahr 2001 ist eine herrlich charmante Sci-Fi-Komödie, die sich selbst keineswegs zu ernst nimmt. Regisseur Ivan Reitman greift hier das bewährte Konzept seines Kultklassikers „Ghostbusters“ auf und transportiert es erfolgreich in das neue Jahrtausend. Die Parallelen zu „Men in Black“ sind unverkennbar, doch der Film bewahrt sich stets seine ganz eigene, liebenswerte Identität.

Die Geschichte beginnt mit einem Meteoriteneinschlag in der Wüste von Arizona. An Bord befinden sich außerirdische Organismen, die sich in rasantem Tempo weiterentwickeln. Was als einzellige Amöben startet, mutiert innerhalb kürzester Zeit zu einer Bedrohung für die gesamte Menschheit.

Getragen wird das Spektakel von einem engagierten und glänzend aufgelegten Hauptcast. David Duchovny glänzt als charmanter, leicht zynischer Biologie-Professor Dr. Ira Kane. Sein trockener Humor bildet den perfekten Gegenpol zu Orlando Jones, der als enthusiastischer Geologie-Professor Harry Block für die lautesten Lacher sorgt. Die Chemie zwischen den beiden ist fantastisch. Ergänzt wird das Duo durch Julianne Moore als tollpatschige Regierungsbeamtin Dr. Allison Reed und Seann William Scott als trotteliger Feuerwehr-Anwärter. Gemeinsam bilden sie ein herrlich chaotisches Team von Underdogs, dem man einfach gerne zuschaut.

Aus heutiger Sicht ist das CGI stellenweise etwas veraltet. Die digitalen Kreaturen wirken in einigen Szenen recht künstlich und können mit modernen Blockbustern nicht mehr mithalten. Bei einer reinrassigen Komödie ist dieses visuelle Manko jedoch weniger tragisch. Der Fokus liegt hier ganz klar auf dem Witz, den absurden Situationen und den pointierten Dialogen. Die veralteten Effekte verleihen dem Film heute sogar einen sympathischen, nostalgischen Trash-Faktor.

„Evolution? ?? bietet kurzweilige Unterhaltung mit viel Herz, jeder Menge Schleim und einem grandiosen Finale, das eine ganz besondere Verwendung für Head & Shoulders-Shampoo findet. Schade, dass es solche Komödien einfach nicht mehr gibt, denn dieser ist ein zeitloser Spaß für Fans von humorvoller Science-Fiction.

Das Bild im Vollbild Ansichtsformat bietet kräftige warme Farben und eine ordentliche Schärfe. Der Schwarzwert könnte minimal besser sein, aber für eine Komödie aus 2001 passt das schon.

Auch der deutsche DTS-HD MA Ton bietet klare Dialoge und nette Effekte aus den hinteren Lautsprechern. Auch der coole Score verteilt sich schön auf alle Speaker. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 19.06.26 um 08:45

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