Filmbewertungen von Ninjatune666

/image/movie/john-carpenters-ghosts-of-mars-neu_klein.jpg
„Ghosts of Mars“ gehört zweifellos zu den unterschätzten Vertretern in John Carpenters Filmografie und zählt für mich zu den besseren seiner Filme. Auch wenn der Streifen über die Jahre hinweg vielleicht ein ganz klein wenig von seinem ursprünglichen Glanz verloren hat und mir früher noch besser gefiel - er ist und bleibt einfach cool. Mit einer knackigen Laufzeit von rund 90 Minuten präsentiert sich der Film als extrem kurzweiliger, schnörkelloser Sci-Fi-Trip.

Das Konzept lässt sich am besten als Western trifft auf „Mad Max“ auf dem roten Planeten beschreiben. Carpenter mixt staubige Endzeit-Atmosphäre mit deftigem Mars-Horror und einer ordentlichen Portion charmantem Trash. Getragen wird das Ganze von einem herrlich wilden Cast. Die Truppe rund um Action-Ikone Jason Statham, Rapper Ice Cube und Blaxploitation-Legende Pam Grier versprüht puren Late-90s- beziehungsweise Early-2000s-Charme. Die Figuren geben sich durchgehend obercool – was extrem Laune macht, stellenweise mit dem permanenten Imponiergehabe aber auch mal ganz leicht nerven kann.

Ein absolutes Highlight ist der grandiose Soundtrack. Die fetten, treibenden Metal-Riffs, die unter anderem in Zusammenarbeit mit der Band Anthrax entstanden sind, verpassen der Action den perfekten Rhythmus. Visuell konzentriert sich das dreckige Actionspektakel im Wesentlichen auf zwei große, stimmungsvolle Settings: die isolierte, kleine Bergbau-Kolonie und den ikonischen Marszug. Diese räumliche Begrenzung sorgt für eine angenehm klaustrophobische Stimmung. Zwar leidet das Pacing im zweiten Drittel unter einigen wenigen Hängern, bei denen der Film kurzzeitig an Fahrt verliert, doch das fängt das bleihaltige Finale schnell wieder auf.

Am Ende ist „Ghosts of Mars“ kein perfektes Meisterwerk wie „Halloween“ oder „Das Ding aus einer anderen Welt“, aber ein wunderbar dreckiges, lautes und unterhaltsames B-Movie. Ein echter Carpenter eben, der auch heute noch verdammt viel Spaß macht.

Das Bild könnte etwas schärfer und besser durchzeichnet sein, ist aber immer noch gut genug und besser als die alte DVD.

Der deutsch Dolby True HD 5.1 Ton ist kraftvoll, effektreich und bietet klare Dialoge. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 13.08.26 um 13:41
/image/movie/fantastic-four-rise-of-the-silver-surfer-neu_klein.jpg
Wer (wie ich) mit dem modernen, oft überladenen Marvel Cinematic Universe (MCU) wenig bis gar nichts anfangen kann, findet in „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ aus dem Jahr 2007eine erfrischende Alternative. Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen aber er atmet den Geist der frühen 2000er-Jahre. Er erinnert in seiner charmanten Atmosphäre und dem unbeschwerten Humor stark an die legendäre Spider-Man-Trilogie von Sam Raimi. Hier stehen nicht der Aufbau eines gigantischen Multiversums im Vordergrund, sondern das reine Entertainment und die Dynamik der Figuren.

Das absolute Highlight des Films ist der titelgebende Silver Surfer. Die visuelle Umsetzung der Figur ist zeitlos. Seine gelassene, elegante Präsenz fasziniert ab der ersten Sekunde. Er ist ein cooler, vielschichtiger Antagonist, der eine angenehme Ernsthaftigkeit in die Handlung bringt. Doug Jones’ physisches Spiel und die edle Optik machen den Surfer zu einer der am besten getroffenen Comic-Figuren dieser Ära. Er balanciert die humorvolle Leichtigkeit der Fantastic Four perfekt aus.

Ein riesiger Pluspunkt ist die knackige Laufzeit von gerade einmal 88 Minuten. Im Vergleich zu den heutigen Drei-Stunden-Epen bietet dieser Film ein absolut rasantes Pacing. Die Story kommt ohne jegliche Längen direkt auf den Punkt. Jede Szene treibt die Handlung voran, ohne den Zuschauer mit unnötiger Exposition zu langweilen.

Das Herzstück bleibt die Dynamik der vier Hauptdarsteller. Ioan Gruffudd, Jessica Alba, Chris Evans und Michael Chiklis harmonieren perfekt als dysfunktionale, aber liebevolle Familie. Ihre Frotzeleien wirken organisch und machen einfach Spaß.
Einzig einige CGI-Effekte sind nicht mehr ganz so schön und schlecht gealtert, mich stört das aber wenig.

„Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ ist ein unterhaltsamer Gute-Laune-Film. Er nimmt sich selbst nicht zu ernst, verliert aber auch nie den Respekt vor seinen Charakteren. Ein kurzweiliger, nostalgischer Action-Spaß, der (immer noch) perfekt funktioniert. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 12.08.26 um 15:54
/image/movie/stonehearst-asylum---diese-mauern-wirst-du-nie-verlassen-neu_klein.jpg
„Stonehearst Asylum“ (mit dem doofen deutschen Untertitel) aus dem Jahr 2014 ist ein atmosphärisch dichter Gothic-Thriller, der den Zuschauer gleich von Beginn an mitnimmt. Die Geschichte spielt im Jahr 1899. Sie basiert lose auf einer Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe. Regisseur Brad Anderson schafft eine schaurige Kulisse, wenn während des Films ein junger Arzt zu einer abgelegenen Irrenanstalt reist, nur um dort ein düsteres Geheimnis zu lüften.

Der Film setzt nicht auf klassischen Horror. Er ist nicht gruselig im modernen Sinne. Stattdessen lebt das Werk von seiner dichten, düsteren Grundstimmung. Nebelverhangene Wälder und viktorianische Architektur erzeugen wohligen Schauer. Die visuelle Umsetzung der Anstalt zieht den Zuschauer sofort in seinen Bann.

Die hochkarätige Besetzung trägt die gelungene Story mühelos. Kate Beckinsale glänzt als elegante, geheimnisvolle Patientin Eliza Graves. An ihrer Seite brillieren die Schauspiellegenden Ben Kingsley und Michael Caine. Kingsley spielt den charismatischen, aber unberechenbaren Anstaltsleiter (ähnlich seiner Rolle in „Shutter Island“) mit auffallender Präsenz. Caine bildet als Ex-Direktor den perfekten, moralisch grauen Gegenpol. Die Dynamik zwischen den Figuren sorgt für ständige Anspannung. Niemandem ist in dieser Isolation zu trauen.

Das Psychospiel funktioniert durchgehend gut. Die Handlung bietet kluge Wendungen und hinterfragt den Begriff von Wahnsinn. Wer ist wirklich verrückt? Wer ist grausam? Die Grenzen verschwimmen im Laufe der Laufzeit komplett. Die Inszenierung fängt den Geist von Poes literarischer Vorlage perfekt ein.

„Stonehearst Asylum“ ist ein Muss für Fans von historischen Mystery-Filmen. Wer opulente Bilder, erstklassige Schauspieler und eine wendungsreiche Geschichte sucht, wird hier bestens bedient. Ein unterschätztes Juwel des Gothic-Thrillers.

Das Bild bietet eine ordentliche Schärfe und dankenswerterweise solide Schwarzwerte, die nichts verschlucken. Die Farbpallette kommt genrebedingt etwas zurückgefahrener daher.

Der Ton ist leider sehr frontlastig aber Dialoge sind dafür jederzeit glasklar. Auch der Score macht Laune.

Als Extras gibts lediglich Trailer. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 12.08.26 um 08:49
/image/movie/american-assassin-2017-neu_klein.jpg
"American Assassins" bietet solide Genre-Kost für Action-Fans, verpasst aber die Chance, aus der Masse herauszustechen. Der Film basiert auf Vince Flynns Bestseller-Reihe und startet extrem stark. Die emotionale und brutal inszenierte Eröffnung packte mich sofort. Sie legt das Fundament für die Rachestory von Mitch Rapp.

Gespielt wird dieser von Dylan O'Brien ("Send Help"), der hier eine wirklich gute Leistung abliefert. Er verkörpert die physische Härte und die psychische Instabilität des traumatisierten CIA-Rekruten absolut glaubwürdig. Die unangefochtene Attraktion des Films ist jedoch Michael Keaton. Als knallharter Mentor und Veteran Stan Hurley rockt er schlichtweg jede einzelne Szene. Seine intensive Präsenz verleiht dem Agententhriller die dringend nötige Tiefe.

Nach dem packenden Auftakt schlittert der Film allerdings in einen zähen Mittelteil. Die Handlung verstrickt sich in altbekannten Spionage-Klischees. Das Tempo bricht spürbar ein, wodurch Längen entstehen. Zum Glück fängt sich der Thriller wieder und liefert ein solides, actionreiches Finale. Leider trüben die CGI-Effekte im Showdown den Gesamteindruck. Sie wirken überraschend schlecht und billig für eine Produktion dieser Größenordnung.

Am Ende bleibt "American Assassin" ein zwiespältiges Ergebnis. Dank starker Darsteller und handgemachter Action ist der Film keineswegs ein Totalausfall. Wer das Genre mag, bekommt kurzweilige Unterhaltung geboten. Kurz gesagt: Kann man sich definitiv anschauen, muss man aber absolut nicht gesehen haben. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 11.08.26 um 18:23
/image/movie/joy-ride-2001-neu_klein.jpg
Ein einsames Highway-Netz, ein CB-Funkgerät und ein fataler Fehler. Mit diesen Zutaten inszeniert Regisseur John Dahl in „Joyride – Spritztour“ aus dem Jahr 2001 einen mörderischen Roadtrip, der das Adrenalin sofort hochjagt. Was als blöder Streich der ungleichen Brüder Lewis (Paul Walker) und Fuller (Steve Zahn) beginnt, eskaliert rasant in puren Psychoterror.

Über den Funkkanal veräppeln die beiden den einsamen Lkw-Fahrer „Rostiger Nagel“. Doch der Fremde versteht keinen Spaß. Er entpuppt sich als sadistischer Psychopath, der die Brüder fortan quer durch die US-Provinz jagt. Die Parallelen zu wegweisenden Genre-Klassikern sind unverkennbar: Der Film atmet die bedrohliche Isolation von Steven Spielbergs „Duell“ und verknüpft sie gekonnt mit der gnadenlosen Jagd aus „Hitcher, der Highway Killer“.

Dank des extrem schnellen Pacings kennt die Story absolut keine Längen. Jede Raststätte wird zur potenziellen Falle, jede dunkle Landstraße zum Albtraum. Dahl meistert den Spagat zwischen nervenzerreißendem Thriller und humorvollen Momenten perfekt. Die Chemie zwischen dem charmanten Walker und dem gewohnt flippigen Zahn sorgt für genau die richtige Dosis schwarzem Humor, bevor die Falle wieder zuschnappt.

Unterstützt wird diese emotionale Achterbahnfahrt von einem coolen, rockigen Soundtrack und dem fantastischen Score von Marco Beltrami („World War Z“, „“Scream“). Beltramis Kompositionen treiben die Verfolgungsszenen mit düsteren, treibenden Klängen nach vorne und verstärken die Bedrohlichkeit des unsichtbaren Killers im Cockpit seines Trucks.

Über einige ganz kleine Logikfehler sollte man aber hinwegsehen können.

„Joyride“ ist ein packender, handwerklich makelloser Thriller. Er verwandelt den amerikanischen Highway in ein klaustrophobisches Versteckspiel, das den Zuschauer bis zur letzten Sekunde an den Sitz fesselt. Ein absoluter Geheimtipp für Fans von rasantem Suspense-Kino.

Schade, dass die Blu-Ray Out of Print ist. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 10.08.26 um 08:44
/image/movie/michael-2026-neu_klein.jpg
Mit der Filmbiografie „Michael“ wagt sich Regisseur Antoine Fuqua („Equalizer“, „Training Day“) an das Erbe des unumstrittenen King of Pop. Die größte und gleichermaßen riskanteste Entscheidung der Produktion erweist sich dabei schnell als absoluter Geniestreich: die Besetzung der Hauptrolle mit Jaafar Jackson. Als leiblicher Sohn von Jermaine Jackson und Neffe des verstorbenen Megastars trägt er eine gewaltige Verantwortung auf den Schultern. Doch was Jaafar hier abliefert, ist schlichtweg atemberaubend und macht das Biopic absolut sehenswert.

Jaafar Jackson spielt seinen Onkel nicht nur, er verkörpert ihn regelrecht. Seine Darstellung ist extrem glaubwürdig und reißt von der ersten Sekunde an mit. Besonders in den fulminanten Bühnenmomenten saß ich gebannt vorm Bildschirm. Die legendären Tanzmoves, vom Moonwalk bis zu den präzisen Spins, beherrscht er eins zu eins wie der echte Michael.

Unterstützt wird diese physische Meisterleistung von der Musik. Die zeitlosen Songs sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Wenn die unsterblichen Hits durch die Lautsprecher dröhnen, entfaltet das Werk eine immense, emotionale Wucht.

Leider kann das Drehbuch mit der darstellerischen Brillanz nicht ganz mithalten. Die Erzählung bleibt über weite Strecken etwas oberflächlich. Vor allem die privaten Szenen, die das komplexe Innenleben des Künstlers beleuchten sollten, werden oft nur angerissen. Vermutlich kann das auch niemand zu 100% echt nachvollziehen.

Gegen Ende hin verliert der Film zudem zunehmend seinen erzählerischen Fokus und verwandelt sich fast schon in einen reinen Konzertfilm. Für Musikliebhaber ist das zwar ein audiovisuelles Fest, für ein echtes Biopic jedoch zu wenig.

Am Ende bleibt das Gefühl, fast zu wenig fundierte Informationen über den echten Michael Jackson und den Menschen hinter der Maske erhalten zu haben. Das sensible Familienerbe überschattet an manchen Stellen die kritische Tiefe.

Dennoch überwiegt das Positive: „Michael“ ist eine bildgewaltige Hommage, getragen von einem sensationellen Hauptdarsteller, dessen Performance man gesehen haben sollte.

Das Blu-Ray Bild im Vollbild Ansichtsformat 1,85:1 bietet warme Farben, viele Brauntöne und ist ganz ordentlich. Die Pailletten an Michaels Handschuh sowie Hautporen kann man immer wieder gut erkennen. Ein richtig scharfes Bild ist’s aber nicht ganz geworden. Auch könnte der Schwarzwert etwas satter ausfallen.

Vom Dolby Atmos Ton war ich etwas enttäuscht.Quantitativ, nicht qualitativ. Klar, in den Konzert-Szenen gibts ne tolle Räumlichkeit und man hört den Hall und die Fans von oben, aber da der Film ansonsten wenig Sounds von oben bietet, bleibts da auch meist still. Immerhin sind die Dialoge sauber aus dem Center zu hören und auch die tollen Tracks haben eine Dynamik im heimischen Wohnzimmer.

Extras gibt’s ein paar kurze. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 08.08.26 um 12:04
/image/movie/mortal-kombat-ii-4k-4k-uhd---blu-ray-de_klein.jpg
Die Fortsetzung der Videospielverfilmung macht genau dort weiter, wo der Vorgänger 2021 aufhörte – er pfeift auf Tiefgang und drückt von der ersten Minute an das Gaspedal durch. Die gesamte Story passt locker auf einen Bierdeckel und man braucht keinerlei Vorkenntnisse.

Das titelgebende Turnier wird dabei fast zur Nebensache degradiert. Stattdessen setzt der Film auf ein extrem schnelles Pacing und hetzt von einem Kampf zum nächsten, um möglichst viele Charaktere für die Fans der Vorlage auf die Leinwand zu werfen.

Mein absolutes Highlight des Films ist Karl Urban als Johnny Cage. Urban rockt jede seiner Szenen mit einer perfekten Mischung aus Arroganz und Charisma. Gerne hätte ich einen MK-Film nur mit ihm. Er liefert am laufenden Band herrlich plumpe Sprüche, die perfekt mit der gewohnt zynischen Art von Fan-Liebling Kano harmonieren. Zusammen stehlen die beiden den restlichen Figuren mühelos die Show.

In Sachen Härtegrad hatte die FSK definitiv einen guten Tag. Der Gore-Faktor ist hoch, und die recht brutalen Finisher orientieren sich erfreulich dicht an den berüchtigten „Fatalities“ der Spiele.

Wo Licht ist, gibt es jedoch auch Schatten: Die Choreografie der Kämpfe ist rein handwerklich nicht gerade berauschend. Oft fehlt es den Stunts an echter Dynamik. Dass die Actionszenen dennoch unterhaltsam genug bleiben, liegt vor allem an den kreativen Waffen und einigen netten, visuell frischen Ideen während der Duelle.

Ein echtes Manko bleibt allerdings die visuelle Umsetzung. Das CGI entpuppt sich fast immer als solches und wirkt an vielen Stellen schlicht unfertig oder schlecht gealtert. Zudem ist die Action physikalisch nicht korrekt, was der Immersion spürbar schadet, wenn Kämpfer schwerelos durch digitale Kulissen geschleudert werden.

„Mortal Kombat 2“ ist kein cineastisches Meisterwerk, aber ein kurzweiliges Fest für Gamer. Trotz schwacher Effekte und dünner Story retten Karl Urban, der hohe Gewaltfaktor und das enorme Tempo den Film ins Ziel. Teil 1 gefällt mir aber ein klein wenig besser.


Der Film basiert auf einem echten 4K Digital Intermediate m, was für eine hervorragende Grundschärfe sorgt. In Nahaufnahmen sind Poren, Kostümtexturen und die feine Struktur von Rüstungen extrem detailliert zu erkennen. In Bewegung fällt das aber nicht immer auf.

Die vielen düsteren Szenen glänzen mit sattem, tiefem Schwarz ohne Detailverlust. Dadurch wirkt auch vieles plastisch. Im Kontrast dazu knallen Spitzenlichter wie Raidens Blitze, glühende Funken oder magische Angriffe mit ordentlicher Dynamik heraus.

Die gute Schärfe der 4K-Auflösung erweist sich für die visuellen Effekte manchmal als Fluch. Die oben erwähnten, teils unfertig wirkenden CGI-Effekte fliegen durch die hohe Detaildichte der UHD-Disc noch schneller auf.

Der deutsche Dolby Digital 5.1 Ton zieht zwar im Vergleich mit dem englischen Dolby Atmos Ton den kürzeren, bietet aber dennoch satte Bässe, klare Dialoge und nette Surroundeffekte.

Extras gibts auch schon auf der UHD. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 07.08.26 um 17:56
/image/movie/the-cabin-in-the-woods-4k-4k-uhd-und-blu-ray-neu_klein.jpg
„The Cabin in the Woods“ aus dem Jahr 2011 ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Teenie-Slasher – es ist ein meisterhafter Geniestreich. Der Film tarnt sich in den ersten Minuten geschickt als klassischer Horrorstreifen: Fünf stereotypische Freunde fahren für ein Partywochenende zu einer abgelegenen Hütte im Wald. Doch statt der erwarteten, stumpfen Klischees entfaltet sich vor den Augen des Publikums eine brillante Dekonstruktion des gesamten Genres.

Regisseur Drew Goddard und Co-Autor Joss Whedon liefern hier eine tief verneigende, liebevolle Hommage an die ganz großen Genregrößen ab. Von klassischen Kreaturen bis hin zu modernen Slasher-Ikonen wird die gesamte Filmhistorie zitiert. Das Ganze wird jedoch mit einem permanenten, herrlich amüsierten Augenzwinkern serviert. Der Film nimmt sich selbst zu keinem Zeitpunkt bierernst, agiert dabei aber dennoch extrem clever, subversiv und durchdacht. Er läuft komplett konträr zu den bekannten Survival-Klischees und spielt auf fesselnde Weise mit den festgefahrenen Erwartungen der Zuschauer. Jedes Mal, wenn man glaubt, die Regeln durchschaut zu haben, schlägt die Story einen neuen, unvorhersehbaren Haken.

Dank des knackigen Drehbuchs gibt es im gesamten Handlungsverlauf absolut keinen Leerlauf. Die Inszenierung ist von der ersten Sekunde an extrem straff, hält das Tempo unbarmherzig hoch und erweist sich als äußerst unterhaltsam. Es ist ein perfekt ausbalancierter Mix aus cleverer Satire, echter Spannung und grandiosen visuellen Einfällen.

Das absolute Highlight ist jedoch das epische Finale. Was im letzten Drittel des Films in den geheimen Laboren entfesselt wird, sucht im modernen Genrekino seinesgleichen. Es ist eine unfassbare visuelle und inhaltliche Eskalation, die Horror-Liebhaber mit offenem Mund und purer Begeisterung zurücklässt.

Fazit: „The Cabin in the Woods“ ist ein intelligentes, verdammt spaßiges Metawerk. Für echte Horrorfans ist dieser moderne Meilenstein ein absolutes Muss.


Das Bild ist kein knallhart nachgeschärftes digitales Meisterwerk, sondern behält durch eine feine Filmkörnung einen sehr dichten, cineastischen Look.
n Nahaufnahmen gewinnen Texturen wie Hautporen, die Holzmaserung der Hütte, Kleidung oder Schmutzpartikel im Vergleich zur alten Full-HD-Fassung leicht an Kontur.
Die Spitzenhelligkeit ist horrorfilmtypisch eher zurückhaltend, jedoch setzen Taschenlampen, Kontrollmonitore und Lichtreflexe im Finale knackige Akzente.
as größte Upgrade liefert Dolby Vision in den dunklen Szenen. Der berüchtigte Keller und die Nachtszenen im Wald saufen im Vergleich zur Blu-ray nicht mehr im Schwarz ab, sondern bieten eine verbesserte Durchzeichnung in dunklen Bereichen.
In vereinzelten Nachtaufnahmen im Freien wirkt der Schwarzwert leicht angehoben (Grünstich/Graustich), was jedoch am Ausgangsmaterial und nicht an der Codierung liegt.

Die Dialoge sind glasklar und auch die hinteren Lautsprecher feuern immer wieder mal tolle Effekte aus allen Rohren. Aber auch leisere Töne wie das Knarzen der Dielen werden immer wieder mal genauestens ortbar wiedergegeben. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 05.08.26 um 14:27
/image/movie/born-to-be-wild---saumaessig-unterwegs-neu_klein.jpg
„Born to be Wild – Saumäßig unterwegs“ aus dem Jahr 2007 ist eine handfeste Feel-Good-Komödie für zwischendurch, die mir schon seit Jahren ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert. Die Geschichte ist bewusst einfach und geradlinig gehalten, entfaltet aber genau durch diese Unbeschwertheit ihren charmanten Wohlfühl-Faktor.

Vier Vorstadt-Freunde stecken mitten in einer handfesten Midlife-Crisis. Perfekt verkörpert durch eine absolute Starbesetzung rund um John Travolta, Tim Allen, Martin Lawrence und William H. Macy, wollen die Männer ihrem monotonen und stressigen Alltag entfliehen. Sie tauschen den Bürojob und die heimische Couch gegen Lederjacken und ihre Motorräder, um einen unvergesslichen Roadtrip quer durch die amerikanischen Highways zu wagen.

Der Film glänzt von der ersten bis zur letzten Minute mit einem feinen, wunderbar unaufgeregten Humor, der glücklicherweise nie derb oder geschmacklos wird. Statt auf plumpe Witze setzt die Inszenierung auf treffsichere Situationskomik und die großartige Chemie der Hauptdarsteller. Ihre Reise verläuft natürlich nicht ohne Hindernisse. Marisa Tomei bringt als charmante und schlagfertige Diner-Besitzerin frischen Wind in die Geschichte, während der unvergessene Ray Liotta als fieser Bösewicht und Anführer einer echten, knallharten Biker-Gang brilliert. Liotta spielt diesen bedrohlichen Gegenpart mit einer sichtlichen Freude am Klischee und sorgt für die perfekte Würze im Plot.

Untermalt wird das staubige Highway-Abenteuer von einem absoluten Klasse-Rocker-Soundtrack. Die klassischen Biker-Hymnen unterstreichen das Gefühl von Freiheit, Abenteuer und Aufbruch perfekt. Sie beschaffen dem Zuschauer sofort gute Laune. Am Ende ist dieses mitreißende Roadmovie eine herzerwärmende Hommage an die lebenslange Freundschaft und den Mut, auch im Alter noch einmal komplett auszubrechen.

„Born to be Wild – Saumäßig unterwegs“ ist ein zeitloser, herrlich unkomplizierter Spaß mit tollen Hollywood-Stars und grandioser Musik. Ein Wohlfühlfilm, den man einfach immer wieder mal gucken kann.

Das Bild bietet satte sowie warme Farben. Darüber hinaus kann man jede Hautpore und jedes Haar der Protagonisten erkennen. Insgesamt immer noch ein tolles Bild mit wenig Luft nach oben.

Auch der deutsche DTS 5.1 Ton überzeugt, bietet er doch klare Dialoge, nette Surroundeffekte und einen ordentlichen Bass - vor allem beim Dröhnen der Harleys oder beim rockigen Soundtrack.

Extras gibts auch einige. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 05.08.26 um 08:13
/image/movie/the-descent---abgrund-des-grauens-4k-4k-uhd---blu-ray---bonus-blu-ray-de_klein.jpg
Regisseur Neil Marshall („Dog Soldiers“) inszenierte 2005 eine blutige Höhlentour, die von der ersten Minute an psychologisch und physisch packend ist. Was als harmloser Abenteuertrip einer Gruppe von sechs Freundinnen beginnt, verwandelt sich tief unter der Erde in einen absoluten Albtraum. Das atmosphärische Setting nutzt die Urängste der Menschheit perfekt aus: Dunkelheit, Enge und das Gefühl, lebendig begraben zu sein.

Das größte Plus des Films ist der tolle Cast. Die rein weibliche Besetzung sorgt für eine erfrischende Dynamik abseits gängiger Genre-Klischees. Die emotionale Tiefe und die traumatische Vorgeschichte der Hauptfigur Sarah verleihen dem Überlebenskampf einen bitteren Ausgangspunkt. Wenn die Frauen tief in den unerforschten Höhlen festsitzen, wird der Horror spürbar. Sie schreien und ächzen sich die Seele heraus – getrieben von nackter Panik, Sauerstoffmangel und purem Adrenalin. Die schauspielerische Leistung transportiert diese Erschöpfung schmerzhaft authentisch auf den Zuschauer.

Cinematographisc h ist das Werk richtig stark in Szene gesetzt. Marshall verzichtet fast vollständig auf künstliches Licht. Die Höhlen werden nur durch die Ausrüstung der Frauen beleuchtet: Taschenlampen, rote Knicklichter und Fackeln. Das erzeugt ein grandioses Farbspiel aus tiefem Schwarz, stechendem Rot und giftigem Grün. Es maximiert die Desorientierung und die permanente Paranoia.

Als im letzten Drittel ein neues Problem auftaucht (Kenner wissen was gemeint ist), mutiert das psychologische Drama zu einem brutalen Splatter-Spektakel. Der physische Terror ist blutig, dreckig und kompromisslos. „The Descent“ bleibt bis zum bitteren Ende ein nervenzerreißender Ritt, der den Zuschauer atemlos zurücklässt. „The Descent“ ist einfach ein zeitloser moderner Survival-Horror.

Das 4K UHD Bild basiert auf einem frischen Scan vom originalen 35mm-Negativ und liefert genau das Upgrade, das die düstere Höhlentour verdient. Details wie die der Kleidung, Haare und Hautporen sowie den felsigen Höhlen kommen nun noch besser zur Geltung. Immerhin geht die Bitrate sogar ab und an über die 100Mbit/S. Dazu gibt’s einen satten Schwarzwert, der vieles noch plastischer erscheinen lässt. Ab und an kann es schon etwas zu dunkel werden, ich denke aber, dass dies hier so gewünscht war.
Dolby Vision (und HDR10) lassen giftgrüne Knicklichter oder intensiv rote Signalfeuer neu erstrahlen. Dank einiger Kontrastspitzen leuchten diese auch noch greller aus dem Bildschirm. Nicht zu übertrieben aber genau richtig. Auch kamen mit, gerade in den anfänglichen Außenszenen Gesichtsfarben natürlicher als über der alten Blu-Ray vor.

Der deutsche DTS-HD MA 7.1 Ton (und wer kann sogar Auro 3D 13.1) liefert ein phänomenales, absolut immersives Sounddesign, das die klaustrophobische Albtraumstimmung perfekt ins Heimkino transportiert. Das Tropfen von Wasser, das Rieseln von Kieselsteinen und das unheimliche Echo in den Felsspalten verteilen sich präzise auf alle Lautsprecher. Man fühlt sich augenblicklich tief unter die Erde versetzt.
Der Bass greift genau dann zu, wenn es wehtun soll. Der Einsturz des Höhlengangs oder plötzliche Jump-Scares besitzen eine enorme physische Wucht.
Die panischen Schreie, das schwere Ächzen und die Dialoge bleiben im Chaos stets verständlich. Gelegentlich werden intim geflüsterte Gespräche etwas zu leise ausgegeben und auch sonst kommen deutsche Dialoge hin und wieder etwas schwachbrüstig daher – das ist allerdings jammern auf hohem Niveau.

An Extras gibt’s auf der UHD lediglich zwei Audiokommentare. Für mehr Bonusmaterial muss die eigens dazu gepackte Blu-Ray herhalten. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 04.08.26 um 10:27
/image/movie/triangle-die-angst-kommt-in-wellen-neu_klein.jpg
Manche Filme entfalten ihre maximale Wirkung erst, wenn man völlig ahnungslos in sie hineingeht. Der Mystery-Thriller „Triangle“ aus dem Jahr 2009 ist das perfekte Beispiel dafür, denn je weniger man im Vorfeld über die Handlung weiß, desto besser.

Was als entspannter Segeltrip beginnt, entwickelt sich nach einem mysteriösen Sturm schnell zu einem nervenzerfetzenden Albtraum auf hoher See.
Die Überlebenden retten sich auf ein scheinbar verlassenes Kreuzfahrtschiff. Dieses gigantische, menschenleere Setting im Art-Déco-Stil ist der heimliche Star des Films. Es erzeugt von der ersten Sekunde an eine beklemmende, isolierte Atmosphäre. Auf den endlosen Korridoren entspinnt sich ein komplexes psychologisches Rätsel, das dem Zuschauer vollste Aufmerksamkeit abverlangt.

„Triangle“ von Regisseur Christopher Smith („Creep“) ist ein Low-Budget-Film. Das merkt man leider an einigen handwerklich schwachen Momenten. Ein paar CGI-Effekte, besonders bei der Darstellung des Sturms, sind sichtlich schlecht gealtert und wirken billig. Wer, wie ich, darüber hinwegsehen kann, wird jedoch mit einer der cleveren Story belohnt. Der Film fesselt durch seine dichte Atmosphäre und bleibt ohne Atempause spannend bis zum Finale. Jedes vermeintliche Logikloch entpuppt sich später als genial platziertes Puzzleteil.

Besonders erfrischend ist der Cast. Bis auf einen jungen Liam Hemsworth in einer Nebenrolle setzt der Film auf unverbrauchte, unbekannte Gesichter. Allen voran brilliert Melissa George in der Hauptrolle als traumatisierte Mutter, deren Verzweiflung den Film emotional trägt.

„Triangle“ ist ein echter Geheimtipp für Fans von intelligenten Mindfuck-Filmen. Schaut nicht den Trailer an, meidet Zusammenfassungen und lasst euch auf dieses düstere maritime Rätsel ein. Es lohnt sich.

Das Bild bietet bei Nahaufnahmen eine tolle Schärfe und glatte Kanten. Ab und zu wird der Kontrast etwas steiler aber das passt zu diesem Psychothriller.

Auch der Ton weiß zu gefallen, bietet er doch bei guter Dialogverständlichkeit nette Surroundeffekte und einen sauberen Score, der sich schön im Raum verteilt.

Auch einige interessante Extras (in SD) sind auf der Blu-Ray zu finden. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 03.08.26 um 08:53
/image/movie/freitag-der-13.-1980-neu_klein.jpg
Freitag der 13. aus dem Jahr 1980 ist ein unumstrittener Meilenstein, der den Auftakt einer der langlebigsten Slasher-Reihen der Filmgeschichte markierte. Regisseur Sean S. Cunningham schuf mit minimalem Budget einen Kultklassiker, der das Horrorkino für ein ganzes Jahrzehnt prägte.

Aus heutiger Sicht hat der Film zwar etwas an Tempo verloren und wirkt erzählerisch stellenweise eher mau. Das Pacing ist phasenweise recht träge, da sich die Handlung stark auf das langsame Ableben der klischeehaften Teenager im Camp Crystal Lake konzentriert. Dennoch besitzt die dichte, isolierte Waldatmosphäre der 1980er-Jahre einen unbestreitbaren, nostalgischen Charme.

Der absolute Star des Films steht jedoch hinter der Kamera: Tom Savini. Seine handgemachte Make-up-Arbeit und die praktischen Effekte sind schlichtweg Klasse - zumindest meistens, denn über den grüngrauen Hals von Kevin Bacon hüllen wir lieber dem Mantel des Schweigens. ;)
Savini bewies hier absolute Pionierarbeit. Jede einzelne Gewalttat wurde mit einer handwerklichen Kreativität umgesetzt, die auch heute noch Genrefans begeistert und den Filmkünstlern der Gegenwart als Inspiration dient.

Ein weiteres Highlight ist das absolut coole Finale. Die finale Konfrontation bricht mit den gängigen Erwartungen der damaligen Zeit und liefert, ähnlich wie in „Carrie“, einen der berühmtesten Jumpscares der Kinogeschichte.

Untermalt wird die ständige Bedrohung durch den genialen Soundtrack von Harry Manfredini. Sein ikonischer Score kriecht direkt unter die Haut und erzeugt eine permanente, nervenzerreißende Anspannung.

Fazit: Auch wenn der Zahn der Zeit am Erzähltempo genagt hat – als Fan der Reihe kann man den Film definitiv immer wieder schauen. Er bleibt ein atmosphärisches Stück Kinogeschichte, das man allein wegen Savinis Spezialeffekten gesehen haben muss.

Das Bild geht schon in Ordnung - definitiv besser als auf DVD.

Der Ton ist sehr frontlastig und dünn.

Immerhin gibts massenweise Bonusmaterial zu entdecken. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 4
bewertet am 02.08.26 um 09:54
/image/movie/space-jam-4k-4k-uhd---blu-ray-neu_klein.jpg
Die 1996er Verfilmung ist immer noch in Welten besser, als die 2021er Version. Zum einen ist Michael Jordan wesentlich sympathischer als LeBron James und zum anderen hat der Erstling so gut wie keine Längen, während hingegen der Nachfolger lediglich mit dem finalen Spiel punkten kann.

Aber zurück zum Original, dessen Humor familienfreundlich und typisch „Looney“ ist und neben Michael Jordan, Bill Murray auch viele NBA Stars aus der Zeit auffährt: Charles Barkley, Patrick Ewing, Larry Bird, Larry Johnson, Muggsy Bogues uvm. geben sich hier ein Stelldichein.

Und Last but not least rundet der feine Soundtrack (ua mit Seal oder R. Kelly) das Gesamtwerk ab.

Das 4K UHD Bild fällt sofort mit seiner strahlkraft auf. Dank höherem Kontrast wirken die realen Szenen noch plastischer als auf Blu Ray und dank HDR gibts auch noch sattere und warme Farben sowie schöne Farbverläufe.
In Punkto Auflösung tut sich nur minimal etwas, dennoch sind viele Szenen schön scharf (sogar die alten CGIs) und bieten Details, vor allem in Jordans Gesicht, die man vorher einfach nicht sah. Der Schwarzwert ist solide und feines Filmkorn ist ständig präsent.

Der Dolby Digital 5.1 Ton ist für eine Komödie solide. Saubere Dialoge und ab und an Effekte von hinten. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 31.07.26 um 13:00
/image/movie/star-trek-into-darkness-4k-4k-uhd---blu-ray-neu_klein.jpg
Mit „Star Trek Into Darkness“ gelingt J.J. Abrams eine absolut würdige, packende und tiefgründige Fortsetzung seines Sci-Fi-Reboots aus dem Jahr 2009. Der Blockbuster knüpft nahtlos an das gewohnt hohe Niveau des Erstlings an. Er verpasst dem traditionsreichen Franchise eine höchst moderne Frischzellenkur, die sowohl visuell als auch erzählerisch auf ganzer Linie begeistert.

Die vertraute Crew der USS Enterprise präsentiert sich von Beginn an als perfekt eingespieltes Team. Die emotionale Dynamik zwischen Kirk, Spock und der restlichen Mannschaft sitzt in wirklich jeder Szene. Sie verleiht dieser actionreichen Achterbahnfahrt das nötige charakterliche Fundament. Das absolute Highlight des gesamten Films ist jedoch zweifellos Benedict Cumberbatch. Seine Darstellung des ikonischen, genetisch optimierten Schurken Khan ist schlichtweg brillant. Mit einer unglaublich intensiven, eiskalten und bedrohlichen Präsenz liefert er eine extrem starke Performance ab. Cumberbatch stiehlt in fast jeder Szene die Show und macht den Antagonisten zu einer vielschichtigen, unberechenbaren Gefahr.

Insgesamt schlägt Abrams in dieser Fortsetzung deutlich düstere Töne an als noch im Vorgänger. Die aufgeworfenen moralischen Dilemmas und die existenziellen Bedrohungen für die gesamte Sternenflotte sorgen für eine spürbare, packende Ernsthaftigkeit. Gepaart mit absolut tollen Spezialeffekten und perfekt choreografierter Action wird der Streifen zu einem mitreißenden Kinoerlebnis auf der großen Leinwand.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch im Drehbuch hängen: Der überstürzte Soloausflug von Chefingenieur Scottie auf den geheimen Außenposten kam mir in der Logik der Handlung etwas unlogisch und arg konstruiert vor. Dieser kurze Alleingang bricht leider den ansonsten so dichten Erzählfluss.

Das schmälert das fesselnde Gesamtwerk aber kaum. „Star Trek Into Darkness“ ist eine uneingeschränkt empfehlenswerte Fortsetzung, die die perfekte Balance aus bombastischem Popcorn-Kino und respektvoller Modernisierung des Star-Trek-Erbes meistert. Für Science-Fiction-Fans ist dieser Film ein absolutes Muss.

Beim 4K UHD Bild kann man eigentlich dasselbe wie zum Erstling schreiben: Das 4K Bild bietet neben einem fantastischen Schwarzwert eine ordentliche Schärfe und nette HDR Effekte wie funkelnde Sterne und Explosionen. Lediglich die Hautfarben kommen mir persönlich etwas zu warm vor.

Der deutsche Dolby True HD 7.1 Ton könnte zwar minimal mehr Punch haben, bietet aber genug direktionale Effekte und auch der Subwoofer darf hin und wieder richtig zupacken. An die offene englische Atmos Fassung kommt der dt. Ton leider nicht. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 30.07.26 um 15:23
/image/movie/deep-blue-sea-1999-4k-limited-steelbook-edition-4k-uhd---blu-ray-de_klein.jpg
Der Action-Thriller „Deep Blue Sea“ aus dem Jahr 1999 beweist eindrucksvoll, dass ein erstklassiger Monsterfilm nicht zwingend tiefgründig sein muss, um perfekt zu unterhalten. Neben Steven Spielbergs ewigem Klassiker „Der weiße Hai“ ist dieses Werk für mich der beste Haifilm aller Zeiten – ein absolut zeitloser Sci-Fi-Kracher, den ich mir immer wieder anschauen kann.

Die Geschichte ist simpel, aber hocheffektiv. In der abgelegenen Forschungsstation „Aquatica“ suchen Wissenschaftler nach einem Heilmittel gegen Alzheimer. Das Problem: Die Testobjekte sind genmanipulierte Makohaie, die durch die Experimente hochintelligent, verdammt groß und extrem hungrig geworden sind. Als ein schwerer Sturm die Station ramponiert, verwandelt sich der Hightech-Komplex in eine tödliche Unterwasserfalle. Ab diesem Moment regiert das nackte Chaos, und Regisseur Renny Harlin („Cliffhanger“) zieht das Tempo gnadenlos an.

Das Set-Design ist großartig. Die klaustrophobischen, langsam volllaufenden Gänge der Forschungsstation erzeugen eine greifbare Dauerspannung. Der Film lässt dem Zuschauer absolut keine Atempause – hier kommt nie Langeweile auf.

Getragen wird der fesselnde Überlebenskampf von einem extrem coolen und spielfreudigen Ensemble. Thomas Jane (der bei mir immer geht) glänzt als tougher Haiexperte, Stellan Skarsgård sorgt für das nötige Drama, und LL Cool J liefert als gläubiger Schiffskoch samt Papagei die perfekte Prise Humor. Nicht zu vergessen ist der legendäre Auftritt von Samuel L. Jackson, dessen Figur für einen der überraschendsten und ikonischsten Filmmomente der späten 90er-Jahre sorgt.

Wenn der Film eine Schwachstelle hat, dann ist es die Tricktechnik. Während die animatronischen, mechanischen Haie in den Nahaufnahmen auch heute noch fantastisch und bedrohlich aussehen, sind die computergenerierten Effekte leider schlecht gealtert. Einige digitale Haiszenen wirken aus heutiger Sicht sehr künstlich.
Das mindert den immensen Unterhaltungswert jedoch kaum.

„Deep Blue Sea“ ist und bleibt ein wunderbar spaßiger, actiongeladener und verdammt spannender Überlebenskampf, der das Genre bis heute bereichert. Eine absolute Must-Watch für Fans von schnörkelloser Popcorn-Unterhaltung!


Dolby Vision bringt frischen Wind in die Unterwasser-Forschungsstation „Aquatica“. Wer allerdings ein klinisch scharfes Referenzbild erwartet, wird nur teilweise glücklich. Die UHD-Scheibe holt das Beste aus dem alten Material heraus, kämpft aber mit den Limitierungen der damaligen Produktion.
Die größte visuelle Aufwertung liefert der erweiterte Kontrastumfang. Das Dolby Vision-Bild präsentiert sich insgesamt sehr ähnlich wie die Standard-HDR-Variante, setzt aber in den entscheidenden Momenten feine Akzente. Ein echter Gewinn ist der satte Schwarzwert, der in den überfluteten, dunklen Gängen der Station für deutlich mehr Tiefe sorgt.
Ein visuelles Highlight sind die nassen Materialien. Wenn Wasser auf Neoprenanzüge, Metallwände oder die Haut der Darsteller trifft, holt das HDR-Grading nette Kontrast-Highlights heraus. Das Licht reflektiert spürbar dynamischer auf feuchten Oberflächen als auf der alten Blu-ray. Die berüchtigten, schlecht gealterten CGI-Effekte werden durch die kräftigeren Farben und harten Kontraste allerdings nicht kaschiert – sie stechen teilweise sogar noch etwas deutlicher ins Auge (gut zu erkennen beim Helikoptercrash).
In puncto Bildschärfe zeigt sich ein gespaltenes Bild:
In weiten Aufnahmen, also bei Totalen, der Station oder großen Unterwasserszenen ist nicht viel mehr Schärfe als auf der Blu-ray auszumachen. Das Bild bleibt in der Tiefe oft weich, und die Unterwasserszenen wirken produktionsbedingt immer noch trüb.
In Nahaufnahmen allerdings sind feinste Details wie Wassertropfen auf den Gesichtern oder einzelne Hautporen messerscharf zu erkennen.

„Deep Blue Sea“ ist auf UHD kein visuelles Meisterwerk, aber die definitiv beste Version des Films. Wer den satten Schwarzwert und das glänzende Spiel mit dem Licht auf nassen Oberflächen schätzt, bekommt hier ein lohnendes, wenn auch minimales Upgrade. Ich bin glücklich damit.

Der deutsche Dolby Digital 5.1 Ton ist derselbe wie auf der alten (beiliegenden) Blu Ray. Da ich gerade unlängst bei „The Mummy“ (2026) gehört habe, was aus dem guten alten DD-Ton heraus zu zaubern ist, ist es umso trauriger, dass man zwar solide aber keine überragenden Sounds und Effekte aufs Ohr bekommt.
Immerhin bekommt der Subwoofer immer wieder Futter bei den Explosionen oder den krachenden Metalltüren und auch die Dialoge sind sauber und immer gut hörbar. Auch nette Surroundeffekte gibt’s immer wieder, aber man merkt einfach, was sich in Punkto Sounddesign seit Erscheinen des Films getan hat.

Bonusmaterial gibt’s nur auf der Blu-Ray Disc. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 28.07.26 um 11:55
/image/movie/a-perfect-getaway-neu_klein.jpg
Wer Lust auf einen unerwartet unterhaltsamen Thriller abseits der ausgetretenen Pfade hat, sollte einen Blick auf „A Perfect Getaway“ aus dem Jahr 2009 werfen. Regisseur David Twohy, der sich bereits mit „Pitch Black“ einen Namen für atmosphärische Spannung gemacht hat, liefert hier ein echtes Genre-Schmankerl ab. Mit einer knackigen Laufzeit von 98 Minuten verschwendet der Film keine Zeit und zieht das Tempo von der ersten Minute an konsequent an.

Die Story nutzt eine absolut tolle Location: die unberührte, hawaiianische Natur. Was als romantischer Flitterwochen-Trip für ein junges Paar beginnt, verwandelt sich schnell in ein psychologisches Verwirrspiel unter freiem Himmel. Die Kulisse von Hawaii glänzt in satten Farben, bildet jedoch den perfekten Kontrast zu der düsteren Gewissheit, dass sich ein Mörderpärchen auf der Insel herumtreibt.

Die größte Stärke des Drehbuchs ist das permanente Misstrauen, das zwischen den Charakteren gesät wird. Twohy spielt meisterhaft mit der Erwartung des Zuschauers. Ständig wechselt der Verdacht von einer Figur zur nächsten. Nichts ist so, wie es scheint, und genau diese Paranoia hält den Zuschauer in Atem.

Getragen wird das Ganze von einem absolut anständigen Cast, der sichtlich Spaß an der Täuschung hat. Milla Jovovich, die hier mal nicht in Superzeitlupe Salti schlägt, und Steve Zahn harmonieren prächtig als verängstigtes Ehepaar, während Timothy Olyphant, den ich immer gerne sehe, als charismatischer Ex-Soldat jede Szene an sich reißt. In einer frühen Nebenrolle ist zudem ein junger Chris Hemsworth zu sehen, der die bedrohliche Dynamik perfekt ergänzt.

Natürlich erfindet der Film das Genre-Rad nicht neu und für die meisten wird eine einmalige Sichtung reichen.

„A Perfect Getaway“ ist trotzdem ein cleverer, kurzweiliger Outdoor-Thriller, der beweist, dass Vorurteile im Film dazu da sind, gebrochen zu werden. Ein echter Geheimtipp für den nächsten Filmabend. Die Blu Ray wird demnächst geordert. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 27.07.26 um 15:37
/image/movie/lee-cronins-the-mummy-4k-4k-uhd---blu-ray-de_klein.jpg
Lee Cronins Neuansatz von „The Mummy“ verspricht frischen Wind für das verstaubte Franchise, lässt auf dem Weg zum großen Finale aber spürbar Federn.

Regisseur Lee Cronin („Evil Dead Rise“) verlässt die Pfade des klassischen Abenteuerkinos und rückt die Mumie in ein düsteres Gewand, das den Grusel eher im Exorzismus-Genre verortet. Dieser stilistische Wechsel erweist sich als gelungener Start. Die Eröffnung packt das Publikum sofort mit einer beklemmenden Atmosphäre und religiösem Schauer.

Unterstützt wird dieser starke Einstieg durch ein hervorragend gewähltes Darstellerensemble, das die emotionale Last der übernatürlichen Bedrohung glaubhaft transportiert. Handwerklich bewegt sich der Film dabei auf Top-Niveau: Die dynamische Kameraarbeit fängt die Enge der Schauplätze perfekt ein, während das wuchtige Sounddesign jede Erschütterung durch Mark und Bein gehen lässt.

Leider kann Cronin das hohe Tempo des Beginns nicht halten. Dem Film hat leider ein zu zähes Mittelteil. Die Handlung tritt auf der Stelle, und die eigentlich packende Prämisse verliert sich in repetitiven Mustern. Besonders die ekligen Bodyhorror-Effekte sind hier schlicht zu lange geraten. Was anfangs noch schockiert, verkommt durch die ständige Wiederholung zum reinen Selbstzweck und bremst den Erzählfluss massiv aus. Dem Werk hätte an dieser Stelle eine straffere Schere im Schneideraum gutgetan. Eine um mindestens 20 Minuten kürzere Laufzeit wäre für die Spannungskurve absolut wünschenswert gewesen. 134 Minuten Laufzeit sind, wie ich befürchtet hatte, einfach zu lange.

Achja, auch hier gilt wieder die doofe Horrorfilm Regel: „Bloß nicht das Licht im Eigenen Haus einschalten! Lieber alles im Dunkeln suchen!“ Auch wer in solch spärlicher Beleuchtung leben kann/möchte, sollte vielleicht mal zum Arzt gehen. Aber so ist das halt bei vielen Horrorfilmen.

Wer jedoch bis zum Schluss durchhält, wird für seine Geduld belohnt. Im fulminanten Finale bricht sprichwörtlich die Hölle los. Cronin entfesselt ein wahres Inferno aus Effekten, Terror und exorzistischer Action, das die Längen des Mittelteils fast wieder vergessen macht.

Am Ende bleibt „Lee Cronins The Mummy„ ein handwerklich starker, darstellerisch überzeugender Horrorfilm, der trotz dramaturgischer Durststrecke als mutiger Neustart funktioniert. Eine einmalige Sichtung reicht für Genrefans aber aus.


Die native 4K-Auflösung brilliert vor allem in Nahaufnahmen. Gesichter, Hautunreinheiten, Zähne oder die feinen Texturen der staubigen Hieroglyphen-Mumienbinden werden detailreich abgebildet.
HDR sorgt für tiefe, saubere Schwarzwerte in den vielen unheimlichen Keller- und Innenraumszenen. Spitzlichter (wie Taschenlampen oder das finale Flammeninferno) setzen Akzente, ohne zu überstrahlen.
Farben kommen erdig und sandig daher und passen hervorragend zur Kulisse von Kairo und New Mexiko.
Auch die Effekte sind sehr gelungen und gestochen scharf, lediglich die künstlichen Sandstürme zeigen ihre Computer-Herkunft. Insgesamt ein sehr starkes 4K UHD Bild.

Auch der Ton kann überzeugen. Trotz „nur“ einer deutschen 5.1 Dolby Digital Spur kommt der Sound schon von Beginn an wuchtig, dynamisch und effektreich daher. Dialoge sind sauber und auch von den hinteren Kanälen kommen immer wieder tolle Effektgewitter daher.

Extras wie das Making of sind bereits auf der UHD zu finden. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 26.07.26 um 11:07
/image/movie/how-to-make-a-killing---todsicheres-erbe-4k-4k-uhd---blu-ray-de_klein.jpg
„How to Make a Killing – Todsicheres Erbe“ aus dem Jahr 2026 erweist sich als ein erstaunlich unterhaltsames, wenn auch eigenwilliges Stück Film. Er versucht sich an einem gewagten Spagat zwischen schwarzer Komödie, Drama und packendem Thriller. Normalerweise mag ich es ja nicht, wenn sich ein Film nicht entscheiden kann. Regisseur John Patton Ford liefert hier ein wildes Genrepotpourri ab, das auf dem Papier eigentlich im Chaos versinken müsste. Doch überraschenderweise geht die Rechnung (für mich) großteils auf.

Das liegt zu einem großen Teil am Hauptdarsteller: Glen Powell (ich mag den einfach - auch wenn er immer noch hölzern spielt) verkörpert den enterbten Becket Redfellow, der seine reiche Verwandtschaft für ein Milliarden-Erbe systematisch dezimiert. Zugegeben, Powells Darstellung wirkt an einigen Stellen etwas flach, gerade im Vergleich zu seinen sonst so extrem charmanten Rollen. Dennoch besitzt er diese unbestreitbare Leinwandpräsenz, die es unmöglich macht, ihn nicht zu mögen. Er trägt die makabre Prämisse mit einer spitzbübischen Leichtigkeit.

Die größte Schwachstelle des Films liegt in seiner Struktur. Das unrunde Pacing sorgt dafür, dass sich die Ereignisse phasenweise überschlagen, nur um kurz darauf in zähen, dahinplätschernden Passagen zu verharren. Dem Rhythmus fehlt schlicht die erzählerische Konstanz. Auch das brutale und ehrliche Ende wird definitiv nicht jedermanns Geschmack treffen. Es bricht radikal mit den Konventionen klassischer Hollywood-Satiren und entlässt den Zuschauer mit gemischten Gefühlen.

Trotz dieser Ecken und Kanten bleibt das Fazit positiv: Man kann sich diesen Film definitiv gut anschauen. Wer Lust auf eine bissige, visuell gelungene Gesellschaftssatire mit einem spielfreudigen Ensemble rund um Powell und Margaret Qualley (The Substance) hat, wird hier kurzweilig bedient. „How to Make a Killing – Todsicheres Erbe“ ist kein makelloses Meisterwerk, aber ein mutiger und unterhaltsamer Genrebeitrag.

Das 4K UHD Bild ist kein Vorzeigetitel.
Der Film liefert zwar eine solide, aber letztlich unauffällige visuelle Präsentation. Wer sich trotz 4K DI eine knackscharfe Detailoffensive erhofft hat, wird hier leider enttäuscht. Das Bild wirkt über weite Strecken etwas zu weichgezeichnet. Es hat sogar künstliche (weiße) Schmutzpartikel. Klar gibt’s satte schwarzwerte und dank HDR10 knallige warme Farben aber die Schärfe schafft auch eine gute 1080p Blu Ray.

Auch vom Dolby Atmos Ton war ich enttäuscht. Ja, Dialoge sind sauber und auch der Score klingt toll aber vom Atmos Effekt hatte ich mir mehr erhofft. „Von oben“ hört man lediglich einen Hubschrauber (nur, um ihn in der nächsten Szene plötzlich nicht mehr zu hören!) und gegen Ende hin einen Donner während des Regens. Dabei hätte es gerade in New York, in dem der Film spielt, so viele Umgebungsgeräusche gegeben. Aber auch die hinteren Kanäle bleiben oft unauffällig.

Extras gibts nur auf der beiliegenden Blu Ray. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 24.07.26 um 23:30
/image/movie/alone-in-the-dark-2005-directors-cut-neu_klein.jpg
Uwe Bolls „Alone in the Dark“ aus dem Jahr 2005 verschenkt sein Potenzial durch unausgegorene Erzählstrukturen. Trotz solider Darsteller und visuell gelungener Schauplätze krankt die Videospielverfilmung an Hektik und flachen Dialogen, die die eigentlich dichte Atmosphäre der Vorlage oberflächlich verheizen.

Christian Slater müht sich redlich als paranormaler Ermittler Edward Carnby, verliert sich aber in uninspirierten Actionszenen. Tara Reid als Archäologin Aline bleibt blass und fungiert abseits der Actionmomente primär als Stichwortgeberin. Stephen Dorff als militärischer Gegenspieler Commander Burke bringt zumindest etwas Energie mit, kann das wirre Skript jedoch nicht retten.

Visuell fängt der Film die bedrückende Stimmung der Reihe stellenweise gut ein. Die Locations wissen zu gefallen und orientieren sich an der bedrohlichen Welt des Videospiels. Leider ist der letzte Feinschliff Mangelware. Die CGI-Kreaturen wirken oftmals klobig und fügen sich nicht nahtlos in das sonst schicke Setting ein - sind aber dennoch besser gealtert als man erwarten würde.

Die Inszenierung verlässt sich zu stark auf hektische Schnitte anstelle von echtem Spannungsaufbau. Die Story wirkt überladen und lässt selbst für Kenner der Spiele zu viele Fragen offen.

Für hartgesottene Action-Fans mag der Film als kurzweilige B-Movie-Unterhaltung taugen, aber wer tiefgründigen Horror sucht, wird enttäuscht. Fans des Franchise greifen lieber erneut zum Controller.


Das Bild der Blu Ray ist solide und bietet natürliche sowie warme Farben.

Der DTS-HD MA Ton ist wuchtig und hat auch nette Surroundeffekte zu bieten.

Extras gibts leider gar keine. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 10.07.26 um 15:58
/image/movie/greedy-1994-neu_klein.jpg
Die gierige Verwandtschaft des sterbenskranken Milliardärs Joe McTeague (Kirk Douglas) zittert um das Erbe. Als eine junge Frau auftaucht, schleusen die Erbschleicher den gutmütigen Neffen Daniel (Michael J. Fox) ein. Er soll das Vertrauen des alten Mannes gewinnen.

Der Film bietet scharfzüngigen Humor und eine treffende Satire auf die menschliche Gier. Michael J. Fox spielt gewohnt charmant. Dennoch ist es nicht die beste Fox-Komödie. Ihm fehlt hier der rasant-leichte Witz aus Meisterwerken wie „Zurück in die Zukunft“ oder „Das Geheimnis meines Erfolges“.

Allerdings schießt das Drehbuch bei seiner Figur quer. Der alte Douglas geht manchmal einfach zu weit. Seine Boshaftigkeit verliert in einigen Szenen den komödiantischen Charme. Zudem leidet das Tempo im Mittelteil. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden ist der Film gut 10 Minuten zu lange geraten. Einige Handlungsstränge ziehen sich zäh in die Länge.

Trotz der Längen bleibt „Greedy“ unterhaltsam. Wer tiefschwarzen Humor und klassisches 90er-Jahre-Kino mag, wird gut bedient. Ein starkes Ensemble rettet die gestreckte Story. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 09.07.26 um 15:22
/image/movie/schlaf-nicht-ein-de_klein.jpg
"Schlaf!Nicht!Ein" (im Original „Double Blind“) ist ein filmisches Schlafmittel, das fälschlicherweise als Thriller etikettiert wurde. Regie und Drehbuch scheinen hier dem Filmtitel alle Ehre machen zu wollen, denn das Werk liefert eine fast unerträgliche Trägheit. Das größte Problem des Films ist sein offensichtliches Billig-Ambiente. Von den schlecht ausgeleuchteten Kulissen bis hin zu den lächerlichen Toneffekten verströmt jede Szene den deprimierenden Charme einer hastig heruntergekurbelten Low-Budget-Produktion.

Beso nders frustrierend ist das Seherlebnis, weil das Projekt Potenzial andeutet. Ab und zu blitzen tatsächlich kleine Lichtblicke auf. Eine unerwartet stimmungsvolle Kameraperspektive oder ein plötzlich starker Dialogmoment ließen kurz hoffen, dass der Film die Kurve kriegt – daher habe ich auch nicht abgebrochen. Doch diese Momente der Brillanz werden sofort wieder zerstört. Kaum keimt Spannung auf, wird sie durch das hölzerne Schauspiel der Hauptdarsteller oder einen hanebüchenen Logikfehler im Keim erstickt. Es fühlt sich an, als würden die Macher absichtlich jede gute Idee sabotieren, um schnellstmöglich zum nächsten generischen Klischee zurückzukehren.

Die Dialoge wirken oft wie Phrasen aus einem schlechten Textgenerator. Die Motivationen der Charaktere bleiben völlig im Dunkeln. Am Ende bleibt kein Gefühl von Mystery oder Horror, sondern lediglich die pure Frustration über verschwendete Lebenszeit. Da hilft es auch nichts, wenn man den Film mit Schlagzeilen wie „Mit Horror-Ikone Pollyanna McIntosh – Bekannt aus The Walking Dead“ betitelt. Wer die Dame vielleicht nicht kennt: das ist die Verrückte Jadis aus The Walking Dead mit dem hässlichen Haarschnitt, die am Müllplatz wohnt.

"Schlaf!Nicht!Ein" scheitert nicht nur an seinen begrenzten finanziellen Mitteln, sondern vor allem an seiner kreativen Inkonsequenz. Ein Film, der seine wenigen Stärken im Sekundentakt selbst vernichtet und den Zuschauer enttäuscht im Dunkeln zurücklässt. Spart euch dieses filmische Desaster.

Das Bild ist ok bis gut.
Der Ton recht Dynamikarm.
Extras gibts fast keine. 
Story
mit 1
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 09.07.26 um 11:38
/image/movie/ein-ausgekochtes-schlitzohr-neu_klein.jpg
Der Trucker Bandit wird angeheuert, eine Ladung Bier über die Staatsgrenze zu fahren, verfolgt von einem nervtötenden Sheriff.

Stuntman und Regisseur Hal Needham inszenierte 1977 diesen Roadmovie Klassiker. Klar, die Story ist äußert simpel, dafür gibts einen charmanten Cast wie Burt Reynolds, Sally Field, Countrysänger Jerry Reed, Hund Gottfried und einen großartigen Jackie Gleason alias Sherrif Buford T. Justice aus Texas.
Ergänzt wird das ganze mit handgemachter toller Action, beeindruckenden Stunts, irrwitzigen Dialogen und ein starker Country-Soundtrack, sodass man beim Schauen einfach h nur gute Laune haben muss.
Nicht nur für mich ein zeitloser Klassiker eines Genres, das leider so gut wie ausgestorben ist.

Die Blu Ray hätte allerdings ein 4K Upgrade verdient… auch hier bei uns. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 08.07.26 um 17:34
/image/movie/highway-2---auf-dem-highway-ist-wieder-die-hoelle-los-neu_klein.jpg
Luxusschlitten, quietschende Reifen und das vertraute Brummen von V8-Motoren: Cannonball Run II (wie er im Original heißt) aus dem Jahr 1984 holt uns sofort zurück in das goldene Zeitalter der seichten VHS-Unterhaltung. Burt Reynolds grinst mit Schnauzer um die Wette, während Dom DeLuise im Beifahrersitz hyperventiliert. Es fühlt sich an wie ein Klassentreffen alter Freunde. Das legendäre Rat Pack um Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin versprüht puren Retro-Charme. Zusammen mit Jackie Chan, Telly Savallas und Shirley MacLaine bietet der Film ein Staraufgebot, das es heute so nicht mehr gibt.

Die flotten Sprüche fliegen tief und die Autos, allen voran der legendäre weiße Lamborghini Countach, sind absolute Traumwagen unserer Kindheit. Es ist ein filmgewordenes Nostalgie-Fest voller Slapstick, welches ich damals als kleiner Knirps, wie auch den Erstling, auf VHS rauf und runter geschaut habe.

Doch bei aller Liebe für die guten alten Zeiten. Der Motor schnurrt leider nicht mehr so wie damals. Der Nachfolger erreicht leider nicht mehr die spielerische Leichtigkeit von Teil 1. Die Handlung wirkt streckenweise extrem unrund und wild zusammengeschustert. Viele Gags zünden auch nicht mehr richtig (z Bale Szenen mit dem Schimpansen). Man merkt dem Spektakel an, dass die Stars oft getrennt voneinander gefilmt wurden. Auch fehlt der rote Faden, der das Original zu einem Kultklassiker des Road-Movie-Genres machte.

Am Ende bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge. „Auf dem Highway ist wieder die Hölle los“ ist kein filmisches Meisterwerk, sondern ein unperfektes Stück 80er-Jahre-Kino. Für einen gemütlichen Abend auf der Couch reicht der Nostalgie-Klamauk aber allemal. Man schaut den Film nicht wegen der Logik, sondern für das wohlige Gefühl der Vergangenheit. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 08.07.26 um 14:43
/image/movie/police-academy-1und2-doppelset-neu_klein.jpg
„Police Academy – Dümmer als die Polizei erlaubt“ aus dem Jahr 1984 ist der ultimative Urvater des 80er-Jahre-Klamauks. Als Erstling legte dieser Kultfilm den Grundstein für eine der langlebigsten Comedy-Reihen der Kinogeschichte. Wer an dieses Meisterwerk der seichten Unterhaltung zurückdenkt, spürt sofort eine Welle wohliger Nostalgie.

Das Erfolgsgeheimnis liegt nicht in tiefgründigen Dialogen, sondern in seiner unendlich sympathischen Truppe von Außenseitern. Durch eine neue Verordnung darf plötzlich absolut jeder die Polizeischule besuchen. Das Chaos ist vorprogrammiert. Wir lieben den charmanten Draufgänger Carey Mahoney, den hünenhaften, aber sanften Moses Hightower und die schüchterne Laverne Hooks mit ihrer Piepsestimme. Unvergesslich bleibt auch Larvell Jones, der mit seinen phänomenalen, selbstgemachten Soundeffekten die Ausbilder in den Wahnsinn treibt. Sie alle treten gegen den herrlich verbitterten Captain Harris an, dessen Slapstick-Unfälle vielen bis heute Tränen in die Augen treiben. Die berüchtigte "Blue Oyster Bar"-Szene ist längst Kult.

Natürlich bietet der Film puren Nonsens und derben Humor. Doch genau diese Einfachheit macht ihn zu einer zeitlosen Comedy. Regisseur Hugh Wilson schuf ein Werk ohne Boshaftigkeit, bei dem am Ende die Underdogs triumphieren. Wenn heute das ikonische, marschierende Hauptthema ertönt, fühlt man sich sofort in eine unbeschwertere Zeit zurückversetzt. Police Academy beweist, dass guter Klamauk nicht alt wird – er wird Kult. Ein absolutes Wohlfühl-Kino für regnerische Tage. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 08.07.26 um 12:11
/image/movie/das-omen-1976--neu_klein.jpg
„Das Omen“ aus dem Jahr 1976 feiert heuer ein großes Jubiläum und beweist eindrucksvoll, dass echter Horror zeitlos bleibt. Unter der meisterhaften Regie von Richard Donner („Superman“, „Lethal Weapon“) entfaltet sich eine düstere Erzählung, die auch nach Jahrzehnten mitnichten altbacken wirkt. Im Gegenteil: Der Film setzte Maßstäbe, an denen sich moderne Genrevertreter bis heute messen lassen müssen.

Das Herzstück des Films ist Gregory Peck. Seine starke Leistung als US-Botschafter Robert Thorn, der langsam die schreckliche Wahrheit über seinen adoptierten Sohn Damien erkennt, ist phänomenal. Peck verleiht der Figur eine tiefgreifende Schwere und emotionale Zerrissenheit. Seine schauspielerische Präsenz trägt die gesamte psychologische Last des Films und zieht den Zuschauer unaufhaltsam in den Abgrund.

Unterstützt wird diese darstellerische Brillanz durch eine dichte, atmosphärisch aufgeladene Inszenierung. Donner nutzt abwechslungsreiche Locations: von den eleganten Straßen Londons über neblige, alte Friedhöfe in Rom bis hin zu einsamen Klöstern, um eine ständige, unterschwellige Bedrohung zu kreieren. Jede Kulisse verstärkt das Gefühl der Isolation und des unausweichlichen Schicksals, perfekt untermalt von Jerry Goldsmiths legendärem, ocarprämierten Soundtrack.

Einziges Manko des Meisterwerks ist das bisweilen etwas gemächliche Erzähltempo im Mittelteil. Einige investigative Passagen ziehen sich minimal in die Länge und nehmen der eigentlich stringenten Handlung kurzzeitig die Dynamik.

Dies schmälert das Gesamtergebnis jedoch kaum. „Das Omen“ bleibt ein atmosphärischer Meilenstein des okkulten Kinos, der durch Pecks Schauspiel und Donners präzise Regie absolut packend gealtert ist. Ein Pflichtfilm für jeden Horrorfan.

Bild und Ton sind solide und auch massig Bonusmaterial gibt´s zu bestaunen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 07.07.26 um 15:27

Top Angebote

Ninjatune666
GEPRÜFTES MITGLIED
FSK 18
Aktivität
Forenbeiträge864
Kommentare3.082
Blogbeiträge0
Clubposts34
Bewertungen603
avatar-img
Mein Avatar

Kontaktaufnahme

Ninjatune666

Beste Bewertungen

Ninjatune666 hat die folgenden
4 Blu-rays am besten bewertet:

Filme suchen nach

Mit dem Blu-ray Filmfinder können Sie Blu-rays nach vielen unterschiedlichen Kriterien suchen.

Die Filmbewertungen von Ninjatune666 wurde 56x besucht.