Filmbewertungen von Ninjatune666

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“Zoomania“ ist ein wunderschön realisierter Film, in dem viel darüber nachgedacht wurde, wie so viele verschiedene Tierarten auf funktionale und produktive Weise koexistieren könnten. Es ist nicht nur logisch, sondern auch sehr witzig: Judy kann in einer Szene von Elefanten und Giraffen in den Schatten gestellt werden und in der nächsten über eine Nachbarschaft von Mäusen ragen. Diese Art von Designarbeit ist der größte Vorteil des Films und die Quelle vieler seiner stärksten Witze.

Der Film bringt eine verständlich ausgedrückte Botschaft über Rassismus und kulturelle Harmonie und es ist ebenso erfrischend zu sehen, wie er es offen zugibt, dass eine solche Harmonie schwierig ist und wahrscheinlich unvollkommen bleibt. Es ist eine etwas erwachsenere Art von Botschaft, als man normalerweise in einem Familienfilm sieht. Es gibt mehr als ein paar Elemente im Film, die unerwartet aber gelungen ein älteres Publikum ansprechen, darunter ein Tier-Labor voller „Breaking Bad“ Anspielungen. Es ist die Art von Popkultur-Referenz, die ich gerne sehe.

Der Disney Film landete dank meiner Kids früher öfter mal im Player. Aber auch gestern fiel mir auf, dass die FSK 0 Einstufung mal wieder so gar nicht passt, denn „Zoomania“ ist mit seiner Krimi-Geschichte einfach viel zu komplex für unter 6-8 jährige, trotz teilweiser knuddeloptik.

Dennoch ist es einer der besseren Disney Titel, da die Message aber auch die Technik stimmt. Lediglich am Beginn des letzten Drittels zieht sich der Film etwas - und das fällt mir bei jeder Sichtung auf.

Das Bild ist sehr plastisch, scharf, detailreich und bunt gehalten.

Der DTS-HD 7.1 Ton bietet auch genügend Dynamik und direktionale Effekte. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 29.11.25 um 08:55
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Ich habe schon einige Horrorfilme gesehen, die in einem Häuschen im Wald spielen. „The Cabin in the Woods“, „Tanz der Teufel“, „Misery“,… kommen mir in den Sinn, wenn ich an dieses Subgenre der Horrorfilme denke. Ein aktueller Film in diesem Subgenre ist „Never Let Go“ aus dem Jahr 2024y Er stammt vom Regisseur hinter dem gelungenen „Crawl“, Alexandre Aja. Er weiß eigentlich, wie man Spannung in dieser Art von Film aufbaut. Er konnte immerhin einen Hurrikan mit blutrünstigen Alligatoren kombinieren.

Hier schaffen er und die Autoren KC Coughlin und Ryan Grassby eine Geschichte, die zwar etwas seltsam ist, mich aber vor und während dieses Films interessiert hat. Ein unsichtbares "Böses" wird manchmal als tote Menschen in den Augen von Berrys Charakter visualisiert. Sie sind verstorbene Familienmitglieder. Es ist ein bisschen verwirrend, was mit ihnen passiert ist. Sie sind nur eine der Bedrohungen, die das "Böse" für die Jungen und ihre Mutter darstellt. Als alter Horrofan wusste ich leider schon früh im Film, wohin die Reise geht. Aber auch anderen Zuschauern wird es recht schnell auffallen.

Die technischen Aspekte des Films sind ziemlich gut. Die Kameraführung, die Kostüme, das Make-up und das Styling sind einige der positiven Teile des Films. Es gibt viele Szenen der Wälder, von denen das Haus umgeben ist, die ziemlich gruselig aussehen, wenn Geister erscheinen, die ziemlich böse aussehen. Besonders eine Figur, die als die Mutter von Berrys Charakter beschrieben wird. Die Kostüme sind das, was man von einer Familie erwarten würde, die viele Jahre lang außerhalb der Zivilisation lebt. Die Kinder tragen selbst angepasste Kleidung von ihrem verstorbenen Vater. Die Kostüme passen zu den Charakteren und der Stimmung des Films.

Da dies ein Horrorthriller ist, muss der Film etwas besonderes haben, das die Zuschauer dazu bringt, in die Geschichte einzutauchen. Da hat mich der Film ein bisschen verloren. Nach der Hälfte des Films war es für mich etwas schwierig, hinter die Geschichte zu kommen. Es gibt keinen großen Aha-Moment, der die Komplexität dieses Films erklärt. Mir kam dann auch vor, dass „Never Let Go“ selbst nicht weiß, in welche Richtung er gegen Ende hin steuern soll. Manche Ideen verpuffen einfach und das (für mich) überraschungsarme Finale holen den Film leider auch nicht aus dem Einheitsbrei heraus.

„Never Let Go“ ist am Papier ein interessanter Titel. Ich wollte ich den Film und die drei Hauptfiguren mögen aber ich habe einfach den Glauben an die Geschichte und alles, was Aja und die Autoren taten, verloren. Die Besetzung und die technischen Aspekte waren gut, aber die Geschichte war nicht packend genug. Es gab ein paar beängstigende Momente, aber nicht genug, um mich die ganze Zeit zu unterhalten. Die Wendung hat mich leider wenig überrascht und mit Oscarpreisträgerin Halle Berry als Produzentin war dies offensichtlich ein Leidenschaftsprojekt für sie - nur hat es leider nicht auf allen Ebenen funktioniert.
Kann man als interessierter schauen - muss man aber nicht.

Immerhin war das Bild UND der deutsche Ton Top.
Man sieht jedes Detail - in dunklen wie in hellen Szenen.

Der Ton ist schön dynamisch und räumlich. Dialoge sind glasklar. Top. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 1
bewertet am 28.11.25 um 08:52
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Ja, die frühen 2000er Jahre. „Shaun of the Dead“, „The Ring“, „Final Destination“, „The Others“ und wie sie alle heißen sorgten für Schlagzeilen und perfekte Unterhaltung. Aber es gab auch einen Jason im Weltraum und einen Busta Rhymes, der gegen Michael Myers kämpft. Jeder Film bekam nun eine Fortsetzung spendiert. Diese Zeit wird auch gerne mal „Post-Scream-Ära“ genannt. Nicht, weil jeder Film das Bedürfnis verspürte, einen Meta-Kommentar zum Genre zu haben sondern weil anscheinend niemand wusste, wie ein Franchise weitergehen soll.

2003 kam dann „Wrong Turn“ mit einer einfachen, unkomplizierten Geschichte in die Kinos. Er ging keine Risiken ein und wollte genau das sein was er schlussendlich ist: ein geradliniger und simpler „backwood slasher“ oder besser gesagt eine „Kannibalen-Monster-Jagd“. Dabei wird sogar noch fleißig bei Genregrößen wie „Texas Chainsaw Massacre“ oder „The Hills Have Eyes“ geklaut um am Ende dennoch eine Eigenständigkeit zu besitzen, welche bis jetzt fünf Nachfolger hervorbrachte.

Der damalige Kritikpunkt war, dass „Wrong Turn“ wenig Charakter hätte und wenig einprägsam sei. Kann man so stehen lassen. Aber im Gegensatz zu mancher Konkurrenz, bei der CGI Masken und Blut zum Tragen kamen, ist „Wring Turn“ wesentlich besser gealtert und hat die Zeit recht gut überstanden.
Natürlich gibts austauschbare, blutjunge und hübsche Klischee Teenies und natürlich weiß man sofort, wer überlebt und wer nicht (meist sogar in der richtigen Reihenfolge) aber der Weg dorthin wurde mit einigen spannenden und blutigen Szenen geschmückt. Alles von Stan Winston handgemacht versteht sich - und das funktioniert fast 25 Jahre später immer noch hervorragend. Kills sind schön saftig aber nie übertrieben - also nicht wie bei „Art - Dem Clown“. Außerdem ist die Nettospielzeit von knapp 80 Minuten genau richtig gewählt.

Das flotte Pacing steht dem Film auch heute noch gut und Hänger gibts eigentlich keine. Das Katz- und Maus Spiel durch den Wald von West Virginia bietet tolle Schnitte (haha Wortspiel) und unterhält durchgehend.
„Wrong Turn“ versucht nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern konzentriert seine Bemühungen auf einen spannenden Überlebenskampf gegen Inzüchtlern mit Heimvorteil. Er tut, was es versucht, gut genug, um auch heute noch unterhaltsam zu sein und ich kann ihn jedem Genrefan empfehlen. Für mich war er sowieso immer schon klasse.

Das Bild der UHD ist gegenüber der alten Blu Ray schon auf den ersten Blick besser. Vorbei sind die schwache Farben und der trübe Look. Körnig und rau bleibt der Look zwar nach wie vor, Filmkorn wird aber sehr fein aufgelöst und filmisch wiedergegeben. Farben kommen dank HDR etwas satter daher - vor allem Blut glänzt nun saftig tiefrot. Der Schwarzwert bietet sattes Schwarz, lässt aber nur in ganz dunklen Szenen, wie in der Holzhütte oder in den Baumkronen, Details schwerer erkennen. Ansonsten gibts Details, die früher nicht zu sehen waren. Egal ob Falten,
Hauporen oder Muster auf Textilien- man kann alles gut und dank tollem Kontrast, leicht erkennen. Natürlich darf ein günstig produzierter Slasher aus dem Jahr 2003 nicht mit aktuellen Produktionen verglichen werden, aber dank einer soliden Bitrate im gehobenen mittleren Bereich, bekommt man doch ein gutes 4K UHD Bild im bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis 1,78:1 zu sehen. Upgrade lohnt.

Auch der deutsche DTS-HD MA 5.1, welcher bereits auf der alten Blu Ray zu finden war, ist immer noch dynamisch und raumfüllend genug. Waldgeräusche wie das Zwitschern der Vögel kann man durchgehend aus allen Lautsprechern ausmachen. Auch Dialoge sind jederzeit gut verständlich. Lediglich eine Synchronsprecherin wirkt etwas „unbeholfen“. Dynamik kommt in den spannenden Szenen auch auf und insgesamt macht die Tonspur schon Laune.

Extras hat die UHD bis auf den Trailer keine zu bieten. Dafür gibts auf der beiliegenden Blu Ray einen ganzen Batzen Bonusmaterial, welches man aber schon kennen dürfte. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 27.11.25 um 12:22
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Der Film spielt in den 1960er Jahren und nutzt diesen Retro-Futurismus-Stil (ähnlich wie bei den "Jetsons" Cartoons), um sich optisch und atmosphärisch von anderen MCU-Produktionen abzuheben. Die Geschichte konzentriert sich auf die Ursprünge des Teams – Reed Richards (Pedro Pascal), Sue Storm (Vanessa Kirby), Johnny Storm (Joseph Quinn) und Ben Grimm (Ebon Moss-Bachrach) – und ihre Verwandlung nach einem kosmischen Vorfall. Anstatt sich sofort in gigantische Schlachten zu stürzen, nimmt sich der Film Zeit für die Charakterentwicklung und die Dynamik innerhalb der Gruppe - und das tut dem Film gut und lässt den Zuschauer auch mehr mitfühlen.

Im Kern ist es ein Film über Familie, wichtigen Entscheidungen und Menschlichkeit. Dieser emotionale Fokus, kombiniert mit dem "Comicfilm mit Herz"-Ansatz, funktioniert und unterscheidet ihn von vielen anderen generischeren Superheldenfilmen.
Übrigens funktioniert der Film recht gut als eigenständiges Werk, ohne übermäßig viele MCU-Querverweise zu benötigen, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Der Cast wurde gut gewählt und harmoniert untereinander. Besonders die Geschwisterdynamik zwischen Vanessa Kirby und Joseph Quinn sowie die emotionale Tiefe, die Pedro Pascal und Kirby als Paar einbringen fühlen sich echt und herzlich an.
Ja, das Retro-Design der 60er Jahre ist ein großer Pluspunkt, allerdings könnten, und das ist mir bei aktuelleren Superheldenfilmen schon oft aufgefallen, die Effekte besser aussehen und nicht als solche hervorstechen. Egal ob Feuer, Explosionen oder Materialschlachten im Finale: alles wirkt zu künstlich. Irgendwie hat sich die CGI Technik oder der Wille zur perfekten Umsetzung derer in den letzten 10-15 Jahren nicht wirklich weiterentwickelt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der schwache Mittelteil. Nach den wirklich genialen Weltraumabschnitt (der gerne länger dauern hätte dürfen) plätschert der Film gute 20 Minuten vor sich hin, ehe das Finale eingeläutet wird. Immerhin sind alle Szenen mit dem Schurken Galactus unterhaltsam.

"The Fantastic Four: First Steps" ist der bisher beste Leinwandauftritt der "Ersten Familie" und ein charmanter Start in eine neue Ära. Er liefert eine solide Grundlage, die Lust auf mehr macht - auch wenn er nicht ganz perfekt ist. Fans der Charaktere dürften größtenteils zufrieden sein mit dieser herzlichen, visuell ansprechenden Interpretation. Mir hat die einmalige Sichtung gereicht. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 26.11.25 um 14:33
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Der Film basiert auf einem gefälschten Trailer von Regisseur Jon Watts („Spider Man: Homecoming“), der zum Spaß Eli Roths Namen als dessen Produzent verwendete. Eli Roth sah den Trailer und mochte ihn so sehr, dass er sich dachte, warum nicht wirklich eine Version in Spielfilmlänge produzieren. So wurde das Horrordrama „Clown“ geboren.

„Clown“ fängt ziemlich vielversprechend an und wirft sogar etwas Humor ein, um die Stimmung ein wenig aufzuhellen. Es ist der Anfang des Films, den ich am meisten genossen habe, als die Hauptfigur im Film, Kent (Andy Powers), das Clown-Outfit für seinen Sohn anzieht und er das verdammte Ding nicht mehr los bekommt. Kent muss in dem Outfit zur Arbeit gehen (inklusive bunten Haaren und einer falschen Nase) und beginnt in Panik zu geraten, als es so aussieht, als ob das bunte Haar sein eigenes wird und die Clownsnase mit seinem Gesicht verschmolzen ist.

Kent rennt vor seiner Familie davon und versucht herauszufinden, was genau er tun soll. Nach einem ungewöhnlichen Selbstmordversuch wird der Hunger nach Kindern zu groß und die Gewalt beginnt sich zu entwickeln, Word aber nie übertrieben dargestellt. Als Kent anfängt, sich zu verändern, entfernen wir uns vom Anfang und von dem gruseligen Clown und bekommen einen fiesen Dämon (gespielt von Eli Roth), der erst ganz am Ende des Films wirklich auftaucht. In der Zwischenzeit, bzw. ab der zweiten Hälfte, verbringen wir einige Zeit mit Kents Frau Meg. Sie versucht herauszufinden, wie sie ihrem Mann helfen und ihr Kind schützen kann. Das bedeutet gleichzeitig aber leider viel investigatives Herumlaufen und wenig Horror.

Der körperliche und psychische Zerfall von Kent war zwar ganz nett und handwerklich gut gemacht, erreicht aber nie die Liga eines Jeff Goldblums in „Die Fliege“. Hier und auch bei den Kills hätte ich mir etwas „mehr“ erwartet.
„Clown“ unterhält zumindest in der ersten , spannenden Hälfte sehr gut, während in der zweiten Hälfte zu wenig Grusel, Drama und schauwerte geboten werden. Schade, denn der ernste Ansatz einer doch merkwürdigen Idee gefiel mir ganz gut. Eine einmalige Sichtung reicht hier.

Bild und Ton sind solide. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 26.11.25 um 12:04
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Regisseur Peter Segal (Nackte Kanone 33 1/3, Die Wutprobe) inszenierte eine nette 90er Jahre Komödie mit dem viel zu früh verstorbenen SNL Comedian Chris Farley. An seine Seite stellte man den ebenfalls aus SNL bekannten David Spade und schickte sie auf einen roadtrip, um die Firma zu retten.
Nette Gags und seichte Kost… eine echte 90er Jahre Komödie eben. Der kleine Running Gag mit dem Auto, welches immer mehr Schaden im Verlauf des Filmes nimmt erinnerte mich oft an den ersten „Jumanji“ oder an „Ein Ticket für zwei“.
Der Score von David Newman muss wieder einmal gelobt werden, wie auch Rob Lowe als Bösewicht, der hier einen Überraschungsauftritt hat- ohne in den Credits erwähnt zu werden.

Das 4K UHD Bild im Vollbild Ansichtsformat 1,85:1 ist wirklich gelungen. Wir deutschsprachigen Filmfans haben von dem Film bislang ja nur eine DVD spendiert bekommen, während andere Länder sogar eine Blu Ray aufwarten können. Na immerhin gibts nun eine Ultra HD und die bietet einige tolle 4K Wow Bilder, die sich immer wieder wieder mit ordentlichen Blu Ray Bildern mischen. Soll heißen, dass die Bildqualität von Szene zu Szene unterschiedlich ausfällt, aber immer im gehobenen Niveau bleibt. Ich glaube auch, dass hier mit nachschärfefiltern gearbeitet wurde, bin mir aber nicht ganz sicher, denn das Filmkorn wird sehr fein aufgelöst wiedergegeben und auch Haare und Sakkomuster sind nun detailliert auszumachen.
Farben kommen natürlich und gut saturiert daher. Gesichtsfarben wirken gesund und auch der Schwarzwert ist für eine Komödie aus dem Jahr 1995 mehr als ordentlich.
Helligkeitsspitze n bleiben aus aber liefern immerhin helle neutrale Flächen ohne zu überstrahlen. HDR10 und Dolby Vision schenken sich hier wenig - Dolby Vision bietet bei genauerem Hinschauen vielleicht etwas mehr Helligkeit und Strahlkraft. Chromatische Elemente glänzen sehr hell und strahlend und auch Objekte, die weiter hinten zu sehen sind, werden oft genug noch scharf wiedergegeben. Wenn da nicht die wechselhafte Qualität von UHD auf Blu Ray wäre, könnte ich definitiv eine hohe Note fürs Bild geben - so bleibts eben bei einer guten Bewertung für ein Bild, welches wir für diesen Film so noch nie gesehen haben. Upgrade (von DVD auf UHD) lohnt!

Der deutsche Dolby Digital 2.0 Ton ist natürlich sehr frontlastig - für eine Komödie aber ausreichend. Mein Denon Verstärker holte sogar ab und zu nette Surround Effekte wie Verkehrs-, Stadt- und Partylärm von hinten heraus und sorgte so für ein nettes mittendringefühl.
Dialoge sind jederzeit klar verständlich und auch sonst gibts nette Stereoeffekte. Solide und zweckmäßig trifft es ganz gut.

Extras gibt es leider keine - nicht mal ein schnöder Trailer. Da es eine Single UHD Veröffentlichung ist, gibts auch keine zweite Disc mit Bonusmaterial im Set dazu. Sehr schade. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 24.11.25 um 10:28
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Regisseur Steven Soderbergh, der so kommerzielle Hits wie die „Oceans“-Trilogie oder „Erin Brockovich“ hervor brachte. Dazu noch zwei hochkarätige Darsteller wie Michael Fassbender („Prometheus“, „12 Years a Slave“) und Cate Blanchett („Aviator“, „Blue Jasmine“) in der Hauptrolle? Ein vermeintliches Katz und Maus Spiel vor netter Kulisse Londons? Was kann da schon schief gehen?
In diesem Fall leider „alles“!

„Black Bag“ aus dem Jahr 2025 fühlt sich überhaupt nicht wie ein Film an, sondern eher wie eine Episode aus einer Pseudo-Doku, einer AppleTV-Spionageserie oder etwas, das einfach niemand sehen muss. Dazu ist er noch belanglos und irrelevant. Auch ist er ein flüchtiger und völlig harmloser Film.
Die Story ist so verworren, dass sie unzusammenhängend ist. Er ist auch filmisch viel zu „glatt“ und dennoch auch ohne Soderberghs unverwechselbaren Stil.

Beide oben genannten Hauptdarsteller spulen ihre Arbeit ohne große Anstrengung ab und der Rest des kleinen Casts ist austauschbar. Eine Schande, wenn man bedenkt welch klasse Darsteller dabei sind. Pierce Brosnans Screentime ist kaum der Rede wert - aber auch dieser spielt mit angezogener Handbremse.

„Black Bag“ versucht, ein Agatha-Christie-Kammerspiel zu sein, gemischt mit einem Spionagethriller und etwas Ehedrama, aber das Gezeigte bleibt zu flach.
Keiner der Charaktere überzeugt, keines der Dramen knistert, kein Spionagespiel bleibt im Gedächtnis und es entwickelt sich zu keiner Zeit Spannung und Nervenkitzel. Der Film ist so mittelmäßig und banal, dass einem die ohnehin schon kurzen 90 Minuten Spielzeit unerwartet wie eine Ewigkeit vorkommen. Meine Frau und ich waren heilfroh, als endlich der Abspann lief und wir von dieser „Schlaftablette“ befreit wurden.

Leute, schenkt euch den Film. Weder Story, noch Darsteller oder das Setting überzeugen. Ja noch nicht einmal der Score von geschätzten David Holmes „Oceans“-Trilogie) überzeugt hier. Eine weitere herbe Enttäuschung für das Filmjahr 2025!

Auch das Bild der UHD reißt keine Bäume aus und wirkt mit all seinen (bewusst) soften Bildern wie eine herkömmliche (weiche) Blu Ray. Bildränder sind prinzipiell unscharf gehalten, lediglich der Fokus ist halbwegs scharf. Da auch die Beleuchtung eher schwach und diffus ist, bleiben auch messerscharfe Details aus. Dazu noch das von mir gehasste „Drei Farben Bild“ welches aus Gold-, Grün- und Blautönen besteht. Einfach hässlich. Lediglich Szenen bei Tageslicht sehen in Ordnung aus - dennoch weit weg von den Möglichkeiten einer aktuellen 4K UHD.
Schwarz ist sehr tief- leider auf Kosten der Durchzeichnung.
Spitzlichter und Kontrasthighlights konnte ich keine ausmachen. Nein, leider ist auch die Qualität der UHD weit hinter ihren Möglichkeiten geblieben.

Auch der deutsche 5.1 Ton ist weder dynamisch noch sonderlich räumlich. Dialoge sind zwar glasklar und präzise, dennoch spielt sich so gut wie alles im Frontbereich ab. Kein Wunder, bei so einem dialoglastigen Film. Lediglich der Score wird schön in Raum verteilt aber ansonsten bleibt der ganze Film bis auf eine Explosion relativ kraftlos.

Fazit: schlechter Film, schlechtes UHD Bild und unspektakulär beim Ton! Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie einige Vorredner hier beim Film Spannung erkennen konnten…. 
Story
mit 1
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 20.11.25 um 09:30
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„Das ist doch kein Messer. DAS ist ein Messer!“ wer kennt diesen berühmten Filmspruch nicht? Als „Crocodile Dundee“ 1986 zum ersten Mal in die Kinos kam, war er so etwas wie ein kulturelles Phänomen. Ein Film, der eine seichte Außenseiter-Komödie, leichte Romantik und das Leben im rauen australischen Outback mischte, wurde zu einem globalen Hit und führte die Welt in Paul Hogans Charme ein. Noch heute ist dies der erfolgreichste australische Film, der je gedreht wurde.

Ich habe den Film schon sehr lange nicht mehr gesehen - das letzte Mal vor ca. 15 Jahren auf DVD - und jetzt verstehe ich auch wieder, wieder der Film damals so einschlug: er ist eine leichte, luftige Geschichte, die fast ausschließlich auf Paul Hogans Charisma beruht. Seine Darstellung bringt raue Männlichkeit mit umgänglichem Humor in Einklang und lässt Dundee sowohl ikonisch als auch zugänglich sein- ein Kumpeltyp eben. Linda Kozlowskis Sue gibt einen wichtigen Kontrapunkt zu Dundee und ihre Chemie bleibt bis zum (überraschungsfreien) Ende glaubwürdig.

Ja, einige kulturelle Gags und Sprüche fühlen sich veraltet an, und die Geschlechterrolle spiegelt die 1980er Jahre mehr wider als einem lieb ist, aber der Ton des Films hat eine so unbestreitbare Unschuld. Ein optimistischer Glaube und ein gutmütiger Charme hilft ihm, etwas besser gealtert zu sein, als viele seiner Zeitgenossen.
Hier im neuen, weltweit verfügbaren „Encore Cut“ fehlt eine Szene, bei der Dundee in der Bar einen Transvestiten in den Schritt greift, um sich zu vergewissern, welches Geschlecht ihm nun gegenübersteht. Diese Szene war damals schon nicht besonders witzig und mir ging sie hier auch nicht ab - verstehe aber andererseits, wenn sich Filmfans darüber echauffieren, weil der Film beschnitten wurde und nicht mehr so gezeigt wird, wie es damals der Fall war. Kann man(n) boykottieren und schlimm finden - man kann aber auch leicht darüber hinwegsehen… zumindest kann ich es.

Fans von 80er Jahre Komödien kommen auf ihre Kosten, denn das „australische Phänomen“ „Crocodile Dundee“ unterhält auch 40 Jahre nach Erscheinen, bietet 90 Minuten lockere aber vorhersehbare Unterhaltung und ist von den drei bisherigen „Dundee“-Filmen der definitiv beste.

Beim Bild darf man zwischen HDR10 und Dolby Vision wählen. Natürlich darf man keinen modernen, cleanen und crispen Look erwarten und im ersten Kapitel neigt der Film auch noch zu überstrahlen. Helle Flächen bieten keine Durchzeichnung und auch Darsteller und der Hintergrund wirken oftmals soft. Allerdings wird das Bild ab Kapitel 2 (11:50Minuten) stimmiger und schärfer. Kontraste sind nun perfekt eingestellt und bieten ein plastisches Bild. Filmkorn ist fein aufgelöst auszumachen und bietet einen filmischen Look.
Lediglich in den dunkleren anfänglichen Szenen kann es unschön werden und etwas wuseln. Auch wird das Bild bei Szenenübergängen immer wieder weicher und sofort dargestellt, was eine Szene darauf wieder normalisiert wird.
Farben kommen nun warm, herbstlich und gut saturiert daher - vorbei sind die Zeiten von tristen DVD Bildern und ihrem Schleier. Gesichtsfarben wirken nun gesund, schwarz kann ganz dunkel daherkommen und auch helle Flächen strahlen hell. Spitzlichter gibts eigentlich keine zu sehen - hier bleibt alles recht klassisch und natürlich.
Für eine so alte Komödie, dessen bisheriges DVD Bild eher mau war, kann fast kein besseres Ergebnis erzielt werden - schließlich wurde aus dem originalen 35mm Material ein neuer 4K Scan durchgeführt.
Ich bin zufrieden und das Upgrade hat sich definitiv gelohnt.

Auch beim Ton gibt’s, zumindest am Papier, die besten Werte. Denn zumindest auf der UHD gibts deutschen Dolby Atmos Ton, während es auf der beiliegenden Blu Ray immerhin DTS-HD Ton gibt. Aber hier muss ich gleich Entwarnung geben, denn „von oben“ gibts lediglich eine Handvoll Sounds. Zwar immer passend, aber eben selten. Bis auf etwas Score, Outback- und New York City Umgebungsgeräusche bleibts oben herum recht still. Immerhin gibts klare Dialoge und nette Stereo Effekte, wenn zum Beispiel Kumpel und Aborigine Neville Bell im Outback mal falsch abbiegt.
Für eine Komödie aus dem Jahr 1986 vollkommen in Ordnung.

Extras gibts auch schon auf der UHD. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 14.11.25 um 22:12
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In "Unstoppable" geht es um die Bemühungen, einen außer Kontrolle geratenen Zug zu stoppen. Relativ früh wird durch Unachtsamkeit ein unbemannter Zug auf seine Reise geschickt. Dadurch verwandelt sich der Zug von einem schwenkbaren und leicht zu stoppenden Zug hinin einen außer Kontrolle geratenen Zug, der mit Geschwindigkeiten von 70 Meilen pro Stunde fährt. Schlimmer noch, er transportiert auch noch geschmolzenes und leicht entzündliches Phenol. Wer kann dieses gefährliche Vehikel noch stoppen, ehe es in eine Wohngegend mit 750.000 Einwohnern einfährt?

Regisseur Tony Scotts letzter Film davor war ein leider nicht allzu gut von Kritikern aufgenommenes Remake von „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“, ebenfalls mit Denzel Washington in einem Zug. Zum Glück ist "Unstoppable" eine Rückkehr zum Scott von früher, verantwortlich für "Top Gun", "Crimson Tide", „Beverly Hills Cop 2“ und "Enemy Of The State".

"Unstoppable" ist zweifellos ein plumper Actionfilm. Aber es ist einfach gut gemacht. Scott vermittelt die Bedrohung durch den Zug besonders gut, da er hier nicht mehr nur ein Zug ist, sondern ein Koloss, der in der Lage ist, alles auf seinem Weg zu zerstören. Die Action-Sets werden von einem Score unterstützt, die an Hans Zimmers "Dark Knight" Musik erinnert und prägnante Sounds liefert, die die Spannung stetig steigern lässt.

Das tolle an dem Film ist vielleicht, wie viel davon auf tatsächlichen Ereignissen basiert. Im Jahr 2001 gab es in den USA einen außer Kontrolle geratenen Zug, der ebenfalls geschmolzenes Phenol transportierte und dessen Reise überraschend ähnlich wie in "Unstoppable" begann. Tatsächlich schafften es sogar einige der lächerlichen Methoden, die angewandt wurden (auf einen Schalter direkt neben den Kraftstofftanks zu schießen), um zu versuchen, den Zug zu stoppen, in den fertigen Film.

Denzel Washington spielt wie eh und je souverän den erfahrenen Lokführer und wird unterstützt von Chris Pine als Frischling, der mit diesem Lokführer-Job zwangsbeglückt wurde. Die Chemie der beiden stimmt und man fiebert stets mit ihnen mit.
Einziger (optischer) Kritikpunkt ist die teils nervige, sich um die Darsteller drehende Kamera.
Natürlich erfindet der Film das (Action)Rad nicht neu, dennoch kann ich „Unstoppable“ aus dem Jahr 2010 jedem Action- und Katastrophenfilm Fan uneingeschränkt empfehlen.

Bild und Ton sind top. Starke Farben und ein dynamischer Ton runden das gesamte Actionspektakel schön ab. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 13.11.25 um 10:47
/image/movie/verrueckt-nach-mary-neu_klein.jpg
Die ersten beiden Filme („Dumm und Dümmer“, „Kingpin“) der Farrelly Brothers, waren unverschämt frisch, unverblümt und vor allem richtig komisch. Ihr dritter Film aus dem Jahr 1998, „Verrückt nach Mary“, hat all diese Eigenschaften und noch einen dazu: er ist auch in gewisser Weise Romantisch. Für mich reicht nicht aus, wenn ein Film lediglich groben Humor verwendet. Nein, er muss auch ein feines Gespür für Timing und Pacing der Gags haben und das hat auch ihr dritter Film.

Bereits zu Beginn bekommen wir die (Achtung: Wortspiel) „einschneidendste“ und schmerzhafteste Szene die je in einer Komödie zu sehen war serviert - muss man gesehen haben. Aber nicht nur dieser Gag entfaltet sich und zündet so richtig, denn im Laufe der knapp 2h Spielzeit gibts noch so einige fast schon kultige Sketche zu sehen - manche über und wenige unterhalb der Gürtellinie. Aber nie so dass ein Gefühl von fremdschämen, wie in billigen aktuellen Komödien, aufkommen möchte. Es muss auch nicht jeder Gag subtil oder intellektuell sein - er muss nur zünden.
Und das tun hier eben sehr viele.

Wie bereits erwähnt ist das vielleicht Überraschendste an „Verrückt nach Mary“, dass der Film zwar stark auf „bösen“ Humor beruht, aber auch als süße, wenn auch unkonventionelle, romantische Komödie durchgeht. Zugegeben, wenn man kein Fan vom Humor der Farrelly Brüder ist, wird man vermutlich auch hier nicht warm werden. Dennoch feiere ich vieles davon, weil einiges dank heutiger „Cancel Culture“ so gar nicht mehr produziert wird - man könnte es sich ja mit einer Randgruppe verscherzen. Nein, hier bekommt noch jeder und jede sein Fett weg, man wird mit Gags quasi bombardiert und das soll in einer Komödie ja auch GENAU SO sein. Zumindest meiner Meinung nach.

Ein weiterer Grund, warum der Film funktioniert, ist, dass alle Schauspieler perfekt für ihre Rollen gecastet wurden. Ben Stiller, der Comedy wirklich versteht, bringt uns dazu, Ted zu mögen und mit ihm zu sympathisieren, während er gleichzeitig über sich lachen kann. Matt Dillon, den ich sehr gerne sehe und der sichtlich Spaß daran hatte, den schmierigen Detektiv-Typen zu spielen, beweist, dass auch er ein tolles Gespür für Comedy hat. Aber auch Cameron Diaz, die immer eine Präsenz auf der Leinwand ausstrahlt, wirkt seit ihrem Debüt in „Die Maske“ noch strahlender als jemals zuvor. Aber auch sonst gibts noch so einige bekannte Gesichter zu entdecken die allesamt in dieses kleine „Mary-Universum“ passen.

Dazu gibts noch nen klasse Soundtrack, der vor guter Laune nur so platzt, keine Längen oder Hänger (gut, die Rolle von „Tucker“ und seinen Fake Krücken hätte man sich schenken können), einen durchwegs sympathischen Cast und einen, wie ich finde zeitlosen Humor. Den Film kann man eigentlich immer wieder mal schauen und hat sofort für 2 Stunden einfach eine gute Zeit. Schade, dass es solche Komödien heutzutage nicht mehr gibt, aber dafür hat man ja die Blu Ray, die man immer wieder einlegen kann.

Bild und Ton sind auch heutzutage noch mehr als ausreichend für eine Komödie Ender der 90er Jahre. Frische Farben und eine gute Dialogverständlichkeit. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 12.11.25 um 10:32
/image/movie/das-schweigen-der-laemmer-4k-limited-steelbook-edition-4k-uhd---blu-ray---bonus-blu-ray-de_klein.jpg
„Das Schweigen der Lämmer“ aus dem Jahr 1991 ist ein perfekt strukturierter und rhythmischer Film. Aber auch ein perfektes Beispiel für einen sparsamen Film. Dies hat jetzt nichts mit dem Budget zu tun, nein nein, sondern damit, wie jede Szene im Film einen Zweck erfüllt. Entweder die Handlung voranzutreiben oder eine reichhaltige Charakterentwicklung zu bieten, die die Themen beleuchtet. Es ist ein ebenso ein Zeichen dafür, dass (Drehbuch)Autor Ted Tally mit dem versierten Regisseur Jonathan Demme („Philadelphia“) die Zeit bestens genutzt hat, um das Drehbuch zu durchkämmen und überflüssiges Material herauszuschneiden. Es gibt viele Szenen, die nichts mit der tickenden Uhr des Serienmörders zu tun haben, aber sie dienen einem Zweck, da sie es uns ermöglichen, Clarice und Lecter besser zu verstehen. Sogar die Nebenfiguren, die von verschiedenen bekannten Gesichtern glaubwürdig gespielt werden, fühlen sich vollständig durchdacht an, ohne dabei die Story jemals unnötig zu verkomplizieren.

Ein großer Pluspunkt ist natürlich die oscarprämierte Rolle des Dr. Hannibal Lecter, gespielt von Anthony Hopkins. Diese Rolle war eines dieser Dinge, die die Popkultur sofort absorbierte und jahrelang neu zelebrierte. Parodien von Lecters seltsamem Sauggeräusch oder seinem Tonfall tauchten sogar in Zeichentrickserien für Kinder auf. Die Entscheidungen, die Hopkins trifft, sind so mutig und könnten in den Händen eines anderen Schauspielers albern rüber kommen. Es gibt ein selbstbewusstes Augenzwinkern an das Publikum, aber gleichzeitig behandelt der Film Lecter nie als etwas anderes als eine Bedrohung. Die Hotel-Ballsaal-/Aufzugssequenz ist heute immer noch genauso erschreckend wie damals. Die Erkenntnis, dass die Person, mit der es diese Polizisten zu tun haben, auf einer intellektuellen Ebene operiert, die von ihnen einfach nicht erreicht werden kann, kommt noch hinzu.

Aber auch Jodie Foster ist ausgezeichnet als Clarice. Auch sie hat für ihre Rolle hier bereits ihren zweiten Oscar erhalten. Man beachte ihre Reaktionen in ihren Augen. Regisseur Demme versteht, dass sie als Frau an vielen Orten, an denen sie hingeht, eine Außenseiterin ist, also zeigt er den Film durch ihre Perspektive. Zahlreiche Aufnahmen haben männliche Schauspieler, die in die Kamera starren, was uns Clarices Unbehagen zeigt und sie sich dadurch wie eine Beute fühlt. Es sind nicht nur Lecter oder Bill, die Clarice verfolgen. Auch wenn sie an Tatorten auftaucht wird sie von männlichen Polizisten und Strafverfolgungsbehörden umschwärmt. Die angehende FBI-Agentin wird ständig bewertet und der Zuschauer fühlt mit ihr mit,

Auch Kameramann Tak Fujimoto zeigt uns intelligent beklemmend nahe Aufnahmen der Protagonisten und lässt Lecter dadurch noch teuflischer wirken. Die Atmosphäre ist ständig am knistern, das Setting in triste Farben getaucht und auch der Score von Howard Shore geht mehr als einmal unter die Haut. Wem das noch alles nicht reicht ist spätestens nach dem grandiosen Finale mit dem Nachtsichtgerät hin und weg.
Ich gebe zwar selten was auf erhaltene Oscars aber der Film, der mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde (unter anderem für den besten Film ), hat das Krimi-/Thriller-Genre für den Rest der 1990er Jahre und bis in die 2000er Jahre beeinflusst. Womöglich gibt es ohne ihn kein „Akte X“ oder „Sieben“.
Für mich gehört der fesselnde „Das Schweigen der Lämmer“ in jede gut sortierte Filmsammlung.

Nun zum 4K UHD Dolby Vision Bild, welches von Kameramann Tak Fujimoto persönlich überwacht wurde.
Details sind scharf und knackig mit einer filmischen Kinomaserung. Bereits beim ersten Treffen von Clarice mit ihrem Vorgesetzten kann man sich an den Details nicht satt sehen: egal ob die Beschaffenheit der Kleidung, die klaren Linien der Brille von Jack Crawford, Hautporen, Haare uvm. Nie gab es mehr Details zu bestaunen. Auch wurde der neblige Schleier, der über der alten 20th Century/ MGM Blu Ray lag, ist nun verschwunden und zeigt den Film nun viel klarer. Filmkorn tritt in einigen dunklen Sequenzen immer noch hervor, wird aber durchgehend fein aufgelöst gezeigt. Farben sind bei diesem Film nie wirklich aus dem Bildschirm gesprungen - es ist eben ein verdammt trister Film, aber Blau, Rot und Gelb sind genau richtig eingestellt. Schwarztöne sind schöne tief und liefern eine ordentliche Durchzeichnung.
Kontrastspitz en halten sich in Grenzen und würden auch nicht zum Film selbst passen. Insgesamt holt Dolby Vision in Punkto Spitzenhelligkeiten nicht wirklich die Kohlen aus dem Feuer - hier bleibts recht klassisch. Wenn man die Bitraten überprüft, zeigen sie im Durchschnitt durchgehend zwischen 80 und 90mbps - alles ohne schwere Abstürze oder Einbrüche.
Einen glattgebügelten Look sollte man tunlichst nicht erwarten, dafür erstrahlt der Film mit einem frischen, filmischen Look und Details, die vorher einfach nicht ersichtlich waren. Top!

Der deutsche DTS-HD MA 5.1 Ton ist immer noch der selbe wie auch auf der Blu Ray. Wer möchte, darf auch den 2.0 PCM Ton auswählen. Richtig dynamisch war der Film in seiner Akustik noch nie. Dafür gibts aber klare Dialoge und einen stimmigen Score. Vor allem im Finale gibt’s aber immer wieder mal nette Surroundeffekte und auch der Subwoofer zeigt dort, dass er nicht immer im standby Modus bleibt.
Insgesamt ist der Ton solide bis gut. Ein Actionfeuerwerk darf man natürlich nicht erwarten.

Als Extras gibts auf der UHD lediglich einige Trailer, dafür gibts aber noch eine weitere Blu Ray als Beigabe, mit Unmengen an Extras. Sogar zwei längere Making ofs sind dabei. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 07.11.25 um 19:16
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Erkundungen von Trauer sind in Horrorfilmen nichts Neues. Von „The Babadook, über „Hereditary“ bis hin zu „Friedhof der Kuscheltiere“wurde das Thema schon oft gekonnt inszeniert. Aber kann das auch „Bring her Back“?

Im Gegensatz zu Danny und Michael Phillipou‘s Erstlingswerk „Talk to me“ wird bei „Bring her Back“ von den ersten Minuten an deutlich, dass dies ein dunkler Film ist. Jeder Charakter hat sein eigenes Trauma und sie fühlen sich alle zutiefst unwohl, sobald Sie anfangen, die Schichten zu entfernen. Dies ist ein Film, bei dem man (meist) verstehen kann, warum jeder Charakter die Entscheidungen trifft, die er trifft.

Nehmen wir zum Beispiel die neue Pflegemutter Laura. Innerhalb weniger Augenblicke hat man den Eindruck, dass sie nicht einfach eine wohltätige Frau ist. Während sie sich aus scheinbarer Liebe zu Piper hingezogen fühlt, fühlen sich ihre Interaktionen mit Andy fast abstoßend an. Wir wissen, dass wir ihr nicht trauen können da sie an zahlreichen Stellen zu einem hasserfüllten und erbärmlichen Charakter wird. aber auch zu einem erbärmlichen. Sally Hawkins („The Shape of Water“) leistet hervorragende Arbeit, um diese verschiedenen emotionalen Stimmungen in Einklang zu bringen.

Aufgrund dieser bedrückenden Manipulation ist der Ton von „Bring her Back“ düster. Jeder Charakter hat sein Päckchen zu tragen. Die wenigen Lichtblicke im Leben dieser Charaktere sind begrenzt und selbst Momente, die emotional beruhigend sein sollen, werden zu etwas Bösartigem. Der Film leistet zwar großartige Arbeit, indem er uns das emotionale Leben seiner Charaktere verständlich macht, lässt uns aber nur ganz selten Gefühle für sie empfinden.

Ein Teil davon läuft darin hinaus, wie eindimensional viele der Charaktere außerhalb von Laura sind. Piper fühlt sich eher wie ein leeres Gefäß an, die meist nur durch ihre Behinderung definiert wird. Es gibt wenig Tiefe in ihrem Charakter während es hingegen bei Andy mehr von seiner Hintergrundgeschichte gibt. Obwohl, auch hier begnügt sich der Film, ihn ständig als das verrückte Opfer zu beschreiben. Er ist die Person, die sagt, dass etwas mit Laura nicht stimmt, aber die Antworten der Leute auf seine Behauptungen sind normalerweise nur dazu da, um seine Hintergrundgeschichte als Rechtfertigung dafür zu verwenden. Es ist frustrierend aber ab einem bestimmten Punkt kann man nur noch zusehen, wie Andy Lauras Kuriositäten einfach so hin nimmt.

Dass die Story nicht mit dem Holzhammer eingebläut wird, finde ich hingegen klasse. Nur der aufmerksame Zuschauer wird anhand von Lauras VHS Kassette verstehen, was sie im Schilde führt. Es braucht keine Erklärung woher die Kassette stammt oder wer darauf zu sehen ist- so geht Storytelling. Allerdings führt mich dies wieder zu einer Kritik, denn sämtliche brutalere Szenen, also wirklich FSK 18 würdige Szenen, dienen, zumindest für mich, bloß als schockende Schauwerte, die der Film gar nicht notwendig hat. Handwerklich gut gemacht - keine Frage, aber für mich etwas deplatziert.

Ihr seht schon, ich bin etwas hin und hergerissen von „Bring her Back“. Ich mag ihn wesentlich mehr als den vorigen Film „Talk to me“, vor allem wegen des Umgangs mit traurigen Themen und ich merkte auch, dass „Bring her Back“ seine Metaphern und Themen kompetenter angeht, aber das ist mir zu wenig. Es ist ein chaotischer Film. Einer, der zwar eine brodelnde Atmosphäre hat, die mit Emotionen gefüllt ist, aber eben auch Charaktere, die sich unterentwickelt anfühlen und auf unnötige, saftige Gewalt zurückgreifen muss um den Mainstream Fan bei der Stange zu halten. Hier hätte er mehr bei seinen A24 Indie Wurzeln bleiben sollen. Denn Gore nur um der Gore Willen zu implementieren, zeigt mir, dass der fehlende letzte Feinschliff ausblieb. Wo bleiben die Twists, die Aha Effekte oder einfach das gewisse etwas? Vielleicht wird ja der dritte Film der australischen Philippou Brüder dann der erhoffte Horror-Hit.
Für eine einmalige Sichtung reicht es aber. Genrefans dürfen gerne einen Blick riskieren, auch wenn alle anfangs erwähnten Genrekollegen weitaus besser unterhalten.

Das Bild ist Sonytypisch klasse und bietet leicht entsättigte Farben, welche natürlich hervorragend zum Film selbst passen. In gut ausgeleuchteten hellen Bereichen gibts unmengen an Details zu bestaunen - in dunklen Bereichen könnte aber der Schwarzwert mehr "Punch" haben. Feinstes (künstliches?) Filmkorn ist immer wieder, vor allem in den dunklen Passagen, auszumachen.

Der deutsche DTS-HD MA Ton ist von Beginn an dynamisch, direkt und räumlich. Stimmen sind jederzeit glasklar und auch der Subwoofer darf, wenn auch subtil, immer wieder mal ein mulmiges Gefühl in der Magengegend hinterlassen.

Als Extras gibt´s folgendes:
Audiokommentar der Regisseure
Featurette
Delete d Scene 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 04.11.25 um 14:39
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Der Film dreht sich um einen Vorfall, der sich in einer kleinen Stadt namens Maybrook ereignete, wo über Nacht um genau 2:17 Uhr eine Gruppe von 17 Kindern, allesamt aus der selben Klasse, aus dem Bett stiegen und in die Nacht verschwanden. Die Eltern der vermissten Kinder beschuldigen die Lehrerin, Justine Gandy, etwas über das Verschwinden zu wissen. Je tiefer die Untersuchung des Falles Maybrook geht, desto unheimlicher wird die Wahrheit, da sich die Geschichten verschiedener Charaktere überschneiden, um etwas viel Erschreckenderes zu enthüllen.

Wie auch schon bei seinem letzten Film „Barbarian“ aus dem Jahr 2022 hat Regisseur Zach Cregger eine weitere clevere Geschichte geschrieben, die in Segmente unterteilt ist, die die verschiedenen Standpunkte der Charaktere innerhalb von Maybrook durch die Ereignisse des Vorfalls und die folgenden Tage erforscht. Es ist zwar keine neue aber eine geniale und spannende Art, seine Geschichte so zu erzählen, da jedes Segment kleinere Hinweise für das Gesamträtsel liefert und die Auflösung jedes Segments die Spannung steigert.

Die Charaktere, die er erschafft, sind sympathisch menschlich. Lehrerin Justine zum Beispiel, die das unglückliche Ziel des fehl am Platz gelegten Zorns der hysterischen, trauernden Eltern ihrer Schüler ist, ist ein Charakter, der einem wirklich leid tun kann. Sie kümmert sich mehr um ihre Schüler, als um sich. Dennoch ist sie auch unglaublich selbstzerstörerisch und wirkt verloren. Und in vielerlei Hinsicht ist ihr Charakter allein ein Mikrokosmos der verschiedenen Charaktere, denen wir begegnen, von Josh Brolins Archer Graff, dem Vater eines der Maybrook-Vermissten, und Alden Ehrenreichs Paul Morgan, einem Polizisten, der versucht, Gutes zu tun, aber oft von seinen Impulsen in die Irre geführt wird.

Allesamt unvollkommene Charaktere, die sich aufgrund der Fehler, die Regisseur Cregger ihnen einflößt, menschlicher anfühlen. Sie sind nicht die sympathischsten, aber so sind ja auch die Menschen, die wir täglich treffen - insbesondere diejenigen, die verschiedene reale Krisen durchmachen. Das ist etwas, das Cregger versteht, aber wie schon bei „Barbarian“ ist dieses Gefühl der Menschlichkeit in seinen Charakteren besonders wichtig, wenn etwas völlig Unmenschliches zu Tage kommt.

„Weapons“ liefert durch seine Bilder einen erschreckenden Look und auch Grusel. Jump Scares gibt’s zwar, werden aber eher vermieden und es wird sich stattdessen hauptsächlich darauf konzentriert, Angst aufzubauen. Mehrere Momente sind unglaublich gruselig, von der Art und Weise, wie die Bewegungen einiger Schauspieler choreografiert wurden bis hin zu den unvergesslichen Bildern, die man sieht, wenn mit Dunkelheit im Vorder- und Hintergrund gespielt wird. Es wird auch viel der Fantasie zu überlassen und es wird nicht alles gezeigt. Das, was im versteckten abläuft, wird daher durch brillante Tonbearbeitung in Szene gesetzt. Und das funktioniert.
Es wird mit so vielen Geräuschen gespielt, um Spannung zu erzeugen. In einer Szene sitzt eine Person im Auto und schläft. Man wird Zeuge eines Ereignisses, das an und für sich aus visueller Sicht so beängstigend ist, dass man selbst absolut still ist. Die Szene wird aber noch etwas in die Länge gezogen, nur um die Spannung beim Geräusch einer sich öffnenden Autotür zum Höhepunkt zu bringen.

„Weapons“ zielt nicht nur auf Blut und Brutalität ab, sondern auch auf eine Skurrilität, die einen überrascht. Er ist in der Lage, die einfachsten Tricks anzuwenden, um das Publikum vollständig in die Gefahr und Dysfunktion einer Situation eintauchen zu lassen. Er ist in der Lage, das Gehen einer Person oder das Öffnen einer Tür unnatürlich aussehen zu lassen, und darin liegt seine Fähigkeit, sein Publikum zu verunsichern. Praktische Effekte mit viel Gore, Eingeweiden und Co. sind dann die Kirschen auf der Torte für Gorehounds.

Der Score von Ryan & Hays Holladay, ist ebenfalls gut gemacht. Er strahlt unglaublich stilvolle 80er-Jahre-Vibes aus, die gut in eine Folge von „Stranger Things“passen würde. Er ist einzigartig, eingängig und sorgt für die Stimmung der gesamten Geschichte, die mit Synthesizer-inspirierten Tönen und einem fast beunruhigenden Kratzen aufhorchen lässt.

Klingt ja alles ausgesprochen schön, oder? Leider gibtsbauch zwei wichtige Kritikpunkte für mich. Da wären zum einen einige Logikfehler. Sobald man nämlich anfängt, genauer über den Film nachzudenken, beginnt er auseinander zu fallen. Einige Segmente wurden nicht zu Ende gedacht.
Auch finde ich das Genre Potpourri nur suboptimal. Ist der Film nun ein Horrorfilm, ein Drama, ein Thriller oder gar eine Satire? Man weiß es nicht. Natürlich musste ich ein paar mal schmunzeln und lachen, aber meiner Meinung nach hätte man den Humor etwas zurückfahren müssen. Ein ernsterer Ton wäre mir lieber gewesen.
Aber das ist schon in Ordnung. Bei Horrorfilmen braucht man nicht immer eine tiefgründige ernste Botschaft, obwohl heutzutage viele davon tiefere satirische Elemente haben.

Insgesamt hat mir der Film dennoch 2h bestens unterhalten. Er bietet Grusel, Suspense, Skurillität, Humor, eine fantastische Geschichte, einen tollen Look und einen starken Cast. Achja, und eines der coolsten Endfights der letzten Jahre. Horrorfilm Fans können hier blind zugreifen.

Nun zum 4K UHD Bild:
„Weapons“ wurde digital gedreht und nativ in 4K fertiggestellt. Das Bild ruft Spätherbstliche Stimmung hervor, bei der die Blätter gerade erst beginnen, abzufallen. Farben sind schön saturiert und natürlich, Gesichter kommen gesund daher und auch sonst gibt’s, wenn notwendig, knallige Farben zu sehen. Details sind durchgängig zu bestaunen, aber die meiste Klarheit kommt von den unangenehmeren Nahaufnahmen, die alle Gesichtszüge, das Make-up und die Frisuren bestimmter Darsteller genauestens erkennen lassen.
Schwarz ist zwar sehr dunkel, könnte aber noch eine Nuance dunkler ausfallen. Schwarz ist hier meist tiefgrau und setzt sich von den schwarzen Balken oben und unten ab. Immerhin passt sondie Durchzeichnung und auch Details in dunklen Szenen gehen nicht verloren. Der Kontrast ist dafür gut eingestellt und zeigt reines Weiß auf weißen Oberflächen und Glanz in den Augen sowie auf Oberflächen aus Chrom.
Insgesamt lässt sich sagen, dass Szenen im Dunkeln Luft nach oben lassen, Szenen bei Tageslicht richtiges „4K Wow feeling“ versprühen.

Der deutsche Dolby Digital 5.1 Ton ist in Ordnung. Nach Anhebung des Grundpegels gibts saubere Dialoge, einige nette Surroundeffekte und einen tollen Score aus allen Lautsprechern. Leider fehlt es etwas an Dynamik und auch sonst spielt sich das meiste „vorne“ ab. Hier hätte ich mir, gerade bei so einem tollen Sounddesign, einfach etwas mehr Pepp gewünscht. Insgesamt ist der Ton aber solide.

Deutsch untertitelte Extras wie eine 5 minütige Lobpreisung der Darsteller über den Regisseur Zach Cregger und zwei kleinere hinter den Kulissen Videos gibts bereits auf der UHD. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 01.11.25 um 17:32
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„TRON: Legacy“ ist eine Fortsetzung im einfachsten Sinne des Wortes. Die Konzepte des Originalfilms dienen dazu, die Geschichte zu formen und obwohl es Zusammenhänge zwischen den beiden Filmen gibt, bedeuten die meisten anderen Verbindungen im Grunde „nur“ Fanservice. Filmfans, die den ersten Teil aus dem Jahr 1982 noch nie gesehen haben, werden sich trotz kurzen Rückblicken und Erklärungen eher schwer tun, der im Grunde simplen Handlung zu folgen. Denn auf „TRON Legacy“ trifft definitiv der Ausdruck „Style over Substance“ zu. Und was für ein genialer Style das ist. Regisseur Joseph Kosinski („F1“, „Top Gun Macerick“) inszenierte mit dem „Raster“ eine faszinierende Welt, der man sich nur schwer entziehen kann.

Im Großen und Ganzen ist der Film unglaublich unterhaltsam ausgefallen. „TRON: Legacy“ist am besten, wenn er nicht versucht, sich zu erklären. Die Spielszenen sind genau das, was sie sein sollten: ein digitales Kolosseum aus Diskuskämpfen und Lightcycle-Rennen, das in atemberaubenden Bildern wiedergegeben wird. Es ist ein reines Spektakel, und mit Hilfe des dröhnenden Soundtracks von Daft Punk sind diese Sequenzen der große Höhepunkt des Films. Trotz des digitalen Wettbewerbs bedeutet Unaufmerksamkeit den Tod. Infolgedessen sind die Scheibenkriege und der Lightcycle Kampf von einem echten Gefühl von Gefahr und Spannung durchdrungen.

Jeff Bridges' Kevin Flynn mittleren Alters fühlt sich eher wie eine Verbeugung des Dudes aus „The Big Lebowski“ an. Flynn ist ein Tech-Hippie-Gott, der buchstäblich die Welt erschaffen und verändern kann, wie er es für richtig hält, aber stattdessen den größten Teil des Films fassungslos und benommen verbringt. Aber für das maue Drehbuch kann ja Jeff Bridges nichts. Garrett Hedlund ist ein ordentlicher Hauptdarsteller - er ist tatsächlich weitaus charismatischer, als die damaligen Trailer gezeigt haben. Einziger und kleiner Kritikpunkt ist, dass Sam im Grid viel zu vertraut wirkt. Hedlund spielt es viel zu sicher für jemanden, der gerade erst in diese virtuelle Welt gezogen wurde. Olivia Wildes Quorra dient als Führer und Vermittlerin für Sam und seinen Vater, natürlich in hautengem Leder. Die meisten anderen Charaktere im Film fühlen sich austauschbar an.

„TRON: Legacy“ ist ein audiovisuelles Spektakel durch und durch. Sein Style macht ihn einzigartig und auch der Hammer Soundtrack von Daft Punk ist Teil des Films, nicht bloß eine Unterstützung. Bei all der prunkvollen Optik verzeiht man seine einfache Story, die auf nem Bierdeckel Platz hat und auch einige kitschige Dialoge. Die warnende Geschichte über die zerstörerische Natur unmöglicher Ideale ist eben nichts Neues.
„TRON Legacy“ ist Eintauchen in ein zweistündiges, philosophisches Science Fiction Märchen, welches es, mit Ausnahme des technisch simpleren Erstlings, kein zweites Mal gibt.

Das 4K UHD Bild ist klasse, aber mit Luft nach oben. Ob das Bild nun neu gemastered wurde oder ob es sich lediglich um ein 2K Master handelt, konnte nicht mit Sicherheit geklärt werden. Es dürfte aber definitiv etwas nachgeschärft worden sein, was mich, wie auch bei „Aliens“ oder „The Abyss“ (in Bewegtbildern) nicht wirklich gestört hat.
Was auch immer gemacht wurde, der Film bietet insgesamt eine atemberaubende Präsentation, die für den Großteil der Laufzeit schärfere, besser definierte Details anzeigt. Die Bitrate beträgt gerade mal durchschnittlich etwas über 30Mbit/S. - hier wäre natürlich mehr drinnen gewesen. Natürlich gibt’s im cleanen und sterilen Grid mit all seinen glatten Flächen nicht wirklich mehr Details zu bestaunen, Kanten wirken aber nun noch glatter und schärfer und auch spiegelnde glänzende Flächen wirken nun noch „sauberer“. Wenn zum Beispiel im Finale Clu‘s orange Armee auftaucht und Tausende Soldaten zeigt, wirkt das ganze schon sehr detailliert.
Dank HDR strahlen nun die hellblauen und orangen Linien noch etwas heller, dennoch hatte ich mehr von den prägnanten Spitzlichtern erwartet. Etwas mehr Punch wäre gerade hier prädestiniert gewesen.
Schwarz ist schön dunkel und verschluckt keinerlei Details. Einige Fälle von milden Rauschen entlang der schärfsten Kanten und einige schwache Streifen in den hellsten Neonlichtern verhindern jedoch eine höhere Punktzahl beim Bild.
Insgesamt ist das Bild, abwechselnd zwischen 2,39:1 und 1,78:1 IMAX Seitenverhältnis, einfach wunderschön und besser als das der ohnehin schon sehr guten Blu Ray.

Das große Highlight der UHD Disc ist aber wieder der geniale Ton, der 1:1 von der Blu Ray übernommen wurde.
Es sollte nicht überraschen, dass der DTS-HD MA-Soundtrack alles andere als eine phänomenale und Referenzqualität abliefern würde. Und er bietet definitiv eine Klanglandschaft, die den Hörbereich mit einer riesigen Auswahl an Atmosphären umhüllt, die sich makellos zwischen den Surround- und Höhenkanälen schlängeln und ein immersives sowie dynamisches Klangfeld erzeugt. Dialoge sind stets glasklar und sauber. Der Subwoofer darf auch ganz schön und tief mitmischen und lässt das heimische Wohnzimmer nicht nur einmal erbeben - den Nachbar wirds nicht freuen. Da es so gut wie immer etwas auf die Ohren gibt, ist der Score, das Sounddesign und insgesamt der ganze Ton herausragend und bietet Referenzwerte.

Extras sind ausschließlich auf der beiliegenden Blu Ray zu finden. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 24.10.25 um 20:58
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„Master and Commander“ aus dem Jahr 2003 erlangte zehn Oscar Nominierungen - darunter für den besten Film und den besten Regisseur. Am Ende gewann er immerhin zwei technische (bester Ton und beste Kamera) Noch wichtiger war, dass der Film recht teuer war: er wurde auf einer Schiffsnachbildung und teilweise auf hoher See, für 150 Millionen Dollar gedreht. Leider spielte er weltweit etwa 210 Millionen Dollar ein und kam gerade noch so in die schwarzen Zahlen. Daher wurde auch kein weiterer Teil gedreht, obwohl Russel Crowe nicht abgeneigt wäre, erneut als Kapitän Jack Aubrey zu spielen und Patrick O‘Brians Romanreihe noch 19 weitere spannende Geschichten zu bieten hätte.
O'Brian schrieb eine ganz komplizierte Welt, ein umfassendes Bild der Seekriegsführung des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, durchzogen von Intrigen und Abenteuern.

Peter Weir („Die Truman Show“, „Der Club der toten Dichter“, „Der einzige Zeuge“) filmte diese Welt, über und unter Deck auf einer nachgebauten britischen Fregatte, der Surprise, welche Katz und Maus auf beiden Seiten des Kap Hoorn mit einem französischen Schiff, der Acheron, spielt.
„Master and Commander“ ist ein Actionfilm mit einem Anspruch. Sein Nervenkitzel ist nie gedankenlos oder unpassend ä. Weirs Nachbildung des Lebens in den engen Grenzen eines Kriegsschiffes im Jahr 1805 ist akribisch, faszinierend und manchmal zu Recht rau. Crowe und Bettanys Interpretation einer Freundschaft zwischen zwei Männern passt genau zu dieser Kunstfertigkeit. Nach einer brutalen Schlacht musizieren die beiden gebildeten Freunde gemeinsam mit Geige und Cello und bringen so einen schönen Kontrast ins Spiel.

Es ist aber nicht nur diese Faszination die von dem Schiff ausgeht, es ist auch der hervorragende Cast der durch die Bank passend, geerdet und glaubwürdig daher kommt. Russel Crowe spielt den ausgefuchsten Kapitän „Lucky Jack“. Kriegerisch, ein Anführer der alten Schule aber auch mit Herz und Verstand. Aber auch Paul Bettany als Schiffsarzt Dr. Stephen Maturin, ein Mann der Wissenschaft und der Erleuchtung, der von seinem Freund und Kapitän abwechselnd verzaubert, verärgert und entsetzt war, spielt toll. Auch der Rest der männlichen Crew spielt, als wären sie immer schon an Bord der „HMS Surprise“ gewesen. Jeder Handgriff sitzt und nichts wirkt ungelenk oder gespielt.

„Master and Commander“ ist in großen Teilen ein ruhiger fast schon intimer Film, der dem Zuschauer von Beginn an mit auf seine abenteuerliche Verfolgungsjagd nimmt, ohne ihm aber alles kleinlich erklären zu müssen. Das Pacing ist sehr gut und bietet fast keinen Platz für Längen. Aber auch an gezielter Action fehlt es ihm nicht: bereits ab Minute 8 fliegen einem die Kanonenkugeln direktional um die Ohren. Holz zerbricht und schießt in alle Richtungen und der Subwoofer packt immer wieder mit an.
Aber auch letzte Schlacht ist eine Explosion von Rauch und Qualm: kinetisch, aufregend, erschreckend. Dazu die detailgetreue Optik und das packende Setting und fertig ist ein unterschätzter Abenteuerfilm, der so gut wie alles bietet was man erwartet- den Hollywood (aktuell) so leider nicht mehr dreht.

Genrefans kommen um eine Sichtung des Films nicht umhin. Also ihr Landratten, streicht die Segel, geht vor Anker und bleibt auf Kurs.

Nun zum 4K UHD Bild, welches sich unzählige Filmfans schon lange herbeisehnten. Die vorige Blu Ray Veröffentlichung war leider nicht viel besser als die DVD. Viel zu milchig trüb, detailarm und matt war das Gezeigte.
Hier schafft die UHD dann endlich Abhilfe:
Ich war sofort beeindruckt, wie das HDR-Grading mit der Beleuchtung umgeht. Alle glänzenden Objekte leuchten und strahlen, während der Rest unauffällig bleibt. Schwerter, Knöpfe an Uniformen, das Glänzen in den Augen und vor allem die phantastischen kleinen Explosionen von den Kanonen strahlen richtig schön aus dem OLED TV. Der Film ist manchmal recht neblig und wenn sich die Handlung dann unter Deck bewegt, gibt es nur dunkle, kaum beleuchtete Räume mit bedrückenden Schatten. Auch hier passt die Durchzeichnung und liefert Details, die die Blu Ray nicht schaffte. Abgesehen von ein paar Szenen ist es kein übermäßig heller oder farbenfroher Film - außer die marineblauen und königsroten Uniformen, welche schön saturiert herausgearbeitet werden. Feine Details in den Gesichtszügen, den historischen Kostümen und den beeindruckenden Bühnenbildern für die HMS Surprise entfalten sich mehr als zuvor. Das feine Filmkorn ist angemessen filmisch, ohne jemals aufdringlich zu wirken.
Natürlich ist der Film kein auf Hochglanz poliertes sauberes Werk, aber das Upgrade gegenüber der Blu Ray zahlt sich definitiv aus. Auch der Schwarzwert passt nun und gibt dem Bild nun etwas Tiefe und Plastizität.

So, nun zum Ton, bei dem viele jammerten und Angst hatten, dass aus dem hervorragenden DTS Ton der Blu Ray nun eine beschnittene Dolby Digital 5.1 Spur rauskommt.
KEINE SORGE, der Ton klingt ziemlich genau so genial wie auch schon auf der Blu Ray, nur eben nun mit DD5.1 Kodierung. Aber alle Geräusche und Pegel, die man vorher gewohnt war, kommen auch nun zum Tragen. Egal ob wuchtige Explosionen, das Trampeln auf dem Deck, zerberstende Masten oder der Score, alles in gewohnt perfekter Form. Dialoge kommen jederzeit glasklar zur Geltung und auch die Surround Kanäle haben fast durchgängig etwas zu tun - immerhin knarzt das Segelschiff aus allen Ecken. Bei starken Wellengang fühlt man sich immer noch mittendrin und fühlt so mit der Crew mit, wie es fast kein zweiter Film schafft. Wer mal wieder richtigerweise Anlage befeuern möchte, bekommt hier wieder Gelegenheit dazu - und das trotz einer Dolby Digital 5.1 Spur fürs deutsche.
Natürlich gibts eine Dolby Atmos Spur fürs englische, aber dynamischer und präziser kam mir diese nicht wirklich vor. Also kein Grund zu jammern. Freut euch auf eine der besten, wenn nicht DIE beste Dolby Digital 5.1 Tonspur, die jemals für einen Film verwendet wurde! 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 22.09.25 um 10:07
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Über den Film selbst braucht man wohl nicht mehr viel sagen: der Deutsche Roland Emmerich versteht es eben Pathos getränkte amerikanische Filme zu drehen.
Der 2000 entstandene "Patriot" mit Mel Gibson in der Hauptrolle ist sogar in der 2. Reihe noch mit Hollywood Größen besetzt und macht immer noch viel Spaß: tolle Ausstattung, gute Musik von John Williams und eine Story, in die man sich gut hineinversetzen kann.
Lediglich die finale Schlacht ging mir dann doch ein paar Minuten zu lange.

Das real 4K Bild ist dank HDR mit satten natürlichen und warmen Farben ausgestattet, bietet unzählige Details, zb als die Rotröcke einen Hügel herunterreiten und man das Zaumzeug der Pferde oder die Beschaffenheit der Mäntel und Hüte ausmachen kann, hier merkt man einen deutlichen Fortschritt gegenüber der BR.
Spitzlichter gibt es auch zu sehen, wenn zB die Musketen loslegen oder beim Glanz in den Augen der Protagonisten.

Der deutsche DD5.1 Ton mag zwar am Papier schwach klingen, bietet aber eine tolle Dynamik und viele direktionale Effekte. Wenn geschossen wird und Bomben fliegen, können die heimischen Lautsprecher wirklich ihre Muskeln zeigen, sehr gut.

Ein Upgrade darf definitiv getätigt werden.
Klasse Film in toller Präsentation! 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 04.10.21 um 09:45
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Nach dem eher durchwachsenen "Godzilla: King of Monsters" ging ich ganz ohne Erwartung an "Godzilla VS. Kong" heran.
Aber was wurde ich doch positiv überrascht, als mich der Film für 2h sehr gut unterhalten konnte. Klar, die Geschichte passt auf einen Bierdeckel, die schauspielerischen Leistungen sind auch gerade mal ok aber was besonders positiv auffiel, wahr diese Brachialität der Monster und diese wunderschönen, exotischen Locations - ein Traum. Gerade wenn es Richtung Erdmitte geht, kommt ein schönes Jules Verne Gefühl auf.
auch der Score war immer treibend sowie passend und brachte noch mehr Action in die ohnehin schon vollgestopften Actionszenen.
Lediglich der finale Kampf ging mir persönlich dann etwas zu lange, hier wäre etwas weniger mehr gewesen.
Schade dass Milli Bobbie Brown (Eleven aus Stranger Things") so eine dämliche und piepsige Micky Maus Stimme erhalten hat- die störte mich gewaltig.
Gewaltig ist auch ein gutes Schlusswort zum Film an sich, denn er bietet feinstes, simples Popcornkino auf technisch allerhöchstem Niveau.

Das 4K UHD Bild ist eine Wucht. So viele Details (auch bei den unzähligen CGIs) lassen sich ausmachen, der Schwarzwert, der Kontrast,.. alles auf Top Niveau. Die Farben strahlen dank HDR wunderschön und lassen ihre Pracht jederzeit ausmachen. Sogar das Fell Kongs oder die Schuppen von Godzilla kann man einzeln zählen. Toll.

Dass der Sound des Films neue Referenz ist, versteht sich schon von selbst. Was hier die Lautsprecher (endlich) wieder einmal leisten dürfen. Dynamisch, direktional und sehr brachial kommt es aus allen Speakern daher. Auch die Heights bekommen mit Hubschraubern, Raketen, Gebrüll uvm. genug Futter, um öfters mal mitzumischen. Referenz! 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 30.09.21 um 07:59
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Gestern Abend erfolgte meine Erstsichtung, des nach wahren Ereignissen inszenierten Films von 2015. Für aktuell € 7,99 für die UHD bei Amazon auch ein Schnäppchen.
Will Smith wurde für seine Rolle als Pathologe, Dr. Bennet Omalu, der nach dem Tod einiger Footballspieler eine Gehirnkrankheit durch tausende große und kleine Gehirnerschütterungen festgestellt hat, für den Golden Globe nominiert. Klar dass die NFL damals, also 2002, darüber nicht sehr glücklich war und versuchte, die ganze Sache zu dementieren. Ein klassischer David gegen Goliath Kampf entfacht, auch wenn dies nicht allzu sehr aufgebauscht wird.
Ein bisschen schade ist allerdings, dass der Film es auch noch den patriotischsten Footballfans recht machen möchte, in dem er immer wieder einstreuen MUSS, wie schön doch eigentlich dieser ballettgeiche Sport doch trotzdem noch ist- hier hätte ich mir etwas mehr Mut gewünscht.
Dennoch ein klasse Film, der 2h bestens unterhält aber dennoch etwas nachdenklich stimmt, was mit Sportlern und ihrem Körper UND Geist so alles passiert, während sie doch regelkonform spielen.
Tolle Nebenrollen von Alec Baldwin als Arzt und David Morse als ehemaliger Football Profi, der dieser Krankheit erliegt aber den Stein ins Rollen bringt.
Ein Tipp für Drama- und Genrefans - Will Smith spielt wirklich überzeugend wie schon lange nicht mehr.

Das 4K Bild (HDR10) (gefilmt in 3,4K, DI in 2K) ist Sony typisch sehr scharf gehalten und bringt Unmengen an Details wie Bartstoppel oder Falten der Protagonisten ans Tageslicht. Auch die Skyline von Pittsbourgh wird klar wiedergegeben, bei Tag und bei Nacht. Mit dem Kontrast übertrieb man es ab und an und auch die stilistische Farbgebung a la Bruckheimer war nicht immer meins. Zu oft wurde das Bild in braun-orange getunkt. Neutrale Flächen blieben dennoch natürlich.

Der ordentliche Sound ist genrebedingt sehr frontlastig gehalten. Schade ist allerdings, dass die BR DTS HD Ton bekommt, während auf der 4K "Weltdisk" nur DD 5.1 zu finden ist, daher ein weiterer Punkt Abzug.

Ich kann den Film nur jedem empfehlen, der mal wieder etwas nach wahren Ereignissen sehen möchte, dabei aber etwas Neues lernen will, nachdenklich wird aber auch gut unterhalten werden möchte.

Und wie gesagt, für (aktuell) € 7,99 ein echtes Schnäppchen! KAUFEN! 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 27.09.21 um 09:06
/image/movie/the-equalizer-2-4k-4k-uhd-und-blu-ray-neu_klein.jpg
Erstsichtung der Fortsetzung des Selbstjustiz-Thrillers von Antoine Fuqua.
Denzel Washington, der wieder in die Rolle des Robert McCall schlüpft, hat nun einen neuen Job für sich entdeckt: als eine Art Uber-Fahrer lauscht er den Problemen seiner Fahrgäste und übt schon mal Selbstjustiz aus, wenn er es denn für richtig findet. Als eine alte Kollegin ermordet wird, beginnt er selbst zu recherchieren und kommt der Spur immer näher...

Als ich öfter lesen musste, dass Teil 2 nicht mehr so gut sein sollte, war ich dann doch überrascht, wie gut er mir dann schlussendlich gefallen hat. Fuqua nimmt sich Zeit und zeigt McCall wie er privat so drauf ist. Auch wenn seine Figur dadurch etwas entmystifiziert wird, tut es meiner Meinung nach gut. Dafür nehme ich auch gerne das etwas langsamere Pacing in Kauf, das mir eigentlich sogar sehr gut gefallen hat.
Der atmosphärische Score drängt sich nicht auf und erzeugt immer wieder ein unbehagliches Gefühl. Spannung kommt nicht zu kurz und auch im Finale gibt's dann etwas härtere Szenen zu sehen.
Mir hat Teil 2 sogar noch einen Ticken besser gefallen als Teil 1.
Action- bzw. Thrillerfans können blind zugreifen.

Das 4K UHD Bild ist erstaunlich scharf. In 2,8K gedreht wurde das DI in 2K gehalten. Die Schärfe ist erstaunlich gut geraten: Kanten sind messerscharf, Details gibt's zuhauf, der Schwarzwert zeigt sattes Schwarz, der Kontrast ist gut eingestellt und lässt selten Details im Dunkeln vermissen und die Farben werden sehr natürlich wiedergegeben.

Der DTS-HD MA Ton kommt sehr dynamisch daher. Der Score verteilt sich auf alle Speaker und gerade im Finale, dürfen alle Lautsprecher zeigen was sie drauf haben: der Sturm und das Unwetter werden akkurat wiedergegeben - aus allen Ecken hört man schöne direktionale Effekte wie Türen quietschen, Schießereien, stürmische Brisen uvm. Klasse. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 23.09.21 um 08:27
/image/movie/das-ding-aus-einer-anderen-welt-1982-4k-4k-uhd-und-blu-ray-neu_klein.jpg
The Thing (Das Ding) (4K UHD)

John Carpenters Kultfilm von 1982 jetzt endlich als UHD erhältlich und wurde gestern Abend auch gleich mal geschaut.
Über den Film selbst braucht man eigentlich nicht mehr viel erzählen- der sollte längst jedem Filmfan bekannt sein. Kurt Russel ist immer noch eine obercoole Socke und das Setting in der Antarktis macht auch heute noch viel her.
Der typische und eingängige Carpenter-Score sowie der Soundtrack von Ennio Morricone sind immer noch Gänsehauterregend. Auch die sehenswerten ekligen sowie blutigen Mutationen des „Dings“ sind auch heute noch hervorragend. FSK 16 wurde gerade noch so durchgewunken, könnte man aufgrund der expliziten Szenen denken.

Das 4K Bild (HDR10) bietet Unmengen an Details. (Durchschnittlich 90-100Mbit/S!) Schriften (zb am Helikopter) sind jederzeit lesbar, Hautfarben kommen realistisch rüber, Details wie Hautporen, Beschaffenheit der Kleidung, Explosionspartikel aber auch die gesamte Einrichtung der Station kommen sehr scharf und plastisch rüber. Auch die Farben sind gut saturiert, aber niemals übertrieben, sodass der Film nicht mehr so „alt“ erscheint.
Feinstes Filmkorn ist auszumachen und verleiht einen natürlich Look.
Einige weichere Abschnitte schleichen sich auch ab und an ein (zB als Kurt Russel mit dem Heli vom Camp der Norweger zurückkehrt), der Schwarzwert könnte noch etwas satter ausfallen und auch in der Durchzeichnung hapert es selten, aber doch.
Besser und frischer hat der Film dennoch noch nie ausgehen.

Vom DTS:X MA Ton (durchschnittlich 3,5 Mb/S) hatte ich mir zwar etwas „mehr“ erwartet, aufgrund des Alters war er aber doch noch solide. Das hat Universal mit der UHD von „Backdraft“ etwas besser und dynamischer hinbekommen. Die Dialoge sind jederzeit gut verständlich, etwas Sound aus den hinteren Kanälen gibt es auch hin und wieder aber die Explosionen sind leider etwas dünn geraten. Auch von den Heights hätte ich mir etwas mehr Einsatz als nur den Score und einige Hall-Effekte erwartet.

Die Extras (u.a. ein 118 minütiges Making-Of) sind auch untertitelt und in SD Qualität auf der UHD Disc enthalten.

Ein Upgrade von BR auf UHD lohnt sich aber definitiv! 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 21.09.21 um 08:52
/image/movie/bill-und-teds-verrueckte-reise-durch-die-zeit-4k-4k-uhd-und-blu-ray-neu_klein.jpg
Ein wahrer Comedy-Klassiker, den ich fast 1:1 mitsprechen kann. Keanu Reeves und Alex Winters erster großer Film, bei dem die beiden Van Halen Fans ein triumphales Geschichtsreferat abliefern müssen, um nicht durchzufallen. Gut, dass sie von Rufus eine Zeitreise-Maschine in Form einer Telefonzelle erhalten haben, um Dschingis Khan, Siegmund Freud, Billy the Kid, Beethoven, Napoleon uvm. direkt aus ihrer Zeit mitnehmen können.
Ulkige Spät-80er Komödie, die seichte aber zeitlose Unterhaltung bietet.

Das 4K Dolby Vision und HDR Bild kommt mit einem neuen Farbgrading daher. Gesichter haben nun eine natürliche Colorierung erhalten während neutrale Flächen wie graue/ helle Wände ein Ticken zu hell bzw. überstrahlt daherkommen können. Nicht immer, aber immer wieder mal. Das Bild ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man die Filme zigmal auf DVD/BR gesehen hat, bietet insgesamt aber das beste Bild. Filmkorn ist jederzeit auszumachen und Farben können dank Dolby Vision schon mal sehr intensiv herausstechen. Das Bild ist sehr wechselhaft, denn während San Dimas anfangs zu hell erscheint (DV UND HDR), bieten Locations wie der wilde Westen oder England im 15. Jahrhundert satte Farben in der Botanik.

Der Sound kommt alters- und genrebedingt sehr frontlastig daher, wird aber während des Scores schon mal auch von den hinteren Lautsprechern wiedergegeben. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 09.09.21 um 10:27
/image/movie/everest-2015-blu-ray-und-uv-copy-neu_klein.jpg
Everest

Bereits meine dritte Sichtung und auch diesmal fieberte ich mit den Crews, die 1996 unbedingt und jeder mit einem anderen Grund auf den höchsten Berg der Welt steigen müssen, mit.
Der Cast mit Jake Gyllenhaal, Josh Brolin, Sam Worthington, Emily Watson, Keira Knightley und Last But Not least Jason Clarke wurde sehr gut gewählt und spielt sehr glaubwürdig auf.
Schön auch, wenn im Film der immer weiter steigende „Massentourismus“ des 8000ers und auch das ein oder andere Müllproblem am Berg angesprochen wird.
Die wahre Geschichte dieser Crews wurde packend inszeniert und kann bedenkenlos jedem Abenteuer- und Bergsteigerfilmfan ans Herz gelegt werden.

Das Bild ist sehr ordentlich. Wäre nicht ab und an ein etwas verwaschener CGI Everest zu sehen, könnte man meinen, dass hier ein 4K DI verwendet wurden. Lt. IMDb handelt es sich aber „nur“ um ein 2k DI, welches aber eine außerordentliche Schärfe ans Tageslicht bringt.
Man kann jede Falte und jedes Barthaar im Gesicht der Protagonisten bestens ausmachen. Die Durchzeichnung ist perfekt- im Dunkeln gehen keine Details verloren.

Der Dolby Atmos Sound ist eine Wucht- im wahrsten Sinne des Wortes.
Spätestens in der 2. Hälfte dürfen die Deckenlautsprecher ordentlich mitmischen und sorgen für ein gewaltiges Unwetter im eigenen Wohnzimmer. Man sitzt quasi mittendrin im Unwetter, das rasch daherkommt. Der Subwoofer bekommt auch etwas zu tun während die restlichen Speaker den Sturm und die aufwirbelnden Eiskristalle perfekt ortbar durch den Raum schicken. Muss man gehört haben, vor allem weil bereits die „normale“ Soundebene toll abliefert. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 08.09.21 um 10:07
/image/movie/wargames-kriegsspiele-neu_klein.jpg
WarGames (Blu Ray)

Der 1983 entstandene WarGames mit Mathew Broderick in der Hauptrolle ist auch so ein Film aus meiner Kindheit, den ich recht gerne geschaut habe. Die Botschaft dahinter, wie weit wir einer künstlichen Intelligenz, vor allem wenn es um weltweite thermonukleare Kriegsführung geht, vertrauen sollten, ist heute aktueller denn je.

Netter 80er Jahre Sci-Fi-High-Tech-Thriller vor dem kalten Krieg Thema, mit einem witzigen Mathew Broderick als gewitzten „Hacker“. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 08.09.21 um 10:05
/image/movie/stand-by-me-das-geheimnis-eines-sommers-25th-anniversary-edition-neu_klein.jpg
Stand by me - Das Geheimnis eines Sommers

Für mich neben einer der besseren King Verfilmungen auch einer der besten Filme aller Zeiten! In meinen Top 5 um genau zu sein.
Welchen zeitlosen Coming-of-Age Film Rob Reiner 1986 erschuf, ist schon bemerkenswert. Vom tollen Cast wie River Phoenix, Corey Feldman, Jerry O‘Connell, Will Wheaton, Kiefer Sutherland, John Cusack und Richard Dreyfuss angefangen, bis hin zum genialen 50s Soundtrack und der Ausstattung aus der Zeit stammend ist es vor allem die einfache aber tolle Geschichte von vier Jungs, die sich im Sommer 1959 auf die Suche nach einem vermissten Burschen machen, dessen Leiche angeblich neben den Zuggleisen am Waldweg nach Harlow liegen soll.
Aber im Laufe ihrer Odyssee geht es gar nicht mehr um den Fund der Leiche, sondern darum, wer man ist/war, welche Freunde man hat und ob man solche Freunde je wieder hat, wenn man erwachsen ist.

Der Film ist für mich jeden Sommer Pflicht, er unterhält bestens, macht nachdenklich über die eigene Kindheit/ Jugend und stellt Fragen, was im Leben eigentlich wichtig ist. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 08.09.21 um 10:04
/image/movie/why-me---warum-gerade-ich-neu_klein.jpg
Warum gerade ich? - Why me? (Blu Ray)

aka „Die Jagd nach dem Teufelsrubin“

Das letzte mal sah ich die 1989 entstandene Komödie noch auf VHS. Kein Wunder- erschien ja hierzulande nicht mal ne DVD.
Christopher Lambert und Christopher Lloyd spielen die Hauptrolle in dieser „Heist-Komödie“, wo Türken, Russen, die armenische Befreiungsarmee, das LAPD und andere Gangster Jagd auf den Rubin im Besitz von Gus (Lambert) machen.
Klar, einige Szenen und Dialoge sind immer noch sehr komische, vor allem die vom leider bereits verstorbenen J.T. Walsh, nur leider hatte ich den Film etwas pfiffiger in Erinnerung.

Wer auf nette 80er Komödien steht, kann durchaus einen Blick riskieren, ich hatte ihn allerdings besser in Erinnerung- in der Sammlung bleibt er natürlich dennoch. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 08.09.21 um 10:00

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