Filmbewertungen von Ninjatune666

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Ich dachte immer, der Film hätte etwas mit Musik zu tun... ;)
„The Score“ aus dem Jahr 2001 ist ein absolut klassischer, eleganter Thriller, der vor allem von der außergewöhnlichen Stärke seiner Besetzung lebt. Wenn Legenden wie Robert De Niro, in einer kleineren Rolle auch Marlon Brando und ein brillanter Edward Norton aufeinandertreffen, ist schauspielerisches Kinoniveau der Extraklasse garantiert. Alle zeigen sich hier in absoluter Höchstform.

Die Geschichte dreht sich um den alternden Safe-Knacker Nick (De Niro), der eigentlich aussteigen möchte. Für seinen letzten großen Coup verbündet er sich mit dem ehrgeizigen, jungen Jack (Norton).

Regisseur Frank Oz inszeniert diesen klassischen Heist-Film mit einer spürbaren Liebe zum Detail. Allerdings muss man zu Beginn etwas Geduld mitbringen: Der Film nimmt sich in der ersten Hälfte spürbar zu viel Zeit, um auf den Punkt zu kommen. Die Einführung der Figuren und die Vorbereitungen des Raubs ziehen sich stellenweise, wodurch das Erzähltempo anfangs etwas träge wirkt. Doch das Warten lohnt sich.

Im letzten Drittel dreht „The Score“ dafür so richtig auf. Sobald der eigentliche Einbruch in das schwer bewachte Zollamt von Montreal beginnt, zieht die Spannungsschraube massiv an. Frank Oz liefert hier packendes, präzises Heist-Kino der alten Schule, bei dem jede Sekunde zählt. Das feine Zusammenspiel zwischen dem misstrauischen Veteranen und dem unberechenbaren Neuling entwickelt eine fesselnde Dynamik. Wenn die Pläne nicht so funktionieren, sitzt man als Zuschauer wie gebannt vor dem Bildschirm.

Auch wenn der Einstieg ein wenig schleppend verläuft, entschädigt das furiose und hochspannende Finale auf ganzer Linie. Für Fans von cleveren Kriminalfilmen und meisterhaften Schauspieler-Duellen ist dieser Thriller ein absolutes Muss.

Das Bild der Blu Ray war solide und auch der Ton passte.

Extras sind eher mau. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 02.09.26 um 12:07
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Zehn Jahre nach dem Kult-Klassiker kehrt die schrägste Postapokalypse-Familie der Filmgeschichte endlich zurück und sie hat absolut nichts von ihrem Biss verloren. "Zombieland 2: Doppelt hält besser" liefert vielleicht kein revolutionär neues Rezept, aber genau das, was es tut, macht es verdammt gut. Es ist das klassische „More of the same“-Prinzip, verpackt in einen extrem starken, temporeichen Zombie-Comedy-Roadtrip, der von der ersten Sekunde an zündet.

Schon in den ersten Minuten wird klar, wo die wilde Reise hingeht: Das epische Intro, untermalt von Metallicas wuchtigem „Master of Puppets“, ballert dem Zuschauer pure audiovisuellen Gore um die Ohren. Während die Fetzen fliegen und fleißig Untote zerlegt werden, spürt man sofort wieder diese ganz besondere Atmosphäre. Ein perfekter Einstieg, der den energiegeladenen Rhythmus für den gesamten Rest des Films vorgibt.

Das Herzstück des Ganzen ist und bleibt der grandiose Cast. Allen voran Woody Harrelson als Tallahassee, der die Rolle nicht nur spielt, sondern einfach komplett rockt. Mit seinem legendären Cowboyhut, der Zigarre im Mundwinkel und einer unnachahmlichen Mischung aus Badass-Attitüde und kindlicher Freude am Zombie-Metzeln stiehlt er wieder jede einzelne Szene. Die Dynamik des eingespielten Casts funktioniert blind, doch die echten Highlights sind diesmal die tollen neuen Figuren. Madison, gespielt von Zoey Deutch als herrlich wandelndes Klischee im rosa Outfit, bringt frischen Wind und unfassbar lustige Momente in die Truppe. Sie bildet den perfekten Gegenpol zu den zynischen Veteranen.

"Zombieland 2" erfindet das Genre nicht neu, will es aber auch gar nicht. Der Roadtrip macht erneut viel Spaß, die Gags zünden alle und die Action ist handgemacht, blutig und verdammt stylisch inszeniert. Wer den ersten Teil geliebt hat, wird diese Fortsetzung genauso abfeiern.

Das 4K UHD Bild bietet neutrale warme Farben, kann aber auch, vor allem im letzten Drittel in Babylon", knallige Farben servieren. Hier leistet HDR tolle Arbeit und erfreut mit einem satten Schwarz, welches nichts verschluckt und einigen coolen Spitzlichtern, die schön herausstechen.

Auch der deutsche Ton bietet klare und saubere Dialoge aus dem Center, nette Surroundeffekte und einen dynamischen Basseinsatz, der vor allem in den Actionszenen ordentlich mitmischt.

Extras gibts auch einige. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 01.09.26 um 15:03
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In meinem Himmel aus dem Jahr 2009 von Regisseur Peter Jackson ist ein visuell wunderschönes und gleichzeitig herzzerreißendes Fantasy-Mystery-Drama, das tief berührt. Der Film basiert auf dem Bestseller von Alice Sebold und erzählt die Geschichte der 14-jährigen Susie Salmon (Saoirse Ronan), die ermordet wird und die Welt fortan aus einer Zwischenwelt beobachtet. Von dort aus erlebt sie die Trauer ihrer Familie und die Suche nach ihrem Mörder.

Besonders für Eltern ist dieses Drama extrem emotional. Jackson fängt den unerträglichen Schmerz und die Hilflosigkeit von Eltern, die ihr Kind verlieren, spürbar ein. Mark Wahlberg und Rachel Weisz spielen Susies Eltern mit einer verletzlichen Intensität, die direkt ins Herz geht. Man leidet in jeder Sekunde mit der Familie mit, die versucht, das Unbegreifliche zu verarbeiten.

Trotz der tragischen Geschichte gibt es im Film einige extrem spannende Szenen, bei denen man vor lauter Spannung quasi auf Nadeln sitzt. Jackson sorgt für nervenzerreißende Thriller-Momente – besonders dann, wenn Susies Familie dem Täter unwissentlich immer näher kommt. Die ständige Bedrohung und das investigative Element halten die Zuschauer in Atem.

Ein absolutes Highlight des Films ist die schauspielerische Leistung von Stanley Tucci. Er verkörpert den unscheinbaren, aber psychopathischen Nachbarn George Harvey mit einer erschreckenden, eiskalten Präzision. Für diese darstellerische Meisterleistung wurde er völlig zu Recht Oscar-nominiert. Seine Performance brennt sich ins Gedächtnis ein und bildet den perfekten Kontrast zu der märchenhaften Ästhetik der Zwischenwelt.

Peter Jackson erschafft mit "In meinem Himmel" eine visuelle Abwechslung: die Traumwelten, in denen Susie wandert, sind voller Farben und Poesie, während die Realität am Boden düster und schmerzhaft bleibt. Das macht das Werk zu einem emotionalen Wechselbad der Gefühle.

Zwei kleine Kritikpunkte hätte ich aber. Die ein oder andere Fantasy-Sequenz hätte nicht sein müssen und auch Susan Sarandons Part als hilfestellende Großmutter hätte man sich meiner Meinung nach sparen können - dann wäre auch das Pacing etwas straffer.

"In meinem Himmel" ist dennoch ein packender, emotional aufwühlender Film, der durch grandiose Schauspieler glänzt. Er fordert das Herz des Publikums heraus, lässt es vor Spannung rasen und entlässt es schließlich mit einer tiefen, bittersüßen Melancholie. Ein cineastisches Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Taschentücher bereithalten!

Das Bild ist knackscharf und zeigt unzählige Details wie die Hautporen von Tuccis Gesicht oder feine Maserungen bei den Innenausstattungen. Farben kommen wie erwähnt von strahlend bunt bis düster kühl daher.

Auch der Ton weiß zu gefallen und trumpft vor allem mit der tollen Musik von Brian Eno auf.

Bonusmaterial gibt es leider keines. :( 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 31.08.26 um 15:52
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„Operation Overlord“ erfindet das Rad definitiv nicht neu, unterhält aber über die gesamte Laufzeit hinweg bestens. Der Film mixt das klassische Weltkriegs-Szenario geschickt mit Body-Horror und schafft damit einen Adrenalinkick, der von der ersten Sekunde an fesselt.

Schon das Hammer-Opening über den Wolken setzt den perfekten Ton. Wenn die Soldaten mitten im Flakfeuer aus dem brennenden Flugzeug springen, krallt man sich unweigerlich am heimischen Sessel fest. Nach dieser coolen Eröffnung schaltet der Film zwar kurz einen Gang runter, verliert aber nie an Spannung. Die dichte Atmosphäre im besetzten französischen Dorf sorgt für viele packende Szenen, in denen die Bedrohung durchgehend spürbar bleibt.

Ein großer Pluspunkt ist der recht unbekannte Cast. Die Gruppendynamik passt ab der ersten Minute perfekt. Obwohl die Figuren sehr klischeehaft sind, hauchen die unverbrauchten Schauspieler ihren Charakteren echtes Leben ein. Man fiebert mit dieser Truppe mit, was den Horror im späteren Verlauf umso effektiver macht.

Insgesamt ist die Produktion extrem hochwertig ausgefallen. Zu keinem Zeitpunkt merkt man dem Film an, dass es sich im Kern um ein B-Movie handelt. Das Setdesign wirkt authentisch, die Kameraarbeit ist dynamisch und das Sounddesign absolut brachial. Wenn das Zombie-Element Einzug hält, kommen auch Gore-Fans voll auf ihre Kosten. Die gut gemachten Gore-Szenen setzen auf hervorragende handgemachte Effekte statt billiges CGI und geizen nicht mit fiesen Details. Gut, etwas CGI Blut gibts dann doch auch.

Wer eine tiefgründige historische WW2-Geschichte sucht, ist hier falsch. Genrefans haben hier aber garantiert ihren Spaß. „Operation Overlord“ ist ein verdammt stylischer, blutiger und kurzweiliger Action-Horror-Trip, der handwerklich komplett überzeugt. Hätte ich ihn doch schon früher gesehen.

Das 4K UHD Bild entspringt zwar einem 2K DI und ist nicht extrem scharf, bietet aber dennoch ein tolles UHD Erlebnis. Dank steilem Kontrast wechseln sich helle und dunkle Details perfekt ab und auch der Schwarzwert ist extrem satt ausgefallen. Ab und an verschluckt er aber schon Details oder gesichtshälften um Dunkeln. Spitzlichter wie Mündungsfeuer, Taschenlampen oder Explosionen stechen extrem hell aus dem OLED hervor.

Nun zum deutschen Dolby Atmos Ton, welcher gerade in den ersten 15 Minuten Anschauungsmaterial bietet. Bereits in den ersten Sekunden gibts schon Durchsagen über die Heights, aber auch später gibts tolle Überkopfeffekte wie Durchsagen, Gespräche oberhalb der Protagonisten, Schüsse oder einfach nur Hall. Direktionale Effekte gibts auch bei den Schießereien und in Sachen Dynamik bekommt auch der Subwoofer einiges zu tun. Lediglich die Dialoge können schon mal im Actiongetümmel die zweite Geige spielen.

Bonusmaterial gibts lediglich auf der beiliegenden Blu Ray. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 2
bewertet am 28.08.26 um 16:59
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Dritte Sichtung und ich muss sagen, dass er mir genau so gut gefiel wie beim ersten Mal im Kino. Dass wieder der Big Apple als Location herhält, bringt genau so viele starke Oldschool Vibes, wie der alte Cast, die alten Gadgets und der Score. Aber auch beim neuen Cast gesellen sich neue Leute dazu. Insgesamt gibts nun fast ein Dutzend Geisterjäger. Hier könnte etwas großes Neues entstehen und der Staffelstab weiter gereicht werden.
Viele Figuren- viele kleine Nebenhandlungen die aber alle gekonnt zusammenlaufen.

Nach einem starken Intro gehts etwas gemächlich, ruhiger und persönlicher weiter, ehe es im letzten Drittel zum klasse Showdown kommt. Diese „Eiszeit“ aus dem Trailer beginnt überraschend spät im Film. Diesen gemächlichen Mittelteil werden einige vielleicht als zäh empfinden, da aber auch die anderen Ghostbusters Filme bereits viele ruhige Passagen hatten, war das schon in Ordnung so.

Optisch ist alles auf einem hohen Niveau, hier gibt’s nichts zu meckern. Toll, dass der coole score aus Teil 1 übernommen wurde.

Insgesamt bietet der Film sehr viel: Action, Spannung, Humor, neue Eindrücke, Nostalgie und Fan Service. Dazu noch motivierte Darsteller und ein Wiedersehen mit alten Freunden. Mir gefällt er nach wie vor, auch wenn die ersten beiden mit Nostalgie-Bonus natürlich unantastbar sind.

Das 4K Bild ist sehr gut, plastisch und bietet eine tolle schärfe, etwas mehr „Pepp“ hätte ich mir aber schon gewünscht. HDR bzw. Dolby Vision zeigt recht gemächliche Spitzlichter und Kontraste, hier hätte der Kontrast für mein Empfinden etwas mehr ausreißen dürfen.
Farben kommen warm und natürlich daher, der Schwarzwert ist ok, die Durchzeichnung lässt keine Details in hellen und dunklen Szenen absaufen und auch Details gibt’s viele zu entdecken. Egal ob Fenster in den Hochhäusern New Yorks, Hautporen, Haare oder die glänzende Ziegelwand im Keller der Ghostbusters - alles Top. Einige Effekte kommen etwas weicher daher - diese dürften wohl nur einem 2K DI entstammen.
Insgesamt ein wirklich gutes bild, welches in einigen Punkten etwas aggressiver ausfallen hätte können.

Auch vom DTS-HD MA Ton war ich positiv überrascht, hier gibt’s neben kristallklaren Effekten und Dialogen auch einen richtig dynamischen Tiefbass, vor allem in den Action Szenen am Anfang und im Finale. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 27.08.26 um 21:24
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Es gibt Filme, die schaut man nicht einfach nur – man fühlt sie mit. „Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch“ oder „Stripes“ (so der Originaltitel) von Regisseur Ivan Reitman ist genau so ein Kandidat. Für mich ein absoluter Lieblingsfilm, den ich im Laufe meines Lebens zigfach gesehen hat und mittlerweile in- und auswendig kenne. Der Film ist genau so alt wie ich.

Auf der UHD gibt’s nun endlich wieder den Ton der deutschen Kinoversion und bringt genau das mit, was man so schmerzlich vermisst hat – die gute, alte Original-Synchronisation. Keine seelenlose Neusynchronisation, sondern der echte, freche Charme der 80er Jahre.

Wenn Bill Murray als John Winger mit seinem unvergleichlichen Hundeblick beschließt, zur US-Army zu gehen, ist das bis heute Kinogold. Murray trägt den Film mit einer improvisierten Leichtigkeit, die heute im glattgebügelten Hollywood komplett fehlt. An seiner Seite glänzt ein fantastisches Starensemble. Harold Ramis als genial-trockener Sidekick Russell. John Candy als unvergesslicher, liebenswerter Schlamm-Ringer Ox. Warren Oates als herrlich cholerischer Sergeant Hulka. Dazu noch John Larroquette, Judge Reinhold von BD Sean Young. Zusammen verwandeln sie den sterbenslangweiligen Army-Alltag in ein absolutes Chaos-Schlachtfeld. Die legendäre Truppen-Präsentation am Ende sorgt auch nach dem fünfzigsten Mal Schauen noch für Gänsehaut und Tränen in den Augen. Ich mag ihn einfach… trotz kleiner Altersschwächen. Denn ist man ehrlich, es sitzt nicht jeder Gag heutzutage. Der Film stammt aus einer anderen Ära, und manche Witze oder Dynamiken wirken im Jahr 2026 etwas aus der Zeit gefallen. Vor allem das letzte Drittel in der Tschechoslowakei verliert spürbar an Tempo und biegt stark in Richtung klassisches Action-Kino ab.

Aber das ist (mir) völlig egal. Sobald die vertraute Musik von Elmar Bernstein ertönt und Murrays Sprüche durch die Boxen jagen, stellt sich sofort dieses wohlige Gefühl im Bauch ein. Es ist wie das Heimkommen zu alten Freunden. Man spricht jeden Dialog im Geiste mit, freut sich Minuten vorher auf die nächste Slapstick-Einlage und versinkt in purer, wohliger Nostalgie.

„Ich glaub’ mich knutscht ein Elch“ in der alten deutschen Kinofassung ist für mich ein Stück filmische Heimat. Ein zeitloser Klassiker des Ivan-Reitman-Universums, der trotz kleinerer Altersfalten auch heute noch verdammt viel Spaß macht.

Schnappt euch das Popcorn, lehnt euch zurück und genießt den wohl charmantesten Militärdienst der Filmgeschichte!

Das 4K UHD Bild im Vollbild Ansichtsformat 1,85:1 bietet warme und äußert natürliche Farben. Es wirkt fast so, als hätte man einen Vorhang voller Nebel weggezogen. Das Bild ist definitiv das beste was der Film je hergegeben hat - schließlich hatte ich von ihm bereits die VHS, die DVD und die Blu Ray.
Auch wurden einige Fehler, wie ins Bild hängende Mikrofone, ausgemerzt.
Das Filmkorn wird sehr fein aufgelöst wiedergegeben und dank HDR kommen helle Flächen sehr hell zur Geltung. Aber auch zum Beispiel Johns knallrote Jacke hat noch wesentlich mehr Punch. Der Schwarzwert ist makellos mit toller Durchzeichnung.

Die alte Kinosynchro kommt als 2.0 Spur daher und macht einen ordentlichen Job. Klar klingen einige Dialoge oder Effekte ab und an etwas muffig, für eine Komödie aus dem Jahr 1981 ist das schon ok. Immerhin kommt der Soundtrack schön und sauber daher. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 27.08.26 um 17:05
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Ari Aster bleibt ein Regisseur, der polarisiert. Schätzte ich an ihm bisher vor allem die atmosphärische Dichte und den psychologischen Terror von „Hereditary“, schlägt sein neues Werk „Eddington“ eine völlig andere Richtung ein. Es ist ein ambitionierter Film, der am Ende kläglich an seinen eigenen Ambitionen scheitert. Dabei fängt alles vielversprechend an…

Joaquin Phoenix spielt gewohnt genial und trägt die satirischen Elemente der ersten Filmhälfte fast im Alleingang. Das größte Problem von „Eddington“ ist jedoch, dass Aster schlichtweg zu viele Themen auf einmal abarbeiten will. Zu Beginn deutet alles auf eine bissige Abrechnung mit einem absurden Wahlkampf zu Beginn der Corona-Pandemie hin. Doch statt diesen Fokus zu halten, verliert sich das Drehbuch in einem ziellosen Parcours durch den amerikanischen Kulturkampf. Plötzlich geht es um Black Lives Matter, weiße Privilegien und die Epstein-Files. Der Film verkommt zu einer überladenen Checkliste aktueller Debatten, anstatt eine stringente Geschichte zu erzählen.Durch diesen thematischen Overkill rutscht Eddington viel zu sehr ins Drama ab.

Dem Film hätte deutlich mehr Biss und ein schwärzerer, konsequenterer Humor gutgetan. Dass Aster ein Händchen für satirische Details hat, beweist er nur punktuell – wie etwa durch die genial platzierten, im Hintergrund gestapelten Klorollen, die die Absurdität der Pandemie-Panik perfekt einfangen. Solche visuellen Highlights bleiben leider die Ausnahme. Zudem krankt das Werk an kleineren dramaturgischen Schwächen. Der gesamte Handlungsstrang mit Joes Frau erweist sich als komplett irrelevant für die eigentliche Dynamik und zieht den Film, der ohnehin mindestens eine halbe Stunde zu lange geraten ist, unnötig in die Länge. Es fühlt sich an, als schlagen zwei völlig verschiedene Seelen in der Brust dieses Films.

Dieser Eindruck bestätigt sich im letzten Action-Drittel, das tonal überhaupt nicht zum restlichen Film passt und einige Zuschauer sicher ratlos zurücklässt.

Aster wollte hier offensichtlich zu viel und liefert letztlich ein unausgegorenes Stück Stückwerk.

Bei mir bleibt es definitiv bei dieser einmaligen Sichtung - in der Sammlung bleibt der Film daher nicht.

Die UHD bietet echtes 4K und zeigt unzählige Details in den staubigen Landschaften von New Mexiko. Aber auch Hautporen, Bartstoppel oder Kleidungsstücke wirken sehr plastisch. Farben kommen natürlich recht warm daher. Der Schwarzwert ist gut bei ordentlicher Durchzeichnung, könnte aber dennoch etwas knackiger ausfallen.
HDR/ Dolby Vision zeigt klasse Farbverläufe und tolle Spitzlichter wie Taschenlampen, gleißendes Sonnenlicht, brennende Fackeln oder die Explosionen im chaotischen Action-Drittel - diese gewinnen dadurch an Intensität und Strahlkraft. Insgesamt ein top Ergebnis.

Auch der deutsche DTS-HD MA Ton gefällt. Klar, der Film ist recht dialoglastig und bietet wenig Musik, wenn es allerdings im letzten Drittel actionmäßig abgeht, gibt’s tolle Explosions-Sounds und wuchtige Waffengeräusche. Aber auch die Dialoge kommen präzise aus dem Center. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 27.08.26 um 11:46
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Wer auf der Suche nach einem kurzweiligen, knackigen 90-Minüter ist, macht mit Pet nicht viel falsch. Der Film erfindet das Rad des Psychothrillers zwar nicht neu, bietet Genrefans aber packende Unterhaltung.

Der unscheinbare Seth arbeitet in einem Tierheim. Als er zufällig seiner alten Schulliebe Holly begegnet, entwickelt er schnell eine ungesunde Obsession für sie. Nach mehreren Abweisungen fasst er einen extremen Entschluss: Er entführt Holly und sperrt sie in einen Käfig im Keller des Tierheims.

Dominic Monaghan (Herr der Ringe, Lost) liefert eine starke Performance ab. Er spielt den vermeintlich harmlosen, leicht psychopathischen Seth mit einer beunruhigenden Intensität. Man nimmt ihm den nerdigen Außenseiter zu jeder Sekunde ab.

Das eigentliche Herzstück des Films ist jedoch der Twist. Was als klassische, fast schon klischeehafte Entführungsgeschichte beginnt, nimmt zur Mitte eine pfiffige Wendung. Zu viel will ich an dieser Stelle aber nicht verraten. Es entwickelt sich ein psychologisches Kammerspiel, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.

„Pet“ bietet am Ende nichts Neues für das Genre. Einige Logiklöcher muss man leider ausblenden können, und die Inszenierung bleibt streckenweise auf B-Movie-Niveau. Dank des cleveren Twists und des engagierten Hauptdarstellers bleibt die Story aber bis zum Schluss spannend und kurzweilig.

Das Bild ist knackig scharf und der Ton präzise sowie dynamisch.
Extras sind leider eher mau. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 26.08.26 um 08:38
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Into the Wild ist der ultimative Film über die bedingungslose Suche nach Freiheit. Regisseur Sean Penn schafft ein visuelles und emotionales Meisterwerk, das den Zuschauer tief bewegt und den unbändigen Drang nach Unabhängigkeit wie kein zweiter Film spürbar macht.

„Into the Wild“ erzählt die wahre Geschichte von Christopher McCandless. Er bricht aus der materiellen Gesellschaft aus, um das pure Leben in der Wildnis Alaskas zu finden. Sean Penn inszenierte diese Reise nicht als überstürzten Ausflug, sondern als radikale, spirituelle aber auch sensible Sinnsuche.

Ein absolutes Highlight sind die tollen Bilder. Die Kameraarbeit fängt die raue, unberührte Natur Nordamerikas in atemberaubenden Aufnahmen ein. Endlose Highways, majestätische Berge und die Einsamkeit der Wälder strahlen eine immense Kraft aus. Diese bildgewaltige Ästhetik weckt sofort das eigene Fernweh. Sie feiert die Schönheit, aber auch die unbarmherzige Härte der Natur.

Perfekt ergänzt wird diese visuelle Wucht durch einen coolen Score und Soundtrack. Eddie Vedder, der Frontmann von Pearl Jam, liefert hier richtig ab. Seine raue, emotionale Stimme und die akustischen Folk-Songs sind die Seele des Films. Tracks wie „Society“ oder „Hard Sun“ fangen die melancholische Einsamkeit und gleichzeitig die Freiheit des Protagonisten perfekt ein. Die Musik ist kein bloßes Hintergrundgeräusch, sondern treibt die Handlung als erzählerische Stimme voran.

„Into the Wild“ ist eine cineastische Liebeserklärung an das Ausbrechen und das Ankommen bei sich selbst. Dank Sean Penns gelungener Regie, den Kinobildern voller Sehnsucht und dem genialen Soundtrack von Eddie Vedder bleibt dieser Film unvergesslich. Er hinterlässt trotz seinem bittersüßen Ausgang das Gefühl, sofort den Rucksack packen zu wollen. Ein zeitloser Film über den wahren Wert von Freiheit. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 25.08.26 um 16:22
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Miranda Priestly kehrt zurück. Für die Fortsetzung des Kultklassikers „Der Teufel trägt Prada“ konnte erfreulicherweise die Originalbesetzung gewonnen werden. Doch wo das Original aus dem Jahr 2006 noch mit Esprit, Witz und modischer Schärfe überzeugte, bleibt die Fortsetzung leider ein blasser Schatten ihrer selbst.

Das größte – und vielleicht einzige – Highlight des Films ist das Wiedersehen mit Meryl Streep und Stanley Tucci. Wenn Streep als unterkühlte Mode-Ikonen-Chefin den Raum betritt und Tucci ihr als treuer Nigel Paroli bietet, blitzt für kurze Momente der alte Charme auf. Die Chemie zwischen den beiden stimmt nach wie vor. Sie brillieren in jeder gemeinsamen Szene und retten den Film vor dem totalen Absturz.

Abseits dieses starken Duos sieht es jedoch düster aus. Der restliche Cast bleibt erschreckend farblos und bekommt kaum Raum zur Entfaltung. Das liegt vor allem an dem ausgesprochen schwachen Drehbuch. Die Handlung plätschert zwei Stunden lang ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin. Es fehlt an Dramatik, an echten Konflikten und vor allem an dem scharfzüngigen Humor, der den ersten Teil so unvergesslich gemacht hat. Die Witze zünden nicht, die Dialoge wirken hölzern, und die Story vermag zu keiner Sekunde wirklich mitzureißen.

Dass es keine Minute im Film gibt, in der nicht jemand ins Smartphone schaut, schreibt oder liest, nervte mich persönlich ebenfalls.

Selbst bei der musikalischen Untermalung zeigt sich eine kreative Ideenlosigkeit. Statt frischer, modischer Beats (ausgenommen der Song von Lady Gaga) muss der Soundtrack unter anderem auf alte Klassiker zurückgreifen, um überhaupt etwas Atmosphäre zu erzeugen. Das wirkt eher nostalgisch erzwungen als stilvoll.

„Der Teufel trägt Prada 2“ ist eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Trotz der schauspielerischen Spitzenklasse von Streep und Tucci kann der Film die emotionale und humorvolle Leere seines Drehbuchs nicht kaschieren. Für Fans des Originals ist dieser uninspirierte Aufguss daher absolut nicht empfehlenswert. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 25.08.26 um 09:14
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In einer dystopischen USA der nahen Zukunft ist die Arbeitslosigkeit auf unter ein Prozent gesunken. Die Lösung der Regierung für gesellschaftlichen Frust? Die jährliche „Purge“. Zwölf Stunden lang sind alle Verbrechen, inklusive Mord, legal.

Regisseur James DeMonaco inszeniert dieses radikale Szenario nicht als globalen Actionfilm, sondern als beklemmenden Home-Invasion-Thriller, der ohne jegliche Längen direkt an die moralischen Abgründe unserer Leistungsgesellschaft führt.

Ethan Hawke glänzt als James Sandin, ein wohlhabender Verkäufer von High-Tech-Sicherheitssystemen. Er profitiert direkt von der Angst der Menschen. Doch als sein Sohn Mitleid zeigt und einem blutenden Fremden Zuflucht im verbarrikadierten Luxushaus gewährt, bricht die Hölle los. Eine Gruppe wohlhabender, maskierter Purger belagert das Anwesen und fordert die Herausgabe des Opfers.

Hier entfaltet der Film seine Sozialkritik: Die Gewalt ist kein zufälliges Chaos, sondern ein systematisches Werkzeug. Die „Säuberung“ dient der Oberschicht dazu, die Armen und Schwachen – jene, die sich keine teuren Schutzsysteme leisten können – gezielt zu eliminieren. Es ist eine mörderische Umverteilung von unten nach oben, getarnt als kathartische Reinigung für das Vaterland.

Die dichte Atmosphäre im verfinsterten Haus sorgt für nervenzerreißende Spannung. DeMonaco verzichtet auf unnötiges Vorgeplänkel und wirft das Publikum direkt in ein ethisches Dilemma: Ist das eigene Überleben den Tod eines Unschuldigen wert? The Purge ist ein kompromissloser, brutaler Spiegel der Gegenwart. Er zeigt auf erschreckende Weise, wie dünn die Decke der Zivilisation ist, wenn der Staat die Brutalität legalisiert und Mitgefühl zur Schwäche erklärt. Ein meisterhafter, finsterer Albtraum, der lange nachwirkt.

Das Bild ist gestochen scharf, zeigt jede Hautpore der Protagonisten, etwas kühlere Farben und bietet satte schwarzwerte ohne Detailverlust in dunklen Szenen. HDR sorgt für schöne Farbverläufe und Highlights wie metallische Gegenstände oder helle Lampen. Filmkorn ist fein aufgelöst und sorgt für ein filmisches Bild.

Der deutsche DTS;X Ton steht dem in nichts nach. Dialoge kommen präzise und sauber aus dem Center, der Subwoofer sorgt immer wieder mal für den nötigen Druck in den spannenden Szenen und auch der Score verteilt sich schön im Raum. Auch die Deckenlautsprecher werden sehr aktiv zum Beispiel beim Countdown zum Purge oder wenn die Sicherheits-Rolläden heruntergefahren werden.

Ein kleines Extra gibts nur auf der beiliegenden Blu Ray. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 1
bewertet am 21.08.26 um 14:53
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Mir hat der 2004 entstandene „Monster-Action-Film“ immer schon gefallen. Er vermischt gekonnt die Universal-Monster aus der S/W-Zeit mit moderner Action und Ausstattung. Ich mag das düstere Setting Transilvaniens mit seinen alten Bauten, dem dunklen Himmel, dem schaurig schönen Schloss Frankensteins/Draculas, der Beginn der Industrialisierung und eben auch die toll inszenierte Over-the-Top-Action.

Hugh Jackman spielt Helsing sehr cool und Kate Beckinsale gibt den lasziven weiblichen Part.
Tolle sowie simple Hollywood-Action vor düsterer Kulisse.

Das 4K Bild ist toll. Obwohl nur ein 2K DI macht es dennoch was her. Klar, Detailvorteile gegenüber der BR halten sich in Grenzen, dafür hat der Kontrast und die Farben dank HDR einen Mehrwert. Alles wirkt plastischer. Sehr gut haben mir die vielen Spitzlichter gefallen: egal ob helle Fackeln, Funken aus Maschinen oder Highlights wie bunte Blitze von Frankensteins Maschinen - alles strahlt sehr hell. Feines Filmkorn lässt sich immer wieder ausmachen, stört aber niemals. Die Farbpalette reicht von warm in gut ausgeleuchteten Szenen bis kühl in dunkler Umgebung. Der Schwarzwert ist satt, verschluckt aber auch ab und an Details im Schatten und dunklen Szenen.
Nichtsdestotrotz lohnt sich das Upgrade zur UHD.

Vom DTS: X Ton habe ich mir etwas mehr erwartet. Nicht falsch verstehen, auf der 2D Ebene ist er sehr dynamisch und laut eingepegelt, bietet viele tolle direktionale Effekte, einen potenten Einsatz des Subwoofers und gut verständliche Dialoge. Leider haben die oberen Lautsprecher für den 3D Ton wenig bis gar nichts zu tun, obwohl es die Actionszenen sehr oft hergeben würden.
Immerhin ist die 2D Soundebene Top. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 21.08.26 um 11:03
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Ich bin großer Fan der Reihe und jetzt weiß ich auch wieder, weshalb der Titel nicht ganz so oft wie die anderen Teile bei uns im Player rotieren durfte…
„Ice Age 4 – Voll verschoben“ ist der vierte Teil der eiszeitlichen Reihe und erweist sich im direkten Vergleich als der bis dahin schwächste Ableger des Franchise.

Das größte Manko des Films liegt in seiner Erzählung. Das Abenteuer auf hoher See rund um die Kontinentalverschiebung ist einfach nicht mehr wirklich spannend. Die Handlung fühlt sich streckenweise erzwungen an, da das bewährte Konzept der Vorgänger ohne echte Innovationen wiederholt wird. Zudem ist nicht jede neue Figur gelungen. Während Sids exzentrische Oma für einige Lacher sorgt, bleiben die gegnerischen Urzeit-Piraten rund um Kapitän Utan seltsam blass und klischeehaft. Sie überladen das ohnehin schon sehr große Figurenensemble, ohne der Story echte Tiefe zu verleihen.

Trotz dieser erzählerischen Schwächen bleibt das Animationsabenteuer immer noch unterhaltsam. Das Herzstück der Reihe, die Dynamik zwischen Mammut Manny, Faultier Sid und Säbelzahntiger Diego, funktioniert weiterhin gut genug, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Ein großer Pluspunkt sind zudem die Animationen, die gewohnt gut ausgearbeitet sind… auch wenn der Zahn der Zeit zu nagen beginnt. Die Darstellung des tosenden Ozeans, der massiven Eisberge und der feinen Fellstrukturen ist dennoch optisch auf einem handwerklich absolut hohen Niveau.

Am Ende bleibt „Ice Age 4 – Voll verschoben“ ein absolut familienfreundlicher Film, der vor allem für ein jüngeres Publikum bestens funktioniert. Kinder werden an den bunten Bildern, dem hohen Tempo und Scrats ewiger Jagd nach der Eichel ihre Freude haben. Kein Meilenstein der Reihe, aber eine solide Wahl für den nächsten gemeinsamen Heimkino-Nachmittag.

Bild und Ton können auch heute noch richtig überzeugen.

Für Interessierte gibts auch noch eine handvoll Bonusmaterial zu sichten. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 21.08.26 um 08:17
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Ich mag so kleinere, charmante doch schon etwas in die Jahre gekommene 80er und 90er Horrorfilme. Egal ob Kings „Katzenauge“, „Needfull Things“, "The Gift", "Skeleton Key" oder klassische X-Faktor Folgen - so in der Art eben. :)

Der 1995 erschienene „Die Mächte des Wahnsinns“ ist ein, mMn, gelungener Genrebeitrag aus der Feder von John Carpenter. In der Hauptrolle Sam Neill der hier mal keine Dinos jagt, dafür aber nicht mehr weiß, was real und was Fiktion eines Romanes ist. Auch als Zuschauer tappt man lange im Dunkeln, was hier eigentlich so vor sich geht.
Auch die Carpenter-typischen Monster-Masken und sein Score dürfen nicht zu kurz kommen und geben dem Film diesen markanten Look seiner Filme.

Wie gesagt, dieser Mystery Film ist beileibe kein Triple A Blockbuster, gefiel mir aber um Welten besser als der viel zu überschätzte „Sie leben!“, ebenfalls von Carpenter.

Ich mag den “cheesigen“ Charme, die Atmosphäre, das Setting einer verlassenen Stadt, die vielen Anspielungen auf King, die Maskeneffekte und die kurzweilige Laufzeit von knapp 90Minuten. Lediglich das Overacting, etwas Verwirrung in der Story und einige Klischees sorgen für Minuspunkte. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 20.08.26 um 11:58
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Joseph Winter, der hier Hauptdarsteller, Autor UND Regisseur ist, sieht man seine Liebe für das Horrorgenre sofort an. Neben vielen Anspielungen auf andere Genrekollegen sind es auch die vielen praktischen Effekte und Masken, die sich gekonnt vom CGI Mist anderer Horrorfilme abheben.
Er spielt einen liebenswürdigen Streamer, der mit seinen Followern immer wieder interagiert. Sei es, wenn sie ihn als feige abstempeln oder ihn warnen, wenn vor der Tür jemand herumgeschlichen ist. Apropos feige: extrem lustig ist, wenn Shawn sich immer wieder erschrickt und dann wie ein kleines Mädchen kreischt, abhaut und erst mal durchschnauft. Oder wenn er verzweifelt Knoblauch nach einem Dämonen wirft und mit den Worten kommentiert: „Knoblauch hilft‘n Scheiß!“ :) Herrlich.

„Deadstream“ strahlt eine klasse Atmosphäre aus, da auch die Location des abgelegenen Grusel-Hauses alle Klischees abspielt. Fans von „Evil Dead“ und „Blair Witch Project“, die nichts gegen etwas Humor haben, werden den Film definitiv mögen.
Die Balance zwischen Grusel und Humor ist perfekt gewählt, die Masken sind klasse und man muss Shawn einfach mögen… immerhin trägt er auch den ganzen Film.

“Deadstream“ kann ich jedem Horrorfan empfehlen, der auch mal über das Genre lachen kann. Der Film ist einfach witzig, charmant und dennoch gruslig genug, um ihn alleine oder aber auch im Freundeskreis genießen zu können.
Kleiner Geheimtipp!

Das Bild der Blu Ray ist natürlich wechselhaft, da zwischen GoPros und Handykameras gewechselt wird. Dazu kommt natürlich das obligatorische Found-Footage Gewackle, das aber Gottseidank nie überhand nimmt oder gar nervt. Wenn das Bild bzw. die Kamera aber mal stillsteht, ist es einer Blu Ray würdig und bietet neben neutralen Farben auch viele Details und einen guten Schwarzwert, der auch in dunklen Szenen nichts verschluckt.

Der DTS-HD MA Ton 5.1 Ton (am Cover steht fälschlicherweise 2.0) ist sehr frontlastig ausgefallen. Dialoge lassen sich glasklar ausmachen. Wenn Effekte von hinten kommen, dann nur, weil man sie auch von vorne hört. Dies ist ja nur realistisch, da es sich ja um einen „Livestream“ handelt. der sowieso nur Stereoton bieten dürfte. Lustig auch die Tatsache, dass Shawn mittels Kassettenspieler während des streams hin und wieder seinen eigenen grusligen Soundtrack anspielt.Was mich auch positiv überrascht hat, war die Dynamik wenn der Subwoofer mitmischen darf. Wenn es mal an der Tür oder der Holzdecke poltert, dann sehr druckvoll. Hier kann man dann schon mal schön erschrecken.
Klasse. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 4
bewertet am 19.08.26 um 13:46
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„Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu“ aus dem Jahr 2010 ist ein unkomplizierter Klamauk, der vor allem von der enormen Energie seines Hauptdarstellers lebt. Jack Black ist hier voll in seinem Element und trägt den gesamten Film fast im Alleingang mit seinem typischen, überdrehten Humor. Wer auf der Suche nach einer tiefgründigen Adaption des Literaturklassikers von Jonathan Swift ist, wird hier natürlich enttäuscht. Der Film setzt stattdessen auf eine extrem einfach gestrickte Story und setzt voll auf Popkultur-Anspielungen und Slapstick.

In meiner Erinnerung war der Film etwas besser, als er sich bei einer erneuten Sichtung präsentiert. Die Witze zünden nicht alle und die visuellen Effekte wirken stellenweise schlecht gealtert. Ein großes Problem des Films liegt im Drehbuch. Die Nebendarsteller wie Jason Segel und vor allem die talentierte Emily Blunt sind aufgrund der flachen Charakterzeichnung extrem begrenzt. Sie bekommen kaum Raum, ihr schauspielerisches Talent oder ihren eigenen Charme zu entfalten, da das Skript jede Szene bedingungslos auf Jack Black zuschneidet.

Dennoch bietet die Komödie 80 Minuten kurzweilige Unterhaltung für einen entspannten Filmabend, an dem man den Kopf komplett ausschalten möchte. Es ist ein harmloser, unbeschwerter Familienspaß, der trotz seiner erzählerischen Schwächen durch Blacks Spielfreude einen gewissen Unterhaltungswert behält. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 19.08.26 um 11:58
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Der Schakal (1997) (Blu Ray) 8/10

Im Zentrum dieses tödlichen Katz-und-Maus-Spiels steht Bruce Willis in einer seiner facettenreichsten Rollen. Er verkörpert den eiskalten, namenlosen Auftragskiller „Schakal“, der ein hochrangiges Ziel in den USA eliminieren soll. Seine größte Stärke sind seine verblüffenden Verwandlungen. Willis wechselt Identitäten, Haarfarben und Persönlichkeiten wie ein Chamäleon, was ihn für seine Jäger fast unsichtbar macht.

Um diesen scheinbar unaufhaltsamen Mörder zu stoppen, verbünden sich das FBI und der russische Geheimdienst. Sidney Poitier glänzt hier in einer seiner späten Rollen als besonnener, aber entschlossener FBI Agent Carter Preston. Seine Präsenz verleiht dem Film moralisches Gewicht. Da das FBI den Schakal jedoch nicht allein aufspüren kann, rekrutieren sie den inhaftierten IRA-Scharfschützen Declan Mulqueen, hervorragend gespielt von Richard Gere. Gere bringt eine tiefgründige, emotionale Note in die Jagd ein, da er mit dem Killer noch eine persönliche Rechnung offen hat.

Neben dem stargespickten Ensemble und der dichten Inszenierung lebt der Thriller vor allem von seiner akustischen Atmosphäre. Der Soundtrack von Carter Burwell ist ein absolutes Meisterwerk und gehört zweifellos zu den besten Filmscores die ich je gehört habe. Burwell verzichtet auf klassische Orchesterelemente und setzt stattdessen auf ein treibendes, minimalistisches und industriell angehauchtes Klangbild. Die Mischung aus düsteren Synthesizern und harten Rhythmen untermalt die Kaltblütigkeit des Schakals perfekt. Sie treibt den Puls verlässlich in die Höhe.

Regisseur Michael Caton-Jones modernisiert das klassische Motiv des Originalromans für das Thriller-Zeitalter der späten 90er-Jahre. Wer einen intelligenten Thriller mit starker Besetzung, nervenaufreibendem Finale und einem unvergesslichen Soundtrack sucht, kommt an diesem Klassiker nicht vorbei. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 18.08.26 um 15:37
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„Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ bringt die legendäre Saga zu einem visuell atemberaubenden und emotional versöhnlichen Abschluss. Nach den unverzeihlichen „kreativen“ Entscheidungen von Rian Johnson in „Die letzten Jedi“ übernahm J.J. Abrams erneut das Regiezepter. Seine Hauptaufgabe bestand spürbar darin, die Wogen in der Fangemeinde zu glätten und die Sequel-Trilogie wieder in vertraute Bahnen zu lenken. Das Ergebnis fühlt sich wie eine gelungene Kurskorrektur an, die die weit, weit entfernte Galaxis wieder rund und stimmig wirken lässt.

Der Film besticht vor allem durch seine visuelle Wucht. Abrams inszeniert epische Bilder, die die Brücke zwischen Nostalgie und moderner Kinomagie schlagen. Die Reise führt den Zuschauer durch extrem abwechslungsreiche und starke Settings. Von den düsteren, atmosphärischen Weiten des Sith-Planeten Exegol bis hin zu farbenfrohen, lebendigen Welten bietet die Kulisse eine ständige Augenweide. Jeder Planet versprüht eine eigene Identität, die durch erstklassige Actionsequenzen und perfekt dosierten Humor zum Leben erweckt wird. Besonders das dynamische Zusammenspiel der Truppe um Rey, Finn und Poe überzeugt. Ihre Chemie trägt den Film und erinnert an die Dynamik der klassischen Original-Trilogie.

Im Zentrum steht das finale Duell zwischen den Jedi und den Sith, verkörpert durch den ewigen Kampf um das Schicksal der Skywalker-Linie. Die Rückkehr des Imperators Palpatine bringt die dunkle Bedrohung auf den Punkt. Allerdings liegt hier auch eine der Schwächen des Films: Der Imperator hätte definitiv mehr Screentime verdient gehabt. Seine plötzliche Präsenz rüttelt zwar an den Grundfesten der Geschichte, bleibt erzählerisch aber etwas blass. Hier hätten in Episode VIII bereits Hinweise geschürt werden müssen.

Generell leidet das Werk an einer Handvoll Ungereimtheiten. Das hohe Erzähltempo versucht so viele lose Enden hastig zu verknüpfen, dass logische Lücken entstehen und manche Wendungen nicht ganz zusammenpassen. Ein Bodenangriff auf dem Anführer-Sternenzerstörer? Oder tausende Sternenzerstörer, die zusehen müssen, wie sie von kleinen Widerstandsschiffen zerschossen werden? Rey, die mit ihrer kürzlich erlernten Jedi- und Schwertkunst alles und jeden besiegen kann?
Wer über diese holprigen Plot-Elemente hinwegsehen kann, bekommt jedoch ein packendes Finale geboten.

Achja, audiovisuell werden hier erneut alle Register gezogen. John Williams´ Score ist wieder perfekt gewählt (ich LIEBE die verspielten Flötenklänge in Rey´s Musikthema) und auch die CGI-Effekte sind noch besser geworden.

„Der Aufstieg Skywalkers“ ist vielleicht nicht perfekt, aber er versöhnt die Fans mit genau den Elementen, die Star Wars großgemacht haben: Herz, bildgewaltige Schlachten und ein runder Abschluss für eine legendäre Skywalker-Saga.


Der Film wurde größtenteils auf analogem 35mm-Film gedreht. Die 4K-UHD-Scheibe transportiert diesen Look hervorragend. Details auf Gesichtern (wie Reys Schweißperlen), die feinen Texturen der Droiden (wie D-O und BB-8) und die feinen Sandkörner auf Pasaana sind absolut brillant und spürbar schärfer als auf der Standard-Blu-ray.
Ein Großteil des Films spielt im Dunkeln oder im Weltall. Das tiefe Schwarz auf dem Sith-Planeten Exegol oder im Sternenmeer bietet einen fantastischen Kontrast, ohne dass Details im Schatten verloren gehen.
Ein feines, organisches Filmkorn ist durchgehend sichtbar. Es wirkt zu keiner Zeit störend, sondern verleiht dem Sci-Fi-Epos einen filmischen Look.
Spitzlichter gibt’s immer wieder in Form von Lichtschwertern, Blastern oder spiegelnden Oberflächen. Insgesamt eine Top 4K UHD-Disc.


Wie bei vielen Disney-Veröffentlichungen dieser Zeit leidet auch dieser DD+ 7.1-Ton unter einer leicht komprimierten Dynamik. Um die volle Wucht des Films zu spüren, musst man den Lautstärkeregler des AV-Receivers ein paar Dezibel höher drehen als gewohnt – dann passts auch. Sobald die Lautstärke angepasst ist, zeigt der Ton seine Stärken. Die Ausnutzung der hinteren-Surround-Kanäle ist hervorragend. Ob vorbeifliegende TIE-Jäger, das Prasseln der Meerespeitschen auf dem Todesstern-Wrack oder die Echos in den Hallen von Exegol – die Räumlichkeit ist extrem einhüllend während Dialoge aus dem Center glasklar bleiben.
Der Bass ist satt und sorgt bei Lichtschwert-Duellen oder Macht-Blitzen für den nötigen Wumms. Allerdings fehlt dem Tiefbass im Vergleich zur englischen Dolby-Atmos-Spur das letzte Quäntchen aggressive Brutalität. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 18.08.26 um 11:37
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„Star Wars: Die letzten Jedi“ ist kein mutiger Schritt nach vorn, sondern der unkreative Abschwur eines einst glorreichen Franchises. Wer wie ich dieses filmische Desaster im Kino erlebte, verließ nach dem Abspann den Saal fassungslos. Beim Heimkinorelease keimte Hoffnung auf Besserung auf – vergeblich. Beim wiederholten Sichten bleibt endgültig die bittere Erkenntnis: Hier stimmt schlichtweg gar nichts. Regisseur Rian Johnson bricht nicht mit Konventionen, er demoliert das Fundament der Saga.

Das größte Verbrechen des Films ist die Demontage von Luke Skywalker. Der einstige Hoffnungsträger der Galaxis wird zum feigen, verbitterten Einsiedler degradiert. Dass er sein legendäres Lichtschwert achtlos über die Schulter wirft, verkommt zu einem billigen Slapstick-Gag. Gekrönt wird diese Charakterherabwürdigung durch die absurde Szene, in der er grüne Milch direkt aus dem Euter einer Seekuh trinkt. Es ist ein bizarrer Fremdkörper, der jede mühsam aufgebaute Würde im Keim erstickt.

Gleichzeitig verliert die Handlung jegliche Bodenhaftung. Leias Überleben im Vakuum des Weltalls, bei dem sie wie Mary Poppins schwerelos zurück zum Schiff schwebt, zieht das Franchise ins Lächerliche. Visuell unfreiwillig komisch, erzählerisch ein absoluter Tiefpunkt. Trotz solcher pseudo-innovativen Fehltritte entpuppt sich die Kernhandlung als dreister Diebstahl an der Original-Trilogie. Die Parallelen zu Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter sind unübersehbar, nur eben schlechter inszeniert. Ein dreitägiger, gähnend langweiliger Verfolgungsflug im Schneckentempo ersetzt echte intergalaktische Bedrohung.
Auch hätte man sich storymäßig den kompletten Ausflug von Finn und Rose ins Casino zum Planeten Canto Bight schenken können, denn er trägt rein gar nichts zum Vorankommen der Handlung bei. Ob sie nun den „Meisterknacker“ finden oder nicht – es spielt keine Rolle.

Dazu gesellt sich ein Cast des Widerstands, der zu großen Teilen unpassend gewählt wirkt. Figuren wie Holdo oder Rose Tico agieren motivationslos und verwaschen. Sie nehmen Raum ein, ohne die Geschichte voranzubringen. Die Story bleibt zäh, seelenlos und wenig mitreißend.
Vom meist unpassenden Humor, dem fehlenden Charme und der viel zu langen Laufzeit fange ich erst gar nicht an.

Am Ende bleibt „Star Wars: Die letzten Jedi“ ein steriles Produkt, das die emotionale Bindung der Fans eiskalt mit Füßen tritt. Es fühlt sich einfach nicht mehr wie „mein“ Star Wars an. Es ist ein seelenloses Spektakel, das den Mythos zerstört, anstatt ihn weiterzuerzählen. Alte Fans wurde geprellt und neue Fans wurden gar nicht erst gewonnen. Episode 8 ist eine endlose Enttäuschung auf ganzer Linie.


Das 4K UHD-Bild hat, ebenso wie der direkte Vorgänger, eine hohe Detailtiefe bei feinen Texturen wie Reys Kleidung, Stormtrooper-Rüstungen und den Grashalmen auf dem Ozeanplaneten Anch-To. HDR sorgt für echtes, tiefes Schwarz im Weltall und perfekt abgegrenzte, strahlende Spitzlichter bei Explosionen oder Blasterschüssen.
Das organische, analoge Filmkorn der 35mm-Aufnahmen bleiben erhalten und bieten fein aufgelöstes Filmkorn. Dunkle Szenen gewinnen durch HDR an optischer Struktur.


Auch der deutsche Dolby Digital Plus 5.1 Ton überzeugt und liefert eine überraschend kraftvolle sowie dynamische Kulisse, die dem Soundtrack und den Effekten absolut gerecht wird.
Der Subwoofer kommt tief herunter und die Dialoge sind jederzeit glasklar. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 17.08.26 um 14:17
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Mit „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ aus dem Jahr 2004 bricht Regisseur Alfonso Cuarón („Children of Men“) meisterhaft mit der kindlichen Naivität der ersten beiden Teile. Das dritte Schuljahr in Hogwarts präsentiert sich etwas düsterer, reifer und visuell absolut atemberaubend. Cuarón verpasst der magischen Welt eine dringend notwendige Frischzellenkur, die das gesamte Franchise nachhaltig geprägt hat.

Die Atmosphäre rund um Hogwarts hat sich spürbar gewandelt. Die vertrauten, liebgewonnenen Charaktere stecken mitten in der Pubertät, und mit ihnen wächst auch die Bedrohung im Schloss. Harry, Ron und Hermine wirken deutlich erwachsener, was sich eins zu eins in den starken schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller widerspiegelt. Das Trio agiert emotionaler, komplexer und tiefgründiger als je zuvor.

Inszenatorisch ist dieses Fantasy-Abenteuer eine absolute Klasse für sich. Cuarón nutzt lange, dynamische Kamerafahrten und eine entsättigte Farbpalette, um die Bedrohung durch die Dementoren physisch spürbar zu machen. Die Welt fühlt sich realer und weniger nach klassischem Märchen an. Ein echtes Highlight sind dabei die Spezialeffekte. Die gezeigten Zaubereien wirken extrem cool, modern und organisch in die Umwelt eingebettet. Ob das rasante Erscheinen des „Fahrenden Ritters“, der majestätische Ritt auf dem Seidenschnabel oder die bedrohlichen Animationen der Dementoren – die Effekte dienen hier stets der düsteren Geschichte.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt´s im letzten Drittel, denn mit einer Laufzeit 142 Minuten zieht sich die komplexe Zeitreise-Handlung gegen Ende minimal. Der Film wirkt an manchen Stellen eventuell etwas zu lange, da er versucht, extrem viele Handlungsstränge der Buchvorlage detailgetreu zu verknüpfen.

Dennoch bleibt das dritte Jahr in Hogwarts ein meisterhaftes Kinostück. Cuarón gelingt die perfekte Balance zwischen Coming-of-Age-Drama und epischer Fantasy. Ein rundum klasse inszeniertes Fantasyfilm.


Der Film basiert auf einem 2K-Upscale, weshalb man keinen massiven Sprung in der Detailtiefe erwarten darf. Die Schärfe zeigt sich im Vergleich zur alten Blu-ray nur minimal besser. Feine Texturen auf den Hogwarts-Roben oder in den Gesichtern der Darsteller wirken lediglich einen Tick knackiger.
Dank HDR10 liefert der Film großartige, kräftige Farben und spielt hier seine Vorteile aus. Die ohnehin herbstlich-düstere Palette von Alfonso Cuarón gewinnt spürbar an Tiefe.
Der Schwarzwert ist sehr satt. In den vielen Nachtszenen, wie der Flucht im Fahrenden Ritter oder dem Finale im Dunklen Wald, säuft (meist) kein Detail im Schattengrau ab. Die Highlights (wie leuchtende Zauberstäbe oder der Patronus-Hirsch) setzen sich fantastisch vom dunklen Hintergrund ab.
Eine Vorzeige UHD ist der Film zwar nicht, dennoch eine Steigerung, vor allem bei den Farben und den Highlights, ist zur Blu-Ray zu erkennen.

Im Gegensatz zur Blu-Ray gibt es nun einen klareren, dynamischeren Ton. Vorbei sind die Zeiten der komprimierten DD 5.1 Tonspur. Auf der UHD gibt’s glasklaren DTS-HD MA 5.1 Ton, der Dialoge sauber und direkt aus dem Center zaubert. Evtl. muss man am Verstärker die Lautsprecherlautstärke etwas anheben, aber dann klappt´s auch mit den Dialogen. Effekte gibt’s immer wieder über die hinteren Lautsprecher und auch der Subwoofer bekommt einiges zu tun. Wer lieber in der Originalfassung schauen möchte, bekommt sogar den noch dynamischeren DTS:X Ton auf die Ohren. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 17.08.26 um 09:16
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„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ aus dem Jahr 2015 markierte die lang ersehnte, spektakuläre Rückkehr in eine weit, weit entfernte Galaxis. Für viele Fans fühlt sich das Science-Fiction-Abenteuer von Regisseur J.J. Abrams zwar fast wie eine 1:1-Kopie von „Episode IV: Eine neue Hoffnung“ an. Man sieht erneut einen einsamen Wüstenplaneten, einen wichtigen Droiden mit geheimen Bauplänen und eine gigantische, planetenvernichtende Superwaffe des Todessterns…. Pardon… der Ersten Ordnung. Doch das mindert den enormen Filmspaß zu keiner Sekunde. Der fesselnde Blockbuster ist von der ersten bis zur letzten Kinominute schlichtweg grandios und extrem unterhaltsam gestaltet.

Ein absolutes Highlight des Films sind die coolen neuen Charaktere, die sofort im Gedächtnis bleiben. Die willensstarke Schrottsammlerin Rey, der desertierte Sturmtruppler Finn und der charmante Fliegerass Poe Dameron bringen eine spürbare, frische Energie in das traditionsreiche Franchise. Ihnen gegenüber steht mit Kylo Ren ein faszinierend emotionaler, unberechenbarer und tief zerrissener Antagonist. Abrams gelingt hierbei die schwierige, emotionale Staffelstab-Übergabe der alten Garde an die neuen Helden wirklich meisterhaft. Das Zusammenspiel von nostalgischen Ikonen wie Han Solo und den jungen Rebellen funktioniert perfekt und ebnet den Weg für die nächste Generation.

Auch visuell zieht das Weltraumabenteuer alle Register und entführt die Zuschauer in faszinierende Settings. Von den staubigen, riesigen Schiffsfriedhöfen auf Jakku bis hin zu den dichten, grünen Wäldern von Takodana ist jede einzelne Kulisse atemberaubend und detailreich in Szene gesetzt. Die visuellen Effekte sind durchweg toll gemacht. Sie sind eine perfekte Mischung aus handgemachten Kulissen, praktischen Kreaturen-Effekten und modernem CGI. Dadurch wirkt diese fantastische Welt physisch greifbar. Untermalt wird das rasante Spektakel von einem absolut genialen, epischen Score von Altmeister John Williams, der vertraute Klänge mit wunderbaren neuen Motiven fantastisch verwebt.

Am Ende ist dieser Film ein sehr unterhaltsamer und mitreißender Auftakt der Sequel-Trilogie. Er geht erzählerisch zwar kein Risiko ein, begeistert aber durch sein enormes Tempo und unheimlich viel Herz. Ein echtes Muss… im Gegensatz zum direkten Nachfolger… ;)

Das 4K UHD Bild hat eine hohe Detailtiefe bei feinen Texturen wie Reys Kleidung, Sturmtruppler-Rüstungen und den Sandkörnern auf Jakku. HDR sorgt für echtes, tiefes Schwarz im Weltall und perfekt abgegrenzte, strahlende Spitzlichter bei Explosionen oder Blasterschüssen.
Die roten und blauen Lichtschwerter leuchten sehr intensiv. Dennoch bleibt das organische, analoge Filmkorn der 35mm-Aufnahmen von J.J. Abrams perfekt erhalten. Dunkle Szenen, wie Kylo Rens Verhöre, gewinnen durch die präzise HDR-Abstufung massiv an optischer Struktur.

Auch der deutsche Dolby Digital Plus 5.1 Ton überzeugt und liefert eine überraschend kraftvolle sowie dynamische Kulisse, die dem epischen Soundtrack und den Effekten absolut gerecht wird.
Der Subwoofer kommt tief herunter und die Dialoge sind jederzeit glasklar. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 16.08.26 um 16:11
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Joe Dantes „Meine teuflischen Nachbarn“ aus dem Jahr 1989 ist eine absolut zeitlose Komödie, die das amerikanische Spießbürgertum herrlich auf das Korn nimmt.

Die Handlung spielt in einer vermeintlich perfekten Kleinstadt-Idylle. Hier eskaliert die pure Neugierde gelangweilter Vorstadt-Ehemänner völlig. Als eine mysteriöse Familie nebenan einzieht, bricht im beschaulichen Vorort das absolute Chaos aus. Tom Hanks brilliert in der Hauptrolle als Ray Peterson. Seine schrittweise Verwandlung vom entspannten Urlauber zum paranoiden Verschwörungstheoretiker ist absolut genial gespielt. An seiner Seite überzeugt Carrie Fisher als seine wunderbar bodenständige, sarkastische Ehefrau. Sie versucht verzweifelt, den gesunden Menschenverstand zu bewahren. Bruce Dern setzt dem Ganzen als militanter, völlig überdrehter Nachbar Mark Rumsfield die Krone auf.

Der Film lebt von Joe Dantes gekonnter Regiearbeit. Er balanciert perfekt auf der Grenze zwischen skurriler Satire und leichtem Grusel. Der grandiose Wortwitz und die unzähligen, perfekt platzierten kleinen Gags zünden auch nach Jahrzehnten noch fehlerfrei. Ob es das absurde Verhalten der Nachbarn, die hysterischen Einflüsse von Rays Kumpels oder die Slapstick-Einlagen bei der Spionagearbeit sind – die Gags bringen mich immer wieder laut zum Lachen.

Die detailreiche Ausstattung der Kulissen und der ikonische Soundtrack fangen das Gefühl der späten 1980er Jahre perfekt ein. Gleichzeitig bleibt die Botschaft über Vorurteile und die Abgründe hinter weißen Gartenzäunen erstaunlich aktuell.

Für mich ist dieser Film ein absolutes Wohlfühl-Highlight und läuft deshalb völlig zurecht jeden Sommer treu in meinem Player. Ein meisterhaftes Filmvergnügen für alle Fans von intelligentem, charmantem Humor und schrägen Charakteren.

Das Bild ist ordentlich und die Dialoge leicht verständlich. Ein Umstieg von DVD auf BR lohnt sich allemal. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 16.08.26 um 09:16
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Arnold Schwarzenegger glänzt in der Hauptrolle als John Kruger, ein Marshal beim Zeugenschutzprogramm, der die Identitäten von Zeugen spurlos „ausradiert“. Als er eine Verschwörung rund um hochentwickelte Gauss-Gewehre aufdeckt, wird er selbst zum Gejagten.

Der Film bietet von der ersten Minute an das perfekte, nostalgische Action-Feeling dieses Jahrzehnts. Gigantische Action und legendäre Stunts. Die Actionszenen sind absolut erstklassig, handgemacht und wunderbar übertrieben. Das unumstrittene Highlight des Films ist für mich die spektakuläre Fallschirm-Szene. Kruger wird aus einem fliegenden Jet geworfen, muss im freien Fall seinem eigenen Fallschirm hinterherjagen, diesen anlegen und gleichzeitig einem heranstürzenden Flugzeug ausweichen. Das ist physikalisch zwar unmöglich, aber tricktechnisch spannend inszeniert und purer Nervenkitzel. Gut, die Greenscreen Aufnahmen erkennt man sofort als solche aber das verzeihe ich hier gerne.

Neben den Stunts lebt der Film von seinen extrem unterhaltsamen Schießereien. Der Einsatz der futuristischen Röntgen-Gewehre sorgt für visuell einzigartige Feuergefechte. Wenn Schwarzenegger mit zwei dieser massiven Waffen gleichzeitig feuert, schlägt jedes Action-Herz höher.

Getragen wird der Film neben Arnie vor allem von seinem Antagonisten. James Caan liefert als korrupter Mentor Robert DeGuerin eine grandiose Performance ab. Er spielt den fiesen, eiskalten Bösewicht mit einer spürbaren Coolness und der richtigen Prise Arroganz. Er ist der perfekte, charismatische Gegenspieler, den man bis zum explosiven Finale im Hafen einfach gerne hassen muss.Fazit:

„Eraser“ nimmt sich selbst nicht zu ernst, geizt nicht mit coolen Onelinern („Du bist hiermit ausradiert!“) und liefert kompromisslose Action. Wer das unbeschwerte, laute Kino der 90er-Jahre vermisst, wird hier perfekt unterhalten. Ein zeitloser Klassiker im Schwarzenegger-Katalog.


D ie Bildqualität der UHD-Scheibe präsentiert sich zweigeteilt. In den Nahaufnahmen zeigt der Transfer eine beeindruckende Schärfe und enorme Detailtiefe. Jede Hautpore von Arnold Schwarzenegger, einzelne Haare und die Texturen der Kleidung sind zu erkennen.

Im krassen Gegensatz dazu stehen die Totalen und Weitwinkelaufnahmen. Die weitläufigen Einstellungen wirken wechselhaft und sind oft nicht wirklich schärfer als die alte Blu-ray. Dolby Vision sorgt für wunderbar warme, satte Farben und ein echtes visuelles Upgrade. Besonders die Explosionen, Hauttöne und das markante grüne Leuchten der futuristischen Gauss-Gewehre gewinnen massiv an Brillanz und Dynamik. Ein satter Schwarzwert und hervorragend durchgezeichnete Schattenbereiche ersetzen das milchige Grau früherer Veröffentlichungen.

Der deutsche Dolby Digital 5.1 Ton schlägt sich für einen Actionfilm von 1996 wacker, reizt moderne Heimkinos aber nicht voll aus. Man merkt eben die alte Tonspur heraus. Dennoch gibts dynamische Schießereien und halbwegs saubere Dialoge.

Zwei Extras gibt’s bereits auf der UHD zu sehen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 15.08.26 um 20:11
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Jordan Peeles Regiedebüt „Get Out“ aus dem Jahr 2017 bleibt ein Meilenstein des modernen Kinos. Der Film entstand zu einer Zeit, als die Produktionsschmiede Blumhouse noch für Qualität statt Fließbandware („M3GAN 2.0“ hüstel…) stand. Peele inszeniert hier ein Meisterwerk, das perfekt als nervenzerreißender Horror-Thriller funktioniert und gleichzeitig auch als scharfzüngiger Spiegel für unterschwelligen Rassismus gegen Schwarze dient. Der Schrecken entspringt nicht klassischen Monstern, sondern dem vermeintlich friedlichen, liberalen Bürgertum.

Das Drehbuch besticht durch ein subtil fabelhaftes Pacing. Es gibt absolut keine unnötigen Szenen oder Dialoge. Jede Einstellung treibt die beklemmende Atmosphäre voran. Getragen wird dieses Konstrukt von einem starken Cast. Daniel Kaluuya brilliert in seiner Rolle durch pure, greifbare Verletzlichkeit, während Allison Williams die Abgründe hinter einer perfekten Fassade meisterhaft verkörpert.

Besonders faszinierend ist die enorme Dichte an Metaphern und Symbolik. Das sterile Anwesen mit den auffällig unterwürfigen, schwarzen Angestellten wirkt wie eine moderne, subtile Neuauflage einer Plantage. Jedes Detail birgt lt. Aussagen von Regisseur Peele eine tiefere Ebene. Die ikonische Teetassenszene, mit dem rhythmischen Rühren des Löffels, symbolisiert die systematische Kontrolle und das Verstummen der schwarzen Stimme im „Sunken Place“.

Ein weiteres geniales Detail ist die Fruit-Loops-Szene mit Rose. Wie sie die bunten Loops strikt getrennt von der weißen Milch isst, spiegelt visuell ihre tiefe Obsession wider, Rassen strikt zu trennen und zu kontrollieren. Nichts ist in diesem Film dem Zufall überlassen.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch. Bei der erneuten Sichtung fehlte leider der Wow-Effekt. Sobald das zentrale, schockierende Geheimnis der Familie Armitage gelüftet ist, verliert der Thriller einen Teil seiner unvorhersehbaren Anspannung. Das Rätselraten weicht dem Wissen.

Dennoch schmälert das die Stärke des Werkes kaum. „Get Out“ fesselt, schockiert und regt zum Nachdenken an. Er ist und bleibt, zumindest für mich, einer der besten Blumhouse-Filme aller Zeiten und ein zeitloses Lehrstück für intelligentes Genrekino.


Obwohl der Film auf einem 2K Digital Intermediate basiert, schlägt die 4K-Scheibe die alte Blu-ray dann doch. Gesichtsdetails (Poren, Schweiß) und Kleidungsstrukturen wirken feiner und organischer, ohne künstlich nachgeschärft zu sein.
Die UHD bietet neutralere, harmonische Farbabstimmungen. Hauttöne wirken natürlich, und der herbstliche Look des Armitage-Anwesens kommt dank HDR lebendig zur Geltung.
In dunklen Szenen spielt die UHD ihre Stärken voll aus. Das Schwarz ist tief und satt und bietet eine starke Durchzeichnung in dunklen Bereichen.
Die UHD ist gut und besser als die Blu-Ray, eine Demodisc ist sie aber nicht.

Der DTS:X-Ton nutzt die Surround-Kanäle hervorragend für eine beklemmende Kulisse. Das Rascheln der Blätter im Wind, das Knarren des Hauses oder das Ticken von Uhren ziehen den Zuschauer direkt in das unheimliche Anwesen.
Dialoge sind jederzeit glasklar und kräftig aus dem Center zu hören.
Die Überkopf-Lautsprecher werden sehr subtil, aber effektiv eingesetzt. Das Highlight ist die Teetassenszene. Das hypnotische, rhythmische Kratzen des Löffels an der Tasse wandert hörbar nach oben und verstärkt das Gefühl, gemeinsam mit Chris in die Tiefe des „Sunken Place“ gezogen zu werden. Auch Gewitter und der packende Score von Michael Abels nutzen die Höhen-Ebene immer wieder mal.
Der Subwoofer kommt vor allem bei den gezielten Schockmomenten (wie dem plötzlichen Auftauchen des Hirschs zu Beginn) und den tiefen Bässen während der Hypnose-Sequenzen druckvoll zum Einsatz, ohne den restlichen Sound zu erdrücken. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 14.08.26 um 08:24
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„Ghosts of Mars“ gehört zweifellos zu den unterschätzten Vertretern in John Carpenters Filmografie und zählt für mich zu den besseren seiner Filme. Auch wenn der Streifen über die Jahre hinweg vielleicht ein ganz klein wenig von seinem ursprünglichen Glanz verloren hat und mir früher noch besser gefiel - er ist und bleibt einfach cool. Mit einer knackigen Laufzeit von rund 90 Minuten präsentiert sich der Film als extrem kurzweiliger, schnörkelloser Sci-Fi-Trip.

Das Konzept lässt sich am besten als Western trifft auf „Mad Max“ auf dem roten Planeten beschreiben. Carpenter mixt staubige Endzeit-Atmosphäre mit deftigem Mars-Horror und einer ordentlichen Portion charmantem Trash. Getragen wird das Ganze von einem herrlich wilden Cast. Die Truppe rund um Action-Ikone Jason Statham, Rapper Ice Cube und Blaxploitation-Legende Pam Grier versprüht puren Late-90s- beziehungsweise Early-2000s-Charme. Die Figuren geben sich durchgehend obercool – was extrem Laune macht, stellenweise mit dem permanenten Imponiergehabe aber auch mal ganz leicht nerven kann.

Ein absolutes Highlight ist der grandiose Soundtrack. Die fetten, treibenden Metal-Riffs, die unter anderem in Zusammenarbeit mit der Band Anthrax entstanden sind, verpassen der Action den perfekten Rhythmus. Visuell konzentriert sich das dreckige Actionspektakel im Wesentlichen auf zwei große, stimmungsvolle Settings: die isolierte, kleine Bergbau-Kolonie und den ikonischen Marszug. Diese räumliche Begrenzung sorgt für eine angenehm klaustrophobische Stimmung. Zwar leidet das Pacing im zweiten Drittel unter einigen wenigen Hängern, bei denen der Film kurzzeitig an Fahrt verliert, doch das fängt das bleihaltige Finale schnell wieder auf.

Am Ende ist „Ghosts of Mars“ kein perfektes Meisterwerk wie „Halloween“ oder „Das Ding aus einer anderen Welt“, aber ein wunderbar dreckiges, lautes und unterhaltsames B-Movie. Ein echter Carpenter eben, der auch heute noch verdammt viel Spaß macht.

Das Bild könnte etwas schärfer und besser durchzeichnet sein, ist aber immer noch gut genug und besser als die alte DVD.

Der deutsch Dolby True HD 5.1 Ton ist kraftvoll, effektreich und bietet klare Dialoge. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 13.08.26 um 13:41

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