Mission Impossible:
Mission Impossible ist die Verfilmung der gleichnamigen Kultserie aus den 60ern, welche hierzulande als "Kobra, übernehmen Sie..." bekannt wurde. Von 1988 bis 1990 drehte man ein moderneres Remake der Serie ( welche ich als Kind sehr gerne gesehen habe ) von dem es insgesamt 2 Staffeln mit 35 Folgen gibt.
Die Agenten Jim Phelps und Ethan Hunt sollen mit ihrem Team sollen einen mutmaßlichen Maulwurf des CIA aufhalten. Er hat bereits einen Teil einer Liste mit Namen von in Osteuropa eingesetzten Agenten gestohlen. Es muss verhindert werden, dass er den Rest auch noch bekommt, der Einsatz in Prag geht jedoch gründlich schief und alle Agenten außer Hunt sterben.Zumindest glaubt Hunt dies und schnell gilt er beim CIA als Hauptverdächtiger, der Maulwurf zu sein. Er muss herausfinden, was mit allem aufsich hat, um seine Unschuld zu beweisen.
Die Story ist eine klasse Agentengeschichte und lässt sich zu Beginn etwas Zeit die Charaktere vorzustellen und einzuführen. Dann geht es auch schon los und die Spannungskurve steigt drastisch an. Ving Rhames und Jean Reno sind später eine klasse Ergänzung zum Cast. Die Erzählweise ist recht ruhig und wechselt sich immer wieder mit spannenden Szenen und Action gut ab, so dass keine Längen aufkommen. Das Finale im Zug ist ein guter actionreicher Showdown, wobei ich hier leider sagen muss, dass der Film oder besser gesagt die Effekte nicht sehr gut gealtert sind. Die Szene mit Helikopter im Tunnel sieht mittlerweile doch arg unecht aus aber das mindert nicht unbedingt das Sehvergnügen. Mission Impossible ist immer noch ein sehenswerter Spionagefilm und toller Einstieg in ein sehr gutes Franchise, welches mittlerweile fast 20 Jahre alt ist und vo Teil zu Teil besser wird.
Das Bild ist insgesamt auf mittlerem bis gutem DVD Niveau, mit ein paar besseren Szenen, vor allem Nahaufnahmen. HD Feeling kommt aber nicht auf, dafür ist das Bild zu weich und grieselig.
Der Ton ist recht frontlastig und manchmal kommen die Stimmen nicht ganz gegen Hintergrundgeräusche an.
Extras sind hier zahlreich vorhanden.
Story: 4
Bild: 2,5
Ton: 2,5
Extras: 3,5
Mission Impossible 2:
4 Jahre nach seinem ersten Einsatz ist Superspion Ethan Hunt zurück und diesmal geht es gegen eine Gruppe Gangster, die einen neu gezüchteten Killervirus namens Chimera und das Gegenmittel dazu gestohlen haben. Um das Gegenmittel gewinnbringend verkaufen zu können, wollen sie eine Epidemie auslösen und Hunt soll dies mit seinem Team verhindern.
Für den zweiten Teil nahm Actionmaestro John Woo auf dem Regiestuhl platz, was man dem Film deutlich ansieht. Der Actionanteil wurde drastisch erhöht. Markenzeichen wie die berühmten Slow-Mos und sogar die Tauben dürfen auch hier nicht fehlen. In anbetracht des ersten Teils, der zwar auch einen recht ordentlichen Actionanteil hatte, wirkt es hier fast etwas fehl am Platz. Ich bin großer Fan und verehre John Woo's Werke aber es scheint mir, als wäre er mit seinem Style hier nicht ganz der richtige Mann gewesen. Die Shootouts, allen voran der im Chemielabor sind gut gefilmt und machen Laune aber immer wieder gibt es Szenen, die etwas zu viel des Guten sind, wie z.B. die Motorradszene im Finale. Zu diesem Stichwort seien auch die Kampfszenen erwähnt. Anders als im ersten Teil, darf sich Tom Cruise hier in zahlreichen Kampfszenen behaupten, die soweit auch solide sind aber es passt teils einfach nicht zu ihm, wenn man ihn Saltokicks und dergleichen spektakuläre Moves machen sieht. Trotzdem Hut ab für Tom Cruise, denn er hat all diese Fights sichtbar selbst ausgeführt und sich nicht doubeln lassen, wie es wohl 95 % aller restlichen Hollywoodstars machen. Die Liebesgeschichte zwischen Hunt und Nyah passt gut in die Story, wird aber hier und da etwas zu kitschig. Nichtsdestotrotz ist der Film gut besetzt und macht immer noch Laune, auch wenn man hier einiges besser hätte machen können, wie z.B. Einige übertriebene Szenen zurückschrauben. Ich wurde gut unterhalten und gebe daher 3,5 Punkte.
Das Bild ist soweit gut aufbereitet und auf gutem DVD Niveau. Teils ist die Schärfe sehr gut aber zumeist ist das Bild eher zu weich und es ist oft grieseln zu sehen.
Der Ton ist soweit ordentlich abgemischt und hat guten Bass. Dennoch ist das Ganze eher etwas frontlastig, so dass kein großartig räumliches Feeling aufkommt.
Extras sind wieder sehr üppig. Neben zahlreichen Featurettes gibt es einen Audiokommentar von John Woo und ein Musikvideo von Metallica.
Story: 3,5
Bild: 3
Ton: 3
Extras: 3,5
Mission Impossible 3:
Ethan hat seinen Job beim IMF an den Nagel gehängt und will mit seiner Frau ein ruhiges Leben führen. Als ihn eines Tages ein ehemaliger Kollege um Hilfe bittet, kehrt Ethan für einen letzten Einsatz zurück. Seine ehemalige Schülerin Lindsey wird nach einem Einsatz gegen den skrupellosen Waffenhändler Owen Davian als vermisst gemeldet. Ethan und sein Team machen sich auf, sie zu finden doch bekommen sie es mit einem weitaus schlimmeren Feind zu tun, als sie angenommen hatten.
Nach 6 Jahren Pause ging die Mission Impossible Reihe unter der Regie von JJ Abrams in die dritte Runde. Teil 2 wies einige Schwächen auf, welche mit einem tollen 3. Teil wieder sehr gut glatt gebügelt wurden. Der Grundton ist recht düster gehalten, wobei es aber auch hier genug Raum für typisch lockere Momente und etwas Humor gibt. Die Mischung gelingt perfekt. Actiontechnisch geht es wieder sehr gut zur Sache ohne jemals zu übertrieben zu wirken, wie im Vorgänger. Die einzelnen Actionsequenzen sind toll inszeniert und gut über die gesamte Laufzeit verteilt. Spannung wird durchweg aufrecht erhalten. Tom Cruise liefert wieder jede Menge toller Stunts und ist wie immer mit viel Elan bei der Sache. Philip Seymour Hoffmann ist ohnehin ein herausragender Schauspieler und liefert hier eine klasse und sehr charismatische Performance als Bösewicht. Ving Rhames darf natürlich als feste Säule im Kader nicht fehlen. Als Neuzugänge sind Simon Pegg in einer kleinen Nebenrolle, die bildhübsche Maggie Q, welche ebenfalls eine gute Leistung bringt und Michelle Monaghan an Bord, die sich auch gut in ihre Rolle einfügt. Jonathan Rhys Meyers bleibt etwas blass und wirkt fehl am Platz. Alles in allem eine tolle Fortsetzung und bis dato bester Teil der Reihe. Die Story wird sehr gut in das Franchise eingebunden und mit einem herausragend guten Bösewicht garniert.
Das Bild hat meist eine sehr gute Schärfe, wird jedoch immer wieder von Unschärfen und Grieseln getrübt. Filmkorn ist oft präsent. Dir Farben sind satt und kräftig. Knappe 4 Punkte.
Der Ton ist gut abgemischt und verteilt sich schön über die einzelnen Boxen. Der Bass ist satt. 4
Extras gibt es hier leider nur einen Audiokommentar.
Story: 4,5
Bild: 4
Ton: 4
Extras: 1
Mission Impossible: 4
Als eine große Explosion den Kreml in Moskau zerstört geraten Ethan Hunt und seine IMF Agenten unter Verdacht, denn sie haben sich zu dem Zeitpunkt tatsächlich dort befunden. Die US-Regierung ruft das Ghost Protocol, welchem nach die komplette Existenz der IMF offiziell verleugnet wird. Ein wahnsinniger namens Cobolt hat unterdessen nukleare Abschusscodes erbeutet und nun müssen Hunt und seine Agenten einen drohenden Atomkrieg der USA gegen Russland verhindern und gleichzeitig den wahren Schuldigen für den Anschlag auf den Kreml ermitteln.
Der 4. Teil der Reihe ist eine gute Weiterführung der Reihe. Simon Pegg's Charakter, der im dritten Teil eingeführt wurde, ist nun festes Mitglied in Ethan's Team und sorgt, wie gewohnt für die bekannte Prise Humor. Ving Rhames hat mir etwas gefehlt und ich habe mich bis zum Schluß gefragt, warum er nicht einmal erwähnt wurde aber dann gab es ja einen kleinen Cameoauftritt von ihm am Ende. Die Vorgeschichte aus dem dritten Teil um Ethan's Ehefrau wird ebenfalls am Ende gut eingeflochten und auch eine Verbindung zu Jeremy Renner's neu hinzugekommenem Charakter wird sehr gut hergestellt. Auf weiblicher Seite darf dieses Mal Paula Patton mitmischen und ist wirklich etwas fürs ( Männer-)Auge. Die Darsteller harmonieren gut miteinander und es gibt immer wieder gut platzierten Humor. Action gibt es auch hier wieder viel mit tollen Stunts ( das Highlight ist wohl die Szene am Burj Khalifa ), welche wiedermal von Tom Cruise selbst ausgeführt wurden. Die Mischung aus Humor, ordentlich Action und Thrill funktioniert wieder mal sehr gut. Hinzukommen wieder zahlreiche exotische Locations, die einfach keine Langeweile aufkommen lassen. Die Atmosphäre ist etwas lockerer als noch in dem recht düsteren Vorgänger ( was mir sehr gut gefallen hat ), weiß aber trotzdem sehr gut zu unterhalten, daher gebe ich auch hier gute 4,5 Punkte.
Das Bild hat eine sehr gute Schärfe. Details, wie einzelne Poren und Haare sind sehr klar zu erkennen, vereinzelt gibt es ein paar Szenen mit zu weichem Bild. Die Farben sind kräftig und satt, mit gutem Kontrast und Schwarzwert.
Der Ton ist sehr dynamisch, bietet tollen Bass und guten Raumklang. Einzig die Abmischung ist nicht ganz stimmig, denn teils gibt's vereinzelt viel zu große Lautstärkeunterschiede zwischen leisen Dialogen und Action stehen, so dass ich öfter lauter oder leiser machen müsste.
Als Extras gibt es entfernte Szenen, einen alternativen Anfang und einige weitere Featurettes.
Story: 4,5
Bild: 5
Ton: 4,5
Extras: 3
Gesamtfazit: Klasse Filmreihe und auf jeden Fall eine Kaufempfehlung!
Story: 4
Bild: 4
Ton: 4
Extras: 3
bewertet am 24.09.15 um 22:22