Star Wars: Episode I ( The Phantom Menace )
Star Wars: The Phantom Menace läutete 1999, nach 16 Jahren Pause die Prequel-Trilogie ein und beschäftigt sich mit der Vorgeschichte der Ursprungstrilogie. Obi-Wan Kenobi ist noch ein junger Jedi-Schüler, der vom Jedi-Meister Qui-Gon Jinn trainiert wird. Im Laufe der Handlung lernt man den jungen Anakin Skywalker kennen, welcher die Schlüsselfigur darstellt und bekanntermaßen später als Darth Vader für Furore sorgen wird.
Der Cast um Liam Neeson, Ewan McGregor und Natalie Portman agiert sehr gut. Leider rettet es den Film nur sehr bedingt über seine Schwächen hinweg.
Ich bin kein extremer Star Wars Fan aber wie viele mit der ursprünglichen Trilogie aufgewachsen und fand diese schon als Kind toll. Episode I lässt den Charme der alten Filme fast gänzlich vermissen. Zwar ist es ganz interessant zu erfahren, was sich alles vor der eigentlichen Geschichte abgespielt hat bzw. wie sie begann aber die Umsetzung ist nicht so ganz gelungen. Viel zu viele, teils mäßige ( wohlgemerkt nicht alle Effekte ) CGI und auffällige Greenscreens, übertrieben bunte Optik und teils nervige Charaktere ( Jar Jar Binks ), welche komisch sein sollen aber genau das Gegenteil bewirken, ziehen den Film runter.
Einzige Highlights sind noch das ausgedehnte Pod-Rennen und das Finale in welchem die Jedi gegen Darth Maul kämpfen. Leider wird letzterem viel zu wenig Tiefe bzw. Wichtigkeit zuteil, bietet Maul doch genügend Potenzial für einen großartigen Antagonisten. Bis zum Finale verkommt er leider zur kleinen Randfigur und wird dann auch recht schnell besiegt. Kampfkünstler Ray Park liefert eine gute Performance und kann hier seine Fähigkeiten ausspielen. Die Kampfchoreographie ist gelungen und bietet einige Schauwerte. Insgesamt bleibt ein mittelmäßiger Film, der so gar nicht an die Klasse der "eigentlichen" Vorgänger herankommt.
6 / 10
Das Bild ist frei von Filmkorn oder Grieseln und schön klar aber insgesamt zu weich und öfters gibt es Unschärfen. Die Farben sind gut gesättigt.
Der Ton bietet neben gutem Raumklang und sattem Bass eine rundum ausgewogene Abmischung.
Story: 3
Bild: 3
Ton: 4,5
Star Wars: Episode II ( Attack of the Clones )
Die Story setzt ca. 10 Jahre nach Episode I an. Anakin ist mittlerweile erwachsen geworden und wird von Obi Wan trainiert, zu dem er zwar aufsieht aber schon mehr und mehr versucht, seinen eigenen Kopf durchzusetzen, weil er sehr gut um seine enorme Macht weiß. Er glaubt, mittlerweile stärker als Obi Wan zu sein und ist der Meinung dieser würde ihn absichtlich bremsen und so gibt es im Verlauf der Handlung so einige Unstimmigkeiten zwischen dem Jedi-Meister und seinem Padawan.
Sowohl Handlung als auch Atmosphäre sind im Gegensatz zu Episode I deutlich düsterer und man kann gut beobachten, wie sich Anakin langsam immer mehr verändert, weil die dunkle Macht in ihm stärker wird. Dieses hin und her gerissene wird gut von Hayden Christensen rüber gebracht, der eine gute Wahl für die Rolle war und diese mit einer lässigen und passenden Arroganz spielt. Ewan McGregor und Natalie Portman sind dieses mal in weitaus wichtigeren Rollen zu sehen und nicht nur mehr ein Beiwerk wie im Vorgänger. Samuel L. Jackson darf im Gegensatz zu seinem Cameo in Episode I hier deutlich mehr teilhaben und auch etwas bei der Action mitmischen, welche hier gut in Szene gesetzt ist. Die Kämpfe machen Laune auch wenn das Finale bzw. der Finale Kampf gegen Count Dooku nicht ganz das Level von Darth Maul erreicht. Die Effekte sind solide aber schwächeln vereinzelt etwas. Highlights sind unter anderem der große Kampf in der Arena und als Yoda im Finale gegen Count Dooku selbst zur Tat schreitet.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Episode II den besseren Eindruck hinterlässt und dem Star Wars Universum mehr an wichtiger Handlung beizutragen hat als sein Vorgänger. Story, darstellerische Leistungen und ein gutes Tempo machen den zweiten Teil der Prequel-Trilogie zu einem kurzweiligen Erlebnis und ergänzend kann man hinzufügen, dass er gewissermaßen auch Episode I aufwertet, wenn man diese im Kontext betrachtet. Episode II fungiert als gelungenes Bindeglied zwischen den Episoden I und III.
8/10
Das Bild bietet eine solide Schärfe und in Nahaufnahmen sieht man sehr gut einzelne Details, wie Hautporen. Filmkorn oder Grieseln sind nicht vorhanden, nur ab und an kleinere Unschärfen. Die Farben sind kräftig und auch der Kontrast stimmig.
Der Ton ist gut abgemischt und schön kraftvoll. Die räumliche Wirkung kommt gut zur Geltung.
Story: 4
Bild: 4
Ton: 4,5
Star Wars: Episode III ( The Revenge of the Sith )
Die Klonkriege steuern auf ihren Höhepunkt zu und Kanzler Palpatine entfernt sich immer mehr vom Rat der Jedi. Dabei schafft er es mit den Verlockungen der dunklen Macht, Anakin mehr und mehr auf seine Seite zu ziehen, was ihm schlussendlich gelingt und beide begeben sich als Sith Lords auf einen mörderischen Feldzug gegen die Jedi, welchen nur Yoda und Obi Wan überleben sollen.
Im dritten Teil der Prequel-Trilogie, Revenge of the Sith, wird nun endlich das gezeigt, worauf die Episoden I und II hingearbeitet haben, nämlich wie aus Anakin Skywalker Darth Vader wird.
Die Wandlung wurde über die gesamte Trilogie wirklich sehr gut vorbereitet und dargestellt. Man hat stets das Gefühl, dass die dunkle Macht von Anfang an sehr stark in ihn war und nur noch auf den richtigen Auslöser gewartet hat um vollends Macht von ihm zu ergreifen.
Die düstere Atmosphäre steht dem Film hervorragend und wird durch die Tatsache, dass Anakin seine Wandlung hin zum Bösen nun endgültig vollzieht sehr gut gestützt. Alles ist eine extreme Steigerung der Geschehnisse aus Episode II, welche die Handlung des dritten Teils sehr gut vorbereitet hat. Hier geht es nun Schlag auf Schlag und von Anfang an bekommt man neben einer tollen Atmosphäre gute Action satt geboten. Gleich die Eröffnungsszene zeigt eine tolle Raumschlacht mit guten Effekten aber auch die einzelnen Lichtschwertkämpfe und -Gefechte sind klasse. Die Sets sehen atemberaubend aus, allen voran der Planet der Wookies, welcher eine wirklich tolle Kulisse bietet. Die Dramatik ist durchweg sehr gut eingefangen und findet ihren Höhepunkt in einem epischen Finale als Meister und Schüler gegeneinander antreten, so dass man absolut mitfiebert.
Das Ende ist natürlich ein toller Übergang und Wegbereiter für die legendären Episoden IV-VI.
Abschließend bleibt zu sagen, dass Episode III ein sehr starker Film geworden ist und vieles wieder wett machen kann, was in den beiden Vorgängern , vor allem aber im ersten nicht so ganz passte und wertet diese sogar insgesamt auf.
Klasse Star Wars Kino!
10 / 10
Das Bild ist durchweg auf gutem Niveau. Die Schärfe offenbart Details, wie einzelne Poren sehr gut, nur ab und an gibt es Unschärfen. Die Farben sind schön satt.
Der Ton kommt schön abgemischt und wuchtig daher, mit gutem Bass und schönen, räumlichen Effekten.
Story: 5
Bild: 4
Ton: 4
Star Wars: Episode IV ( A new Hope )
Im Jahr 1977 setzte George Lucas mit "Star Wars: A New Hope" neue Maßstäbe in einem bis dato sonst nicht wirklich sehr beachteten Genre und schrieb bekanntlich Geschichte. Episode IV war der Grundstein für eines der beliebtesten und auch erfolgreichsten Franchises der Filmgeschichte und erfreut auch heute, knapp 40 Jahre später ein enormes Millionenpublikum. Jung und Alt erliegen der Magie um die Geschichten aus einer weit, weit entfernten Galaxie.
Als Prinzessin Leia von Alderaan an geheimnisvolle Pläne zum Bau eines sogenannten Todessterns ( einer Kampfmaschine, welche im Stande ist, ganze Planeten zu zerstören ) gelangt, wird sie kurz darauf vom bösen Anführer des Imperiums, Darth Vader gefangen genommen. Sie schafft es jedoch noch einen Notruf an den Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi abzusenden, welchen sie im Droiden R2-D2 speichert. R2 fällt kurz darauf dem jungen Luke Skywalker in die Hände, welcher in unmittelbarer Nähe zu Kenobi auf dem Planeten Tatooine lebt. Als Skywalker etwas später seine Familie tot auffindet, begleitet er Kenobi auf eine Rettungsmission. Unterstützt werden die beiden vom draufgängerischen Piloten Han Solo und dessen Freund Chewbacca. Die Sturmtruppen des Imperiums sind ihnen stets auf der Fersen und es bleibt nicht sehr viel Zeit, bevor der Todesstern in Position ist um Alderaan und damit alle verbliebenen Rebellen zu vernichten.
Die Tricktechnik wirkt auch heute noch gut und macht Spaß, vor allem die unzähligen handgemachten Effekte. Die Liebe und Mühe, welche in dem Film steckt spürt man zu jeder Sekunde. Einziger Wermutstropfen sind die in der neuen Version nachträglich eingefügten, digitalen Effekte, die nicht nur völlig unnötig sind sondern in meinen Augen auch extrem unpassend wirken. Die Sets und Kulissen sehen atemberaubend aus und sorgen mit vielen aufwendigen Details für eine klasse Atmosphäre und man wird als Zuschauer direkt in diese magische und faszinierende Welt hineingezogen. Mittendrin haben wir unsere Helden, Han Solo, Luke Skywalker und Leia Organa aber auch Obi Wan, Chewie, C-3PO und R2-D2. Der Cast um Harrison Ford, Mark Hamill und Carrie Fisher agiert super sympathisch und ist gut besetzt. Darth Vader ist der Kultbösewicht schlechthin und wie aber auch die bereits genannten, eine Legende!
Die Action ist toll inszeniert und macht Laune, selbst aus heutiger Sicht, wo die Effekte leicht angestaubt wirken könnten - ABER: sie tun es nicht, sondern erfüllen absolut ihren Zweck und funktionieren in einer tollen Mischung, die jede Menge Charme versprüht.
Der grandiose Score von John Williams passt hervorragend in die Geschichte und versorgt einen stets mit einer ordentlichen Gänsehaut.
9 / 10 Punkten
Das Bild ist für das Alter des Films wirklich sehr gut geworden und bietet eine tolle Schärfe, so dass auch ordentliches HD Feeling aufkommt. Details sind sogar hin und wieder recht gut zu erkennen. Die Farbgebung ist ordentlich und auch der Kontrastwert ist auf gutem Niveau.
Der Ton ist ordentlich und schön klar. Ab und an wirkt alles etwas frontlastig, Bass ist solide.
Story: 4,5
Bild: 4
Ton: 3,5
Star Wars: Episode V ( The Empire strikes back )
1980, 3 Jahre nachdem bahnbrechenden ersten Teil, erschien mit "Star Wars: The Empire strikes back" der zweite Teil der legendären Saga.
Die Story knüpft an den ersten Teil an. Das Imperium hat mit der Vernichtung des Todessterns durch die Rebellen eine schwere Niederlage einstecken müssen, doch nun schlägt es buchstäblich zurück und drängt die Rebellen in die Enge. Als der Außenposten auf dem Eisplaneten Hoth von der imperialen Truppen überrannt wird, fliehen Han und seine Freunde zur Wolkenstadt Bespin, wo sie sich Hilfe durch seinen alten Freund Lando Calrissian erhoffen. Luke trainiert unterdessen auf Dabogah unter Meister Yoda, doch spürt, dass seine Freunde in Gefahr sind. Um sie vor einem gefährlichen Hinterhalt zu bewahren, bricht er das Training ab und begibt sich zur Wolkenstadt, um sich Darth Vader und der dunklen Seite zu stellen und seine Freunde zu retten.
Episode V ist eine klasse Fortsetzung der Geschichte. Allein die atemberaubende Kulisse des Eisplaneten Hoth ist ein schon ein starker Einstieg in das Sequel und bietet nebst einer einmaligen Atmosphäre auch gleich hammermäßige Action, wenn die Sturmtruppen mit den AT-ATs usw. angreifen. Zum Mittelteil hin wechselt die Szenerie und wird etwas ruhiger, wenn auch nicht weniger klasse, im Gegenteil. Die Szenen, wenn Luke auf Yoda trifft und sein Jedi-Training beginnt sind einfach nur klasse! Zum Ende hin als es zur Wolkenstadt geht, baut der Film, zumindest atmosphärisch etwas ab, denn die Sets und Kulissen waren vorher wirklich atemberaubend und schwer zu toppen. Nichtsdestotrotz bleibt der Film durchweg top unterhaltsam und spätestens das Aufeinandertreffen von Darth Vader und Luke Skywalker ist ein epischer Filmmoment.
Episode II ist ein rundum toller Film, der es geschafft hat, seinen Vorgänger zu übertreffen.
10 / 10
Auch beim zweiten Teil kann man von ganz ordentlicher HD-Qualität sprehen ( wohlgemerkt im Bezug auf das Alter des Films ). Details sind hin und wieder sichtbar. Die Farbgebung ist ordentlich und auch der Kontrastwert ist auf gutem Niveau.
Der Ton ist ordentlich und schön klar. Ab und an wirkt alles etwas frontlastig, Bass ist solide.
Story: 5
Bild: 4
Ton: 3,5
Star Wars: Episode VI ( The Return of the Jedi )
Wie auch schon zwischen den ersten beiden Teilen, dauerte es auch hier wieder 3 Jahre bis Return of the Jedi im Jahr 1983 erschien.
Nachdem Han Solo im letzten Teil in die Fänge des Kopfgeldjägers Boba Fett geriet, lieferte dieser ihn gegen ein saftiges Lösegeld bei Jabba The Hut ab. Luke, Lando und Leia wollen Han mit Hilfe einer List befreien, was auch gelingt. Luke begibt sich anschließend zurück nach Dagobah, um seine Ausbildung bei Yoda zu vollenden, während die anderen sich zum Waldmond Endor begeben. Ganz in der Nähe wird dort ein zweiter Todesstern gebaut, welcher von einem Schutzschild umgeben ist. Die Rebellen müssen es zerstören um an den Todesstern heranzukommen. Es kommt zu einer alles entscheidenden Schlacht auf Endor und Luke muss sich seinem Vater, Darth Vader ein letztes Mal stellen, um ein wahrer Jedi zu werden und das Imperium und die dunkle Seite zu besiegen.
Die Sets und Kulissen sind wieder richtig klasse, allen voran der Waldmond Endor, der Heimat der Ewoks. Gerade die Speeder-Verfolgungsjagd durch die Wälder Endors bildet eines der großen Highlights des Films und ist richtig spektakulär inszeniert. Die Tricktechnik macht im großen und ganzen auch heute noch Spaß und erfüllt ihren Zweck sehr gut. Zum Schluss kommt es zum großen Showdown zwischen dem Imperium und den Rebellen und natürlich zwischen Luke Skywalker und Darth Vader, wo sich nun entscheidet, ob Luke der dunklen Seite wiederstehen kann und ob Vader tatsächlich noch ein Fünkchen Gutes in sich hat. Die Charakterentwicklung wird hier gut weitergeführt, der Cast agiert gewohnt gut und es macht einfach Spaß ihnen dabei zu zusehen. Gerade das letzte Duell ist wirklich episch inszeniert und der Lichtschwertkampf auch schon weitaus besser choreographiert als in den Vorgängern. Hier konnte man aber generell von Film zu Film eine gute Qualitätssteigerung bemerken. Return of the Jedi ist ein toller Abschluss der Original-Trilogie und hält das starke Niveau.
10 / 10
Das Bild hat stellenweise sehr gute Nahaufnahmen, ist meist klar und durchweg sauber. Verschmutzungen und dergleichen sind keine vorhanden. Lediglich leichtes Filmkorn und Rauschen sind zu sehen und vereinzelt auch einige Unschärfen. Alles in allem ist das Bild für das Alter ordentlich.
Der Ton kann besonders in den Gefechten seine Stärken ausspielen und es kommt zwischendurch sogar ganz guter Raumklang zustande. Ansonsten ist der Ton klar und gut abgemischt.
Story: 5
Bild: 3,5
Ton: 3
Neben Audiokommentaren auf den einzelnen Discs gibt es noch 3 weitere Bonusdiscs voll gepackt mit allerhand Bonusfeatures, so dass wirklich kein Wunsch mehr offen bleibt. 5
Fazit: Absoluter Pflichtkauf!
bewertet am 22.12.15 um 19:29