[15 Dublonen] Review: Pacific Rim (Steelbook)

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7. Mai 2015


Wow, Guillermo del Toro macht einen SciFi-Kracher! Diese Information, verbunden mit dem ersten Teaser-Plakat, das kleine Menschlein auf der Schulter eines gigantischen Kampfroboters zeigte, sorgte für spontane Vorfreude auf meiner Seite. Als Pacific Rim auf BluRay erschien legte ich mir das Saturn-Steelbook in die Sammlung. Nun endlich, nach einem harten Arbeitstag, hatte ich so richtig Lust auf den Film. Passt ja auch zu den ZoMoHoWo - den Zombie-Monster-Horror-Wochen!
Ab damit in den Player - wie gut sich Señor del Toro in diesem Genre ausgetobt hat, das beleuchtet der Review.


Der Film ist als 1-Disc-Version (2D, ohne Bonus-Disc), 2-Disc-Version (2D, mit Bonus-Disc) und
3-Disc-Version (3D+2D, mit Bonus-Disc) erschienen, und zwar jeweils in der Amaray und im Steelbook.

1-Disc-Versionen:

2-Disc-Versionen (Fotos zum Steelbook siehe Ende des Beitrags):

3-Disc-Versionen:



Story:
Nach starken Fantasy-Filmen wie "Hellboy", "Pans Labyrinth" und "Hellboy 2" wandte sich Guillermo del Toro mit "Pacific Rim" dem SciFi-Genre zu: gigantische Kampfroboter bekämpfen riesengroße Seemonster, welche von einem interplanetaren Portal tief im Pazifik ausgespuckt werden. Hmmm, Moment, klingt ein wenig nach "Godzilla"? Ja - del Toro nimmt die fernöstliche Erzählung von riesigen Monstern, den Kaijus, und möchte sie einem westlicheren Publikum näher bringen. Hierfür strickt er eine Geschichte um erbaute Kampfrobotoer, die "Jaeger", welche von den betroffenen Anrainerstaaten des Pazifiks (u.a. China, Russland, Australien und den USA) zur Verteidigung gegen die Kaijus eingesetzt werden. Doch die Menschheit droht den Konflikt zu verlieren, die Monster werden immer stärker, und die versprochenen Schutzdämme scheinen die Monster nicht aufhalten zu können...
Die Geschichte wirkt nur auf den ersten Blick interessant, je weiter die Erzählung fortschreitet, umso mehr driftet sie ins Banale ab. Nur zum Finale hin wird's wieder spannender. Dennoch legt sich die Erzählung die Dinge so zurecht, wie es zum Vorankommen notwendig ist (der Roboter hat alle Wummen leer geballert, aber hey, aus dem Arm kommt ein Schwert raus, von dem vorher noch nie die Rede war, jetzt wird alles gut!). Wenn's die Geschichte schon nicht reißen kann, dann wenigstens die Charaktere? Für eine starke Charakterzeichnung ist del Toro ja bekannt... aber hier, Fehlanzeige. Die Darsteller spielen dermaßen unkoordiniert, die Charaktere sind überzogen over-the-top stereotyp, dass es schmerzt (Stichwort: "zwei nerdige Wissenschaftler, der eine will cool sein, der andere super-korrekt, beide hassen sich, und mögen sich doch irgendwie"). Lediglich Idris Elba kann seinem Charakter Seriösität einhauchen und ist der einzige verlässliche Anker - die anderen Hauptdarsteller wirken erschreckend blass und austauschbar.
Die Special Effects, die Monster und die Kampfmaschinen, die können sich sehen lassen. Die Kämpfe sind überzeugend gestaltet und machen Spaß - schade nur, dass so viele der Schlagabtausche im Dunklen und bei Regen stattfinden - man hat das Gefühl, die Hälfte zu verpassen... oder sollte hierdurch das Eine oder Andere versteckt werden?
Unterm Strich ist der Film kein Reinfall, aber auch kein Highlight. Aus Sicht des del-Toro-Fans bleibt der Film deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die guten Elemente des Films können nicht die schwache Geschichte mit ihren erzwungenen Drama-Elementen, die schlechte Charakterzeichnung und die uninteressanten Darsteller aufwiegen, so dass es nur zu drei Punkten reicht.
Punkte: 3/5

Ton:
Sowohl englischer als auch deutscher Ton liegen im verlustfreien DTS-HD Master Audio vor, der englische in 5.1, der deutsche sogar in 7.1 . Beide Tonspuren klingen im Vergleich ebenbürtig, wobei der englische O-Ton meinem Empfinden nach sogar eine kleine Prise mehr an Ooompf zu bieten hatte. Eine sehr gute räumliche Verteilung haben beide Tonspuren zu bieten, ebenso wie einen klaren und überzeugenden Klang. Fünf Punkte sind daher absolut gerechtfertigt.
Punkte: 5/5

Bild:
Das Bild bietet eine perfekte Klarheit und Detailtiefe, wie es ein aktueller Blockbuster besitzen sollte. Auch wenn manche Special Effekts leicht daneben liegen, zu künstlich wirken, und dadurch die Illusion ein wenig platzen lassen, ist die Bildkomposition ausgezeichnet. Im Vollbild-Format 16:9 bietet der Film ein sehr gutes Bild ohne große Aufreger und mit viel Spaßpotential.
Punkte: 4,5/5

Extras:
Das Bonuskapitel zeigt sich del-Toro-typisch gut gefüllt. So gibt es auf der ersten Scheibe einen Audiokommentar und insgesamt 13 kleine Filmchen (Focus Points) mit einer Laufzeit von 62 Minuten. Auf der zweiten Scheibe gibt es ein interaktives Notizbuch von del Toro mit multimedial eingestreuten Filmchen, Bildern und Texten. Eine kleine Multimedia-Gallerie zeigt Animatics. Zwei weitere Filmchen werfen einen Blick hinter die Kulissen und laufen zusammen 22 Minuten. Zuletzt gibt es noch Outtakes (4 Minuten) und ein Blooper-Filmchen (ebenfalls 4 Minuten).
Der Umfang  kann überzeugen, der Inhalt ebenso. Das Bonusmaterial zeigt viel und lässt nur wenig Wünsche offen. Zur Topnote reicht es knapp nicht, aber vierkommafünf Punkte sind drin.
Punkte: 4,5/5

Fazit:
Leider konnte "Pacific Rim" meine Erwartungen an einen del-Toro-Film nicht erfüllen. Trotz zahlreicher visueller Highlights verstand es der mexikanische Regisseur immer auch, eine fesselnde Geschichte und starke Charaktere zu liefern - beides schafft "Pacific Rim" nicht. Und so bleiben nur die überzeugenden Kreaturen und die kolossalen Kämpfe, welche durchaus begeistern können. Bild und Ton sind auf hohem Niveau, auch im Bonus-Kapitel überzeugt die BluRay.
Dennoch, so fürchte ich, wird die BluRay nicht in der Sammlung verbleiben. Auch der für 2017 angekündigte Folgefilm wird hieran nichts ändern können.

Kaufpreis:
22 Euro (neu) bei Saturn ; ich hatte große Hoffnungen in den Film gesetzt, und so durfte das Steelbook natürlich für mehr als 15 Euro… äh… Dublonen in die Sammlung wandern


Zusätzlicher Lesestoff: Review von MoeMents



Vorder- und Rückseite:

 

Innenansicht: 



Beilage: Sammelkarten



 


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geschrieben am 17.05.2015 um 18:48
#7
Absolute Zustimmung, vielen Dank für den blog!
Bild zwar scharf und klar, aber leider deutlich zu dunkel!
Beim Ton hätte ich mit etwas mehr "Bumms" beim Bass gewünscht!
Darstellerische Leistung und generelle Story: absolut "grottig"!
Hat auch nichts mit dem Genre zu tun, für eine Produktion aus dieser Zeit hätte ich mir mehr gewünscht!
Keinmempfehlenswerter Streifen mit, auch für dieses Genre, zu vielen Logiklöchern!
geschrieben am 08.05.2015 um 23:18
#6
@IndyQ: Stimmt, der Soundtrack war klasse. Aber Ron Pearlman? So sehr ich ihn als Schauspieler schätze, ist er hier doch auch nur in einer Klischee-Rolle unterwegs - fand ihn nicht überzeugend.
@John Woo: Ich stelle ja gar nicht das Genre in Frage, und lobe ja besonders die Ausführung der Kämpfe und die riesigen Protagonisten. Meine Hauptkritik zielt auf die flache Story und die schlechten schauspielerischen Leistungen - wohl kaum etwas, das im gesamten Kaiju-Genre vorzufinden ist. ;)

@all: Vielen Dank für eure Kommentare und die verschiedenen Sichtweisen auf den Film. :)
geschrieben am 08.05.2015 um 11:49
#5
Ich habe den Film auch noch auf meiner Sichtungsliste, hat bisher aber noch nicht hingehauen, da wir es so richtig krachen lassen wollen. Habe mir doch gerade einen neuen Sub für meine Kellerkinoprojekt zugelegt, den werde ich dann dabei einmal ausprobieren. Sicher ist der Film keine Brainer aber hier zählt glaube ich auch nur die Action. Mal sehen ob er mich trotz schwacher Story begeistern kann.
geschrieben am 08.05.2015 um 10:42
#4
Sehe das genau wie Pierre. Fand den Film auch richtig klasse. Ich liebe aber generell das Kaiju -Eiga. Die alten Godzilla und Gamerafilme usw. Wahrscheinlich ist Pacific Rim auch eher was für Genrefans.
geschrieben am 08.05.2015 um 07:47
#3
Mhmm ich fand den Film klasse, spannung tolle Schauspieler, klasse Action und ein Sensationeller Score
geschrieben am 08.05.2015 um 06:15
#2
Fand den Film auch durchschnittlich. Vor allem die Tatsache, dass (mal wieder) der Ami Part der Gruppe die Welt rettet und nicht etwa der russische oder asiatische Jaeger. Diese werden außerdem sehr klischeehaft dargestellt.
Und dann ist es ausgerechnet ein Atom betriebener Jaeger der als Sieger hervorgeht? Naja.

Aber zwei Dinge hättest du noch erwähnen können: Den grandiosen Soundtrack und Ron Pearlman. Seine Rolle ist zwar kurz aber auch eine der besser gespielten.

@Moe: Der war gut :-)
geschrieben am 08.05.2015 um 00:06
#1
"...umso mehr driftet sie ins Banale ab" ... das lag bestimmt an der fehlenden Drift-Kompatibilität zwischen Zuseher und Film! :D haha

Ich kann deinem Review nur vollends zustimmen! Bin ganz deiner Meinung! DANKE

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