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Hallo liebe Leser,

seit einiger Zeit stelle ich hier in meinem Blog TV-Serien vor. Da ich auch ein großer Star Trek Fan bin, und alle Serien mein DVD-Regal füllen, möchte ich mit einem umfangreicheren TV-Serien vorgestellt auf die verschiedenen Star Trek Serien eingehen. Hierzu zählen:
  • besondere Hoch- und Tiefpunkte der einzelnen Staffeln
  • Entwicklung der Serie über mehrere Staffeln in den Bereichen Story (wie gut waren die Geschichten), Charaktere (wie gut/überzeugend haben die Schauspieler agiert) und Fandom (wie viele Schmankerl gab es für die Fans)
  • ein Gesamtfazit über die ganze Serie
Der Anfang wird von Star Trek: The Next Generation (oder auch als ST:TNG oder einfach TNG abgekürzt) gemacht. Der
Serial Junkie 1st Grade wünscht euch viel Spaß. :)

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TV-Serien vorgestellt - Star Trek: The Next Generation (Teil 1 von 3)



Inhaltsverzeichnis:
Teil 1 von 3: Allgemeine Informationen ; Vorstellung der Staffeln 1 bis 2
Teil 2 von 3: Vorstellung der Staffeln 3 bis 5
Teil 3 von 3: Vorstellung der Staffeln 6 bis 7 ; Gesamtfazit


Allgemeine Informationen - Story und Charaktere:
Im Jahr 2364 bricht das Raumschiff USS Enterprise zu ihrem ersten Jungfernflug auf. Es ist das fünfte Raumschiff, dass den Namen "Enterprise" tragen darf, daher die Kennung NCC-1701-D. Die Mission der Besatzung ist eine fortlaufende: Forschung und Erkundung des Weltraums, Schlichtung von Konflikten, humanitäre Einsätze, Verteidigung der Föderation. Hierfür lebt und arbeitet die Besatzung, zusammen mit ihren Familien, auf der Enterprise.
Der kommandierende Offizier ist Jean-Luc Picard, ein harter aber fairer Anführer und Beschützer seiner Mannschaft. Sein erster Offizier ("Nummer eins") ist William Riker, fähiger Vertreter und verantwortlich für die Außeneinsätze. Die weiteren Mitglieder der Kernmannschaft sind Geordi La Forge (Chef-Ingenieur und Leiter des Maschinenraums), der Klingone Worf (Taktischer Offizier), die Ärztin Beverly Crusher, der Androide Data (Zweiter Offizier) sowie die Schiffspsychologin Deanna Troi, die Gefühle empathisch empfangen kann, da sie zur Hälfte Betazoidin ist. Unterstützt wird die Kernmannschaft von vielen weiteren Besatzungsmitgliedern, u.a. dem Sohn von Beverly Crusher, Wesley Crusher, der weisen Barkeeperin Guinan und dem unbeholfenen Reginald Barclay.
Die einzelnen Episoden sind in sich abgeschlossen und können daher auch problemlos von Gelegenheitsguckern genossen werden. Einige zentrale Elemente der Serie (z.B. der Konflikt mit den Borg, oder die Entwicklungen im klingonischen Reich) entwickeln sich aber kontinuierlich weiter, und haben so auch die Basis für eine großes Fandom gelegt. Mittlerweile legendär sind die Doppelfolgen - Geschichten, die so groß und umfangreich waren, dass sie auf zwei Episoden aufgeteilt wurden.

Allgemeine Informationen - Fakten:
  • Staffeln: 7
  • Episoden: 178 (26+22+26+26+26+26+26)
  • Dauer pro Episode: ca. 45 Minuten
  • Die Serie ist in der Erstauflage als sieben Staffelboxen im grau/lila Design erschienen. Zusätzlich war auch eine "TNG Movie Box" (in schwarz/rot) erhältlich, in der alle Doppelfolgen der Serie in Filmlänge zusammengeschnitten präsentiert wurden (also 90 Minuten insgesamt). Ferner gab es zum 20jährigen Jubiläum eine Komplett-Serienbox im grünen Design. Alle diese Boxen sind mittlweile OOP, können aber noch gebraucht erworben werden. Aktuell ist TNG als 14 Halbstaffelboxen käuflich erhältlich.






Staffel 1 - Entwicklung der Story:
Der erste Staffel startet mittelmäßig gut mit der Doppelfolge "Encounter at Farpoint" (1x01 und 1x02, dt. "Der Mächtige"/"Mission Farpoint"). Die Story ist beim ersten Anschauen spannend, bleibt aber durchschnittlich. Bereits in der achten Folge (1x08, "Justice", dt. "Das Gesetz der Edo") wird zum ersten mal die Oberste Direktive (keine Einmischung in die Angelegenheit anderer Völker) verletzt - Wesley Crusher zertritt ein paar Blumen und soll die Todesstrafe erhalten. In der Folge 1x17 ("When the bough breaks", dt. "Die Sorge der Aldeaner") muss Captain Picard zum ersten Mal sein Verhandlungsgeschick spielen lassen, als die Aldeaner alle Kinder der Enterprise entführen wollen; hier wird auch sehr schön das Dilemma "Fate vs. Free Will" (Schicksal gegen freier Wille) beschrieben. Storytechnisch gibt es dann in der Folge 1x22 ("Symbiosis", dt. "Die Seuche") nochmal einen Höhepunkt, als Picard zwischen zwei voneinander abhängigen Planeten vermitteln muss.

Staffel 1 - Entwicklung der Charaktere:
Wie oft bei anderen TV-Serien zu beobachten, wird in der ersten Staffel noch viel ausprobiert. Die Schauspieler versuchen, in ihre Rollen hinein zu schlüpfen. Gerade diese Phase der Orientierung sorgt aber auch dafür, das Charakter-seitig in der ersten Staffel noch nicht wirklich viel passiert. Generell bleibt für die erste Staffel zu vermerken, dass Wesley Crusher mal mehr, mal weniger nervig ist. Und Deanna Troi mit Hochsteckfrisur und grau-dunkellila Jumpsuit einfach bescheiden ausschaut. Als wirkliches Highlight der Staffel kann die Folge 1x23 ("Skin of evil", dt. "Die schwarze Seele") hervorgehoben werden. Der Tod von Tasha Yar trifft alle Crew-Mitglieder sichtbar.

Staffel 1 - Entwicklung des Fandom:
Hier muss ganz klar wieder die erste Doppelfolge "Encounter at Farpoint" hervorgehoben werden. Alle wichtigen Besatzungsmitglieder sowie das Schiff werden eingeführt. Und natürlich auch Q, unser aller liebster allmächtiger Dauernörgler - seine "Gerichtsverhandlung" wird in der allerletzten Folge der Serie wieder aufgegriffen werden. ;) Die Episode 1x03 ("The naked now", dt. "Gedankengift") basiert auf einer Episode aus der alten Star Trek Serie aus den 60er Jahren. Als nächstes Schmankerl für die Fans werden in der Folge 1x05 ("The last outpost", dt. "Der Wächter") zum ersten Mal die Ferengi eingeführt - mit denen werden wir noch viel Spaß haben, allerdings in friedlicherer Form als in dieser Folge gezeigt. Die Folge 1x09 ("The Battle", dt. "Die Schlacht von Maxia") geht auf Picards Vergangenheit auf seinem alten Schiff "Stargazer" ein, und in Folge 1x10 ("Hide and Q", dt. "Rikers Versuchung") setzt Q Commander Riker der Versuchung aus, ins Q Continuum aufgenommen zu werden. Die Episode 1x11 ("Haven", dt. "Die Frau seiner Träume") bringt uns zum ersten Mal die schillernde Gestalt von Lwaxana Troi, Deanna Trois Mutter, nahe. In der Folge 1x12 ("The big goodbye", dt. "Der große Abschied") lernen wir das Holodeck kennen, und eine Folge später ("Datalore", dt. "Das Dublikat") erscheint zum ersten Mal Datas "böser Zwilling" namens Lore auf der Bühne, und auch die "Kristalline Einheit", ein Leben-vernichtender Organismus, gibt ihr Stelldichein. Die Folge 1x20 ("Heart of Glory", dt. "Worfs Brüder") legt mit einer atemberaubend guten Darstellung den Grundstein für alle späteren Klingonen-Geschichten. In der letzten Folge der Staffel (1x26, "The neutral Zone", dt. "Die neutrale Zone") kehren die Romulaner nach vielen Jahren auf die politische Bühne zurück, und das mit einem Paukenschlag.

Staffel 1 - Die besten Episoden (Must-see):
1x13, 1x17, 1x22, 1x23, 1x26


Staffel 2 - Entwicklung der Story:
Die zweite Staffel beginnt durchschnittlich und hat ihren ersten Höhepunkt in der Folge 2x03 ("Elementary, Dear Data", dt. "Sherlock Data Holmes"). Auf dem Holodeck lösen Data (als Holmes) und Geordi (als Watson) einen Fall - zu einfach für den Androiden Data. Geordi instruiert das Holodeck, einen Gegner zu erschaffen, der Data ebenbürtig ist - Auftritt Professor Moriarty, mit dem Intellekt eines Androiden! In Episode 2x08 ("A matter of honor", dt. "Der Austauschoffizier") nimmt Commander Riker an einem Offiziersaustausch mit einem klingonischen Schiff teil. Hier lernt er nicht nur viel über die klingonische Kultur, sondern auch über das Lieblingsgericht der Klingonen: qagh - lebendige Würmer. Eine Episode später (2x09, "The measure of a man", dt. "Wem gehört Data?") markiert storytechnisch den Höhepuntk der Staffel: Data soll zu Forschungszwecken demoniert werden, gegen seinen Willen. Er ist ja nur ein Androide, ein Ding, und kein lebendes Wesen... oder? Ein ganzer Schwung an überdurchschnittlich guten Folgen schließt sich an: In 2x11 ("Contagion", dt. "Die Iconia Sonden") wütet ein Virus im Hauptcomputer der Enterprise, in 2x12 ("The Royale", dt. "Hotel Royal") findet sich die Crew in einer real gewordenen Umgebung, einem schlechten Detektiv-Roman nachempfunden, wieder. Die Episode 2x13 ("Time Squared", dt. "Die zukunft schweigt") konfrontiert Picard mit seinem zukünftigen Ich als er in einer Zeitschleife hängen bleibt, kurz darauf bricht Data die oberste Direktive und nimmt Kontakt zu einem Kind auf einem dem Tode geweihten Planet auf (2x15, "Pen Pals", dt. "Brieffreunde"). Q erscheint wieder einmal auf der Bildfläche (2x16, "Q Who?", dt. "Zeitsprung mit Q"), und schleudert die Enterprise 7000 Lichtjahre weit, wo die Besatzung zum ersten Mal auf ihren größten Gegner trifft: die Borg. Zum Ende der Staffel gibt es nochmal eine Klingonenepisode (2x20, "The Emissary", dt. "Klingonenbegegnungen"), in der Worfs frühere Gefährtin an Bord der Enterprise kommt, weil ein klingonisches Schläfer-Schiff den Frieden bedroht. Bei dieser Folge gefällt vor allem auch die Auswahl der musikalischen Untermalung.

Staffel 2 - Entwicklung der Charaktere:
Aufgrund ihrer Schwangerschaft verläßt uns Gates McFadden (Chefärztin Beverly Crusher) für diese Staffel. In Staffel drei ist sie wieder da, in Staffel zwei wird sie von Diana Muldaur (als Dr. Katherine Pulaski) vertreten.
Aus Charaktersicht ist natürlich die bereits erwähnte Folge 2x03, mit Data als Sherlock Holmes, hervorzuheben. In dieser Rolle werden wir Data später noch sehen, ebenso auch Professor Moriarty. Besonders gutes Schauspiel erwartet uns auch in der Folge 2x06 ("The Schizoid Man", dt. "Das fremde Gedächtnis"), in der ein Wissenschaftler versucht dem Tode von der Schippe zu springen, indem er seine Persönlichkeit in das positronische Gehirn von Data lädt. Große Sprünge in der Charakter-Entwicklung finden sich auch in den bereits erwähnten Folgen 2x09 (zum Wesen von Data), 2x12 (zu Besuch im Hotel Royale) und 2x13 (Picard und sein zukünftiges Ich). In der Folge 2x19 ("Manhunt", dt. "Andere Sterne, andere Sitten") muss sich Captain Picard gegen die Avancen von Lwaxana Troi wehren. Die Episode 2x20 zeigt uns Worf mit seiner ehemaligen Gefährtin K'Ehleyr - diese Begegnung wird noch Folgen haben... Zu guter Letzt sehen wir in der Folge 2x21 ("Peak Performance", dt. "Galavorstellung") einen Data, der an sich selbst zu zweifeln beginnt.

Staffel 2 - Entwicklung des Fandom:
In Bezug auf das Fandom beginnt der Staffelauftakt fulminant; in der ersten Episode ("The Child", dt. "Das Kind") werden viele Personen genauer beleuchtet: Worf, Data und Guinan, die hier eingeführt wird. Auch die Bar der Enterprise namens "10 vorne" (engl. "ten foward") wird eingeführt - sie wird zukünftig einen wichtigen Teil in der Story- und Charakter-Entwicklung einnehmen. Weitere wichtige Fan-Momente sind die Episoden 2x03 mit Professor Moriarty sowie 2x08 mit den Klingonen. Ganz großes Kino ist natürlich 2x16, wenn wir zum ersten Mal die Borg zu sehen bekommen sowie die Andeutung, dass wir früher oder später wieder auf sie treffen werden. In der Folge 2x17 ("Samaritan Snare", dt. "Das Herz eines Captains") erfahren wir auch, warum Captain Picard ein künstliches Herz hat. Zu guter Letzt bleibt natürlich die Folge 2x20, wo wir einen Ausblick auf Worf und K'Ehleyr zu sehen bekommen.

Staffel 2 - Die besten Episoden (Must-see):
2x03, 2x08, 2x09, 2x16, 2x20


Alle Bilder © Paramount
Alle Produktbilder © Amazon

--- Star Trek: The Next Generation (TNG) ---
Teil 1 - Teil 2 - Teil 3


Bild © NBC

Story:
Jaime Sommers lebt ein ganz normales Leben. Sie wohnt mit ihrer kleinen Schwester Becca zusammen, und verdient ihren Lebensunterhalt als Barkeeperin. Ihrem Freund, dem Chirurgen Will Anthros, gesteht sie bei einem Abendessen, dass sie schwanger ist. Er ist hocherfreut, und macht ihr spontan einen Antrag.
Auf dem Nachhauseweg wird Wills Auto von einem Truck erfasst. Will erleidet nur oberflächliche Verletzungen, doch Jaime wird durch den Unfall sehr schwer, fast tödlich verletzt. Will, der eigentlich an einem geheimen Regierungsprojekt arbeitet, bringt die verwundete Jaime in eine versteckte Einrichtung, in der ihre zerstörten Gliedmaße und Organe durch bionische Repliken ersetzt werden. Jaime hat nun zwei künstliche Beine, einen neuen rechten Arm sowie ein bionisches Ohr und Auge. Außerdem wurden ihrem Blut kleine Nano-Maschinen namens Anthrocyten beigegeben, die ihren Körper bei Heilungsprozessen unterstützen.
Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Da die bionischen Implantate natürlich einen nicht unerheblichen materiellen Wert haben, soll Jaime für die Regierungsorganisation, die ihre Operation bezahlt hat, tätig werden. Das muss erstmal verarbeitet werden; auch muss sie ihre "Wandlung" vor ihrer Schwester geheim halten. Und nicht zuletzt taucht ein Bösewicht auf der Oberfläche auf, der alles daran setzt, an Jaime heran zu kommen: ihre Vorgängerin, die erste "Bionic Woman" namens Sarah Corvus, deren Implantate ihr zunehmend Probleme bereiten...

Hintergrund-Informationen:
  • Die Serie startete vielversprechend, wurde dann aber nach nur acht Folgen vom Streik der Autorengewerkschaft (siehe Link ) getroffen. Die Arbeiten wurden unterbrochen, und eigentlich ist ein jeder Beteiligter davon ausgegangen, dass die Serie nach Ende des Streiks fortgeführt wird. Dem war leider nicht so - trotz des guten ersten Eindrucks wurde die Serie mit der Begründung "zu niedrige Einschaltquoten" vom Sender NBC eingestellt.
  • Nicht nur Katee Sackhoff war zu Besuch von "Battlestar Galactica" (dort spielte sie Kara "Starbuck" Thrace). Aaron Douglas ("Chief Tyrol" in BSG) hatte im Piloten eine Rolle als Gefängniswärter, und Mark Sheppard (als "Romo Lampkin" in BSG zu sehen) spielte den Ausbrecher und Oberschurken Anthony Anthros.

Fakten:
  • Staffeln: 1
  • Episoden: 8
  • Dauer pro Episode: ca. 40 Minuten
  • Die erste und einzige Staffelbox ist als Import aus US oder UK erhältlich. Im deutschen Fernsehen wurde "Bionic Woman" im ersten Quartal 2010 auf RTL2 gezeigt. Über eine deutsche DVD-Veröffentlichung ist bisher nichts bekannt.
  • Status: Serie wurde beendet.

Bild © NBC

Wie war's?
Die acht Episoden sind schnell weggeguckt. Was bleibt ist eine nette Mini-Serie, die visuell und schauspielerisch überzeugen kann. Die Geschichten waren künstlerisch im oberen Mittelmaß - aber was will man auch bei einer ersten Staffel erwarten? ;) Ansonsten haben sich bei der Story bereits erste interessante Richtungen, und auch Andeutungen eines großen zusammenhängenden Handlungsbogens gezeigt. Spaß gemacht hat es allemal, gekracht hat es auch ordentlich, und aufgrund des Hauptcharakters (überzeugend: Michelle Ryan), Nebencharakters (rebellisch: Lucy Kate Hale als Becca) und des Bösewichten (grandios gut: Katee Sackhoff), sowie der "alltäglichen" Probleme, mit denen Jaime Sommers zu kämpfen hat, wäre diese Serie bestimmt auch etwas für Frauen UND Männer gewesen. Doppelt schade also.

Warum geschaut?
Auf einer britischen Internet-Seite bin ich auf eine Auflistung gestoßen: "Serien, die man gesehen haben sollte" Dort war auch "Bionic Woman" niedergeschrieben, zu diesem Zeitpunkt noch mit ungewisser Zukunft. Als großer Jugendfan des "6 Millionen Dollar Mannes" und der "7 Millionen Dollar Frau" dachte ich mir, dass so ein Relaunch bestimmt sehenswert wäre.

Bild © NBC

Haifaktor? (siehe Link )
Nenene, von Haien war hier weit und breit nichts zu sehen. Diese Serie hätte es verdient gehabt, weiter laufen zu dürfen.
Haifaktor = 0 (Skala: von 0=Die Serie hat noch Potential bis 5=Die Serie ist ins Lächerliche abgedriftet)

Suchtfaktor?
Der Serial Junkie 1st Grade sagt: Wer die Klassiker (den "6 Millionen Dollar Mann" und die "7 Millionen Dollar Frau") geliebt hat, wird hier auf alle Fälle seinen Spaß haben. Vielleicht kommt ja auch noch eine Box in Deutschland raus? Für eine kurzweilige Unterhaltung zwischendurch ist diese Action-mit-ein-bissl-SciFi-Serie auf alle für Genre-Fans empfehlenswert.
Suchtfaktor = 3.5 (Skala: von 0=keine Suchtgefahr bis 5=Ich will mehr, mehr, MEEEEEHR!!!)
Zum ersten Mal war Mr. Bond, James Bond, zu Gast bei mir im Heimkino. Zu Casino Royale habe ich ein schwieriges Verhältnis: direkt nach dem Kinobesuch damals war ich sehr enttäuscht - keine Gadgets, kein Q, keine Moneypenny und vor allem: kein gescheiter Bond-Darsteller! Mehr als ein "mangelhaft" hat der Film damals von mir nicht erhalten. Wie schaut das Ganze jetzt, mit einigem zeitlichen Abstand, aus? Das zeigt der Review, viel Spaß. ;)

Normale Edition:


Deluxe Edition (OOP):


Story:
Wir erleben einen jüngeren, ungestümeren 007 als in den vorangegangenen Filmen; ein Bond, der eher handelt als überlegt, eher mit der Keule als mit dem Skalpell vorgeht. Das wirft im M (grandios: Judi Dench) auch direkt an den Kopf: dass er das "big picture" nicht sieht. Dieser Bond muss sich erst noch entwickeln, was ihm bis zum Ende des Films auch gelingt - zum ersten Mal erklingt für Daniel Craig, den sechsten Bond, die typische Erkennungsmelodie. Die Story ist über weite Strecken geradlinig und gefällig, nur um dann im letzten Drittel mit einer Wendung zu überaschen. Ansonsten liefern die Pokerduelle ruhige Momente, die nichts desto trotz spannend ausfallen. Die Action-Szenen sind gut choreografiert, die Darsteller gut bis sehr gut. Nur Daniel Craig ist - meiner Meinung nach - einfach zu wenig Bond, er ist mehr Schläger als Gentleman. Und, zu guter Letzt: das Product Placement ist so aufdringlich wie noch nie - lästig. Alles in allem reißt die Umsetzung den Film aber doch noch raus; die Locations, die Bösewichte, die Frauen, die Autos, die Musik, die Stunts: der Film ist ein echter Bond!
Punkte: 4/5

Ton:
Der englische und deutsche Ton liegen auf der Deluxe-Edition beide (!) in Dolby TrueHD 5.1 vor, und das hört man auch. Soundeffekte, Dialoge, Explosionen klingen gleichermaßen voll und rund. In Actionszenen sind die Surround-Boxen gefordert, die Abmischung stimmt. Die "normale" Edition kann leider nur mit Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 sowie Deutsch als PCM 5.1 aufwarten - warum hier kein HD-Ton? Das führt leider zur Abwertung.
Noch ein Tipp: in der englischen Tonspur sprechen Mr. Bond und Vesper Lynd einen knackig-trockenen britischen Akzent, was die Atmosphäre nochmals authentischer wirken lässt. Also unbedingt im OT schauen!
Punkte normale Edition: 4/5
Punkte Deluxe Edition: 5/5

Bild:
Das Bild zeigt sich knackscharf, nur hin und wieder kann ein leichtes, vollflächiges Grain (Filmkorn) wahrgenommen werden. Die Anfangsszene (inklusive MGM-Logo) muss hier ausgenommen werden, diese wurde absichtlich mit einem stärkeren Grain versehen. Ansonsten gibt's an dem Bild nichts zu meckern... bis auf die Tatsache, dass man aufgrund der guten Auflösung leider immer sehr schnell erkennen kann, wenn Mr. Craig von seinem Stunt-Double vertreten wurde (z.B. bei den Kran-Sprüngen). ;)
Punkte: 4.5/5

Extras:
Die Deluxe Edition wartet mit zwei Scheiben auf: auf der ersten BluRay finden sich ein PiP-Audiokommentar, ein zweiter, normaler Audiokommentar sowie ein Bond-Quiz. Die zweite Scheibe packt dann ordentlich zu: sieben lange Making-Ofs zu je 25 Minuten, 10 Minuten Deleted Scenes, mehrere weitere kleinere Featurettes, zwei Storyboard-Vergleiche und mehrere Interviews mit einer Gesamtlänge von über 50 Minuten ... und all das in HD. Wow, nicht schlecht. Nur ein Filmchen (50 Minuten "Bond Girls are forever") liegt in SD vor. Trotzdem - insgesamt über vier Stunden Bonusmaterial, das bedeutet die Bestnote für die Deluxe Edition! Die normale Edition hat leider nur einen Bruchteil des Bonus-Materials mitbekommen. Keine Audiokommentare, und vom oben beschriebenen Umfang sind nur 100 Minuten übrig geblieben: nur zwei der sieben Making-Ofs sowie das Filmchen über die Bond-Girls haben ihren Weg auf die normale Edition gefunden. Leider schwach!
Punkte normale Edition: 3/5
Punkte Deluxe Edition: 5/5

Die BluRay hat sich sehr gut geschlagen, und mittlerweile spricht mich der Film doch viel mehr an. Nur der Schauspieler... eieieiei... mal gucken, wie der "Quantum Trost" ist, vielleicht erwärme ich mich ja doch noch für Mr. Craig. ;)
Zu den Editionen: Mir ist unbegreiflich, warum die "Deluxe Edition" nicht mehr aufgelegt wird - es ist eindeutig die bessere Version im Vergleich zur "normalen" Edition, sowohl beim Ton als auch bei den Extras. Fans sollten auf alle Fälle zur "Deluxe Edition" greifen: entweder suchen (hin und wieder sehe ich noch eine verlorene Edition bei Müller oder Karstadt rumstehen), oder über eBay zu horrenden Preisen, oder als Import (idR aber ohne deutsche Tonspur) oder dann halt die Deluxe-Doppel-DVD. So landet die Deluxe Edition bei stämmigen 4.5 Punkten und kann jedem Action-Fan bedenkenlos empfohlen werden. Die normale Edition muss leider einige Abwertungen erfahren und schafft die vierkommanull knapp nicht - schade.

Kaufpreis: 25 Euro (neu) bei Karstadt ; ich hatte ja nicht damit gerechnet, die Deluxe Edition noch zu einem annehmbaren Preis zu erhalten. Aber da stand sie, neu, für 25 Euro bei Karstadt im Regal. Mehr als die 15 Dublonen (persönliche Obergrenze), aber das war die Deluxe Edition, im Vergleich mit der normalen Edition, allemal wert. ;)

Bild © Fox/Comedy Central

Story:
Der Pizza-Auslieferer Philip J. Fry wird bei den Neujahrsfeierlichkeiten zum Jahre 2000 versehentlich eingefroren - für 1000 Jahre. Er erwacht im Jahre 3000 in einer Welt, die den kühnsten Träumen nicht gerecht werden kann. Roboter und Raumschiffe überall, der öffentliche Nahverkehr wurde durch ein Röhren-Saugsystem ersetzt, die Köpfe von bedeutenden Persönlichkeiten der Vergangenheit werden in Fischgläsern am Leben erhalten, und Aliens wandeln unter uns.
Zuerst tief getroffen, dass seine alte Welt nicht mehr existiert und ein Jeder, den Fry kannte, tot ist, arrangiert sich Fry schließlich mit seinem Schicksal und findet seinen letzten lebenden Nachfahren: Professor Hubert Farnsworth. Dieser führt einen intergalaktischen Lieferservice namens "Planet Express" (samt Raumschiff) mit einer kleinen Besatzung. Zusammen mit Turanga Leela, einäugig aber durchsetzungsstark, sowie dem Roboter Bender, den er in einer Selbstmord-Zelle trifft, tritt er der Mannschaft bei.
Gemeinsam erleben sie zahlreiche irrwitzige Abenteuer, hier auf der Erde, und überall sonst. Sei es eine Auslieferung zum Planet der Wasserwesen, oder eine Invasion der Erde durch fliegende Gehirne, oder Zeitreisen, oder Erfindungen des Professors wie die Was-Wäre-Wenn-Maschine, oder legale Mutanten in der Kanalisation von New New York, oder ein Baseballspiel im Madison Cube Garden - alles ist dabei!

Hintergrund-Informationen:
  • Nach vier Staffeln wurde Futurama leider vom Sender Fox eingestellt. Aufgrund der treuen Fanbasis und Wiederholungen ("Reruns") bei anderen Sendern ("Syndication") gab der TV-Sender "Comedy Central" schließlich vier Futurama-Filme in Auftrag, die auch - umgeschnitten zu 4x4 Einzelfolgen - im Fernsehen zu sehen waren. Diese vier Filme werden als "fünfte Staffel" gelistet.
  • Da die genannten Filme so gut angekommen sind, hat Comedy Central eine offizielle sechste Staffel bestellt, die aktuell in den USA ausgestrahlt wird.
  • Die Macher entledigen sich ihres Unmutes zur Absetzung durch Fox in den ersten Minuten des ersten Films - sehenswert!
  • Die englische Synchronstimme von Leela ist Katey Sagal - die Peggy Bundy aus "Eine schrecklich nette Familie".
  • Dank der "Köpfe in den Gläsern" ist es kein Problem, aktuelle Stars oder auch verstorbene Persönlichkeiten ihren Teil zur Futurama-Welt beitragen zu lassen. Regelmäßige Gastauftritte sind garantiert!
  • Der wohl bekannteste Spruch des Professors "Good news, everyone!" (regelmäßig gefolgt von schlechten Nachrichten) hat einen gewissen Kultstatus erreicht.

Fakten:
  • Staffeln: 4, plus vier Filme (5. Staffel), 6. Staffel wird aktuell ausgestrahlt (es wurden 26 Episoden bestellt)
  • Die vier Filme sind: Bender’s Big Score, The Beast with a Billion Backs (dt: Die Ära des Tentakels), Bender’s Game, Into the Wild Green Yonder (dt: Leela und die Enzyklopoden)
  • Episoden: 88 (13+19+22+18;4x4=16) bis einschließlich Staffel 5
  • Dauer pro Episode: ca. 20 Minuten, die Filme ca. 80 Minuten
  • Die Staffeln 1 bis 4 sind als deutsche DVD-Boxen erhältlich, ebenso die vier Filme.
  • Status: Serie wurde beendet, und ist wieder auferstanden.

Bild © Fox/Comedy Central

Wie war's?
Futurama ist eine schöne Serie für Gelegenheitsgucker - jede Folge ist in sich abgeschlossen und kann einzeln genossen werden. Gleichzeitig entwickeln sich die Figuren aber auch weiter - perfekte Ausgangsbasis für eine große Fangemeinschaft, die begierig verfolgen wollen, wie sich ihre liebgewonnen Charaktere verändern. Die Besatzung des Planet Express setzt mit ihren detailreich dargestellten Charakteren Akzente, sei es durch den Roboter Bender (Dauerkrimineller), den "Arzt" Zoidberg (Krabben-Alien mit schrägem Weltbild) oder Hermes Conrad (Buchhalter mit einer verhängnisvollen Limbo-Vergangenheit).
Die Serie strotzt vor Anspielungen auf Film, Fernsehen, aktuelles Zeitgeschehen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Personen, scheut sich aber auch nicht, ernste Töne anzuschlagen. Eine gesunde Allgemeinbildung, ein bisschen Know-how zur amerikanischen Geschichte, ein wenig Computerverständnis sowie die eine oder andere TV-Historie sollten bekannt sein, um viele der Anspielungen problemlos verstehen zu können.
Der Humor ist vielseitig, und reicht von Slapstick bis hin zu bitterböser Satire. Vielschichtige Unterhaltung, vom kindlichen Humor bis hin zum Da-Muss-Ich-Erst-Mal-Grübeln-Bevor-Ich-Lache, ist dadurch garantiert.

Warum geschaut?
Als Fan der "Simpsons" war damals klar, dass ich mir auch "Futurama" anschauen werde - Matt Groening ist einfach ein sehr kreativer Kopf. ;) Einige Episoden habe ich im TV angeschaut, und mich dann aber enttäuscht abgewandt. Zu schlecht die Gags, der Witz zu flach. Bis mich ein Kollege eines besseren belehrt hat: nur die deutsche Synchronisation wäre wohl unterirdisch, der englische Original-Ton sei wohl all das, was ich vermisst habe: witzig, mit vielen Anspielungen, frech. Also gab ich den DVDs eine Chance und siehe da: ich war angefressen. Ich habe alle Folgen, inklusive der Filme, gesehen und kann jedem nur raten: bitte auf Englisch anschauen!

Bild © Fox/Comedy Central

Haifaktor? (siehe Link)
Die Zukunft ist unglaublich, die Zukunft bietet noch viele Geschichten. Diese Serie ist so jung und frisch wie in der ersten Staffel - und gibt jetzt nach ihrer Wiederauferstehung bestimmt weiter Gas. Da steckt noch viel Potential drin.
Haifaktor = 0 (Skala: von 0=Die Serie hat noch Potential bis 5=Die Serie ist ins Lächerliche abgedriftet)

Suchtfaktor?
Der Serial Junkie 1st Grade sagt: Freunde des gepflegten Humors sowie Geeks und Nerds, TV-Serien-, Zeichentrick-, SciFi- und zuletzt auch Simpsons-Fans können bedenkenlos zugreifen. Allen anderen sei zumindest empfohlen, mal in die Serie hinein zu schnuppern, es lohnt sich!
Suchtfaktor = 4 (Skala: von 0=keine Suchtgefahr bis 5=Ich will mehr, mehr, MEEEEEHR!!!)

Hallo liebe Leser,

als großer TV-Serien-Fan (
Serial Junkie 1st Grade) möchte ich ab heute meinen Blog um eine neue Kategorie erweitern: TV-Serien vorgestellt. Die Planung ist, dass ich ein bisschen objektiv, und ein bisschen subjektiv berichten werde.
Objektive Informationen sind eine kurze Handlungsbeschreibung (mit Spoiler-Vermeidung), Anzahl Staffeln und Episoden, sowie spezielle Informationen zur Serie.
Subjektive Informationen schildern dann, wie ich auf diese Serie aufmerksam geworden bin, was mich an dieser Serie begeistert (hat), ob die Serie irgendwann über den Hai gesprungen ist (siehe Link) und zu guter Letzt, ob ich die Serie weiterempfehlen kann.

Also, liebe blaue Gemeinde, folgt mir auf meinen Exkursen in die TV-Welt. Ich freue mich auf eure Kommentare. :)


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TV-Serien vorgestellt - Pushing Daisies

Bild © ABC

Story:
Pushing Daisies ist eine nette TV-Serie über den Kuchenbäcker Ned und seine Jugendfreundin Charlotte. Die beiden haben ein Geheimnis - er kann Tote wieder zum Leben erwecken... und sie war bereits einmal tot. Die "Regeln", nach denen Ned Personen, Tiere und Pflanzen wieder zum Leben erwecken kann, werden direkt in der ersten Episode (anhand eines dramatischen Beispiels) erklärt. Ned kann einen toten Menschen (Tier/Pflanze) durch Berührung wiederbeleben, durch erneutes Berühren weicht das Leben wieder - diesmal für immer! Wenn Ned aber innerhalb einer Minute nach der ersten Berührung keine zweite Berührung macht, stirbt stattdessen ein anderes Wesen in der Umgebung.
Ned wird sich seiner Fähigkeit schon in seiner Jugend bewusst, was in Rückblenden gezeigt wird. Schließlich eröffnet er das "Pie Hole", seine eigene Kuchenbäckerei. Als er erfährt, dass seine Jugendfreundin Charlotte "Chuck" Charles ermordet wurde, erweckt er sie aus ihrem Sarg heraus wieder zum Leben... und kann sie aber ab sofort kein zweites Mal berühren. Hieraus entspinnt sich eine wunderbare Erzählweise, wie sich zwei Menschen ihre Zuneigung ganz ohne Berührung zeigen können. Sei es Händchenhalten durch Gummihandschuhe, oder Küsse durch Frischhaltefolie. Einfach zum Schmunzeln.
Aufgrund eines Zwischenfalls wird der Privatdetektiv Emerson auf Neds Fähigkeiten aufmerksam. Die zwei schmieden daraufhin eine Allianz, sie erwecken Mordopfer, oft direkt noch in der Leichenhalle, wieder zum Leben. Innerhalb der genannten Minute bis zur zweiten Berührung befragen die beiden den Toten nach Details zu seinem Ableben oder dessen Mörder. Diese Informationen nutzen die beiden (später auch mit Charlotte), um die Mordfälle zu lösen und um die Belohung abzustauben.

Hintergrund-Informationen:
  • Der Serien-Titel "Pushing Daisies" spielt auf ein englisches Idiom an: "to push up the daisies" wörtlich zu übersetzen mit "die Radieschen von unten anschauen".
  • Die Serie wurde leider nach der zweiten Staffel aufgrund niedriger Zuschauerzahlen, und auch als Nachwirkung des Streiks der Autorengewerkschaft (Link) eingestellt.
  • Die Episode 2x09 ist eine Hommage an Disneys "Elliot das Schmunzelmonster".
  • Gerüchten zufolge soll es eine dritte Staffel geben - als Comic!

Fakten:
  • Staffeln: 2
  • Episoden: 22 (9+13)
  • Dauer pro Episode: ca. 40 Minuten
  • Beide Staffeln sind als deutsche DVD-Boxen erhältlich.
  • Status: Serie wurde beendet.

Bild © ABC

Wie war's?
Die ganze TV-Serie ist in quietschbunten Farben gehalten, wobei auch Special Effects nachhelfen, die sich aber nie in den Vordergrund drängen. Die Dialoge sind geschliffen, und der Erzähler, der den Zuschauer durch die Geschichten begleitet, ist ein entscheidendes Element der Serie.
Seine größte Inspiration kann und will die TV-Serie nicht verstecken: der Kinofilm "Die fabelhafte Welt der Amélie". Die Geschichten werden morbide-schön, fast schon im Tim-Burton-Stil, erzählt und locken mit Witz, Romantik, Drama bis hinzu Suspense. Der visuelle Stil ist - bis heute - etwas Einmaliges im TV.
Die Charaktere werden schön dargestellt, die o.g. Hauptcharaktere werden von einer netten kleinen Cast unterstützt, die nicht weniger skuril sind, und gemeinsam ein schönes Ensemble ergeben.

Warum geschaut?
Die Serie ist auf meinem Radar aufgetaucht, als mir von vielen Seiten von der Serie vorgeschwärmt wurde. Auch den "Amélie" Kinofilm kannte ich bereits, und weil er mir so gut gefallen hat, habe ich der Serie meine Zeit geschenkt, und nicht bereut.

Bild © ABC

Haifaktor? (siehe Link)
In der zweiten Staffel wurden viele nette Andeutungen gemacht, wie es hätte weitergehen können. Da wären - gefahrlos - noch viele schöne Geschichten drin gewesen.
Haifaktor = 0 (Skala: von 0=Die Serie hat noch Potential bis 5=Die Serie ist ins Lächerliche abgedriftet)

Suchtfaktor?
Der Serial Junkie 1st Grade sagt: Wem die "Amélie" gefallen hat, oder wer Tim Burton mag, kann gefahrlos gucken, Romantik-Fans (Frauenquote!) ebenso. Allen anderen kann ich die Serie als kurzweilige Unterhaltung wärmstens empfehlen.
Suchtfaktor = 3 (Skala: von 0=keine Suchtgefahr bis 5=Ich will mehr, mehr, MEEEEEHR!!!)


Nach "The Day after Tomorrow" wanderte heute Abend noch eine BluRay in die PS3. Ich hatte Dornröschen von Disney bereits mal als Leih-DVD im Haus, ich hatte den Film zuvor noch nie gesehen (obwohl ich ein großer Disney-Fan bin), daher war das schon etwas Besonderes.
Das Bild, die Farben, die Musik haben mich einfach weggeblasen. Da war klar, dass die BluRay ins Haus mußte. Da Dornröschen aber kurz zuvor wieder in den Disney Vault verschoben wurde und somit OOP war, mußte ich über eBay ran, bevor die Preise in unbezahlbare Höhe entschwinden... Doch dazu später mehr, jetzt erstmal ab zum Review.



Story:
Walt Disney erzählt in diesem knapp 75 Minuten langen Film das Märchen von Dornröschen (im Englischen: "Sleeping Beauty"). Zum Ende hin weicht der Film von der allgemein bekannten Geschichte ein wenig ab, was aber nicht störend ist. In wunderschönen Bildern im extrem breiten "Super Technorama" Format (Auflösung 1:2.55) mit einer fantastischen Bild- und Tonpracht wird die Geschichte mit wahnsinnig detailreichen Hintergründen, netten Charakteren, dem vermutlich besten Disney-Bösewicht (Maleficent/Malefiz) und Ohrwurm-Liedern (basierend auf der Balette von Tschaikowski) erzählt. Eines der schönsten Disney-Märchen, und was für eine Umsetzung auf BluRay. Hinweis: Die BluRay war die erste, die Disney herausgebracht hat. Erst anschließend fiel die Entscheidung, bei allen BluRays die passende DVD mit hinzu zu packen. Der Film auf DVD ist hier also NICHT enthalten (z.B. bei Schneewittchen schon).
Punkte: 4/5

Ton:
Sowohl der englische als auch der deutsche Ton liegen in DTS-HD 7.1 vor - wow! Was für ein Klang, in beiden Tonspuren. Die Instrumente klingen gleichmäßig von allen Seiten, Dialoge kommen glasklar aus dem Center. Für besondere Effekte wird gezielt der Rear-Bereich genutzt (z.B. bei den Auftritten von Malefiz). Als einziger Negativ-Punkt fällt auf, dass die deutschen Choräle während den Liedern nur sehr schlecht zu verstehen sind, in der englischen sind diese glasklar. Trotzdem, angesicht der Gesamtleistung, die Topnote. Diesem Ton merkt man die 50 Jahre nicht an.
Punkte: 5/5

Bild:
Und das gleiche gilt für das Bild. Wow, was für eine Farbenpracht. Wie wird so schön im Bonus-Material gesagt? "Jedes Bild des Films, einzeln herausgelöst, kann als Gemälde an die Wand gehängt werden." Absolut korrekt! Für das Alter ist der Detailreichtum enorm (vor allem in den Hintergründen) und die Linienführung makellos. Absolutes Topergebnis, mit einem klitzekleinen Manko: Hin und wieder sind bei schnellen Bewegungen Halos (verschwommene Aufhellung um Personen oder Objekte) wahrzunehmen. Ich habe sie jetzt nicht als so störend empfunden, wollte aber drauf hinweisen.
Punkte: 5/5

Extras:
Die Doppel-DVD bietet bereits umfangreiches Bonusmaterial, und die Doppel-BluRay kann dies sogar noch toppen. Nicht nur liegt das komplette Material in HD vor, nein, es gibt auch noch einen PiP-Kommentar ("Cine-Explore", u.a. mit John Lasseter), die "Begegnung mit dem Drachen" (kleines Filmchen mit umwerfender Surround-Abmischung) sowie eine Spezialdoku zur Restaurierung des Tonmaterials (leider keine zur Restauration des Bildmaterials). Die bekannten Bonus-Materialien sind ein Audio-Kommentar (identisch zum o.g. PiP-Kommentar), drei Spiele, ein virtueller Rundgang durch Dornröschens Schloß (mitsamt Behind-The-Scenes Erklärungen), ein 45 Minuten langes Making-Of sowie einige weitere Sachen. Als Bonus-Material, was nichts direkt mit Dornröschen zu tun hat, liegen noch ein Film über Tschaikowski sowie ein Kurzfilm zum Grand Canyon bei - der erstere ist ganz interessant, zum zweiteren kann ich leider nix sagen. ;)
Punkte: 5/5

Wow, was für eine Umsetzung. Saubere Arbeit aus dem Hause Disney. Bild und Ton (man kann es nur nochmals betonen) merkt man das Alter von 50 Jahren nicht an. Das Bonus-Material ist umfangreich, und vorbildlich umgesetzt. Diese BluRay hat Referenzcharakter - klare Kaufempfehlung für alle Disney-, Zeichentrick- und Märchen-Fans. Alle anderen sollten sich dieses Juwel ebenfalls  zulegen, da es die kommenden Jahre sehr schwierig werden wird, an diese BluRay heranzukommen.

Kaufpreis: 18,00 Euro (neu) über eBay ; Glück gehabt, zu einem Preis von 18 Euro inklusive Porto über eBay erworben, und das kurz nachdem der Film für mehrere Jahre im Disney Vault eingemottet wurde. Eine Preissteigerung ist garantiert... meine wird aber um keinen Preis der Welt verkauft! :)
Heute Abend (sturmfrei!) war The Day after Tomorrow zu Besuch im Heimkino. Dieser Film ist der zweite große Weltzerstörungsfilm von Roland Emmerich (nach "Independence Day" und vor "2012"). Den erstgenannten hatte ich ja vor nicht allzu langer Zeit begutachtet - schau mer mal, wie sich "The Day after Tomorrow" geschlagen hat. Ab zum Review.



Story:
"Ein Roland Emmerich Film" - so steht es in dicken Lettern oberhalb des Filmtitels. Und das sagt eigentlich schon alles. :) Wiedermal ein absoluter Action-Knaller, der durch die überzeugend gespielte Vater-Sohn-Geschichte (Jack Gyllenhaal und Dennis Quaid) emotional sogar mehr berührt als "Independence Day". Es gibt auch hier die typischen Logiklöcher sowie aufgesetzte Story-Elemente (Wölfe, Suche nach Medizin), die dem intellektuellen Zuschauer weniger gefallen: 3 von 5 Punkten. Dem Action-Fan (Kategorie "Lass dein Gehirn zu Hause und hab Spaß") ist das aber alles egal: tolle Geschichte, spannend erzählt, mit eindrucksvollen Effekten die einem manchmal den Kiefer herunterfallen lassen: 5 von 5 Punkten. Das ergibt im Schnitt 4 von 5 Punkte.
Punkte: 4/5

Ton:
Die Surround-Anlage wird umfangreich ausgenutzt, man fühlt sich immer mitten drin, sei es während der Turbulenzen im Flugzeug, oder wenn alles zusammenfriert. Die englische Tonspur liegt in 5.1 DTS HD Master Audio (Lossless) vor, und kommt voll und rund über alle Boxen. Ganz selten übertönen die Effekte aus dem Rear den Dialog aus dem Center (während den Wirbelstürmen). Die deutsche Spur liegt in 5.1 DTS vor, und wirkt im Quervergleich ein bißchen schwach auf der Brust. Nichts desto  trotz stimmt auch hier die Surround-Abmischung.
Punkte: 5/5

Bild:
Das Bild zeigt sich in sehr guter Qualität, viele Details sind zu erkennen (Hautoberfläche, Eiskristalle). Ein leichtes Grain/Filmkorn ist zu erkennen, muss aber schon mit der Lupe gesucht werden. Sonstige Bildstörungen waren keine auszumachen.
Punkte: 4.5/5

Extras:
Arg viel gibt es nicht an Bonus-Material. Es findet sich ein Audio-Kommentar sowie ein Spiel mit Fakten zum Film. Außerdem können noch 10 entfernte Szenen begutachtet werden (18 Minuten Laufzeit), die ganz interessant sind. Eine Szenensuche per Stichwort sowie die Möglichkeit, Lieblingsszenen zu Speichern - das wars. Laut Cinefacts.de bietet die Doppel-DVD noch ein Interview, einen weiteren Audio-Kommentar und 8 Featurettes. Es hätte also ruhig ein bissl mehr sein dürfen...
Punkte: 3/5

Mit einem Schnitt von knapp über 4 Punkten trifft der Film definitiv den Geschmack der Genrefans. Im direkten Vergleich gefällt der Film besser als "Independence Day", und durch die sehr gut gespielte Vater-Sohn-Geschichte ist er durchaus auch "Frauen-tauglich". :) Nicht-Action-Fans kann der Film für einen tollen Abend im Heimkino empfohlen werden.

Kaufpreis: 15,00 Euro (neu) bei Müller

Wie die Diskussion über Altersfreigabe gerne mal außer Kontrolle gerät (Teil 2)

oder
FSK? Zensur! WTF?! F*ck BPJM! OMG!!! Scheiß Schland!!!111einself

{Nach Teil 1, hier nun Teil 2, wie gestern versprochen.}

~~ BPjM ; "Zensur" ~~
Wenn dann selbst die Juristen-Kommission der FSK dem Film oder Spiel KEINEN Segen gibt... dann zensiert ja die FSK... oder die BPjM? ... egal, die schneiden den Film um, entfernen Blut aus dem Spiel, und nehmen die ganzen lustigen Sachen raus und so. Falsch, weder FSK noch BPjM rühren Filme oder Spiele an. Die FSK teilt dem Hersteller lediglich mit: "So nicht!" oder mit mehr Worten: "Wenn hier Augäpfel fliegen, ist kein 'ab 6 Jahren' drinnen!" Dann bekommt der Hersteller die Möglichkeit, sein Produkt anzupassen, um die gewünschte Freigabe zu bekommen (oder um überhaupt eine Freigabe zu erhalten). Wenn man sich gar nicht einig wird, dann liegt der Ball bei der BPjM, dann droht die Indizierung oder sogar Beschlagnahmung [zum Indizierungsverfahren siehe (4)].
An dieser Stelle nur noch mal zur Erinnerung: Eine Indizierung heißt lediglich, dass der Film nicht mehr vom Händler offen beworben oder ausgelegt werden kann! [Quelle: (5)] Wenn dann ein Mediamarkt oder Saturn beschließen, indizierte Filme gar nicht erst anzubieten (es gibt ja eine Zielgruppe hierfür!), kann das schwerlich der FSK oder der BPjM angelastet werden. Erwachsene können auf vielen legalen Wegen an indizierte Filme gelangen - ich selber habe in der Vergangenheit einige über Internet-Händler (mit FSK 18 Verifikation) bestellt (u.a. Terminator, Scarface, Predator, Blade). Eine weitere Möglichkeit bietet wohl Müller an - wie ich schon mehrfach gelesen habe, können hier indizierte Medien ohne Probleme bestellt und gekauft werden. Es ist mehr Aufwand, okay, aber genau das ist der Sinn des Jugendschutzes: kein einfacher Zugang für Minderjährige! Wenn ich einen Film aber un-be-dingt haben möchte, ist mir dieser Mehraufwand doch egal. Und bei beschlagnahmten Medien? Da steht nur der Vertrieb unter Strafe, nicht der Besitz.
Meine Hauptfrage im heutigen Text: Kann man, wenn der Hersteller sein Medium anpasst oder nachbearbeitet, überhaupt von "Zensur" sprechen? Ich meine nein! Und warum? Ich verbinde mit dem Begriff "Zensur" einen massiven, staatlichen Eingriff in die freie Informationsverbreitung. Eine tatsächliche Zensur [Quelle: (6)], also ein absichtliches Vorenthalten von Informationen oder die gezielte Kontrolle über Informationen, gab es in der Vergangenheit (während den Weltkriegen, bei diktatorische Regimes) und gibt es immer noch in unserer Gegenwart (China, zahlreiche muslimische Länder). Der Begriff "Zensur" ist daher meiner Meinung nach zu mächtig, zu überfrachtet für etwas, das eigentlich nur eine Selbstregulierung der Studios/des Vertriebes ist.
Der Gedankengang ist einfach zu führen: die FSK legt fest, wie die Kriterien und Rahmenbedingungen für eine Altersfreigabe sind. Der Hersteller befolgt diese (oder auch nicht), und zwar aus einem Grund: er möchte Profit mit seinem Produkt machen! Daher wird per Selbstregulierung das Produkt verändert, um es - konform mit geltendem deutschem Recht - verkaufen zu können. Auf der Seite des Käufers mag dies wie eine "Zensur" wirken, das ist es aber nicht. Niemand - keine FSK oder BPjM, kein sonstiges staatliches Organ - zwingt den Hersteller, sein Produkt zu beschneiden, zu "zensieren", er tut dies freiwillig (zur Profiterzeugung!) in Form einer Selbstregulierung.

~~ Selbstregulierung ~~
Selbstregulierung hat auch ihre Tücken: sie kann nach hinten losgehen, auf absolutes Unverständnis stoßen oder schlicht und einfach überholt sein.
  • Wenn's mal nach hinten losgeht: Vorauseilender Gehorsam - ein Filmstudio kürzt schon im Voraus 2.5 Minuten, um eine "passige" Freigabe zu erhalten, die Schnitte fallen natürlich im Kino auf, die Zuschauer sind genervt, die DVD-Veröffentlichung wird dann als "Erweiterte Fassung" beworben... und trotzdem wird hier die gleiche Freigabe erreicht. D'oh! [Quelle: (7)]
  • Wenn's totales Unverständnis gibt: Mal ehrlich - was für Filme werden heutzutage für eine Veröffentlichung noch geschnitten? Ich sehe nur zwei Kategorien: (1) Schnitte, um eine günstigere Altersfreigabe zu erhalten, um damit eine breitere Masse zu erreichen (Profit!) sowie (2) Schnitte bei harten Filmen mit "grenzwertigem" Material. Bei Kategorie (1) müssen wir uns nicht lange aufhalten; spätestens bei der Heimkino-Veröffentlichung wird dann der "Extended Cut"/"Director's Cut"/"Unrated Version" trotzdem rausgebracht (ProfitProfit!). Bei Kategorie (2), hier tobt das "totale Unverständnis". Warum? Gerade in der heutigen Zeit werden Filme (und auch Spiele) immer grenzwertiger. Ich meine nicht irgendwelche Rape&Revenge-Filme - diese gibt es ja schon lange, haben aber immer ein Nischendasein verbracht. Ich beziehe mich ganz konkret auf "Filme für die Massen", die in ihren Ausprägungen immer extremer werden. Was mit "Saw" begonnen hat, die Auslotung zwischen Unterhaltung und Ekel, setzte sich in den letzten Jahren u.a. mit "Hostel" sowie verschiedenen französischen ("Frontier(s)" oder "Inside") oder amerikanischen Filmen ("Midnight Meat Train" oder "My bloody Valentine") fort. Und genau diese Auslotung, dieses Spielen mit der Grenze des guten Geschmacks, da frage ich mich: Muss das sein? Ich gebe zu, den einen oder anderen Film aus der Saw-Reihe habe ich mir auch angeschaut, aber um alle anderen habe ich einen großen Bogen gemacht. Meiner Meinung nach muss ich diese Sachen nicht sehen, und mit diesem Grad an Folter, Verstümmelung, Vergewaltigung und Massenmord sollten Kinder und Jugendliche im freien Handel nicht konfrontiert werden. Ey du blöder Ar***, mir gefällt aber der Scheiß, wenns dir nicht gefällt, Pech gehabt, f*ck dich, ich will den Film haben, und zwar un-ge-schnitten. Wirklich? Na gut. Jeder Person über 18 Jahren kann relativ Problemlos in den Besitz einer Kreditkarte kommen. Und grenzwertiges Material? Findet man jenseits unserer Grenzen. Ungeschnittene Versionen, oft mit deutscher Tonspur, finden sind in Österreich und der Schweiz, und ohne deutschen OT auch im europäischen oder amerikanischen Ausland. Fehlende Entscheidungsfreiheit? Nicht vorhanden - Problem gelöst - nicht meckern, sondern machen.
  • Wenn's sich einfach überholt hat: Vielfach wird über die FSK und/oder die BPjM gelästert - wie denn ein Film xy ab 16 Jahren sein kann, obwohl Film yx ja viel mehr Gewalt hat und ab 12 ist? Oder warum zum Teufel "Das Ding aus einer anderen Welt" oder "Predator" indiziert ist? Die genannten, und viele weitere Filme (ich denke dann an eine ganze Latte von Bruce-Lee-Filmen, oder "Terminator", oder "Total Recall", oder "Scarface", oder ...) wurden in den 70er oder 80er Jahren geprüft und indiziert - Leute, das ist 20 bis 30 Jahre her! Damals war die Welt eine andere - konservativer, Kohl-regiert, zugeknöpft, behütet, engstirnig, vom Kalten Krieg, dem Nato-Doppelbeschluss und den Spätfolgen des RAF-Terrors gelähmt. Damals wurden diese Filme, die heute durchaus als Meilensteine der Filmkunst gelten, mit anderen Augen gesehen, und landeten demzufolge auf dem Index. Wie relativ "leicht" es ist, einen Film vom Index herunter zu bekommen, haben sowohl "Das Ding aus einer anderen Welt" als auch "Predator" gezeigt: beide sind mittlerweile ungekürzt mit der Altersfreigabe "ab 16 Jahren" frei im Handel erhältlich. Auf Wunsch des Studios/des Vertriebs wurden beide Filme erneut von der FSK geprüft, und wurden, aufgrund dem Es-Hat-Sich-Überholt, umgestuft und vom Index gestrichen. Ich wage zu behaupten: Einige Filme, die aktuell noch auf dem Index stehen, würden heutzutage eine "mildere" Altersfreigabe erhalten. Wer hat es in der Hand? Die Studios, die eine Neuprüfung beantragen können.
Deswegen vertrete ich auch bei der Institution der BPjM die Einstellung, dass eine Abschaffung nicht begründet ist. Wer sollte denn ansonsten überprüfen, ob ein Film/Spiel geltendes Recht verletzt, siehe die oben genannten Beispiele. Hier muss ein staatliches Organ vorhanden sein, das die Befugnisse hat, entsprechendes rechtswidriges Material einzuziehen.
Noch ein ergänzender Kommentar: In vielen anderen Ländern gibt es viele andere Einschränkungen. In den USA wacht die MPAA sklavisch über die Alterfreigaben; nackte Brüste sind schlimmer als jedes geschredderte Körperteil; es werden "F*ck" und "Shit" abgezählt und gestrichen, um eine mildere Einstufung zu erhalten. In Australien werden Computerspiele schon mal generell verboten, wenn sie zu freizügig sind [Quelle: (8), weitere Infos unter (9)]. Ich denke, mit der Vorgehensweise, so wie sie aktuell in Deutschland durchgeführt wird, lässt es sich ganz gut leben.

~~ Emotionen ; Deutschland ~~
Zurück zum Anfang des Posts: Eine News über eine Indizierung, hier auf blueray-disc.de? Innerhalb der ersten drei Kommentare bricht eine Diskussion zum Thema Altersfreigabe/FSK/BPjM los, in der vielen Teilnehmern nichts mehr heilig ist. Da wird geschumpfen und gejammert, verdammt und verflucht. Das Niveau sinkt auf Zimmertemperatur, und man hat den subjektiven Eindruck, einen Haufen pöbelnder Pubertierender vor sich zu haben, und irgendwie im falschen Film zu sein.
Konkret: Den Institutionen FSK und BPjM werden Halbwahrheiten unterstellt, die Mitarbeiter werden massiv angegangen. Ich hoffe, den ersten Punkt mit meinen Posts ein bisschen geklärt zu haben. Zum zweiten Punkt kann ich nur sagen: dort arbeiten Menschen wie du und ich, die solche Anfeindungen, Beleidigungen oder Unterstellungen nicht verdient haben. Wenn du etwas verbessern willst - nach meinem Kenntnisstand kann man sich bei der FSK als ehrenamtlicher Prüfer bewerben!
Viele Kommentatoren geben aber auch dem Staat die Schuld. Kleine Kostprobe? "armes Deutschland" , "ziemlich scheinheilig wie alles in diesem Land" , "Angie nochn kleinen Bart, fertig ist die Diktatur", "kann diese stattl. Bevormundung wirklich nicht mehr ertragen", "dieser Staat ist so lächerlich" , "was soll den die Scheiße der Arschloch Staat bestimmt für mich was ich sehen soll" , "Demokratie in Deutschland? NIEMALS"
Uiuiui, heftiger Tobak. Gerechtfertigt? Nein. Verallgemeinert? Ja. Ein Denkanstoß: Wenn Deutschland so "scheisse" ist - warum wurde Lena, unser Fräuleinwunder, die für DEUTSCHLAND beim EuroVision Song Contest gesungen hat, so frenetisch bejubelt? Warum haben wir uns so über jedes Tor der DEUTSCHEN Nationalmannschaft während der WM gefreut? Also: Erst denken --------> dann schreiben. ;) Und wenn's euch gar nicht mehr passt, es gibt tolle Shows im Fernsehen, die freuen sich immer über Leute, die auswandern wollen. ;D

{Noch mal der Disclaimer zur Erinnerung: Es handelt sich hier um meine persönliche Meinung, ich möchte nicht verallgemeinern und auch niemanden beleidigen. Jeder darf eine Meinung haben - und ein jeder hat das Recht, dass seine Meinung respektiert wird.}

In diesem Sinne: danke fürs Lesen. Für weitere Informationen zu Schnitten in Filmen und Spielen empfehle ich unbedingt (10). Ferner würde ich mich über eure Kommentare freuen, bitte aber darum, hier keinen heiligen Krieg zu entfachen... das haben wir in den Kommentaren zur News schon zu genüge. :)

Quellen:
(4) http://medienzensur.de/seite/instanzen/bpjm.shtml
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Indizierung#Rechtsfolgen_der_Indizierung
(6) http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_%28Informationskontrolle%29
(7) http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=751752
(8) http://www.heise.de/newsticker/meldung/GTA-San-Andreas-...
(9) http://www.medienzensur.de/seite/artikel/zensur_ausland.shtml
(10) http://www.schnittberichte.com/

Wie die Diskussion über Altersfreigabe gerne mal außer Kontrolle gerät (Teil 1)
oder
FSK? Zensur! WTF?! F*ck BPJM! OMG!!! Scheiß Schland!!!111einself

{Zuerst vorneweg: Der Post ist relativ lang geworden, tschuldigung hierfür. Ist dann doch mehr zusammen gekommen, wie ich ursprünglich geplant hatte... Ich hab den Text daher zur besseren Lesbarkeit aufgeteilt, Teil 2 folgt morgen.}

Ich bin ja gerne hier, bei bluray-disc.de. Aber manchmal, da fange ich doch an, am Guten im Menschen zu zweifeln. Richtig, es geht um die Diskussionen, die mit absoluter Regelmäßigkeit über uns hereinbrechen, wenn es um die Altersfreigabe hier in Deutschland geht. Da wird von Zensur gesprochen, von "Entscheidungsfreiheit". Der FSK wird unterstellt, weltfremd und jugendfeindlich zu sein. Einige meinen, die FSK sollte abgeschafft werden, oder die BPjM, oder beide. Und manch einer verflucht das Land, in dem er wohnt, für diese Politik.

Die Emotionen kochen hoch, und nicht wenige Schimpf- und Schandwörter werden in den Ring geworfen. Hier mit logischen Argumenten entgegen zu halten... schwierig und anstrengend. Nichts desto trotz, meine Meinung zu diesem Riesen-Themenkomplex möchte ich einmal festhalten - aus dem einfachen Grund, dem ewigen Im-Kreis-Argumentieren aus dem Weg gehen zu können. Daher folgender Disclaimer gleich vorneweg: Es handelt sich hier um meine persönliche Meinung, ich möchte nicht verallgemeinern und auch niemanden beleidigen. Jeder darf eine Meinung haben - und ein jeder hat das Recht, dass seine Meinung respektiert wird.

~~ Altersfreigabe ~~ [Quelle: (1)]
Brauchen wir eine Altersfreigabe? Brauchen wir eine Kennzeichnung von Filmen und Computerspielen? Ich sage ja! Nicht jedermann, der einen Film oder ein Spiel kauft, hat den Kenntnisstand, wie das Medium einzuordnen ist - oder auch vielleicht gar nicht die Möglichkeit, sich diesen Kenntnisstand anzueignen. Woher soll der Opa wissen, ob er seinem Enkel "Iron Man" kaufen kann? Woher soll die Kassiererin wissen, ob der Steppke vor ihr mit "Heavy Rain" nach Hause gehen darf?
Das waren jetzt nur zwei Beispiele, zahlreiche weitere sind vorstellbar - hier ist eine Kennzeichnung sinnvoll und hilfreich. Die tatsächliche Umsetzung der Kennzeichnung ist ein anderes Thema. Die oftmals angegangenen "FSK-Flatschen" finden jetzt auch nicht meine rückhaltlose Begeisterung... aber hier ist die Industrie ja aktuell dabei, die Wünsche der Käufer umzusetzen. Wende-Cover und intelligente Speziallösungen (siehe District 9 Steelbook, oder Sherlock Holmes Steelbook) setzen sich immer weiter durch.
Im Endeffekt schützt aber kein noch so großes Logo vor der Ignoranz der Käufer und Verkäufer. Wenn der Kleine halt unbedingt "Saw VI" haben möchte, dann kauft Mami den halt. Oder wenn das Mädel mit "Cabin Fever" in der Hand an der Kasse steht, und mei-schaut-die-schon-erwachsen-aus, dann winkt sie der nette Kassierer doch gerne durch.
Die Politik hat ihre Hausaufgaben gemacht - ein einfach zu durchschauendes Kennzeichnungssystem auf die Beine gestellt. Die Industrie macht grad noch ihre Hausaufgaben, und setzt die Wünsche Ihrer Konsumenten vermehrt um. Käufer und Verkäufer sind das schwache Glied in der Kette; hier besteht bestimmt der größte Akzeptanz- und Umsetzungsbedarf.

~~ FSK ~~ [Quellen: (2,3)]
Brauchen wir eine FSK? Brauchen wir eine Institution, die Spiele und Filme untersucht und bewertet? Auch hier meine ich ja! Warum ich diese Meinung vertrete? Hierzu kommen wir gleich, zuerst möchte ich aber einen Blick auf die Institution selber, und ihr weit verbreitetes Bild in der Öffentlichkeit werfen.
Ar***l*cher allesamt, Sauverein FSK, da sitzen die Prüfer auf ihren fetten Beamtenärschen...  Falsch, die Prüfer bei der FSK sind ehrenamtlich unterwegs.  ... ein Leben lang, mit 80, sitzen die angestaubten M*therf*cker noch rum...  Falsch, Prüfer werden von den Verbänden der Film- und Videowirtschaft und der öffentlichen Hand für eine Dauer von drei Jahren ernannt, und stammen zudem aus unterschiedlichsten Berufsfeldern und gesellschaftlichen Schichten. ... und lassen sich von der Wirtschaft bezahlen...  Falsch, die Prüfer dürfen nicht in der Film- oder Videowirtschaft beschäftigt sein, um eine Beeinflussung der Entscheidungen durch die Industrie zu vermeiden. ... ach, sind doch alles Armleuchter, die bei der FSK, haben doch keine Ahnung...  Falsch, Prüfer müssen Erfahrung im Umgang mit Kindern oder Jugendlichen haben oder über entsprechendes Fachwissen in der Psychologie oder Medienwissenschaft verfügen. ... und sitzen dann alleine und verlassen im stillen Kämmerlein und machen dort die Filme kaputt...  Falsch, sieben Personen prüfen in der ersten Instanz einen Film gemeinschaftlich, drei kommen aus der Filmwirtschaft und vier sind von der öffentlichen Hand benannt; hinzu kommt noch der Ständige Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden.
Wow, oder? Nichts weiter als der typische Stammtisch-Populismus, den man auch hier gerne an der einen oder anderen Ecke hört. Mit ein bisschen Recherche sind die Halbwahrheiten ganz einfach zu entkräften...
Aber zurück zum Thema. Warum finde ich, dass wir eine FSK brauchen? Weil wir eine Institution brauchen, die - im Rahmen der ihr zustehenden Möglichkeiten - Film und Spiele einheitlich (und somit vergleichbar) untersucht, überprüft und "bewertet", also eine verwertbare Aussage trifft ("Dieser Film ist für Kinder ab 6 Jahre geeignet"). Und vor allem: Die FSK ist unabhängig von Industrie, aber auch Politik, und nur dem Jugendschutzgesetz sowie ihren eigenen Grundsätzen verpflichtet. Drehen wir das Szenario um: Wer würde eine solche verlässliche Aussage ("ab 6 Jahren") treffen, wenn es die FSK nicht gäbe? Die Filmgesellschaft? Der Vertrieb? Ja, haben die denn "Erfahrung im Umgang mit Kindern oder Jugendlichen oder entsprechendes Fachwissen in der Psychologie oder Medienwissenschaft"? Wohl eher nicht... Dann lassen wir doch lieber die ehrenamtlichen Experten der FSK ran!
Und selbst wenn der Film/das Spiel grenzwertig ist, und eventuell gegen deutsches Gesetz verstößt (was fällt mir da spontan ein... Gewaltverherrlichung, oder Tier-Snuff, oder Nazi-Propaganda), selbst dann lässt dich die FSK nicht im Stich und beruft eine Juristen-Kommission (= Anwälte und dergleichen) ein. Diese prüfen dann, ab wirklich Gesetze verletzt werden; wenn nein, dann darf der Film ganz normal an Erwachsene verkauft werden. Was aber, wenn doch... ?

{Teil 2 folgt morgen}
[Edit]
{Teil 2 ist online}

Quellen:
(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Altersfreigabe
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwillige_Selbstkontrolle_der_Filmwirtschaft
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Altersfreigabe#Juristische_Pr.C3.BCfungen


Heute Abend war zur leichten Unterhaltung mal wieder ein Animationsfilm in der PS3: Könige der Wellen aus dem Hause Sony. Ich hatte die Leih-DVD schon mal im Haus, und obwohl ich am Anfang skeptisch war, hat mir der Film doch sehr gut gefallen. Doch soviel vorneweg, jetzt zum Review.



Story:
Die Geschichte ist nett und spannend erzählt, und bedient sich eines besonderen Stilmittels: der ganze Film ist wie ein Dokumentarfilm aufgemacht. Ein Großteil wurde mit der Handkamera gefilmt (wie das gemacht wurde, wird sehr schön in den Extras erklärt), der Effekt ist aber nie stöhrend oder fahrig. Weiter Einschübe in anderen Filmformaten (Projektorfilm, Home-Video, TV-Berichte, aber auch Postkarten und Bilder) prägen den Doku-Stil und lassen einen richtig in die Welt eintauchen. Ansonsten ist die Story für Groß und Klein geeignet; die Großen werden die eine oder andere Anspielung besser verstehen, und die Kleinen werden ihren Spaß an den Charakteren haben, die aber nie zu comic-haft werden, sondern immer auch "realistisch" bleiben.
Punkte: 4/5

Ton:
Der Ton ist klasse, und bei den Szenen auf dem Wasser fühlt man sich "mittendrin", wenn die Wellen im Surround um einen herum branden.  Beide Tonspuren, die englische und die deutsche, liegen in Dolby TrueHD 5.1 vor. Der Klang ist voll, aber nie laut. Dialoge sind klar verständlich, und die Surfer-Musik paßt perfekt zum Stil des Films. Die englischen Synchronstimmen sind hochkarätig besetzt, und die Dialoge wirken natürlich und harmonieren sehr gut mit den Gesten der Charaktere - es paßt zusammen und wirkt nicht gekünstelt. Die deutsche Synchronisation ist vom Klangvolumen her gut, aber die Synchro an sich wirkt doch sehr aufgesetzt, wie abgelesen; hier geht leider etwas von der Athmosphäre verloren. Trotzdem gibt es, aufgrund des runden Gesamteindrucks, die volle Punktzahl.
Punkte: 5/5

Bild:
Was mir beim ersten Anschauen zuallererst aufgefallen ist, sind die Wellen. Einfach wow. In keinem Animationsfilm wurde bisher Wasser und Wellen so realistisch wie hier dargestellt - sehr beeindruckend. Die Farben sind knallig aber nie aufdrängend, und passen zum Karibik-Stil. Feine Details wie Federn und Texturen sind zu erkennen. Jetzt aber zum großen ABER: Vermutlich aufgrund des noch oben von mir gelobten Doku-Stils wurde das gesamte Film-Material mit einem sichtbaren Filmkorn (Grain) nachbehandelt. In hellen Szenen (Strand) fällt das Grain fast nicht auf, dafür in dunklen Szenen (Antarktis, im Dschungel) umso störender. Dass es sich um eine (absichtlichte?) Nachbehandlung handelt ist im Bonusmaterial an einer Stelle zu sehen, wenn "Filter and Grain" entfernt werden - dann wäre das Bildmaterial knallscharf gewesen, wie bei Animationsfilmen gewohnt. Mit Grain wirkt der Film stellenweise wie eine schlechte Master-Umsetzung eines Films aus den 80ern. Doku-Stil schön und gut, aber hier wurde übertrieben. Schade.
Punkte: 3/5

Extras:
Als Bonus stehen zwei Audiokommentare bereit, sowie einige Featurettes und entfallene Szenen mit einer gefühlten Länge von ca. 60 Minuten. Das Material ist nett und informativ und richtet sich zu 80% an die Großen und zu 20% an die Kleinen. Besonders hervorzuheben sind zwei zusätzliche Kurzfilme der "ChubbChubbs" - unbedingt anschauen und lachen (das Bild ist übrigens astrein; na bitte, es geht doch). :) Alle Extras liegen mit HD-Bild vor - vorbildlich!
Punkte: 4/5

Ein netter Film, den man auch mehrmals anschauen kann. Die Story läuft angenehm dahin, die Erzählweise (Doku) ist überzeugend, der Ton ist klasse, die Charaktere sind gut getroffen und realistisch animiert, das Bonus-Material paßt. Wenn, ja wenn nur das Bild nicht so nachbearbeitet worden wäre... mein Geschmack war es nicht, daher reicht es auch nur zu einem Schnitt von 4 Punkten. Für Fans des Animationsfilms daher doch eine Kaufempfehlung - vorher aber eventuell ausleihen und prüfen, ob man mit dem Bild  zurecht kommt. ;)

Kaufpreis: 15,00 Euro (neu) bei Müller

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