DREDD (mehr erfährt man zu dieser Figur nicht) gespielt von Karl Urban tut seinen Dienst als Judge in Megacity One, einem riesigem Moloch welcher von 800 Millionen Menschen bevölkert wird.
Sie verteilen sich unter Anderem in Mega Blocks. Einer davon ist "Peach Trees". Er bevölkert 75.000 Menschen. Dredd wird mit Kadettin Anderson (Olivia Thirlby) nach Peach Trees beordert um drei grausame Morde aufzuklären.
Doch die Täter schließen sich und die Judges in dem riesigen Gebäudekomplex ein, und es beginnt eine Hatz auf die Judges aud Leben und Tod .......
Nach dem unsäglich albernen "Judge Dredd" aus dem Jahr 1995 haben Alex Garland (Drehbuch, "28 days later", "Sunshine") und Pete Travis (Regie, "8 Blickwinkel", "Endgame") für mein Befinden die DC Comic-Figur DREDD sehr viel realistischer dargestellt und in Szene setzen können.
Es ist interessant inszeniert, bewusst Informationen vorzuenthalten und so eine allmächtige Aura um die Person Dredd aufzubauen.
Nichteinmal den Vornamen kennt man. Kein privates Umfeld, nichts. Klappt wunderbar, denn für die Geschichte tut das auch nichts zur Sache.
Denn wie auch ein "Mad Max: Fury Road" konzentriert sich der Plot von "Dredd" rein auf das Hier und Jetzt. So gibt es nur einen Schauplatz ...., den in Peach Trees. Und es gibt auch nur einen Zeitstrang ...., den in Peach Trees.
Eine coole Atmosphäre schaffen allein diese Umstände.
Auf den ersten Blick sieht das Leben in Teilen von Mega City One nicht lebenswert aus. Peach Trees ist ein ironische Anleihe auf den heruntergekommenen und Ghetto-artigen Komplex. Karge, kahle, und kalte Gebäudeeigenschaften herrschen vor. Menschen in einer Umgebung die verlassene Industrie-Gebäuden verkörpern können, stellen eine bedrohliche und unzuversichtliche Stimmung her.
Hier hinein passt optimal der Grad der Brutalität. Nun muss man nicht geil auf Blut und Splatterszenen sein um zu erkennen das angesichts einer solchen Grundstimmung ein hoher Gewaltgrad und eine niedrige Hemmschwelle zur Kriminalität nur realistisch sind.
Klasse das sich DNA Films zu einer FSK 18 Produktion bereit erklärte und somit unweigerlich geschehen musste was daraufhin geschah ....
Der Film wurde leider nur in wenigen Kinos, und dann auch nur in den Spätvorstellungen aufgeführt. Die Klientel zahlender KinobesucherInnen war somit sehr klein.
Eine geplante Trilogie konnte so nicht umgesetzt werden da die Gelder ausblieben.
Dennoch alles richtig gemacht sage ich. Denn macht der Film nach jedem Sichten erneut Bock auf mehr davon, ist es auch schön zu wissen das es keine, meist mainstreamige Fortsetzung davon gibt.
Die UHD Blu-ray kann meines Erachtens den dreckigen Look des Films nicht in allen Punkten optimal umsetzen. Das Filmkorn ist leider nicht gleichbleibend stark vertreten. So kann es in vielen Szenen visuell unterstützen, ist dann aber wieder so stark auftragend das Konturen ganz verschwinden.
Auch finde ich den Film sehr zu dunkel abgemischt. Auch dieser Umstand bewirkt das man häufig in ein schwarzes Loch schaut, statt Bildelemente erkennen zu können.
Allerdings besitzt die UHD Blu-ray eine schöne Schärfewiedergabe und auch die Farbgebung besticht auf hohem Niveau.
DREDD ist einer der wenigen Filme zu denen ich auch die deutsche Synchronisation gelungen finde. Dialoge sind trotz der häufig genuschelten Worte klar verständlich. Im Gegensatz zu den Dialogen bzw. Dredds Monologen tragen die Effekte von der Laustärke her sehr dick auf.
Der Soundtrack klingt phänomenal surroundig und kraftvoll.
Ich möchte sagen das die deutsche Tonspur vollkommen ebenbürtig zum Originalton ist.
mein Fazit:
Zeitlos, realistisch, dystopisch, brutal und aufs Wesentliche beschränkt ..... sind Merkmale die diesen Ausnahme-Actioner in meine Alltime Favourites erhoben haben.
Die UHD Blu-ray ist zu dieser Veröffentlichung mal ihr Geld wert.
bewertet am 09.05.21 um 09:32