Filmbewertungen von kleinhirn

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Horrormär ohne Hand und Fuß, die, zum Teil erfolgreich, versucht mit Atmosphäre, Mystik und Elementen des japanischen Geisterhorrors zu punkten.
Da die Hintergründe des Saunakultes aber ebenso im Dunkeln bleiben wie die ganze Geschichte des Moordorfes, hängen die einzelnen Gruselscenen frei im luftleeren Raum und sorgen so für mehr Fragezeichen als Gänsehaut. Nichts zu erklären, fördert demnach das Unbehagen durch das Unerkläliche keineswegs unausweichlich, wie z.b. im Falle der Filme David Lynchs, sondern sorgt in diesem Fall nur für zunehmendes Desinteresse.
Immer wieder von "Sünde" und Buße" zu schwafeln, um damit eine nicht vorhandene Metaphysische Handlungsebene und Bezüge zur Bibel sowie dem ominösen Bösen herzustellen, ist eben zu wenig, um den Zuschauer durchgehend mit Nervenkitzel zu versorgen.

Das die einzelnen Schreckmomente nicht durch einen roten Faden miteinander verwoben wurden, erzeugt leider nicht die evtl. beabsichtigte Stimmung einer okkulten und geheimnisvollen Mystik, sondern sorgt eher für Konfusion und hinterläßt den Eindruck einer halbgaren Idee, die in der willkürlich erscheinenden Schlußscene zwar mit dem größten Schockeffekt punkten kann, aber auf Grund der auch durch die freieste Assoziation nicht mit dem zuvor geschehenen in Einklang zu bringen ist und dadurch den erzählerischen Tiefpunkt darstellt. Auch wenn es hier wohl eher um das Gefühl der Unentrinnbarkeit des Schicksals und nicht um rationale Erklärungsmuster geht, kann man hierbei inszenatorisch von einem tiefen Griff ins Klo sprechen.

Da die Schauspieler aber allesamt ausgebildet zu sein scheinen und zumindest das abgelegene Moordorf, sowie die entsättigte Farbgebung der skandinavischen Einöde eine stimmungsvoll morbide Grundstimmung schaffen, gibts 3 Achtungspunkte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 28.10.12 um 11:21
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Locker Flockig, sieht gut aus und macht Laune.
Miese Synchronstimme, die wirkt wie vom Blatt abgelesen, trübt Laune ein wenig. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 2
bewertet am 23.10.12 um 13:31
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Völlig langweiliger Krimi, mit viel Gelaber, einer plumpen Story, einem überragenden Al Pacino, einem guten John Goodman, einer Menge belangloser Statisten, keiner richtigen Poppscene und einem tollen Schlußsong von Tom Waits. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 21.10.12 um 12:34
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SHE
Der 1935 gedrehte Abenteuerfilm ist mit allem gesegnet, was das Genre auszeichnet:
Einem schönen Held, einer myteriösen attraktiven Frau, geheimnisvollen Kulturen, einer Prise Magie und Mystik, sowie abgeschiedenen Landschaften.

Ein im Sterben liegender Adeliger, zitiert seinen Enkel Leo zu sich, um ihm kurz vor seinem Tod noch das Familiengeheimnis mitzuteilen. Vor 400 Jahren haben sich die Vorfahren auf eine Expedition ins sibirische Eis begeben. Das Ehepaar hat diese Reise jedoch nicht überlebt. Die Ahnherrin hat aber ein goldenes Amulett und ein Manuskript hinterlassen, in dem sie von einer verborgenen Kultur jenseits eines Gletschers berichtet. In dieser Kultur lodert eine Flamme, die ewiges Leben verleiht. Der Enkel möchte doch bitte dieser Legende auf die Spur kommen....

Die Strickmuster, die hier vorgelegt werden, haben sich als Blaupause des Abenteuerfilms bewährt und nicht umsonst wird SHE immer wieder als Vorbild für Indiana Jones und Konsorten zitiert.
Was aus heutiger Sicht eher niedlich wirkt, war damals jedoch state of the art. Die Kulissen, die heute altbacken wirken, kitzelten damals das Maximum an exotischen Gefühlen aus dem Publikum heraus. Die in die Länge gezogenen Tanzeinlagen der Eingeborenen Ladies gleichen in der Choreographie heutiger Girlgroupperfomances und dienten in erster Linie der Fleischbeschauung, da damals soviel nackte Haut aus moralischer Sicht nur unter dem Deckmantel der Dokumentation primitiver Kulturen möglich war.
Aber auch wenn vieles eben zum Schmunzeln einlädt, ist SHE dennoch weit davon entfernt, eine x-beliebige Lachnummer zu sein. Zu innovativ und stilprägend waren diese frühen Werke (ebenso: in den Fesseln des Shangri La), als daß die unschuldig naive Inszenierung sich Belanglosigkeit unterstellen lassen könnte. Außerdem überzeugt SHE mit heute noch wirksamer atmosphärischer Dichte und einem Art Deko Design, das auf Grund ihrer künstlerischen Wertigkeit und Einmaligkeit das Kommen und Gehen der Trends überdauern wird.

THINGS TO COME
Der 1936 entstandene Things to come folgt einer literarischen Vorlage H.G. Wells aus dem Jahr 1933. Hierin hatte Wells den 2. Weltkrieg ebenso vorrausgesagt wie U-Boote, den Flug zum Mond und ähnlichem.
1940 bricht der 2. Weltkrieg aus, der 60 Jahre dauern wird. Am Ende dieser Periode wird die Menschheit von Seuchen heimgesucht, vo der nur wenige Menschen verschont werden. Die wenigen Überlebenden werden von selbsternannten Bossen regiert. Diese gleichen mit ihrer Militärgeilheit und Herrschsucht, mit ihren Fahnenparaden, Grußformeln Unterdrückungsmethoden, wen wunderts, dem Gröfaz Adolf.

Das Regimes dieses Tyrannen endet jedoch abrupt, als vom französischen Festland her eine überlegene Luftwaffenmacht auftaucht um fortan den Lauf des weiteren Weltgeschehens zu lenken. Von nun an wird eine Diktatur des Guten praktiziert.
Im Jahre 2036 ist in einem Gewaltakt eine futuristisch anmutende unterirdische Stadt entstanden und Chaos und Gewalt gehören von nun an der Vergangenheit an.
In dieser Diktatur des Fortschrittes und des Gemeinwohles keimt aber bereits schon wieder Unzufriedenheit auf. Ein selbst ernannter Führer (bezeichnender Weise der gleiche Schauspieler des Gröfaz Abbildes) ist des ruhelosen hinterherlaufens hinter dem technischen Fortschritt und der damit verbundenen Entwurzelung leid.
Ermöchte innehalten, möchte sein individuelles Leben gestalten und sich nicht mehr dem Joch des ständigen Fortentwickelns unterwerfen.
So ruft er über eine Videobotschaft die Bevölkerung zur Sabotage des bevorstehenden ersten bemannten Raumfluges auf...

H.G. Wells literarische Vorlage ist ziemlich komplex und wirft viele philosophische Fragen auf. Aus dem Zeitkontext heraus werden Führungsstile, politische Vertrauenswürdigkeit und die Legitimität von Kriegen in Frage gestellt.
Im allgemeinen werden Fragen nach Sinn und Unsinn von Fortschritt, das Spannungsverhältniss von Individum und Allgemeinwillen in den Raum geworfen, sowie die Unvermeidlichkeit von gesellschaftlichen Veränderungen und die niemals dauerhaft funktionierende Gemeingültigkeit gesellschaftlicher Systeme festgestellt.

So sehr sich Things to come aber auch diesen relevanten Themen nähert, so wenig reitet auf ihnen herum oder bietet mit einer Metahypothese Lösungen an. Es geht hier vielmehr um die Darstellung des Dilemmas der menschlichen Entwicklung mit filmischen Möglichkeiten.

Wirken die ersten zweidrittel des Films mit ihrer Botschaft, daß Krieg nicht gut ist weil er alles existierende in äußerstes Leid stürzt und daß egomanische Diktatoren die Bevölkerung um ihr Glück betrügen, noch ziemlich plump und plakativ, hat es das letzte Drittel aber wirklich in sich.
In erster Linie ist dafür aber nicht die vielschichtige, jeden SoWi Lehrer glücklich machende, politische Komponente schuldig, sondern das außergewöhnliche Design der futuristischen Stadt.
In einer Eleganz und Ästhetik, die noch heute verblüfft, wird eine Welt entworfen die in ihrer Erhabenheit und schlichten Schönheit nachhaltig beeindruckt. In einer Perfektion, die man damaligen Möglichkeiten nicht zugetraut hat, wird so die überzeugende Illusion einer anderen Welt erschaffen, deren Wirkung auf die damaligen Zuschauer wie ein Wunder gewirkt haben und für zahllose ausgerenkte Unterkiefer gesorgt haben muß.

In Dankbarkeit verbeugt man sich dann nach dem Finale vor dem großartigen Produzenten Alexander Korda, der später auch mit Der Dieb von Bagdad eine ähnlich unvergleichbare Kunstwelt auf die Leinwand gebannt hat und dessen Der dritte Mann für immer zu den Klassikern des Kinos zählen wird.

Bleibt unterm Strich festzuhalten, daß auf dieser Blurayveröffentlichung 2 Meilensteine den Weg zurück ins Gedächtniss der Filmfreunde gefunden haben, dessen Besichtigung nicht nur Nostalgikern und Filmhistorikern Freude bereiten wird.
Dabei würde ich SHE mit 3 und TTC mit 4 Punkten bewerten.
Interessant bei dieser Veröffentlichung ist, daß auf der Scheibe auch eine nachkolorierte Version vorliegt, die der originalen s/w auf jeden Fall vorzuziehen ist.

Die Bildqualität reicht bei weitem nicht an die von modernen Produktionen oder aufwendig restaurierte Oldies heran und ist noch immer durch eine Menge Verschmutzung gekennzeichnet. Dies trägt meines Erachtens aber zum Flair des Films bei und unterm Strich läßt sich auch viel Mühe bei der Wiederherstellung feststellen. Selbst bei einer Leinwand von 3 m war das Bild, unter Berücksichtigung des Alters, durchaus respektabel.
Nachschub bitte!!! 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 21.10.12 um 12:17
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Hervorragende visuelle Gestaltung, desssen Unterhaltungswert auch durch die dürftige Spannung und das mangelhafte Schauspiel der Hauptdarsteller nur minimal geschmälert wird.

Star des Films sind die herrlich martialisch gestalteten Fabelwesen aus der griechischen Mythologie, die sich mit ihrem dreckigen Look wohltuend von einer Harry Potter, bzw. Die Mumie Ästhetik abheben, sowie die an Gigantonomoie grenzenden Kulissen aus dem Rechner,deren überdimensioniertes Design einen unausweichlich in kindliches Staunen versetzt.
Sam Worthingtons blasses Spiel, seine unglaubwürdige Darbietung als sich sorgender Familienvater und sein absolut unheroisches Charisma, fallen auch nicht weiter ins Gewicht, da sich seine Funktion darauf beschränkt, den Zuschauer, kirmesgleich, von einer mythologischen Attraktion zur nächsten zu führen.
Hätte man die Farce, die sich Handlung nennt noch weiter ausgereizt und müßte der Zuschauer Worthingtons Schauspielversuche länger ertragen, wäre der Film wohl in die Hose gegangen. Bezeichnender Weise werden auch nur in den Nebenrollen, allen voran durch Ralph Fiennes und Liam Neeson, erwähnenswerte schauspielerische Akzente gesetzt.
So aber reduziert sich die Handlung auf eine zum Luftholen notwendige Erholungspause, die gebraucht wird, um dem nächsten Effektgewitter wieder mit voller Aufmerksamkeit beiwohnen zu können.

Also alles in allem ein verdammt hohles Stück Kino, daß fahrläßiger Weise alle Finessen des griechischen Dramas im großen Bogen umschifft, aber trotzdem erstklassig unterhält. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 18.10.12 um 13:53
/image/movie/battleship-2012-neu_klein.jpg
Die 3 Punkte gibt's für die erwartungsgemäß wirklich sehenswerten Effekte.
Über die grenzdebile, zähschleimig pathetische Pseudohandlung und die stereotypen Schubladencharaktere aus der Hollywoodmanufaktur legen wir besser ein Mantel des Schweigens... 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 18.10.12 um 13:44
/image/movie/rare-exports-limited-steelbook-edition--neu_klein.jpg
Böse Variante über die wahre Geschichte des besten aller Wesen, dem Weihnachtsmann.

Im hohen Norden Finnlands soll eine Expedition im Auftrag eines exentrischen Sammlers den Weihnachtsmann bergen. Vor langer Zeit haben die Samen, die Ureinwohner Finnlands, den Weihnachtsmann unter einer riesigen Schicht von Holz und Geröll tiefgefroren. Aber irgendwas scheint schiefgelaufen zu sein. In der Einöde rund um die Ausgrabungsstätte geschehen plötzlich unheimliche Dinge. Als der Weihnachtsmann schließlich in eine Tierfalle tappt, scheint das Böse aber wieder gebannt....

Mit trockenem nordischen Humor hat Regisseur Jamari Helander eine Horrorkomödie erschaffen, die durchgehend auf hohem Niveau unterhält.
Durch die Auswahl grimmig wirkender Schauspieler, einer entsättigten Farbgebung und eines eisig kargen Sets wurde so eine Stimmung geschaffen, der einem echten Backwood Slasher den richtigen Nährboden bereiten würde.

Das es aber doch etwas handzahmer zur Sache geht, ist zuerst etwas verwunderlich, da die atmosphärische Fährte eindeutig für einen soliden Horrorfilm gelegt wurde. Bevor es aber richtig zur Sache geht, entschärft immer wieder trockener nordischer Humor die Situation.

Daher ist auch die immer wieder geäußerte Kritik, man hätte hier mehr draus machen können, zum Teil gerechtfertigt. Es wäre bei diesen Zutaten ein leichtes gewesen, mit einem höheren Blutzoll und ein paar gezielt eingesetzten Schockmomenten die Spannungskurve in beklemmende Höhen zu schrauben. Das dies ausbleibt, enttäuscht immer wieder die Erwartungshaltung ein wenig. Zu sehr hofft man auf eine Eskalation der Spannung.

So aber bleibt der Regisseur seinem unterkühlten finnischen Temperament treu und stattet sein Werk durchgehend mit einem lakonischem Grundton aus, dem jede stimmungsmäßige Übertreibungen ein Greuel zu sein scheinen. So lädt auch der Humor nicht zu Schenkelklopforgien ein, sondern versteckt sich oft hinter einer ernsthaften Fassade. Das führt dazu, daß er nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist und sich die feine Ironie nicht jedermann erschließt.

Bei Rare Exports sollte man also keinen klassischen Horrorfilm erwarten, sondern eher eine Horrorkomödie, die im Independentsegment anzusiedeln ist und den Sinn des Reigisseurs fürs Skurille widerspiegelt.
Da sich der Film aber handwerklich und stlistisch auf dem Niveau kleinerer Hollywoodproduktionen befindet, gibt es auch in diesem Punkt keine Gelegenheit, sich etwa über eine billige Machart zu beschweren.

Wenn man also die Erwartungen auf neutral runterfährt und die sich automatisch audrängenden Vergleiche zum Arktisschocker "Das Ding" ausblendet, kann man 83min. seiner Lebenszeit auf sehr unterhaltsame Weise verbringen.

Eine amerikanische, ausgereiztere Variante des Themas, wäre wie im Falle von "The Ring", sicherlich sehr interessant... 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 18.10.12 um 13:37
/image/movie/el-perdido-western-legenden-no.-16-limited-mediabook-edition-neu_klein.jpg
ACHTUNG SPOILER!!!
Ambitionierter Western, mit Anleihen aus den griechischen Tragödien.
Mit viel Einfühlungsvermögen, welches sich fernab von der Grobschlächtigkeit des dreckigen Dutzend bewegt, zeichnet Regisseur Robert Aldrich das Porträt zweier sich rivalisierenden Haudegen (Revolverheld O'MAlley-K.Douglas und Sheriff Stribling-R. Hudson), die im Laufe eines Rindertransportes Respekt und Anerkennung für einander gewinnen, auf Grund der gemeinsamen Vergangenheit (O'Malley hat den Schwager des Sheriffs erschossen, worauf sich seine Schwester erhängte) aber niemals Freunde werden können.
Da Stribling O'Malley im rechtsfreienGebiet von Mexico aufspürt, beschließt er, O'Malley, der gemeinsam mit einer Jugendliebe ein Viehtreck nach Texas begleiten will, ihn bis nach Texas zu begleiten, um ihn dort dem Gesetz auszuliefern und aufzuhängen.

Bis dort bleibt jedoch im neutralen Gebiet Texas genügend Zeit sich zu beschnüffeln und kennenzulernen.
Wäre da nicht die Rivalität um die bildschöne Jugendliebe O'Malleys, in die sich Stribling natürlich auch im Handumdrehen verguckt, könnte aus den beiden gestandenen Mannsbildern auf Grund ihrer charakterlichen Ähnlichkeit und Aufrichtigkeit so etwas wie Freundschaft entstehen.
Die Schicksalshaften Ereignisse der Vergangenheit, lassen wegen der innerlichen Festigkeit und Tugendhaftigkeit Striblings eine solche Entwicklung jedoch nicht zu.
So gärt unter jeder Scene die Schicksalhaftig- und Endgültigkeit des Todes, da O'Malley mit einer Verhaftung keineswegs einverstanden ist und das Finale Duell in Texas schon abgemachte Sache ist.
Owohl O'Malley in jeder Scene der souveränere Part ist und Stribling selbstsicher und angstfrei seine Überlegenheit spüren läßt, entscheidet sich die Jugendfreundin O'Malleys für den Sheriff.
Dafür, daß O'Mally nicht völlig verzweifelt, sorgt die bildhübsche Tochter der Angebeteten, die sich Hals über Kopf in O'Malley verliebt und diese Liebe von ihm schließlich auch erwiedert findet.
Bevor es jedoch zum Happy End kommen könnte, hält das Schicksal noch einen vernichtenden Schlag gegen O'Malley bereit, der ihn seinen Lebensmut kosten wird...

Auch El Perdido ist vielmehr als ein klassischer Western. Er ist, wie alle großen Western, ein menschliches Drama vor imposanter Kulisse, welcher der freien Entscheidungsfreiheit des Einzelnen, die größere Macht des Schicksals entgegen stellt und die Protagonisten zu Marionetten einer höheren Ordnung macht.

Durch die Imposanten Kulissen und der Weite des Westens, werden die gewöhnlichen Schicksale aus dem Alltag getrennt und erhalten dadurch eine überhöhte Bedeutung.
Dies macht sich vor allen in der sklavischen Abhängikeit Striblings von seinem beruflichen und sozialem Ethos, dem er nicht zu entkommen vermag, sowie dem Tod als einzige Alternative zu einem von Liebe erfüllten Leben O'Malleys, bemerkbar. Durch solche verdichteten und vereinfachten Handlungsmuster wird somit auf grundlegende Verhaltensformen der menschlichen Natur verwiesen, die auf Grund der gegebenen Natur nur schwer zu durchbrechen sind.

El Perdido besticht also unterm Strich durch einen großartigen Cast, aus dem Kirk Douglas deutlich hervorsticht, sowie seine fein ausgearbeiteten psychologischen Komponenten.

Was den Genuß dieser Westerntragödie jedoch merklich schmälert, ist das mangelhafte Bild. Stören die Fusel noch weniger, verleihen sie dem Film doch ein nostalgisches Flair, ist die Unschärfe bei den Landschaftsaufnahmen schon weitaus ärgerlicher.
Die Kulissen sind mitunter so unscharf und schmierig, daß sie Ähnlichkeit mit meinen ersten malen nach zahlen Bildern haben. Und da hört der Spaß wirklich auf. Hier hätte sich Hr. Koch mehr Mühe geben und ein Resultat abliefern müßen, welches der Qualität des Streifens ebenbürtig ist. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 2
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 14.10.12 um 12:15
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Vielschichtiger Experimentalfilm, der sich mit einem Mix aus Cyber Punk, Mystik und Psychodrama einer eindeutigen Interpretation entzieht, auf Grund des profunden cineastischen Wissens Arronofskys und der intensiven Beschäftigung des Regisseurs mit Spritualität (The Fountain) aber nicht banalisiert werden darf und dessen vielschichtiger Symbolismus weit über das rein Gezeigte hinausragt.

Als Kind hat Max, entgegen der Warnung seiner Mutter, direkt so lange in die Sonne geschaut, bis er erblindete. Bevor er aber das Augenlicht verlor, habe er "verstanden".
Von dieser Schau geprägt, wird Max, der sein Augenlicht allmählich wiedergefunden hat, später Mathematiker, um dieser hinter allem stehenden einen Wirklichkeit auf die Spur zu kommen. Über die Mathematik, die seiner Ansicht nach die Sprache der Natur, bzw. Gottes ist, soll sich ihm das Geheimnis der grundlegenden Natur der Erscheinungswelt offenbaren.
Als Schlüßel hierzu soll ihm die myseriöse Zahl PI (Die Fläche eines Kreises ist genau Radius mal PI Quadrat) dienen, die sich nach dem Komma in einer endlos sich nicht wiederholenden Zahlenfolge fortsetzt.

Hier lassen sich schon die ersten Bilder biblisch religiös deuten. Die Aussage der Mutter, nicht in die Sonne zu schauen, könnte man mit Gottes Verbot an Adam gleichsetzen, nicht den Apfel vom verbotenen Baum, dem Baun der Erkenntnis zu verspeisen. Dies aber genau tut Max und wird umgehend aus dem Paradies der Unbekümmertheit der unwissenden kindlichen Existenz vertrieben.
Er ist seitdem ein unglücklicher, gequälte Mensch, der sich vom Leben und seinen Vergnügungen abgeschottet (seine Wohnungstür ist mit ca.10 Schlößern gesichert), und sich völlig in seinen Intellekt zurück gezogen hat. Den Annäherungsversuchen einer Nachbarin und den Neckereien eines kleinen Mädchens begegnet er abweisend und schroff. Emotionale Bindungen scheinen nur Hindernisse auf dem Weg zur Erkenntniss zu sein.
So ist es auch nur logisch, daß Max einziger Kontakt sein ehemaliger Mathemathikprofessor ist, mit dem er Strategiespiele spielt und über Mathematik philosophiert.
Dieser ist allerdings von Max Isolierung und mathematischer Forschung wenig begeistert. Auch er habe sich einst mit der Zahl PI beschäftigt. Er halte diese Forschung jedoch für gefährlich, er selbst habe damals durch diese Beschäftigung einen Schlaganfall erlitten, und nutzlos. Sie führe zu nichts. Er solle lieber in die Welt hinausgehen, sich eine Freundin suchen und das Leben genießen.

Diesem Vorschlag kommt Max jedoch in keinster Weise nach. Im Gegenteil: Als ihm eine undurchsichtige Organisation einen neuen Chip für seinen Rechner anbietet, kann er nicht widerstehen und vertieft sich noch intensiver in seine Forschung.
Als er schließlich auf eine 216stellige Zahl trifft, die der Schlüßel zum Verständnis der phänomenalen Welt zu sein scheint, bedrängen ihn die Organisation ebenso wie eine Gruppe jüdischer Kabalisten, ihnen die Zahl zu offenbaren.
Die Organisation will damit das Geschehen der Börsenkurse vorhersagen um damit Profit zu machen, die Kaballisten brauchen den Code, damit dieser (in Worte umgewandelt) von einer reinen Seele ausgesprochen, Gott offenbaren werde.
Max lehnt jedoch beides ab. Er unterscheidet nicht zwischen den Motivationen der Gruppen. Ob nun profane Motivationen (Geld) oder heilige (Gottesschau) dahinter stecken, er sieht in beiden Gruppen nur Fanatiker, die sich mit dem Wissen ein Vorteil für ihre Partei sichern wollen. Außerdem sei die reine Zahlenkombination nutzlos. Man muß ihre Bedeutung intuitiv erfassen, um sie nutzen zu können. Das dafür nicht jeder Geist bereit ist, muß auch der Mentor von Max schmerzlich am eigenen Leib erfahren.
Von Max Entdeckung angestachelt, begibt auch er sich wieder an die Erforschung der Zahl PI.
Als er jedoch dem Zahlencode auf die Spur kommt und ihn ausdrucken kann, bevor der Computer abstürzt, erleidet er einen neuen Schlaganfall. Die Zahl (Gott?) war für Mensch und Technik zu groß. Der göttlichen Dimension konnten weder künstliche noch neurologische Schaltkreise standhalten.
Max hingegen kann mit der Zahl eine zeitlang leben. Seine Motivation war rein. Er war auf der Suche nach reiner Erkenntniss und nicht nach weltlichem Vorteil aus. Im Gegenteil: er vermeidete Geld, Frauen und Ruhm um seinen inneren Durst zu stillen.

Aber auch er muß nach kürzerer Zeit dann doch kapitulieren.
Er leidet schon seit Jahren an starker Migräne und halluzinatorischen Zuständen, die er nur mit Psychopharmaka einigermaßen unter Kontrolle kriegt.
Nach seiner Schau jedoch, befindet er sich an der Grenze zum Wahnsinn und ist kurz davor, seinen Verstand zu verlieren. In äußerster Verzweiflung versucht Max, sich seiner geistigen Folter mittels einer Bohrmaschiene zu entledigen. Er bohrt sich sich ein Loch in den Kopf, um seine Pein und seinen quälenden (bohrenden) Intellekt zu zerstören.

Danach sieht man Max seelig lächelnd im Park sitzen. Das kleine Mädchen aus dem Treppenhaus stellt ihm wieder mathematische Fragen. Er kann sie nicht mehr lösen. Dennoch ist sein Gesicht von freudiger Zuwendung gekennzeichnet. Zum ersten mal zeigt er Interesse für seine Mitmenschen.
Still genießend schaut er in der Schlußscene der Sonne zu, wie ihre Strahlen im bewegten Laub eines Baumes spielen.
Er hat jetzt erkannt, daß das Geheimniss nicht vom Verstand verstanden werden, aber in stiller Betrachtung erkannt werden kann.
Zwischen dem höchsten, der Sonne, dem Licht der Erkenntnis (Gott) und dem Lebenden, der Erscheinungswelt, dem Baum, gibt es keinen Unterschied.
In einer reinen Schau offenbart sich das offensichtlich Gesehene als untrennbarer Ausdruck des letztendlichen Myteriums.
Durch die Zerstörung des arbeitenden und interpretierenden des Verstandes, hat sich der verhüllende Schleier der Ideenwelt gelüftet.
Genau darauf spielt übrigens auch William Blakes berümtes Zitat "If the doors of perception were cleansed, everything would appear to man as it is, infinite." an, das für den Titel von Aldous Huxleys Buch, sowie den Namen der Band "The Doors" verantwortlich ist.

Ob meine Interpretation jetzt überbewertet ist, sei dahingestellt. Zu kryptisch und kaffkaesk verzahnen sich hier Symbolysmus, cineastische Spielfreude und Doppelbödigkeit miteinander, als das auf Eindeutigkeit gepocht werden könnte.
Das ich aber nicht völlig danebenliege ist zu vermuten, da Arronofsky als gebildeter Jude eng mit der Jüdische-mystischen Zahlenleere vertraut ist und der Bezug zu ontologischen Themen überdeutlich zutage tritt.
Auch das Symbol des Baumes zu Beginn und zu Anfang des Filmes, sind immer widerkehrende Symbole der jüdischen Mystik. Durch die filmisch unscharfe Trennung von Sonnenlicht um Baumsilhouette, wird die Grenze zwischen Geist und Materie mit einem einfachen Trick verwischt.

Ein anderer interessanter Nebenaspekt, ist das wiederholt auftauchende Ameisenmotiv. Mehrmals wird sein Computer durch das Einwirken einer Ameise sabotiert. Hier wird plakativ dargestellt, daß das größte Produkt des menschlichen Geistes, der Computer, selbst dem kleinsten Gottesgeschöpf, der Ameise, unterlegen ist. Dies ist ein sehr schöner Ausdruck, die Vermessenheit und Arroganz des Intellektes, mit einem einfachen Bild in die Schranken zu verweisen.

Wenn man das Bild nicht als gewolltes cineastisches Ausdrucksmittel einstufen würde, müßte man es als eine Frechheit bezeichnen. Das Schwarz/Weiß Bild ist zum Teil überbelichtet wie alte Stummfilmschinken und die Grobkörnigkeit des Bildes gleicht der von Metzger Plum's Dinkelsalami.
Ich unterstelle aber einfach mal, daß all dies jedoch gewollt ist um künstlerisch die festen Grenzen des Realen aufzulösen, sowie die Beschaffenheit der Welt aus dem (göttlichen?) Licht zu verdeutlichen. Damit unterstützt die Wahl des Filmmaterials die Botschaft des Films folgerichtig.

Auch wenn sich dem Zuschauer einige Aspekte des Films zu erschließen scheinen, teilt er am Ende Maxs Schicksal. Er kann den Film in seiner ganzen Breite nicht verstehen, bei entsprechender Polung die ihm zu Grunde liegende Botschaft aber intuitiv erahnen... 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 13.10.12 um 13:01
/image/movie/melancholia-2011-neu_klein.jpg
Nur bedingt unterhaltsames therapeutisches Filmprojekt des selbst unter Depressionen leidenden Regisseurs.
In der ersten Hälfte des Films verfolgt der Zuschauer in quälender Langatmigkeit die Hochzeit der unter depressiver Symptomatik leidenden Werbemanagerin Justin . Die Stimmung auf der Hochzeit gleicht schon von Anfang an auf Grund fehlenden Frohsinns in dieser dekadenten, von Geld dominierten Gesellschaft aber eher einem Begräbnis als einem Fest. Wegen schwelender familiärer und beruflicher Konflikte, fällt es auch schwer, die krampfhaft aufgerichtete Fassade der guten Laune länger aufrecht zu halten.
Die Festgesellschaft ist entweder wegen Geldes zerstritten oder vom Leben enttäuscht, vom Mammon versklavt oder ist in langweiligen und belanglosen Ritualen der besseren Gesellschaft erstarrt.
Lebensfreude ist hier Fehlanzeige und Melancholie ist auch wohl der treffendste Begriff, der sich dem Zuschauer beim Betrachten dieser seelisch verkrüppelten Wesen aufdrängt.

Nachdem das Hochzeitsfest auch folgerichtig in die Hose geht, da Justine die Oberflächlichkeit und Verlogenheit ihrer Angehörigen nicht länger ertragen kann, noch in der Hochzeitsnacht fremd geht, und ihrem Chef, der auch gleichzeitig noch ihr Schwiegervater ist, kündigt, da dieser doch allen Ernstens Justine noch auf der Hochzeitsfeier zum arbeiten anhalten möchte, wird noch am selben Abend die Scheidung eingereicht.

Justine lebt nach dem Fiasko der Hochzeit mit ihrer Schwester Claire, deren Mann und und dem gemeinsamen Kind zusammen auf dessen großzügigen Anwesen.
Da nähert sich aus den Tiefen des Alls unerwartet der Planet Melancholia der Erde und droht ihr zerstörerisch Nahe zu kommen.
Er wird die Erde aber verfehlen. Davon gehen die Wissenschaftler mit ziemlicher Sicherheit aus...

Während Justine dem Spektakel mit einiger Gelassenheit und Zynismus entgegensieht, bekommt es die Schwester mit der Angst zu tun.
Während Justine von dem Leben enttäuscht ist und nichts mehr erwartet, gerät Claire in Sorgen und Nöten, hat sie ja noch durch ihre Familie eine postive emotionale Verbindung zur Welt, deren drohender Verlust ihr große Angst bereitet.

Erst als der Irrtum der Wissenschaftler nicht mehr zu verleugnen ist und die Katastrophe unmittelbar bevorsteht, kann Justine im Angesicht der bevorstehenden Erlösung ihren depressiven Panzer sprengen und sich mit der Schwester versöhnen. Bereits losgelöst und angstfrei begleitet sie mutspendend ihre Schwester und deren Sohn in den letzten Momenten der Existenz.

Meines Erachtens hat der Film keine tieferliegende existenzielle Botschaft, außer der in den Bildern gezeigten.
In erster Linie wird hier die Sicht auf die Welt aus der Perspektive eines traurigen Menschens geschildert:
Die Welt um ihn herum ist entseelt und bedeutungslos. Die Träume vom Glück sind zerplatzt oder nur anderen zugänglich. Die Gefühlswelt ist erkaltet und nur der Tod bringt Befreiung.
So läßt sich auch die Scene erklären, in der Justine Nachts nackt am Rande eines Baches in im seichten Schein Melancholias badet. Die ohnehin schon romantisch komponierte Scene wird durch Wagnerklänge noch so ergänzt, daß sich eindeutig daraus schließen läßt, daß Justine ein romantisch erotisches Verhältnis zum Tod hat. Verspricht dieser doch die endgültige Auslöschung des Leidens.

So voyeuristisch interessant die Einblicke in die düsteren Winkel der Seele aber auch sind, so wenig hat Melancholia als Film zu bieten.
Allein die Hochzeitsscene nimmt geschlagene 60 min in Anspruch.
Obwohl man dem lahmen Treiben schon nach 5 min. den Rücken zukehren möchte, zwingt uns Lars von Trier, ca. 1 Std. lang, also quasi in Echtzeit, dem ermüdenden Reigen beizuwohnen. Natürlich soll durch das hohle Treiben der Hochzeitsgesellschaft die Melancholie für den Zuschauer nachfühlbar werden. Mit der erzählerischen Leere und der nervtötenden Wackelhandkamera überstrapaziert von Trier aber die Geduld des Publikums deurlich. Melancholie ist eben halt traurig und nicht unterhaltsam.
Auch die anschließenden Gegebenheiten auf dem Landsitz ihrer Schwester reißen nicht wirklich vom Hocker und könnten am ehesten als "Ausschnitte aus dem Alltagsleben der Familie XY" bezeichnet werden.
Natürlich geht es hier am Rande auch nochmal um Verantwortung, die Frage was das Leben lebenswert macht, Mut, Ehrlichkeit, dem Sinn des Lebens im Angesicht des Todes undsoweiterundsofort. Wirklich neue und überraschende Erkenntnisse liefert Melancholia aber auch hier nicht. Zu belanglos sind die Kleinigkeiten des Alltags, als daß hier Interesse aufkeimen könnte. Das ist mehr Big Brother als Kino.
Das Justine letztendlich zum Schluß am wenigsten panisch reagiert, ist daher auch nicht sonderlich überraschend, da sie ja innerlich durch ihre Krankheit bereits schon so gut wie Tod ist und daher auch keine Angst mehr fühlt.
Je depressiver ein Mensch ist, desto weniger fühlt er. Dies gilt auch für Schmerz, Traurigkeit und Angst.
Durch das schonungslose, quälend voyeuristische Begleiten der bedauernswerten Justine, bleibt Lars von Trier so leider phlegmatisch dem semidokumentarischen Stil, auf Kosten einer packenden Dramatisierung interfamilliärer Konflikte, bis zum bitteren Ende treu.
Auf Kosten dieser erbarmungslosen, letztendlich aber dennoch konsequenten Seelenausleuchtung verabschiedet sich der Unterhaltungsfaktor frühzeitig. Und wer traut sich schon, sich bei so einem Betroffenheitsthema über etwaigen mangelnden Unterhaltungswert zu muckieren? ICH!

Auch wenn Melancholia cineastische Wertarbeit ist und mit einer halben Milchstraße von Anspruchssternchen glänzen kann, ist es kein Film der unterhält oder gar fesselt. Sicherlich ist es interessant und lehrreich, in eine den meisten Menschen fremde Stimmungslage versetzt zu werden, von einem Filmvergnügen kann man aber auf Grund der dürftigen erzählerischen Substanz und nicht zuletzt wegen der visuellen Nötigung durch die wackelige Handkamera kaum sprechen.

Sollte sich Lars von Trier einmal der Manie zuwenden, dürfte aber alles wieder gut werden... 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 13.10.12 um 12:18
/image/movie/kap-der-angst-1962-und-kap-der-angst-1991-double-feature-neu_klein.jpg
1962
In weiten Teilen gelungener Thriller, mit zeitgenößisch hölzerner Inszenierung.
Nimmt man Gregory Peck den behütenden Familienvater aber noch blind ab, kann Robert Mitchum als Ex-Knacky keine wirkliche Bedrohung aufbauen. Diese wird lediglich duch den Plot und Mitchums physische Ausmaße sowie seiner imposanten Brustbehaarung, nicht aber durch sein Schauspiel erzeugt.
Daran lahmt der Film durchgehend, auch wenn die Geschichte selber zu fesseln weiß

1991
Vollblut Cineast Scorsese peppelt den Thrillerklassiker mit allerlei Finessen auf, um den Ansprüchen des heutigen Publikums gerecht zu werden. Die Familienstruktur weist z.b. nicht mehr die Idylle der Musterfamilie Gregory Pecks auf, sondern zeichnet durch diverse Spannungen ein weitaus realistischeres Bild der kleinsten sozialen Einheit. Diese wohldosierte Komplexität trägt durchaus zum Spannungsgefüge des Films bei, ohne jedoch zuviel Platz einzunehmen.
Auch hat sich Scorsese durch die Verpflichtung zweier Hollywood Schwergewichte eng am Original orientiert und präsentiert mit Nick Nolte als Familienvater Bowden und De Niro als Cady, ebenbürtige Nachfolger der einstigen Ikonen.
Insgesamt muß man Scorsese zugute halten, daß er sich insgesamt wohltuend nah am ausgereiften Handlungsstrang des Originals bewegt. Durch die Imitation einiger Scenen des Vorläufers erfährt dieser auch gebührende Huldigung. Nur da wo nötig, wird die Gewalt erhöht und die Konflikte verschärft.

Dieser Steigerungslogik fällt jedoch das Schauspiel der Protagonisten etwas zum Opfer.
Jessica Lange z.b., weiß auf Spannung nicht anders zu reagieren, als sich nervös zuckend mit ihren Grabbelfingern hektisch durch die Maske zu fahren, als ob sie die Pusteln einer Herpesinvasion aus ihrem Antlitz verbannen möchte. Da wäre weniger überdosierte Hysterie und mehr schauspielerische Möglichkeiten wünschenswert gewesen.

Am stärksten fällt dies aber beim Schauspiel De Niros auf. Zeichnete sich sein Vorgänger Mitchum noch zurückhaltenes Schauspiel aus, kratzt De Niro hart an der Grenze zum Overacting: Jede Geste wirkt ein wenig zu dick aufgetragen.
Natürlich spielt er einen Psychopathen und muß sich daher auch außergewöhnlich extravertiert geben. Dennoch grenzt sein übertriebenes Gebaren manchesmal an der Schwelle zur Lächerlichkeit und kann nur durch die Souveränität des Schauspielers De Niro vor dem absacken unter die Schamgrenze bewahrt werden.
Zur aufgeblähten Präsenz Cadys gehören auch seine immer wieder ausgestoßenen hypomanen Bibelzitate, wie z.b. nach der Prügelei mit den Auftragsschlägern, die völlig deplatziert wirken und nur verkrampft den Wahnsinn De Niros auszudrücken versuchen.

So genial die Kunst des De Niros auch sein mag, sein zuviel fügt sich nicht nahtlos in die Stimmung des Filmes ein und wirkt eher wie ein Fremdkörper, als eine Bereicherung. So wünscht man sich, er hätte sein Talent auf das seines Umfeldes gedroßelt.

So bleibt denn unterm Strich der Eindruck eines soliden aber nicht perfekten Thrillers, eines zwar außerordentlich interessanten, aber viel zu hoch bewerteten Regisseurs, zurück. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 08.10.12 um 23:03
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Solide inszenierter Mix aus Psycho- und Horrorelementen, den man bis ins letzte Filmkorn hinein analysieren und sezieren, oder durch den man sich von seiner mystisch paranoiden Strahlkraft fesseln lassen kann.

Wie auch immer man sich aber seinem Temperament entsprechend zu entscheiden vermag, fest steht auf jeden Fall, daß es sich bei Black Swan trotz der Verquickung verschiedener Elemente, um ein Film wie aus einem Guß und mit nur wenig Fehl und Tadel handelt.
Verantwortlich dafür ist in erster Linie der mit einer hochkarätigen Schauspielerriege besetzte Cast, der seine jeweiligen Rollen glaubwürdig interpretiert und somit der schnörkellosen Dramatik des Filmes reibungslosen Entfaltung verhilft.
Bei einer so unkonventionellen Handlung wie bei Black Swan hätten nämlich leicht inszenatorische Schnitzer, wie zum Bsp. effekthascherischen Einsatz von Spezialeffekten oder ein zu übertriebenen Showdown, unterlaufen können und somit den Film unvermittelt ins Reich des Grotesken verwiesen.

So aber werden durch einfühlsame Regieanweisungen die einzelnen Rollen und ihre Verflechtungen untereinander behutsam aufgebaut und im Dienste der Geschichte fortentwickelt.
Dabei sind einige Längen und stille Momente gerne verzeihlich, geben sie doch den Schauspielern, vor allen Dingen Natalie Portman als Ballerina Nina, dadurch mehr Raum zur Entfaltung ihrers Charakters und lassen so dem Zuschauern mehr Gelegenheit zum Studium ihrer sensiblen Psyche.
Als besonders pathogenes Element in Ninas Psyche erweist sich hierbei die einschnürende und jede Eigenständigkeitsfördernde Entwicklung hemmende, überprotektive Art der Mutter (düster-brilliant: Barbara Hershey), die alle lebensnotwendigen Autonomiebestrebungen der Tochter im Keim ersticken.
Mit ihrem Spiel aus emotionaler Zuwendung und Bestrafung, kontrolliert sie Nina, um ihre Eigenen unerfüllten Ballerinaräume zu verwirklichen. Ihre Omnipräsenz macht auch vor dem Zimmer der Tochter und dem Ballettuntericht, wo sie Nina ständig per Handy überwacht, nicht halt. Dabei baut sie mit ihrem resoluten, keinen Widerspruch duldenem wesen eine Atmosphäre der Einschüchterung auf, die den Zuschauer das klaustrophobe Seelenleben Ninas unmittelbar nachfühlen läßt.

Durch den langsamen Aufbau der Erzählung und durch das allmähliche herauslösen Ninas aus dem Joch der Unterdrückung, werden so nach und nach blockierte triebhafte Emotionen frei, deren Intensität Nina nicht gewachsen ist und deren Beherschung sie niemals üben konnte. Diese werden sie schließlich in ein schizoides Zwischenreich führen, daß ihr Untergang sein könnte.

Vor allen Dingen das aufbrechen der sexuellen Blockaden durch den Tanzlehrer sowie ihrer Ballerinafreundin Lily, die ihr zur seelischen Auflockerung einen für ihre Verhältnisse extatischen, durch Partydrogen geputschten, Abend beschert, fügen sich nahtlos in die Erzählstruktur von Black Swan ein. So nehmen Ninas psychotische Schübe parallel mit der Intensität ihrer erotischen Phantasien zu. Das dabei die Wandlung von Normalität bis zum gepflegten Wahnsinn in kleinen, plausibel wirkenden Schritten verläuft wird und sich die Effekte immer der Geschichte unterordnen, führt zu einer Kontinuität der Erzählstruktur, die Black Swan trotz seiner phantastischen Elemente immer das Gefühl der Glaubwürdigkeit verleihen.

Somit hat Black Swan die Scharte, die sich Arronofsky mit dem im Fahrwasser des seichtem amerikanischem Pathos ala Clint Eastwood schunkelnden The Wrestler wieder selbst ausgewetzt. Den Punkt Abzug gibts wegen den erwähnten Längen im Film, die zwar alle irgendwo ihre filmischen Berechtigungen haben, aber eben nur bedingt unterhalten und dem penetranten Einsatz der Handkamera, welche sich tänzelnd um vermeintliche Nähe suggerierende Semidokumentarität bemüht, bei mir aber nur Assoziationen an B-klassige UUpps die Pannenshow Kamerakünste weckt.
Die Bildqualität ist schwankend. Da sie manchmal ganz OK, manchmal ein wenig verwaschen grieselig die Leinwand befällt, ist das Filmkorn als gewolltes Stilmittel fraglich. Auch da Abzug. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 08.10.12 um 22:57
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Sehenswerte Animationsgaudi, an der 1.000 Computeranimateure 1.000 Jahre gearbeitet haben, um diesen unglaublichen Detailreichtum zu erschaffen.
Neben imposanten Westernkulissen beeindrucken hierbei vor allen Dingen die Animationen der Borstenviecher.
Den Filmemachern ist es gelungen, den haarigen Bewohnern des Westernkaffs Dirt mit einer differenzierten Gestik und Mimik die Lebendigkeit der organischen Pendants einzuhauchen und so jeden einzelnen Charakter zu einem originellen Kauz werden zu lassen.
Die Bandbreite und Qualität der künstlich generierten menschlichen Wesensmerkmale, die hier differenziert und zuweilen subtil, zu bestaunen sind, dürften auf Grund ihrer Perfektion auch nachhaltig CGI überdrüssige Arthaus Cineasten beeindrucken.

Kritik läßt sich daher auch am ehesten am etwas unentschloßenem Drehbuch üben. Zu windig flattert es zwischen Slapstick, Drama und Actionparodie hin und her, als das es aus einem Guß wirken würde. Etwas mehr Nähe zum Muttergenre hätte hier Rango die fehlende Geschloßenheit bescheren können.
So erzielt z.b. die Parodie auf Star Wars zwar die gewünschte Wirkung, verdirbt aber andererseits die Westernatmosphäre erheblich.
Auch ennttäuscht die Anfangs angedeutete aber nicht weiter vertiefte Sinnsuche Rangos, da sie die geweckte Hoffnung, den Film mit so etwas wie einer "Message" oder zumindest ein wenig geistigen Anspruch zu unterlegen, enttäuscht
So aber begüngt sich Rango mit einer, zwar meist gelungenen, Aneinanderreihung von Gags, die wohl furios das Medium Film abfeiern, über den reinen Unterhaltungswert aber nicht hinauszuweisen vermögen.

Bleibt unterm Strich zu vermerken, daß Rango zwar als visuelles Meisterwerk,welches auf dem Niveau von Legende der Wächter rangiert, betrachtet werden darf, daß sich mit seiner Überambitioniertheit, zu viele Facetten anzureißen aber nicht konsequent zu Ende zu entwickeln, selbst ein Bein stellt. Da wäre weniger ein bißchen mehr gewesen... 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 07.10.12 um 17:14
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Bisher der belangloseste Film aus Kochs Western Legenden Reihe.

Erzählt wird hier die plumpe Geschichte des Rumtreibers Ben Allisten (Clark Gable), der sich mit seinem Bruder von dem jüngst eigens überfallenen Viehbaron Nathan Stark, zu einem Viehtransport von über 1.500 Meilen breitschlagen läßt. Damit das Ganze aber über das Unterhaltungsniveau eines Zillertaler Almabtriebs hinausgeht, wird, ach wie Originell, noch eine vermeintliche Schönheit, Nelle, mit auf den Treck geschickt, um die sich Ben und Nathan Balzen dürfen.
Da Nella (Jane Russel) dabei den erotischen Charme von Selma und Patty Bouvier aus den Simpsons versprüht, läßt sich das Liebesgerangel um die rauhe Halbschönheit allerdings nur schwerlich nachvollziehen.

Nachdem sich Nella und Ben zu Beginn des Films in einem Stall angefreundet und Lieben gelernt haben, stellen sie im anschließenden Gespräch, auf Grund verschiedener Zukunftsvorstellungen, fest, daß sie nicht zusammen paßen. Innerhalb von 2,5 min. trennen sie sich wieder und und gehen vortan getrennte Wege. Au Backe.
Natürlich stellt ihr jetzt Nathan nach und verspricht, aus ihr die große Dame zu machen, die sie gerne wäre.
Als dann alle gemeinsam mit 4.000 Rindern auf den Track von Texas nach Montana gehen entpuppt sich Ben schnell als das Alphamännchen und läßt den Schnösel Nathan spüren, wer hier die dickeren Eier in der Hose hat. Zu wem sich Nella dann am Schluß hingezogen fühlt, darf jetzt jeder drei mal selber raten.

Abgesehen von der in die Hose geratenen Liebesgeschichte, die ungefähr so prickelnd ist wie stilles Mineralwasser, hätte man aus dem Konflikt zwischen Ben und Nathan, der ja ursprünglich von den Brüdern überfallen wurde, deutlich mehr rauskitzeln können.
So aber geben sich die beiden Protagonisten freundlich partnerschaftlich und laßen von Rivalität keine Spur erkennen. So wird jeder Biß vermieden, der gebraucht wird, um Spannung zu erzeugen und Interesse zu erwecken.
Die beiden Buhler verhalten sich aber leider so vorbildlich akkurat, daß man fast meinen wollte, sie bewerben sich um den Fraktionsvorsitz der Grünen. Hier wäre es sicherlich ein leichtes gewesen mit ein paar wenigen intriganten Kniffen, einen knisternden Hahnenkampf herbeizuführen.

So aber bleibt es eine zahnlose Angelegenheit, bei der selbst der obligatorische Indianerüberfall nicht mehr den Karren aus den Dreck zu ziehen vermag. Das hierbei die Rinderherde gegen Ende etwas das Schrittempo erhöht, soll so etwas wie Spannung und Dramatik vermitteln, hält aber selbst den vergleich zum jährlichen Pamplonaspektakel nicht stand.

Was dem Punkt aber dennoch die 3 Punkte beschert, ist der grandios auftrupmfende Clark Gable, der in 122 min. mit seiner Präsenz und seinem Charisma, mehr Unterhaltungswert besitzt als alle 10.000 DSDS Folgen zusammen.
Fast könnte man meinen, die Dramaturgie des Filmes wurde absichtlich gedrosselt, um den Stern Clark Gable nur um so heller erstrahlen zu lassen....

Die Tonabmischung ist außerordentlich gut geraten, die deutschen Untetitel funktionieren aber nicht.
Das Bild ist nahezu perfekt restauriert und beeindruckt durch eine Sauberkeit, die man sich bei El Perdido sehnlichst herbeigewünscht hätte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 01.10.12 um 11:25
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First he takes London...., jetzt zieht's Ihn aufs Europäische Festland.
Sein Erzfeind Prof. Moriatri hat Großes vor. Er will die westliche Welt in einen Krieg stürzen.
Dafür muß er hier und da ein Attentat verüben, um die Parteien gegeneinander aufzuwiegeln.

Sherlock hatte seit dem ersten Teil wohl etwas viel Leerlauf, was ihn dazu veranlaßt hat, die Wirkung von Cocablätterkauen auf das Zentralnervensystem im Eigenversuch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Auf jeden Fall scheint Holmes zu Beginn des Films, dem Wahnsinn näher zu sein als dem Genie.
Mit beginnenden Ermittlungen fängt sich der Meisterdetektiv jedoch wieder und die Beschäftigung mit der Vernunft führt ihn wieder näher an die Realität heran.
So "entführt" er denn Dr. Watson während der Hochzeitsreise aus den Klauen seiner Braut, um mit Ihm gemeinsam Prof. Moriatti nach Paris zu verfolgen und seine diabolischen Pläne zu unterbinden...

Auch der zweite Teil macht Laune und lebt in erster Linie von einem ultraläßigen, sich im intelligenzdelir befindlichen Robert Downey jr., dem in seiner extravertierten Leichtigkeit vielleicht nur noch Johnny Depp als Pirat das Wasser reichen kann.
Die Onemanshow des traumwandlerisch zwischen kindlicher Naivität und souveräner Überlegenheit hin- und herpendelnden Schauspielers macht bei der zweiten Ermittlungsarbeit noch genauso viel Spaß wie beim ersten.

Bedingt durch die Europatournee gibts diesmal aber leider weniger Kulissen aus dem viktorianischen London, was durch die herrliche Ausstattung einzelner, meist Parisianer, Festsäle, Kerker und Hinterzimmer aber wieder so gut wie komplett wettgemacht werden kann.

Einziger Wermutstropfen ist auch diesmal wieder die Kameraarbeit, die mit dem Wechsel zwischen Zeitlupe und Zeitraffer einen Rythmus vorgibt, der nicht immer nachvollziehbar bleibt und mit seinem hypermodernem Schnitt der altmodischen Atmosphäre entgegenarbeitet.
Erklärt sich mir die Lippenstift-Patronenscene erst beim zweiten Betrachten, so muß man aber auch zugestehen, daß genau diese Technik in der Waldverfolgungsscene die brachiale Wucht der Kanenengeschoße besser ausdrückt als eine irgendeine Echtzeitaufnahme.
Unterm Strich läßt sich aber auch hier sagen, daß schon einige Filme durch übertüchtige Kameramänner deutlich schlimmer kapputfotographiert worden sind und daß diese kleinen Schönheitsfehler den wohltuenden Gesamteindruck nur minimal schmälern. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 25.09.12 um 18:42
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Nach anfänglicher Skepsis auf Grund des eher handzahmen Trailers, war die Erleichterung über das gelungene Endresultat umso größer. Aardmann und Co haben nichts von Ihrem Charme eingebüßt. Auch diesmal wollen Sie keinen mit Nettigkeiten aufgepeppelten Geschichtsunterricht für Kleinkinder zum besten geben, sondern schießen mal wieder mit Ihren anarchischen Humor aus allen Rohren, auf alles was Humor, Zwerchfell und Lachmuskeln sein Eigen nennt.
Rotzfrech und respektlos holen sich hier sämtliche Piratenmachoklischees, ebenso wie die Queen des britischen Empires, eine Breitseite nach der nächsten ab.
Dabei ist die Liebe der Macher zu Ihrem Werk in jeder Scene und zu jeder Sekunde zu spüren. Bis zur letzten Silbe und bis in den letzten Winkel der Kulissen wird eine Akribie an den Tag gelegt, die jedem puren Kommerzdenken Hohn spricht, nur durch absolute Hingabe an das Projekt und totaler Aufopferungsbereitschaft auch des letzten Tropfen Herzblutes zu erklären ist und ebenso viel Bewunderung wie Dankbarkeit verdient.
Die Ausstattung ist bis ins kleinste Detail mit einer Stilsicherheit und Hingabe gefertigt, die allerhöchste Bewunderung verdient und maßgeblich zu dem außergewöhnlichen Filmerlebnis beiträgt. Jedes noch so kleine Detail, wie z.b. die Plakate mit ihren spöttischen Ankündigungen oder noch so große Bauten, wie z.b. die Hafenstadt mit ihren krummbeinigen Fassaden, wurde eigens für den Film entworfen und gebaut.
Welche Arbeit hinter solchem Aufwand steckt, wird in der beiliegenden Dokumentation ansatzweise beleuchtet und nötigt jedem Normalsterblichen höchsten Respekt ab, der nicht schon beim bloßen Gedanken an diese Mammutaufgabe die Flinte ins Korn wirft und in der nächsten Spelunke Trost bei einer Flasche Rum sucht.

Mit Die Piraten ist es dem Aardman Studio also mal wieder gelungen die Welt um eine Filmperle zu bereichern.
Den Punkt Abzug gibts eigentlich nur, weil der herzerfrischende Humor im letzten Drittel etwas von Actiondurchsetztem Slapstick verdrängt wird.
Auch das spielt sich zwar auf hohem Niveau ab, ist aber nicht ganz mein Fall.
Wer sich dieses Meisterwerk dennoch entgehen läßt, gehört von der Queen persönlich erdroßelt, gerupft, gebraten, gewürzt und verspeißt. Ahoi! 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 22.09.12 um 10:44
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Ja, ja, ja. Alles schön und gut. Popcornkino. Superheldenfilm und Comicverfilmung. Man darf und soll ja dramaturgisch nicht allzu viel erwarten. Eurokrise mal einfach das Problem der Südeuropäer sein, und gut Unterhalten lassen.
Nichts dagegen. Trotzdem zeigt die Leistungsshow der sinnfreien Hightechspielereien und endlosen Monitorreihen bei mir mehr als nur erste Abnutzungserscheinungen. Ein Überangebot von Hightechkulisse und CGI Effektgewitter wirken in Ihrer sterilen Mechanik künstlich und auf Grund des allzuähnlichen Designs, x-beliebig und sind so im CGI Filmuniversum untereinander austauschbar. Die wirklich imposanten Scenen, wie z.b. der Wasserstart des Flugzeugträgerflugzeuges sind leider die große Ausnahme.
Stattdessen wird zum hundertsten Male eine amerikanische Großstadt plattgemacht. Das war 1937 bei King Kong ja noch originell, bei Godzilla auf Grund der neuen Computeranimation auch immer noch aufregend, spätestens aber seit Transformers 3 meinte ich, daß alles zu diesem Thema gesagt sei.
Falsch gedacht. So machte sich beim erneuten New York Zerstörungsoverkill trotz des Bombardementgewitters, wackelnder Glastürme, tieffliegender Yellowcabs und der unverzichtbaren Stampede unbescholtener Großstadtbürger in erster Linie Langeweile und Enttäuschung über die Ideenarmut (gabs die Weltraumwürmer nicht schon in Transformers 3 ?) breit.
Natürlich zieht es Drehbuchautoren von Actionfilmem immer dahin, wo es am meisten zu zerdeppern gibt. Und die Bauten der Erben Mies van der Rohes mit Ihren Betongläsernen Hochhausschluchten laden ja gerade dazu ein, eine Menge Schutt zu produzieren. Trotzdem hätte hier ein bißchen mehr Raffinesse, über den reinen Schauwert hinaus, dem Film gut getan.

Den größten Vopas erlaubt sich der Film jedoch bei der mangelnden Ausarbeitung einer fesselnden Gruppendynamik.
Waren die Einzelfolgen noch von mehr oder weniger persönlicher Tragik und der Dramaturgie individueller Schicksale gekennzeichnet und wiesen so etwas wie eine psychologische Komplexität auf, wirken die Superhelden in den Avengers auf Grund mangelnder Charakterzeichnung nur noch so zweidimensional wie das Papier Ihrer Comicvorlagen. Da ruht man sich anscheinend auf den Lorbeeren des bereits Geschaffenen aus.
Natürlich interagieren die Helden auch miteinander, zeigen Ansätze von Frotzeleien und Sympathien, schaffen es aber nie wirklich, eine Teamdynamik bzw. zwischenmenschliche Konstellationen zu entwickeln, die den Zuschauer veranlassen würden, wirkliches Interesse am Werdegang der Protagonisten zu erzeugen.
Stattdessen kreisen sie alle mehr oder weniger farblos in ihren eigenen Universen und schaffen es nicht, eine teamdynamische Chemie zu produzieren, die die Internen Konflikte ebenso spannend macht, wie die Intergalaktischen.
Leuchtende s Beispiel für den Zugewinn differenziert ausgeleuchteter Charaktere dürfte wohl für immer Star Trek TNG sein.
Und selbst Enid Blytons 5 Freunde besitzen mehr emotionales Bindungspotenzial, als die auf dem Kreuzfahrtschiff gestrandeten Pauschalhelden.
Dies ist besonders schade, da ja gerade die Vorgänger es ja geschafft haben, sich von der Oberflächlichkeit des Comics zu emanzipieren und den Charakteren so etwas wie Komplexität und Lebendigkeit einzuhauchen.

Im Großen und Ganzen weiß die Clique halt nicht viel mit sich anzufangen, betreibt aus lauter Verlegenheit ein wenig Small Talk, solange, bis sich ein Erzbösewicht erbarmt, sie aus dieser peinlichen Situation zu erlösen, indem er die Dimensionsschleuse zum infernalisch Bösen öffnet und die Superhelden endlich das machen dürfen, was sie am besten können: sich in letzter Sekunde gegenseitig aus dem größten Schlamassel helfen und das große loch wieder zuklempnern...

So bleibt unterm Strich eine gehörige Portion Enttäuschung zurück, da viele Möglichkeiten verschenkt wurden, mit the Avengers einen über den reinen Unterhaltungswert hinausreichendes Franchise in die Welt zu setzen, daß sich durch eine dramaturgische Komplexität jenseits der kleinkindlichen Gut-Böse Polarität, in der Liga der anspruchsvolleren Sci-Fi/Fantasy Liga etabliert.

Wer seine Erwartungen also auf das Niveau von Transformers runterschraubt und sich mit einer locker flockigen Helden-Schurkenparade von der Stange zufrieden gibt und sich nicht von den verschenkten Möglichkeiten aus der Fassung bringen läßt, kann sich hier im Filmhimmel wissen, zumahl der nachträgliche 3D Transfer sauber gelungen ist und viele optische Schmankerl bereit hält.
Wer aber auf Grund von Vorläufern wie Iron Man und Captain America Spannung oder Innovatives Design (Askart) erwartet, sollte sich auf ein blaues Wunder gefaßt machen. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 19.09.12 um 20:56
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The Guard erinnert mit seinen unverhohlenen Tabubrüchen stark an eine irische Variante des schmierigien spanischen Antibullens Torrente.
Wo dieser aber mit brachial-peinlicher Performance punktet, spielt The Guard mehr die leisen Töne, die in Ihrer unterkühlten Trockenheit sehr am Trend skandinavischer Produktionen angelehnt zu sein scheinen, an.
Nichts desto trotz zeichnet sich The Guard durch Eigenständigkeit und Originalität aus, bleibt sich bis zum bitteren Schluß seinem zynischen Tenor treu und begeht nicht den Fehler anderer Filme, das Charisma schrulliger Zeitgenossen mit einer klebrigen Feelgood Glasur zu zerstören.

So singt denn The Guard auch nicht das Hohelied des Schenkelklopferhumors, sondern verbreitet stattdesssen mit der lakonischen Melancholie seines Protagonisten, die in der kargen Oedniss seiner Heimat auf fruchtbaren Boden trifft, einen spröden Charme, der einer Mixtur aus Hinterwäldlertum und Schnodderigkeit entspringt, der jedes Wesen in erstaunen vrsetzt, welches sich an Charakteren erfreuen kann, welche den Konventionen der Kultur die Fratze des gescheiterten Lebensentwurfes entgegenzustellen vermögen.

Das dem irischen Bullen dabei Sätze wie "wieviel Geld braucht der Mensch um glücklich zu sein?" von den durch Einsamkeit (auch der letzte Bezugspunkt, die Mutter, stirbt), Lebensresignation und gescheiterten Träumen (Schwimmer) geformten Lippen tropfen, ist dabei weniger eine existenzialistische Floskel, sondern bildet die Grundlage für sein resignatives Verhalten.
Ohne solche Sequenzen überzubewerten zu wollen, wird so außer dem augenscheinlichen Zynismus aber noch das tragende Netz einer leisen Charakterstudie gezeichnet, die den reinen Schauwert mit dem Ansatz einer tieferliegenden Tragik unterfüttert und so The Guard zu einem komplexeren Ereignis machen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Und auch wenn The Guard weit davon entfernt ist, ein "großer" Film zu sein und definitiv nicht mit den Tugenden eines Klassikers gesegnet ist, bewahrt genau diese unbeugsame Eigenständigkeit des Bullen The Guard zumindest davor, in dem Meer der Mittelmäßigkeit zu versinken. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 18.09.12 um 14:35
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Schon klar was Abrams wollte. Konnt man ja überall lesen. Eine Hommage an all die fantastischen Kinderabenteuer der 80er Jahre ala ET, Explorers, Flug des Navigators, Goonies, Stand by me etc., die ihn in seiner Kindheit einst so verzückt haben, zu drehen.

Leider ist das Resultat ziemlich ernüchternd.
Zu zerfledderd ist die Handlung und zu orientierungslos der Plot, als daß man emotional an der Reise beteiligt wird. Zu oft wird zwischen den einzelnen Erzählsträngen hin und her gesprungen, als daß man sich in eine Situation hineinfühlen kann. Zu sehr steht das subtile Erwachen der ersten Liebe im Kontrast mit der barschen Vorgehensweise des Militärs, als daß man sich emotional orientieren könnte.
Es scheint beinahe so, als ob Abrams die filmischen Vorbilder intellektuell seziert habe und sich seine Filethäppchen zu einem eigenen Film zusammen geschustert hat. Quasi eine Patchworkfilm aus den Best Of Schnipseln.
Das die einzelnen Sequenzen dabei gar nicht mal so schlecht sind, muß man Super 8 zugestehen. Die Jungschauspieler sind allesamt Klasse, das Alien wurde so auch noch nicht gesichtet, die Action ist prima durchchoreografiert und die sozialen Verstrickungen sind durchaus komplex und bieten Stoff für reichlich dramatische Entwicklungen.
Aber genau hier liegt auch das Problem: Abrams schafft es nicht, all diese Details zu einer Einheit zu verknüpfen. Hatten all die Vorbilder noch einen gewissen nostalgischen Grundtenor und zeichneten sich diese Geschichten durch überschaubare Familien- und Gruppenkonstellationen aus, verrennt sich Abrams mit seiner Vater-Mutter- Freundinsvater-Freundin-Halbwe isenkind-Schuldgefühl und Alkoholproblematik zu sehr in ein Beziehungdickicht, welches im Lauf des Filmes zu wenig Beachtung erfährt und der Komplexität der Thematiken nicht im Ansatz gerecht wird, sondernauf dem Niveau plumper Gefühlsdeko navigiert, und somit mehr als Ballast fungiert, als den Film mit einer psychologischen Note aufzuwerten.
Mit diesem Unvermögen, die einzelnen Komponenten zu verquicken, bleibt Super 8 der Geschmack der Flickschusterei haften. Blieben die Vorbilder noch bei Ihren Leisten, will Abrams das Beste aus gefühlten 20 Filmen zu einem großen Ganzen verknüpfen, kann aber seinem Eigenem Anspruch nicht gerecht werden, die Puzzleteile stimmig zusammenzufügen, so daß der schematische Eindruck eines Plagiatkonglomerates zurückbleibt. Auch daß in der Jugendgruppe das obligatorische Quotenmoppelchen nicht fehlen darf, hinterläßt den traurigen Nachgeschmack fehlender Originalität.
Wo in den Vorbildern der 80er noch Wärme und Charme vorherschten, ist dies heutiger technischer Perfektion und Steigerungslogik zum Opfer gefallen.
Abrams entpuppt sich also mal wieder als Meister des technischen Spektakels, das Feld leisen Töne sollte er aber besser anderen überlassen. 
Story
mit 2
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mit 4
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mit 2
bewertet am 16.09.12 um 12:23
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Vergessener Western oder Western zum vergessen?
Was den Film anbelangt, trifft sicherlich ersteres zu.
Denn NOCH HÄNGE ICH NICHT ist ein hochklassig besetztes Drama, welches mit einer durchgehend spannenden Story über Vertrauen und Verrat besticht. Zum ersten mal hat Marlon Brando hier auch selbst Regie geführt und dabei, wohl auf Grund seiner Theatererfahrung, ein außerordentliches Gespür für Gesten, anspruchsvollen Storyverlauf und treffende Inszenierung, dessen harter und kalter Stil wie ein Vorläufer des Italowesterns wirkt, bewiesen.
Rio (Brandon) und Dad (Malden) sind zwei Haudegen alter Schule, die bei Ihren Banküberfällen gemeinsam durch Dick und Dünn gehen.
Als sie jedoch eines Tages in der Klemme stecken, macht sich Dad mit dem erbeuteten Geld aus dem Staub. Rio muß die nächsten 5 Jahre im Gefängnis verbringen.
Getrieben von Rache flieht er aus dem Gefängnis und macht sich auf die Suche nach seinem einstigen Kumpanen.
Als er Dad endlich aufspürt, ist dieser bereits verheiratet, hat eine erwachsene Tochter (aus erster Ehe seiner Frau) und, so will es nunmal das Schicksal, ist Sherriff von Monterey.
Beim ersten gemeinsamen Wiedersehen, tischen sich die beiden Lügen über die Vergangenheit auf, und tun, als wäre ihr Verhältnis noch völlig in Butter.
Was nun folgt ist ein mißtrauisches umtänzeln und umlauern der Protagonisten, welches davon geprägt ist, bei wem zuerst die Fassade bröckelt und wer wen als erstes aus den Weg räumen kann.
Verklompiziert wird die Geschichte noch durch eine Liason Rios mit Dad's Tochter, sowie der Tatsache, daß Rio mit drei weiteren Ganoven in der Stadt ist, die mit Ihm gemeinsam die Bank ausrauben wollen.
So verdichtet sich die Spannung zum Showdown hin zunehmends, bis sie sich im unvermeidlichen Duell entlädt...

Außer der feßelnden Story, dem herausragenden Cast bis in die letzte Nebenrolle hinein (Genial: der Hifssheriff), überzeugt NOCH HÄNGE ICH NICHT durch seine entsättigte Technicolor Farbgebung, die dem Film etwas melancholisches und verblichenes verleiht.
So bleibt unterm Strich festzuhalten, daß diesem Western, bei dem Anklänge von Größe und zeitloser Tragik durchschimmern, wohl zu unrecht vergessen wurde. Obwohl man sich hier nicht vom Namengebenden Titel irreführen lassen sollte. Kann ein Film mit Brando und Karl Malden, bei dem Brando auch selbst Regie führte, wirklich in Vergessenheit geraten?
Auch wenn der Film letztendlich nicht der große Erfolg wurde, gilt er gemeinhin als das Werk, bei dem Brandons Improvisationsgenie ein letztes mal aufblitzte.
Warum dies allerdings so ist, da noch Werke wie Der Pate und Apokalypse Now folgten, ist mir nicht ganz geläufig.

Also kein Western zum vergessen!
Leider läßt sich das von der technischen Umsetzung auf die Blaue Scheibe nicht behaupten. Als einzigen Pluspunkt läßt sich vielleicht noch das "saubere", von Fusseln und Artefakten bereinigte Bild vermerken.
Alles andere aber ist Schrott. Angefangen von der Bildqualität, die nicht HD würdig ist, bis hin zum fehlerhaften Menü.
Bei dem Film handelt es sich einfach um eine hochscallierte (wenn überhaupt) DVD, so daß das Bild durchgehend pixelig und schmierig wirkt und auch die Doppelkonturen getunter DVD's nicht vermißen läßt.
Daher Warnung:Auf Beamer ist der Film augenschädigend!!!

Zum Menü: Vorausgesetzt, meine PS3 hat Gestern nicht gezickt, ist dies eine technische Kapitulationserklärung. Ab der zweiten Hälfte ist der Film über Fernbedienung nicht mehr kontrollierbar gewesen, so daß man ihn nicht mehr anhalten kann.
Gibt man nach dem Film Befehle ein, erscheinen 3en mitten auf dem Bildschirm. Glaubt man im ersten Moment vielleicht noch, mit magischen Fähigkeiten gesegnet zu sein, weicht dies zügig der Erkenntnis, auf ein völlig dilletantisch gestaltetes Produkt getroffen zu sein.
Schade, daß so ein hervorragendes Werk in die Hände von solchen Stümpern geraten konnte! 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 1
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 22.05.12 um 10:25
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Der Film mit dem Marlon Brando der Durchbruch gelang.
Der Regisseur Elia Kazan entdeckte Brando für die Bühne und engagierte ihn für Tennesse Williams Theaterstück Endstation Sehnsucht. Da die Resonanz auf Brandos von primitiver Wut und doch sensiblen Wesen gekennzeichnetem Spiel überwältigend war, beschloß man das Stück zu verfilmen.
In Endstation Sehnsucht geht es um die etwa 30 jährige Blanche (Vivien Leigh), die zu ihrer Schwester Stella (Kim Hunter) und ihrem Mann Stanley (Marlon Brando) nach New Orleans zieht, nachdem ihr eigenes Leben aus den Fugen geraten ist. Das gemeinsame Anwesen der Eltern mußte aus finanzieller Not verkauft werden und ihre Stelle als Lehrerin mußte sie aufgeben, nachdem eine Affäre mit einem 17 jährigen Schüler publik geworden ist.
In den engen Verhältnissen der Wohnung, in der sich die finanziellen Einschränkungen des Metallarbeiters Stanley widerspiegeln, kommt es zwischen Stanley und Blanche schnell zu Reibereien. Er fühlt sich durch Blanches affektiertem Benehmen, durch welches sie sich die Illusion bewahrt, noch zur alten Gesellschaft zu gehören, um damit ihr psychologisches Scheitern zu kaschieren, in seinem einfachen Arbeitersein heruntergesetzt. Seine Art in der Welt zu sein, wird durch die bloße Anwesenheit Blanches in Frage gestellt und so fängt er an, sie in seinem Wirkungskreis zu denunzieren. Dadurch leidet das Verhältnis von Stella, die sich zwischen den Fronten befindet, und ihrem Mann ebenso, wie das Verhältnis von Blanche zu Stanleys Pokerkumpel Mitch. Mitch und Blanche waren nach einer romantisch verlebten Nacht kurz davor zu heiraten. Als sie von Stanley, der von einem Arbeitskumpel der Blanche von irgendwoher kennt gehört hat, sie sei in ihrer Heimat als männerverschleißendes Flittchen verrufen, bei Mitch in schlechten Ruf gebracht wird, wendet sich dieser aus Enttäuschung ab. Damit brechen für Blanche alle Brücken zusammen, die sie noch mit dem Leben verband.
Was folgt, ist die unvermeidliche Tragödie...

Getragen wird das Drama durch die unglaubliche Präsenz des damals 25 jährigen Marlon Brando. Sein einschüchterndes, unsensibles und dominantes Auftreten gehören ebenso wie die unsicheren und feinfühligen Momente zum Besten was das Kino je hervorgebracht hat. Brando tritt hier mit einer Selbstsicherheit und Souveränität auf, die schlicht beeindruckt und die andere Kollegen selbst mit 2 Kilo Kokain im Blut nicht erreichen.

Das Wasser kann ihm in diesem Meilenstein des Kinos in schauspielerischer Hinsicht nur noch Karl Malden reichen, der von Brando nicht an die Wand gespielt werden kann und durch seine Selbstsicherheit Endstation Sehnsucht davor bewahrt zu einer one man show zu verkommen.
Stanleys Frau Stella spielt die Rolle der zunehmend distanzierten aber letztendlich doch hörigen Frau zwar auch bravourös, kann aber im Schatten von Brandon und Malden kaum Akzente setzen.
Als einzigen schauspielerischen Schwachpunkt läßt sich vielleicht Vivien Leigh ausmachen, die aus Popularitätsgründen der originalen Bühnenschauspielerin vorgezogen wurde.
Leigh vermag es nicht, ihre Monologe vom Theaterscript in den Filmkontext zu transformieren. Dadurch wirken ihre Auftritte etwas überdramatisiert und eben theatralisch. Auch hätte man sich im Drehbuch vielleicht nicht so 1:1 an die Dialoge der Theatervorlage halten sollen, da diese mit ihrer teils shakespearischen Wucht nicht unbedingt in die Münder der Arbeiterklassemeute gehören.
So wirkt denn Endstation Sehnsucht manchesmal mehr wie gefilmtes Theater, denn wie inszeniertes Leben.
Aber man soll sich ja bekanntlich nicht von einem Haar die Suppe verderben lassen, zumahl, wenn sie wie im vorliegenden Falle, von 10 Sterne Köchen zubereitet wurde.

Mit zum überzeugendem Filmerlebnis trägt auch wesentlich die kunstvolle Kameraarbeit bei. In harten, perfekt ausgeleuchteten schwarz/weiß Kontrasten, die ganz in der Tradition des Expressionismus stehen, wird das karge Milieu der Arbeiter, in der Frau-Wohnung-Kind die höchsten vorstellbaren Wonnen sind, nachfühlbar nachgezeichnet. Durch die räumliche Enge, der Film spielt überwiegend in Stanleys stickiger und spärlicher Behausung, wird so eine Atmosphäre geschaffen, deren Dichte zwangsläufig eine Reibungshitze produziert, die sich nur in einer Explosion entladen kann.

Die Restauration dieses Stückchens Filmgeschichte ist dem Film würdig. Zwar ist das Bild durchgehend mit Unschärfe geschlagen, jedoch ist das Filmkorn minimal, wodurch die prägnanten Licht und Schattenspiele, die zum beeindruckensten gehören was ich jemals gesehen habe, ihr gesamtes Wirkungsspektrum entfalten können.

Extras: massig. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 4
bewertet am 03.05.12 um 17:50
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Einer der Höhepunkte des kleinen Subgenres des Spukhausfilmes.
Gleich zu Beginn wird eine Expertenkommission in das versiegelte und fensterlose Anwesen geschickt, um das Haus vom den bösen Geistern zu befreien. Mit an Bord sind ein Parapsychologe mit seiner Frau, ein Medium und der einzige Überlebende der vorhergegangenen Mission, bei der 8 Menschen ums Leben kamen oder dem Wahnsinn verfielen.
Von Anfang an wird der Zuschauer von der beklemmenden Atmosphäre des stickigen und altertümlich unheimlich wirkenden klaustrphobischen Atmosphäre des Hauses gefangengenommen, bei der über die Anwesenheit des Übernatürlichen kein Zweifel aufkommt.
Mit zunehmender Dauer des Aufenthaltes und Intensivierung der Gruppe, dem Geist auf die Pelle zu rücken, wehrt sich aber der Geist und geht zum Gegenangriff über... .

Tanz der Totenköpfe bleibt dabei ganz den traditionellen Vorbildern des Okkult Horrors verpflichtet und setzt auf subtilen übernatürlichen Spuk wie Windstöße, klapperndes Geschirr, unheimliche Schatten und nächtliches Stimmen hören. Die wirkende Kraft selbst bleibt unsichtbar ominös im Hintergrund.
Das der Film trotzdem wirkt, liegt an der Neuaufbereitung von altbewährten Gänsehauterzeugenden Psychotricks, sowie dem Cast, der den Hokus Pokus die notwendige Glaubwürdigkeit verleiht und der isolierten Atmosphäre, der durch die Abschirmung vom Tageslicht etwas Alptraummäßiges anhaftet.
Leider wird die durchgehend solide Grundstimmung immer wieder durch massive Patzer in der Handlung vermiest, bei der man nicht genau weiß ob man lachen oder weinen soll. Die Hintergründe und wissenschaftlichen Erklärungsmodelle des Spukes sind so hahnebüchen, daß dagegen selbst das Esoterikgeschwafel des Orakels aus Poltergeist so zwingend logisch wirkt wie Kants Abhandlung über die Metaphysik.
Damit bringt sich das Team um die Ghostbusters zum Ende des Films leider selbst um die Chance, die Bühne seriös und mit Bravour zu verlassen.

So löblich auch die Ambitionen von Koch Media sind, kleinere Liebhaberfilme auf den Markt zu bringen, so lieblos ist die Aufmachung. Als Extra ist nur der Trailer vorhanden. Ein Bonus wie eine Wendecover ohne FSK Flatschen oder zumindest ein Faltblatt, wie es in jeder mittelmäßigen DVD zu finden war, sucht man hier vergebens. Da wünscht man sich eine einheitlichere Prduktgestaltung von Hr. Koch! 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 01.05.12 um 15:46
/image/movie/Amer_klein.jpg
Niemals zuvor habe ich den Eindruck gehabt, daß es sich bei einem Film einfach nur um einen Film handelt. Im technischen Sinne. Also um nichts weiter als belichtetetes Celluloid.
Wäre das Cover das geeignetete Instrument um den Inhalt angemeßen zu vermitteln, dürfte es nicht einmal weiß, sondern müßte unsichtbar sein.

Im Amer geht es um drei Lebennsstadien des Mädchens Anna. Kindheit, Pubertät und Erwachsenenalter und um die prägenden Themen der jeweiligen Lebensabschnitte.
In der Kindheit ist dies das magische Denken, in der Pubertät die Entdeckung der Sexualität und im Erwachsenenalter die Integration all dessen und die Suche nach den eigenen Wurzeln.
Angereichert und visuell bestimmt ist diese Biographie, darauf wird immer wieder gebetsmühlenartig hingewiesen, von dem Faible der Regisseure für das Giallokino Italiens der sechziger und siebziger Jahre. Dies macht sich zum Teil in gefärbten Bildern, deutlichen Hang zum Fetisch, vor allem aber in vielen explizieten Detailaufnahmen, bevorzugt von diversen Körperteilen, bemerkbar.

Soweit, so gut.

Was aber den Unterhaltungswert angeht, ist Amber der absolute Totalausfall.

Wird auf den 4 vorhanden Kurzfilmen, die allesamt auf Grund ihrer Surrealität und Pathogenität kleine Meisterwerke sind, die Vergleiche zu David Lynch und Jan Svankmaijer nicht scheuen zu brauchen, der Dialog als störendes Element der Bildsprache empfunden, wird dieser in Amer schmerzlich vermisst um das Interesse am Film hochzuhalten.
So begnügt sich Amer aber mit einer experimentellen Bildsprache, die zum reinen Selbstzweck, daß heißt zur reinen Freude an ungewöhnlicher Bildmontage und visuellen Ästhetik, verkommt. Mag dies bei den 5 minütigen Kurzfilmen noch abgefahren sein und Kreativität bedeuten, so merkt man Amer schnell an, daß die Ideen der Regisseure auch wirklich nur für 5-10 min. reichen. Die restliche Zeit wird mit Wiederholungen und bis zum Erbrechen ausgereizten Symbolismus auf der subtilsten Ebene ausgefüllt, die nur unter an Hypersensibilität leidenden Menschen vor Dissoziation in ferne Galaxien bewahren kann.

So werden die Hauptthemen des Giallo (ungefähr das Italienische Pendant deutscher Groschenromane und Edgar Wallace Krimis), nämlich Sex und Gewalt auf einer symbolträchtigen Ebene behandelt, die sich unter dem reizauslösendem Niveau der Hirnnervensynapsen befindet. So interessant es cineastisch auch sein mag, die Spannung bis zum absoluten Nullpunkt zu drosseln und das Geschehen vom Gesehenen in die Vorstellungskraft des Geistes der Zuschauer zu verlagern, so wenig kann dieser Minimalismus begeistern oder faszinieren. Auch bin ich mir keineswegs des toleranzduseligen Querverweises, Fans des Giallo Genres werden sich bei Amer gut aufgehoben fühlen, sicher, da sich die Giallo eher der grobmotorischen Methodik bedienen (Tenebrae ist immer noch beschlagtnahmt !!!) und die Mehrheit des entsprechenden Publikums Feingefühl wohl mehr fürchten würde als der Teufel das Weihwasser.

Das der Film aber anscheinend dennoch so gute Kritiken eingeheimst hat ist mir unerklärlich und schreckt mich vor dem Besuch von Filmfestivals gehörig ab.
Vielleicht mußten aber auch all die Cineasten den Film einfach gut finden, weil sie sich immer über das zu wenig Hirn und zuviel CGI moderner Filmprojekte wie Transformers beschwert hatten und einfach nicht zugeben wollten, daß sie Amer stinkelangweilig finden, um sich nicht der Kritik aussetzen zu müßen, sie wüßten ja eigentlich gar nicht was sie wirklich wollten.
Außerdem ist der gemeine Cineast ja auch immer besonders beglückt, wenn er Filme mit Anspielungen und Referenzen zu Gesicht bekommt, da er dann schlaumeiern und mit dem Gefühl nach Hause gehen kann, der Film sei für ihn persönlich gemacht.

Wie dem auch sei, ich rate jedem der sich eine neue Kamera zulegt, sich der Testbilder die er beim ausprobieren der Kamerafunktionen, mehr versehentlich als gewollt produziert, nicht mehr zu schämen, sondern diese auf den Filmfestivals dieser Welt als Amer II-The lost tapes- zu präsentieren. 
Story
mit 1
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 4
bewertet am 01.05.12 um 15:32
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Ein Meisterwerk des Gruselfilms, der mit reichlich psychologischen Finessen aus dem Freudschen Fundus angereichert ist und dadurch auch noch heute für unwohl sein sorgt.

Verdanken ist dies dem exzentrischen Sonderling Truman Capote, der für das Drehbuch mitverantwortlich war und als einer der begabtesten amerikanischen Schriftsteller seiner Zeit (Frühstüch bei Tiffany) angesehen wird, sowie der Kamerarbeit von Freddie Francis, der mit seiner Technik die Morbidität und den den Verfall des Schönen überzeugend in unterschwellig bedrückende Atmosphäre ummünzen kann.
Nicht außer acht zu lassen ist auch das neogotische Landhaus, dem mit seiner stilistischen Monstranz per se etwas unheimliches anhaftet.

Schloss des Schreckens besticht zeitgemäß, der Film entstand 1961, nicht durch wie auch immer geartete Splattereffekte oder Blutorgien, sondern durch die ständig zunehmende Präsenz des übernatürlich geisterhaften.
Verstärkt wird dieser Effekt durch die geschickte Kameraführung, die keine klare Orientierung in den Schlossmauern zuläßt und so ein unangenehmes Gefühl verursacht, sowie das bizzare Verhalten der Zofe und der Kinder, die unter dem Einfluss der Verstorbenen Hausangestellten stehen.
Besonders besticht Martin Stephens (Dorf der Verdammten) in der Rolle des Waisenkindes Miles, der den Spagat zwischen kindlicher Zerbrechlichkeit, biestigem Satansbraten und frühreifen Aristokratensprößling, der in der Gouvernante mehr als nur mütterliche Instinkte weckt.
Aber auch der Rest ist getrost als Idealbesetzung zu betrachten. Die Haushälterin mit ihrer bodenständigen aber undurchsichtigen Art, sowie Deborrah Kerr als Gouvernante, deren Persönlichkeit auf dem Landhaus auf Grund der Begegnung mit dem Dämonischen bis an die Grenzen der Belastbarkeit geprüft wird.

Trotz allen Respektes, dem dieser Film abgenötigt werden muß und trotz aller technischen Perfektion, die für den damaligen Zuschauer wohl das Maximum an Nervenkitzel bedeuteten, muß man auch eingestehen, daß das Schloß des Schreckens heute kaum noch eine Katze hinter dem Ofen hervorlockt.
Zu sehr hat die Entwicklung des modernen Horrorfilms die Spannungserwartungen in die Höhe geschraubt, als daß klappernde Fenster, wehende Vorhänge, knarzende Türen, schlecht verleimte Bodendielen und Spukerscheinigen noch für schlaflose Nächte sorgen würden. Vielmehr dienen diese klassischen Effekte heute nur noch zum warm up für den richtigen Horror. Ein diabolisches Gefühl schleicht sich hier und da zwar einmal ein, was ganz nett ist, wird aber vor allem durch den Umgang der Kinder mit ihren Haustieren erzeugt.
Was aber nachträglich bleibt, ist die Dankbarkeit für den Film, das Genre 1961 ein ganzes Stück weit nach vorne gebracht zu haben.

Das Bild ist die gesamte Zeit detailiert und überzeugt mit klaren Kontrasten, ist aber durchgehend mit einer Menge Filmkorn gesegnet.
Besonders lobenswert ist die Maßnahme von Capelight, die Rückseite des Wendecovers mit dem Original Filmplakat ohne FSK Flatschen zu bedrucken. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 4
bewertet am 30.04.12 um 09:09
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Patchworkwerk des filmbegeisterten Fanatikers, dem der Eigene Anspruch immer noch wichtiger ist als kommerziell ausgerichtete Konformität.

Mit Kill Bill setzt Regisseur Tarantino den von ihm heißgeliebten Genres Western, Anime und Martial Art ein Denkmal, indem er die jeweils typischen Elemente extrahiert und mit den Mitteln der Gegenwart bis an die Grenze der Parodie und darüber hinaus zelebriert.

Spielt der erste Teil noch überwiegend in Japan und ist von einer Huldigung der Samurai und Yakuzza Thematik dominiert, sind im zweiten Teil Annährungen an die Westerntradition unübersehbar.
Getragen werden die jeweiligen Elemente von der Genre typischen Musik, die sich an den Klasikern der jeweiligen Metiers orientieren.

Sind die jeweiligen Scenen einzeln genommen aber noch eine Freude für jeden Kenner der Originale, läßt sich eben hier auch die einzige Kritik ansetzen.
Auch wenn Tarantino das Cross Over Experiment durch eine intelligent verknüpfte Handlung, die durch zahlreiche Zeitsprünge an Komplexität und Spannung gewinnt, im Grunde bravourös meistert, leidet der Erzählfluss der Geschichte durch ein ständiges Tempowechsel.
Durch den häufigen Themen und Rythmuswechsel fällt es dem Zuschauer schwer, sich emotional in den Film "einzufühlen" und eine innerliche Grundstimmung zu etablieren.

Trotz dieses kleinen Kritikpunktes bleibt festzuhalten, daß Tarantino sein berstendes kreatives Genie noch genügend im Zaum halten konnte ohne die Zuschauer zu stark zu verwirren, sondern ihm stattdessen eine Lustfahrt durch die Kunstwelt der Filmgeschichte beschert.
Tarantinos Hang zur coolness und auf Kult getrimmte Aneinanderreihung sketchförmiger Puzzleteile ist auf Grund des hervorragenden Unterhaltungswertes daher schlußendlich als legitim und erfreulich zu bewerten. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 26.04.12 um 17:43

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