Tony Curtis ist gestorben -Nachruf
30. September 2010Heute gab die Agentin von Hollywoodstar Jamie Lee Curtis bekannt, dass deren Vater, Hollywoodlegende Tony Curtis am gestrigen Mittwoch, den 29.09.2010 im Alter von 85 Jahren an Herzversagen.
Tony Curtis verbrachte seine Kindheit, sowie Jugendzeit im New Yorker Stadtteil Bronx, als Kind ungarisch-jüdischer Einwanderer. Nach seinem Kriegsdienst in der US-Marine zur Zeit des zweiten Weltkriegs nahm Curtis Schauspielunterricht bei Erwin Piscator, einem Schauspiellehrer bei dem unter anderem Marlon Brando, Harry Belafonte oder Walter Matthau in die Lehre gingen, während er erste Erfahrung als Bühnenschauspieler in kleinen Theatern sammelte.
Seine erste Filmrolle spielte Tony Curtis in dem Film "Gewagtes Alibi" (Criss Cross 1949), bevor er im gleichen Jahr auch neben James Stewart im Kultwestern "Winchester '73" zu sehen war. Zwei Jahre später heiratete Curtis seine Kollegin Janet Leigh, welche ebenfalls eine Berühmtheit aus der goldenen Ära der Traumfabrik ist. Aus dieser Ehe stammt auch die zweitgeborene Tochter Curtis´, welche bereits in den 70ern als Jamie Lee Curtis für Aufmerksamkeit sorgte.
Tony Curtis wirkte in einer Reihe heute populärer oder legendärer Film und Fernsehproduktionen mit. Für den unnachahmlichen Gefängnisfilm "Flucht in Ketten" wurde er zudem für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert und wurde für sienen letzten wirklich erfolgreichen Hollywoodfilm "Der Frauenmörder von Boston" für seine außergewöhnliche und intensive Darstellung von Fans und Kritikern gefeiert. Danach avancierte Curtis zum bis dato bestbezahlten TV-Darsteller aller Zeiten, als er eine der Hauptrollen neben Roger Moore in der britischen Krimi-Serie "Die Zwei" übernahm. Unten aufgeführt finden Sie eine Liste seiner bekanntesten Arbeiten (Auszug).
- Winchester '73 (1949)
- Die Diebe von Marshan (1951)
- Die Wikinger (mit Kirk Douglas/1958)
- Flucht in Ketten (mit Sidney Poitier/1958)
- Manche mögen's heiß (mit Jack Lemmon, Marilyn Monroe/1959)
- Unternehmen Petticoat (mit Cary Grant/1959)
- Stanley Kubrick's Spartacus (mit Kirk Douglas, Laurence Oliver, Peter Ustinov/1960)
- Der Frauenmörder von Boston (1968)
- Die Zwei (TV- mit Roger Moore 1970/71)
- Mord im Spiegel (mit Elisabeth Taylor, Rock Hudson/1980)
Nach einem kurzen aber gefeierten Kinocomeback, nach Jahren der Alkohol- und Drogenprobleme startete Tony Curtis 1986 zudem eine zweite Karriere als Maler und seine Werke genießen weltweit noch heute große Anerkennung unter Kennern und Sammlern.
Tony Curtis hinterlässt vier Töchter und einen Sohn, sein erstgeborener Sohn Nicolas starb 1994 im Alter von 22 Jahren an einer Überdosis Heroin. Der Ausnahmeschauspieler war insgesamt fünfmal verheiratet. Neben seinen Kindern trauert seine liebende Ehefrau Jill Vandenberg, welche zuletzt 12 Jahre mit Tony Curtis verheiratet war.
Und so nehmen wir Abschied von einem der letzten wirklich Ikonen Hollywoods – Ruhe in Frieden Tony.
Quelle
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Dumpingpreis beim Premiumprodukt?
6. Oktober 2010Nun die blaue Gemeinschaft kennt das: Kaum vergeht ein Tag in unserer blauen Welt in dem nicht mindestens eine Meldung über eine neue Preisaktion die Startseite schmückt. Da über- bzw. unterbieten sich die großen Handelsketten dieser Republik, sei es der Drogeriemarkt Müller, Media Markt, Saturn oder diverse Online-Retailer wie Amazon, der Preiskampf um die Kunden ist längst in vollem Gange und hierbei werden derzeit oftmals derart famose Preise erzielt, dass es einen nicht mehr weiter verwundern muss, dass bei den eingefleischten Formatanhängern die Premium-Blu-ray-Sammlung nach kurzer Zeit bereits aus allen Nähten platzt, während viele zu DVD-Zeiten nur einen Bruchteil dieser Stückzahlen in vergleichbaren Zeitraum erwarben.
Natürlich hat das alles auch ganz unterschiedliche Gesichtspunkte unter denen man die Thematik betrachten kann. Zum einen festigt sich das immer noch gegen die Massen an DVD-Anhängern zu etablierende Blu-ray Format mit einer zunehmenden Geschwindigkeit, zum anderen bedingensie aber auch weiter fallenden DVD-Preise, wodurch viele Filmsammler den Umstieg dann doch herauszögern, da man eben doch noch Geld sparen kann. Andererseits ist das Preisbewusstsein vieler Käufer jedoch bereits soweit geartet, dass ein Neurelease für mehr als 15 Euro nur noch die Hardcorefans eines bestimmten Titels zum Kauf verleitet, da man die Disc normalerweise ja ohnehin nach kurzer Zeit für 13 Euronen die die Welt bedeuten (können) oder weniger bekommt.
Diese Denkweise ist bei der Käuferschicht der Blu-ray mittlerweile weit verbreitet, während die alten Hasen sich noch an Zeiten erinnern können, wo man bei Neupreisen von DVDs von 20 Euro gar nicht erst weiter drüber nachdachte sondern zuschlug. Dies sollten die Leser sicherlich nicht als Kritik an sich verstehen, vielmehr ist der Handel selbst daran Schuld, das Gewinnmargen teils schon seit Jahren derart gering ausfallen, andererseits wird so aber auch ein Preisbewusstsein kultiviert, das höhere Preise kaum durchsetzbar macht.
Senkt der Preis die Qualität der Neuerscheinungen?
Ein Segen für den Konsumenten, wenn denn nur die Qualität der Releases dem Anspruchsdenken eines Blu-ray Users entspricht. Gerade bei neueren Filmen ist dies natürlich meist der Fall und auch die Anzahl der Katalogtitel, welche sauber und liebevoll ins HD-Zeitalter übertragen wurden nimmt kontinuierlich zu.
Wirklich ärgerlich wird es dann jedoch, wenn selbst große Studios, welche anfangs für gute Qualität bekannt waren immer mehr "Ausrutscher" im Programm haben und das nicht nur bei Katalogtiteln. Gerade Universal ist mir persönlich die letzten Wochen in dieser Hinsicht aufgefallen.
Zum einen, weil sich das Studio mit "Gladiator" in den erlauchten Kreis der Majors einreihen durfte, welche bereits Austauschaktionen für den Erstrelease durchgeführt haben. Ansich eine gute Sache allerdings bleibt ein negativer Nachgeschmack, wenn man bedenkt, dass gerade ein Film vom Ruf eines "Gladiator" überhaupt einen nachgebesserten Zweitrelease nötig hatte und aktuell mehren sich bereits die Stimmen bezüglich einer kleinen Schlamperei beim Director´s Cut von Ridley Scott´s "Robin Hood"
So wurden wohl dem DC ursprünglich weitere digitale Bluteffekte zugefügt, die jedoch nur auf der DVD zu sehen sind, auf der via Seamless Branching erstellten Blu-ray, welche zudem die Kinofassung enthält, fehlt dieses digitale Kunstblut. Zwar geht es hierbei nur um wenige Frames und nur ein Bruchteil der Kundschaft wird dies überhaupt feststellen, die Frage muss jedoch erlaubt sein, wieso einem Majorstudio ein solcher Faux Pas überhaupt unterläuft, zudem beim Premiumprodukt Blu-ray Disc? Liegt es womöglich am steigenden Kostendruck aufgrund der rasend schnell fallenden Endpreise?
Von Warners Umgang mit der "Herr der Ringe Trilogie" wollen wir erst gar nicht anfangen.
Das Bild ist einem BD-Release dieser geliebten Kultfilme letztlich nicht würdig - und da spielt es auch keine Rolle, dass es ein Upgrade zur DVD darstellt - während die auf den DVD-Extended Editionen enthaltenen Dolby Digital 6.1 ES Discrete-Tonspuren auf besagten Blu-rays einfach entfallen sind – und natürlich wurden die Kinofassungen veröffentlicht – einerseits unverständlich, andererseits vielleicht Grund zur Hoffnung, das Warner begangene Fehler bei einem sicherlich noch folgenden Release der Langfassungen wieder gut machen wird.
Hat Qualität ihren Preis? Lieber niedrige Preise oder deutschen HD-Ton?
Ohne genaue Informationen zu haben ist es wahrscheinlich, dass viele dieser derzeit zu beobachtenden Aktionen nämlich nicht vom Einzelhandel allein zu tragen und zu finanzieren sind, sondern mit Sonderkonditionen von Seitens der Publisher selbst zustande kommen. Muss man sich nur die Frage stellen, womit es denn begonnen hat, den fallenden Preisen oder den Ausrutschern? Und ob die Industrie sich anfangs vielleicht nicht zu sehr auf die Faszination der neuen Technologie verlassen hat.
Zudem muss ebenfalls die Frage in den Raum geworfen werden: Was wollt ihr eigentlich lieber? Deutschen Lossless-Ton oder Dumping Preise bei den Medien?
Sicherlich nicht jeder Blu-ray oder DVD-Fan verfügt über die notwenigen Räumlichkeiten oder die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten eine aufwändige Mehrkanal-Soundanlage zu installieren. Andere wiederum legen einfach auch gar keinen gesteigerten Wert darauf. Aber seit beinahe 3 Jahren schon ist zu beobachten, dass bis auf Sony kein internationales Label es für nötig hält regionalisierten HD-Ton auf die Länderfassungen zu bannen. Seit Kurzem mag zwar Disney ebenfalls Titel im Programm führen die über eine deutsche HD-Tonspur verfügen, jedoch sind dies bei weitem nicht alle Neuerscheinungen des Mickey Mouse-Konzerns, die in den Genuss von DTS-HD HR 7.1 oder gar Master Audio kommen. Selbstredend ist es eben auch besagter Disneykonzern, der die mit Abstand höchsten durchschnittlichen Verkaufpreise aufzubieten hat, während die Konkurrenz, wie Universal oder Warner lieber die Preise für ihre Produkte nach Möglichkeit weiter unten ansiedelt und versucht hier auch immer günstiger zu werden. HD-Ton sucht man fern ab des englischen O-Tons jedoch vergeblich und dies selbst bei Megaerfolgreichen Produktionen, wie Harry Potter, The Dark Knight oder jüngst Inception. Zu allem Ärger wird von Warner zudem kein DTS-Format angeboten, sondern pro forma auf Dolby Digital gesetzt, oftmals mit weniger Kanälen, als eine DVD zum gleichen Film (Herr der Ringe).
Zudem wird das Angebot besagter Preisaktionen auch immer unübersichtlicher und somit auch schwerer zu vermitteln. Als gutes Beispiel sei hier die Angebotsflut von Amazon Deutschland angeführt. Zwar ist es löblich, dass entsprechende Tiefpreisaktionen in schöner Regelmäßigkeit gestartet werden, doch wenn ich zu ein und dem Selben Themenbereich fünf oder mehr parallel laufende Aktionen auf Amazon finde verliert man schlicht den Überblick.
Viele Aktionen können gar nicht mehr wahrgenommen werden, denn entgegen der offensichtlichen Meinung der Händler ist das zur Verfügung stehende Budget für Unterhaltungselektronik, Medien usw. je Monat beim durchschnittlichen Normalsterblichen eben doch begrenzt.
Auch ist es mir natürlich nicht bekannt, ob die von mir aufgeführten Negativbeispiele zufällig gerade aufgetretene Ausnahmen sind, oder hieran bereits eine Art Trendbewegung abgeleitet werden kann, die im Begriff ist ins Rollen zu kommen. Jedoch bin ich mir relativ sicher, dass Studios wie Warner und Co. schon unlängst mit der Umsetzung deutschen HD-Tons begonnen haben könnten, würden sie nicht ihre Käuferschaft erreichen, in dem man einfach Preise ansetzt, welche für halbes HD doch vollkommen "in Ordnung sind".
Zudem bin ich selbst derzeit kein Eigentümer eine HD-Tonanlage, werde mir aber sicherlich bei vorhandenem Budget, entsprechendes Equipment zulegen und dann wäre ich vielleicht ja doch froh, wenn ich die Matrix-Saga, oder Herr der Ringe in atemberaubender Bildqualität und gigantischem feinem und megapräzisem DTS-HD Sound hören könnte und dies auch dann, wenn ich gerade keine Lust auf O-Ton habe.
Dies sollte nicht als Kritik an der generellen Preisentwicklung verstanden werden, denn fallende Preise sagen natürlich auch mir als Endverbraucher zu. Es soll vielmehr meine Überlegungen zur Entwicklung des Formats zumindest in Ausschnitten widerspiegeln, denn man sollte darüber hinaus nicht vergessen, dass rasanter Preisverfall nicht nur Vorteile für uns Konsumenten mit sich bringen muss.
In diesem Sinne
Euer Schlumpfmaster
Die ganz normalen "Urban Legends"
11. Oktober 2010Nun wer kennt sie nicht, diese unglaublichen Geschichten, die man vornehmlich in der Schule von anderen Mitschülern erzählt bekam, die es von jemandem erfahren haben, der jemanden kennt, der der Bruder ist von jemandem der tatsächlich dabei war.
Dabei gibt es diese "Urban Legends" in mannigfaltiger Form. Sei es der erste Lungenzug, nachdem man als Jugendlicher die ersten Kippen heimlich geraucht hatte und auf einmal die Mutter ins Zimmer platzt und einen überrascht oder die Üblichen: "Ja ich war auch am Wochenende auf dem Waldhofspiel", nachdem im Mannheimer Morgen ein Bericht wegen Ausschreitungen im Gästeblock stand.
Doch als ganz eigen empfinde ich vor allem diese zwei urbanen Legenden, von denen ich fest überzeugt bin, dass sie der ein oder andere von euch schon mal gehört hat, von jemandem der sie erzählt bekommen hat, von dem der jemanden kennt, der letzte Woche sich mit jemandem auf einen Kaffee getroffen hat, der mit dem Bruder der Schwester zusammen war, die vorgestern folgendes erlebt hat:
Urban Legend No. One:
"Das Unglück als die verrückten Amerikaner vom 10er Turm ins Schwimmerbecken springen wollten"
Ursprung:
Es ist schon so lange her, dass ich mich nicht einmal mehr erinnern kann, wer mir diese Geschichte erzählt hat, als ich kaum den Schwimmflügeln entwachsen war.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit war es wohl meinem älteren Bruder geschuldet, der mir damit entweder einfach nur Angst machen wollte, oder eben den großen coolen Bruder raushängen, der eben krasse Geschichten erlebt hat...
Die Überlieferung:
Drei Afroamerikaner waren total besoffen im Freibad und haben gewettet wer es schafft vom 10er Turm über das Springerbecken über den Fußweg bis ins 2,20 Meter tiefe Schwimmerbecken zu springen.
Der erste sprang nicht weit genug und bracht sich Schädel, Schulter und was weiß ich nicht noch weil er zu schräg ins Wasser eintauchte und mit Kopf und Oberkörper nahezu ungebremst an den Beckenrand prallte.
Der zweite schaffte es und brach sich beide Beine und das Rückrat, weil das Wasser im Schwimmerbecken schlicht zu niedrig war.
Der dritte schlug auf dem besagten Fußweg auf.
Die Moral von der Geschichte:
Offensichtlich sollte diese Geschichte der Abschreckung kleiner dummer und übermütiger Jugen gelten, denn in den Jahren danach habe ich so ziemlich in jeder nachfolgenden Generation diese Geschichte auf die gleiche Art und Weise erzählt bekommen. Bis hin zum oben erwähnten Freund meiner kleinen Schwester, jedoch nie mit dem Bezug auf die frühen 80er, sondern es war immer ein aktuelles Geschehnis.
Die Frage die sich stellt:
Wie besoffen muss der durchschnittliche amerikanische hier stationierte Soldat sein, um diese absolut dämliche Wette durchzuführen, wenn a: der erste bereits eine riesige Blutlache im Springerbecken hinterlassen hat und b: der erste im Springerbecken eine riesige Blutlache und der zweite einen großen hässlichen Fleck auf dem Fußweg hinterlassen hat? Oder sprangen sie etwa zweitgleich?
Urban Legend No. Two:
"Die rückwärts um den Kreisel fahrenden Kiffer"
Ursprung:
Diese Geschichte habe ich vor ca. 10 Jahren das erste Mal aufgenommen.
Damaliger Tenor: "Du wirst nicht glauben was mir gerade vorhin passiert ist!!!" Komischerweise habe ich diese Geschichte seit dem mehrmals aus komplett anderen Richtungen erneut erzählt bekommen und jedes Mal waren es Freunde von jemandem den man kennt.
Die Überlieferung:
Eine Gruppe von total zu gedröhnten Jugendlichen, die gerade den Führerschein haben, halten es für cool des Abends rückwärts im Kreisverkehr ihre Runden zu drehen. Das lustige Treiben geht solange weiter, bis ein Auto auf herkömmliche Art und Weise dem Kreisverkehr hinzukommt und die Situation nicht schnell genug erfasst und beide Autos zusammen krachen.
Darauf hin haben die Ersteren natürlich enormen Bammel: "Das Auto der Eltern, noch in der Probezeit, nicht nüchtern, Gefängnis, Enterbung!!!!"
Die daraufhin eintreffende Polizeistreife geht zuerst zum normal gefahren Fahrzeug, während unsere übermütigen Jugendlichen sich schon beinahe bis zur zweiten Sitzpolsterung von Daddys Mercedes nass gemacht haben und dann?
Einer der Polizisten kommt zu Daddys Mercedes nach vorne und erzählt eine unglaubliche Geschichte: "Die beiden dahinten behaupten mit Nachdruck, ihr wärt rückwärts um den Kreisel gefahren. Da der Mann aber verdächtige Probleme hatte sich zu artikulieren, haben wir erst einmal einen Alkotest gemacht und der Kerl und sein Beifahrer haben jeder 2 Promille. Also ihr könnte dann weiterfahren, der Schaden wird natürlich übernommen…"
Die Moral der Geschichte:
Manche Jugendliche haben einfach keine Ahnung dass es total uncool ist unter dem Einfluss Bewusstseinsverändernder Mittel Auto zu fahren. Umkehrschluss:" Normalerweise wären wir dermaßen gelackmeiert gewesen! So was mach ich nie wieder, war ja total knapp!!"
Die Frage die sich stellt:
Ist es ein überdurchschnittlicher Kurzschluss eines jugendlichen Kiffers dabei Auto zu fahren und dann auch noch Ewigkeiten rückwärts um den Kreisel?
Nun der eine oder andere unter euch hat eine solche Geschichte doch sicherlich auch schon gehört, manche erkennen vielleicht in ähnlicher Form sogar diese beiden wieder. Ich würde mich über regen Austausch freuen und in eurem Bekanntenkreis herumgeisternde "Urban Legends", die ihr hier auch gerne nieder schreiben dürft!
In diesem Sinne und Hoffnung auf lustige und spannende "Urban Legends"
Euer Schlumpfmaster
A Jawa Sandcrawler in Singapur
14. Oktober 2010
Nun wurde bekannt, dass Lucasfilm eine neue Zentrale in Singapur errichten wird. Wirklich witzig ist wohl die architektonische Grundlage des Gebäudes, denn die Fassade wurde einem Jawa-Sandcrawler nachempfunden. Der Spatenstich soll Anfang 2011 über die Bühne gehen und Ende 2012 bis Anfang 2013 die Bauarbeiten abgeschlossen werden.
Insgesamt werden die drei Abteilungen Lucas Animation, LucasArts und ILM Singapour auf ca. 38.000 Quadratmetern Bürofläche untergebracht werden und aufgrund des Bauorts Ausblick auf einen öffentlichen Park gewähren. Und sollte es nach mir gehen, werden die drei Parteien fleißig daran arbeiten die Produktionskosten für hochwertige Effekte rapide zu senken, damit die Star Wars Realserie bitte vor meinem Renteneintritt realisiert wird! :p
Euer Schlumpfmaster
Quelle & Bild: Starwars-union.de
"Hinter den Kulissen" - Vorstellung meiner neuen Blog-Rubrik
15. Oktober 2010ich nehme den Elan der ausklingenden Woche als Antrieb meine neue Blog-Sparte "Hinter den Kulissen" vorzustellen.
Nun was verbirgt sich hinter dieser Rubrik?
Der Name ist wohl eigentlich nicht fehl zu interpretieren und genauso wird es auch sein:
"Hinter den Kulissen" beschäftigt sich mit all den Mitarbeitern an einer Filmproduktion, die letztlich im fertigen Film nicht vor der Kamera agieren. Dies umfasst neben den offensichtlichen und bekanntesten Vertretern, wie Regisseuren und Komponisten aber eben auch so manch anderen.
So werde ich einzelne Blogs in dieser Rubrik posten, welche sich immer gezielt mit der Arbeit eines einzelnen beschäftigt.
Dies könnte sein ein Cutter, ein Kameramann oder auch ein "Second Unit Director of Photography", eine Maskenbildnerin, eine Kostümdesignerin, Soundspezialist, Drehbuchautoren, Storyboard-Künstler, Mattepainter, Effekte-Spezialisten, Produzenten oder gar historisch einflussreichen Größen der Filmbranche wie ehemaligen Studiobossen, Filmfördereinrichtungen etc...
Dass all diese Bereiche natürlich nicht in einer fünfminütigen Arbeit erledigt sein kann, versteht sich natürlich von selbbst und es wird sicherlich mindestens ein oder gar zwei Wochen vergehen, bis das erste Profil hier online geht.
Dennoch ist es mir ein persönliches Anliegen, meine Intention zu dieser Rubrik einmalig genauer zu erläutern, um auch in Zukunft eine solche einleitende Erklärung außen vor lassen zu können.
Gerne bin ich bereit auch Wünsche zu gezielten Personen, die den einen oder anderen interessieren genauer zu beleuchten und in einem Blogbeitrag diese Person und seine bisherige und eventuell auch zukünftige Arbeit genauer vorzustellen.
Über entsprechende Anregungen, entweder hier im Blog, oder im Clubbereich der Blogger würde ich mich freuen.
In diesem Sinne wünsche ich zuerst einmal einen guten Start ins sicher wohlverdiente Wochenende!
Euer Schlumpfmaster
Diskussionsthread im Clubbereich
Ist eine neue Star Wars Trilogie in Planung?
25. Oktober 2010Wer sich als eingefleischter Star Wars-Fan auf entsprechenden Seiten im Netz herumtreibt weiß es schon: Es gibt mal wieder ein paar Gerüchte zu neuen Kinofilmen und diese sollen nun wirklich kommen, oder auch nicht. Zumindest die bekannte US-Seite IESB.net will genaueres wissen, von einem Insider von Lucasfilm Ltd. Selbst, der wohl verlauten lies, dass die Filme wirklich kommen sollen.
Die Rede ist von einer neuen Trilogie, welche nicht aus Prequels bestehen soll, sondern die Saga nun doch noch fortsetzen könnte. „Stimmt alles gar nicht“, war die zu erwartende Antwort von Seitens des Lucaschen Filmimperiums, doch was genau verbirgt sich von dieser angeblich absolut sicheren Neuigkeit von IESB?
Lucas Informationspolitik ist eine Philosopie der Nichtfestlegung
Dafür sollte man vor allem nicht vergessen, wie den Lucas und seine Mannen zu arbeiten bevorzugen und wie es denn bislang mit der Informations- und Spoilerpolitik des Konzerns bestellt ist.
Die Aussagen des Herrn der Sternenkrieger zu seinem liebsten Kind sind alles andere als in Stein gemeißelt. Das zeigt ein Blick in die Vergangenheit immer schnell und deutlich und lassen Prinzipienreitern schnell die Luft aus ihren unwiderlegbaren Verlautbarungen und Schlussfolgerungen.
Zum Zeitpunkt der VHS-Veröffentlichung des Special Editions der Originaltrilogie bekannte sich Lucas zu den ursprünglichen Plänen, dass die Star Wars Saga eine neunteilige Filmreihe werden sollte, welche zum Zeitpunkt der Konzeptionsphase und Dreharbeiten von Episode IV schlicht nicht realisierbar waren. So entschied er sich den Mittelteil der Reihe als erstes umzusetzen und mit den eigentlichen 3 ersten Teilen zu warten, bis die technischen Möglichkeiten eine Verfilmung möglich werden ließen. Bereits damals betonte GL jedoch auch, dass es keine 9 Star Wars Filme geben wird.
Mittlerweile sind über 10 Jahre vergangen und aus der Skywalker-Familiensaga (Stand 1997/98) wurde die Geschichte von Darth Vader bzw. Anakin Skywalker, so wie es immer geplant gewesen sei (Lucas Stand 2005). Eine Sequeltrilogie wird es niemals geben und die Saga rund um die weit weit entfernte Galaxie, wird durch andere mediale Wege weiter ausgebaut. Computerspiele, seit jeher ein Industriezweig, der für Star Wars-Produkte eine saftig-grüne Dollar-Wiese war, wird durch die „The Force Unleashed“-Reihe vertreten. Laut Lucas stellen sie zudem offiziellen Star Wars-Kanon dar (was hinsichtlich Abweichungen zu den Filmen und den dort vorkommenden Figuren nur als schlechter Scherz verstanden werden kann). Ebenfalls im Kanon eingebettet und damit bereits die Komplettierung des Triumphirats (The Force Unleashed, Kinofilme und The Clone Wars) ist die Animationsserie Star Wars: The Clone Wars unter der kretiven leitung von Dave Filoni. Soweit so gut, doch die letzte verbliebene Säule, welche GL und Co. vorschwebte war die sagenumwobene Realserie.
Ist die Nichtfinanzierbarkeit der Realserie Vater des Gedankens?
Zu dieser gibt es bislang über 50 Drehbücher, aber leider keinen realistischen Markt, da die Produktion einer Serie, die Lucas technischem Perfektionismus gerecht wird schlicht nicht finanzierbar wäre, ohne ein reines Verlustgeschäft im hohen Millionenbereich zu werden.
Und genau hier setzt quasi auch IESB.net an, denn die 3D-Konvertierung der Hexalogie ist bereits bestätigt und der ominöse Insider der Website will wissen, dass man plane den ersten Film der neuen Trilogie ca. 2 Jahre nach dem Kinostart von Episode VI 3D in die Lichtspielhäuser zu bringen – ohne Zweifel in nativem 3D und – hier wird es richtig unglaubwürdig – finanziert durch die Einnahmen der 3D-Konvertierungen der bisherigen Filme, sowie dem Erlös aus den Blu-ray-Verkäufen.
Aber was könnte dran sein? Könnte es tatsächlich nochmals eine Kino-Trilogie im Star Wars-Universum geben?
Sequel-Trilogie: ja oder nein?
Fakt ist, sollten diese Filme wirklich in Planung sein, würde Lucas diese Gerüchte 100% dementieren, (siehe auch die 3D-Konvertierung, welche bis vor kurzem auch noch dementiert wurde) wie nun auch geschehen. Ebenfalls dürfte es unwahrscheinlich sein, dass Lucas die Filme selbst inszenieren würde, denn der Mann wird nicht jünger und eine vollständige Trilogie würde mindestens 10 Jahre Produktionszeit veranschlagen, in nativem 3D, wie Avatar eventuell sogar eher 12 bis 15 Jahre.
Andererseits könnte der enorme finanzielle Erfolg von Avatar und die derzeit nicht zu realisierbaren Pläne zu seiner Realsserie dazu führen, dass Lucas tatsächlich nochmals schwach wird und eine neue Trilogie hinter vorgehaltener Hand und tausend verschlossenen Sicherheitstüren von Lucas und seinen Getreuen bereits diskutiert wird.
Was denken die Fans darüber?
Aber will man als Star Wars-Fan denn überhaupt noch weitere Filme sehen?
Hier scheiden sich sicherlich die Geister: Zum einen gibt es die Hardcore-Fans, welche hier bereits nicht einer Meinung sein dürften. Die Origins-Vertreter lassen nichts außer der Originaltrilogie gelten und, die Film-Hardliner oftmals jüngeren Geburtsdatums beziehen zusätzlich die Prequels mit ein und wären weiteren Filmen sicherlich nicht abgeneigt und dann haben wir noch die ganz hart gesottenen Star Wars Geeks, welche hunderte von Romanen und Comics gelesen haben, diese in und auswendig kennen und jede noch so kleine Abweichung von den Inhalten des Expanded Universe als Frevel an der Sache ansehen. Letztere dürften das blanke Grauen vor Augen haben, sollten diese Filme kommen, denn gerade die Zeit nach Rückkehr der Jedi-Ritter ist mit unzähligen Stories gefüllt, sei es von Zahn oder Stackpole, oder einem der unzähligen anderen Autoren, weche sich in Lucas´ Kreation austoben durften.
Nichts desto trotz wäre eine weitere Trilogie sicherlich gewinnträchtig und mit 3D-Aufschlag dies schon fast doppelt, ganz zu schweigen von Folgeeinnahmen, durch wieder stärker angekurbeltem Merchandise, welche selbst heute noch Millionumsätze generiert etc.
Unterm Strich lässt sich festhalten, dass eine Folgetrilogie auch vor dieser Meldung gar nicht so sehr aus der Luft gegriffen erscheint und sollte Lucas hier die Verantwortung größtenteils an einen zweiten Mann seines Vertrauens übertragen, durchaus realistisch sein könnte. Ob es so kommt oder nicht, weiß derzeit wohl nur Lucas und seine engsten Verbündeten und vielleicht ein geheimnisvoller Insider bei IESB.net.
Es darf natürlich fleißig diskutiert werde;)
Euer Schlumpfmaster
Quelle: IESB.net
Petitionsaufruf im Forum für eine bessere Qualität von Blu-ray Discs!
18. November 2010Wie alle hier wissen gibt es bei der Masse der Blu-ray Veröffentlichungen oftmals begründete Kritik an der Qualität (siehe auch meinen Blog: "Dumpingpreis beim Premiumprodukt?"). Gerade in letzter Zeit kommen alte Themen, die für Unmut sorgen wieder verstärkt zum Vorschein, gepusht durch neue häufiger auftretende Mängel, wie schlechte Bildtransfers bei Katalogtiteln, nicht nachsynchronisierten Langfassungen und natürlich dem nach wie vor bei den meisten Majorstudios fehlenden HD-Ton in deutscher Sprache.
Dabei fallen die Preise der Discs immer weiter, doch die Qualität muss oftmals darunter leiden.
Ein paar User des Portals, die diese Umstände nicht mehr hinnehmen möchten, haben sich daher entschieden eine Petition zur Qualitätsverbesserung der Blu-ray Releases ins Leben zu rufen.
Um herauszufinden ob es überhaupt genug Interessenten gibt, die an einer solchen Petition teilnehmen würden, existiert im Forum seit gestern eine entsprechende Abstimmung zu diesem Thema.
Wir würden uns über rege Teilnahme an der Abstimmung, sowie an der zugrunde liegenden Diskussion freuen!
Sei es wegen fehlender Syncronisation eines Director´s Cuts (The Town), mangelhaften Bildtransfers (Gladiator), oder eben schlechteren Tonspuren, als auf der zugehörigen DVD (Herr der Ringe), dem Vorenthalten vorhandener deutschen HD-Tonspuren (Batman Begins) oder neuen supererfolgreichen Blockbustern, die ebenfalls keinen HD-Ton spendiert bekommen (Harry Potter, The Dark Knight, Inception, Avatar etc.), genau diese Punkte sind unser Anliegen!
Hier gehts zur Abstimmung zur Petition!
In diesem Sinne
Euer Schlumpfmaster
Ich - Einfach unverbesserlich - Die Kritik
23. November 2010Gru ist nicht unbedingt der tollste Nachbar den man sich wünschen kann. Eingeparkt wird ohne Rücksicht auf Verluste und ist ihm die Schlange beim Coffee-Shop zu lang benutz er schon mal schnell seinen Eisstrahler um sich vorzudrängeln. Alles scheint in bester Ordnung zu sein für den größten Superschurken der Welt, der zusammen mit seinen Gehilfen, den kleinen, gelben und witzigen Minions und seinem Partner Dr. Nefario unterhalb seines etwas aus dem Rahmen fallenden Anwesens in einer idylischen Vorstadt in seinem geheimen Hauptquartier seine bösen Machenschaften plant und vorbereitet.
Doch eines Tages ist sein Ruf in Gefahr: Der Newcomer Vector hat den größten Cou aller Zeiten geschafft und die Cheopspyramide unbemerkt entwenden können. Kurzerhand entschließ Gru dem Neuankömmling zu übertrumpfen, in dem er den Mond stielt. Hierzu benötigt Gru jedoch einen neu entwickelten Schrumpfstrahler, um von der Bank des Bösen (ehemals Lehman Bros.) den notwendigen Kredit zu bekommen, um seinen Plan in die Tat umsetzen zu können. Doch als Vector ihm zuvorkommt und nur drei kleine Waisenmädchen sich Zutritt zu Vectors Hauptquartier verschaffen können, entschließt sich der schrullige Bösewicht kurzerhand zur Adoption der drei cookie-verkaufenden Kinder; eine Entscheidung mit Folgen, wie Gru schnell feststellen muss…
Der Film:
"Ich – Einfach unverbesserlich" ist ein moderner Animationsfilm, der in technischer Hinsicht durchaus mit populären Vertretern der Zunft mithalten kann und sich hier derzeit neben Legende der Wächter wohl nur der übermächtigen Konkurrenz von Pixar geschlagen geben muss. Der Produzent der beliebten Ice Age – Reihe präsentiert mit diesem schrullig-witzigen Abenteuerspaß für groß und klein jedoch auch ein inhaltlich überzeugendes Werk ab. Der Humor ist meist kindgerecht ohne auf manche Anspielung zu verzichten, die offensichtlich für die begleitenden Erwachsenen gedacht sind. Zudem sind die Figuren liebevoll entworfen und man entwickelt sehr schnell eine Bindung zu den Protagonisten. Selbst der Gegenspieler Vector ist mehr lustig als böse in seiner Darstellung und lässt so einen beschwingten Trickfilm auf den Zuschauer los, der neben tollen skurrilen Einfällen, überzeugender Superbösewichts-Action, eine einfache und gefühlvolle Geschichte erzählt, der die kleinen in den Kinosessel fesselt und die großen durchaus gut unterhalten kann, da die Story einfach an allen Ecken menschelt und berührt. Sei es der kleine Gru, der versucht seine Mutter zu beeindrucken, oder die kleinen Mädchen, die unheimlich süß und tapfer daherkommen und man sie von Anfang an einfach nur in sein Herz schließt.
Fazit:
Der neuste Animationsspaß aus dem Hause Universal ist ein Volltreffer und schlägt Genregrößen wie Madagascar 2, Shrek 3 oder auch Monsters and Aliens spielend. Einzig der Genrekönige von Pixar sind aus erwachsener Sicht vielleicht doch noch eine Stufe besser und reizvoller in der Ausgestaltung der Charaktere, der Story und auch der zugrunde liegender Technik, wobei dies Kritik auf hohem Niveau darstellt und sich zugleich wohltuend vom besagten Branchenprimus und dessen Mutterkonzern abzuheben versteht.
Wie die Wirkung der 3D-Fassung ist kann ich jedoch nicht beurteilen, da wir mit dem 6-jährigen Nachwuchs im Kino waren und hier im Normalfall die 2D-Fassung bevorzugen.
Doch ungeachtet den Präferenzen bezüglich zweier oder gar drei Dimensionen ist "Ich – einfach unverbesserlich" ein toller Familienfilm, der für einen Kinobesuch mit den Kleinen absolut zu empfehlen ist und gefiel von der Geschichte sogar besser, als Pixar megaerfolgreicher "Toy Story 3".
8,5 von 10 Schrumpfstrahlern
Die Traumwelten Tim Burtons 1 - Setdesigner Rick Heinrichs
24. November 2010Willkommen zu meinem ersten Opfer in der Reihe "Hinter den Kulissen". Da die Filme von Tim Burton viele interessante Aspekte gerade hinsichtlich optischer Präsentation, aber auch im Bezug auf skurrile Charaktere und Geschichten, sowie meist unglaubliche märchenhafte und atmosphärische musikalische Kompositionen aufbieten, wird sich der erste Schwung dieser Blogreihe mit der ein oder anderen Schlüsselfigur des burtonschen Schaffenswerks beschäftigen.
Rick Heinrichs Oscar für "Edward Scissorhands"
Den Anfang macht der renommierte Setdesigner Rick Heinrichs, der aber neben seinen geschätzten Arbeiten an den Burtonfilmen der 80er und 90er Jahre noch deutlich mehr bemerkenswerte Werke vorzuweisen hat.
Doch was ist eigentlich die Arbeit eines Setdesigners oder Art Directors?
Das Berufbild des Setdesigners
Der Setdesigner einer Filmproduktion ist der hauptverantwortliche Mitarbeiter des Produktionsteams für den Bereich Konzeptionsphase, Set-, Kulissenbau, Entwurf, Planung, Fertigung, sowie Finanzierung dieser Bereiche und somit der Department Chef der Designabteilung in Bezug auf das Szenenbild. Interessant erscheint der Hintergrund, dass der Art Director hier offenbar die gleichen Funktionen wahrnimmt, der Titel des Setdesigners aber nur nach Genehmigung durch die Art Directors Guild und ausdrücklichem Antrag der zuständigen Produzenten verwendet werden darf.
Der Hintergrund liegt wohl im historischen Ursprung der Berufsbezeichnung, denn der erste in den Filmkredits aufgeführte und so benannte Set-Designer war seiner Zeit William Cameron Menzies, der diese Auszeichnung als Dank für seine außergewöhnliche Arbeit für "Vom Winde verweht" (1939) erhielt.
Der Setdesigner hat also neben den Conceptartists und den Handwerkern für den Kulissenbau alle anderen für das Bühnenbild verantwortlichen Departments unter sich und untersteht in künstlerischer Hinsicht ausschließlich dem Regisseur selbst. Dies macht Heinrichs also zu einem der wichtigsten Mitarbeiter Tim Burtons der letzten 30 Jahre und wohl auch zu so etwas wie seiner rechten Hand.
Rick Heinrichs Karriere
Rick Heinrichs hat im Bereich der Designarbeiten einen wohl ehrwürdigen Ruf. Nicht einmal weil der visionäre "Träumer" bereits Anfang der 1980er Jahre für den Disney-Konzern arbeitete ist er in Fachkreisen als Könner bekannt, sondern die aus seiner Anstellung beim Mickey Mouse Unternehmen resultierende Bekanntschaft zum damals ebenfalls bei Disney tätigen Meisterregisseur Tim Burton, mit dem er auch nach der gemeinsamen Disney-Zeit eng zusammenarbeitete.
Dabei ist er vor allem für seine Arbeiten als Produktionsdesigner bekannt, hat jedoch im Laufe der Zeit auch andere Tätigkeiten bei diversen Filmprojekten ausgeführt. So war er nicht nur als Stop-Motion-Animateur von Burtons Hansel and Gretel (1982) tätig, sondern bei diesem auch als Produzent, war beteiligter Produzent des Burton-Klassikers "Frankenweenie (1984) und Verantwortlicher der Animationseffekte bei "Pee-wee´s großes Abenteuer" (1985) und noch während ihrer gemeinsamen Disneyzeit zusammen mit Burton verantwortlich für Design, Story und Regie beim Kurzfilm "Vincent" (1982), an dem auch Edgar Allen Poe-Kultschauspieler Vincent Price beteiligt war.
Der Kurzfilm wurde später im Rahmen der Special Edition von "A Nightmare before Christmas" öffentlich zugänglich gemacht und zeigt auch kurz eine frühe Version des Nightmare-Hauptcharakters Jack Skellington.
"Vincent" (1982)
"Frankenweenie" (1984)
Dabei sollte seine größte Schaffensphase aus der auch heute die Essenz seines Rufs destilliert wird erst 1988 mit seiner Arbeit als konsultierender Berater der visuellen Effekte des Burton-Durchbruchs "Beetlejuice" beginnen.
Auch an den Burton Werken "Edward mit den Scherenhänden" (1990, Produktionsdesign), für den er mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, "Batman Returns" (1992 als Art Director), "A Nightmare before Christmas" (1993 als visueller Berater), "Sleepy Hollow" (1999 als Produktionsdesigner) und "Planet der Affen" (2001 ebenfalls als Produktionsdesigner) hatte er entsprechend mitgewirkt und ist aufgrund der Häufigkeit seiner Zusammenarbeit mit dem Meister der skurrilen Fantasy eng mit dem Namen Tim Burton verbunden und dies nicht zuletzt, da die Burton-Filme mit seiner kreativen Beteiligung noch heute den Ruf des Regisseurs fundamentieren.
Heinrichs Spezialgebiete sind Design im Allgemeinen aber auch die Handhabung unterschiedlicher Animationstechniken, weshalb er gerade auch bei fantastischen Settings ein gern gesehener Kollaborateur ist.
Neben seinen Arbeiten für Tim Burton hat Heinrichs auch weitere hervorragende und hoch angesehene Werke bereichert. Neben Spezial Effekten bei der 1986 entstandenen Serie "Alfred Hitchcock Presents:", arbeitete er als Set Designer an "Ghostbusters 2" (1989), "Joe gegen den Vulkan" (1990), "Der König der Fischer" (1991), als Art Director an "Last Action Hero" (1993) und in seiner derzeitig am häufigsten Tätigkeit als Produktionsdesigner an erfolgreichen und beliebten Filmen wie "Fargo" (1996), "The Big Lebowski" (1998), Ang Lees Comicverfilmung "Hulk" (2003), "Lemony Snicket" (2004) der im Design und Setting deutliche parallelen zu früheren Burton-Produktionen aufweist, "Fluch der Karibik 2 und 3" (2006 und 2007), sowie dem Anfang des Jahres im Kino gelaufenen "The Wolfman" (2010).
"Lemony Snicket" (2004)
Der Meister bei der Arbeit "Hulk" (2003)
Doch Rick Heinrichs hat sich seit dem nicht auf die faule Haut gelegt und arbeitet derzeit ebenfalls als Produktionsdesigner an Marvels "Captain America: The First Avenger", der 2011 weltweit in die Kinos kommen wird.
Filmographie (Auszug)
- Vincent (1982)
- Hansel and Gretel (1982)
- Frankenweenie (1984)
- Pee-Wees großes Abenteuer (1985)
- Beetlejuice (1988)
- Ghostbusters 2 (1989)
- Joe gegen den Vulkan (1990)
- Edward mit den Scherenhänden (1990)
- Der König der Fischer (1991)
- Batman Returns (1992)
- Last Action Hero (1993)
- A Nightmare before Christmas (1993)
- Fargo (1996)
- The Big Lebowski (1998)
- Sleepy Hollow (1999)
- Planet der Affen (2001)
- Hulk (2003)
- Lemony Snicket (2004)
- Fluch der Karibik 2 (2006)
- Fluch der Karibik 3 (2007)
- The Wolfman (2010)
- Captain America: The First Avenger (2011)

Ob und wann sich die Wege der beiden alt gedienten Kollegen Heinrichs und Burton erneut kreuzen ist derzeit nicht bekannt, doch auszuschließen ist es bei diesem Lebenslauf wohl kaum und erscheint auch wenig wünschenswert, wenn man bedenkt, dass Burtons Stil zu großen Teilen durch seine eigensinnige Designwahl bestimmt wird, an der Mr. Heinrichs offensichtlich keinen zu geringen Anteil hat.
Ebenfalls bestechend sind jedoch auch Masken und Kostümdesigns besagter Burton-Produktionen wofür der Meister weitere kreative Spezialisten um sich scharrt. Doch dazu mehr im nächsten Teil von "Hinter den Kulissen".
In diesem Sinne euer Schlumpfmaster
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Production_Designer
http://en.wikipedia.org/wiki/Rick_Heinrichs
http://www.imdb.com/name/nm0374511/
Bilderquellen:
http://progresscityusa.com/tag/rick-heinrichs/
http://www.nathanschroeder.net/gal01index.shtml
http://www.ziyue.com/box/oscar/RickHeinrichsB.jpg
http://eldestandonly.com/2009/04/26/inspirations-production-design/
http://www.imdb.com/media/rm3112081664/nm0374511?slideshow=1
http://new.taringa.net/posts/info/857588/Megapost-Tim-Burton.html
Peter Pan-Neuinterpretation goes "Dark Side" ?
26. November 2010Robin Hibon ist Schwede und er ist darüber hinaus auch Regisseur und zeichnete sich jüngst als Verantwortlicher der Schattensequenz in Harry Potter 7.1 verantwortlich. Nun wird der Mann einen eigenen Film übernehmen.
Die Rede ist von einer "zeitgenössischen" Interpretation des J.M. Barry Kinderbuchklassikers "Peter Pan"!
Urpsrünglich war diese bereits 2006 bei New Line in der Planung, nach einem Drehbuch von Ben Magrid und Guillermo del Toro. Doch jetzt haben sich die kleineren Produktionsstudios Social Capital Films und Energy Entertainment zusammen getan und das Projekt übernommen.
Tatsächlich werden die Schlüsselcharaktere vollständig uminterpretiert: Captian Hook zum Beispiel wird ein fertiger Ex-Cop sein, der alles daran setzt einem Kidnapper das Handwerk zu legen, der von Zeugen als ausgesprochen kindliche Erscheinung beschrieben wird.
Der Plan ist es indes Pan dreckig und wohl auch eher düster und modern zu transportieren, womit das Pan-Prinzip die erste wirklich maßgebliche Modernisierung erfahren wird.
Bislang gab es die Geschichte von Peter Pan und Wendy Darling in unzähligen Theater- und vor allem Schulaufführungen im Britischen und Amerikanischen Raum, in dem das Kinderbuch seit jeher enorme Popularität geniest.
Hinzukommen vor allem drei abendfüllende Spielfilme zur Thematik, wobei Disneys Zeichentrickklassiker von 1953 der bekannteste wenn auch nicht der älteste Film dazu sein dürfte.
Die darüber hinaus wohl wichtigsten Beiträge stammen einmal von Steven Spielberg, der Robin Williams als erwachsenen Peter 1991 in "Hook" nach Nimmerland schickte, sowie die Adaption der ursprünglichen Geschichte in "Peter Pan" von 2003 mit Jeremy Sumpter als Peter, Jason Isaacs in einer Doppelrolle als Mr. Darling und Cpt. Hook, sowie der tollen Rachel Hurd-Wood als Wendy Darling (Für Fans des Buches sehr zu empfehlen!).
Ob Tinkerbell in der neuen Variante auftaucht und wie man sich ein "grobes" Nimmerland in diesem Kontext vorstellen muß, darf wohl mit Neugier erwartet werden.
Die Dreharbeiten sollen ab Herbst 2011 in Europa stattfinden.
In diesem Sinne einen Guten Start ins Wochenende
Euer Schlumpfmaster
Peter Pan - Fan Art
Quelle:
http://www.bereitsgesehen.de/wbblite/thread.php?threadid=21263
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