Terminator: Rise of the Machines wiederholt im Prinzip die Story von Terminator 2 und ignoriert eigentlich auch das Ende dessen, denn der Angriff von Skynet wurde bekanntlich verhindert.
Nichtsdestotrot z setzt die Handlung ca. 10 Jahre nach Teil 2 an. John Connor fristet ein Außenseiterdasein und versucht, keine Spuren zu hinterlassen, damit Skynet ihn nicht aufspüren kann. Ein neuer, noch weiter entwickelter Terminator, der weiblich aussehende T-X wird geschickt, um eine Reihe von Personen, darunter Connor selbst, zu terminieren. Ein neues Modell des T-800 wird wieder zur Rettung geschickt und soll Connor und Kate Brewster sicher an einen bestimmten Zielort bringen.
Nach 12-jähriger Pause ist der Terminator zurück allerdings leider nicht mehr unter der Regie von James Cameron, sondern unter Jonathan Mostow und dies merkt man deutlich an der Qualität.
An sich ist Terminator: Rise of the Machines kein schlechter Film, wenn man ihn losgelöst vom Franchise betrachtet, wobei das wiederum fast unmöglich scheint. Die beiden grandiosen Vorgänger, besonders Teil 2 ( ein wahrer Überfilm in sämtlichen Belangen ) machen es einem verdammt schwer über etwaige Schwächen des 3. Teils hinweg zu sehen. Das raue, dreckige Feeling und die schön düstere Atmosphäre aus den beiden Vorgängern geht leider komplett Verloren. Stattdessen wird hier an einigen Stellen völlig unnötiger Witz und Humor eingebaut, was meiner Meinung nach nicht in dieses Franchise hineingehört. Zumindest nicht in dieser dargebotenen Form. Als Beispiel seien hier nur mal die vermeintlich witzigen Szenen des Terminators genannt ( die Sonnenbrille oder "Sprich zur Hand" etc. ). Das mag zwar Franchise-Neulinge oder auch ein jüngeres Publikum begeistern und wäre im Normalfall auch stellenweise ganz locker und witzig, wäre da nicht ständig dieser Gedanke des Störfaktors und dass es absolut unpassend wirkt. Leider gibt es auch keinen annähernd düsteren Score, der bei den Vorgängern noch ordentlich Gänsehaut verursacht hat und schlichtweg episch war. Insgesamt wirkt alles viel weniger bedrohlich. Kristana Loken kommt als Terminatrix ordentlich rüber und es war an sich ein guter Schritt in der Weiterführung des Franchise, etwas neues in Form eines weiterentwickelten, weiblichen Terminators zu wagen. Die Fights zwischen den beiden Maschinen sind wiederum nicht halb so geil, wie die des T-800 gegen den T-1000. Der Härtegrad lässt etwas zu wünschen übrig, da oftmals weggeblendet wird und das meiste nicht sichtbar ist, außer die Szene, als Terminatrix im Auto den Fahrer von hinten durchbohrt.
Insgesamt gibt es recht viel Action und diese ist meist gut inszeniert, wenngleich es auch etwas mehr sichtbares Blut hätte sein dürfen. Es gibt einige sehr gute Stunts und viel Zerstörung, besonderes Highlight ist hier die Verfolgung mit dem Kranwagen. Die CGI sind teils ganz gut und zeitgemäß für 2003, an einigen Stellen wiederum eher etwas durchwachsen.
Auf Seiten der Darsteller ist Arnie natürlich in seinem Element ( mal abgesehen von den übertrieben "witzig" gemeinten Szenen ), witzig fand ich persönlich den kurzen Auftritt von Earl Boen als Polizeipsychologe, der seine Rolle aus dem 2. Teil quasi fortgesetzt hat. Nick Stahl als John Connor war ok, mehr nicht und es ist für mich völlig unbegreiflich warum man nicht Edward Furlong, der fast im selben Alter ist, zurück geholt hat. Claire Danes hat mich eher etwas genervt und war ebenfalls fehlbesetzt. Insgesamt bleibt nicht mehr als ein "OK" von meiner Seite übrig, da man einiges falsch gemacht und ´Potenzial verschenkt hat. Aufgrund von gutem Tempo, recht viel handgemachter Action und einem, mit Abstrichen, tollen Arnie wird man dennoch ganz gut unterhalten.
6,5 / 10 Punkten
Das Bild ist schön klar und hat eine gute Schärfe. Für kleinste Details ist es jedoch etwas zu weich. Die Farben sind schön satt, der Kontrast stark und auch der Schwarzwert ist sehr kräftig. 4,5 Punkte
Der Ton ist sehr gut abgemischt und bietet neben richtig gutem Raumklang auch brachialen Bass, so dass der Sub und die Surroundboxen ordentlich zu tun haben.
Extras sind u.a. Audiokommentar, Storyboards, Making Of, Deleted Scenes uvm.
Fazit: Kommt nicht an die Vorgänger heran aber lässt sich dennoch ganz gut ansehen.
bewertet am 21.04.16 um 15:22