Lone Wolf & Cub ( Teil 1) - Das Schwert der Rache:
Basierend auf dem Manga von Kazuo Koike und Goseki Kojima erzählt Kenji Misumi's Okami - Das Schwert der Rache die Geschichte des begnadeten Schwertkämpfers Ogami Itto.
Ogami ist oberster Schafrichter des Shoguns und fällt einer Intrige des Yagyu-Clans zum Opfer, welcher seine Familie töten lässt. Nur Ogami und sein Sohn können fliehen. Von nun an wandert er mit seinem kleinen Sohn Daigoro durchs Land und arbeitet als Auftragskiller. Dabei trachten ihm allerhand illustre Gestalten nach dem Leben.
Der erste von insgesamt sechs Filmen der Okami-Reihe bietet eine klasse Atmosphäre und sehr gute Charakterzeichnung. Tomisaburo Wakayama in der Hauptrolle hat eine tolle Präsenz und wirkt ebenso sympathisch wie geheimnisvoll. Die schönen Settings tragen zur tollen Atmosphäre bei. Die Kämpfe sind genretypisch recht kurz und knackig. Es geht schön blutig zur Sache mit literweise Kunstblut und abgetrennten Gliedmaßen. Besonders im Finale geht es diesbezüglich ab und es gibt einiges an tollen Waffen, die zum Einsatz kommen. Während des gesamten Films kommt keine Langeweile auf und man wird bestens unterhalten.
8,5 / 10
Das Bild ist an sich sehr ordentlich. Etwas Grieseln ist manchmal zusehen und auch einige Momente mit schwachem Kontrast aber ansonsten bekommt man in Anbetracht des Alters gute Schärfe geboten, so dass in Nahaufnahmen sogar einzelne Poren zu erkennen sind.
Der Ton ist etwas schwach und ohne Details. Insgesamt recht frontlastig und der Bass ist etwas schwach.
Story: 8,5 / 10
Bild: 3,5
Ton: 2
Lone Wolf & Cub ( Teil 2 ) - Am Totenfluss:
Der Yagyu-Clan beauftragt eine Gruppe gefährlicher Killerinnen, Ogami und Daigoro ausfindig zu machen und zu töten, während dieser selbst auf der Suche nach einer bestimmten Person ist, welche eine seltene Rezeptur bei sich trägt.
Okami 2 - Am Totenfluss ( aka Der unbesiegbare Samurai ) erschien, wie der Erstling im Jahr 1972 und führt die Geschichte Ogami Itto's und seinem Sohn fort und schafft es, den Vorgänger zu übertreffen. Die Atmosphäre ist klasse und es gibt jede Menge gute Action. Wenn Ogami seine zahlreichen Widersacher in spektakulärer Manier ins Jenseits befördert, regnet es Kunstblut und die Blutfontänen schießen nur so aus seinen Feinden. Klasse sind auch die detaillierten Nahaufnahmen, abgetrennter und auf den Biden fallender Körperteile! Herrliches Chambara-Kino!Die Kämpfe sind nicht nur zahlreicher, sondern auch weitaus brutaler. Der kleine Daigoro rückt hier auch mehr in den Fokus und darf seinen Vater in so mancher Situation tatkräftig unterstützen. Die verschiedenen Charaktere sind wieder klasse und auch die unterschiedlichen Locations, ob im Wald, auf dem Schiff oder zum Schluss in der Wüste, sorgen für reichlich Abwechslung und Kurzweil.
Tolle Fortsetzung, die definitiv Lust auf mehr macht!
9 / 10
Das Bild ist gut restauriert worden und bietet bis auf gelegentliches Filmkorn und wenige Unschärfen eine gute Schärfe, so dass man auch Details wie einzelne Poren gut erkennen kann. Was die Farbgebung angeht bekommt man hier sattes Bild geboten.
Der Ton ist eher frontlastig aber klar und schön verständlich. Alles in allem solide.
Story: 9 / 10
Bild: 3,5
Ton: 2
Lone Wolf & Cub ( Teil 3 ) - Der Wind des Todes:
Auf ihrem Weg auf dem "Pfad der Hölle" begegnen Ogami und Daigoro einer gefangenen Prostituierten, welche von ihren rechtmäßigen Besitzern zurück gefordert wird. Okami beschützt sie und nimmt stellvertretend die Wasserfolter und das rituelle Buri-Buri auf sich. Beeindruckt von Okami's Nehmerqualität, heuern die Folterer ihn daraufhin an, den örtlichen Fürsten zu ermorden, welcher jedoch eine ganze Armee zu seinem Schutz befehligt.
War der 2. Teil der Okmi-Reihe noch vollgepackt mit Action, lässt es Regisseur Kenji Misumi im 3. Ableger deutlich ruhiger angehen und räumt der Handlung sowie den Charakteren sehr viel Platz ein. Action gibt es nach wie vor, nur wird diese eher sehr punktuell, nahezu sparsam eingesetzt. Trotzdem kann über weite Strecken eine gute Spannung und Atmosphäre gehalten werden, besonders die erste Hälfte ist sehr gut. Ab der Mitte kommt die eine oder andere Länge auf und es zieht sich etwas bis zum Finale. Hier bekommt man dann aber wieder richtig viel und vor allem gute Action serviert, mit einer schön großen Schlacht gegen eine ganze Armee. Der Kinderwagen kommt hier klasse zum Einsatz und hält erneut eine kleine Überraschung bereit. Alles in allem ist "Der Wind des Todes" schwächer als der Vorgänger, unterhält im Großen und Ganzen aber immer noch gut.
Knappe 7 / 10 Punkten
Das Bild ist insgesamt gut und bietet in Nahaufnahmen auch einzelne Details. Ansonsten ist es insgesamt sehr sauber und bis auf ein paar Unschärfen, gut restauriert worden.
Auch hier ist der Ton recht frontlastig aber ansonsten schön klar.
Story: 7 / 10
Bild: 3,5
Ton: 2
Lone Wolf & Cub ( Teil 4 ) - Die tätowierte Killerin:
Ogami erhält den Auftrag, die berüchtigte tätowierte Killerin Oyuki zu töten, welche sich ihres Zeichens auf einem persönlichen Rachefeldzug befindet. Zudem bekommt Ogami es mit einem ehemaligen Widersacher, einem Samurai der Yagyu zu tun, welcher eine, seiner Meinung nach ungerechtfertigte, frühere Niederlage gegen Ogami wieder wettmachen will.
Der 4. Teil der Lone Wolf & Cub Reihe zieht wieder ordentlich an, was das Tempo angeht. Die tätowierte Killerin Oyuki ist ein klasse Charakter, den ich persönlich gerne etwas mehr gesehen hätte. Nach einem klasse Intro dauert es nämlich erst eine ganze Weile, bis man sie wieder zu Gesicht bekommt. Die Story ist dennoch klasse mit dem 2. Plot um Ogami's Rivalen.
Es gibt jede Menge brutaler Fights und das alles wieder in tollen Locations, wie z.B. dem Buddhatempel und natürlich dem tollen Finale im Steinbruch ( oder Kiesgrube ). Novum in der Reihe ist auch, dass Ogamis Gegner weitaus mächtiger sind, als die bisherigen Kontrahenten, zumindest sein ehemaliger Rivale. Ogami trägt deutliche Spuren und schwere Verletzungen von dieser Schlacht. Atmosphärisch, wie Action- und Tempomäßig geht Teil 4. wieder richtig gut ab und ist definitiv empfehlenswert für Fans des Genres.
8,5 / 10
Das Bild ist insgesamt auch hier sehr gelungen. Einzelne Details sind in Nahaufnahmen ganz gut zu erkennen. Farben wirken soweit ordentlich.
Der Ton ist eher frontlastig aber klar und schön verständlich. Solide Leistung.
Story: 8,5 / 10
Bild: 3,5
Ton: 2
Lone Wolf & Cub ( Teil 5 ) - Der weiße Pfad der Hölle:
Der 5. Teil der Okami Reihe, "Der weiße Pfad der Hölle" kommt eine Ecke düsterer daher als seine Vorgänger. Die Handlung weiß wieder auf andere Weise zu überzeugen und so muss Ogami Itto sich die Informationen für seinen neusten Mordauftrag von 5 verschiedenen Gegner erkämpfen, die ihn und seine Fähigkeiten damit auf die Probe stellen wollen, um sicher zu gehen, dass er der Richtige ist.
Die Story wartet mit stets interessanten Gegebenheiten auf, Daigoro z. Bsp. wird in einen Diebstahl verwickelt, als eine berüchtigte, gesuchte Taschendiebin ihm auf der Flucht, ihre Beute in die Hand drückt. Er wird gefasst und öffentlich mit Stockschlägen bestraft, weil er sie nicht verraten will, selbst als sie sich schlechten Gewissens schon gestellt hat, damit er verschont wird, verneint der Kleine, dass er die Beute von ihr bekommen hat. Action gibt es an sich recht viel, auch wenn alles meist etwas ruhiger inszeniert wirkt. Bis auf einige Ausnahmen ist dieser 5. Teil etwas weniger blutig und hat weniger Gemetzel als noch im Vorgänger. Dennoch bekommt man viele schöne Schwertkämpfe zu sehen. Die finale Schlacht ist dann sehr ausgedehnt und das bisher beste Finale der Reihe mit tollen Fights und jeder Menge Blut und Gemetzel. Als es dann zum Schluß dazu kommt, dass Ogami seinen Auftrag ausführt, wird der deutlich rauhere und düsterere Atmosphäre nochmal deutlich, denn er soll hier eine ganze Familie, mitsamt der kleinen Tochter töten, was er auch ohne zu zögern macht. Der weiße Pfad der Hölle ist ein sehr rauher und weiterer guter Teil der tollen Kultreihe.
8,5 / 10
Das Bild hat 2-3 Unschärfen und ist ansonsten sehr gut restauriert worden. Insgesamt ist es sehr sauber und in Nahaufnahmen erkennt man Details sehr gut. Farben und Kontrast sind ordentlich für das Alter.
Insgesamt ist auch beim 5. Teil der Ton nichts besonderes aber solide.
Story: 8,5 / 10
Bild: 3,5
Ton: 2
Lone Wolf & Cub ( Teil 6 ) - Blutiger Schnee:
Um Ogami endgültig zu töten, soll dieser offiziell zum Staatsfeind erklärt werden, was jedoch den Gesichtsverlust des Yagyu-Clans zur Folge hätte. Retsudo Yagyu schickt nun seine Tochter, welche mit einem gefährlichen Messer-Jonglierstil kämpft, um Ogami ein für alle Mal zu töten. Zusätzlich macht sich Retsudos unehelicher Sohn Hyohei, Anführer seines eigenen Clans, den Tsuchigumo, ebenfalls auf die Jagd nach Ogami. Nachdem sie jedoch scheitern beginnen sie, jeden, der in irgendeiner Form ( als Verkäufer oder Gastwirt etc. ) in Kontakt mit Ogami und Daigoro kommt, zu töten.
Dieses letzte Kinoabenteuer von Itto Ogami und dessen Sohn Daigoro ist ein sehr guter und würdiger Abschluss der Reihe, wobei es auch hier kein wirkliches Ende gibt. Eher ist der Film als solcher ein weiteres Abenteuer der beiden mit einem offenen Ende, welches vermuten lässt, dass man wohl noch weitere Filme geplant hat.
Die Atmosphäre ist, trotz einer guten Dosis Action recht ruhig und man bekommt stellenweise das Gefühl, dass es dieses Mal tatsächlich bedrohlich für die beiden werden könnte.
Die Kämpfe sind wieder sehr gut inszeniert und auch abwechslungsreich mit verschiedenen Gegnern, die es zu besiegen gilt. Schönes Highlight sind ein mal der Kampf gegen die Ninja in dem kleinen See-Haus und das Finale gegen die Skifahrenden Feinde auf einem verschneiten Berg. Auffällig bei diesem Teil ist der funky Siebziger Soundtrack, wie man ihn eher in einem Shaft-Film erwarten würde. Passt nicht ganz aber kommt an sich nicht schlecht rüber.
Der 6. und leider letzte Teil reiht sich nahtlos ein und es hätte meiner Meinung nach gut und gerne so weiter gehen können, da die Abenteuer des einsamen Wolfes und seines Kindes stets kreativ und interessant gestaltet waren, so dass jeder Teil für sich ein gutes Werk geworden ist ohne große Ausreißer.
8 / 10
Wie bei den Vorgängern ist auch beim 6. Teil eine, dem Alter entsprechend gute Bildqualität vorhanden. Nahaufnahmen lassen Details sehr gut erkennen, ansonsten ist das Bild sehr sauber und bis auf einige wenige kleine Unschärfen, frei von Verschmutzungen oder dergleichen.
Der Ton ist klar und sauber. Detaillierten Raumklang gibt es auch hier nicht bei der frontlastigen 2.0 Mono-Spur. Alles in allem ordentlich.
Story: 8 / 10
Bild: 3,5
Ton: 2
Als Extra gibt es noch ein 16-seitiges Booklet, ansonsten gibt es nur Trailer.
Gesamtfazit: Klasse Filmreihe, die sich jeder Asienfan ansehen sollte!
Übrigens ist der Film Shogun Assassin ein ca. 80 - minütiger Zusammenschnitt der ersten beiden Filme. Wem dieser also schon gefallen hat, der wird definitiv auch seine Freude an der kompletten Reihe haben. Klare Kaufempfehlung!
bewertet am 24.05.16 um 10:38