Heroes - Die Bürde der fallenden Quoten
12. März 2009Gerade in den letzten Jahren hat sich das qualitative Level der durchschnittlichen US-Serie erheblich angehoben. Einer der Vertreter an denen man diese Entwicklung sehr gut sehen konnte, war, neben diversen Kreationen der privaten Kabelsender (allen voran Warners Bezahlsender HBO) NBCs Heroes von Serienschöpfer Tim Kring.
Als die erste Staffel aktuell in den USA lief, war der Hype groß und zuerst hat es mir zutiefst widerstrebt dieser Serie eine Chance zu geben, denn in Zeiten der massenweise eintreffenden Comicverfilmungen, suggerierte ich mit der Serie eine billigen und vor allem oberflächlichen Superheldenschmarn auf TV-Level.
Doch gerade das Serienformat hat der Grundprämisse von Heroes in nicht zu unterschätzender Art und Weise ann Kraft und Gewicht verliehen.
Die erste Season des Superheldendramas war mit das beste und packendste an Filmmaterial, was ich seit Langem zu sehen bekam jede Folge endete mit einem Cliffhanger, der die Spannung weiter aufbaute bis die Nerven zum zerreißen angespannt waren. Die Storytwists, die Darstellungen des Cast, die Regie, die Autoren, die Ausstattung - hier stimmte gerade in Staffel 1 alles - bis auf die miserable deutsche Syncro, welche kaum peinlicher hätte ausfallen können.
Doch gerade Serien - Dramaserien im Speziellen - genieße ich ohnehin sehr viel lieber im englischen Originalton, den bei Serials steht für die Nachvertonung für gewöhnlich nicht das gleiche Budget zur Verfügung, als dies bei großen Kinoproduktionen der Fall ist und bereits im Kinosegment gibt es mehr schlechte als rechte Syncrofassungen.
Dabei erscheint gerade Heroes auf englisch überraschend erwachsen, spannend und seriös.
Die zweite STaffel hatte es bekanntlich schwer und zog auch einige Kritik auf sich und dies von seiten der Fans genauso, wie von Seiten der Kritiker.
Hierfür gibt es sicherlich mehrfache Gründe:
- Den Autoren wurde von Serienschöpfer Tim Kring mehr Freiheit gegeben
- Mit Fuller ging einer der kreativstenn Köpfe des Autorenstabs, um seine eigene Serie "Pushing Daisies" zu führen
- Der Autorenstreik, machte es gerade für eine dermaßen in sich verschachtelte Show enorm schwer einen glaubhaften Storyfaden zu spinnen, denn zum einen wurde die Staffel während sie bereits lief extrem gekürzt und zum anderen, durften weder Kring selbst, noch der verbliebene Autorenstab an den vorliegenden Ideen weiterarbeiten.
- Dies merkt man der 2. Season der Serie leider auch recht deutlich an - zu konfus seinen die verwobenen Handlungselemente, zuviele neu eingeführte Charaktere wurden nicht mit der richtigen Mischung aus Sorgfalt für die Charakterentwicklung und dem richtigen Gleichgewicht für die bereits etablierten Figuren eingeführt. Viele dieser Charaktere wurden daher auch zu Beginn der dritten Staffel aus der Serie entfernt, doch gerade der sich aufbauende, vielschichte Grundplot von "Heroes" machte eben diese Punkte sehr viel deutlicher, als dies bei einer Serie mit unzusammenhängenden oder nur lose verknüpften Episoden der Fall ist.
Ich für meinen Teil mochte die 2. Staffel dennoch - natürlich erreichte sie nicht die Qualität der ersten Staffel, aber dies ist eine Beobachtung, welche ich in der angesprochenen Seriensaison bis auf wenige Ausnahmen jeder anderen Serie auch anzulassten ist. Denn der Autorenstreik, verkürzte nahezu alles was aktuell im US-Fernsehen zu sehen war. Ja es war verworren und ja es war nicht immer zu hundertprozent schlüssig, wie sich die Charaktere entwickelten, dennoch war Heroes auch im 2. Jahr gehobene Serienunterhaltung, welche deutlich mehr Serien der Konkurrenz hinsichtlich Qualität hinter sich ließ, als es Serien gab, welche zu diesem Zeitpunkt Heroes übertroffen hätte.
Im aktuellen Dritten Jahr leidet gerade Heroes mehr als viele andere Vertreter unter schwindene Einschaltquoten; dies ist zum einen durch die steigende Anzahl von Zuschauern zu erklären, welche die Folgen bei Austrahlung aufzeichen (DVR usw...) und später erst anschauen (ein Trend der gerade bei Serienformaten mit durchgehender Handlung zunimmt) und zum anderen die Konfussion durch die zweite Staffel, viele Zuschauer anscheinend auch vertrieben hat.
Dies finde ich eigentlich sehr bedauerlich, denn "Heroes" ist in seiner aktuellen dritten Season wieder zu alter Stärke zurückgekehrt und schneidet zusätzlich ernste und wichtige Themen an, welche andere Formate in dieser Form noch nicht aufgegriffen haben.
Alleine der Haupt-"Bösewicht" Sylar ist das einschalten meines Erachtens wert, denn selten gab es eine solch schickalsträchtige und polarisierende Figur im US-TV zu sehen.
Nicht einfach, dass sich Sylar den Weg durch die fiktive Welt unserer Heroes wie eine entfesselte Naturgewalt bahnt, nein auch sein persönliches Schicksal lässt den regelmäßigen Zuschauer nicht kalt, denn wenn die verworrenen Handlungsstränge auch manchen Zuschauer irritieren, so kann man Heroes eines sicherlich nicht vorwerfen - ein einfaches schwarz/weiss-Schema bei "Heroes" und "Villians" sucht man vergebens...
Wer die Serie noch nicht gesehen hat, sollte dieser meiens Erachtens zumindest eine Chance geben und ich empfehle jedem der dem englischen mächtig ist diese unbedingt im O-Ton zu sehen, denn das Format wirkt nicht einfach authentischer und seriöser, sondern hebt die Klasse der Reihe um vorneweg 200% an und gibt der Reihe erst die nötige Bodenhaftung und Tiefe.
In der laufenden Woche wurde nun bekannt, dass die Verantwortlichen des Superheldenserials das Enddatum der Reihe festgelegt haben sollen. Eine Maßnahme, welche dem anhaltenden Zuschauerschwund entgegenwirken könnte - bei anderen Serials mit durchgehenden Handlungen hat dies in jüngster Vergangenheit gut funktioniert, wie die Beispiele "Lost" von ABC und "Battlestar Galactica" vom US-Sci-Fi Channel belegen.
Seit langem wundere ich mich über so manch "unrealistische" Haltung im Benutzerkreis der BD. Heute will ich mal ausgedehnt meinen Senf dazu geben und sage zugleich hinzu, dass, unabhängig von der Deutlichkeit meiner Worte, dies kein Angriff auf User oder Mitglieder darstellt, sondern einfach einmal ein wenig die Hintergründe beleuchten und verdeutlichen soll.
Gerade in den letzten Wochen kam es in der Community wieder verstärkt zu sehr gereizten und negativen Äußerungen bezüglich Releasepolitik bzw. Preisniveau. Oftmals entbehren hierbei jedoch die Äußerungen leider einer gewissen Grundlage.
Die Blu-ray Disc mag, weltweit gesehen, langsam dem Status eines Early-Adopter-Produkts entschlüpfen, aber wie sieht es eigentlich in Deutschland aus?
Unterhält man sich mit Personen im Einzelhandel wird man sehr schnell feststellen, dass die verkauften Stückzahlen zwar kontinuierlich zunehmen, man aber hierzulande immernoch weit hinter anderen europäischen Ländern oder gar den USA nachhinkt.
Der Preisverfall für diese Form der Medien, gerade durch Internetplattformen (wie in erster Linie Amazon.de), machen den Stand der deutschen Vertriebe oftmals sehr schwer, denn die Erwartungshaltung der Konsumenten wird hierdurch entscheidend geprägt. Sicherlich ist ein Preis von 30,00 EURO für eine BD heute überholt, jedoch zahlt man diese Preise mit ein wenig Geduld normalerweise nie.
Dass eine Meldung, dass Warner in den USA die UVPs der ersten BDs auf 16.99 Dollar senkt, dermaßen negative Resonanz hervorruft, ist für mich jedoch absolut unverständlich, denn ist es vollkommen normal, dass die betroffenen Titel nicht die neusten Blockbuster sein "KÖNNEN"!
Vielmehr wird hier ein Preissegment ins Leben gerufen, welches es bis dato überhaupt nicht gab. Hierbei geht es auch nicht um den tatsächlichen Verkaufspreis, wenn viele meckern, dass man besagte Titel schon für 12,00 EUR bekommen habe, oder man die interessanten dieser Aktion ja schon längst in der Sammlung habe - es ist eine rein wirtschaftliche Entscheidung von seitens eines Multimillionendollar-Konzerns, der natürlich ältere Titel in so einem Schritt auswählt, welche sich eben zu den höheren Preisen nicht oder nur noch sehr schlecht verkaufen. Auch Aktionen im Einzelhandel, bei denen relativ neue Titel (wenn auch mit stark begrenzter Auswahl) zu einem Durchschnittspreis von knapp unter 18 Euro angeboten werden, werden in aller Regel zerissen, weil zu teuer usw...
Man sollte aber freilich nicht vergessen, was DVDs noch vor wenigen Jahren (2,5 bis 3 Jahre) in aller Regel kosteten:
Preise von mehr als 20,00 EURO waren keine Seltenheit, Angebote waren betagte Titel, welche den Hauptabverkauf bereits hinter sich hatten und dies in einem auf breiter Ebene etablierten Markt!
Die Blu-ray verkauft sich im Verhältnis hierzu weltweit noch verschwindend gering, trotzdem bekommt man alle neuen und sehr viel ältere Titel häufig unterhalb der 20,00 EURO-Marke.
Ebenfalls ist ein Angebot nicht schlecht, nur weil man einen Film bereits früher in einem besseren Angebot erwerben konnte. Angriffe auf Regisseure wegen der Releasepolitik begehrter Titel, weil man zuerst die "Sparversion" veröffentliche usw...natürlich hat jeder ein Recht auf seine eigene Meinung, jedoch vermisse ich im BD-Fandom oftmals die Sachlichkeit.
Tatsache ist, dass Warner wohl nicht nur in den USA eine kleine Auswahl von BDs im April auf einen niedrigeren Listenpreis senkt, sondern dieser Schritt auch für die restlichen kernmärkte angedacht ist. Und Warner ist hierbei übrigens mal wieder Vorreiter, wie so oft.
Der Heimkinokenner, der seit Mitte/Ende der 90er im DVD-Bereich unterwegs ist wird sich vielleicht noch an einen kleinen aber einprägsamen Aufkleber erinnern, welcher damals des öfteren auf den damaligen Papphüllen von älteren Warnertiteln zu sehen war "Grosses Kino, kleiner Preis". Dieser Aufkleber war nichts anderes zur damaligen DVD-Zeit, als die oben erwähnte Warner-Aktion heute im BD-Bereich. Es war die ursprüngliche Etablierung eines "Nice-Price-Segments", welches natürlich mit alten und meist bereits fertig abverkauften Titeln gefüllt wurde. Jedoch würde alles andere aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn ergeben, denn wie erwähnt, ist ein Filmstudio kein Wohlfahrtsverein, sondern ein Unternehmen, welches seinen Eigentümern, Finanzgebern, Angestellten gegenüber eine enorme Verantwortung trägt und jedes Jahr aufs Neue, vollständig neue Produkte anbieten muss, mit aberhunderten Millionen Dollarn im Risiko steht und nicht einmal 50 Prozent der produzierten Ware durch die Kinoauswertung dieser Produkte wieder in die schwarzen Zahlen kommt. Erst der DVD Release bringt viele Filme in die Gewinnzone, aber hierzu sind nochmals enorme Kosten von Nöten. Hierbei geht es weniger, um den Rohlingspreis einer DVD oder BD, sondern um Anpassung der technischen Parameter für das betroffene Format, Encoding, Abtastung des Masters, Optimierung des vorliegenden Kinosounds auf 5.1/7.1 etc., Verpackung, Massenfertigung, Versand usw... gleichzeitig verdient nicht nur der Publisher an der DVD oder der BD, Sondern auch der Zulieferer für Amarays, die Druckerei der Cover, Bootlegs, das Presswerk, der engagierte Vertrieb (oftmals ist dies außerhalb der USA so geregelt), der Großhandel und abschließend der Einzelhandel.
Der Vergleich mit der bereits erhältlichen DVD zum Ramschpreis ist ebenfalls unangebracht beim Erscheinen des gleichen Titels auf BD, denn im Gegensatz zu aktuellen Produktionen, bei welchen bei Mastererstellung/Abtastung usw.. bereits hinsichtlich BD-Release mitgeplant wird, müssen bei Klassikern und älteren Katalogtitel, nicht zu vernachlässigende Mehrkosten einkalkuliert werden. Währen ein neuer Film nur einen HD-Master erhält, welcher dann in heruntergerechneter Form auch für die DVD verwendet werden kann, sind bei älteren Katalogtiteln die ursprünglichen DVD-Master schlicht zu schlecht.
Trotzdem bekommt man immer wieder "alte Schinken" in atemberaubendem High-Def geboten. Der Mehraufwand rechtfertigt in JEDEM Fall ein Preisniveau, welches analog zu neuen Produktionen steht, denn der Fan bekommt hier oftmals tatsächlich einen enormen Mehrwert geboten, außerdem ist die BD ein neues Produkt, und jedes neues Produkt im Elektronikbereich ist mit mehrjährigen Entwicklungskosten belastet, welche sich in aller Regel im Milliardenbereich befinden.
Natürlich freut man sich über Schnäppchen und dies ist auch richtig, denn man selbst ist natürlich auch kein Wohltäter. Trotzdem erhält man die gewünschten Angebote immer wieder und dies auch in Deutschland, obwohl der BD-markt bei uns nach wie vor ein sehr schwieriger Markt für die Studios darstellt. Zum einen ist der deutsche Kunde überdurchschnittlich Finanzstark (ja auch heute noch), zum anderen halten sich gerade hinsichtlich BD die Neukunden bei uns noch extrem zurück.
Natürlich mag dies zu einem großen Teil an den Preisen liegen, aber genau um diese Leute zu überzeugen sind die immer wieder geforderten Angebote in erster Linie da, zur Kundenaquise. Interessierte noch zögernde sind mit solchen Aktionen, wie der neuen Nice-Preis-Politik Warners in erster Linie angeprochen und für diese sind BD-Angebote zu einer handvoll guter Titel (Kubrick zum Bsp) unter Umständen tatsächlich ein Grund ihren ersten BD-Player für knapp 200,00 Dollar, Euro usw. anzuschaffen.
Ist man erst einmal in einer solchen Mühle als Kunde, weiss hier wohl jeder wie dies selbst bei Unbedarften endet, man kauft auch in Zukunft, vielleicht wartet man bis die Nice-Price-Angebote erweitert werden, aber diese Interessengruppe ist auch ungleich größer, als die bisherige Userschaft und würde über die Masse das Format nachhaltig stützen.
Eenfalls ist es für mich nicht nachvollziehbar, wieso man als Vergleich die Preise auf dem US-Markt oder von der Insel heranzieht, um deutsche Angebote zu kritisieren, denn erstens, sind die Medien für die dort Einheimischen ähnlich kostspielig, wie unsere Preise für uns (England und USA, haben an ihr Währungssystem angelehnt ein ähnliches Gehaltsniveau, wie in Deutschland), doch viele Preisvorteile kommen erst durch den starken EURO in dieser Form zustande, denn der Wechselkurs ist wirklich oftmals für die UK-Schnäppchen verantwortlich!!
Ebenfalls ist die BD in UK, genau wie in den USA bereits deutlich verbreiteter. UK profitiert hierbei zusätzlich von der englischen Sprache, wodurch aufwändige Regionalisierungen entfallen, dadurch gibt es durchschnittlich mehr Titel, die auf der Insel aber auch besser verkauft werden. Gemessen am UK-Einkommensniveau sind die dort erhältlichen Waren jedoch nur geringfügig billiger.
Dass im nächsten Monat zudem die Marke von 1000 veröffentrlichten BDs in Deutschland fällt, grenzt bei der bisherigen Marktdurchdringung wirtschaftlich betrachtet also eigentlich an einem Wunder.
Doch die Etablierung in den einzelnen Kernmärkten, ist ebenfalls in hohem Maße verantwortlich dafür, dass in den USA deutlich mehr Sonderedtionen auf BD erscheinen, während bei uns die einfachen Amarays erscheinen, denn in Übersee ist der BD-Markt bereits so stark, dass man begonnen hat, die Masse in die unterschiedlichen Interessengruppen zu spalten. Da wäre der Filmfan, der nur den Film in bestmöglicher Bild- und Tonqualität will, der Sammler, der aufwändige Verpackungen und tonnenweise Zusatzmaterial liebt, die Anhänger der nachträglichen Langversionen, die Anhänger der kürzeren Kinofassungen etc...
Dass die Studios und Publisher einen Preisverfall in diesem Maße, wie zu seiner Zeit bei der DVD nicht forcieren liegt daher auf der Hand. Angebote sind eben Angebote und entsprechended derer Natur zeitlich begrenzt und dafür da, um dem Konsumenten einen Kaufanreiz zu bieten. Dauerhaft niedrige Preise würden das allgemeine Preisniveau und damit die Gewinnchargen der Studios mit einem Vorlauf von mehreren Jahren nachhaltig einbrechen lassen. Solange das Produkt jedoch noch dermaßen neu ist und die Nachfrage den heutigen allgemeinen Durchschnittspreis rechtfertigt, wird man kaum in den Genuss dauerhafter Niedrigpreise für aktuell erscheinende Titel, ob Blockbuster oder Katalogtitel, kommen. Erst die fallende Nachfrage bei ausreichender Marktdurchdringung wird für deutlich fallende Preise sorgen und dies zuerst sicherlich, wie nun in den USA bei Titeln, die die frühe und treue Anhängerschaft des Formats in aller Regel schon besitzen wird.
In diesem Sinne
Euer Schlumpfmaster
Wir wollen Bass, wir haben Bass...
6. April 2009
Jaja, so kann es gehen,
nachdem wir uns vor 3 Wochen von unserem ursprünglichen Bassisten getrennt hatten, war die Aufregung groß: werden wir Ewigkeiten brauchen einen neuen Mitmusiker zu finden, oder eher nicht?
Die Antwort bekamen wir eigentlich relativ schnell, denn der neue Mann für die tiefen Töne kam keine Woche später zu uns und hat schon unlängst erklärt, dass er bleiben will
Da freut sich natürlich der gemeine Musiker ganz dolle - vor allem, wenn er, wie ich, sich um so ziemlich alles kümmert, was so abseits der Öffentlichkeit von statten geht!
Und so hat die derzeit einzige Liebe neben meiner Familie, meinen Freunden, meinen Lieblingsjeans und bluray-disc.de mir einiges an Kummer erspart - keine aufkommende Unzufriedenheit nach dem Motto: "Das macht keinen Bock ohne Bass", oder "An der Stelle hier sollte dann der Bass später mit dem und dem einsteigen bevor der Rest..."
Jaja, so kann es gehen - hat mir immerhin viel Kummer erspart und an der einen Stelle, da kommt dann der Bass, mit dem und dem bevor dann der Rest...und es klingt toll
Leider können wir noch keine repräsentativen Aufnahmen mit dem neuen Mann für die vier tiefsten Saiten der Band präsentieren, aber immerhin gibt es mittlerweile mal 2 bzw. 3,5 Tracks in deutlich besserer Qualität als zu Beginn - zu finden wie immer unter dem Homepage-Link in meinem Profil - würde mich freuen wenn wer mal vorbeischaut.
In diesem Sinne einen guten Start in die Woche wünscht
der Schlumpfmaster
J.J.Abrahms "Star Trek"
14. April 2009Ja liebe Trekkies und Star Trek-Freunde,
bald ist es soweit - Star Trek 11, oder auch einfach nur "Star Trek" unter der kreativen Leitung des eingespielten Teams rund um Abrahms, wird nächsten Monat in die Lichtspielhäuser einziehen.
Nun freue ich mich einerseits schon sehr auf den Film und ja, die Trailer sehen wirklich gut aus, aber ob "gut aussehen" ausreichend sein wird, um meinen Erwartungen gerecht zu werden? Nun ich bin in dem Punkt immernoch skeptisch...Zwar scheint die Problematik mit einer alternativen Zeitlinie Star Trek-typisch elegant umgangen worden zu sein, aber dies allein ist ja noch keine Qualitätsgarantie, denn ST lebte weniger von SFX als von einer gewissen Art von Geschichten.
Für mich gibt es dabei allerdings gleich noch andere Punkte, die mir den Angstschweiss auf die Stirn treiben:
-Die bisherigen "Errungenschaften" des Kreativteams konnten mich nicht wirklich überzeugen: Da war der Beginn des Ganzen mit einer kleinen und hochgelobten Agentenserie, welche den Karierebeginn von Jennifer Garner markierte, doch "Alias" war für mich nicht der Bringer - die Charaktere waren dermaßen unglaubwürig, dass alles andere mit den Personen, um die es sich drehte, den Bach runter ging.
-Nach dem Beginn von "LOST" gab es dann auch die ersten Kinoproduktionen um die besagten Herrschaften. Während "LOST" sich im Allgemeinen großer Beliebtheit erfreut, konnte ich mit der Inselschnitzeljagd nicht allzuviel anfangen. Die Gründe dafür sind allerdings nicht so leicht zu erklären: Zu sagen die Serie sei schlecht würde es ja auch nicht treffend beschreiben - die Serie ist aber überhaupt garnicht mein Geschmack - das fängt bereits bei der Auswahl der Schauspieler an: Diese wirken auf mich allesamt dermaßen unsympathisch und teilweise -man möge mir meine Blasphemie verzeihen - talentfrei, dass es für mich von anfang an kaum möglich war auch nur eine Folge der Serie durchzuhalten. Nachdem ich mich durch Staffel 1 gekämpft hatte, gab ich es dann auf. Sicherlich die Twists und Rätsel sind relativ ausgeklügelt, wenn ich mich dem Eindruck auch nicht erwehren kann, dass die Herrschaften absolut keinen Plan hatten, wo ihre Serie denn hinführen sollte, aber aufgrund der sehr stark ausgeprägten Antipartie gegen die mitwirkenden Charaktere war es bei mir nichts mit mitfiebern.
Im Kino gab es dann "Mission Impossible 3", zu dem Abrahms angeblicht Story, Drehbuch und Regie beigetragen hatte und für meinen Geschmack der schlechteste Teil der Reihe darstellt. War Teil 1 noch ein weltklasse Agentenmovie, mit einem schwächelnden Showdown (einfach zu abgehoben und unrealistisch, selbst für einen solchen Film), hatte Teil 2 bereits das gehörige Problem, dass der Film nur ein Starvehikel für Tom "Maverrick"Cruise war. Dieser war allerdings dermaßen übertrieben und überstilisiert, dass der Film quasi schon wieder funktionierte, wenn er auch ein unwürdiger Teil 2 der Reihe darstellt. Die Action war natürlich erstklassig und wie ein groß angelegtes Ballet inszeniert, das Ballet des Todes, eben das, weshalb T.Cruise Regiesseur John Woo haben wollte. Aber Teil drei wirkte irgendwie gänzlich uninspiriert. Die Tricks war natürlich auf der Höhe der Zeit, aber die Figuren waren allesamt Schablonen und dem Superagenten Ethan Hunt, mehr Tiefe und Persönlichkeit zu verleihen und eine "persönlichere" Geschichte zu erzählen, empfand ich als misslungen, denn die Charakterentwicklung wirkte aufgesetzt, die Menschen, um die Ethan sich sorgt und für die er alles riskiert, scheinen für den Zuschauer belanglos, da selbst seine Verlobte wie eine klischebelastete Abziehfigur wirkt. Ähnlich ist es mit dem Einsatzteam, welches nicht wirklich als Team wirkt. Aber das große Problem ist vor allem, dass Tom Cruise die emotionale Seite seines Charakters nicht glaubwürdig verkörpert, und so fällt für mich der ganze Streifen auseinander bevor er richtig angefangen hat...
Nach dem zugegebener Maßen unterhaltsamen "Cloverfield" (Abrahms war nur Produzent) gibt es eine neue Serie:
"Fringe" ist nach der ersten Episode zumindest noch nicht verloren. Mehr habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen, jedoch war die Pilotsendung gut genug, um mich dazu zubringen, der Serie eine echte Chance zu geben!
Und ja, dann ist da ein neuer "Star Trek" keine Nummer, kein Untertitel, einfach "Star Trek" mit einer jungen Ausgabe von Kirk, Spock, Pille, Uhura, Chekov und und und...
Nach allem Aufgezählten ein abschließendes Resümee zu ziehen erscheint mir nicht sonderlich einfach - zwar könnte man denken, dass ich den Film schon abgeurteilt habe, nachdem, was ich von den bisherigen Machenschaften der Verantwortlichen halte, aber dem ist nicht so: Die Besetzung scheint gut getroffen und sollte die Story den Ton treffen, dürfte ich mich auch für ein neues "Star Trek" begeistern können, eines, welches ein wenig mehr Freiheiten hat, ein wenig mehr "Star Wars" ist, denn die Massen lieben nunmal das Spektakel (ich jedoch auch), aber wir haben nicht 1963 und auch nicht 1979, als der erste Kinofilm der klassischen Enterprise-Reihe auf die Leinwände kam. Ich bin also durchaus aufgeschlossen und trotz meiner Abneigung gegen die oben erwähnten Produktionen, werde ich den Herren Abrahms, Orci und Kurzman eine Chance geben, mich als kritischen Fan des Franchise zu überzeugen.
Apropos, Teil 12 befindet sich wohl bereits in Entwicklung unter der Federführung des gleichen Teams. Als Gegenspieler des neuen "Teil 2" nach Berman wird ein alter Bekannter gehandelt. Mehr willl ich hier jetzt aber nicht veraten, sondern freue ich mich einfach auf den Tag der kommenden Vorpremiere, die Karten habe ich schon, wenn das Raumschiff Enterprise wieder aufbricht zu neuen Welten, in denen noch kein Mensch zuvor gewesen ist...
Cowboy Bebop - Endzeit im Weltraum
16. April 2009Es wird mal wieder Zeit für einen Serienblog und da ich hier in erster Linie meine ganz eigenen Favourites behandle, wurde es Zeit für eine der wohl besten Animeserien überhaupt. Die Rede ist von Cowboy Bebop.
Die Welt von Cowboy bebop könnte schon fast Vorlage bzw. Inspiration für Joss Whedons "Firefly" gewesen sein, denn das Setting der Whedon-Kult-Serie ähnelt diesem Anime bis aufs Haar.
Im Jahr 2071 hat der Großteil der Menschheit die Erde verlassen, nachdem eine Hyperraumtorkatastrophe den Mond zu einem viertel absprengte und die Trümmer auf die Erde niederregneten. So wurden viele Planeten und Monde innerhalb unseres Sonnensystems bewohnbar gemacht, während ein recht kleiner Teil der Erdbevölerung in unterirdische Enklaven lebt.
In diesem Setting wird die Geschichte der Besatzung der Bebop erzählt. Ein altes und dreckiges Raumschiff, dessen Besatzung aus einer Gruppe von Kopfgeldjägern besteht.
Hauptperson ist eindeutig der mysteriöse wie coole Spike, der nach einer zwielichtigen Vergangenheit vor dieser wegläuft und seine Fähigkeiten (Bruce Lee lässt grüßen) einsetzt, um dem nächsten Kopfgeld hinterherzujagen. Sein Partner und Vater/Mutterfigur der Crew ist der ehemalige Polizist Spike, der nach einem gescheiterten Einsatz schwer verletzt wurde und über entsprechende Hightech Implantate verfügt.
Im Verlauf der Serie selbst erst stößt der Rest der Besatzung zu den beiden. Zum einen die Meisterdiebin Faye, welche bereits im Jahr 1994 geboren wurde und wegen eines schlimmen Unfalls viele Jahre in Stasis verbrachte, ehe sie ohne Erinnerung an ihr vorheriges Leben in eine neuartige, harte und gefährliche Welt entlassen wird. Dabei geizt Faye auch nicht mit ihren Reizen, um ihre Ziele zu erreichen. Abgerundet wird die Crew, mit der kleinen Ed, welche auf der Erde geboren wurde und über die kaum etwas bekannt ist, außer der tatsache, dass Ed ein genialer Computerhacker ist, welche selbst die härtesten Sicherheitssysteme spielend knacken kann. Die hochintelligente Ed ist anscheinend auch die einzige Person auf der bebop, die in der Lage ist mit dem Versuchskaninchen "Einstein" zu kommunizieren, einem Hund, der ebenfalls im Verlauf der Handlung ein Zuhause auf der Bebop findet.
Im Verlauf der Serie werden immer mehr Details aus der Vergangenheit der Protagonisten aufgedeckt und so erhält jeder der Cowboys eine mehr oder minder komplexe Hintergrundgeschichte, die erklärt wie alle an diesem Punkt in ihrem Leben angekommen sind und beleuchten die Beweggründe ihres Handelns.
Neben den stilisierten Figuren wird eine glaubhafte Welt bzw. Vernetzung von Welten etabliert in denen sich die Figuren natürlich und homogen bewegen. Die Verstrickungen nehmen im Verlauf der 27 Folgen immer weiter zu und erhalten den letzten Schliff durch einen beeidnruckenden Soundtrack der japanischen Konponistin Kano, die unter anderem auch für die Musik on "Ghost in the Shell - Stand Alone Complex" verantwortlich zeichnet.
Gerade bei "Cowboy Bebop" ist die Verbindung von Film und Musik sehr eindrucksvoll gelungen und ist ein wichtiger Teil, der zu Bebops Sonderstatus beiträgt.
Nach dem enormen Erfolg in den USA wurde zudem ein Zeichenntrickkinofilm produziert, der chronologisch innerhalb der Episodenreihenfolge anzusiedeln ist. In Deutschland erschien der Film jedoch direkt auf DVD.
Seit letztem Jahr wird die Reihe in einer Komplettbox auf DVD angeboten, welcher jedoch nicht über große Händler zu bekommen ist, sondern speziell auf Comic-Messen und ähnlichem zu erwerben ist.
Nach einigen Jahren ohne weiteres Lebenszeichen aus der Welt der "Cowboy Bebop" wurde mittlerweile bekannt, dass Hollywood den Stoff in eine Realfilmadaption umsetzen will. Als Spike wurde unlängst Keanu Reeves bestätigt, jedoch sind noch keine weiteren Infos zum Live-Action-Film bekannt.
Wer diese Serie noch nicht kennt und auf coole Weltraumstories steht, sollte der Reihe dringend eine Chance geben, ist sie von den bekannten Anime-Stoffen wohl die amerikanischste und somit wohl aucch am besten für eine Umsetzung aus Hollywood geeignet.
Alle guten Dinge sind drei...
25. April 2009
…ja so dachten wir uns das, als wir vor einiger Zeit beschlossen aus einem gerade entstandenen Song ein Werk mit drei Kapiteln zu kreieren. Und Anfangs ging das ganze auch locker flockig von der Hand, aber dann…
Es hört sich nämlich viel einfacher an, als es tatsächlich ist, denn ein Dreiteiler ist nun mal etwas anderes, als drei Songs, die man aber zufällig am Stück spielen kann, ohne eine Pause zwischen den Stücken zu haben! Das Problem war der Refrain, und zwar der zweite (kompositorisch gesehen) Refrain, denn er gefiel uns an sich ja schon, aber wir verloren immer den Faden, wussten nicht wie wir ihn richtig in Szene setzen sollten, so dass es die logische Konsequenz sein würde, auf all das was sich in den knapp 9 Minuten zuvor abgespielt hatte. All dies geschah noch vor dem Wechsel des Bassisten, den ich in einem anderen Blog beschrieben hatte. Und dann, ja nach dem Wechsel war das Schreiben an unserem Dreiteiler erst einmal auf Eis gelegen, denn wir mussten den neuen Mitstreiter ja noch einlernen.
Das Einlernen ging übrigens rasend schnell, denn unser Mann für die tiefen Töne ist ein richtig guter seiner Zunft. Und seit der vorletzten probe sind wir nun wieder an diesem besagten Dreiteiler und entschlossen uns nach all den Strapazen, die wir mit diesem einen Part in diesem großartigen Stück Musik (zumindest für uns), den Refrain schlicht zu verwerfen und einen vollkommen neuen Weg zu suchen. Und den haben wir in der letzten Woche gefunden. Es konnte also weitergehen beim kreieren unserer kleinen musikalischen Reise…
Heute Abend, frisch nach der Probe und einem dröhnenden Kopf (eine Mischung aus Stirnhöhlenentzündung und stundenlangem Schalldruck) bin ich nun total begeistert von unserem Werk – es ist noch nicht “ganz“ fertig, aber die grundlegende Struktur scheint nun vollendet zu sein. Bereits am Dienstagabend haben wir die nächste Zusammenkunft. Es nochmals spielen mit ein wenig Abstand, ausgeruhten Ohren und wachem Geist, um es endlich zu schleifen, endgültig in Form zu bringen, manches nochmals überarbeiten und dieses Kapitel zumindest ansatzweise abzuschließen. Grob auf die Uhr im Proberaum geschaut, scheint unser kleines Magnum Opus bei ziemlich genau 15 Minuten anzukommen (im Progressive Rock keine Seltenheit) und ist teilweise schon recht vertrackt, aber in sich erstaunlich konsistent. Zumindest hoffe ich, dass ich das auch nach Dienstabend noch so sehe, denn die nächsten Songideen sind schon da und wir wollen weiter machen. Dieses Jahr soll es schließlich noch auf die Bühne gehen und wir würden nur ungern diese, nach gerade einmal 40 Minuten Spielzeit wieder räumen müssen.
Also drückt mir bitte feste die Daumen, dass mein Kopf heute nicht zu müde war und meinen Ohren keinen Streich gespielt hat.
In diesem Sinne
Euer Schlumpfmaster
Star Trek TOS -Season 1
28. April 2009Gestern konnte ich die Staffel endlich in Händen halten und ich muss sagen - ich bin wirklich begeistert!
Bereits der Einstieg in die Disc ist Trek-typisch durchgestylt: "Die Interviews und Aussagen, auf dieser Disc entsprechen nicht der Meinung von Paramount Home Entertainment und dienen lediglich der Unterhaltung..." Bereits hier macht sich der Star TRek-Einfluss bemerkbar, denn die Schriftart entspricht dem klassischen Schriftzug der Kinofilme 1-6 (immernoch der schönste Schriftzug).
Die Gestaltung des Menüs empfand ich ebenfalls als sehr gelungen und passt vom Ansatz hervorragend zu den restlichen Serien auf DVD, in dem die Menüführung durch animierte Schlatflächen/Konsolen der Enterprise dargestellt werden.
Auch eine erste Stichprobe der Bilqualität konnte mich wirklich begeistern und nun sieht man auch tatsächlich den qualitativen Sprung der Effekte hervorragend. Dass die Verantwortlichen es aber nicht übertrieben haben und dem Geist des Originals stets treu gebliben sind ist für jeden bekennenden Fan der Original Serie ein Segen. Auch der deutsche Monotonn konnte meine Freude nicht trüben - zwar ist der englische HD-Track klanglich im Vorteil, aber ich liebe nunmal die kultige Syncro der Serie und trotz Monosounds, wirkt dieser klar, kräftig und voll aus den Lautsprechern.
Klare Empfehlung für alle Fans!
HBO´s The Wire
3. Mai 2009Kaum eine private Sendeanstalt steht mit ihrem Namen so für Qualität, wie der amerikanische Bezahlsender HBO. HBO steht für TV-Unterhaltung auf höchstem Niveau und dies auch gerade außerhalb der USA. Neben Meilensteinen wie Band of Brothers, Rome, Six Feet Under, The Sopranos oder Deadwood fallen natürlich auch weltweite TV-Phänomene, wie Sex and the City ein. Und doch hat HBO neben den oben erwähnten auch noch viele andere Formate in ihren Reihen, darunter der Fanliebling und Geheimtipp unseres kleinen-großen Blu-ray Portals. Die Rede ist von The Wire (ab 2002).
The Wire mutet Anfangs wie ein gewöhnliches, wenn auch sehr natürlich wirkendes Cop-Drama an, doch mit diesem Eindruck bewegt man sich nur vage an der Spitze des Eisbergs. Doch wir wollen nicht zu weit vorgreifen – zur Handlung:
Im Mittelpunkt und bereits in der ersten Szene der ersten Folge zu sehen, steht Dt. McNulty, Vollblutpolizist und unkonventioneller, wie auch fähiger Ermittler des Morddezernats der Stadt Baltimore. Sehr schnell wird klar, dass besagter Dt. wohl auch seine eigenen Beweggründe für seine Ermittlungen hat und offensichtlich dazu neigt, seine Vorgesetzen gerne als unfähig anzusehen und sich dementsprechend gerne „daneben“ benimmt – sei dies hinsichtlich der Einhaltung des offiziellen Dienstwegs oder auch hinsichtlich der Pflege seiner persönlichen Beziehungen. Aufgrund seines ungehobelten Verhaltens, einer scharfen Zunge und keinerlei Respekt vor den Oberen, wird innerhalb von nur einer einzigen Folge, sehr schnell ein grobes Gerüst etabliert, welches die Funktionen, Verstrickungen und Machenschaften vieler offizieller Würdenträger, Beamter, Anwälte, Senatoren, Abgeordnete oder Bürgermeister bis hin zu kleinen Polizist auf Streifendienst, dem Kopf des „herrschenden“ Drogenrings bis hinunter zu den kleinen Dealern an den „Corners“ und deren Kundschaft nahezu alles beleuchtet.
Dies wird selbstverständlich nicht alles innerhalb der ersten Episode, oder auch der ersten Staffel wirklich deutlich, viel mehr ist The Wire ein komplexes Mosaik, welches einen ungeschönten ja teils sogar schonungslosen Blick auf die Welt von heute wirft. Stellvertretend für die heutige Korruption, Vetternwirtschaft und gesellschaftlichen Missstände wird der aufgeblähte Regierungsapparat, sowie deren Bürger, Kriminelle, Journalisten, Arbeiterklasse usw. der Stadt Baltimore verwendet und beruht dabei auf erstklassiger Recherche der Schreiber bzw. des Autors des zugrunde liegenden Buches. Das Kaleidoskop, welches die Verantwortlichen in insgesamt 5 Staffeln erschufen, sucht meines Erachtens ihres Gleichen. Und das Besondere ist, dass der Blickpunkt niemals zu subjektiv wird. Immer werden Begebenheiten aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt und Licht und Schatten, Für und Wider der Handlungen verschiedener Protagonisten beleuchtet wodurch sich nie der Eindruck von Schwarz-Weiss-Malerei aufdrängt.
Da gibt es den modernen Robin Hood, namens Omar Little, der die Drogenbosse bestielt und deren Status bedroht. Auf der Straße ist er eine Legende und doch ist er nur ein Sklave seiner Herkunft, seiner Erfahrungen und dem Leben, für das er sich entschieden hat. Da ist der Richter, der zusammen mit McNulty versucht in der Stadt etwas Gutes zu tun, doch auch er hat seine eigenen ganz persönlichen Beweggründe und mehr als einmal werden aus geglaubten Verbündeten erbitterte Widersacher. Es gibt natürlich eine Vielzahl solcher Charaktere und bewusst will ich hier nicht zuviel preisgeben, denn diese Serie ist ein Meisterwerk, welches nur schwer zu beschreiben ist ohne all die Geschehnisse zu sehr zu spoilern.
Obwohl im Kern der gesamten Handlung eine Gruppe von Polizisten rund um besagten Jimmy McNulty steht, wird mit jeder Folge, die vergeht das Bild rund um die Berührungspunkte dieser Gruppe mannigfaltiger. Mit jeder Staffel erscheint, das Geflecht von persönlichen Zielen und Beziehungen, welche die Geschicke dieser Stadt lenken komplexer und doch bringen die Macher zeitgleich immer mehr Licht ins Dunkel. Mit jeder Staffel wird ein weiterer Personenkreis näher betrachtet oder eingeführt, welcher für die Geschehnisse in einer der größten Metropolen der USA eine gewichtige nicht wegzudenkende Funktion wahrnimmt.
Leider lief die Serie außerhalb der USA meines Wissens nur in Großbritannien, wo die Reihe unlängst auch auf DVD erschienen ist. Doch hier zulande ist die Serie weitestgehend unbekannt und dies obwohl es sicher viele Fans anspruchsvoller Serienunterhaltung gibt, welche auch hier ein Werk von solcher Güte, nicht zu letzt aufgrund seiner Authentizität und seinem beeindruckenden Realismus, vorfinden würden. Daher ist The Wire eine der Serien, die einen Platz in meinem ganz persönlichen Serienhimmel sicher hat. Selten waren Charaktere derart grau, selten Dialoge, so intelligent und greifbar.
Kurz „THE WIRE“ ist eine der besten Serien, welche jemals gedreht wurden und ich lege sie jedem, der gerne seinen Kopf beim Film- und Seriengenuss benutzt ans Herz. Wie mein Kollege Breiti schon richtig sagte: „Omar Comes“ – und jeder der weis, was es mit diesen Worten auf sich hat, wird diese Serie wohl niemals vergessen, ist sie doch der perfekte Beweis dafür, dass heutige TV-Serien, bezüglich Inhalt, einem jeden Kinofilm um Längen voraus sind, wenn man den Machern nur die Gelegenheit dazu gibt ein solch mutiges Projekt zu realisieren.
Star Trek - Die Kritik
7. Mai 2009Umzug gut, alles gut...
8. Juni 2009Puh da wären wir nun wieder - Montag morgen der gleiche Trott und doch ist man weniger "fit" als sonst, weil das Wochenende einfach nicht erholsam war...
Aber nicht alles was nicht erholsam ist, muss deshalb auch schlecht sein, denn immerhin habe ich in einem Mamutakt von Freitag nbis gestern meinen lange geplanten Umzug über die Bühne gebracht!
Hört sich natürlich erst einmal nicht so spannend an, aber wie die Menschen die mich etwas besser kennen, wohl wenig überrascht sein werden, läuft in meiner schlumpfigen Welt so etwas niemals auch nur ansatzweise reibungslos ab, um nicht zu sagen etwas chaotisch...:p
Letzten Endes habe ich nun aber meine alte Bude soweit leer bekommen und habe nun haufenweise unausgepackte Kartons, Schachteln und Kisten zu Hause stehen. Aber trotzdem - trotz all der Müdigkeit und leicht verspannten Gliedern ( damit meine ich Arme und Beine:D) fühlt man sich da doch relativ zufrieden - Immerhin hat man mit einem Pickup und einem zur Hälfte beladbaren Sprinter die Unmöglichkeit möglich gemacht und den fälligen Umzug vom 4. Stock (Altbauwohnung) in den 5. Stock (etwas neuere Wohnung) ganz ohne Fahrstuhl erfolgreich überlebt und sich nichteinmal ernsthaft verletzt! - Genauso wenig wie die Helfer übrigens (Daumen drücken hat wohl was gebracht) Na zumindest mein bester Freund dürfte mich dieses Wochenende wohl entgültig verflucht haben, habe ich ihn doch das komplette Wochenende auf Trapp gehalten, was mir einerseits natürlich auch unendlich leide tut aber andererseits mir selbst ne Menge arbeit erspart hat, manchmal muss man da einfach egoistisch sein, wird sich sicherlich auch mal wieder usgleichen *räusper*
Als Belohnung hab ich aber jetzt die sagenhafteste Aussicht, die ich jemals von meinem Reich aus hatte...Mal schauen, vielleicht poste ich ja demnächst ein paar Impressionen davon.
So und nun die letzten Tage vor unserem Sommermeeting und einer erneuten Stipvisite in Görlitz, bevor man sich dann wiederrum anderen Dingen widmen muss - irgendwas ist ja schließlich immer...
In diesem Sinne, der urlaubsreife Schlumpfmaster
Top Angebote

Mein Avatar