Nahe der afghanischen Stadt Kamdesh liegt das Camp Keating, ein amerikanischer Außenposten, im Tal eingeschlossen von den Bergen Afghanistans.
Der Posten soll Frieden bringen,den Wiederaufbau unterstützen und die Bevölkerung vor den Taliban schützen.
Es kommt zu fast täglich stattfindenden Scharmützeln mit den Aufständischen, Hitze, sowie die nicht vorhandene Abwechslung,und die teilweise tägliche Monotonie zehren an den Nerven der Soldaten.
Doch eines Nachts starten die Taliban einen Großangriff auf das Lager, in welchem sich lediglich 54 US Soldaten und 20 afghanische Soldaten aufhalten.
Es kommt zu einem der wohl blutigsten Kämpfe im Afghanistan Krieg, an dessen Ende insgesamt 8 US Soldaten, sowie ca. 150 Taliban ihr Leben lassen...
THE OUTPOST ist ein mit sehr bekannten Schauspielern besetzter Kriegsfilm, der diese Ereignisse widerspiegelt.
Während der ersten 45minuten bekommt man einen Einblick in das Leben der Soldaten, spätestens bei Angriff auf das Camp kann THE OUTPOST allerdings richtig punkten,und dreht auch entsprechend auf.
Leider wird vor allem am Anfang und am Ende nicht mit dem typischen Patriotismus Gehabe,oder völlig dämlich arroganten Dialogen gegeizt, zwischendrin die Momente, in denen der Zuschauer die menschliche Seite der einzelnen Soldaten gezeigt bekommt, z.B. beim Anruf der einzelnen Soldaten zu hause.
Da wird das Übliche gottesfürchtige Getue an den Tag gelegt, dem Kind erklärt, das man böse Menschen umhringen muß, damit der liebe Daddy und die liebe Mommy doll auf das Kind aufpassen und es beschützen...
Und wieer einmal "rocken" eine Handvoll Soldaten quasi den Angriff im Alleingang, während die ebenfalls dort kämpfenden afghanischen Soldaten lediglich als weglaufende Memmen im Gedächtnis bleiben...
Was die Kampfszenen angeht, da hat sich THE OUTPOST ein klein wenig am großen Vorbild DER SOLDAT JAMES RYAN abgeschaut, denn man ist fast immer hautnah dabei, wenn die Kugeln fliegen,oder die Soldaten um ihr Leben rennen.
Der "Wackeleffekt" ist zum Glück sehr moderat ausgefallen, sodaß hier richtig starke Action , gepaart mit dem super Ton, auch richtig Spannung erzeugen.
Das Bild ist scharf, bietet sehr gute Farben, Kontrast,Schärfe und Sättigung runden den hervorragenden Eindruck ab.
Auch tonal gibt sich THE OUTPOST keinerlei Blöße.
Die englische Tonspur ist ab der Mitte des Films richtig gefordert, es wummst, an allen Ecken und Enden, satte Explosionen runden das Mitendrin Gefühl positiv ab.
An Extras bietet der Film lediglich einen Blick hinter die Kulissen, sowie Trailer, alles in allem doch zu mager, um mehr Punkte zu bekommen.
Auch wenn im Abspann die Bilder der damals getöteten Soldaten eingeblendet werden, hat mich deren Schicksal,auch während des eigentlichen Films nicht wirklich berührt.
ZU oberflächlich werden die einzelnen Characktere dargestellt, Sympathien oder gar Abneigungen können so nicht entstehen.
THE OUTPOST legt hier vielmehr mehr Wert auf die realistischen Darstellungen während des Gefechts.
Am Ende bleibt für mich, wenn man das Übliche Patriotismusgetue sowie die bescheuerten Dialoge mal weg läßt, ein authentischer Kriegsfilm, der wirklich sehenswert is, der vor allem in Bild und Ton punkten kann.
bewertet am 15.02.21 um 15:00