Februar 2018: 28 Tage = 28 Western / Teil 5

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24. Februar 2018

Weiter geht's nun mit Teil 5 meines Projekts.

Die vorherigen 4 Teile in vorherigen Blogs gestalten sich wie folgt:

 

Teil 1: Prolog, Filme #1-15 vom 01.-04.02.2018

Teil 2: Filme #16-30 vom 04.-11.02.2018

Teil 3: Filme #31-44 vom 11.-15.02.2018 

Teil 4: Filme #45-58 vom 15.-19.02.2018

 

28 T a g e  =  28 W e s t e r n

 

Mo., 19.02.2018

Film #59: "Um Kopf und Kragen (The Tall T)", 1957 (Regie: Budd Boetticher  (die 3.!) / TV)

Randolph Scott, Maureen O'Sullivan, Richard Boone. Arthur Hunnicutt 

Randolph Scott ist Pat Brennan, Eigentümer einer kleinen Ranch, der bei seinem vorherigen Chef, bei dem er früher als Vorarbeiter tätig war, einen Bullen für seine eigene Zucht kaufen. Nachdem er dort eine unsinnige Wette verloren hat ("Bullen zureiten"!) geht er nur mit seinem Sattel zurück (Wettschulden sind Ehrenschulden... und weg ist das Hüssi!) Richtung Stadt. Unterwegs kann er per Anhalter bei einer Kutsche unterkommen, die jedoch kurz darauf überfallen wird. Er und eine Frau, dessen Mann sich als echter Arsch entpuppt (und dafür die bleihaltige Quittung erhält) kämpfen ums Überleben...

Klassischer "Randolph-Scott-Western" mit der fast schon obligatorischen "Mann-küßt-Frau-gegen-ihren-Willen"-Szene...

Film #60: "Auf eigene Faust (Ride lonesome)", 1959 (Regie: Budd Boetticher (die 4.!) / TV)

Randolph Scott, Karen Steele, Pernell Roberts ("Bonanza"), Lee Van Cleef, James Coburn 

Ben Brigade (Scott) nimmt den Mörder Billy John gefangen, er will ihn nach Santa Cruz bringen. Unterwegs trifft er auf die Frau eines Poststationsleiters (Steele), der von der Suche nach entlaufenen Pferden im Indianergebiet nicht zurück kommt. Auch trifft er hier auf zwei ihm bekannte Ganoven (Roberts, Coburn), die Billy abliefern möchten, um die in Aussucht gestellte Amnestie in Anspruch zu nehmen. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise, während sie von Billys Bruder (Van Cleef) und seinen Kumpanen verfolgt werden. Langsam wird klar, daß Ben einen anderen Plan hat und sein eigenes Ziel verfolgt...

Kerniger "Männerwestern" in dem es erneut eine Szene gibt,  bei der der Held eine blonde Frau zu einem vorgetäuschten Handel mit einem Indianer zum Preis eines Pferdes gibt, um dann aufgrund "mangelnder Qualität" des angebotenen Tieres abzulehnen! (Der erste Titel meines Projekts, in dem eine vergeichbare Szene stattfindet, fällt mir gerade partout nicht ein... Damned!)

5 Filme an einem Tag!   Puuh, mehr werde ich wohl nicht mehr schaffen.

 

Di., 20.02.2018

Film #61: "Young Guns", 1988 (Regie: Christopher Cain / Blu-Ray)

Charlie Sheen, Emilio Estevez, Kiefer Sutherland, Lou Diamond Philips, Dermut Mulroney, Terry O'Quinn, Terence Stamp, Jack Palance

Der Viehzüchter Tunstall lebt mit einigen jungen Männern, heimatlosen Herumtreibern, zusammen auf seiner Ranch. Er kümmert sich um sie, indem er versucht, ihnen Regeln und Disziplin aufzuerlegen und ihnen z. B. lesen beizubringen. In der Stadt nimmt er dann seinen neuesten Schützling unter seine Fittiche: William H. Bonney aka Billy the Kid, einen Hitzkopf. Tunstall ist seit langer Zeit im Clinch mit dem skrupellosen Geschäftsmann L. G. Murphy, da dieser das Land von Tunstall für seine Rinder beansprucht. Auf dem Rückweg von einer Silvesterfeier wird Tunstall feige von Murphys Männern erschossen. Die "Young Guns" schwören Rache...

Dieser Film gehörte eine Zeitlang zu meinen Lieblingswestern,  dies hat sich aber im Laufe der Jahre relativiert. Nun habe ich ihn im Zuge des Projekts für eine erneute Sichtung rausgeholt. Was mir mittlerweile missfällt, ist die Darstellung der jungen Reiter: immer ungestühm ohne Rücksicht auf Verluste (auch anderer!) unterwegs, immer ungepflegt, fast schon bis zum widerlichen (Mulroneys ewiges Prim-kauen z. B. ist echt unansehnlich), Billy the Kid agiert oft wie ein lockiges Kind. Wer den Film nicht kennt, kann ihn sich durchaus mal ansehen - aber in meine Top 5 schafft er es nicht mehr.

Bemerkenswert ist auch, daß so gut wie jeder der jungen Hauptdarsteller, denen damals eine glänzende Karriere vorhergesagt wurde, nicht wirklich erfolgreich geworden ist. Sheen, Estevez und Sutherland haben zwar ein paar Filme vorzuweisen, aber sie sind keine großen Stars geworden, sondern schwammen unauffällig im Strom mit. 

Film #62: "Rächer der Enterbten (The True Story of Jesse James)", 1957 (Regie: Nicholas Ray / Blu-Ray Collectors Book)

Robert Wagner, Jeffrey Hunter, Hope Lange

(Erstsichtung) In einigen Rückblenden werden die verschiedenen Lebensabschnitte des Jesse James erklärt: Wie er zum Outlaw wurde, die Liebe fand, der letzte, große Banküberfall, der in einer Katastrophe endete und schließlich seine Ermordung durch den Feigling Robert Ford in Jesses eigenem Haus... 

Dieser Film ist offensichtlich die Vorlage für meine liebste Jesse-James-Verfilmung "Long Riders", da unzählige Parallelen erkennbar sind: die Darstellung des familiären Hintergrunds, die hellen langen Mäntel beim letzten Überfall, Fluchtszenen bei diesem Überfall (Pferd durch Glas z. B.), die Ermordung, während er ein Bild an der Wand zurecht rückte etc.. 

Und wieder hat mich mein Februar-Projekt aufgrund dieser Tatsachen ein bißchen schlauer gemacht. Der Film ist die laufende Nr. 44 bei der "Western Legenden"-Reihe von Koch Media und auch dieser läßt sich uneingeschränkt empfehlen. Er überzeugt mit einer guten Story, vernünftigen Schauspielern und einer ordentlichen Portion Action (es geht beispielsweise gleich mit nem Überfall los).

Film #63: "Silverado", 1985 (Regie: Lawrence Kasdan / Blu-Ray)

Kevin Kline, Scott Glenn, Kevin Costner, Danny Glover, Linda Hunt, John Cleese, Jeff Goldblum, Jeff Fahey, Brian Dennehy, Brion James, Rosanna Arquette

Emmett (Glenn) will nach Turley, um sich dort mit seinem Bruder Jake (Costner) zu treffen. Unterwegs trifft er auf Paden (Kline), der nur in Unterhosen in der Wüste auf dem Boden liegt, da er beraubt wurde. Zusammen setzen sie die Reise fort, um in Turley angekommen festzustellen, daß Jake wegen Mordes im Gefängnis sitzt und am nächsten Tag gehenkt werden soll. Sie befreien ihn und reiten dann zusammen mit Mal (Glover), den sie am Tag vorher in Turley kennen gelernt haben und der ihnen bei der Flucht behilflich war, weiter nach Silverado. Hier wiederum treffen sie auf den Barbesitzer und Sheriff Cobb (Dennehy), mit dem Paden seinerzeit zusammen geritten ist, als sie noch nicht ganz so gesetzestreu waren. Paden bekommt einen Job als Verwalter in Cobvs Saloon und arbeitet dort mit Stella (Hunt!!) zusammen. Bald erkennt er, daß nicht alles so ist wie es scheint und die 4 müssen sich entscheiden...

Ein sehr guter Western, der aus meiner Sicht leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient. Ein toller Cast, ein gutes Setting, eine stimmige Story... also alles bestens. Klare Kaufempfehlung!

 

Mi., 21.02.2018

Film #64: "Ein Fremder ohne Namen (High Plains Drifter)", 1973 (Regie: Clint Eastwood / UK-Blu-Ray)

Clint Eastwood etc.

(Erstsichtung /Blindkauf) "Ein Fremder ohne Namen" reitet in die Stadt Lago (und braucht dafür 6:22 Minuten!), erschießt ohne triftigen Grund drei Männer und vergewaltigt (!) eine Frau. Dann quartiert er sich seelenruhig im Hotel ein und wird von den Stadtvätern, nachdem er erfahren hat, daß diese die Ankunft von 3 rachsüchtigen Verbrechern erwarten, die nun aus dem Gefängnis freigekommen sind, mit umfangreichen Befugnissen ausgestattet, wenn er Ihnen hilft, besagte Verbrecher zu stellen/bekämpfen/töten (Anm.: wird nicht klar definiert) - er kann "alles" (!) haben, was er will...

Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll... also sage ich es direkt:

Dieser Film ist eine reine Katastrophe und der mit Abstand schlechteste Western, den ich je gesehen habe und auch wohl sehen werde!!!

(Erstsichtung) Eastwood demütigt die Bewohner der Stadt, wo er kann! Er mordet, vergewaltigt zweimal (!), nimmt sich, was er will, sprengt völlig ohne Grund das Hotel in die Luft usw. usw. Dann sind da die Einwohner, die absolut alles mit sich machen lassen, egal wie schlimm - sie handeln komplett unlogisch. Am Ende läßt Eastwood die Bewohner dann alleine, wohlwissend, daß die Ankunft der 3 kurz bevorsteht. Dies könnte man, unter Berücksichtigung der Auflösung der "Story" (so darf man dieses Gewirr eigentlich gar nicht nennen), sogar noch verstehen, wenn er denn komplett weg geblieben wäre... aber nein, er kommt ja zurück, um sein Werk halbherzig abzuschließen. Das ist nicht Fisch und nicht Fleisch! Fazit: Die Umsetzung einer halbwegs guten Idee ist in keinster Weise gelungen. Der "Held" (kommt mir jetzt nicht mit Antiheld!) handelt menschenverachtend!! Die Bewohner sind durch die Bank weg dumm, allen voran die beiden Vergewaltigungsopfer. Die Charaktere sind z. T. absolut überzeichnet, wie z. B. der zum Overacting neigende Barbier, schrecklich! Die Dialoge sind mit das dümmste, das ich je gehört habe. Ich war zweimal (1 x nach ca. 45 min., 1 x nach ca. 1:12 Std.) kurz davor, den Film auszumachen, da ich durch das Gesehene komplett runtergezogen wurde, ich hatte echt schlechte Laune! Und ein Film - vor allem ein Western -  soll mich unterhalten und nicht wütend machen!!!

(Ich habe im Leben nicht damit gerechnet, daß ein Western so etwas in mir auslösen könnte.)

Film #65: "Höhle der Gesetzlosen (Cave of Outlaws)", 1951 (Regie: Wiliam Castle / Blu-Ray Collectors Book)

MacDonald Carey, Alexis Smith, Edgar Buchanan, Victor Jory

(Erstsichtung) Eine Bande flieht nach einem Zugüberfall (mit Messern!) in eine Tropfsteinhöhle in Arizona. Sie werden vom Sheriff verfolgt, gestellt und bis auf den 15jährigen Pete Carver, der durch seinen Vater in den Überfall mit reingezogen wurde, alle getötet. Das Geld bleibt verschwunden. 15 Jahre später kommt Pete Carver aus dem Gefängnis frei und kehrt in die Stadt zurück. Er lernt Dobbs kennen, einen Detektiv, der seit 12 Jahren versucht herauszufinden, wo das Geld geblieben ist. Hier wird er nun (ziemlich cool!) von allen hofiert, weil jeder denkt, daß er gekommen ist, um das Geld aus der Höhle zu holen. Er hat überall Kredit: im Saloon, beim Pokern, beim Arzt, beim Schneider usw. Also läßt er es sich erst einmal gut gehen. Er lernt die ehemalige Herausgeberin der Zeitung, Mrs. Trent, kennen und läßt mit ihr zusammen aufgrund seines schier unerschöpflichen Kredits die Zeitung wieder aufleben, die knapp ein Jahr früher mit dem Verschwinden von Mr. Trent ein jähes Ende fand. Nun macht Carver die Bekanntschaft von Ben Cross, einem Großgeschäftsmann, bei dem die Schuldscheine von Carver aufgelaufen sind. Dieser verfolgt seine eigenen Interessen und es kommt zum Showdown in der "Höhle der Gesetzlosen"...

Und erneut ein guter Vertreter aus der Reihe "Western Legenden" von Koch Media! Genau das Richtige nach dem unglaublich schlechten Eastwood-Film. Allein das Grün von Mrs. Trents zuerst zu sehendem Kleid ist ein Kracher... würde glatt mein Auto in der Farbe lackieren! ;-) Ganz klare Kaufempfehlung!

Film #66: "Chisum", 1970 (Regie: Andrew V. McLaglen (die 3.!) / Blu-Ray)

John Wayne, Ben Johnson, Forrest Tucker, Glenn Corbett, Andrew Prine, Christopher George, Bruce Cabot, Patrick Knowles, Richard Jaeckel & Geoffrey Deuel

Der Rancher John Chisum (Wayne) hat Ärger mit dem Konkurrenten Lawrence Murphy (Tucker), der die Stadt Lincoln fest im Griff hat und in seiner Gier auch Chisums Besitz haben will. Dazu sind ihm alle Mittel recht. Die Situation eskaliert, als Henry Tunstall (Knowles), ein Freund Chisums und ein friedliebender Mann, von Murphys Leuten getötet wird. William H. Bonney, auch bekannt als Billy the Kid, den Tunstall unter seiner Obhut hatte, beginnt einen blutigen Rachefeldzug. Chisums greift ein, um Schlimmeres zu verhindern...

"Chisum" ist wohl unbestritten einer der besten John-Wayne-Western und ein Highlight des Genre! (Es sind viele Parallelen zu "Young Guns" (Film # 61) erkennbar). Hier paßt so gut wie alles und man kann ihn auch ruhigen Gewissens Interessenten empfehlen, die sich mit Western nicht so auskennen, aber gerne gute daraus sehen möchten (wie z. B. Biophemoc). ;-) Guckt Euch die Liste der Schauspieler an, die ich hier aufgeführt habe... die ist deshalb so lang, weil ausnahmslos alle Rollen hervorragend besetzt sind - Ein echter Glücksgriff!

Film #67: "Sinola (Joe Kidd)", 1972 (Regie: John Sturges (die 3.!) / UK-Blu-Ray)

Clint Eastwood, Robert Duvall, John Saxon, Don Stroud, Stella Garcia, Gregory Walcott

(Erstsichtung) "Joe Kidd" (Eastwood) sitzt wegen Nichtigkeiten 2 Tage im Gefängnis. Als er gerade dem Richter vorgeführt wird, stürmt eine Gruppe Mexikaner unter Leitung von Luis Chama (Saxon)  ins Gerichtsgebäude, weil sie die Schnauze voll haben, ständig bei Landvergabe,- bzw. Enteignungen beschossen zu werden. Kidd gelingt es, den Richter aus der Schußlinie zu nehmen und Chama flieht mit seinen Leuten. Frank Harlan (Duvall) kommtbin die Stadt, um Chama zu jagen, da ihm daran gelegen ist, daß die Mexikaner ihr Land nicht beanspruchen. Nachdem Kidd festgestellt hat, daß Chama auf der Flucht einem mexikanischen Freund von ihm gefesselt, einige Pferde gestohl en und einige erschossen hat, läßt er sich von Harlan bei der Jagd auf Chama anheuern. Unterwegs stellt er fest, daß er mit den falschen Leuten reitet...

Durchaus ordentliche Variante eines "Gringos/Mexikaner-Western" (falls es diesen Begriff noch nicht gibt: Copyright!). Nicht der ganz große Wurf, aber dennoch anzugucken. Die Nummer mit der Lok am Ende ist schon kernig... ;-)

 

Do., 22.02.2018

Film #68: "Lawmen", 1971 (Regie: Michael Winner / TV)

Burt Lancester, Robert Ryan. Lee J. Cobb, Robert Duvall, Sheree North, Richard Jordan

(Erstsichtung) Maddox, der Marshall von Bannack, folgt einer Gruppe Cowboys, die bei einer ausgelassenen Feier mit anschließendem Rumgeballer in der Stadt einen alten Mann getötet haben bis in die Stadt Sabbath, um sie zu verhaften. Hier in der Stadt trifft er auf einige alte Weggefährten vergangener Tage, die sich aber mehr oder weniger von ihm abwenden. Kopf der Cowboys ist Vincent Bronson, der Wohltäter von Sabbath. Als klar wird, daß Maddox sein Ziel unnachgiebig verfolgt, gibt er seinen Männer zu verstehen, daß er den Konflikt friedlich lösen will. Diese hören aber nicht auf ihn und es kommt wie es kommen muß...

Ein sehr guter Western mit einem kernigen Burt Lancester als Einzelgänger und Lee J. Cobb als überraschend sympathischer Gegenpart. Auch einige von Lancesters Gegner zollen ihm gebührenden Respekt - sieht man ja nicht zu oft im klassischen Konflikt-Western. Eine gute Story, eine tolle Besetzung und alles, was man sonst noch zu einem angenehmen Film braucht.

Klare Kaufempfehlung!

Film #69: "Abrechnung in Gun Hill (Shoot out)", 1971 (Regie: Henry Hathaway (die 4.!) / TV)

Gregory Peck, Robert F. Lyons, James Gregory, Dawn Lyn 

(Erstsichtung) Clay Lomax kommt nach 8 Jahren aus dem Gefängnis frei und begibt sich sofort auf die Suche nach seinem ehemaligen Partner Sam Foley, weil dieser ihm damals bei einem gemeinsamem Banküberfall in den Rücken geschossen hat. Dieser hat schon 3 sadistische Gunmen angeheuert, um ihn zu verfolgen. Lomax trifft während seiner Reise nach Gun Hill immer wieder auf sie und die Männer schrecken auch nicht davor zurück, das kleine Mädchen Decky zu quälen, welches gezwungenermaßen mit Lomax unterwegs ist...

Ein Kind im Western machte mich anfangs skeptisch, aber die Kleine ist echt pfiffig und das Zusammenspiel von ihr und Peck funktioniert super. Der Anführer der 3 ist ein echtes Arschloch, bekommt aber ja am Ende seine gerechte Strafe (uups, jetzt habe ich gespoilert... ;-) ). Solider Western, den man sich gut angucken kann!

Film #70: "Die Cowboys (The Cowboys)", 1971 (Regie: Mark Rydell / UK-Blu-Ray)

John Wayne, Roscoe Lee Browne, Bruce Dern, Sarah Cunningham und den Kindern: Alfred Baker jr., Nicolas Beauvy, Steve Benedict, Robert Carradine (!), Norman Howell jr., Stephen Hudis, Sean Kelly, A. Martinez, Clay O'Brien, Sam O'Brien, Mike Pyeatt

(Erstsichtung) Wil Anderson (Wayne) muß seine über 1.200 Tiere große Rinderherde nach Belle Fourche treiben, hat aber keine Männer dafür, weil die alle dem Ruf des Goldes gefolgt sind. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die dagebliebenen Schulkinder zu rekrutieren und so zieht er mit 10 Jungs, einem Schwarzen auf dem Verpflegungswagen und einen aufmüpfigen Mexikanerjungen los, um die Herde zu treiben. Unterwegs bekommen sie Ärger mit einer großen Bande Viehdiebe, die es auf die Rinder abgesehen hat. Anderson stellt sich schützend vor seine Jungs...

Und wieder Kinder in einem Western...und dann noch so viele (Zufall!). Auch hier funktioniert es wieder: die Kinder sind klasse, John Wayne wächst in die Vaterrolle und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Selbst Prügeleien und Schießereien sind enthalten. Ein empfehlenswerter Vertreter des Genre! Mal was anderes... 

 

Fr., 23.02.2018

Film #71: "Zwei dreckige Halunken (There was a crooked man)", 1970 (Regie: Joseph L. Mankiewicz / TV)

Kirk Douglas, Henry Fonda, Burgess Meredith, Hume Cronyn 

(Erstsichtung) Paris Pitman jr. (Douglas) erbeutet 500.000 $ bei eibem Überfall und versteckt das Geld in einer Schlangengrube. Während er in der Stadt seinen Coup feiert wird er von Sheriff Lopeman (Fonda) verhaftet und zu 10 Jahren in einem herunter gekommenen, menschenwürdigen Gefängnis verurteilt. Hier macht er sich bald unter den Insassen beliebt und wird eine Art Führer. Als Lopeman nach einem Insassenaufstand der neue Direktor wird und einiges verändert, wittert Pitman seine Chance raus zu kommen...

Von der Story her mal was anderes, da die Handlung hauptsächlich im Gefängnis spielt. Dennoch ein durchaus interessanter Film, den es zu gucken lohnt. 

Film #72: "Der eiserne Kragen (Showdown)", 1963 (Regie: Robert G. Springsteen / Blu-Ray Collectors Book)

Audie Murphy, Charles Drake, Kathleen Crowley, Harold J. Stone

(Erstsichtung) Die Cowboys Chris und Bert reiten in die Stadt, um ihren Lohn unter die Leute zu bringen. Weil Bert beim Pokern zuviel trinkt und verliert fängt er eine Schlägerei an, bei der er am Ende sogar dem Marshall einen Schwinger verpaßt. Zur Strafe müssen sie eine Nacht mit einem eisernen Kragen um den Hals an einen Mast gefesselt verbringen. Hier ist bereits der Ganove Lavalle mit seinen Jungs angekettet. Als diese flüchten müssen die zwei notgedrungen mit. 12.000 $, die Bert bei der Flucht in einer Bank hat mitgehen lassen und die er später an eine alte Flamme in einer anderen Stadt schickt, machen Chris & Bert zu einem lohnenden Ziel für Lavalle...

Unterhaltsamer Schwarz-weiß-Western aus der tollen "Western Legenden"-Reihe von Koch Media mit abwechslungsreicher Story! Wäre dieser Film mit einem der Großen wie Stewart oder Peck in der Hauptrolle verfilmt worden (und hätte man die dusseligen Dialoge über Liebe nach nur mehrstündiger Bekanntschaft weggelassen), wäre der Streifen wahrscheinlich wohl sehr bekannt geworden. So ist es eben eine guter Audie-Murphy-B-Western! ;-)

(Anm.: Auf Filmaffe.de gibt es eine sehr gute (!) Zusammenfassung zu dem Film. Da kein Suchfenster vorhanden: "Filme A-Z" anklicken, dann den Buchstaben "D"(für "Der"...) anklicken und schließlich den Filmtitel anklicken. Guckt doch mal rein...)

 

Nicht zu fassen: Wieder nähere ich mich der Maximalgrenze von 25.000 Zeichen innerhalb eines Blogs und werde deshalb hiermit den 5. Teil  zu Ende bringen. Aber seid nicht traurig, mit Teil 6 steht das Finale meiner Westerblogreihe schon in den Startlöchern...

 

Ich danke Euch also erneut für Euer Interesse, Eure Aufmerksamkeit und Eure Zeit!!!

 

Und bedenkt:

Der Kommentar ist des Bloggers Applaus!

Bis dänne...

Euer Nx-01 aka Kai

 

Wir lesen uns im letzten Teil wieder... ;-)

 

"To boldly go where no Western-Fan has gone before..."

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Kommentare

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geschrieben am 05.03.2018 um 09:35
#22
Ist kaum zu fassen, was hier bezüglich \'Ein Fremder ohne Namen\' alles abgeht. Ich habe den Film vor nicht all zu langer Zeit gesehen und muss gestehen, dass er mir nicht merklich in Erinnerung geblieben ist. Auf jeden Fall kann ich mich an die mehrfach genannte Vergewaltigungsszene nicht großartig erinnern (da haben sich nur die aus Death Wish 1+2 bei mir eingebrannt). Das einzige was hängengeblieben ist, ist der Gebrauch von sehr unecht aussehenden Kunstblut.

Silverado fand ich übrigens auch richtig gut. Young Guns habe ich zuletzt in VHS gesehen. Müsste ich mir mal besorgen. Habe aber gehört, dass das Bild der Blu ray nicht so dolle sein soll(?).
geschrieben am 02.03.2018 um 20:17
#21
Sehen und sehen sind zwei paar Schuhe das stimmt. Aber was ist denn die richtige Art? Es macht einen Unterschied wie man den Film wahrnimmt, abhängig davon ob man nur einen schaut und dann lange darüber nachdenkt oder viele des gleichen Genres hintereinander oder oder oder. "Richtig" ist davon meiner Meinung nach keine Variante, viel mehr zwei Vorgehen einen Film in einen Kontext zu setzen. Es macht z.B. auch einen Unterschied ob man Kill Bill 1 heute und Kill Bill 2 morgen schaut oder beide am Stück oder zuerst Kill Bill 2 und danach Kill Bill 1. Ich habe diese Kombinationen ausprobiert und es lohnt sich jede der drei Varianten (und jede weitere). Wie man einen Film schaut ist jedem selbst überlassen und ein gutes und ein schlechtes Vorgehen abzugrenzen ist immer gewagt.
Entschuldige meine Ausschweifungen, das fiel mir nur gerade beim lesen der Kommentare ein (könnte man fast einen Blog zu verfassen :D).
Danke für deinen Blog! :)
geschrieben am 02.03.2018 um 15:55
#20
@geraut:

Kann keiner behaupten, Du seist nicht konsequent - wieder urteilst Du über mich, ohne mich zu kennen! Aber das hat ja nun glücklicherweise wenigstens für mich ein Ende! :-)
geschrieben am 02.03.2018 um 15:04
#19
Austeilen ja, die Pseudointellektuellen lassen grüßen, bei den Nehmerqualitäten hapert\'s dann aber. Du musst dir jedoch keine Sorgen machen, diese Art, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und sofort persönlich berührt zu sein, gibt es im Netz immer wieder. Ist also kein Alleinstellungsmerkmal von dir. ;-)

Ganz sicher musst du dir aber keinerlei Gedanken über weitere Kommentare von mir machen. Eigentlich ist es mir nämlich völlig wurscht, welche Filme und wie viele davon du in einem gewissen Zeitraum konsumierst. Offensichtlich wird es nicht gewünscht, deine Sichtweise auf Beiträge der Filmkunst kritisch zu hinterfragen. Sorry, mein Fehler und entschuldige bitte, wenn ich dich beleidigt haben sollte!

Schönen Tag noch und viel Spaß mit weiteren Western und deinem Blog!
geschrieben am 02.03.2018 um 13:16
#18
@geraut:

Du hast vollkommen recht!!!

Meine einzige Motivation war es, so viele Filme wie möglich "durchzuballern", ohne sie zu genießen oder ihnen "jene Aufmerksamkeit zuteil werden lässt, die jedoch erforderlich wäre, um ein sich ein abschließendes Urteil zu bilden."

Dein (einzig gültiger?) Schluß dazu: "Sehen und sehen ist schon einmal ein Unterschied."

Und natürlich triffst Du den Nagel auf den Kopf, wenn Du in Deiner tiefgehenden Analyse erkennst, daß ich offenbar nicht in der Lage bin, daß Gesehene zu verstehen und dementsprechend zu verarbeiten.

Dies drückst Du ja klar aus mit: "Bewusst sehen und verstehen aber noch einmal ein anderer."

Schön finde ich auch die ellenlange Passage, in der Du mir (Unwissendem) die tiefere Botschaft des Filmes "High Plains Drifter" noch einmal erklärst. Dies ist ja in sofern sehr sinnvoll, da sich mir der Gedanke, der hinter der Story steht, ja so überhaupt nicht erschlossen hat (was wiederum Deine erste These (s. oben) bestätigt!). Und natürlich gehst Du in Deiner Weitsicht davon aus, daß ich (offenbar ob mangelnden Intellekts) die Filme generell in deutsch gucke und daß ich eben daher den tiefen Sinn des Filmes nicht erfassen kann.

"Nun hat mich die Neugier gepackt und ich habe somit doch einen tieferen Blick in deinen Blog gewagt." Und dennoch ist immer noch das Wichtigste für Dich, mich für meine Meinung zu "High Plains Drifter" zu maßregeln!

Es ist offensichtlich, daß dies ein Film ist, der Dir sehr am Herzen liegt und daher steht es mir wohl auch nicht zu, ihn zu kritisieren!

Ich hätte mich gefreut, wenn Du Dich, anstatt Dich nur auf diese Aussagen zu versteifen, auch mal mit den anderen über 70 Filmen, die ich gesehen und bis dato per Blog veröffenlicht habe, beschäftigt und dazu etwas geschrieben hättest.

Kritik, lieber geraut, finde ich angemessen und gut. Deshalb blogge ich auch hier. Ich möchte gerne unterschiedliche Ansichten lesen, genauso gerne wie Bestätigungen.

Was Du hier allerdings gemacht hast, ist ein persönlicher Angriff gegen meine Person und meinen Verstand!

Und DAS GEHT GAR NICHT!,,
geschrieben am 02.03.2018 um 00:47
#17
Nun hat mich die Neugier gepackt und ich habe somit doch einen tieferen Blick in deinen Blog gewagt. Der folgende Satz, den ich dabei entdecken durfte, erklärt so einiges:"5 Filme an einem Tag! Puuh, mehr werde ich wohl nicht mehr schaffen."

Damit sagst du im Grunde nichts anderes, als dass du die Filme nicht bewusst genießt und ihnen jene Aufmerksamkeit zuteil werden lässt, die jedoch erforderlich wäre, um ein sich ein abschließendes Urteil zu bilden. Nein, um eine möglichst große Anzahl von Western in deinen Blog zu packen, verwertest du die Streifen, anstatt sich über einen Film vielleicht auch den einen oder anderen Gedanken zu machen.

Bei "High Plaines Drifter" bspw. würde dir danach wahrscheinlich klar werden, dass die Vergewaltigungsszene alles andere als beliebig, willkürlich oder nur um der Gewalt willen eingebaut wurde, sondern den ersten Akt in einem langen Rachefeldzug darstellt.

In diesem Zusammenhang sei auch noch angemerkt, dass die deutsche Synchronisation diesem Meisterwerk des amerikanischen Italo-Western ein grandioses Schnippchen geschlagen hat, indem sie aus dem Fremden (Eastwood) den Bruder des zu Tode gefolterten Sheriffs gemacht hat.

In der Originalfassung hingegen, antwortet "Der Fremde" am EWnde des Films auf Mordecais (Billy Curtis\') Frage:"I never did know your name?", mit:"Yes, you do.", was impliziert, dass er selbst (der Sheriff) aus der Hölle oder dem Jenseits zurückgekehrt ist, um sich zu rächen. Na ja, wahrscheinlich war man Anno 1973 in den deutschen Synchron-Studios der Meinung, dass die Deutschen wohl zu dämlich seien, um die Anspielung zu verstehen. Dass diese eine Zeile Text dem Film sein Mysterium nimmt und seine Pointe damit raubt, war den Idioten der Synchronregie seinerzeit wohl nicht bewusst oder schlicht und ergreifend egal.

Was ich damit ausdrücken will? Sehen und sehen ist schon einmal ein Unterschied. Bewusst sehen und verstehen aber noch einmal ein anderer. ;-)
geschrieben am 01.03.2018 um 15:43
#16
Ne, Durchschnitt isser gewiss nicht. Ich gab ihm 4/5 Punkten. :) Und mein absolutes Highlight war (u.a.) die Belagerungsszene: Als sich die vorstellten Figuren ins Kavallerielager retten und die (Lagerfeuer-)Nacht anbricht, in Erwartung auf einen Angriff von den umzingelten Indianern. Und ist die Stimmung hier schon auf einem genialen Höhepunkt, ist es noch weiters famos wie Stewart ganz unaufdringlich (und beinahe hintenrum) Tipps abliefert, die Gold Wert sind! Cooler Erfahrungsschatz. etc

Ein wirklich toller Western! Mit einem Meisterschützen.

"Chisum" hab ich auch noch nie gesehen. Ihn aber schon öfter mal im Warenkorb. Ich hoffe und vermute eine schöne Entdeckung. :)


Wirklich Wahnsinn, wieviel Western du mittlerweile durch den Player hast traben lassen!
geschrieben am 01.03.2018 um 00:22
#15
@Erwin:

Tachchen, mein Freund!

Wie fandest Du "Winchester \'73" denn so? Kannst Du Dich meiner Begeisterung anschließen oder Ist Er für Dich Durchschnitt?

"Silverado" ist wirklich klasse, da kannst Du Dich drauf freuen - und auf "Chisum" natürlich erst recht. Kennst Du den denn schon?

"Blaze of Glory" als Fortsetzung zu "Young Guns" hat mir nie gefallen, war daher auch nie sammlungsrelevant.

Wünsche Dir noch viel Spaß bei zukünftigen Sichtungen bei Filmen des Genres - ich habe in den letzten 28 Tagen ein paar (mehr!) tolle Western gesehen, viele davon zum 1. Mal! :-)
geschrieben am 28.02.2018 um 15:37
#14
Bezügl. Pseudo-Intellektuelle: Da hast mit deinen Interpretationen - vor Löschung - ja ganz schön ausgeteilt in alle Richtungen. *hahahah*

Ich halte das Werk aber ebenfalls für KONTROVERS und würden die letzten zwei Minunten die Sache nicht lichten, müsste er auf die moralische Mülldeponie!! So bleibt die völlig fragwürdige/unnötige Vergewaltigung - Index war verständlich - und viel sonderliches Verhalten, ansonsten fand ich seinen Look und besonders die ROTE Stadt gegen Ende schon cool. Für mich aber ein EINSICHTUNG-Kanditat.

Ich hab vorgestern auch PALE RIDER (Eastwood) geguckt und empfand auch dort eine sexuelle Unterschwelligkeit als unangebracht.


Ich halte die Besetzung aus beiden YOUNG GUNS für Stars! :D SILVERADO hab ich noch ungesehen rumliegen, sollte ich wohl mal reinäugeln. Überhaupt hast hier noch ein paar weitere intressante Titel gelagert.

CHISUM braucht ich nun unbedingt! WINCHESTER 73 hab ich die Woche schon nachgeholt. ;)

Reiten wir ins Finale.
geschrieben am 27.02.2018 um 23:13
#13
Hey, CT... nett, daß Du mal wieder reinguckst! :-)

Ja, mit den Geschmäckern ist das immer so eine Sache: die einen finden den Film gut, die anderen eben nicht... wird sich wohl nie ändern. ;-)

Salvation hab ich erst vor gar nicht so langer Zeit gesehen, daher hat er es nicht in den Marathon geschafft. Durchaus sehenswert, auch wenn ich mir ein wenig mehr davon versprochen hatte. Sinola ist schon o. k..

Morgen ist der Monat und damit auch das Projekt schon um. War z. T. anstrengend, aber hat Spaß gemacht - habe viele neue tolle Filme entdeckt, vor allem aus der Reihe "Western Legenden" von Koch Media!

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