Zitat:
Zitat von hibb;6001071
Tatsächlich rechne ich auch hier mit der weder-Fisch-noch-Fleisch Problematik, ähnlich wie bei
Alien Covenant. Dass sie versuchen damit ein größeres Publikum anzusprechen (z.B. in Form von längeren Action-Setpieces), aber dennoch eine gewisse Tiefe installieren wollen, damit der Geist des Vorgängers nicht komplett mit Füßen getreten wird. Ein Mittelweg muss per se nichts Schlechtes bedeuten, aber es geht häufig schief. Einem Villeneuve traue ich das eher zu als einem Regisseur aus der Werbebranche, der nur schöne Bilder kann (ja, ich meine damit GitS).
Mit Covenant kann man den Film nicht vergleichen, da zum einen Covenant überhaupt nicht wusste was er sein wollte und hier Scott schon seit Prometheus ein Reihen-überspannender Plan fehlt. Zum anderen waren die philosophischen Themen bei Blade Runner immer da, bei Alien hingegen nicht. Thematisch war Alien immer sehr simpel gehalten und gerade das war auch seine Stärke. Er konzentrierte sich auf das Wesentliche, was ungeheuer effektiv war. Aber jetzt versucht Scott auf biegen und brechen der Alien Reihe so einen (pseudo)philosophischen Überbau überzustülpen und das funktioniert überhaupt nicht, denn Alien war immer schon etwas anderes.
Ich denke, das beste was Blade Runner 2049 passieren konnte war Scotts Entscheidung nicht selbst Regie zu führen und mit Villeneuve hat man auch jemanden, der weiß was er tut und kein Auftragsregisseur ist.
Aber wen meinst du mit Gits?:confused:
@Diverphil, noah war gar nicht von Scott. Mich enttäuscht Ridley Sctt pausenlos die letzten Jahre, ich hab sogar einen richtigen Hass auf den senilen Egomanen entwickelt. Wie er die Alien-Reihe zugrunde richtet und dann so dreist war und Blomkamps Alien Film ein Bein gestellt hat war das Allerletzte.
Scott war mal ein großer Regisseuer, aber als Fan seiner früheren Werke ist es traurig und verstörend anzusehen was aus ihm geworden ist. Das ist keim Tief mehr, der Mann ist verbraucht.