John Carpenters "Sie leben (They Live) ist Gesellschafftskritik pur, verpackt in einem Sci-Fi Action Thriller. Er basiert auf der Kurzgeschichte "Eight O’Clock in the Morning" von Ray Nelson aus dem Jahr 1963. Die Botschafft des Films ist klar, denn es wird doch sehr offensichtlich Kritik an Politik und Konsum getrieben. Nimmt man es mal ernst, sind die Ausserirdischen nichts weiter als Metaphern. Der Film zu Anfang seiner Kinozeit auch sehr erfolgreich. Bereits am ersten Wochenende waren die Produkionskosten von 4 Mio. $ wieder eingespielt. Nach kurzer Zeit war aber dennoch Schluß und der Film verschwand plötzlich von der großen Leinwand ohne offensichtlichen Grund. Der Cast besteht aus dem Ex-Wrestling Profi Roddy "Rowdy" Piper und Keith David, die die arbeitende Unterschicht gut verkörpern. Wie dem auch sei. Carpenter schaffte es mit einfachen Mitteln einen unterhaltsamen Film abzuliefern. Natürlich darf auch der typisch düstere Carpenter Sound nicht fehlen, der dem Film so, seine ernsthafte Note aufsetzt.
Story: Nada ist arbeitslos und heuert auf einer Baustelle an. Abends trifft er sich mit seinem neuen Kollegen Frank im Ghetto. In der nahegelegenen Kirche entdeckt Nada seltsame Machenschafften, hält aber stille. Als die Polizei aber das Gotteshaus stürmt und die Leute dort recht brutal verscheucht, kann Nada einen Karton aus den Flammen retten. Doch statt einer Erklärung für die Vorfälle findet er nur ein paar Sonnenbrillen darin. Doch als er diese aufsetzt, traut er seinen Augen nicht. Plötzlich sind überall unterschwellige Botschafften zu sehen und einige Menschen sind auch nicht das was sie vorgeben zu sein. Aliens haben sich unter die Menschen geschlichen und versuchen mit diesen unterschwelligen Botschafften die Menschheit zu kontrollieren. Nun liegt es an Nada, etwas gegen die Aliens zu tun...
Bild: Der Transfer wurde in AVC codiert und liegt im Originalformat 2,35:1 vor. Die Schärfe an sich geht in Ordnung, auch wenn man Filme diesen Alters schon schärfer gesehen hat. Trotzdem gibt es eine Menge kleine Details zu sehen, wie z.B. Hautporen oder Häärchen. In der totalen wirkt das Bild gelegentlich etwas weicher. Die Farben sind kräftig und natürlich. Kontrast und Schwarzwert sind eher mittelprächtig, aber noch vertretbar. Leider hat Studiocanal das Bildmaterial nicht gut remastered, sodass immer wieder Bildfehler in Form von Staubpartikeln oder Kratzern übers Bild huschen. Ganz leichtes Rauschen ist ebenfalls zu sehen. Vergleicht man aber die Blu-ray mit den alten DVD Auflagen, muss man zweifelsohne feststellen, das die Blu-ray trotz der kleinen Mankos um Welten besser aussieht.
Ton: Während der englische Ton mit einer DTS HD Master 5.1 Spur ausgestattet ist, müssen deutsche Filmfans auf eine 2.0 Stereospur zurückgreifen. Diese liegt zwar auch als DTS HD Master Track auf der Disc, kann aber in Sachen Räumlichkeit und Dynamik nicht mit der englischen mithalten. Ansonsten klingt die Tonspur aber recht gut und weisst keine Fehler auf. An den Bässen haperts ein wenig, was gerade in den Actionszenen schade ist. Dialoge sind jederzeit klar und deutlich zu verstehen.
Extras: Neben einem Audiokommentar mit J. Carpenter und R. Piper, gibt es sehr kurzes Making of und 3 Interviews. Zudem ist eine Featurette über den Style und die Musik im Film enthalten. Desweiteren darf man sich über ein paar Promoclips, TV-Spots und diverse Trailer freuen. Für Gegner des FSK Flatschen wurde dem Release ein Wendecover spendiert.
bewertet am 05.03.15 um 20:47