Filmbewertungen von Ninjatune666

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„The Grand Budapest Hotel“ ist das unangefochtene Kronjuwel in Wes Andersons Schaffen – und für mich der einzige brauchbare Film seiner Karriere, bei dem die Substanz tatsächlich mit der Form mithält. Während andere Anderson-Werke oft in ihrer eigenen Skurrilität („Asteroid City“ musste ich nach 10 Minuten ausmachen) ersticken, trifft dieser Film den perfekten „Sweet Spot“ zwischen nostalgischem Märchen und melancholischer Tragödie.

Das Herzstück ist die schauspielerische Starriege, die sich wie das „Who is Who“ Hollywoods liest. F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton, Owen Wilson, … Doch über allen thront Ralph Fiennes als legendärer Concierge Monsieur Gustave H. Fiennes liefert hier (neben seinem Amon Goeth in „Schindlers Liste“) eine Karrierebestleistung ab: Seine Darbietung ist eine Mischung aus adeliger Etikette, alltäglichem Fluchen und tiefer Menschlichkeit. Er trägt den Film mit einer Eleganz, die selbst in den absurdesten Momenten niemals ins Lächerliche kippt.

Visuell ist das Werk eine Offenbarung. Die Kameraarbeit von Robert Yeoman setzt Andersons Fetisch für Symmetrie perfekt um. Jedes Bild wirkt wie ein sorgfältig komponiertes Ölgemälde oder ein Diorama aus einem Puppenhaus. Die Nutzung verschiedener Bildformate für die unterschiedlichen Zeitebenen ist kein bloßes Gimmick, sondern unterstützt die erzählerische Tiefe. Die Farben, von knalligem Konditor-Rosa bis hin zu tiefem Lila, machen den Film zu einem visuellen Fest.

Anders als seine oft unterkühlten Vorgänger besitzt „The Grand Budapest Hotel“ jedoch eine Seele. Hinter der perfekt symmetrischen Fassade verbirgt sich eine rührende Geschichte über Freundschaft und den Untergang einer alten Weltordnung. Ein visuelles Meisterwerk, das beweist, dass Perfektionismus nicht zwangsläufig emotionslos sein muss. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 09.04.26 um 12:19
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Nach dem gewagten Experiment von „Halloween III“, das auf Michael Myers komplett verzichtete und bei den Fans auf gemischte Gefühle stieß, markiert „Halloween 4: Die Rückkehr des Michael Myers“ eine starke Rückkehr zu den Wurzeln des Slasher-Genres. Der Film besinnt sich konsequent auf das zurück, was das Original so unvergesslich machte: den lautlosen, unaufhaltsamen Killer und eine dichte, beklemmende Atmosphäre.

Zehn Jahre nach den Ereignissen in Haddonfield erwacht Michael aus dem Koma und macht Jagd auf seine junge Nichte Jamie Lloyd. Dieser Fokus auf die familiäre Bindung verleiht dem Slasher eine persönliche Note, die durch die großartige schauspielerische Leistung der jungen Danielle Harris getragen wird. Auch Donald Pleasence kehrt als Dr. Loomis zurück und spielt den besessenen Verfolger mit einer Intensität, die den Film spürbar aufwertet.

Was „Halloween 4“ zu einem der besseren Teile des Franchise macht, ist das exzellente Gespür für Spannung. Regisseur Dwight H. Little („Mord im weißen Haus“) setzt weniger auf wahlloses Gemetzel und mehr auf das Spiel mit Schatten und Erwartungen. Die herbstliche Stimmung von Haddonfield wird perfekt eingefangen, unterstützt durch eine modernisierte, aber dennoch originalgetreue Interpretation des legendären John Carpenter Scores. Das bekannte Klavierthema sorgt sofort wieder für Gänsehaut und treibt den Puls in den entscheidenden Momenten nach oben.

Besonders hervorzuheben ist das Finale, das zu den mutigsten Momenten der gesamten Reihe gehört und einen schockierenden Twist bietet, der das Erbe des Bösen auf faszinierende Weise thematisiert. Auch wenn die Maske von Michael Myers in diesem Teil oft kritisiert wird, macht der Film dies durch seine handwerkliche Qualität und das perfekte Pacing wett.

„Halloween 4“ ist ein atmosphärischer Volltreffer. Er ist die ideale Antwort auf den Myers-losen Vorgänger und beweist, dass der „Boogeyman“ auch Ende der 80er Jahre nichts von seinem Schrecken verloren hatte. Die trashigen Dialoge und Charaktere verzeihe ich hier nur zu gerne. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 08.04.26 um 15:19
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Disturbing Behaviour, wie der 1998 entstandene Mystery-Thriller im Original heißt, war einer vieler Teenie Filme, die im Fahrwasser von Scream entstanden sind und leider (zu unrecht) immer etwas stiefmütterlich behandelt wurde. Ganz viel Akte X ist auch vorhanden, nicht nur von der Story her, sondern auch das Team in Form von einigen Darstellern, der genialen Musik von Mark Snow und einen von vielen AKTE X-Regisseuren David Nutter, der hier auch am Regiestuhl Platz nahm.

Klar, es werden genretypisch Highschool-Stereotypen bedient, Punk Rock Soundtrack läuft in den coolen Szenen und etwas Blut gibts auch, wobei FSK 18 in der Uncut Fassung immer schon sehr hoch gegriffen war.

Die knappe Spieldauer von 84 Minuten inkl Abspann ist knackig kurz. Bedauerlicherweise wurde der David Nutter Erst-Cut von 115 Minuten vom Filmstudio gestrichen, die noch viel mehr aus den Charakteren herausholen konnte. Anscheinend hat das etwas mit dem damaligen Columbine-Massaker zu tun, wo plötzlich sehr genau hingeschaut wurde, was in Teenie Filmen gerade so abläuft.
Viele dieser Szenen sind immerhin auf der Blu-Ray im Bonussektor enthalten.

Ich hatte nach wie vor Spaß mit dem Titel, der oft an eine moderne Teenieversion von die Frauen von Stepford erinnert, aber leider überall unter dem Radar lief.

Das Bild der Blu Ray ist klar besser als das der DVD, ein Vorzeigetitel ist der Film aber nicht. Bei 1-2 dunklen Szenen gerieselt es sogar, der Rest geht in Ordnung. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 08.04.26 um 11:59
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„Shanghai Noon“ aus dem Jahr 2000 ist eine klassische Actionkomödie, die das „East meets West“-Konzept nutzt, um Jackie Chan (Chon Wang) in den Wilden Westen zu verpflanzen. Was als urkomische Genre-Parodie mit einem fantastischen Duo beginnt, verliert sich jedoch im Mittelteil in allzu bekannten Klischees und wird schnell belanglos.

Die ersten 30 Minuten des Films sind dabei noch recht unterhaltsam. Die Chemie zwischen dem tollpatschigen, aber ehrbaren chinesischen Leibwächter Chon Wang (gesprochen „John Wayne“) und dem charmanten, schwatzhaften Outlaw Roy O’Bannon (Owen Wilson) stimmt von der ersten Sekunde an. Jackie Chans physische Comedy, kombiniert mit den trockenen Sprüchen von Wilson, sorgt für echtes Kinovergnügen. Die Idee, Kung-Fu in den staubigen Saloon zu bringen, funktioniert besonders am Anfang frisch und unverbraucht.

Sobald die Handlung ins Rollen kommt, also die Suche nach der entführten Prinzessin Pei-Pei (Lucy Liu), verlässt sich der Film zu sehr auf Standard-Western-Klichees. Die Story wird dünn und die Gags wiederholen sich. Auch die Schauplätze könnten nicht langweiliger gewählt ausfallen. Irgendwann habe ich dann nur mehr auf die Uhr geschaut und mich gefragt, wie lange denn der Film nun geht. Was anfangs charmant war, wirkt später oft bemüht. Die Actionsequenzen sind zwar solide choreografiert, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte kaum Inhalt bietet.

Der Cast geht in Ordnung. Jackie Chan liefert gewohnt hohe Qualität, verbindet Martial Arts mit Slapstick. Owen Wilson ist das Highlight des Films. Sein lässiger, etwas ängstlicher Revolverheld bildet den perfekten Kontrast zu Chans physischer Präsenz. Lucy Liu bleibt leider in einer eher passiven Rolle blass.

„Shanghai Noon“ ist kein schlechter Film, aber einer, der seine besten Ideen zu schnell aufbraucht. Er ist eine seichte, sympathische Actionkomödie, die man sich gut ansehen kann, ohne viel nachzudenken. Wer den Charme von Jackie Chan und Owen Wilson mag, wird gut unterhalten, darf aber keine filmische Tiefe erwarten. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 07.04.26 um 15:05
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Im Jahr 2004 ist Zeitreisen Realität. Die "Time Enforcement Commission" (TEC) überwacht die Vergangenheit, um kriminelle Veränderungen zu verhindern. Agent Max Walker (Van Damme) verliert bei einem Überfall seine Frau Melissa (Mia Sara) und wird zehn Jahre später in eine Verschwörung hineingezogen, in der ein korrupter Senator die Börsencrashs der Vergangenheit für sich nutzt. Walker reist zurück, um die Vergangenheit (und seine Frau) zu retten.

Die Logik des Films ist... nun ja…
Man kann zurückreisen, aber nicht in die Zukunft, da diese noch nicht passiert ist. Aber nach einem Auftrag muss man ja auch in eine Zukunft reisen… Ihr seht schon, auch hier gibts Zeitreise (Un)Logiken am laufenden Band.
Der Film hat diesen ganz speziellen 90er-Action-Look. Das Jahr 2004 wird aus der Perspektive von 1994 dargestellt, was heute charmant und veraltet zugleich wirkt. Besonders einige Fahrzeuge sehen leider wie billiges Plastikspielzeug aus.

Regisseur Peter Hyams („Outland“, „2010“) inszeniert die Kämpfe solide. Es gibt viele Kicks, einige Schießereien und den obligatorischen Van-Damme-Spagat. Dennoch hätte ich mir etwas mehr Fights gewünscht.

Insgesamt ist dies eine der besseren Rollen von Van Damme. Er muss hier nicht nur kicken, sondern auch den trauernden Ehemann spielen. Während seine schauspielerischen Fähigkeiten begrenzt sind, überzeugt er als physischer Actionheld. Sein Gegenspieler, Ron Silver (genial in „Blue Steel“), macht als sadistischer Politiker richtig Spaß - diese Rolle steht ihm.

„Timecop“ ist ein solider 90er Jahre Action-Sci-Fi-Film für Genrefans und Van Damme Fans, da dieser angemessen spielt. Die Effekte sind leider schlecht gealtert, passen aber zu dem leicht trashigen Charme. Mir reichte diese erneute Sichtung erstmal wieder für viele viele Jahre. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 06.04.26 um 12:22
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Ich bin zwar kein Winnie Pooh Fan, aber der Film hat mich dann doch immer schon irgendwie interessiert. Nun hatte ich die Möglichkeit, ihn mal zu sehen.

Marc Forsters „Christopher Robin“ versucht, die Brücke zwischen Kindheitsnostalgie und den harten Realitäten des Erwachsenenseins zu schlagen – verliert sich dabei aber leider in einer überraschend traurigen Atmosphäre.

Das größte Manko (für mich) ist die visuelle Gestaltung. Anstatt die Magie von Disneys Klassiker aufzugreifen, wirkt der Film optisch regelrecht entsättigt. Die graue, fast schon farblose Optik mag das triste London der Nachkriegszeit widerspiegeln, zieht sich aber leider auch durch den Hundertmorgenwald. Das nimmt Puuh und seinen Freunden viel von ihrem ursprünglichen Charme und lässt das Ganze unnötig schwerfällig wirken. Ich hörte den Film im laufe der Spieldauer immer eine Nuance „bunter“ gestaltet, was auch von der Handlung her Sinn gemacht hätte.

Der Film ist stellenweise schlichtweg zu melancholisch. Die existenzielle Krise des erwachsenen Christopher Robin drückt schwer auf das Pacing. Zwar macht Ewan McGregor seine Sache gewohnt souverän und schafft es, die Zerrissenheit seiner Figur glaubhaft zu verkörpern, doch selbst seine starke Performance kann nicht über die teils deprimierende Grundstimmung hinwegtäuschen.

„Christo pher Robin“ ist kein schlechter Film und ja, man versteht die Botschaft des Films, aber er fühlt sich eher wie ein philosophisches Drama als wie ein herzerwärmendes Familienabenteuer an. Für Fans von Winnie Puuh ist er aufgrund der tollen Animationen der Stofftiere durchaus sehenswert, doch die drückende Atmosphäre sorgt dafür, dass eine einmalige Sichtung völlig ausreicht. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 05.04.26 um 13:07
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Mit „Im Herzen der See“ aus dem Jahr 2015 widmet sich Regisseur Ron Howard („Stand by Me“, „Apollo 13“, „Backdraft“,…) nicht der fiktiven Jagd nach Moby Dick, sondern der wahren Tragödie des Walfängers „Essex“, die Herman Melville einst zu seinem Weltklassiker inspirierte. Das Ergebnis ist ein packendes Seefahrer-Abenteuer, das die unbarmherzige Gewalt der Natur und die Verletzlichkeit des Menschen in gewaltigen Bildern einfängt.

Im Zentrum steht Chris Hemsworth als erfahrener Erster Offizier Owen Chase. Er spielt Chase mit einer physischen Präsenz, die im Verlauf des Films einer erschütternden Zerbrechlichkeit weicht. Der Konflikt zwischen ihm und dem aristokratischen, aber unerfahrenen Kapitän Pollard bildet den menschlichen Zündstoff, bevor die eigentliche Naturgewalt zuschlägt.

Der Film ist handwerklich meisterhaft. Wenn die Besatzung die Harpune schwingt, um das begehrte Öl zu gewinnen, spürt der Zuschauer förmlich die salzige Gischt im Gesicht. Howard fängt die industrielle Grausamkeit des Walfangs ungeschönt ein, nur um sie kurz darauf durch die unfassbare Größe des „Monsters“ zu relativieren. Der Moment, in dem der gigantische weiße Pottwal das Schiff rammt, ist kein klassisches Action-Kino, sondern ein existenzieller Schock. Es ist der ultimative Kampf Mensch gegen Tier, bei dem die Krone der Schöpfung kläglich baden geht.

Besonders stark ist der Film in der zweiten Hälfte. Ab da wandelt sich das Abenteuer zum psychologischen Überlebensdrama. Die weiten, sonnenverbrannten Einstellungen des Pazifiks wirken klaustrophobisch, während die Männer moralisch und körperlich zerfallen.

„Im Herzen der See“ ist ein emotionaler Abenteuerfilm, das den Zuschauer fragt, wer hier eigentlich das wahre Ungeheuer ist. Ein Muss für Fans von Seefahrts-Abenteuern, die mehr suchen als nur flache Unterhaltung.

Die UHD bietet eine technisch solide, aber visuell eigenwillige Präsentation, da viel mit Profil- und Schärfefiltern gearbeitet wurde. Da der Film auf einem 2K DI basiert, handelt es sich um ein Upscale, das vor allem durch den HDR-Einsatz profitiert.
Trotz des 2K-Masters bietet die UHD-Fassung eine leicht erhöhte Feinzeichnung gegenüber der normalen Blu Ray. Texturen von Holzplanken, Seilen und der Kleidung wirken plastischer.
HDR sorgt für kräftigere Kontraste und intensivere Lichtspitzen, etwa bei Sonnenreflexionen auf dem Wasser oder bei Blitzen. In dunklen Szenen unter Deck ist die Durchzeichnung verbessert aber immer noch nicht perfekt.
Der Film nutzt ein stark stilisiertes Color Grading mit deutlichem Grün-Blau-Filter. Während Hauttöne teils unnatürlich wirken können, profitieren Primärfarben wie Rot und Gelb vom HDR.
Manch digitale Effekte (Wale, Hintergründe) stechen leider als solche etwas weicher hervor. Auch aufgrund der vielen Filter gibts kein 4K Referenz Bild.

Die deutsche Dolby Atmos Tonspur ist das eigentliche Highlight der Disc. Der Mix nutzt die Deckenlautsprecher intensiv für Umgebungsgeräusche wie knarrendes Holz, peitschenden Regen und das Tosen der Wellen. An den Referenz Ton der 5.1 Spur von „Master and Commander“ kommt er aber nicht ganz heran. Genial ist etwa die Szene, bei der Masten und Segel über den Köpfen der Darsteller und des Zuschauers hinwegkrachen - hier fühlt man sich wirklich mittendrin im Geschehen.
Die Dialoge sind stets klar und sauber.
Der Subwoofer wird immer wieder mal kraftvoll gefordert, besonders wenn der Wal das Schiff rammt oder Wellen gegen den Rumpf schlagen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 04.04.26 um 15:07
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Knapp hinter Chihiro reiht sich für mich Arrietty ein. Eine wunderschöne Liebesgeschichte erzählt mit tollen Bildern und einem bezaubernden Soundtrack, der einem lange im Ohr bleibt.

Mit „Arrietty – Die wundersame Welt der Borger“ beweist Studio Ghibli eindrucksvoll, dass wahre Magie oft im Kleinsten liegt. Der Film entführt uns in die Perspektive der 14-jährigen Arrietty, einer „Borgerin“, für die ein simpler Stecknadel-Degen und ein Zuckerwürfel lebensnotwendige Schätze sind.

Die größte Stärke des Werks ist die visuelle Brillanz. Regisseur Hiromasa Yonebayashi fängt die Welt aus der Ameisenperspektive so detailverliebt ein, dass alltägliche Geräusche wie das Ticken einer Uhr oder das Rauschen von Regen eine gewaltige, fast immersive Intensität entwickeln. Jedes Bild atmet die typische Ghibli-Wärme, während der melancholische Soundtrack von Cécile Corbel die verträumte Atmosphäre perfekt untermalt.

Inhaltlich bleibt der Film bodenständig und verzichtet auf epische Schlachten. Stattdessen fokussiert er sich auf die zarte, unmögliche Freundschaft zwischen Arrietty und dem kranken Menschenjungen Sho. Es geht um das Überleben, den Respekt vor der Natur und die Akzeptanz des Andersseins. Auch wenn das Ende – ghibli-typisch – bittersüß bleibt, hinterlässt der Film ein tiefes Gefühl von Staunen.

„Arrietty“ ist ein ruhiges, visuell berauschendes Meisterwerk, das zeigt, dass man nicht groß sein muss, um Mut und Herz zu beweisen. Ein Muss für Fans entschleunigter Erzählkunst. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 04.04.26 um 12:12
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Wenn man die Original Krieg der Sterne -Trilogie öfter gesehen hat als seine eigene Verwandtschaft und beim Wort „High Ground“ sofort Puls bekommt, dann ist dieses Set der heiliger Gral. :)
Regisseur und Autor Seth Green („Austin Powers“) und sein Team von Robot Chicken haben hier nicht einfach nur eine Parodie abgeliefert – sie haben das Star Wars-Universum mit einer Mischung aus kindlicher Freude und anarchischem Wahnsinn gekreuzt.

Das Beste vorweg: Das ist kein billiger Star Wars Abklatsch. George Lucas höchstpersönlich gab nicht nur seinen Segen, sondern lieh sich selbst (und seinen ikonischen Sound-Effekten) für diverse Sketche die Stimme. Diese offizielle Absolution erlaubt es den Machern, so richtig tief in die Lore-Kiste zu greifen. Wer hätte gedacht, dass der Imperator am Telefon genauso genervt von Darth Vader ist wie wir von Versicherungsvertretern?

Di e Blu-ray ist ein Dauerfeuer an „Weißt du noch?“-Momenten der Star Wars Episoden 1 bis 6. Die Witze zünden deshalb so gut, weil sie die logischen Lücken füllen, die wir echten Fans seit Jahrzehnten diskutieren:
Wie sieht der Alltag in der Kantine des Todessterns aus?
Was passiert eigentlich, wenn Boba Fett ein bisschen zu viel feiert?
Und ja, der Moment, in dem Vader erfährt, dass er am Leben ist... „im übertragenen Sinne“, ist pures Comedy-Gold.

Während die ersten beiden Teile ordentliche Sketch-Sammlungen sind, ist Teil 3 das absolute Highlight. Man merkt, dass hier das Budget, die Erfahrung und die Technik (Stop-Motion in Perfektion!) auf einem neuen Level waren. Die Animationen sind flüssiger, die Sets detaillierter und die Erzählstruktur ist strikter. Es fühlt sich fast wie ein „echter“ Star Wars Film an – nur halt mit deutlich mehr Plastik-Action und absurden Wendungen.

Hier gibt’s alle drei Teile im 3 Disc Set wobei die ersten beiden (4:3) Teile je 22 Minuten Laufzeit aufweisen während die dritte Disc mit Teil 3 (in 16:9) ca. 44 Minuten lang ist.
Dazu noch dreimal so viel Bonusmaterial auf jeder disc.

Wer die Star Wars Filme in- und auswendig kennt, wird die Liebe zum Detail in jedem Frame spüren. Alle anderen machen lieber einen großen Bogen drum herum. Es ist eine Parodie von Fans für Fans. Wenn man wissen will, was in der Sarlacc-Grube wirklich passiert, führt an dieser Trilogy kein Weg vorbei. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 4
bewertet am 03.04.26 um 18:54
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Zweitsichtung, da ich mich damals zu Release beim Schauen der UHD mit seinen 120 Bildern pro Sekunde nicht auf den eigentlichen Film konzentrieren konnte.
Denn die 4K-HFR-Version (High Frame Rate mit 120 Bildern pro Sekunde) verändert die Wahrnehmung. Die Schärfe ist extrem hoch, der Preis dafür aber leider auch. Vieles wirkt künstlich. Durch die flüssigen Bewegungen verliert der Film seinen Zauber und erinnert eher an eine Sportübertragung oder ein Videospiel. Die Ausleuchtung wird zum Problem. Szenen wirken oft zu hell und übermäßig ausgeleuchtet, was den "Soap-Opera-Effekt" verstärkt. Der Kontrast und die Klarheit zeigen, wo echte Darsteller aufhören und CGI-Effekte beginnen. Die Blu Ray macht es zwar etwas besser, hat aber auch diese Probleme… aber dafür mit 24 Bildern pro Sekunde.

Ang Lees („Life of Pi“) „Gemini Man" aus dem Jahr 2019 ist eher ein technisches Experiment als ein typischer Actionthriller. Die Geschichte handelt von dem alternden Auftragskiller Henry Brogan (Will Smith), der von seinem 23-jährigen Klon gejagt wird. Die visuelle Präsentation des Films spaltet jedoch die Meinungen, insbesondere im Vergleich zwischen der Standard-Blu-ray (1080p) und der 4K-HFR-Version.

Die Action ist gelungen. Die Verfolgungsjagd auf Motorrädern in Cartagena zum Beispiel ist gut choreografiert. Oder auch die Mega Ballerei im Finale. In der 1080p-Version wirken diese Momente eher wie ein Kinofilm und nicht wie bei der UHD wie ein Videospiel. Der "Filmlook" verdeckt die digitale Herkunft des jungen Will Smith (Junior) und lässt die Stunts halbwegs organisch in die Umgebung übergehen, auch wenn sie nicht immer perfekt integriert wurden. Die Blu-ray punktet trotz digitalem Look mit einer halbwegs filmischen Ästhetik.
Dennoch zieht sich der Film aufgrund schwachem Drehbuch und miesen Dialogen zwischendurch immer wieder mal.

Will Smith liefert eine gewohnt gute Leistung, und Clive Owen spielt den perfekten Antagonisten. Unter der Regie von Ang Lee tritt die schauspielerische Leistung jedoch oft hinter die Technik-Debatte zurück. Wer technische Perfektion und Details sucht, wird das 4K-Spektakel aber auch die Blu Ray mit seinen unzähligen Details mögen. Wer Atmosphäre und Immersion bevorzugt, wird feststellen, dass die Blu-ray filmischer wirkt. Ang Lees Ziel war es, das Kino zu revolutionieren, aber am Ende zeigt der Film, dass mehr Bildinformationen nicht automatisch ein besseres Filmerlebnis bedeuten denn „Gemini Man“ ist unterm Strich ein maximal durchschnittlicher Actionfilm. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 03.04.26 um 15:26
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Damals, als der Film erschien war ich etwas enttäuscht. Nun, 20 Jahre später wollte ich ihm dann doch noch einmal eine Chance geben da ich den Tim Burton Style sowie auch Jim Carrey sehr gerne sehe. Tja, ich werde wohl nie ein Fan dieses Films werden.

Dabei startet Brad Silberlings Verfilmung der ersten drei Bände von Lemony Snicket fulminant. Die düstere, ästhetisch an Tim Burton erinnernde Gothic-Atmosphäre fängt den Charme der Vorlage perfekt ein, und der Film präsentiert sich als visuell beeindruckendes Märchen für jung und alt. Die Besetzung ist hochkarätig, doch Jim Carrey stiehlt als Graf Olaf (wieder einmal) allen die Show. Sein übertriebenes Spiel mag für manche zu klamaukig sein, dennoch ist es schauspielerisch brillant, wie er in verschiedene Rollen schlüpft. Völlig zurecht erhielt der Film dafür den Oscar für das beste Make-up.

Das Problem des Films aus dem Jahr 2004 liegt in der Adaption. Der Versuch, drei Bücher in eineinhalb Stunden zu pressen, führt dazu, dass der Film nach einem starken ersten Akt zunehmend sein Tempo verliert. Was anfangs clever und witzig ist, wirkt später blindlings abgehakt. Besonders im Finale wird es zäh. Es passiert zu wenig, um die anfängliche Energie aufrechtzuerhalten und die emotionale Tiefe der Bücher geht verloren. Statt echter Bedrohung dominieren im letzten Drittel klischeehafte "Jungfrau in Nöten"-Szenen.

„Lemony Snicket´s – Rätselhafte Ereignisse“ ist ein handwerklich hervorragendes, stylisches Werk mit einem großartigen Jim Carrey, das jedoch unter einer überhasteten Handlung und einem schwachen Schluss leidet. Ein visuelles Fest, das inhaltlich leider nicht ganz mithalten kann. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 02.04.26 um 15:12
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„Unternehmen Petticoat“ aus dem Jahr 1959 ist das ultimative Gute-Laune-Gegenmittel zum klassischen Kriegsfilm-Genre. Anstatt auf Heldenmut und Pathos setzt Regisseur Blake Edwards („Rosarote Panther“-Reihe, „Der Partyschreck“) auf eine knallige Mischung aus Marine-Alltag und absurder Situationskomik, die auch heute noch fantastisch zündet.

Das Herzstück des Films sind die brillanten Machtspielchen und die Dynamik zwischen den beiden Hauptdarstellern. Cary Grant spielt den stoischen Lieutenant Commander Sherman, der verzweifelt versucht, sein beschädigtes U-Boot „Sea Tiger“ wieder flottzumachen. Ihm gegenüber steht Tony Curtis als Lieutenant Holden, ein charmanter Trickbetrüger und Überlebenskünstler, der Vorräte lieber durch „organisatorisches Talent“ als auf offiziellem Weg beschafft.

Die heiteren Dialoge sprühen nur so vor trockenem Humor, besonders wenn die militärische Ordnung auf das totale Chaos trifft. Die Situation eskaliert schließlich, als die Besatzung gezwungen ist, eine Gruppe gestrandeter weibliche Offiziere an Bord zu nehmen. In der Enge des U-Boots prallen Welten aufeinander. Während die Männer versuchen, den Krieg zu gewinnen, bringen die Frauen mit ihrer bloßen Anwesenheit (und dem Bedarf an Unterwäsche-Trockenplätzen) die militärische Disziplin ins Wanken.

Dass das U-Boot aufgrund eines Mangels an roter und weißer Grundierung schließlich in leuchtendem Rosa erstrahlt, ist das visuelle Highlight und die perfekte Metapher für diesen Film: Er nimmt sich selbst nicht ernst. „Unternehmen Petticoat“ ist eine zeitlose, unterhaltsame Komödie, die zeigt, dass man selbst in der grauen Welt der Marine mit Charme und einer Prise Absurdität am weitesten kommt. Ein absoluter Klassiker für einen entspannten Abend. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 01.04.26 um 09:14
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Auf der Suche nach einer Heilung der Alzheimer-Krankheit wird eine Gruppe von Wissenschaftlern in einer isolierten Forschungseinrichtung zur Beute, während ein Trio von intelligenten Haien sich wehrt.

„Deep Blu Sea“ ist mein Lieblings-Hai-Film und habe ihn bereits zu DVD Zeiten gefeiert. Kann man immer wieder gut alleine oder in der Gruppe schauen. Als Fan solcher Settings (abgelegene Forschungsstation), wegen des sympathischen Casts und den abwechslungsreichen Katastrophen in dieser Station kann ich ihn nur jedem Genre-Fan empfehlen. Auch sehe ich Thomas Jane (Der Nebel, The Expanse) sehr sehr gerne und die Hauptrolle hier steht ihm sehr gut.

Klar, die Haie sehen zwar nicht mehr up to Date aus, für einen bereits 27 Jahre alten Film kann man aber echt nichts schlechtes dagegen sagen. Mit einem geschlossenen Retro-Auge sehen sie ja immer noch top aus.
Neben Thomas Jane als rettenden Helden geben sich auch noch Samuel L. Jackson als Geldgeber, LL Cool J als Schiffskoch und Stellan Skaarsgard als Wissenschaftler die Ehre.

Ja, „Deep Blue Sea“ ist einfach gestrickt, nicht mehr der frischeste Genrevertreter aber durch den extrem hohen Unterhaltungswert immer noch einer meiner Lieblings(Hai)filme… schließlich macht er nach all den Jahren immer noch mordsmäßig Laune. Eine 4K davon würde ich echt begrüßen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 31.03.26 um 21:09
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Ein Banküberfall in New York ist außer Kontrolle geraten, und es liegt an Polizeidetektiv Keith Frazier (Denzel Washington), als Geiselverhandler zu fungieren und die Bankangestellten und Kunden in Sicherheit zu bringen, bevor die Situation noch schlimmer wird, als sie ohnehin schon ist.

Spike Lees „Inside Man“ aus dem Jahr 2006 ist das seltene Exemplar eines Heist-Thrillers, der nicht nur durch handwerkliche Präzision, sondern auch durch einen messerscharfen Intellekt besticht. Statt auf plumpe Action setzt Lee auf ein psychologisches Schachspiel, das den Zuschauer bis zur letzten Minute im Unklaren lässt.

Im Zentrum steht ein scheinbar klassischer Banküberfall in Manhattan. Doch unter der Regie von Spike Lee („Malcolm X“, „Do the right thing“) wird daraus ein vielschichtiges Bild über Macht, Schuld und die verborgenen Sünden der Vergangenheit. Denzel Washington brilliert gewohnt charismatisch, mit der perfekten Mischung aus Coolness und moralischem Engpass, als Detective Keith Frazier. Ihm gegenüber steht Clive Owen als Dalton Russell, der wohl am besten organisierte Bankräuber der Filmgeschichte. Sein Motiv ist kein bloßer Beutezug. Er führt eine präzise Choreografie auf, bei der die Bank lediglich die Bühne ist.

Was den Film von Genre-Kollegen abhebt, ist das Drehbuch. Die Dialoge sind pointiert, und die Einbindung von Jodie Foster als skrupellose „Problemlöserin“ verleiht der Geschichte eine politische Schwere. Spike Lee nutzt die Enge der Bank für klaustrophobische Spannung, während er gleichzeitig durch seine typischen inszenatorischen Kniffe die New Yorker Atmosphäre atmen lässt. New York und seine Architektur ist für mich (und sicher auch viele andere) alleine schon ein perfekter Drehort für Filme.

„Inside Man“ ist ein intelligenter Thriller, der sein Publikum ernst nimmt und zwei starke Protagonisten zeigt. Da stört es auch nicht, wenn Jodies Fosters Part etwas weniger durchdacht ist und sie nicht ihre volle Leistung abrufen kann. Er liefert keine einfachen Antworten, sondern verwebt ein komplexes Rätsel mit gesellschaftskritischen Untertönen. Wer einen Heist-Film sucht, der sowohl das Herz rasen lässt als auch den Verstand fordert, kommt an diesem Genre-Hit nicht vorbei. Ein moderner Klassiker des Genres. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 30.03.26 um 15:23
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Gleich vorweg: diejenigen, die auf ein Effekt-Spektakel eines „2012“ oder einer Macho-Prahlerei eines „Armageddon“ (die ich dennoch beide sehr gerne mag!) gehofft haben, könnten etwas enttäuscht werden.

Regisseur Ric Roman Waugh, der bereits gemeinsam mit Butler den soliden „Angel Has Fallen“ aus dem Jahr 2019 inszenierte, hält sich im Gegensatz zu Roland Emmerich oder Michael Bay nicht lange mit unzähligen farbenfrohen Szenen kolossaler Verwüstungen auf. Einer der Gründe ist natürlich das recht geringe Budget von gerade einmal 35 Millionen US-Dollar das nun mal nicht allzu viele Bombast-Effekte zulässt.

Der Hauptgrund ist aber die „realistischere“ Ausrichtung des Films. Regisseur Waugh („Shot Caller“) und Autor Chris Sparling („Buried – Lebendig begraben“) lassen Gerard Butler („300“, „Hunter Killer“) und seine Familie von einem Schicksalsschlag zum nächsten ringen während sie, wie tausend andere, verzweifelt auf der Suche nach einem sicheren Ort sind.

Erfrischend anders für dieses Genre verzichtet„Greenland“ auf ein geschöntes Bildder Widerstandsfähigkeit des menschlichen Körpers und Geistes. An dessen Stelle steht ein Pragmatismus darüber, wie sich ein solches Szenario entwickeln würde, wenn Panik in der Bevölkerung einsetzt und eine weit verbreitete Gesetzlosigkeit Einzug hält. Zu diesem Chaos kommt noch hinzu, dass der Garrity-Clan letztendlich nicht in der Lage ist, eines der Flugzeuge zu nehmen, die sie nach Grönland fliegen würden. Darüber hinaus macht ein von der Regierung ausgestelltes Armband das als „Golden Ticket“ fungiert sie überall zum Ziel, das zu mehreren angespannten Auseinandersetzungen und Kämpfen führt. Diese vielschichtigen und real gehaltenen Szenen machen „Greenland“ so anders… so packend.

Das ist natürlich nur eine von mehreren Handlungssträngen: Als Johns Nachbarn herausfinden, dass er zum Überleben ausgewählt wurde und sie nicht, flehen sie ihn an, sie oder zumindest ihre Kinder mitzunehmen. Regisseur Waugh erweitert das Drama, ohne jemanden in einen bequemen Bösewicht zu verwandeln. Er zeigt uns großteils verwirrte, verängstigte Menschen, die nicht wissen, was sie tun sollen. Dieser „Kniff“ funktioniert hervorragend und hebt„Greenland“ aus dem Katastrophenfilm-Einheitsbrei positiv hervor.

Butlers Rolle wurde nicht sonderlich kompliziert ausgerichtet. Er spielt einen durchschnittlichen, etwas verletzt zerknitternden Kerl aus der gehobenen Mittelschicht, der einige Probleme mit seiner Frau hat. Wie sich herausstellt, sind die Reibereien in Johns Ehe auf seine Untreue zurückzuführen, eine Tat, die er zutiefst bedauert. Natürlich, und für uns Zuschauer vorhersehbar, bekommt er die Chance seinen Fehler etwas auszumerzen indem er seine Frau und sein Kind während dieser erschütternden Odyssee beschützt. Seine Dialoge können schon mal aufgesetzt und unbeholfen wirken, aber „B-Movie-Star“ Butler strahlt trotzdem während des gesamten Filmes eine ruhige Autorität eines gewöhnlichen Mannes aus, der unverhofft in eine außergewöhnliche Situation geraten ist.

Aber auch die zierliche Morena Baccarin („Serenity“, „Deadpool“) spielt die findige Ehefrau Allison so überzeugend, dass man sich als Zuschauer trotz gewisser Klischees in der Story gut in ihre aktuelle Notlage hineinversetzen kann.

Anstelle eines übertriebenen Spektakels das wir von Filmen dieses Genres sonst erwarten, zeigt „Greenland“ eine rohe Überlebensgeschichte, die neben einigen wenigen Ungereimtheiten (warum bekommt gerade die Familie Garrity ein extrem rar gesätes goldenes Ticket?) ab und an sogar Platz für echte Emotionen schafft.

Hollywood-Katastro phenfilme haben die Menschheit schon oft ausgerottet, aber selten so bescheiden wie hier… und das ist durchaus als positiv zu verstehen.



4K UHD-BILD:
Der vollständig digital gedrehte Film kommt im Ansichtsverhältnis 2,39:1 daher und kann bis auf wenige Ausnahme überzeugen.

Positiv seien erst einmal die tollen Schärfe- und Auflösungswerte erwähnt, die wirklich jede Falte in Gerard Butlers Gesicht oder auch Strukturen der Outfits erkennen lassen. Die Hochhäuser in der ersten Szene des Films gelangen extrem detailliert zum Zuschauer. Auch die Laufruhe des Films ist, wenn nicht gerade eine Wackelkamera in eine der hektischeren Szenen im Einsatz ist, beachtlich. Farben kommen gut saturiert und recht warm daher. Gerade in der zweiten Hälfte des Films dominieren Rot- und Brauntöne, da hier Kameramann Dana Gonzales akkurat zeigt, wie der Himmel nach dem Kometeneinschlag Staub aufgewirbelt hat.
Auch Spitzlichter gibt’s in Form von Lampen, glänzenden Autolacks oder Schweißperlen zu sehen - immer wieder sehr cool, wenn die Stadt bei Nacht gezeigt wird und aus den Häusern messerscharf und dank HDR extrem helle Lichter strahlen.

Leider hat der Film, gerade im nächtlich angelegten Mittelteil, so seine Probleme mit der Durchzeichnung. Klar mag es realistischer erscheinen, in dunklen Szenen ohne künstliche Beleuchtung weniger Details zu erkennen, aber wenn dann längerfristig Gesichter in der Dunkelheit (fast) versumpfen, ist dies für den Zuschauer etwas ärgerlich. Gut, oder besser gesagt „nicht“ gut zu erkennen in den Szenen, als Allison und John unfreiwillig getrennte Wege gehen und jeder für sich eine Mitfahrgelegenheit wahrgenommen haben.

Aber auch Schwarz könnte hin und wieder etwas satter daherkommen. Das ist allerdings meckern auf hohem Niveau.
Im Großen und Ganzen kann sich das Bild von „Greenland“aber in den meisten Szenen sehen lassen und spielt im oberen Mittelfeld mit.


TON:
Leonine spendiert der 4K UHD und der beiliegenden Blu-Ray sowohl in der deutschen, als auch in der englischen Originalversion eine mehr als ordentliche DTS-HD MA 5.1 Tonspur. Die Dialoge sind, spätestens nach einer kleinen aber feinen Anhebung des Lautstärkepegels, jederzeit sauber und klar verständlich. Bereits zu Beginn am Hochhaus, im Supermarkt, aber auch später, zB. während der Explosion des Flugzeugs, bei den Kometeneinschlägen oder der Schießerei in der Apotheke sind akkurate direktionale Effekte aus jedem platziertem Lautsprecher im Raum zu orten, womit sich ein angenehmer Klangteppich ausbreitet.

Der Subwoofer kommt in besagten Szenen ebenfalls nicht zu kurz, da auch er so einiges zu tun bekommt und die ein oder andere tolle Druckwelle simuliert.

Der bedrohliche Score von David Buckley („Unhinged – Außer Kontrolle“, „Jason Bourne“) macht zwar musikalisch alles richtig, könnte aber, zumindest für meinen Geschmack, etwas prägnanter mitmischen.

Insgesamt gesehen macht „Greenland“ in punkto Sound eine hervorragende Figur. Für eine Höchstwertung reicht es aber leider nicht ganz, da hier noch minimal Luft nach oben herrscht. Etwas schade, dass gerade hier auf einen 3D-Ton in Form von Dolby Atmos oder DTS:X verzichtet wurde… 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 30.03.26 um 08:34
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Mit „House III“, im Original „The Horror Show“ (man wollte ein neues Franchise schaffen) lieferte Produzent Sean S. Cunningham („Freitag der 13.“ Reihe) 1989 einen Film ab, der trotz seines Titels weniger mit der humorvollen Geisterhaus-Reihe zu tun hat, sondern vielmehr als knallharter Slasher-Thriller im Stil von „A Nightmare on Elm Street“ funktioniert. Das Ergebnis ist ein visuell beeindruckender, wenn auch erzählerisch unebener Albtraum.

Das Herzstück des Films ist das psychologische Duell zwischen zwei absoluten Genre-Schwergewichten: Lance Henriksen („Alien“) überzeugt als traumatisierter Detective Lucas McCarthy, während Brion James („Blade Runner“) als sadistischer Serienmörder „Meat Cleaver Max“ eine herrlich diabolische Performance abliefert. Selbst nach seiner überaus brutalen Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl kehrt Max als rachsüchtige Energieform zurück, um McCarthys Familie zu terrorisieren.

Besonders hervorzuheben sind die praktischen Effekte. Für Fans des handgemachten Horrors ist der Film ein Fest: Die Maskenarbeit ist erstklassig und die Gore-Szenen sind für die damalige Zeit extrem blutig und kreativ umgesetzt. Wenn sich Realität und Halluzination vermischen, zeigt der Film seine größten optischen Stärken.

Leider kann das Drehbuch dieses hohe Niveau nicht über die volle Distanz halten. Während der Film atmosphärisch stark und fokussiert beginnt, schwächelt die zweite Hälfte spürbar. Die Logik tritt zunehmend in den Hintergrund und das Erzähltempo wirkt im Finale etwas gehetzt. Dennoch bleibt „House III“ dank seiner düsteren Atmosphäre, den saftigen Effekten und der Spielfreude von James und Henriksen ein unterschätztes Highlight der späten 80er Jahre. Für Genrefans durchaus einen Blick wert.

Dank nativem 4K Scan ist die Schärfe deutlich gesteigert, was besonders den handgemachten Gore-Effekten und den detaillierten Masken von Brion James zugutekommt.
HDR sorgt für tiefe Schwarzwerte in den vielen dunklen Kellerszenen und lässt die Spezialeffekte, insbesondere die Stromstöße beim elektrischen Stuhl und die blutigen Rottöne, plastischer wirken. Die Datenrate liegt zwischen 35 und 70 Mbit/S.
Spitzlichter gibt’s zuhauf in Form von glänzenden Schweißperlen oder Lampen.
Farben sind warm und satt, nur bei den Gesichtern hat man es etwas übertrieben: Während Hemden strahlend weiß sind, werden Gesichter orange bis rot wiedergegeben. Wenn Gesichter mal natürlich erscheinen, haben die weißen Hemden oder Flächen einen Blaustich. Sieht einfach nicht richtig aus.

Der Dolby Digital 2.0 Ton ist solide, reißt Ber natürlich keine Bäume aus.

Extras gibts in Form einer 90 minütigen Doku über Slasherfilme, etwas behindert the scenes Material, Trailer und ein Wendecover. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 2
Extras
mit 4
bewertet am 27.03.26 um 21:43
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„Karate Tiger 2: Raging Thunder“ aus dem Jahr 1987 ist die Definition des 80er-Jahre-Actionkinos: laut, verschwitzt und übertrieben. Während der Vorgänger noch eine US-amerikanische „Rocky“-Variante mit Geistern war, wirft uns Regisseur Corey Yuen in Hälfte zwei direkt in den thailändischen Dschungel und liefert einen knallharten Söldner-Actioner ab, der sich hinter Genre-Größen wie „Rambo 2“ nicht verstecken muss.

Im Mittelpunkt steht der damalige Newcomer Loren Avedon als Scott Wylde. Avedon erweist sich als Glücksgriff: Er bringt eine jugendliche Arroganz und eine unglaubliche physische Dynamik mit. Seine Kicks sind blitzschnell, präzise und elegant – ein würdiger Ersatz für die ursprünglich geplanten Stars des ersten Teils. Besonders die Chemie mit der Kampfsport-Legende Cynthia Rothrock hebt den Film allein wegen ihren coolen Sprüchen auf ein anderes Level. Rothrock zeigt hier eindrucksvoll, warum sie die „Queen of Martial Arts“ ist - ihre Choreografien sind hart und ohne unnötigen Schnörkel.

Das Highlight für viele Fans ist jedoch der Antagonist. Matthias Hues als sowjetischer Hüne Yuri. Das physische Gegenstück zwischen dem drahtigen Avedon und dem massiven Hues sorgt für einen packenden Endkampf, der in einem denkwürdigen (und ziemlich blutigen) Finale gipfelt.

Obwohl die Story dünn ist, viele Darsteller einfach nur schlecht sind und das „Karate Tiger“-Label rein marketingtechnisch aufgeklebt wurde, überzeugt der Film durch seine exzellente Stuntarbeit, den rockigen Soundtrack und die Kameraführung von Corey Yuen. Wer auf trashige, handgemachte Action, ikonische Bösewichte und die Ästhetik der späten 80er steht, kommt an diesem Klassiker nicht vorbei.

Der Film ist nun wieder Uncut, auch die „Schlangenblut“ Szene. Das heißt: Originalsynchro ergänzt mit Neusynchronisation für über 10 Minuten früher fehlende Dialogszenen. Gleichzeitig bieten diese Szenen aber auch nur VHS Qualität mit neuen Stimmen.

Das Bild ist wahrlich nicht schön, vor allem in den oben genannten (hineingezoomten) Uncut Szenen, die an die gute alte VHS Zeit erinnern und leider auch immer als solche erkannt werden. Diese schwankende Qualität kann schon mal nerven. Der Film wirkt durch den unscharfen, von Filmkorn berieselten Look immer noch trashig und dreckig - im wahrsten Sinne des Wortes. Immerhin gefallen die Farben im Gegensatz zur DVD mit mehr Intensität und auch der Schwarzwert ist etwas besser geworden. Das war’s dann aber auch schon mit den Verbesserungen gegenüber der DVD.

Auch der deutsche 2.0 Mono Ton reißt keine Bäume aus. Es gibt zwei deutsche und zwei englische sprachfassungen: die Kinosynchro und die Alternative Fassung, bei der die Vietnamesen in ihrer Landessprache sprechen - natürlich untertitelt.

Als Extra gibt’s Interviews, ein paar Trailer und ein Wendecover ohne FSK 16 Flatschen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 2
Tonqualität
mit 2
Extras
mit 3
bewertet am 27.03.26 um 18:39
/image/movie/karate-tiger-5---koenig-der-kickboxer-neu_klein.jpg
„Karate Tiger 5 – König der Kickboxer“ (Originaltitel: The King of the Kickboxers) ist ein absolutes Highlight des Martial-Arts-Kinos der frühen 90er Jahre und hat inhaltlich nichts mit den anderen „Karate Tiger“-Filmen zu tun. Produziert von See-Yuen Ng und unter der Regie von Lucas Lowe liefert der Film eine rohe, kompromisslose Action-Erfahrung, die besonders durch Loren Avedon und die Kampfsport-Legende Billy Blanks getragen wird.

Die Handlung ist genretypisch simpel, aber effektiv: Jake Donahue (Loren Avedon) reist nach Thailand, um den Mörder seines Bruders zu finden – den brutalen Champion Khan (Billy Blanks). Nach einem obligatorischen, harten Training im thailändischen Dschungel kommt es zum unvermeidlichen Showdown.

Was den Film auszeichnet, ist die physische Intensität. Loren Avedon und Billy Blanks führen nicht nur choreografisch hochwertige, sondern extrem harte Kämpfe aus. Avedons Schnelligkeit trifft auf Blanks’ kraftvolle Dominanz, was die Kampfszenen zu den besten der damaligen Zeit macht. Regisseur Lowe inszeniert die Kämpfe fokussiert und ohne unnötige Schnitte, sodass die Wucht der Kicks spürbar bleibt. Besonders das Finale bietet eine bemerkenswerte Choreografie, die Genre-Fans begeistert.
Technisch gesehen ist der Film ein typisches B-Movie, punktet aber durch atmosphärische Schauplätze in Thailand.

„Karate Tiger 5“ ist ein Must-see für Fans des Oldschool-Kickboxens. Wer auf eine einfache Rache-Story, gnadenlose Fights und einen charismatischen Bösewicht steht, wird hier bestens bedient. Neben Teil 2 mein Karate Tiger Favourite. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 27.03.26 um 15:54
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„Braddock: Missing in Action 3“ ist der krönende, wenn auch hanebüchene Abschluss der Cannon-Trilogie, in dem Chuck Norris seine Paraderolle als personifizierte Ein-Mann-Armee perfektioniert. Während die Vorgänger eher generische Kriegs-Action boten, schlägt der dritte Teil eine überraschend persönliche Richtung ein.

Braddock erfährt, dass seine totgeglaubte vietnamesische Ehefrau und sein Sohn noch am Leben sind. Was folgt, ist weniger eine diplomatische Mission als vielmehr eine explosive Befreiungsaktion, bei der Norris den Bodycount in steile Höhen treibt. Regisseur Aaron Norris (Chucks Bruder) setzt weniger auf Realismus als auf puren 80er-Jahre-Exzess. Von ikonischen Zeitlupen-Szenen bis hin zum legendären Sturmgewehr mit integriertem Granatwerfer – der Film liefert genau das, was Fans erwarten.

Die Handlung ist dünn, vor allen das zweite Drittel zieht sich enorm doch Chuck Norris überzeugt dafür durch seine Präsenz. Er redet nicht viel und lässt eher seine Fäuste und Waffen sprechen. Für Kritiker mag der Film ein stumpfes Spektakel sein, für Liebhaber des Retro-Actionkinos ist er vermutlich ein absolutes Muss.

Doch so unterhaltsam der Film für seine Fans sein kann, so massiv sind die Logikfehler, die besonders im letzten Drittel eskalieren.
Im großen Finale scheint Braddock über telepathische Fähigkeiten zu verfügen, während die Gegner das Zielen verlernt haben. Da steht doch der gute Chuck Mitten im Lager und ballert alle heranstürmende Gegner (die bewaffnet von allen Seiten kommen) über den Haufen. Oder Braddock steuert schwere Maschinen im Alleingang, schießt gleichzeitig mit Bordkanonen und wird selbst von Kanonen beschossen. Dass er und seine Fracht dabei kaum einen Kratzer abbekommen, setzt der Action-Logik die Krone auf. Es ist kein subtiles Kino, sondern ein explosives Denkmal für den unzerstörbaren Chuck Norris – laut, unlogisch und verdammt unterhaltsam… Gehirn ausschalten nicht vergessen. Eine einmalige Sichtung hat mir gereicht. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 26.03.26 um 15:44
/image/movie/event-horizon---am-rande-des-universums-4k-neuauflage-4k-uhd-und-blu-ray-neu_klein.jpg
Einer meiner Lieblingsfilme! Fand den schon 1998 im Kino stark. Zigmal gesehen und immer noch gut.
„Event Horizon“ ist weit mehr als nur ein weiterer Science-Fiction-Film der 90er Jahre - er ist ein düsteres Meisterwerk, das Sci-Fi mit Horror der Güteklasse "Hellraiser" kreuzt. Obwohl der Film von Paul W.S. Anderson („Resident Evil“) bei seinem Erscheinen 1997 floppte, gilt er heute zu Recht als absoluter Kultklassiker, der auch fast drei Jahrzehnte später nichts von seiner bedrohlichen Intensität verloren hat.

Anders als viele Filme seiner Ära setzt Event Horizon auf beeindruckende, physische Kulissen (inspiriert von gotischer Architektur) und handgemachte Gore-Effekte. Das Design des Schiffes wirkt "dreckig", industriell und bedrohlich, was den Film modern hält.

Der Film erzeugt eine dichte, paranoide Stimmung, die stark an „Alien“ erinnert. Er setzt auf psychologischen Horror – die Crew wird mit eigenen Schuldgefühlen und Ängsten konfrontiert. Der Film wandelt den klassischen "Haunted House"-Plot in eine "Haunted Spaceship"-Geschichte um, wobei das Schiff selbst ein Tor zur Hölle ist.

Mit einer Laufzeit von nur ca. 96 Minuten kommt „Event Horizon“ extrem schnell zur Sache. Es gibt kaum Leerlauf. Die Handlung schreitet zügig voran, getrieben von Sam Neills brillanter Darstellung des langsam wahnsinnig werdenden Konstrukteurs und Fishburnes souveräner Rolle als Captain. Der Film ist ein intensiver, schockierender Ritt.

„Event Horizon“ ist ein Fest für Fans von Weltraum-Horror. Er ist kurzweilig, brutal, atmosphärisch dicht und bietet mit seiner Mischung aus gruseligem Sci-Fi und übernatürlichem Horror ein einzigartiges Erlebnis, das auch heute noch als Maßstab im Genre gilt.



Das 4K Dolby Vision Bild ist eine große Steigerung gegenüber der künstlich hochgeschärften Blu Ray. Auf den ersten Blick kommt die 4K nicht unbedingt schärfere daher, dafür aber viel sauberer, bietet natürliche Hautfarben, einen guten Schwarzwert und satte Kontraste, vor allem bei den hellen Spitzlichtern. Auf den zweiten Blick allerdings, wirken viele Szenen dank 4K Abtastung dann doch wesentlich schärfer, als noch bei der Blu Ray. Das damalige entfernte Filmkorn der BR ist nun wieder dezent und fein aufgelöst da und kann so wieder Details zeigen, die auf der BR weggefiltert wurden. Insgesamt lohnt sich das Upgrade definitiv, zumal nun auch endlich wieder die Verzerrung des Bildformates (Eierköpfe) Schnee von gestern sind.

Der deutsche DD 5.1 Ton mag im Jahr 2026 zwar am Papier schwach klingen, dennoch beweist „Event Horizon“, dass auch solche alten Tonspuren noch mächtig Dampf machen können. Bei Minute 3, als das Raumschiff im All fliegt, geht der Subwoofer so weit runter, dass es eine Freude ist. Dialoge sind jederzeit gut verständlich. Lediglich etwas mehr Einsatz der hinteren Lautsprechern hätte ich mir noch gewünscht. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 25.03.26 um 16:02
/image/movie/hunted---waldsterben-neu_klein.jpg
Mit „Hunted – Waldsterben“ aus dem Jahr 2020 liefert Vincent Paronnaud, bekannt als Autor für den starken „Persepolis“, einen modernen Rape-and-Revenge-Thriller ab, der das Rotkäppchen-Motiv in die düsteren Wälder Belgiens verlegt. Der Film beginnt stark, atmosphärisch dicht und brutal, schwächelt jedoch im letzten Drittel.

Man folgt Ève (Lucie Debay), die nach einem verhängnisvollen Barbesuch von zwei psychopathischen Männern entführt wird. Nach der Flucht in einen abgelegenen Wald beginnt ein gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel. Paronnaud inszeniert dies zunächst als klaustrophobischen Überlebenskampf, der durch bittere Kommentare zu toxischer Männlichkeit punktet. Besonders stark ist teilweise die visuelle Umsetzung, die oft märchenhaft-surreale Elemente nutzt, während sich die Protagonistin zur „Jägerin“ entwickelt.

Allerdings schwächt der Film im letzten Drittel leider ab. Die Handlung, die anfangs noch geerdet wirkt, driftet in zu gekünstelte und absurde Szenen ab – exemplarisch hierfür steht eine Paintball-Szene, die den Spannungsbogen eher unterbricht als fördert. Zudem müssen Genrefans über einige Logikfehler hinwegsehen. Das Verhalten der Charaktere ist stellenweise nicht nachvollziehbar, und das große Finale wirkt weniger organisch als vielmehr konstruiert und leider auch etwas in die Länge gezogen.

Dennoch bleibt „Hunted – Waldsterben“ solide Kost. Für Liebhaber des Genres, die eine stylishe, blutige und etwas andere Rotkäppchen-Interpretation suchen, bietet der Film trotz der erzählerischen Brüche im Finale gute Unterhaltung. Die starke Performance von Debay hält den Film auch in schwächeren Momenten zusammen.

Fazit: Ein stylisher Survival-Trip, der gut beginnt, aber leider zu gekünstelt endet. Einmalsichtung reicht. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 24.03.26 um 15:01
/image/movie/karate-tiger-iv---best-of-the-best-neuauflage-neu_klein.jpg
Während viele Action-Franchises der 80er und 90er Jahre mit jedem Sequel flacher wurden, markiert der vierte Teil der (im deutschen Titel etwas verwirrenden) „Karate Tiger“-Reihe – im Original war das der erste der „Best of the Best“ Reihe, man brauchte aber für den boomenden deutschen Markt einen neuen „Karate-Film“ – einen qualitativen Höhepunkt. Er ist zweifellos der geerdetste Film der Serie und verzichtet auf Comic-Bösewichte, um stattdessen ein echtes menschliches Drama zu erzählen.

„Best of the Best – Karate Tiger 4“ vereint alle Zutaten eines klassischen, schwarzweiß denkenden Sportlerdramas. Wir haben die „Underdogs“, ein zusammengewürfeltes US-Nationalteam, das gegen die scheinbar unbesiegbaren Kampfmaschinen aus Korea antreten muss. Im Zentrum steht jedoch nicht nur der physische Schmerz, sondern die innere Zerrissenheit der Protagonisten. Eric Roberts liefert als Alex Grady eine erstaunlich empathische Performance ab. Ein Vater, der für seinen Sohn kämpft während Phillip Rhee als Tommy Lee mit den Dämonen seiner Vergangenheit ringt.

Was „Best of the Best“ von stumpfen Prügelfilmen abhebt, ist die Ernsthaftigkeit des Trainings und der Respekt vor der Kampfkunst. Die legendären Trainingsmontagen fangen den Schweiß, die Erschöpfung und den Teamgeist perfekt ein. Es geht nicht um Rache, sondern um Ehre, Selbstüberwindung und Versöhnung. Das Finale in der Arena ist kein bloßes Spektakel, sondern ein emotionaler Wendepunkt, der in einer der rührendsten Szenen der Martial-Arts-Geschichte gipfelt: der gegenseitige Respekt der Kontrahenten über Nationalgrenzen hinweg.

Natürlich gibt’s auch einiges an Kritik, denn neben den beiden Hauptfiguren wirken alle anderen Charaktere zu eindimensional. Auch die Story selbst ist viel zu vorhersehbar. In einigen Momenten trägt der Film etwas zu dick auf. Besonders die Musik und die Zeitlupen-Effekte in emotionalen Szenen grenzen manchmal an Kitsch, was den „geerdeten“ Ton des restlichen Films kurzzeitig stören kann. Und dann wäre da noch das Pacing, denn das finale Kampfturnier kommt erst sehr spät im Film vor und wird dann auch zu schnell beendet – hier nimmt sich der Film etwas zu viel Zeit für die Einleitung bzw. die ersten zwei Akte. Und zum Schluss könnte der Titel für deutsche Zuschauer irreführend sein. Er hat absolut nichts mit der ursprünglichen „Karate Tiger“ Reihe, die ja eigentlich auch „No Retreat, no Surrender“ heißt, um Jean-Claude Van Damme und Loren Avedon zu tun. Das sorgt oft für falsche Erwartungen bei Fans, die eher einen rasanten Actionfilm statt eines langsamen Sport-Dramas erwarten.

Der Film beweist, dass das Genre am stärksten ist, wenn man mit den Figuren mitfühlt, statt nur ihre Tritte zu zählen. Fans von „Rocky“ oder „Karate Kid“ können definitiv einen Blick auf dieses Stück Genrekino mit Herz riskieren. Mir persönlich gefiel er früher aber besser. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 23.03.26 um 15:52
/image/movie/delta-force-2---the-colombian-connection-neu_klein.jpg
Nach der Ermordung seines Partners und dessen Familie und der Entführung von DEA-Agenten startet McCoy eine private Rettungsmission im Dschungel von San Carlos.

Wenn man an das Actionkino der späten 80er und frühen 90er denkt, führt kein Weg an der Cannon Group und ihrem Aushängeschild Chuck Norris vorbei. In „Delta Force 2 – The Colombian Connection“ aus dem 1990 kehrt Norris als Colonel Scott McCoy zurück, und das Ergebnis ist ein 100-minütiges Brett für jeden Fan von handgemachter Zerstörung.

Der Film nimmt sich zu Beginn die nötige Zeit, um eine persönliche Fallhöhe aufzubauen, da doch einige Personen zuerst sterben müssen, ehe Chuck losgeschickt wird. Der wahre Star neben Chuck ist zweifellos Billy Drago. Als psychopathischer Drogenbaron Ramon Cota liefert Drago eine Performance ab, die man nur als „perfekten Antagonisten“ bezeichnen kann. Mit seiner flüsternden Stimme und der eiskalten Mimik verkörpert er das pure Böse so effektiv, dass man den Moment, in dem McCoy endlich zuschlägt, kaum erwarten kann.

Regisseur Aaron Norris lässt dafür seinen Bruder im letzten Drittel komplett von der Leine. Was hier an Action aufgefahren wird, ist ein Fest für Pyromanen. Sobald das Delta-Team in den Dschungel eindringt, verwandelt sich die Szenerie dank Kampfhubschrauber und Co. in ein orchestrales Chaos aus Explosionen und ohrenbetäubenden Schießereien. Hier wird nicht mit Munition gegeizt. Ganze Lagerkomplexe fliegen in die Luft, während Norris mit gelassener Miene und präzisen Kicks durch die Reihen der Schergen pflügt. Insgesamt verzeichnet „Delta Force 2“ 120 (Bildschirm)Tote.

Obwohl der Film die üblichen Klischees bedient, punktet er durch sein hohes Tempo und die erstklassige Stuntarbeit. Es ist kein philosophisches Meisterwerk, sondern ehrlicher, schweißtreibender Action-Spaß, der genau weiß, was sein Publikum will: Chuck Norris, der das Unrecht mit Blei und Granaten korrigiert.

Schade finde ich aber, dass man hier anstelle von Musik von Alan Silvestri (wie bei Teil 1) auf einen generischen Score setzte und dass man immer wieder Norris Stuntdouble entlarven kann – egal ob beim Fallschirmspringen, beim Klettern oder im Fluchtauto – man erkennt sofort, dass es nicht Chuck ist, der dort zu sehen ist. Das trübt etwas den Gesamteindruck.

Wer auf das goldene Zeitalter des B-Movie-Actionfilms steht, kommt an diesem Dschungel-Inferno nicht vorbei. „Delta Force 2“ ist ein in nostalgischer (Fan)Trip, der auch heute noch durch seine kompromisslose Inszenierung zündet.

Das Blu-Ray Bild ist nicht besonders scharf aber immer noch besser als das der DVD. Auch weist es leider immer noch Verschmutzungen auf – hier wäre mal eine Restauration wünschenswert.

Der 2.0 DTS-HD MA (Mono) Ton ist solide und bietet sogar Druckvolle Explosionen. Dialoge kommen schon manchmal dumpf daher, passen in den meisten Fällen aber.

Als Extra gibt’s neben einem Audiokommentar auf Englisch den Trailer und Filmographien der Darsteller auf der Disc zu finden. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 23.03.26 um 09:38
/image/movie/starship-troopers-1997-neu_klein.jpg
„Auch ich leiste meinen Beitrag!“
Paul Verhoevens „Starship Troopers“ aus dem Jahr 1997 ist ein absolutes Meisterwerk des Science-Fiction-Kinos, das seiner Zeit weit voraus war. Ich musste den Film damals auf VHS nach dem Abspann gleich nochmal von vorne sehen – was sehr selten vorkommt. Auch heute noch landet der Film, den ich schon fast auswendig kenne, regelmäßig in meinem Player. Was oberflächlich wie ein hirnloses Action-Spektakel wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine der brillantesten Faschismus-Satiren der Filmgeschichte. Basierend auf Robert Heinleins umstrittenem Roman, dreht Verhoeven die Vorlage ins Gegenteil und entlarvt militaristisches Heldentum als tödliche Propaganda.

Man folgt Johnny Rico (Caspar Van Dien) und seinen Freunden (Denise Richards, Neil Patrick Harris und Dina Meyer), die sich nach der Highschool in einer militarisierten Welt, der „Föderation“, zum Dienst an der Waffe verpflichten. Ihr Ziel: Krieg gegen riesige außerirdische Insekten („Bugs“) führen. Verhoeven („Robocop“, „Total Recall“, „Hollow Man“) inszeniert dies als „schwarz-weiße“ Welt: Die Menschen sind strahlend schön und heldenhaft, während der Feind entmenschlicht wird. Eingestreute Nachrichtenclips („Möchten Sie mehr wissen?“) im Stil von NS-Propaganda oder US-Werbespots zeigen den satirischen Geniestreich des Films.

Technisch ist der Film auch heute noch brillant. Die Special Effects, eine Mischung aus CGI und physischen Modellen, lassen die Bugs brutal und greifbar wirken. Die Kämpfe sind extrem blutig, was den Zynismus des Films unterstreicht. Krieg wird hier als "Spaß" verkauft, während die Soldaten zerfetzt werden. Diese explizite Gewalt und das glorifizierte Sterben führen zu einer absurden Wirkung, die den Zuschauer zwingt, über die Botschaft nachzudenken.

Klar, bei einigen der Effekten nagte der Zahn der Zeit etwas mehr, manche Sets sind etwas billiger und auch der Cast ist nicht immer oscarreif – im Gegenteil, die sind oft hölzern, das muss man bei aller Liebe zum Film schon auch zugestehen. Das stört mich, als Fanboy, aber nur minimal. Dafür gibt es aber zusätzlich viele bekannte Gesichter aus der 2. Reihe zu sehen. PS: bin ich der Einzige, der, wenn ich Johnny Rico wäre, jederzeit Dizzy Flores Carmen Ibanez bevorzugen würde? :)

"Starship Troopers" ist extrem unterhaltsam, schnell erzählt und zutiefst ironisch. Es ist eine perfekte Mischung aus Action-Schlachtplatte und intellektueller Auseinandersetzung mit Faschismus, Propaganda und Medienmanipulation. Ein Kultfilm, der beim ersten Mal Spaß macht und beim zweiten Mal zum Nachdenken anregt – ein Muss für Sci-Fi-Fans. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 20.03.26 um 08:43
/image/movie/anaconda-2025-4k-4k-uhd---blu-ray-de_klein.jpg
Man sitzt im heimischen Wohnzimmer und die Erwartungshaltung ist bei einem „Anaconda“-Reboot eigentlich klar definiert: Trash-Spaß, ein bisschen Nervenkitzel und eine Schlange, die ordentlich aufräumt. Doch was man hier serviert bekommt, ist ein erzählerisches Wrack. Es gibt keinen roten Faden. Der Film stolpert von einer Szene in die nächste, ohne jemals einen Rhythmus zu finden. Es ist einfach nur wirr.

Das größte Problem? Es passiert schlichtweg zu wenig. Wer auf furiose Action-Setpieces hofft, wird bitter enttäuscht. Stattdessen verfällt das Drehbuch in einen zähen Verfall aus Dialogen, die niemand hören will. Da hilft auch die eigentlich tolle Location in Brasilien nichts. Was nützt der schönste Dschungel, wenn die Handlung zu 80 % daraus besteht, dass die Charaktere auf einem Schiff festsitzen und diskutieren? Es wird debattiert, gestritten und philosophiert, während die titelgebende Schlange gefühlt im Homeoffice weilt.

Besonders schade ist das um den eigentlich ordentlichen Cast. Jack Black (School of Rock“), Paul Rudd („Ant-Man“), Thandiwe Newton (M:I 2“) und Steve Zahn („Unterwegs mit Jungs“). Hier sind fähige Schauspieler am Werk, die sichtlich versuchen, gegen das hölzerne Skript anzukämpfen, aber letztlich in der Belanglosigkeit versinken. Alles wirkt künstlich und aufgesetzt – von den hölzernen CGI-Effekten bis hin zum erzwungenen Drama. Auch der Humor, der das Original zumindest sympathisch machte, fehlt hier komplett oder zündet schlichtweg nicht.

Ich hatte mir das Ganze wirklich anders vorgestellt. So wie die neuen „Jumanji“-Teile eben. Man wartet auf den großen Knall, auf die perfekten Gags, auf den Horror – doch am Ende bleibt nur das Gefühl, knapp 100 Minuten Lebenszeit auf einem sehr langweiligen Bootstrip verschwendet zu haben. Ein Reboot, das niemand braucht und das daran scheitert, auch nur ansatzweise zu unterhalten. Schade um das Potenzial.

Vom UHD Bild, welches auf einem 4K DI basiert, war ich anfangs etwas enttäuscht. Der Film spielt am Anfang in Buffalo und wirkt sehr körnig und hebt sich nicht wirklich von einem 1080p Bild ab. Auch die gebräunten Gesichtsfarben mögen hier noch nicht so richtig passen. Gottseidank ändert sich dies nach der Ankunft in Brasilien.
Dank Dolby Vision wirken die Primärfarben des brasilianischen Dschungels lebendig und die Schwarzwerte sind im Vergleich zur Standard-Blu-ray deutlich tiefer, können aber dafür so manches Detail verschlucken.
Filmkorn wird nun feiner aufgelöst wiedergegeben als am Anfang des Films. Die feinen Texturen der Schlangenhaut und die Vegetation in den Außenaufnahmen sind knackscharf. Allerdings entlarvt die hohe Auflösung auch die teils schwankende Qualität der CGI-Effekte.
Spitzlichter, wie Sonnenreflexionen auf dem Wasser, sind brillant, ohne zu überstrahlen. Ansonsten bleibt das Bild eher durchschnittlich und, für eine UHD, fast unauffällig – also erwartet keinen 4K-Wow Effekt.

Dafür punktet der deutsche Ton umso mehr. Hier kommt, im Gegensatz zum engl. Dolby Atmos Ton, DTS-HD Master Audio 5.1 zum Einsatz. Die dt. Spur ist präzise und bietet eine gute Räumlichkeit, besonders bei den Umgebungsgeräuschen im Dschungel. Dank der Dynamik auf allen Kanälen gibt es ein immersives Mittendringefühl. Auch der Subwoofer darf beim rockigen Soundtrack immer wieder ganz tief hinuntergehen. Lediglich der ein oder andere Satz kam mir etwas „muffig“ vor, keine Ahnung warum.

Beim Bonusmaterial sind „Hiss-terical“ Outtakes, gelöschte Szenen sowie Featurettes wie „Reinventing the Legend“ enthalten. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 19.03.26 um 09:19

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