Filmbewertungen von LoSt_F.a.n.

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Als Marty Supreme angekündigt wurde, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, was uns Josh Safdie, welcher zum ersten Mal ohne seinen Bruder Benny im Regiestuhl Platz nimmt, über einen Tischtennisspieler erzählen möchte. Durch den früheren US-Kinostart Ende letzten Jahres nahm der Hypetrain schon ordentlich an Fahrt auf, wodurch ich den Kinorelease im Februar gar nicht abwarten konnte. Im Kino wurde ich dann zweieinhalb Stunden von Timothée Chalamet's Tour de Force erschlagen.

Auch wenn die Laufzeit nicht ohne ist und man vielleicht auf die eine oder andere Szene hätte verzichten können, klebten meine Augen nahezu von Anfang bis zu den Credits an der Leinwand. Dem aufstrebenden Tischtennisspieler Marty Mauser bei seinem unvorhersehbaren Abenteuer zuzusehen, ist stressig und wahnsinnig unterhaltsam zugleich.
Tischtennis spielt tatsächlich keine tragende Rolle. Es geht am Rand um den Sport, aber zu großen Teilen geht es darum, dass Marty von einem Problem ins nächste stolpert, da bei seinen Lösungsversuchen neue Probleme entstehen. Unser Protagonist ist dabei eher selten sympathisch, aber sehr überzeugend in seinen Plänen und Entschuldigungen.

Unfassbar, was hier für ein Drehbuch abgeliefert wurde. Atempausen gibt es gefühlt keine, auch wenn natürlich nicht jede Szene stressig ist. Das Pacing ist einfach sehr gut, denn es gibt keinen Leerlauf. Alleine für Chalamet's Performance lohnt sich der Film schon vollkommen. Aber auch der übrige Cast ist von vorne bis hinten fantastisch besetzt und aufgelegt. Obendrein ist die Inszenierung großartig. Durch einen körnigen, dreckigen Look wirkt der Film wie aus einer anderen Zeit. Der Score gepaart mit dem Soundtrack ist klasse. Das ist Filmemachen erster Klasse.
Hier gibt es nichts zu Meckern.

Marty Supreme gibt mir ein Gefühl der Frische und Originalität wie ich sie ewig nicht gespürt habe. Man kann von Chalamet halten, was man möchte, aber der Mann hat Talent und offensichtlich ein gutes Händchen bei seiner Rollenauswahl.
Für mich Stand: jetzt nach wir vor der beste Film des Jahres. Ich gebe Marty Supreme 4,5 Punkte. 
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bewertet am 27.09.26 um 20:28
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Dreh einen Film über den größten Musikkünstler aller Zeiten und mach es so oberflächlich wie möglich, damit man niemanden auf die Füße tritt und gleichzeitig den einmal-im-Jahr Kinogänger abholen kann. Ob man der namensgebenden Titelfigur dabei gerecht wird, ist egal. Die Leute gucken ihn sowieso, sind begeistert, wenn sie die Musik hören und sagen dann im Nachhinein "Ach, was war das toll!".

Ich war sehr gespannt, wie Michael Jacksons Geschichte erzählt wird und leider ist es sehr unbefriedigend mitanzusehen. Wir beginnen in der Kindheit, wo Michael mit seinen vier älteren Brüdern als Jackson 5 auftreten, während sie im Hintergrund von ihrem egoistischen Vater Joe gedrillt werden.

Nach kurzer Zeit sehen wir Michael als jungen Erwachsenen wie er sich von seinem Vater und somit auch von seiner Familie lösen kann und musikalisch eigene Wege gehen möchte. Alleine hier wird inhaltlich viel liegen gelassen und die Brüder wirken fast wie Statisten, da sie quasi keine Rolle spielen.

Joe bekommt hier noch die zweitwichtigste Rolle neben Michael, aber selbst er ist einfach der nichts gönnende Vater. Vielleicht war es das auch immer, aber hier ist niemand ein dreidimensionaler Charakter, nicht mal Michael selbst.

Es wird innerhalb der zwei Stunden Laufzeit von Ereignis zu Ereignis gesprungen. Musikalische Auftritte wechseln sich mit privaten Schnippseln abseits der Bühne ab, welche einen die Person Michael Jackson näher bringen sollen. In Wirklichkeit wird einem aber nur mit dem Holzhammer reingeklöppelt, wie Michael Ideen für Songs hatte oder warum er Tiere adoptieren wollte. Das wird einfach der Person dahinter nicht gerecht. Klar, der Film soll möglichst viele Leute abholen und erfolgreich sein. Aber ist einfach zu wenig.

Was ihm allerdings gerecht wird und was die klare Stärke des Films ist, sind die Auftritte und Musikeinlagen. Die haben es in sich und sind so nah wie möglich an ihren originalen Ereignissen. Hier liefert Jaafar Jackson, der Neffe des King of Pop, auch richtig ab, wenn auch hauptsächlich körperlich und weniger gesanglich, aber das langt allemal.

Wäre das Drehbuch drumherum auf dem gleichen Niveau, hätte Michael eines der besten Musiker-Biopics aller Zeiten werden können. Leider ist dies nicht der Fall und so werde ich mit sehr gemischten Gefühlen in die Credits entlassen, bevor der Film natürlich nochmal eine große Bühnen-Performance darbieten muss.

Wie bereits zuvor bekannt war, ist dies nur ein Teil der Geschichte, welche in einer Fortsetzung weitererzählt werden soll. Dies wird auch am Ende mit einer Texteinblendung deutlich gemacht. Bei diesem Box Office Hit wird diese Fortsetzung auch nicht allzu lange auf sich warten lassen. Ich hoffe, diese wird dann etwas mehr in die Tiefe gehen. Etwas anderes kann man eigentlich auch nicht erwarten. Hier wurde immerhin schon viel abgehakt, wenn auch gefühlt wenig erzählt.

Der erste Teil gibt mir zumindest das Gefühl, dass dieses Mammutprojekt vielleicht besser in einer Mini-Serie hätte verarbeitet werden sollen. Hier wird zu viel kaum oder gar nicht (Michael's Schwestern) angeschnitten und das wird dem Stellenwert dieses Künstlers nicht gerecht. Das sage ich nicht, weil ich riesiger Fan bin, sondern viel mehr, da ich mir seines popkulturellen Status in der Gesellschaft bewusst bin.
Ich gebe Michael 2,5 Punkte.

Das Steelbook ist immerhin ein echter Hingucker und auch technisch liefert der Film ab! 
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bewertet am 09.08.26 um 14:14
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Durch den Rauswurf von Melissa Barrera und den darauffolgenden Rücktritt von Jenna Ortega stand es schlecht um Scream 7. Man entschied sich den Karren aus dem Dreck zu ziehen, in dem man Neve Campbell zurückholt und Kevin Williamson, den Writer aller Scream-Teile, in den Regiestuhl setzt.

Nach bisher sechs Teilen ist das Thema Ghostface recht ausgelutscht, auch wenn die Reihe immer wieder versucht eine neue Geschichte um das ikonische Killerkostüm zu weben. Mit Teil 5 und 6 wurde eine Geschichte um ein neues Charaktergespann entwickelt, welches leider aus genannten Gründen nicht auserzählt werden wird. Ich habe aufgrund der größtenteils schlechten Bewertungen nicht viel erwartet und war deshalb nicht enttäuscht worden.

Scream 7 ist handwerklich solide inszenierte Horrorunterhaltung, aber leider der siebte Teil einer Reihe, welche ihren Zenit bereits nach Teil 4 überschritten hat. Der ganze Film fühlt sich an wie das Meme, bei der die abgemagerte Kuh nochmal bis auf den letzten Tropfen abgemolken werden muss.
Auch wenn ich in der ersten Hälfte noch ganz guter Dinge war, fand ich das Finale und die Auflösung sehr schwach.
Ich hoffe, dieser Reihe wird ein für alle mal der Stecker gezogen, weil es einfach nichts mehr zu erzählen gibt, so lange man nicht doch nochmal die Carpenter-Schwestern zurückholen sollte.
Ich gebe Scream 7 2 Punkte. 
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bewertet am 14.06.26 um 10:29
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Für die Leistungen von Rachel McAdams und Dylan O'Brien kann man sich da durchquälen, wenn man sonst nichts besseres zu tun hat. Insgesamt ist Send Help aber trotz des auf dem Papier interessant klingenden Plots eine sehr langweilige Gurke mit einem wahnsinnig schwachen Drehbuch und teilweise unterirdischen Effekten. Dazu kommt noch, dass die Handlung sehr gestreckt wirkt und der Film locker um einiges kürzer hätte ausfallen können.
Die letzten Minuten sind noch das beste am Film, aber da war es dann eh schon zu spät, um da noch irgendwas retten zu können. Ich habe nicht mal viel erwartet, aber wurde dann trotzdem deutlich enttäuscht.
Schade, dass Sam Raimi sich hier verantwortlich zeigt, denn das ist deutlich unter seinem Niveau. Ich gebe Send Help 2 Punkte. 
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bewertet am 21.05.26 um 11:11
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Brendan Fraser spielt in Rental Family einen Mann, der in Japan als Familienmitglied gemietet wird. Sei es als Sohn, Vater oder Ehemann. Ich dachte eigentlich, dass Fraser dabei hauptsächlich bei einer Person oder Familie ist, aber der Film zeigt verschiedene Kunden. Eine interessantes Thema, welches ich so wahrscheinlich noch nicht in einem anderen Film zu sehen bekommen habe.

Es werden schöne Aufnahmen von Tokyo und der Natur geboten. Passend dazu wurde dem Drama ein harmonischer Score spendiert. Von der Herangehensweise ist das mein Ding. Mir waren aber leider die Beziehungen untereinander zu oberflächlich dargestellt. Jetzt kann man sagen, dass dies auch genau so sein soll, da eine Beziehung nur künstlich erzeugt wird. Aber darum geht es mir gar nicht so sehr. Es war vielleicht nicht die beste Idee, dass man Fraser in verschiedenen Rollen sieht, weil man in keine Story so wirklich reinsteigt. Natürlich wird auch thematisiert, dass einen die Beziehungen zu den Kunden nachhaltig mitnehmen. Das war mir aber eine Spur zu wenig. Da hätte man tiefer gehen können.

Insgesamt kann man sich Rental Family gut anschauen und er kommt insgesamt sehr gut an. Mich hat emotional nicht so sehr erreicht wie ich es mir gewünscht habe. Brendan Fraser ist aber wieder toll und der Film drückt zum Glück nicht so stark auf die Tränendrüse wie The Whale. Ich gebe Rental Family 3 Punkte. 
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bewertet am 29.03.26 um 16:58
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Leider ist In Die Sonne Schauen einer der Arthouse-Filme, wie ich sie nicht mag. Zu sperrig und kryptisch erzählt. Es ist nicht mal schlimm, dass der Film so langatmig ist, aber wenn ich in fast zweieinhalb Stunden fast nichts interessantes aus einer Szene ziehen kann, wird das Seherlebnis zu einer echten Geduldsprobe. Ich hatte hier auf die deutsche Überraschung aus dem letzten Jahr gehofft, aber leider war es eine der anstrengendsten Sichtungen in der letzten Zeit. Ich gebe In Die Sonne Schauen 2 Punkte. 
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bewertet am 01.02.26 um 14:23
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Mit The Smashing Machine möchte Dwayne Johnson der Welt zeigen, dass er nicht nur ein guter Geschäftsmann und disziplinierter Bodybuilder ist, sondern dass er wirklich gut schauspielen kann. Er spielt hier den real existierenden Kampfsportler Mark Kerr, welcher Ende der 90er-Jahre in der MMA-Szene tätig ist und sowohl mit seiner Schmerzmittelabhängigkeit wie auch mit seiner Partnerin Dawn und sportlichen Erfolgen zu kämpfen hat.

Wie schon in den Trailern zu sehen war, gibt es den einen oder anderen Gefühlsausbruch von Dwayne Johnson zu sehen und er spielt ganz gut. Die Sache ist, dass er einfach gut spielt. Nicht überragend, sondern er gibt einfach eine solide Performance ab und ist ausnahmsweise mal nicht im Ranger-Outfit im Dschungel zu sehen. Der Film ansich ist einfach ein mittelmäßiges Sport-Drama mit nettem Retro-Look. Abseits von Emily Blunts Performance sowie Ryan Bader, welcher aus der Branche kommt und kein geübter Darsteller ist, bleibt hier nicht viel hängen.

Vielleicht hätte Dwayne Johnson lieber eine andere Rolle gewählt, welche nicht zu sehr an seine Ursprünge als Wrestler erinnern. Klar, ist jetzt nicht exakt dasselbe, aber trotzdem hätte er vielleicht besser eine andere Rolle wählen sollen, um uns allen mal so richtig zu zeigen, was er so auf dem Kasten hat.

So bleibt The Smashing Machine ein solides Sportler-Biopic, welches aber nicht viel neues zu erzählen hat und bei dem, was es erzählt, nicht besonders interessant ist. Das Solo-Debüt von Benny Safdie konnte mich also leider nicht überzeugen.
Ich gebe The Smashing Machine 2,5 Punkte. 
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bewertet am 20.01.26 um 13:52
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I wasn't familiar with your game, Mrs. Ballerina.

Auch wenn ich John Wick 4 total klasse fand und als einen der besten Action-Filme der letzten Jahre sehe, war ich gleichzeitig auch gesättigt was Keanu Reeves' ikonischen Helden angeht. Dadurch freute ich mich auch nicht besonders auf das erste Spin-Off des Franchise. Auch wenn ich mir Ana de Armas von morgens bis abends ansehen könnte, reichte schon ein Blick auf den Regiestuhl, um meine Erwartungen stark runterzufahren. Len Wiseman, der Mann hinter den Underworld-Filmen und dem Total Recall Remake, konnte bei mir mit Die Hard 4.0 keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dann machten noch die News die Runde, dass es zu Nachdrehs kam und John Wick-Regisseur Chad Stahelski Wiseman unter die Arme greifen musste. Das hört sich für mich so an, als wollte man eine Produktion vor einem Totalausfall retten.

Erfreulicher ist der letztendliche Film das genaue Gegenteil von einem Ausfall geworden und das habe ich so absolut nicht kommen sehen. Dass Ana de Armas sich in die Action reinhängen kann, habe ich nach ihrem Kurzauftritt in No Time To Die bereits erwartet. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass Ballerina ein schier endloses Actionfeuerwerk abliefert, welches John Wick 3 & 4 ebenbürtig ist. Die Story ist flach, aber das ist sie in jedem Teil der Hauptreihe auch. Wenn man sich das über vier Teile angeschaut hat, sollte einen dieser Kritikpunkt auch hier nicht weiter stören.

Und wenn man denkt, dass man bereits alle möglichen Kills gesehen hat, wird man hier eines besseren belehrt. Denn auch wenn sich Szene an Szene reiht, gibt es doch immer wieder neue Gadgets oder Locations, so dass der Action-Fan in mir nie gelangweilt oder unzufrieden war. Also wenn ich mit einer Sache nicht gerechnet habe, dann dass der Kill-Count und der Action-Anteil so extrem hoch sind und man Teil 4 locker die Stirn bieten kann.

Ana de Armas steht die Rolle der Badass-Killerin sichtlich gut und ich mag ihre Präsenz, welche eine angenehme Abwechslung zum etwas in die Jahre gekommenen Keanue Reeves ist. Apropos Reeves. Dieser ist wie bereits bekannt auch in diesem Film und soll die Fans der Hauptreihe anziehen. Er stiehlt de Armas nicht die Show und hat auch nur den Part einer Nebenrolle. Man hätte aber auch auf ihn verzichten können. Mit Ian McShane, Lance Reddick (R.I.P.) und Anjelica Huston hatte man eigentlich schon ausreichend viele bekannte Gesichter.

Ich bin jedenfalls immer noch platt und hatte nicht erwartet, dass Ballerina einer der besten, wenn nicht sogar der beste Action-Film des Jahres wird. Für mich die Überraschung des Jahres. Ich gebe Ballerina 4 Punkte. 
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bewertet am 31.12.25 um 18:22
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Ich fand den ersten Teil solide, aber hatte kein wirkliches Interesse an dieser Fortsetzung. Ein Aspekt machte mich aber doch neugierig und zwar der Regisseur. Timo Tjahjanto, bekannt für seine indonesischen Action-Bretter Headshot oder The Night Comes For Us, wurde für das Sequel von Nobody rangeholt. Auch wenn Bob Odenkirk natürlich kein Iko Uwais ist, war die Hoffnung trotzdem vorhanden, dass man hier irgendwie Tjahjantos Handschrift erkennen kann. Aber Fehlanzeige: Nobody 2 ist eine total generische Fortsetzung, welche im besten Fall noch passabel gefilmt wurde. Die Action ist nur more of the same des gealterten Haudegen, der nochmal durch die eine oder andere gute Rechte oder mit Hilfe der Umgebung seine Gegner ausschalten kann. Immerhin kann man dem Getümmel gut folgen. Die Handlung ist derweil kompletter Quatsch und hat mir gar nicht zugesagt. Da hätte echt mehr drin sein können, aber so hätte man es doch besser bei nur einem Film und somit einer nette Überraschung belassen. Ich gebe Nobody 2 2 Punkte. 
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bewertet am 26.11.25 um 23:13
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Sehr sympathische Coming-Of-Age Geschichte für die weibliche Zielgruppe. Dreht sich offenbar wie das Original von 2001 um die drei Freundinnen Inken, Vicky und Lena, welche endlich ihren ersten Orgasmus erleben wollen.
Dieses Ziel nimmt auch keinen all zu kleinen Teil in der Handlung ein. Das Drehbuch kriegt aber immer die Kurve und behandelt das Thema mit einer guten Portion Humor und Naivität. Natürlich darf Drama um Liebe und Freundschaft auch nicht fehlen. Das alles portioniert auf kurzweilige 90 Minuten.
Das Rad wird hier nicht neu erfunden und man hätte vielleicht aus dem einen oder anderen Handlungsstrang mehr rausholen können.
Im Grunde kann man aber froh sein, dass wir in Deutschland mal wieder einen auch handwerklich gut inszenierten Coming-of-Age Film spendiert bekommen haben. Und am Ende sei gesagt, dass ich auch nicht das Zielpublikum von dieser Neuverfilmung. Ich bin mir aber sicher, dass der Film vielen weiblichen (vielleicht auch männlichen) Teenies sehr gut gefallen wird und gebe damit eine Empfehlung raus. Ich gebe Mädchen Mädchen! 3 Punkte. 
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bewertet am 22.11.25 um 11:13
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Ich konnte mir Liam Neeson in der Hauptrolle einer neuen Nackte Kanone Fortsetzung nicht vorstellen und es funktioniert auch nicht so gut wie es gemessen der Quatschigkeit eigentlich müsste. Trotzdem musste ich ein paar Mal herzlich lachen, vor allem bei der Szene mit dem Fernglas. Sehr bescheuert, aber zündet wie zu besten Austin Powers Zeiten. Die Gagdichte ist in den nicht einmal anderthalb Stunden sehr hoch und leider laufen auch sehr viele Witze ins Leere, für meinen Geschmack deutlich zu viele, um noch von einer insgesamt guten Komödie sprechen zu können. So wandelt der Film im Minutentakt von unterhaltsam und witzig zu belanglos und unlustig.
Immerhin scheinen alle Beteiligten eine gute Zeit gehabt zu haben und Liam Neeson und Pamela Anderson haben sich bei den Dreharbeiten kennen und lieben gelernt, was ich sehr schön finde. Ich gebe Die Nackte Kanone 2,5 Punkte. 
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bewertet am 11.11.25 um 19:17
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Da ich Barbarian mochte, hatte ich direkt Interesse an Zach Creggers nächstem Projekt Weapons. Eigentlich war er sogar einer meiner meist erwarteten Filme des Jahres. Im Kino habe ich ihn trotzdem ausgelassen, weil ich Barbarian schon heftig fand und deswegen automatisch Respekt vor Weapons hatte, als ich den ersten Trailer sah. Nun habe ich ihn zuhause endlich nachgeholt, nachdem ich mich leider schon hier und da leicht gespoilert habe.

Erzählt wird die Handlung um das Verschwinden einer Schulklasse in Kapiteln, welche jeweils eine der Hauptfiguren in den Fokus setzt. Es geht hier um die Zeit nach dem Verschwinden der Kinder aus der Sicht der Klassenlehrerin, eines Vaters, eines Rektors eines Polizisten und eines Junkies. Das Drehbuch nimmt sich dabei ordentlich Zeit für die jeweiligen Perspektiven und die Handlung schreitet manchmal vielleicht etwas zu langsam vorran. Auch wenn die Handlung durchgehend interessant und mysteriös bleibt, hätten dem Film ein paar Minuten weniger nicht geschadet.

Im Vorfeld habe ich bereits gehört, dass der Film auch Comedy-Elemente enthält, welche gemixt mit dem Horror gut funktionieren. Der Horror funktioniert durch die starke Atmosphäre und langsame Kameraschwenks, aber leider auch durch ein paar Jump Scares. Die Inszenierung ist hier wie schon bei Barbarian sehr stark. Das Sound-Design und der Soundtrack sind klasse wie natürlich auch die Kameraarbeit.

Der Grund für das Verschwinden wirft bei mir einige Fragen auf und generell hat der Film das eine oder andere nicht so kleine Plot Hole, mit dem man einfach leben muss. Das Ende war überraschend und muss man von einem großen Studio wie Warner erstmal greenlighted bekommen. Respekt.

Ein wenig enttäuscht war ich aber von der Tatsache, dass die Charaktere nur oberflächlich behandelt werden. Trotz der Laufzeit baut man keine wirkliche Bindung auf, obwohl das Schauspiel aller Beteiligten wirklich gut ist und die Figuren mehr Tiefe durchaus anbieten würden.

Weapons ist insgesamt ein weiterer sehr gelungener Horrorfilm von Zach Cregger, welcher es erfolgreich schafft Horror, Drama und Comedy zu kombinieren. Ich bin nicht so umgehauen, wie ich es gerne wäre, aber ich bin zufrieden und es ist schön, dass solche Stoffe es ins Kino schaffen und die Leute letzten Endes auch dafür ins Kino gehen. Ich gebe Weapons 3,5 Punkte. 
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bewertet am 06.11.25 um 12:49
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Wenn The Fabelmans das letzte Werk von Steven Spielberg gewesen wäre, hätte es mich kaum gewundert. Die Regie-Legende behandelt in seinem neuesten Spielfilm das bisher persönlichste Thema in seiner Filmographie, sein eigenes Leben. Die Familie Fabelman bildet Spielbergs eigene Familie auf der Leinwand ab und laut Seth Rogen soll nahezu 100% im Film alles so oder sehr ähnlicher Form passiert sein.

Das Familiendrama beginnt mit dem ersten Kinobesuch von Sammy Fabelman (Gabriel LaBelle), wo direkt seine Liebe und Faszination zu Filmen und vor allem zu seinem späteren Beruf, dem Filmemachen, geboren wird. Sein Vater Burt (Paul Dano) ist sehr in seine Arbeit als Computeringenieur verstrickt, während die Mutter Mitzie (Michelle Williams) künstlerischer Natur ist und unter anderem Klavier spielt. Durch die berufliche Laufbahn des Vaters zieht die jüdische Familie von Bundesstaat zu Bundesstaat, was nicht nur Sammy und seinen Schwestern sondern auch der Ehe ihrer Eltern zu schaffen macht.

Die Schauspielleistungen wissen zu überzeugen, wobei Michelle Williams als Mutter schon sehr anstrengend ist und Seth Rogen, so sehr ich ihn auch gerne habe, gefühlt nur sich selbst in einer familienfreundlichen Version spielt. Gabriel LaBelle hat mir sehr gut als zentrale Hauptfigur gefallen. Das Filmemachen hätte von mir aus gerne etwas integraler sein können. Der Aufwand um die Dreharbeiten des jungen Sammy sind mir zu schnell zu groß gewachsen. Es gabe gar keine wirkliche Entwicklung. Auf einmal waren aus dem nichts viele Leute involviert. Spielberg gibt der Familiengeschichte mindestens so viel Raum wie Sammy's Leidenschaft zum Filmemachen, was am Ende dafür sorgt, dass der Fokus nur bedingt auf die Dreharbeiten gelegt werden kann.

The Fabelmans ist ein gelungenes Drama über Steven Spielberg und seine Familie geworden, welches mich trotz seiner üppigen Laufzeit nicht gelangweilt hat. Zu Spielberg's besten Werken würde ich das Familienportät nicht zählen, aber sehenswert ist der Film über seine Jugend allemal und handwerklich gibt es ohnehin nichts auszusetzen. Ich gebe Die Fabelmans 3,5 Punkte. 
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bewertet am 30.10.25 um 23:04
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Ich hatte nach dem mittelmäßigen Dead Reckoning keine große Lust auf die finale Fortsetzung des Mission: Impossible Franchise. Nach einigen Reviews entschied ich mich gegen einen Kinobesuch und habe den Heimkino-Release abgewartet. Meine letzte Hoffnung war, dass er mir am Ende doch gefallen wird, wo ich meine Erwartungen über die letzten Monate schon sehr weit runtergeschraubt habe. Leider ist dies nicht eingetroffen und ich bin trotzdem enttäuscht worden.

Die Handlung um die Entität wird hier weitererzählt und ist noch uninteressanter und weitaus unverständlicher wie im Vorgänger. Ich kann mir kaum vorstellen, dass hier wirklich irgendwer versteht, was der Film eigentlich erzählen möchte. Das ist von vorne bis hinten total hanebüchen. Ansich ist der Film durchweg seine Handlung am vorantreiben, aber er lässt alleine in der ersten Stunde kaum Zeit zum Durchatmen und spielt auch noch immer mal wieder Flashbacks zu früheren Momente der Reihe ab, was recht erzwungen wirkt.

Selbst in eher negativen Reviews wurden immerhin die beiden hauptsächlichen Action-Setpieces gelobt. Die U-Boot-Szene fand ich cool, aber die in der Luft, welche sogar das Blu-Ray Cover zieren darf, hat mich nicht so sehr umgehauen. Klar, das ist aufwendig und schön gefilmt, aber da hat mir die Reihe mit anderen Szenen in ihren Vorgängern schon weitaus mehr die Schuhe ausgezogen. Und der Geduldsfaden ist bei der finalen Actionszene längst vollends überspannt worden.
Eins muss man sagen: Tom Cruise ist nach wie vor in absoluter, körperlicher Topform. Unfassbar.

Man kann nach Final Reckoning kaum glauben, dass Christopher McQuarrie ebenfalls Fallout wie auch Rouge Nation inszeniert hat. Ich meine, klar, sieht das auch alles wie ein hochwertiger Blockbuster aus. Aber das setze ich voraus. Wenn man aber bei einem achten Teil einer so weltweit erfolgreichen Reihe so eine dröge Geschichte erzählt, ist das schon traurig. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Fallout eigentlich einen schönen Abschluss. Schade, dass man dort nicht den Schlussstrich gezogen hat.

Ich hoffe nun, dass ich das Wort Entität nie wieder hören muss und ich dem Namen Ethan Hunt nur noch in Rewatches der früheren Teile begegne. Nach knapp 30 Jahren, vielen waghalsigen Stunts und selbstzerstörenden Nachrichten kann man das Thema Mission:Impossible nun auch mal ruhen lassen. Ich gebe Mission: Impossible: The Finale Reckoning 2,5 Punkte. 
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bewertet am 22.10.25 um 23:42
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Alien: Romulus zählte zu meinen meist erwarteten Filmen des Jahres 2024. Das ist ein wenig verwunderlich, weil ich bisher nicht der größte Fan des Alien-Franchise gewesen war und von Regisseur Fede Alvarez auch nur den sehr guten Don't Breathe gesehen habe. Die Kombination aus Alvarez, welcher großer Liebhaber des Originals ist, und der Marke "Alien" machte mich trotzdem sehr heiß auf den neuen Ableger. Wenn es für die Person im Regiestuhl ein Herzensprojekt ist, verspreche ich mir dadurch automatisch, dass viel Liebe und Mühe in die Entstehung geflossen sein wird. Und ich finde, dass dies auf Romulus definitiv zutrifft.

Zeitlich zwischen Alien und Aliens angesiedelt, begleiten wir eine Gruppe aus perspektivlosen Outlaws, welche von ihrem Planeten flüchten und sich ein besseres Leben erkämpfen wollen. Und Zack...sind wir auch schon mitten im Geschehen drin. Die Einführung ist recht kurz und wirklich eingeführt werden die jungen Figuren nicht. Selbst die Protagonistin Rain bleibt relativ blass, auch wenn Cailee Spaeny schauspielerisch alles mögliche aus ihr rausholt. Als Scene Stealer erweist sich aber David Jonsson als Android Andy. Was er aus seiner künstlichen Figur rausholt, ist ganz große Kunst und bildet für mich charakterlich das Highlight des Films. Ansonsten sticht noch Isabela Merced als Scream Queen heraus, wobei sie leider zu wenig eingesetzt wird. Die letzten drei Figuren sind recht stereotypisch besetzt. Der gutherzige Anführer, der unberechenbare Assi und die austauschbare Pilotin. Ansich hat mir die Charakterisierung soeben gereicht. In den knapp zwei Stunden Laufzeit hat man sowieso kaum Zeit zum Durchatmen, dadurch spielt eher das Überleben als die Hintergrundgeschichten der einzelnen Figuren eine Rolle. Die Informationsschnippsel, welche man durch die Dialoge oder auch den Beginn auf dem Minen-Planeten aufnimmt, weckten auf jeden Fall das Interesse nach mehr.

Was mich an Romulus von Anfang bis Ende beeindruckt hat, waren die Sets und ihre Authentizität. Es wirkt alles greifbar, abgenutzt und echt. Was habe ich das geliebt. Während das Raumschiff erforscht wurde, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Hinzu kommen beeindruckende Außenaufnahmen aus dem All, welche an Interstellar erinnern und wunderschön aussehen. Das Budget von 80 Millionen US-Dollar wurde also bestens genutzt.

Das altbekannte Alien sieht auch wieder schön fies aus, auch wenn es natürlich nichts neues mehr ist. Dass viel Zeit bis zum großartigen ersten Auftritt verstreicht, fand ich mutig und hat mich nicht gestört. Ich hatte aufgrund des Regisseurs des Evil Dead Remakes eine Gewaltorgie erwartet, welche es dann aber nicht gegeben hat. Wahrscheinlich wäre das für Disney zu heikel geworden und letzten Endes hätte es auch nicht zur Reihe gepasst. Ein bisschen mehr Brutalität hatte ich dennoch erwartet. Das war bis auf wenige Spitzen doch überraschend zahm. Dafür greift Alvarez auf die großen Stärken des Originals zurück: den Space-Horror. Und diesen meistert er mit Bravur.

Der Score von Benjamin Wallfisch hat mit dabei sehr gut gefallen. In den rasanteren Szenen presst er einen ordentlich in den Sitz, während die harmonischeren Klänge einen schönen Kontrast bilden. Mit Blade Runner 2049 hat er bereits Luft im Sci-Fi Genre schnuppern und ein Gespür für futuristsche Klänge entwickeln können.

Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit Alien: Romulus. Alvarez bedient sich altbekannter Zutaten und vermengt sie zu einem der besten Filme des Franchise. Ein bisschen an Originalität fehlt es dann doch, aber wirklich gestört hat es mich nicht. Ich habe Alien wie auch Aliens allerdings auch erst einmal gesehen und nicht gut in Erinnerung.
Nach Covenant können sich Fans endlich wieder über einen wirklich guten Ableger freuen. Ich gebe Alien: Romulus 4 Punkte. 
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bewertet am 03.10.25 um 11:42
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Gutes Drama mit einer starken Leistung von Diane Krüger. Insgesamt fühlte es sich mir doch wieder etwas zu deutsch an. Im letzten Drittel hat der Film dann noch mit dem einen oder anderen Logikloch zu kämpfen. Trotzdem liefert Fatih Akin einen Film ab, der einem mit seiner allgegenwärtigen Thematik in die Magengrube schlägt, emotional von Anfang an mit nimmt und nach dem Ende weiterhin beschäftigt. Ich gebe Aus Dem Nichts 3,5 Punkte. 
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bewertet am 20.09.25 um 11:06
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Obwohl Creed 2 einen sehr runden Abschluss für das Spin-Off um Adonis Creed geboten hat, sollte die Erfolgsformel um Rocky's Protegé weitergeschrieben werden. Für Hauptdarsteller Michael B. Jordan geht es zum ersten Mal sowohl vor wie auch hinter die Kamera, denn er gibt mit Creed 3 sein Regiedebüt. So sehr ich Fan vom ersten wie auch mit Abstrichen vom zweiten Film und von Jordan bin, habe ich mit einer gewissen Skepsis auf den dritten Teil gewartet. Hat man wirklich noch etwas Neues im Boxdrama-Genre und vor allem auch im Rocky-Franchise zu erzählen, was nicht bereits in den anderen acht Filmen behandelt wurde?

In Creed 3 zieht sich Adonis aus dem Boxring zurück und kümmert sich um das Boxstudio in Los Angeles und verbringt Zeit mit seiner Frau Bianca und seiner Tochter Amara. Eines Tages taucht mit Damien (Jonathan Majors) ein Weggefährte aus Adonis' problematischer Jugend vor dem Studio auf. Er saß 18 Jahre in Haft und möchte nun ebenfalls Karriere als Boxer machen. Adonis möchte seinen alten Freund dabei unterstützen und muss schnell feststellen, dass Damien sämtliche Mittel recht sind, um an die Spitze zukommen.

Dass der Film mit Michael B. Jordan und Jonathan Majors im Boxring enden wird, weiß man bereits seit der Veröffentlichung des Trailers. Die große Frage war für mich, wie zufriedenstellend wird der Weg bis zum finalen Boxkampf sein. Adonis als Familienvater und Businessmann zu sehen, fand ich sehr interessant. Damien ist hier der Underdog wie es einst Rocky war, während Adonis die Champion-Rolle seines Vaters Apollo einnimmt. Diese Dynamik bringt viel Potenzial mit sich, welches leider nicht genutzt wird. Man hätte die wieder erweckte Freundschaft zwischen den beiden und den Aufstieg von Damien langsam aufbauen sollen, damit das Auseinanderbrechen der beiden wie auch der finale Kampf einen viel größeren, vor allem emotionalen Punch gehabt hätte. So ist alles viel zu schnell und stellenweise unnachvollziehbar abgehandelt.

Rein inszenatorisch entwickelt sich Creed 3 ebenfalls fast in allen Belangen zurück. Die Boxszenen wirken filmisch deutlich schwächer wie in den Vorgängern. Die Entrances geben auch nicht viel her. Mit Stilmitteln wie Slow-Mos erinnert das Kampfgeschehen schon teilweise an Guy Ritchie's Sherlock Holmes, was mich leider gar nicht abgeholt hat. Ryan Coogler und Steven Caple Jr. haben da deutlich bessere Fights abgeliefert. Beim Score ist Ludwig Göransson dieses Mal nicht dabei und das macht sich deutlich bemerkbar, denn hängen bleibt bei Joseph Shirley nichts. Auch der von Dreamville produzierte Soundtrack mit Hip Hop Größen wie J. Cole war mir viel zu beliebig.

Dass Rocky nur einmal namentlich erwähnt wird und man keine Ahnung hat, was aus ihm geworden ist, hinterlässt ein unbefriedigendes Gefühl. Durch das Fehlen der Mentor-Schüler-Beziehung kann sich immerhin herauskristallisieren, dass Adonis als Hauptcharakter den Film sehr gut auf seinen trainierten Schultern tragen kann. Diesen Eindruck hatte ich aber auch in den ersten beiden Filmen schon. Michael B. Jordan sehe ich allgemein sehr gerne und Adonis ist vielschichtig genug, um ohne Rocky an seiner Seite zu funktionieren.

Jonathan Majors gibt schauspielerisch einen sehr guten Antagonisten, welcher leider unter dem durchwachsenen Drehbuch nur bedingt glänzen kann und gefühlt viel zu überqualifiziert für die eindimensionale Rolle ist. Zugegeben bietet Damien immerhin mehr Persönlichkeit wie Viktor Drago. Wirklich zufriedenstellend ist aber seine Rolle aufgrund von unglaubwürdiger und überhasteter Momente und Entwicklungen nicht. Mit einem Talent wie Majors es ist, hätte man deutlich mehr machen müssen.

Trotz meiner Skepsis habe ich mich sehr auf den Film gefreut und habe erwartet, dass er mir trotz der ganzen mittelmäßigen Stimmen gefallen wird. Als Fan geht man schließlich doch etwas wohlwollender mit neuen Beiträgen eines Franchises um. Michael B. Jordan macht es mir aber in seinem Regiedebüt schon sehr schwer. Wenn du in jeder Hinsicht weniger oder schwächer ablieferst wie deine Vorgänger, braucht es dich nicht wundern, wenn dein Film nicht so gut angenommen wird. Ansich hätte ein ausgefeilteres Drehbuch schon einiges bewirken können. Aber leider wirken einige Handlungsverläufe viel zu übereilt und unlogisch, so dass sich der Film am Ende einfach nicht rund anfühlt.

Ein vierter Teil soll wohl noch geplant sein und ich kann nur hoffen, dass sich Michael B. Jordan mehr in das Projekt reinhängen oder den Regieposten wieder an jemand anders abgeben wird. Das hier gebotene Level hat diese einst so großartige Spin-Off Reihe nicht verdient. Creed 3 unterstreicht nur meinen Gedanken, mit dem ich die Review begonnen habe: Man hätte nach dem Ende von Teil 2 das Kapitel "Adonis Creed" beenden sollen. Ich gebe Creed 3 3 Punkte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 0
bewertet am 18.06.25 um 12:03
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Eigentlich hat mich Wicked nicht interessiert. Da das Fantasy-Musical aber bei den Oscars einige Nominierungen abgesahnt hat und auch noch in dieser Woche seinen Heimkino-Release gefeiert hat, habe ich dies als Anlass genommen mir den Film doch mal anzuschauen. Dazu sei gesagt, dass ich weder Musicals mag, noch großes Interesse an familienfreundlichen Märchen habe. Also bin ich sehr voreingenommen in den Film gestartet. Es hat auch nicht lange gedauert, bis mich der Gesang bereits genervt hat. Nach einer halben Stunde schaue ich dann das erste Mal auf die vergangene Laufzeit und leider zogen sich die 160 Minuten für mich ziemlich in die Länge.

Die Songs haben trotz guter Performance nicht viel mit mir gemacht und sind nicht hängen geblieben. Die Leistungen von Ariana Grande und Cynthia Erivo sind aber sehr gut, wobei mir vor allem Erivo's Elphaba zusagte. Glinda kommt nicht immer so sympathisch rüber, was aber natürlich dem Drehbuch und nicht Ariana Grande's Leistung geschuldet ist.

Trotz vieler gebauter Sets wirkt die fantasievolle Welt unnatürlich, was einem spätestens bei den sprechenden CGI-Tieren bewusst wird. Mein Interesse an der Geschichte hielt sich leider wie erwarten sehr in Grenzen. Ich hätte für den Erzählstoff jedenfalls keine zweieinhalb Stunden gebraucht, da hier immerhin nur die erste Hälfte der Geschichte erzählt wird.

Ich kann durchaus verstehen, dass man als Musical- und Märchen-Fan vollends glücklich mit Wicked ist. Bei mir hatte er es von Anfang an schwer und dafür finde ich ihn dann doch noch ganz in Ordnung. Part 2 werde ich mir auch anschauen. Ob ich dafür ins Kino gehen werde, glaube ich aktuell aber eher nicht. Ich gebe Wicked 3 Punkte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 0
bewertet am 01.03.25 um 21:26
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Nach dem ersten Kinobesuch war ich nicht ganz zufrieden mit Dune Part 2. Ich fand den Film sehr gut, aber den Lobeshymnen, welche ihn in den Sequel-Olymp von The Dark Knight und Empire Strikes Back hoben, wurde er meiner Ansicht nach nicht gerecht. Er konnte für mich nicht mal an den ersten Teil heranreichen, obwohl dieser doch nur den Weg für die selbst vom Regisseur Denis Villeneuve groß angepriesene Fortsetzung ebnen sollte.
Da damals beim ersten Teil auch erst nach einem Rewatch die erhoffte Begeisterung eintrat, wollte ich hier kein zu vorschnelles Urteil fällen. Bei Dune Part 2 hatte ich im Vorfeld bereits so hohe Erwartungen, dass sie (gerade beim ersten Mal) nur schwer erfüllt werden konnten. Denis Villeneuve ist einer meiner Lieblingsregisseure und seine beiden letzten Filme, Blade Runner 2049 und Dune Part 1 waren meine jeweiligen Lieblingsfilme in ihrem Erscheinungsjahr. Kein Wunder also, dass Dune Part 2 für mich einer der meist erwarteten Filme der letzten Jahre gewesen ist. Beim zweiten Kinobesuch wusste ich, was mich erwartet und ich konnte den Film in vollen Zügen genießen. Mit dieser Review habe ich aber doch bis zur ersten Sichtung im Heimkino gewartet, welche ich mir bewusst für den letzten Tag des Jahres aufgespart habe.

Part 2 führt nahtlos die Handlung vom Vorgänger fort und legt direkt mit einer bombastischen Szene los. Bombast ist ein Wort, welches Part 2 generell gut umschreibt. Trotz vieler Ruhephasen in der ersten Hälfte, bietet Villeneuve große Action-Setpieces, welche den ersten Film in dieser Hinsicht in den Schatten eines Shai-Huluds stellen. Greig Fraser liefert dabei Bilder für die Ewigkeit, während Hans Zimmer die Zuschauer*innen mit seinem epischen Soundtrack durch die Wüste peitscht. Größtenteils wurde wieder in Jordanien gedreht, was sich visuell komplett auszahlt. Dass der Film trotzdem um einiges günstiger als viele andere aktuelle Blockbuster war, welche nicht einmal halb so gut aussehen, mag man kaum glauben.

Der wiederkehrende Cast legt fast in allen großen Rollen eine Schippe drauf was die Leistungen betrifft. Als Protagonist fällt einem natürlich direkt Timothée Chalamet als Paul Atreidis ein, welcher hier eine bisherige Bestleistung seiner Karriere abliefert. Aber auch Chani spielt nun eine tragendere Rolle, wodurch Zendaya viel mehr von ihrem Können, auch viel auf nonverbaler Ebene, zeigen kann. Javier Bardem als Stilgar ist ebenfalls eines meiner Highlights. Trotz oder gerade wegen des Comic Relief, was sehr unerwartet kam, ist er eine meiner Lieblingsfiguren im Film. Rebecca Ferguson liefert eine wortwörtlich beängstigend gute Performance ab.

Um nicht nur in Lobeshymnen über den Lisan Al Gaib und seine Jünger zu verfallen, möchte ich auch lobende Worte über die Gegenspieler verlieren. Damit meine ich vor allem Neuzugang Austin Butler als Feyd-Rautha Harkonnen, welcher mit einer außerordentlichen Präsenz aufwartet. Schade, dass er nicht schon früher in die Handlung eingebunden wurde, denn er kommt mir hier zu kurz und hinterlässt nicht die Gewichtung, die er verdient hätte. Christopher Walken als Imperator hat mir gut gefallen, auch wenn er ebenfalls nur einen kleineren Auftritt in der Handlung bekommt. Seine Tochter Irulan wird fantastisch von Florence Pugh in ihren wenigen Szenen verkörpert.

Part 2 lässt die Geschichte deutlich mehr in die religiöse Richtung abdriften, wo die im Vorgänger bereits eingeführte Auserwählten-Sage noch weiter auf die Spitze getrieben wird. Es wird zudem noch viel in Fremen-Sprache gesprochen, wodurch große Teile auch mit Untertiteln erzählt werden. Für einen Mainstream-Studio-Produktion wird hier dem Gelegenheitsschauer viel zugemutet. Das ist definitiv weniger zugänglich wie ein Herr der Ringe.

Um mal etwas Kritik loszuwerden, ist mir auch beim dritten Mal aufgefallen, dass mir das Finale etwas schnell eingeleitet wird. Die Ereignisse überstürzen sich auf einmal und wenn man bedenkt, wie viel Zeit sich in der ersten Hälfte genommen wurde, wirkt das ein wenig gehetzt. Auch wenn das der Final Cut ist, hätte der Film im letzten Viertel bestimmt von der einen oder anderen weiteren Szene profitiert. In der Summe bin ich (abseits von dem Einschub mit Gurney's Rache in der Nacht) vollends mit dem Finale zufrieden.

Villeneuve zeigt erneut, dass er anspruchsvolles Kino zu bieten hat. Er verbindet Blockbuster-Unterhaltung mit Kunst auf einem Level, wie es nur wenige schaffen.
Daher ist Dune Part 2 auch für mich trotz kleinerer Kritikpunkte eines der besten Sequels aller Zeiten und reiht sich somit neben Villeneuve's Blade Runner 2049 ein. Ich hoffe sehr, dass der dritte Teil kein Dark Knight Rises wird und die Trilogie, so rund es nur möglich ist, abschließt. Das ist einfach übergroßes Kino, wie wir es in den letzten Jahren nur selten zu sehen bekommen haben. Mein Film des Jahres 2024.
Ich gebe Dune Part 2 4,5 Punkte.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass es mich sehr freut, dass man mal wieder eine Referenz-UHD spendiert bekommt, wo der Mehrpreis sich auch wirklich lohnt und das Bild perfekt ist. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 0
bewertet am 31.12.24 um 22:41
/image/movie/speak-no-evil-2024-de_klein.jpg
Ein auf den ersten Blick solides Remake, dem es aber deutlich an Subtilität mangelt. Wenn man sich nämlich im dänischen Original schon gefragt hat, warum die Familie sich nicht einfach aus dem Staub macht, ist dies hier nochmal deutlich unlogischer und fragwürdiger. Dafür ist das Verhalten von Gastgeber James McAvoy zu offensichtlich und drüber.
Das hat mich vor allem in der ersten Hälfte gestört. Danach wurde es etwas besser. Das Finale ist dann ein deutlicher Gegensatz zum Ende des Originals und nimmt den Easy Way Out.
Insgesamt ist Speak No Evil also nicht nur wegen der kurzen Release-Zeitspanne ein unnötiges Remake, sondern macht viele Punkte deutlich schwächer wie die Vorlage. Immerhin hat man James McAvoys Performance, welche wie erwartet ordentlich Laune macht. Ich gebe Speak No Evil 2,5 Punkte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 0
bewertet am 21.12.24 um 23:51
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Western waren bisher nie wirklich mein Genre, auch wenn ich mittlerweile den einen oder anderen lieben gelernt habe. Auch wenn die Wertungen bei Horizon durchwachsen sind, war ich irgendwie neugierig, wofür Kevin Costner erneut sowohl in den Regiestuhl wie auch zeitgleich vor die Kamera getreten ist und sogar satte 38 Millionen Dollar (!) aus seinem eigenen Vermögen in die Produktion gesteckt hat.

Der Aufwand und die Breite in Cast und Inhalt sind jedenfalls beachtlich. Leider ist der Film in seinen drei Stunden aber wahnsinnig zäh und obwohl was passiert, bleibt es nicht wirklich hängen oder erreicht mich auf emotionaler Ebene. Es werden dabei mehrere Handlungsstränge aufgemacht, welche größtenteils separat verlaufen. Die Story fühlt sich somit nur wie ein großer Aufbau an für die drei Fortsetzungen, welche da noch anstehen.

Es mag durchaus sein, dass erst nach dem Gesamtwerk oder zumindest der ersten Fortsetzung klar wird, dass es diesen langsamen, ersten Teil gebraucht hatte. Nach aktuellem Stand bleibe ich aber ernüchtert zurück und habe kein großes Verlangen die Geschichte weiterzuverfolgen. Ich gebe Horizon 2,5 Punkte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 0
bewertet am 08.12.24 um 21:04
/image/movie/longlegs-2024-de_klein.jpg
Longlegs hat mich bereits zum Kino-Release schon sehr interessiert, was nicht nur an der Besetzung von Nicolas Cage lag. Der Trailer und die Bilder sahen sehr düster aus. Ich habe ihn daher ausgelassen, bis er nun im Heimkino veröffentlicht wurde. Ein Kinobesuch hätte wahrscheinlich auch deutliche Spuren an meinem zarten Gemüt hinterlassen, denn die Atmosphäre ist hier sehr intensiv und hätte mich im Saal vermutlich zerstört, denn selbst Zuhause habe ich mich sehr unwohl gefühlt. Hut ab, was Osgood Perkins und sein Team hier abgeliefert haben. Die Inszenierung ist top notch.

Inhaltlich sieht es dann doch etwas anders aus und ich kann die gemischten Meinungen sehr gut verstehen. Die Ermittlungen und die Ungewissheit sorgten dafür, dass ich bis zum Ende gespannt zugeschaut habe. Mir waren allerdings manche Plot Holes zu schwerwiegend und die Motive des Killers etwas zu schwammig. Desweiteren hat mir seine Vorgehensweise, welche im Laufe der Zeit, deutlicher wird, nicht sehr gut gefallen. Das ist zwar creepy, aber gemessen an der Präsentation wird es dem Ganzen nicht gerecht. Und er bringt damit eine übernatürliche Komponente rein, welche der Film nicht gebraucht hätte.

Maika Monroe und Nicolas Cage fand ich beide stark. Cage wird nur gezielt eingesetzt, kann aber abgesehen von der Autoszene durchweg überzeugen. Der restliche Cast hat mir auch gut gefallen.

Insgesamt ist Longlegs ein solider Film, welcher atmosphärisch gesehen zu den Stärksten zählt, welche ich dieses Jahr bisher gesehen habe. Mit dem Verlauf der Story bin ich nicht so ganz zufrieden. Er fängt stark an, aber baut für mich im Verlauf zu sehr ab. Trotzdem bleibt er eine intensive Erfahrung mit guten Darstellern und das reicht manchen vielleicht schon aus. Ich gebe Longlegs 3 Punkte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 0
bewertet am 23.11.24 um 21:31
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Ich habe mich auf Trap gefreut, weil ich Josh Hartnett sehr gerne sehe und man ihn hier endlich mal wieder in einer Hauptrolle zu sehen bekommt. Dass er einen Killer spielt, welcher mit seiner Tochter auf ein Konzert geht, welches als Falle für ihn ausgelegt ist, klang dann noch zusätzlich sehr interessant. Leider reiht sich auch Trap in die schwächeren Werke von Shyamalan ein.

Die erste Hälfte ist noch recht unterhaltsam, wobei es auch hier viele Logiklöcher gibt, welche der Film auch zum Teil mit Humor nimmt. Die Tochter (Ariel Donoghue) ist leider nervig und ihre halbe Präsenz besteht aus "Oh my God"-Rufen. Josh Hartnett hingegen ist gemessen an dem Material, was ihm das Drehbuch hergibt, stark. Je mehr Laufzeit verstreicht, desto mehr rückt auch die Sängerin Lady Raven, welche von Shyamalan's Tochter Saleka gespielt wird, in den Vordergrund. Saleka ist im echten Leben auch Sängerin und soll hier scheinbar noch mehr gepusht werden, um auch in der Filmwelt Fuß zu fassen.

Leider zerfällt Trap mit zunehmender Laufzeit immer mehr und das Konzert-Setting fühlt sich im Nachhinein wie ein Lockmittel an, welchem die zweite Hälfte nicht das Wasser reichen kann. Dass ein Film von Shyamalan mal nichts taugt, ist keine neue Erfahrung für mich. Einen wirklich gut aufspielenden Josh Hartnett aber unter so einem schwachen Drehbuch zu verheizen, ist schon sehr enttäuschend. Ich gebe Trap 2 Punkte. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 0
bewertet am 09.11.24 um 11:08
/image/movie/twisters-2024-de_klein.jpg
Der originale Twister hatte mich bisher nicht im geringsten interessiert. Durch den anstehenden Release von Twisters, welcher mich hauptsächlich durch seinen Cast auf sich aufmerksam machen konnte, wollte ich doch mal in Jan de Bont's Tornado-Film reinschauen und musste feststellen, dass der Film absolut klar geht. Es war kein besonders guter Film, aber gemessen an der Thematik fand ich ihn unterhaltsam, was vor allem an den Figuren lag.

Twisters funktioniert inhaltlich losgelöst von seinem Vorgänger, wodurch dieser keine Pflicht im Vorfeld ist. Ich muss aber sagen, dass ich diesen Film absolut nicht gebraucht habe. Er sieht zwar ganz gut aus und hat zeitgemäße Effekte, aber das war es auch schon. Die Story hat mich komplett kalt gelassen wie auch die Figuren, was für einen Katastrophenfilm über Tornado-Jäger ein ziemlicher Todesstoß ist.

Daisy Edgar-Jones ist für mich eine Fehlbesetzung, während ich Glen Powell und Anthony Ramos ganz in Ordnung fand. Schablonenhaft bleiben die Figuren trotzdem alle und es bleibt nichts hängen. So muss ich sagen, dass Twisters ein unfassbar belangloses Sequel ist, welches nur Tropes aus dem Vorgänger kopiert und keinen interessanten, neuen Ansatz liefert.
Vielen scheint das auszureichen. Für mich ist das leider komplett vergessenswerte Blockbuster-Kost. Ich gebe Twisters 2 Punkte. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 0
bewertet am 07.11.24 um 21:49
/image/movie/ghostbusters-frozen-empire-neu_klein.jpg
Frozen Empire kann durch den Cast noch einen Hauch des Charmes von Legacy einfangen. Die große Schwäche ist aber die Story, welche nur eine Mischung aus halbgaren Subplots ist. Das Ganze mündet in einem kurzen Bosskampf, welcher aber keinen wirklichen Eindruck hinterlässt. Dafür ist der Weg und der Bild Up dahin zu uninteressant. Die ständige Präsenz der OG-Ghostbusters nimmt der ganzen Sache die Magie, welche ihren Auftritt im Vorgänger ausgestrahlt haben. Patton Oswalt hätte man sich komplett sparen können. Kumail Nanjiani sorgt immerhin noch für den einen oder anderen guten Gag. Der Hauptcast kann durch das schwache Drehbuch nur bedingt glänzen.
Legacy war der Beweis, dass ältere Franchises auf charmante Art und Weise wiederbelebt werden können. Frozen Empire schafft es leider nicht in diese Fußstapfen zu treten.
Ich gebe Ghostbusters: Frozen Empire 2,5 Punkte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 0
bewertet am 03.08.24 um 10:02

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