"John Woo's" Reviews - #22 - Storm Riders

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21. Dezember 2017

 

"John Woo's" Reviews - #22 - Storm Riders Reihe

 

The Storm Riders ( Andrew Lau / 1998 )

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Storm Riders ist eine Manhua-Verfilmung aus dem Jahr 1998 unter der Regie von Andrew Lau. Neben einem Sequel, welches im Jahr 2009 erschien, gibt es noch einen Anime-Film und zwei Serienadaptionen des Stoffes.

Erzählt wird die Geschichte des mächtigen Lord Conquer, dessen Ziel es ist, eines Tages die ganze Welt zu beherrschen, doch eine Prophezeiung besagt, dass die vereinten Kräfte zweier Krieger namens Wind und Cloud ihn stürzen werden. Conquer setzt seine besten Krieger darauf an, die beiden zu finden und schon im frühesten Kindesalter nimmt er Wind und Cloud in seine Obhut und bildet sie aus. Heimlich treibt er einen Keil zwischen die beiden, wohlwissend, dass sich so die besagte Prophezeiung niemals erfüllen könne. Als sich beide dann noch in Conquer's Tochter Charity verlieben, entbrennt ein erbarmungsloser Streit zwischen ihnen und so scheint Conquer's Ziel zum greifen nah.

Ich kenne die Comicvorlage zwar nicht aber meiner Meinung nach ist diese Filmische Umsetzung eher mäßig. Man hat zwar wirklich eine Reihe guter Darsteller verpflichten können aber der Rest überzeugt nicht so ganz. Die Effekte sind ein großes Manko in dem Film, denn die CGI sehen grottenschlecht aus, ebenso die auffälligen Greenscreens. Der Score passte in meinen Augen bzw. Ohren nicht wirklich. Die Fights sind sehr Fantasylastig und beinhalten entsprechend sehr viele dürftige Effekte, zudem wird das Wire-Fu hier doch ein wenig übertrieben. An sich gibt es ein gesundes Maß an Action, so dass man in dieser Hinsicht nicht allzu viel Leerlauf hat.

Mit Ekin Cheng und Aaron Kwok sind zwei der bekanntesten Hong Kong Stars der jüngeren Garde ( in Anbetracht der Entstehungszeit des Filmes natürlich ) in den Hauptrollen vertreten. Als Bösewicht ist niemand geringeres als Japans Actionstar Nr. 1 Sonny Chiba zu sehen, was den Film per se schon aufwertet in meinen Augen. Chiba war übrigens auch in der ersten der 2 Serienadaptionen zu sehen.

Ansonsten sind zahlreiche weitere bekannte Gesichter mit von der Partie, wie Yu Rongguang am Anfang in einer kleinen Nebenrolle ( zeigt aber leider keine Action ), Roy Cheung als Shaolin Mönch ( was irgendwie nicht so passte ), Anthony Wong, Elvis Tsui, die süße Shu Qi in relativ jungen Jahren, Michael Tse, Alex Fong und Michael Tse. Kristy Yeung ist auch am Start und sieht wirklich hübsch aus, wie es sich für eine ehemalige Miss Asia gehört ;-).

Abschließend kann man sich den Film als Fan solcher Fantasystoffe ruhig 1 Mal ansehen, muss man aber nicht.

6,5 / 10

 

 

Storm Rider: Clash of Evil ( Dante Lam / 2008 )

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Der von Hong Kongs Actionspezialist Dante Lam inszenierte Anime "Storm Rider: Clash of Evil" erzählt eine weitere Geschichte um die beiden Kämpfer Wind und Cloud. Der Film ist eher als eine Art Spin Off zum 1998er Realfilm mit Aaron Kwok und Ekin Cheng zu sehen, dessen Sequel " Storm Warriors" nur 1 Jahr nach diesem Anime erschien.

Im Vorfeld kannte ich nur die beiden zuvor erwähnten Realverfilmungen. Wie würde das Ganze nun aber als Anime funktionieren bzw. würde es überhaupt funktionieren? Der Vorteil ist bei diesem Format schon mal, dass man Effekte und Action nach Belieben umsetzen kann, jedoch ist der hier verwendete Animationsstil nicht gerade der hochwertigste und sehr wechselhaft. Wirklich klasse Animationen wechseln sich mit in meinen Augen ziemlich schwachen Animationen ab, die leider in der Gesamtheit überwiegen. Der komplette Look hat mir nicht zugesagt und sah einfach billig aus. Vielleicht fällt es einem nicht so sehr auf, wenn man sonst keinen Bezug zu Anime hat aber das geht, wie gesagt, deutlich besser. Was aber wiederum gut gelöst würde, ist dass hier recht häufig ergänzende CGI zum Einsatz kommen, die sich gut einfügen in die Gesamtoptik und nicht wie ein Fremdkörper wirken. Das muss man den Produzenten zu Gute heißen. Wenn ich da an Ghost in the Shell 2.0 denke mit den völlig unpassenden CGI, die gar nicht zu den tollen Animationen passen wollten, hat man es hier schon besser gelöst.

Der Score tut sich nicht besonders hervor und bleibt recht dezent, da wäre mehr drin gewesen.

Action kommt hier nicht zu kurz und bietet immer wieder einige solide Kämpfe mit ordentlichem Härtegrad. Mein Kritikpunkt wäre leidglich, dass es mir etwas an Dynamik und Speed während der Fights gefehlt hat. Die Moves und Kreativität der "Choreographie" waren dennoch ganz ordentlich.

Für mich ordnet sich der Anime als schwächster der insgesamt 3 Filme ein. Da gefielen mir die beiden Realfilme ( besonders Teil 2 ) um einiges besser.

5,5 / 10

 

 

Storm Warriors ( Danny Pang & Oxide Pang / 2009 )

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2008, genau 10 Jahre nach der Mangaverfilmung "Stormriders" erschien Dante Lam's Animeversion des Stoffes und nur 1 Jahr später, also 11 Jahre nach Teil 1, kam mit Storm Warriors im Jahr 2009 ein richtiges Sequel an den Start. Beim Erstling führte Andrew Lau Regie, während bei diesem Sequel die Pang Brüder verantwortlich zeichneten.
Ekin Cheng und Aaron Kwok kehren in ihren Rollen als Wind und Cloud zurück. Unterstützt werden sie von u.a. Lam Suet, Kenny Wong, und Charlene Choi, die allerdings teilweise recht wenig Screentime haben. Kenny Ho ist als Meister Nameless zu sehen, der Cloud trainiert.

Als Gegenspieler Lord Godless ist Simon Yam an Bord, dessen Sohn Heart wird von Nicholas Tse gespielt. Die Figur des Lord Godless nimmt zwar eine zentrale Rolle in der Haupthandlung ein, rückt jedoch für das Finale stark in den Hintergrund und wird relativ schnell besiegt. Der eigentliche Hauptkonflikt spielt sich im Anschluss nämlich zwischen Wind und Cloud selbst ab, denn dort gilt es zu verhindern, dass Wind endgültig der Macht des Bösen verfällt, welche sich durch seine neu erlernten Kampftechniken in ihm breit macht und so entbrennt ein Kampf ungeahnten Ausmaßes zwischen den beiden Kriegern.

Gerade technisch machen sich die 11 Jahre doch sehr positiv bemerkbar, denn Storm Warriors bietet wirklich ordentliche CGI, welche weitaus besser aussehen als die des Vorgängers, wo zudem auch noch mit den recht miesen Effekten zu sehr übertrieben wurde. Insgesamt kommt der Film sowohl von der Optik als auch von der Atmosphäre her deutlich düsterer rüber als Teil 1, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Großartig Story sollte man allerdings nicht erwarten, denn diese ist sehr einfach gestrickt und man konzentriert sich mehr auf optische Schauwerte und schön inszenierte Action. Die Optik während der Schlachten und Fights erinnert zudem stark an die aus 300 und weiß auch hier sehr zu gefallen, sieht sogar noch einen Tick besser aus.
Die Fights sind ordentlich choreographiert und weitaus bodenständiger als im Vorgänger, wo die Wire-Fu Einlagen nicht immer gut aussahen und auch zu häufig eingesetzt wurden. Trotzdem ist natürlich auch hier Wire im Einsatz und reichlich Greenscreen aber wie gesagt, sehen die Special Effects hier deutlich besser aus.Während der Kämpfe runden einige schöne Slow-Mos die Optik gut ab. Die letzten gut 40 Minuten sind fast nonstop Action.

Insgesamt der beste Teil der Reihe.

8 / 10

 

 

Gruß

"John Woo"

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geschrieben am 21.12.2017 um 21:55
#2
Ja, die Effekte waren damals schon nicht top und sind entsprechend schlecht gealtert. Hatte den damals als der relativ neu war 1 x gesehen und etwas besser in Erinnerung. Irgendwie hat der trotzdem nen trashigen Charme und man kann ihn sich mal angucken, allein schon wegen Sonny Chiba ;-).
geschrieben am 21.12.2017 um 21:33
#1
Den Animie fand ich cool. Den ersten Film aufgtund der miesen effekte eher schwach. Aber teil mochte ich auch

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