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Boxenstopp - Macbeth
Heute habe ich mich mal an eines der für ich interessanteren Stücke des Schriftstellers gewagt:
Macbeth (2015)

(bluray-disc.de)
Durch die Prophezeiungen einiger rätselhaften Frauen sowie seiner ehrgeitigen Ehefrau angestachelt, lässt sich der Edelmann und Kriegsheld Macbeth zu einer Tat hinreißen, die nicht nur ihn, sondern ganz Schottland ins Verderben zu stürzen droht.

Ich bin eigentlich kein großer Freund von Shakespeare-Verfilmungen.
Wer als Regisseur intellektuell gelten möchte, verfilmt einfach ein Werk des Meisters.
Man braucht ja bloß ordentliche Bilder abliefern, die geschwollenen Dialoge werden einfach übernommen, egal ob sie für eine Filmadaption taugen oder nicht.

In diesem Fall ist es ähnlich:
Zuerst wird man wie so oft bei solchen Filmen in eine Schlacht hineingestoßen.
Dabei wechseln sich normale Geschwindigkeit und Zeitlupentempo immer wieder mal ab, was einen etwas irritierenden Eindruck hinterlässt.

Wärend die Bildersprache des Regisseurs Justin Kurzel (Assassin's Creed) wirklich faszinierend und einprägsam ist, hapert es an den Dialogen.
Gerade zu Beginn, wenn der Einstieg in die Handlung erfolgt fällt es schwer dem Geschehen zu folgen.
Zum Glück kannte ich die Geschichte bereits, hatte ich doch erst das der Edition beiliegende Recklam-Heft gelesen.
Im Mittelteil, wenn die Handlung vor sich hindümpelt, weil man die Zerrissenheit und den beginnden Wahnsinn zeigt, fällt es dann nicht mehr ganz so auf. Hier kommen dann halt auch wieder die optischen Eindrücke besser zur Geltung.
Das Ende hingegen hat mir dann aus mehreren Gründen wieder sehr missfallen:
1. Das Schicksal der Lady Macbeth, ihre Schuldgefühle, die schlafwandlerischen Ausflüge sowie ihr Ende wurden recht kurz und teilweise unklar angerissen.

2. Die Erfüllung der vorletzten Prophezeiung wurde erheblich abgeändert. Vermutlich aus Gründen der Glaubwürdigkeit oder Realisierbarkeit. Das wäre ja nicht allzu schlimm, wenn nicht gegen das allgemeine Verhalten von Macbeth sprechen würde. Das gerade er absichtlich für die Erfüllung sorgt, passt trotz geistiger Umnachtung einfach nicht.
3. Die allerletzte Prophezeiung wird in einer so unglücklichen Situation offenbart, dass der draus resultierende Richtungswechsel einfach nur gekünstelt rüberkommt.
Da hätte ich mir eher etwas in der Art von "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" gewünscht.
Neben Michael Fassbender, der wirklich eine grandiose Leistung abliefert, agieren noch Marion Cottillard, Sean Harris und Dawid Thewlis, die jedoch allesamt hinter ihren Möglichkeiten bleiben.

(Bilder: Thalia.de)
Insgesamt ist der Film gerade durch seine Optik doch recht sehenswert.
Wobei man sich auch eher "Braveheart" ansehen kannt.
In diesem Sinne:
Tod ist eine Tür, Zeit ist ein Fenster!
Macbeth (2015)

(bluray-disc.de)
Durch die Prophezeiungen einiger rätselhaften Frauen sowie seiner ehrgeitigen Ehefrau angestachelt, lässt sich der Edelmann und Kriegsheld Macbeth zu einer Tat hinreißen, die nicht nur ihn, sondern ganz Schottland ins Verderben zu stürzen droht.

Ich bin eigentlich kein großer Freund von Shakespeare-Verfilmungen.
Wer als Regisseur intellektuell gelten möchte, verfilmt einfach ein Werk des Meisters.
Man braucht ja bloß ordentliche Bilder abliefern, die geschwollenen Dialoge werden einfach übernommen, egal ob sie für eine Filmadaption taugen oder nicht.

In diesem Fall ist es ähnlich:
Zuerst wird man wie so oft bei solchen Filmen in eine Schlacht hineingestoßen.
Dabei wechseln sich normale Geschwindigkeit und Zeitlupentempo immer wieder mal ab, was einen etwas irritierenden Eindruck hinterlässt.

Wärend die Bildersprache des Regisseurs Justin Kurzel (Assassin's Creed) wirklich faszinierend und einprägsam ist, hapert es an den Dialogen.
Gerade zu Beginn, wenn der Einstieg in die Handlung erfolgt fällt es schwer dem Geschehen zu folgen.
Zum Glück kannte ich die Geschichte bereits, hatte ich doch erst das der Edition beiliegende Recklam-Heft gelesen.
Im Mittelteil, wenn die Handlung vor sich hindümpelt, weil man die Zerrissenheit und den beginnden Wahnsinn zeigt, fällt es dann nicht mehr ganz so auf. Hier kommen dann halt auch wieder die optischen Eindrücke besser zur Geltung.
Das Ende hingegen hat mir dann aus mehreren Gründen wieder sehr missfallen:
1. Das Schicksal der Lady Macbeth, ihre Schuldgefühle, die schlafwandlerischen Ausflüge sowie ihr Ende wurden recht kurz und teilweise unklar angerissen.

2. Die Erfüllung der vorletzten Prophezeiung wurde erheblich abgeändert. Vermutlich aus Gründen der Glaubwürdigkeit oder Realisierbarkeit. Das wäre ja nicht allzu schlimm, wenn nicht gegen das allgemeine Verhalten von Macbeth sprechen würde. Das gerade er absichtlich für die Erfüllung sorgt, passt trotz geistiger Umnachtung einfach nicht.
3. Die allerletzte Prophezeiung wird in einer so unglücklichen Situation offenbart, dass der draus resultierende Richtungswechsel einfach nur gekünstelt rüberkommt.
Da hätte ich mir eher etwas in der Art von "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" gewünscht.
Neben Michael Fassbender, der wirklich eine grandiose Leistung abliefert, agieren noch Marion Cottillard, Sean Harris und Dawid Thewlis, die jedoch allesamt hinter ihren Möglichkeiten bleiben.

(Bilder: Thalia.de)
Insgesamt ist der Film gerade durch seine Optik doch recht sehenswert.
Wobei man sich auch eher "Braveheart" ansehen kannt.
In diesem Sinne:
Tod ist eine Tür, Zeit ist ein Fenster!
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