Kino-Rezension zu J.J. Abrams' "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers"

 
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23.12.2019
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Unser Rezensent Jörn Pomplitz konnte nicht auf den Blu-ray Release von „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (USA 2019) warten, der voraussichtlich im April 2020 im Vertrieb von Walt Disney Studios Home Entertainment erfolgen wird. Nach seinem Kinobesuch stand sofort fest, dass eine Rezension des finalen Teils der Skywalker-Saga her muss. Abseits unserer Reviews zu aktuellen Veröffentlichungen auf Blu-ray, Blu-ray 3D und Ultra HD Blu-ray möchten wir Ihnen daher an dieser Stelle Jörns ausführliche Kino-Rezension zu „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ zur Verfügung stellen. Selbstverständlich werden wir Ihnen zu gegebener Zeit auch noch Rezensionen inklusive Beurteilung der technischen Umsetzung auf Blu-ray, Blu-ray 3D und Ultra HD Blu-ray nachreichen. Bis dahin können Sie sich hier bereits vorab ein Bild von J.J. Abrams' Werk machen. (pf)
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Kino-Rezension von Jörn Pomplitz: Als 1977 das erste Mal eine gelbe Laufschrift über die Kinoleinwand flimmerte, konnte mit Sicherheit noch niemand ahnen, dass hier die Geburtsstunde eines Franchise eingeleitet wird, welches über die nächsten vier Jahrzehnte Filmfans auf der ganzen Welt über mehrere Generationen begleiten sollte und über die Zeit zu einem Multi-Millionen Dollar Imperium heranwachsen würde. Aus fast keinem Haushalt sind inzwischen Spielzeuge, Deko-Artikel oder Bekleidungsstücke mit Star Wars Bezug wegzudenken. Mit Episode IX soll nun das Kapitel der Skywalker-Saga abgeschlossen werden. Nachdem Regisseur J.J. Abrams schon den Auftakt der Sequel-Trilogie auf die große Leinwand brachte, Rian Johnson danach mit Episode VIII mehr Fragen aufwarf, als Antworten zu liefern, ist es nun erneut an Abrams, einen würdigen Abschluss um Luke & Lea, Rey & Kylo, aber auch all die anderen, über die Jahre mehr oder weniger lieb gewonnenen Figuren zu bringen. Ob ihm dies gelungen ist, soll das nachfolgende Kino-Review klären.
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Der Widerstand erhält durch einen Informanten innerhalb der ersten Ordnung den Hinweis, dass hinter all den Machenschaften niemand geringeres als Imperator Palpatine (I. McDiarmid) steckt. Zusammen mit Poe (O. Isaac), Fin (J. Boyega) und Chewbacca (J. Suotamo) beschließt Rey (D. Ridley), sich auf die Suche nach dem Imperator zu machen, um die Galaxis ein für alle Male aus der Hand des Tyrannen zu befreien. Dazu müssen sie zunächst einigen Spuren von Luke Skywalker (M. Hamill) folgen, der seinerzeit schon Informationen zum Verbleib des Imperators gesammelt hat. Aber auch Kylo Ren (A. Driver) möchte den Imperator zu Fall bringen, um an seiner Stelle der oberste Machthaber zu werden. Er hängt sich an Reys Versen und folgt ihr quer durch die Galaxis. Auf dem abgelegenen Planeten Exegol soll es dann zum Aufeinandertreffen von Widerstand und Erster Ordnung kommen, welches das Schicksal aller entscheiden wird.
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Nach der kontrovers aufgenommenen Episode VIII, welche einen Großteil der Star Wars Fans sehr unbefriedigt zurückließ, übernahm erneut J.J. Abrams den Posten auf dem Regiestuhl, um die Geschichte der Skywalkers zu Ende zu bringen. Eine mehr als schwere Aufgabe, konnte doch auch sein Trilgie-Auftakt seinerzeit zwar mit viel Fan-Service dienen, kam aber auch mit vielen fragwürdigen Entscheidungen einher. Viele Kritiker warfen der siebten Episode vor, ein Aufguss schon zuvor gezeigter Star Wars Momente zu sein. Genau dies, so viel soll vorab schon einmal verraten werden, wird auch im abschließenden Teil der Fall sein. Denn mehr als ein Mal überkommt einen beim Anschauen des Films ein Deja-vu Gefühl, vieles schon in ähnlicher Form in den vorherigen Teilen gesehen zu haben. Hier stand einmal mehr die Ur-Trilgie für viele Szenen Pate, doch ob man dies nun als einfallslos, oder als Hommage und erneuten Fan-Service bezeichnet, bleibt jedem selbst überlassen. Mit der Fan-Brille auf der Nase sind diese Momente jedenfalls wieder sehr gut gelungen und lassen das Star Wars Feeling hinter fast jeder Ecke aufblitzen. Sicherlich, wie schon in den anderen Filmen führt einen die Reise der Helden und Schurken über die unterschiedlichsten Planeten, die größtenteils wieder dem klassischen Design entsprechen. Natürlich besucht man auch wieder bekannte Orte, oder eben neue Plätze auf bekannten Planeten. Von Wäldern, über die Wüste bis hin zur stürmischen See ist somit wieder Abwechslung geboten. Treu bleibt man sich auch beim Design der Raumschiffe und Kostüme, die einmal mehr an die Episoden IV – VI angelegt sind.
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Zur Riege der Schauspieler, die neben Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac und John Boyega auch wieder aus Domhnall Gleeson, Lupita Nyong’o, Kelly Marie Tran und Anthony Daniels sowie Joonas Suotama besteht, gibt es auch wieder einige Auftritte beliebter Figuren, auf die des Überraschungsmomentes wegen aber nicht näher eingegangen werden soll. So richtig neue Ausrichtungen sollte hier aber niemand erwarten, denn die meisten Figuren bleiben doch ihren bisherigen Charakterzügen treu. Schön ist aber auf jeden Fall, dass man endlich wieder als Gruppe agiert und jede Figur in etwa gleichviel Screen-Time hat. Dies war ja eines der Probleme in der vorangegangenen Episode, in der das Team auseinandergerissen wurde und vor allen Fin und die neueingeführte Rose einem für viele völlig überflüssigem Handlungsstrang folgten. Dies ist nun aber glücklicherweise wieder passee und man konzentriert sich auf eine zusammenhängende Story. J.J Abrams beantwortet hier nun viele der offenen Fragen und rückt gar einige Fehler der beiden anderen Trilogien gerade. Dass er damit wahrscheinlich nicht den Geschmack aller Fans trifft, steht außer Frage. Dass er jedoch zu einem schlüssigen Ende gekommen ist, läßt sich ebenso nicht von der Hand weisen. Schön auch, dass man der verstorbenen Carry Fisher noch einmal viele tolle Momente widmet und sie mit einem würdigen Ende verabschiedet. Dies entschädigt ein wenig dafür, dass man mit den Charakteren von Harrison Ford und Mark Hamill etwas stiefmütterlich umgegangen ist. Mit Naomi Ackie in der Rolle der desertierten Erste Ordnung Soldatin Jannah, Dominik Monaghan als Widerstandskämpfer Beaumont Kin und Kerry Russell als Schmugglerin Zorii Bliss gibt es zudem einige Neuzugänge, die sich nahtlos ins Star Wars Universum einfügen.
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Etwas besser geht man nun auch wieder mit den humoristischen Elementen im Film um. Diese sind diesmal wieder etwas wohlplatzierter und gerade C3-POs Sprüche sorgen hier immer wieder für Schmunzler. Auch einige Zitate aus den anderen Teilen wurden hier sehr gut eingefügt und wirken keinesfalls erzwungen. Etwas erzwungen wirken hingegen einige Teile der Geschichte, bei denen es einem so vorkommt, als wenn man das Ende des Films vorgab und nun schauen musste, was dafür nötig war, um dorthin zu kommen. Auch einige Machtspielereien neigen wieder zu Übertreibungen, auch wenn man dem Mary Poppins Flug von Carrie Fisher im direkten Vorgänger zum Glück nicht nahe kommt. Es gibt auch wieder eine große Anzahl neuer Designs bei der außerirdischen Bevölkerung. Aber keine Angst, einen neuen Nerv-Charakter a la Jar Jar Bings gibt es hier nicht.
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Der Film wirkt unter dem Strich recht stimmig, auch wenn die erste halbe Stunde etwas gehetzt daher kommt. Hier wird man ohne große Erklärungen einfach mitten ins Geschehen geschmissen. Dies bessert sich aber im Laufe des Films und die Geschichte verläuft dann deutlich runder. Es wird wohl nur wenige Franchise geben, die solch unterschiedliche Reaktionen beim Publikum hervorrufen. Doch wenn man die beiden vorherigen Sequel-Triolgie-Teile betrachtet, dann hat man mit dem hier vorliegenden Teil einen guten Abschluss gefunden. So kann man nun gespannt sein, wie es mit Star Wars weitergehen wird. Auf dem Streaming Sender Disney+, der in einigen Ländern schon gestartet ist und in Deutschland ab kommenden März verfügbar sein wird, gibt es mit ‚The Mandalorien‘ schon eine Serie, die sich mit den Kopfgeldjägern im Star Wars Universum befasst. Wie es im Kino weitergeht, steht derzeit noch nicht ganz fest: neben einer Trilogie, welche von Rian Johnson kommen soll, waren auch Beiträge der ‚Game of Thrones‘-Macher im Gespräch – diese scheinen jedoch erst einmal auf Eis gelegt, da sich die beiden Autoren D.B. Weiss und Benihoff von Star Wars verabschiedet haben. Nach der kontroversen Sequel-Trilogie wird man sich aber im Hause Disney hoffentlich erst mal die Zeit nehmen und mit Glück einen komplett neuen Strang entwickeln. Denn eigentlich sollte das Universum doch groß genug sein, um sich nicht nur auf die Skywalkers und deren ‚Bekannte‘ zu beschränken. Aber eines ist sicher: Disney wird das Franchise viel zu ergiebig sein, als das man lange Pause machen wird. Bleibt zu hoffen, dass man dieses Mal nicht wieder alles mit der heißen Nadel strickt und zumindest im Vorfeld die grundlegende Geschichte festlegt. (jp)
Voraussichtlich im April 2020 im Kaufhandel erhältlich:

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Ebenfalls vermutlich im April 2020 auf Blu-ray Disc:

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23.12.2019 - Kategorie: Review
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KOMMENTARE

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Schade, mit J.J. Abrams im Regiestuhl hatte ich mir vom Abschluss der Trilogie mehr erwartet.
Teil 7 war eine recht gelungene Hommage an die erste Trilogie mit allerdings viel Kopiertem;
Teil 8 war eigenständiger aber oft unglaubwürdig und Charaktere wurden verschlissen.
Teil 9 hat nun wieder viel kopiert und ist trotzdem oft äußerst unglaubwürdig geraten. Die Reminiszenzen an die Originale wirken gezwungen und die Charaktere verkommen zu bloßen Schablonen.
Dass am Ende das "Gute" über das "Böse" siegt, hätte man wohl auch kaum platter inszenieren können: Aus der eigentlich interessanten Dreier-Konstellation wurde letztendlich wieder nur ein billiger Schlagabtausch zweier Gegenpole wie in jedem X-beliebigen Superheldenfilmchen gesponnen - äußerst schwach.
Infsofern: insgesamt noch ein leidlich unterhaltsamer Streifen, aber der "Star Wars"-Drops ist nun so langsam endgültig gelutscht.
Skyfall
28.12.2019 um 13:49
#9
Ich hoffe nun ehrlich das Star Wars endlich mal beerdigt wird. Dieser ganze Megahype ist für mich zwar noch nie nachvollziehbar gewesen.
Aber gut. Wie diese Reihe allerdings versucht wird künstlich am Leben gelassen zu werden um möglichst jeden Cent aus den NERDS zu pressen geht auf keine Kuhhuat mehr.
Kratos666
27.12.2019 um 06:40
#8
Was für 'ne Schwachsinnsrezension. Stimmig ist an dem Film gar nichts. Es ist mir absolut schleierhaft wie das wer als stimmig bezeichnen könnte. Ein WTF Moment nach dem anderen, der auf alles spuckt was Star Wars und Jedis bisher ausgemacht haben.
PatrickS77
27.12.2019 um 02:05
#7
Denn einen gefällt star wars und andere eben nicht,man sollte immer seine eigne meinung bilden und denn film anschauen..ich wurde bis jetzt immer gut unterhalten seit der ersten saga wo die einfach nie getopt werden kann..Und Disney wer blöd es nicht weiter zuführen..:)))..
NemMgs
26.12.2019 um 19:29
von NemMgs
#6
Bitte nicht von Disney-Schönrede-Bots verwirren lassen. Der Film ist gequirlte Scheisse.
jimmyfloyd
26.12.2019 um 00:56
#5
Tut mir Leid erstmal die Spoiler,
Wer den Film noch nicht gesehen hat soll das bitte nicht Lesen,
ich Entschuldige mich dafür :
Nur der Frust muss Raus.






Bin da eine andere Meinung, der Film ist dieses mal besser als gottenschlechter 8te Teil, nur da sind mir sehr viele logiklöcher drin zbs ;
wie verdammt nochmal, kommen soggenate Pferde auf den eine von 1000 Zerstörer,
wo haben die sich versteckt ?
Ausserdem, der Imperator ist wieder da ?
Warum ?
Nur um seine Macht mit 1000 Zerstörer vor Rey anzugeben ?
Letztendlich wie mit eine Zewa taschentuch Ihn weg zu wischen ?

Was Soll das J.J Abrahams......?
mylordmymen
25.12.2019 um 18:05
#4
Ich habe von ganz anderen Kritiken gehört, bei denen der neue SW gar nicht gut weg kam...Ich bin mal gespannt. Fand die letzten Jedi schon sehr grenzwertig.

Erhoffen tu ich mir nichts...Am Ende bleibt für mich einfach Episode 4 - 6 die einzig wahre Saga und damit kann ich verdammt gut Leben. ;-)
bulldozer80
24.12.2019 um 14:10
#3
Langsam ist dann aber auch mal Schluss mit Star Wars oder ? 9 Filme und viele Ableger reichen.
Abenteuer68
24.12.2019 um 11:29
#2
Danke für die Infos.
Der neue Teil wird auch wie die anderen in meine Sammlung kommen.
fauli99
24.12.2019 um 11:19
#1
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