Zitat:
Zitat von Omnicron;3406849
Hm, ich denke, daß das Klamottenargument in die Richtung geht, dass so "Mode-Revivals" nie die Intensität und Tiefe der Auslebung erreichen wie zur Initialphase.
Ansonsten finde ich diese riesige Diskussion müßig und irgendwie aus dem Ruder laufend.
Zu dem Stichwort "Brille" o.ä. ist zu sagen:
der Film ist von '82!! Vermutlich wird man in 30 Jahren über Details heutiger Filme ebenso lächeln wie wir über die Brille von Tyrell.
Darum ging es mir auch gar nicht.
Ich musste mich darüber aufregen das der Film angeblich von Wissenschaftlern gelobt wurde und dies als eine art Gegenargument benutzt wurde.
Vom wissenschaftlichen Standpunkt, ist es nur ein Film, der jetzt auch nicht realistischer als andere ist da er sich seine stilistischen Freiheiten nimmt.
Also lässt sich nicht mit Wessenschaftlern argumentieren bzw. ziehe ich das in Zweifel.
Zitat:
Zitat von Omnicron;3406849
Zu den genannten Referenzen:
das Werk hat in jedem Fall die Filmgeschichte geprägt, und die hier zum Vergleich herangezogenen Sci Fi Filme - seien es Terminator (2) oder I Robot - mögen sich vielleicht an Blade Runner anlehnen. Sie können sich von Blade Runner unterscheiden. Aber Blade Runner kann sich nicht von ihnen unterscheiden, weil es T2, I Robot u.ä. zur Zeitpunkt der Erschaffung von Blade Runner schlicht nicht gab.
Es gab mit Sicherheit schon Filme die vor Blade Runner oder gleichzeitig diese Fragen aufgeworfen haben.
Und Blade Runner gillt immer als der SHi fI Film der diese Fragen bearbeitet.
er war vlt. einer der ersten, aber nicht der einzige und vlt. auch nicht am tiefsinnigsten.
Darüber rege ich mich auf, das es NUR Blade Runner gibt.
Und Vergleiche wie Terminator 2 natürlicih nur mir Verwirrung zurückgewiesen werden.
Das sollte man heutzutage im Gedächtniss behalten.
Zitat:
Zitat von Omnicron;3406849
Zur zuvor geführten Grundsatzdiskussion:
Man kann jeden Film schlecht reden, wenn man es darauf anlegt. Um das auf eine neutralere Ebene zu heben: Blade Runner ist ein vielschichtiger, hochkomplexer Film, der in Oberstufen zu Teilen als Halbjahresprojekt analysiert und interpretiert wird, natürlich in Verbindung mit der literarischen Vorlage und unter Einbezug zeitgenössischer Aspekte.
Stimmt, aber du weißt gar nicht was auf Oberstufen so alles losgelassen wird.:D
Schlimme Erinnerungen, ganz schlimm.
Nein, es ist nicht Blade Runner, den machte die Paralelklasse, aber nicht weil es auf dem Lehrplan stand, sondern weil deren Lehrer enfach nur Fan war.
Unser verkommenes Schulsystem und er prähistorische Lehrplan sollte man da nicht unbedingt als Positivbeispiel heranziehen.
Zitat:
Zitat von Omnicron;3406849
In dieser hier geführten Diskussion, die ja eher auf wagen persönlichen Eindrücken denn auf Fachwissen und quellenbasierten Fakten geführt wird, Experten, die u.a. Blade Runner beispielsweise in den
Filmkanon aufgenommen haben, die Kompetenz abzusprechen (Zitat: "Dann waren diese Wissenschaftzler nicht ganz bei Trost."), lieber Ghost Rider, halte ich für gewagt und - entschuldige bitte - im höchsten Grade ignorant und überheblich.
Hinsichtlch wissenschaftlicher Punkte.
Mir ging es nicht um einen einfachen Filmkanon.
Was sind denn die argumente für diese Aufnahme in diesen Kanon ?
Mit welchem Recht wird da Blade Runner aufgenommen und andere filme nicht .
Ist jetzt ne Grudsatzfrage.
Man sollte sich aber auch im klaren sein das Wissenschaft nicht gleich Wissenschaft ist.
Zu vielen Themen gibt es nur kontrovers diskutierte Hypothesen und die Fachmeinug kann sich auch öfters ändern.
Das zu ignorant und überheblich.
Im übrigen wurde auch the Terminator vom Wissenschaftlern in diesen Kanon aufgenommen.
Irgend eine Nationalbibliothek in den USA stufte Terminator für besonders wertvoll und erhaltenswert ein.
Zitat:
Zitat von Omnicron;3406849
Blade Runner hat - bar seiner relativ einfachen Geschichte - definitiv philosophischen Tiefgang sowie eine inhaltliche Thesenschärfe, eine eindringliche Vermittlung von Sehnsüchten (Leben) und Dringlichkeiten (geliebt werden), die seinesgleichen sucht; und damit die Filmgeschichte geprägt als
der "Film Noir" des Science Fiction, dem "Future Noir".
Das mit dem Noir hatte ich auch öfters schon angeführt, zudem prägte er auch den Cyberpunkt mit.
Was meinst du jetzt konkret mit inhaltlicher Thesenschärfe ?
Naja diese anderen Punkte sind dramaturgische Grundpfeiler, die kannst du jetzt nicht Blade Runner alleine zu gute halten.
Alle Filme behandeln eine kleine Anzahl von Grundthemen(Liebe, Tod, Existenz, etc.) damir sprechen sie die meisten Leute an, weil das grundbedürfnisse sind die wir alle haben und uns so erst die Geschichte berührt und zur Identifikatin einlädt.
In antiken Dramen wirst du diese Grundthemen genauso finden wie in allen anderen Filmen.
Wie geschickt diese Themen ausgearbeitet sind, steht aus einem anderen Blatt.
Aber zu den von dir angesprochenen Punkten, lassen sich beliebige Filmbeispiele nennen.
Zitat:
Zitat von Omnicron;3406849
Es wäre schön, wenn über solch filmgeschichtlich beeinflussende Filme mit einem Mindestmaß an Respekt gesprochen werden könnte.:thumb:
Es wäre schön wenn man offen über solche Filme diskutieren könnte und diese nicht auf einen Sockel gestellt werden und jeder der an Ihnen zweifelt als Filmheide gillt.;)
Aber wenn da von Kopfschüttel und Filmpolizei die Rede ist oder Quatsch sollte man mal diesen Respekt Wink an die andere Seite richten.
Nichts sollte unantastbar sein und meine Ausführungen(siehe die ersten Posts) und meine Grundgedanken waren alles andere als respektlos.
Hm,wo sind wir eigentlich hingekommen in Zusammenhang mit Filmen von Respekt zu reden.
Ich finde das jetzt doch etwas grotesk und stelle mir gerade vor wie ich im Media Markt stehe eine Blu-ray von Blade Runner halte und mich entschultige.
"es war nicht so gemeint, wollen wir uns wieder vertragen, verzeih mir meine respektlosighkeit".
Nur zu blöd das son Film keine Hand zum schütteln hat, bei ner Terminator Diskussion würde das sogar funktionieren, einfach ner Terminator Figur den Endoarm schütteln
Sorry, aber dieses Bild in meinem Kopf gerade ist schon ziemlich amüsant.:rofl:
Schade das man das nicht teilen kann.