Filmbewertungen von N1ghtM4r3

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Der Film basiert lose auf dem berühmten Stanford Prison Experiment und erzählt von einer Gruppe von Männern, die sich im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments freiwillig bereit erklärt, für mehrere Tage die Rollen von Gefangenen und Wärtern zu übernehmen. Was zunächst wie ein kontrolliertes psychologisches Experiment beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer Situation, die langsam außer Kontrolle gerät.
Im Mittelpunkt steht Tarek Fahd, gespielt von Moritz Bleibtreu.
Tarek ist Journalist und nimmt an dem Experiment nicht ausschließlich aus wissenschaftlichem Interesse teil. Er verfolgt gleichzeitig eigene Ziele und versucht, Material für eine Geschichte zu sammeln.
Er spielt diese Entwicklung insgesamt überzeugend.
Justus von Dohnányi als Berus ist ebenfalls eine zentrale Figur.
Berus ist nicht von Anfang an als besonders aggressiver Charakter angelegt. Seine Entwicklung zeigt vielmehr, wie Gruppendruck und die Dynamik innerhalb der Wärtergruppe einen Menschen beeinflussen können.
Er spielt diese Unsicherheit überzeugend und wird im weiteren Verlauf einen kompletten Wechsel seines Charackteres vornehmen. Er spielt diese Entwicklung zunehmend aggressiv und selbstbewusst.
Der restliche Cast rund um Andrea Sawatzki, Christian Berkel und Wotan Wilke Möhring machen ihre Sache gut.
Die Atmosphäre ist gut getroffen worden.
Der Film schafft es, aus einem relativ einfachen Schauplatz, eine zunehmend bedrückende Umgebung zu machen. Auch die Kulissen und Konstüme haben den Stil gut getroffen.
Auch der psychologische Aspekt spielt hier eine zentrale Rolle. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich normale Menschen innerhalb kürzester Zeit verändern.
Während der erste Teil noch relativ ruhig aufgebaut ist, wird die Handlung im weiteren Verlauf zunehmend intensiver.
Die Konflikte zwischen Gefangenen und Wärtern verschärfen sich. Und die Grenzen werden überschritten. Diese Entwicklung funktioniert grundsätzlich gut.
Auch die Gewalt und die Brutalität wird sehr intensiv gezeigt.
Die Ereignisse sind intensiv und hinterlassen einen gewissen Eindruck.
Das Ende ist konsequent ausgerichtet.
Das Experiment ist ein beklemmender und interessanter Psychothriller, mit einem starken Konzept und einer überzeugenden Atmosphäre. Die Darstellung von Macht und Gruppendynamik funktioniert gut und auch einige Schauspieler können überzeugen.
Inszenierung und Machtverhältnisse sind zu stark konstruiert.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 29.09.26 um 11:14
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Im Mittelpunkt steht Robert Franklin Stroud, ein zu lebenslanger Haft verurteilter Gefangener, der während seiner langen Gefängniszeit eine außergewöhnliche Leidenschaft für Vögel und deren Pflege entwickelt. Ausgerechnet hinter den Mauern eines der berüchtigtsten Gefängnisse der Vereinigten Staaten entsteht damit eine Geschichte über die Suche nach einem Sinn im Leben.
Der Gefangene von Alcatraz lebt allein von der Leistung Burt Lancasters.
Zu Beginn wird ein Mann gezeigt, der gewalttätig, aggressiv und schwierig ist.
Stroud entdeckt später seine Faszination für Vögel und beginnt, sich intensiv mit deren Pflege und später auch mit Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.
Aus einem gewalttätigen Gefangenen wird ein Mann, der sich Wissen aneignet und eine Verantwortung übernimmt. Er spielt diesen Mann dabei ruhig, aber auch mit einer kleinen Ernsthaftigkeit.
Je mehr er sich mit ihnen beschäftigt, desto stärker entwickelt sich seine Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen.
Die Atmosphäre wirkt sehr glaubwürdig. Alles besitzt eine düstere, teilweise bedrückende Grundstimmung. Die Gefängnismauern, die strengen Abläufe und die ständige Überwachung erzeugen ein Gefühl von Kontrolle und Hoffnungslosigkeit.
Bei der Spannung ist es etwas wechselhaft. Der Film nimmt sich sehr viel Zeit für den Aufbau und konzentriert sich stärker auf die Atmosphäre und die Figuren. Für mich funktioniert das überwiegend gut, allerdings hätten einige Szenen kürzer ausfallen können.
Man merkt dem Film seine Entstehungszeit an, was sich unter anderem in der Kameraführung und den Dialogen zeigt.
Der Film lässt Situationen teilweise bewusst länger stehen. Aus heutiger Sicht mag das vielen nicht mehr so gefallen, aber das sorgt für einen ruhigeren Erzählstil, verleiht dem Film aber auch eine gewisse Ernsthaftigkeit und Charme.
Dabei wirkt die Inszenierung angenehm zurückhaltend und ist eher klassisch gehalten.
Im späteren Verlauf rückt aber seine Vogelzucht in den Hintergrund, da die Verlegung in ein anderes Gefängnis bevorsteht und dies dort nicht erlaubt ist. Aber auch diese Passage zeigt den weiteren Verlauf ganz gut und bringt etwas Vielseitigkeit mit rein.
Natürlich sind einige Eckdaten wahr und andere wiederum Fiktion, aber dennoch gut umgesetzt worden.
Der echte Robert Stroud konnte den Film leider nie sehen, da er 1963 starb und der Film 1964 ins Kino kam.
Der Gefangene von Alcatraz ist ein ruhiges, atmosphärisches und ungewöhnliches Gefängnisdrama, das vor allem durch Burt Lancaster und die Entwicklung seiner Hauptfigur getragen wird und auf der Suche nach sich selbst ist.
Das Tempo ist teilweise langsam und die Inszenierung eigenartig. Dennoch eine beeindruckende und rührende Geschichte.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 29.09.26 um 10:26
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Ein mysteriöser Mann taucht in einem Restaurant auf und behauptet, aus der Zukunft zu kommen. Er warnt die Anwesenden vor einer drohenden Katastrophe und versucht, sie davon zu überzeugen, gemeinsam eine bestimmte Person zu finden. Was zunächst wie eine völlig verrückte Geschichte klingt, entwickelt sich nach und nach zu einem größeren Szenario. Gerade der Anfang sorgt dafür, dass man wissen möchte, wohin die Geschichte führt.
Das größte Plus von Good Luck, Have Fun, Don’t Die ist definitiv das Konzept. Der Film hat einen gewissen Einfallsreichtum. Die Handlung konzentriert sich zunächst auf eine relativ begrenzte Situation.
Dadurch entsteht eine interessante Dynamik zwischen den Figuren. Besonders die Frage, ob man dem Fremden aus der Zukunft überhaupt glauben soll.
Auch der Humor funktioniert stellenweise ziemlich gut. Einige Dialoge sind völlig absurd und passen dadurch zum ungewöhnlichen Stil im Film. Es gibt Augenblicke, in denen die Mischung aus Ernsthaftigkeit und völligem Irrsinn tatsächlich unterhaltsam ist.
Das Problem ist allerdings, dass diese Balance nicht immer gehalten werden kann.
Der mysteriöse Besucher aus der Zukunft, gespielt von Sam Rockwell, ist dabei die interessanteste Figur, weil seine Aussagen und seine Vergangenheit immer wieder neue Fragen aufwerfen. Gleichzeitig bleibt seine Figur bis zum Ende rätselhaft.
Der restliche Cast spielt dagegen solide. Hier sticht sonst keiner wirklich hervor. Selbst eine Zazie Beetz oder ein Michael Peña haben hier stark verschenkte Rollen.
Das Erzähltempo leider auch ein wenig. Der Film startet relativ interessant und schafft es zunächst, Neugier aufzubauen. Man möchte wissen, was hinter der Geschichte steckt und wie die einzelnen Ereignisse zusammenhängen.
Mit zunehmender Laufzeit wirkt die Handlung jedoch stellenweise etwas zerfahren.
Wenn der Film endlich Fahrt aufnimmt, wird die Szene durch eine Einführung eines Charackteres unterbrochen und die Dynamik wird wieder ausgebremst. Das passiert leider zu häufig.
Auch das Thema Technologie und Intelligenz wird hier expliziet hervorgehoben. Der Film übt scharfe und direkte Gesellschaftskritik an der permanenten Smartphone Nutzung. Auch zeigt man deutlich eine Gesellschaft, die sich in digitale Parallelwelten und oberflächliche virtuelle Ablenkungen flüchtet, anstatt echt miteinander zu kommunizieren.
Auch die unaufhaltsame Technik und die Abhängigkeit von KI rückt hier stärker in den Fokus.
Diese Probleme sieht man auch in der heutigen Zeit sehr deutlich.
Die Actioneinlagen können sich sehen lassen. Diese sind ganz gut inszeniert und zeigen eine gewisse Härte.
Ein Highlight war für mich die Pferdekatze. Ein absoluter Eyecatcher und mal was völlig beklopptes.
Good Luck, Have Fun, Don’t Die ist ein ungewöhnlicher Science Fiction Beitrag, der durch seine kreative Idee und seinen teilweise absurden Humor Spaß macht. Das Tempo schwankt und einige Figuren hätten mehr Tiefe vertragen können. Auch der Humor trifft nicht immer ins Schwarze.
Ein guter Film, der durchaus einen Unterhaltungswert bietet, jedoch hätte besser sein können.
Das Bild wirkt sauber, stabil und insgesamt zeitgemäß. Die 4K profitiert vor allem von einer besseren Feinzeichnung und einer insgesamt plastischeren Darstellung. Das Detailniveau schwankt teilweise. Einige Einstellungen wirken sehr scharf und präzise, während andere etwas weicher erscheinen. Besonders bei dunkleren Szenen macht sich dieser Unterschied bemerkbar.
Feine Details sind in vielen Szenen gut sichtbar. Besonders bei Nahaufnahmen lassen sich Hautstrukturen und kleinere Details in der Kleidung angenehm erkennen. Auch bei Umgebungen und Kulissen gibt es immer wieder schöne Feinheiten zu entdecken.
In hellen Szenen sorgen Lichtquellen und Kontraste für einen sichtbar erweiterten Dynamikumfang. Helle Bereiche können deutlich intensiver wirken, während gleichzeitig genügend Zeichnung in den übrigen Bildbereichen vorhanden bleibt.
Dunkle Bereiche können schön tief wirken und sorgen für eine passende Atmosphäre.
Allerdings gibt es auch Szenen, in denen der Schwarzwert nicht ganz die gewünschte Tiefe erreicht. In sehr dunklen Einstellungen wirken einzelne Bereiche teilweise etwas flacher, während feine Details in den Schatten nicht immer optimal erhalten bleiben.
Bei der Farbwiedergabe zeigt ide 4K ein angenehm natürliches Bild. Hauttöne wirken überwiegend glaubwürdig und die Farbpalette ist insgesamt ausgewogen. Gleichzeitig können kräftigere Farben und Lichtquellen durch den erweiterten Farbraum etwas mehr Präsenz entwickeln.
Der Ton ist auch nicht immer perfekt. Die Dialoge sind klar verständlich und sauber im Raum positioniert. Stimmen besitzen ausreichend Präsenz und gehen auch dann nicht vollständig unter, wenn gleichzeitig Musik und Effekte zu hören sind.
Umgebungsgeräusche werden auf die verschiedenen Lautsprecher verteilt und sorgen dadurch für eine gewisse Atmosphäre. Besonders in Szenen mit mehreren gleichzeitig stattfindenden Geräuschen entsteht ein angenehmes Raumgefühl. Die hinteren Kanäle werden zwar eingesetzt, aber der Ton nutzt nicht immer das gesamte moderne Heimkinos aus. Gerade bei Actionsequenzen hätte ich mir eine aggressivere und deutlichere Nutzung der Surroundkanäle gewünscht.
Tieffrequente Effekte sind vorhanden und können durchaus Druck erzeugen. Ein guter Subwoofer bekommt also durchaus etwas zu tun.
Allerdings fehlt es einigen Effekten an dem letzten Nachdruck.
Die Soundeffekte werden sauber wiedergegeben und lassen sich grundsätzlich gut im Raum positionieren.
Schüsse, Bewegungen, Geräusche aus der Umgebung und andere Effekte sorgen für eine gewisse Räumlichkeit.
Allerdings fehlt es teilweise an der letzten Präzision und Wucht und könnten wesentlich kräftiger wirken.
Die Extras hingegen sind nicht sehr vielseitig.
Die Edition kommt mit einer Slipbox, in der die Amaray Platz findet. Die Cover sind cool gestaltet. Die 3 Artcards sind nett, aber für mich eher unnötig. Ein Booklet wäre mir lieber gewesen. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 29.09.26 um 09:10
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Ein Familienvater steigt mit seinen Kindern ins Auto, doch plötzlich erhält er einen mysteriösen Anruf. Eine unbekannte Stimme teilt ihm mit, dass sich eine Bombe in seinem Fahrzeug befindet. Sobald er aussteigt oder bestimmte Anweisungen nicht befolgt, könnte die Situation eskalieren. Was folgt, ist eine rasante Fahrt durch Berlin, bei der der Protagonist versucht herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt und warum ausgerechnet er zum Ziel geworden ist.
Schon nach wenigen Minuten befindet sich die Hauptfigur in einer Extremsituation und der Film versucht, den Zuschauer gemeinsam mit ihr im Unklaren darüber zu lassen, wer die Fäden im Hintergrund zieht.
Liam Neeson passt grundsätzlich gut in die Rolle. Wie schon in zahlreichen anderen Action- und Thrillern verkörpert er einen Mann, der zunächst relativ normal wirkt und durch außergewöhnliche Umstände gezwungen wird, über sich hinauszuwachsen. Neeson bringt die nötige Präsenz mit, um auch vergleichsweise einfache Dialoge glaubwürdig wirken zu lassen.
Allerdings merkt man wieder, das man diese Rolle bereits mehrfach gesehen hat. Neeson spielt erneut den verzweifelten Familienvater, der unter enormem Druck steht und versucht, eine gefährliche Situation unter Kontrolle zu bringen. Das Konzept nutzt sich leider stark ab.
Ein Großteil der Handlung spielt sich im Auto ab, wodurch automatisch ein Gefühl der Enge entsteht. Der Protagonist kann nicht einfach davonlaufen oder sich zurückziehen. Gleichzeitig weiß er nicht, woher die Gefahr kommt und wem er überhaupt vertrauen kann.
Diese eingeschränkte Umgebung hätte zu einem wirklich intensiven Kammerspiel führen können. Teilweise funktioniert das auch. Besonders in den Szenen, in denen die Hauptfigur mit der Stimme am Telefon konfrontiert wird und gleichzeitig versucht, ihre Kinder zu beruhigen, entsteht eine gewisse Spannung.
Doch mit zunehmender Laufzeit wird das Konzept vorhersehbarer. Der Film wiederholt seine Abläufe immer wieder...Neue Anweisung, neue Gefahr, neue Panik, nächster Hinweis. Dadurch entsteht irgendwann ein etwas schematischer Ablauf.
Interessant ist außerdem, das Berlin als Schauplatz verwendet wird. Die Stadt bietet natürlich eine abwechslungsreiche Kulisse für eine Verfolgungsjagd.
Die Action Szenen sind grundsätzlich ordentlich umgesetzt. Autos, Explosionen, Verfolgungsjagden und gefährliche Verkehrssituationen sorgen für die nötige Dynamik.
Unterm Strich ist Retribution eine solide Standardkost. Die Laufzeit ist angenehm, Liam Neeson liefert seine einheitliche Performance ab, Action und Spannung halten sich aber in Grenzen.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 28.09.26 um 17:32
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Die Handlung dreht sich um den US-Soldaten Sergeant John Kinley, der gemeinsam mit seinem Team in Afghanistan unterwegs ist. Für seine Einsätze ist er unter anderem auf den afghanischen Übersetzer Ahmed angewiesen. Zwischen den beiden entwickelt sich zunächst keine klassische Freundschaft. Vielmehr herrscht ein professionelles Verhältnis.
Das ändert sich, als eine Mission vollkommen außer Kontrolle gerät. Kinleys Einheit wird angegriffen und plötzlich hängt sein Leben von Ahmed ab. Der Übersetzer riskiert alles, um den schwer verletzten Kinley durch feindliches Gebiet zu bringen. Damit entsteht der zentrale „Pakt“, der dem Film seinen Namen gibt. Kinley fühlt sich Ahmed gegenüber verpflichtet und will ihm und seiner Familie später helfen.
Jake Gyllenhaal spielt John Kinley angenehm zurückhaltend. Er wirkt nicht wie der typische Held, sondern wie ein Soldat, der zunehmend mit den Konsequenzen seiner Erlebnisse konfrontiert wird. Gerade diese Verletzlichkeit macht seine Figur glaubwürdiger. Dar Salim kann meiner Meinung nach sogar noch stärker überzeugen. Ahmed wird nicht lediglich als Nebenfigur dargestellt, die den amerikanischen Soldaten unterstützt. Der Film gibt ihm eine eigene Motivation und zeigt, welche Gefahren auch für ihn und seine Familie bestehen.
Vor allem in den ruhigeren Momenten funktioniert diese Dynamik hervorragend. Der Film zeigt, dass Loyalität nicht unbedingt daraus entsteht, dass zwei Menschen dieselbe Herkunft oder dieselben Überzeugungen haben. Sie kann auch durch gemeinsame Erfahrungen und gegenseitiges Vertrauen entstehen.
Die Inszenierung der Action ist absolut stark. Guy Ritchie verzichtet hier weitgehend auf seinen sonst typischen, teilweise übertriebenen Stil und erzählt die Geschichte vergleichsweise geradlinig. Die Gefechte fühlen sich dadurch deutlich härter und unmittelbarer an. Explosionen und Schießereien werden nicht nur als spektakuläre Unterhaltung eingesetzt, sondern vermitteln auch ein Gefühl für die Gefahr, in der sich die Soldaten befinden.
Sie sind spannend, brutal und gleichzeitig emotional. Man versteht sofort, wie aussichtslos die Situation eigentlich ist. Ahmeds Entscheidung, trotzdem weiterzumachen, bildet gleichzeitig das Fundament für den späteren Konflikt.
Auch die Landschaften Afghanistans werden beeindruckend eingefangen. Die karge Umgebung passt hervorragend zur Atmosphäre. Viele Szenen wirken dadurch beinahe bedrückend. Es gibt wenig Ablenkung von der eigentlichen Geschichte, wodurch der Fokus stärker auf den Figuren und ihrer Situation liegt.
Die Geschichte ist zwar spannend, aber an einigen Stellen ziemlich vorhersehbar. Ein Soldat, der eine Schuld begleichen möchte, ein zurückgelassener Verbündeter und ein Versprechen, das unbedingt eingehalten werden muss.
Auch die Darstellung des Afghanistan Krieges bleibt relativ stark auf die Perspektive der beiden Hauptfiguren konzentriert. Das funktioniert für die persönliche Geschichte, bedeutet aber gleichzeitig, dass der größere politische und gesellschaftliche Kontext nur begrenzt behandelt wird.
Trotzdem hat mich der Film emotional erreicht. Besonders interessant ist die Frage nach Verantwortung und Loyalität. Kinley könnte Ahmed nach seiner Rettung theoretisch als jemanden betrachten, dem er einfach etwas schuldet. Stattdessen wird aus dieser Schuld zunehmend eine persönliche Verpflichtung. Er möchte nicht einfach seine Dankbarkeit ausdrücken, sondern tatsächlich etwas zurückgeben.
Dadurch bekommt der Titel „Der Pakt“ eine größere Bedeutung. Es geht nicht nur um ein Versprechen zwischen zwei Menschen, sondern auch um die Frage, wie weit man bereit ist zu gehen, um ein gegebenes Versprechen einzuhalten.
Insgesamt ist „Der Pakt“ für mich ein sehr guter und emotionaler Kriegsfilm, der vor allem durch seine beiden Hauptdarsteller, die Actionsequenzen und die Beziehung zwischen Kinley und Ahmed überzeugt. Er ist sicherlich nicht der komplexeste oder innovativste Film über den Krieg in Afghanistan, aber er weiß ziemlich genau, welche Geschichte er erzählen möchte.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 28.09.26 um 09:07
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Ein Familienvater, der normalerweise ein eher unscheinbares und normales Leben führt, wird plötzlich dazu gezwungen, Dinge zu tun, für die er überhaupt nicht vorbereitet ist, um seine Familie zu retten. John muss sich innerhalb kürzester Zeit Wissen aneignen, Kontakte knüpfen und einen detaillierten Fluchtplan entwickeln.
Russell Crowe macht seine Sache grundsätzlich gut. Er spielt John Brennan als verzweifelten Ehemann, der zunehmend unter dem Druck der Situation zusammenbricht. Gerade seine Unsicherheit und Überforderung wirken an einigen Stellen glaubwürdig. John ist kein klassischer Actionheld, sondern ein gewöhnlicher Mann, der sich in eine Situation hineinmanövriert, die seine Fähigkeiten eigentlich deutlich übersteigt.
Auch die Beziehung zwischen John und Lara hätte meiner Meinung nach stärker ausgearbeitet werden müssen. Der gesamte Film basiert schließlich darauf, dass John bereit ist, alles für seine Frau zu riskieren. Trotzdem bekommt man vergleichsweise wenig Einblick darin, warum ihre Beziehung so außergewöhnlich wichtig für ihn ist. Dadurch funktioniert die emotionale Ebene nicht immer so stark.
Die erste Hälfte des Films ist dabei noch besonders interessant. John versucht zunächst, auf legalem Weg zu helfen. Er recherchiert den Fall, spricht mit Anwälten und versucht, die Zweifel an der Verurteilung seiner Frau zu beseitigen. Als diese Möglichkeiten scheitern, beginnt er schließlich, selbst einen Gefängnisausbruch zu planen.
Im letzten Drittel wird 72 Stunden dann deutlich actionreicher. Die Flucht selbst bietet einige spannende Momente und erzeugt immer wieder Zeitdruck. Wenn John improvisieren muss und sein gesamter Plan Gefahr läuft aufzufliegen, funktioniert der Film durchaus gut.
Visuell ist der Film solide, aber ebenfalls nichts Außergewöhnliches. Die Inszenierung ist professionell und einige Verfolgungssequenzen sind ordentlich umgesetzt. Die Atmosphäre wirkt stellenweise angenehm düster und angespannt.
Trotz einer Laufzeit von über zwei Stunden wird der Film nicht ständig langweilig. Es gibt immer wieder neue Probleme, die John lösen muss und gerade die Vorbereitung des Ausbruchs hält die Handlung einigermaßen spannend.
Aber die Spannung funktioniert nicht immer gleich gut. Es gibt durchaus Situationen, in denen man mit John mitfiebert und wissen möchte, ob sein Plan funktioniert. Gleichzeitig ist die Handlung an manchen Stellen so vorhersehbar, dass die Spannung wieder etwas verloren geht.
Ein solider Thriller für einen Abend, den man sich durchaus anschauen kann.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 27.09.26 um 19:37
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Der Agrarchemiekonzern U-North steht vor einer milliardenschweren Sammelklage von Menschen, die durch ein giftiges Unkrautvernichtungsmittel schwer erkrankt sind. Arthur Edens soll den Konzern verteidigen
Michael Clayton selbst in schon eine sehr interessante Figur. Er wird hier als kein typischer Held dargestellt. Vielmehr befindet er sich in einer persönlichen und beruflichen Krise. Er arbeitet für eine Kanzlei, obwohl er deren Vorgehensweisen teilweise kritisch gegenübersteht und verdient sein Geld damit, die Probleme anderer Menschen zu beseitigen.
George Clooney spielt diese Rolle sehr zurückhaltend. Besonders überzeugend ist, dass Clayton nicht als besonders charismatischer oder überlebensgroßer Held dargestellt wird. Er wirkt erschöpft, unter Druck und teilweise orientierungslos. Dadurch bekommt die Figur eine gewisse Glaubwürdigkeit.
Gleichzeiti g hätte ich mir gewünscht, dass der Film emotional stärker auf Clayton eingeht. Man erfährt zwar einiges über seine Vergangenheit und seine Probleme, aber vieles davon wird relativ schwach erläutert.
Neben George Clooney überzeugt vor allem Tilda Swinton als Karen Crowder. Ihre Figur ist eine äußerst wichtige Gegenspielerin und verkörpert die enormen Anforderungen, die innerhalb der Konzernwelt herrschen. Swinton spielt sie kontrolliert und gleichzeitig zunehmend verzweifelt.
Auch Tom Wilkinson hinterlässt als Arthur Edens einen sehr guten Eindruck. Seine Figur bringt eine andere, deutlich chaotischere Energie in den Film. Gerade das Zusammenspiel mit Clayton ist da schon interessant.
Der Film zeigt eine Welt, in der moralische Entscheidungen häufig hinter finanziellen Interessen zurückstehen müssen. Besonders interessant ist dabei die Frage, ob ein einzelner Mensch innerhalb eines solchen Systems überhaupt etwas verändern kann.
Viele Gespräche drehen sich um juristische und wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht jede Information ist sofort verständlich.
Die Inszenierung klappt auch ganz gut. Die Kameraarbeit und die Musik sorgen für eine angespannte Atmosphäre. Besonders gelungen ist die nüchterne Darstellung der Geschäftswelt. Büros, Konferenzräume und Hotels wirken beinahe kalt und anonym.
Das funktioniert häufig gut, aber nicht immer. Vor allem in der ersten Hälfte zieht sich die Handlung teilweise ziemlich. Einige Dialoge wirken unnötig kompliziert und manche Szenen hätte man meiner Meinung nach kürzer ausfallen können.
Auch das Tempo ist nicht immer optimal. Der Film nimmt sich sehr viel Zeit, seine Geschichte zu erzählen. Hier führt die langsame Erzählweise allerdings dazu, dass manche Passagen unnötig lang wirken.
Die Spannung funktioniert hier eher in der Geschichte selbst. Man möchte herausfinden, was tatsächlich passiert ist und welche Rolle die einzelnen Figuren spielen. Dafür muss man allerdings aufmerksam bleiben.
Wenn man zwischendurch nicht ganz konzentriert ist, kann es leicht passieren, dass man den Überblick verliert.
Im letzten Drittel nimmt der Film deutlich an Fahrt auf. Die verschiedenen Handlungsstränge werden zusammengeführt und die Geschichte bekommt eine klarere Richtung.
Das Ende passt grundsätzlich gut zum Film, ist aber für mich nicht die perfekte Auflösung.
Michael Clayton ist ein solider und intelligent geschriebener Thriller, der vor allem durch seine Themen, seine Schauspieler und seine Atmosphäre überzeugt. George Clooney liefert eine überzeugende Darstellung ab, der sich zwischen beruflichen Verpflichtungen, persönlichen Problemen und moralischen Fragen befindet. Die Handlung ist aber teilweise unnötig kompliziert und das Tempo stellenweise sehr langsam.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 27.09.26 um 17:28
/image/movie/knock-at-the-cabin-de_klein.jpg
Eine abgelegene Hütte, eine kleine Gruppe von Menschen, eine rätselhafte Bedrohung und eine Entscheidung, von der angeblich das Schicksal der gesamten Menschheit abhängt.
Die Geschichte wirft zwar viele interessante Fragen auf, aber nicht immer genauso überzeugende Antworten darauf findet.
Die abgelegene Hütte erzeugt sofort eine unangenehme Atmosphäre. Man weiß nicht, wer die Fremden sind, was sie wirklich wollen und ob ihre Aussagen überhaupt stimmen.
Man weiß ungefähr genauso wenig wie die Familie in der Hütte. Dadurch entsteht ein Gefühl der Isolation. Niemand kann einfach Hilfe holen und gleichzeitig ist völlig unklar, wem man überhaupt vertrauen kann.
Die Situation wird außerdem dadurch verschärft, dass die Eindringlinge nicht einfach nur Gewalt anwenden wollen. Sie stellen der Familie eine moralische Entscheidung. Die Familie soll angeblich ein Mitglied opfern, um eine globale Katastrophe zu verhindern.
Damit beschäftigt sich der Film nicht nur mit Horror, sondern auch mit moralischen Fragen. Was wäre man bereit zu tun, um Millionen fremder Menschen zu retten? Kann man eine solche Entscheidung überhaupt treffen? Und wie viel Vertrauen kann man in Menschen haben, die behaupten, die Zukunft zu kennen?
Nach dem starken Anfang wiederholen sich bestimmte Abläufe relativ häufig. Die Familie wird mit den Eindringlingen konfrontiert, es gibt Diskussionen, neue Informationen werden enthüllt und anschließend verändert sich die Situation erneut.
Anfangs ist das spannend. Mit zunehmender Laufzeit entsteht jedoch ein gewisser Wiederholungseffekt.
Das liegt auch daran, dass der Film seine Handlung relativ stark auf einen einzigen Schauplatz konzentriert.
Eine der interessantesten Leistungen liefert Dave Bautista als Leonard.
Leonard wirkt zunächst bedrohlich, gleichzeitig aber erstaunlich ruhig und höflich. Genau dieser Gegensatz macht die Figur so geheimnisvoll.
Er ist körperlich einschüchternd, verhält sich aber häufig beinahe sanft. Dadurch weiß man als Zuschauer nie genau, wie man ihn einschätzen soll.
Bautista spielt diese Unsicherheit überzeugend. Gerade seine ruhige Art macht Leonard teilweise noch unheimlicher.
Auch Jonathan Groff und Ben Aldridge leisten solide Arbeit als Eric und Andrew, das Paar, das gemeinsam mit ihrer Tochter Wen in der Hütte lebt.
Ihre Figuren funktionieren vor allem über ihre Beziehung zueinander. Der Film versucht zu zeigen, wie eine Familie unter extremem Druck reagiert.
Eric ist dabei stärker von der Situation emotional betroffen, während Andrew skeptischer und misstrauischer gegenüber den Eindringlingen ist.
Wen ist ebenfalls eine wichtige Figur. Die Tatsache, dass ein Kind im Mittelpunkt dieser Extremsituation steht, erhöht automatisch den emotionalen Druck.
Kristen Cui spielt die Rolle überzeugend und schafft es, die Unsicherheit und Angst ihrer Figur glaubwürdig darzustellen.
Die Familie steht vor einer Entscheidung, bei der es keine wirklich gute Möglichkeit gibt. Wenn sie nichts tut, könnten Millionen Menschen sterben. Wenn sie ein Familienmitglied opfert, könnte die Welt gerettet werden.
Der Film stellt damit Fragen über Liebe, Opferbereitschaft und Vertrauen. Besonders interessant ist die Frage, ob es überhaupt moralisch vertretbar wäre, einen Menschen zu opfern, wenn dadurch viele andere gerettet werden könnten.
Ohne konkrete Spoiler zu nennen, lässt sich sagen, dass der Film einige Entscheidungen trifft, die zwar konsequent zur aufgebauten Handlung passen, aber nicht unbedingt die befriedigendste Auflösung darstellen.
Das Ende wirkt stellenweise etwas zu direkt. Nach einer langen Phase der Unsicherheit hätte man sich eine vielleicht sogar bessere Auflösung wünschen können.
Von der Atrmosphäre her macht der Film eigentlich alles richtig. Die Hütte mitten im Wald ist ein hervorragender Schauplatz. Sie vermittelt Isolation und lässt die Familie gleichzeitig gefangen wirken.
Auch die Bedrohung von außen wird effektiv inszeniert.
Dabei setzt der Film weniger auf klassischen Horror, als auf psychologischen Druck. Vielmehr entsteht die Spannung aus der Frage, was als Nächstes passieren wird.
Unterm Strich ist Knock at the Cabin deshalb für mich ein solider Mystery Thriller, der mich vor allem durch seine interessante Ausgangssituation und einige starke schauspielerische Leistungen unterhalten hat. Für einen wirklich herausragenden Film fehlt jedoch die notwendige Tiefe und Konsequenz.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 26.09.26 um 17:01
/image/movie/practical-magic-zauberhafte-schwestern-neu_klein.jpg
Was gut funktioniert, ist die Atmosphäre. Der Film versucht, eine märchenhafte und leicht geheimnisvolle Stimmung aufzubauen und das gelingt zumindest stellenweise. Die fantastischen Elemente verleihen der Geschichte einen gewissen Charme. Es gibt einige Szenen, die tatsächlich eine angenehme Mischung aus Magie und Alltag erzeugen.
Allerdings hätte man aus dieser fantastischen Welt deutlich mehr machen können. Die Magie ist zwar ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, wird aber nicht immer so kreativ eingesetzt, wie man es sich wünschen würde. Vieles bleibt relativ harmlos und vorhersehbar.
Auch die Geschichte selbst hat Licht und Schatten. Der grundlegende Konflikt funktioniert durchaus, weil familiäre Beziehungen immer genügend Stoff für emotionale Geschichten bieten. Die Beziehung zwischen den Schwestern ist interessant genug, um den Film zu tragen. Man merkt, dass unterschiedliche Persönlichkeiten und Vorstellungen aufeinanderprallen und dass hinter den Konflikten eine gemeinsame Vergangenheit steckt.
Die beiden Hauptfiguren machen ihre Sache ebenfalls ganz gut.
Sandra Bullock spielt Sally Owens, die deutlich zurückhaltendere und bodenständigere der beiden Schwestern. Sally möchte mit der Magie und dem Fluch ihrer Familie möglichst wenig zu tun haben. Sie sehnt sich nach einem normalen Leben und nach einer stabilen Familie. Damit bildet sie einen starken Kontrast zu ihrer Schwester Gillian, die ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten wesentlich selbstbewusster auslebt.
Nicole Kidman übernimmt als Gillian Owens die wesentlich auffälligere Rolle. Gillian ist selbstbewusster, experimentierfreudiger und deutlich weniger bereit, sich den Regeln anderer zu unterwerfen. Sie genießt ihre magischen Fähigkeiten und hat eine wesentlich unkompliziertere Einstellung zu Beziehungen und Männern.
Kidman bringt eine starke Präsenz in diese Rolle. Während Bullock ihre Figur eher zurückhaltend spielt, wirkt Kidman von Beginn an selbstbewusst und charismatisch. Gillian fällt auf, und genau das soll sie auch.
Beim Humor ist der Film ebenfalls durchwachsen. Einige humorvolle Szenen funktionieren und lockern die Handlung angenehm auf. Besonders dann, wenn der Humor aus den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Figuren entsteht, wirkt er natürlich.
Die romantischen Elemente funktionieren ähnlich. Sie sind grundsätzlich passend zur Geschichte, wirken aber stellenweise etwas zu einfach. Beziehungen brauchen Zeit, damit das Publikum wirklich nachvollziehen kann, warum bestimmte Figuren einander wichtig sind.
Ein weiterer Punkt ist das Erzähltempo. Besonders in der Mitte entsteht gelegentlich der Eindruck, dass die Handlung nicht recht weiß, welchen Weg sie als Nächstes einschlagen soll.
Auch visuell ist der Film solide, aber nicht außergewöhnlich. Die fantastischen Elemente werden ordentlich präsentiert, doch es fehlen Bilder oder Szenen, die wirklich wirken. Der Film sieht keineswegs schlecht aus, besitzt aber auch keine besonders markante visuelle Identität.
Zauberhafte Schwestern ist ein durchschnittlicher Fantasyfilm mit einer durchaus interessanten Story und 2 guten hauptdarstellerinnen Er bietet einige charmante Momente und kann vor allem dann funktionieren, wenn man eine leichte Mischung aus Familiengeschichte, Romantik und Fantasy sucht. Allerdings hat mir eine einmalige Sichtung gereicht.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 26.09.26 um 13:41
/image/movie/the-killers-game-2024-us-import_klein.jpg
Die Geschichte beginnt mit Joe Flood, einem professionellen Auftragskiller, der erfährt, dass er an einer schweren Krankheit leidet. Weil er davon ausgeht, nicht mehr lange zu leben, beschließt er, einen Auftrag auf sich selbst zu erteilen. Sein Ziel ist es, andere Auftragskiller dazu zu bringen, ihn zu töten, bevor seine Krankheit es tut. Doch dann stellt sich heraus, dass seine Diagnose beziehungsweise seine Situation nicht so eindeutig ist, wie er zunächst dachte. Plötzlich muss Joe gegen zahlreiche Killer kämpfen, die er selbst auf sich angesetzt hat.
Sie schafft sofort einen ungewöhnlichen Konflikt, weil der Hauptcharakter gleichzeitig Jäger und Gejagter ist. Joe weiß, dass die Gegner kommen werden und muss sich gegen eine ganze Reihe professioneller Killer behaupten.
Dave Bautista passt grundsätzlich sehr gut in die Rolle des wortkargen Actionhelden. Seine körperliche Präsenz ist ein großer Vorteil. Bautista kann glaubwürdig vermitteln, dass Joe ein äußerst gefährlicher Mann ist, ohne dafür ständig große Reden halten zu müssen. Gerade in den Kampfszenen funktioniert er deshalb überzeugend.
Bautistas Figur bekommt nicht besonders viel Tiefe. Joe soll zwar einen inneren Konflikt durchmachen und über sein Leben nachdenken, doch vieles kratzt nur an der Oberfläche. Man versteht, was ihn antreibt, aber die emotionale Entwicklung wird nicht immer überzeugend vermittelt.
Die Beziehung zu seiner Partnerin spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Film versucht, neben der Action auch eine romantische und emotionale Ebene aufzubauen. Allerdings wirkt diese Beziehung teilweise zu einfach.
Interessanter sind teilweise die verschiedenen Killer, die Joe verfolgen. Hier schafft es der Film, unterschiedliche Charaktere und Kampfstile einzubauen. Dadurch entsteht zumindest etwas Abwechslung. Manche Gegner sind eher ernst, andere werden deutlich übertriebener dargestellt. Gerade dadurch kommt der schwarze Humor des Films zum Vorschein.
Allerdings ist auch dieser Humor nicht immer treffsicher. Killers Game möchte gleichzeitig brutal, cool und lustig sein. Hier schwankt der Film jedoch teilweise zwischen ernstem Actionthriller und überdrehter Actionkomödie.
Die Action selbst ist ganz gut geworden. Der Film hat keine Angst davor, seine Gewalt deutlich zu zeigen. Gegner werden teilweise auf sehr kreative und übertriebene Weise ausgeschaltet.
Auch die Nebenfiguren bleiben teilweise hinter ihren Möglichkeiten zurück. Terry Crews beispielsweise bringt viel Energie und eine gewisse komödiantische Präsenz mit. Seine Figur sorgt für einige unterhaltsame Momente, bleibt aber ebenfalls eher eine überzeichnete Actionfigur.
Sofia Boutella bekommt ebenfalls interessante Szenen, aber ihre Rolle könnte stärker in die Geschichte eingebunden sein. Gerade weil ihre Beziehung zu Joe einen emotionalen Kern des Films darstellen soll, wäre es wichtig gewesen, diese Verbindung ausführlicher zu entwickeln.
Viele Elemente erinnern an andere Actionfilme. Der wortkarge Killer mit Vergangenheit, die übertriebene Gewalt, skurrile Gegner und schwarzer Humor. Allerdings sieht das schon sehr nach John Wick Manier aus. Hier hat man wohl etwas "geklaut".
Die übertriebene Darstellung der Gewalt passt durchaus zum Konzept. Wenn man akzeptiert, dass hier vieles nicht realistisch sein soll, funktionieren einige der absurderen Szenen deutlich besser. Der Film möchte in erster Linie unterhalten. Allerdings sehen die CGI Effekte absolut billig aus.
Killers Game ist ein durchschnittlicher Actionfilm, der druchaus Spaß macht, auch wenn nicht komplett. Vielmehr handelt es sich um solide Genrekost. Er bietet aber einige gelungene Kampfszenen und einem überzeugenden Dave Bautista in der Hauptrolle. Besonders die Mischung aus Auftragskiller, schwarzem Humor und übertriebener Gewalt kann stellenweise unterhalten.
Der Humor funktioniert aber nicht durchgehend und die vielen Actionsequenzen beginnen nach einer gewissen Zeit, sich zu wiederholen.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 25.09.26 um 17:38
/image/movie/hard-rain-1998-neu_klein.jpg
Eine Kleinstadt wird von einer gewaltigen Überschwemmung heimgesucht, während gleichzeitig ein Geldtransporter mit einer großen Summe Bargeld unterwegs ist.
Gelungen ist hier die Atmosphäre. Der permanente Regen und die überflutete Stadt verleihen dem Film ein ungewöhnliches Erscheinungsbild. Straßen stehen unter Wasser, Gebäude werden nach und nach unzugänglich und die Figuren müssen sich teilweise mit Booten oder schwimmend fortbewegen. Dadurch entsteht eine gewisse klaustrophobische Stimmung, obwohl die Handlung eigentlich in einer relativ offenen Umgebung spielt. Der Regen ist dabei nicht nur Kulisse, sondern wird zu einem wichtigen Bestandteil der Handlung.
Visuell funktioniert das überraschend gut. Die Wassermassen sorgen für einige spektakuläre Szenen und verleihen selbst einfachen Verfolgungsjagden eine besondere Dynamik. Wo ein normaler Actionfilm vielleicht eine Autoverfolgung auf einer Straße zeigen würde, lässt Hard Rain Fahrzeuge durch überflutete Straßen fahren und Menschen durch Gebäude kämpfen, während überall Wasser eindringt.
Christian Slater spielt Tom, einen jungen Fahrer eines Geldtransporters, der während der Überschwemmung in die Ereignisse hineingezogen wird. Slater ist grundsätzlich passend für die Rolle, doch seine Figur bleibt relativ einfach. Er ist im Grunde der klassische Actionheld, der versucht, das Richtige zu tun und dabei immer wieder in gefährliche Situationen gerät.
Interessanter ist Morgan Freeman als Jim, der Anführer der Gruppe von Kriminellen. Freeman besitzt die nötige Ausstrahlung, um die Figur glaubwürdig bedrohlich wirken zu lassen. Gleichzeitig ist auch seine Rolle nicht besonders komplex geschrieben. Freeman kann mit seiner Präsenz einiges zeigen.
Der Film ist schnell erzählt und verliert sich nicht unnötig in langen Erklärungen. Es gibt regelmäßig Action, Verfolgungen und gefährliche Situationen.
Allerdings führt genau dieses ständige Spektakel auch dazu, dass die Glaubwürdigkeit zunehmend auf der Strecke bleibt. Manche Situationen sind einfach nicht realistisch.
Stattdessen akzeptiert man einfach, dass die Figuren wieder einmal irgendwie überleben werden.
Der Sound und die Musik passen wiederum gut zum Stil der Zeit. Alles wirkt typisch für einen Actionfilm der späten 90ziger.
Hard Rain sieht gut aus, hat einige unterhaltsame Szenen und besitzt mit der überfluteten Stadt ein ungewöhnliches Setting. Dem gegenüber stehen eine eher vorhersehbare Handlung, wenig ausgearbeitete Charaktere und eine gewisse Übertreibung, die mit zunehmender Laufzeit stärker auffällt.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 25.09.26 um 17:15
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Im Mittelpunkt steht Jack Ryan, gespielt von Harrison Ford. Ryan arbeitet innerhalb der amerikanischen Regierung und wird zunehmend in einen Konflikt hineingezogen, der wesentlich größer ist, als er zunächst erwartet. Nachdem der Präsident der Vereinigten Staaten persönlich betroffen ist, wird Ryan mit einer Situation konfrontiert, bei der politische Interessen, Drogenhandel und verdeckte militärische Aktionen miteinander verbunden sind.
Ryan wird nicht als der einfach typische Actionheld dargestellt, der mit einer Waffe in der Hand jedes Problem löst. Er ist in erster Linie ein Analyst und Regierungsmitarbeiter. Harrison Ford spielt diese Rolle entsprechend relativ zurückhaltend. Er verkörpert Ryan eher als vernünftigen Menschen, der versucht, innerhalb eines immer undurchsichtigeren politischen Systems die Wahrheit herauszufinden.
Ford spielt dabei sher gut, aber nicht herausragend. Er verleiht Jack Ryan Glaubwürdigkeit und sorgt dafür, dass man seiner Figur gerne folgt. Gleichzeitig hätte ich mir stellenweise etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht. Ryan wird mit Situationen konfrontiert, die eigentlich enorme Konsequenzen für ihn haben müssten, doch der Film bleibt häufig sehr sachlich. Das passt zwar zum politischen Thriller, verhindert aber auch, dass die Geschichte emotional wirklich mitreißt.
Der Film beschäftigt sich mit der Frage, wie weit eine Regierung gehen darf, wenn sie glaubt, einen besonders gefährlichen Gegner bekämpfen zu müssen. Dabei werden geheime Operationen durchgeführt, Informationen zurückgehalten und Entscheidungen getroffen, die nicht unbedingt mit den offiziellen politischen Aussagen übereinstimmen.
Die Geschichte ist teilweise ziemlich kompliziert und das ist ein Problem Es gibt zahlreiche Figuren, Organisationen und politische Zusammenhänge. Wer nicht aufmerksam bleibt, kann relativ schnell den Überblick verlieren. Das kann sehr schwerfällig werden und das mag nicht jedem gefallen.
Besonders in der ersten Hälfte nimmt sich Das Kartell sehr viel Zeit, um seine Handlung aufzubauen. Allerdings dauert es teilweise zu lange, bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt.
Wenn der Film später stärker auf die geheimen Operationen und militärischen Aktionen setzt, wird er deutlich packender. Hier zeigt sich dann die Qualität der Inszenierung. Die Actionszenen sind nicht ausschließlich auf Explosionen und Schießereien ausgelegt, sondern versuchen, eine gewisse taktische Spannung aufzubauen. Besonders die Operationen in Kolumbien ist sehr gut umgesetzt worden.
Die Action ist insgesamt solide umgesetzt. Aus heutiger Sicht wirken manche Szenen natürlich etwas altmodischer. Gleichzeitig hat gerade diese klassische Inszenierung ihren eigenen Charme. Der Film verlässt sich weniger auf digitale Effekte und versucht stattdessen, seine Spannung über Schauplätze, Schauspieler und praktische Action aufzubauen.
Trotzdem sind nicht alle Actionszenen gleich überzeugend. Der Film braucht teilweise sehr lange, um auf einen Höhepunkt hinzuarbeiten. Wenn es dann tatsächlich zur Action kommt, funktioniert sie zwar meistens gut, aber der Weg dorthin ist nicht immer besonders kurzweilig.
Die Atmosphäre des Films gefällt mir dagegen ziemlich gut. Das Kartell vermittelt ein realistisches und teilweise düsteres Bild von internationalen politischen Konflikten. Die Schauplätze und die Inszenierung tragen dazu bei, dass die Handlung zumindest teilweise glaubwürdig wirkt.
Was den Film ebenfalls etwas schwächer macht, ist seine Länge. Mit einer Laufzeit von deutlich über zwei Stunden verlangt er vom Zuschauer einiges an Geduld. Bei einem Film mit einer derart komplexen Handlung kann eine längere Laufzeit durchaus sinnvoll sein, doch hier hätte man meiner Meinung nach einige Szenen kürzen können.
Dadurch wäre die Geschichte wahrscheinlich deutlich dynamischer geworden.
Das Kartell ist ein solider Polit- und Actionthriller geworden. Besonders Harrison Ford trägt den Film und macht Jack Ryan zu einer sympathischen und glaubwürdigen Hauptfigur. Der Film bietet einige spannende Actionsequenzen und beschäftigt sich mit durchaus interessanten Fragen rund um Macht, Geheimoperationen und politische Verantwortung.
Gleichzeitig ist die Handlung stellenweise unnötig kompliziert und die lange Laufzeit macht sich besonders in den ruhigeren Passagen bemerkbar.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
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mit 3
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mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 24.09.26 um 17:20
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Ray Breslin und sein Team werden damit beauftragt, sie aus einer scheinbar unüberwindbaren Gefängnisanlage zu befreien. Dabei geht es natürlich nicht nur um die Rettung der Gefangenen, sondern auch um Vergeltung und persönliche Motive.
Das Problem ist allerdings, dass die Geschichte relativ vorhersehbar bleibt. Viele Entwicklungen lassen sich bereits früh erahnen und wirkliche Überraschungen gibt es nur wenige. Während der erste Escape Plan noch mit seinem Gefängniskonzept und der Frage, wie Breslin aus seiner Umgebung entkommen kann, für Spannung sorgen konnte, konzentriert sich der dritte Teil wesentlich stärker auf klassische Action. Dadurch geht ein großer Teil dessen verloren, was die Reihe ursprünglich interessant gemacht hat.
Sylvester Stallone macht als Ray Breslin grundsätzlich eine solide Figur. Er verkörpert die Rolle weiterhin mit der für ihn typischen körperlichen Ausstrahlung und seinem eher wortkargen Auftreten. Allerdings bekommt seine Figur nicht besonders viel neues Material. Breslin wirkt stellenweise mehr wie eine bekannte Action Ikone. Für Fans von Stallone dürfte seine Anwesenheit trotzdem einer der Hauptgründe sein, den Film anzusehen.
Auch Dave Bautista sorgt für einige interessante Momente. Seine körperliche Präsenz passt hervorragend zu einem Film dieser Art und gerade in den härteren Actionszenen kann er überzeugen.
Die Action selbst ist in dem Film das wohl stärkste Argument für den Film. Escape Plan 3 ist deutlich brutaler und direkter. Es gibt zahlreiche Schießereien, Explosionen, Verfolgungen und Nahkämpfe. Einige Kämpfe sind durchaus ordentlich choreografiert und können unterhalten.
Manche Szenen sehen etwas billig aus und die Inszenierung erreicht nur selten eine gute Qualität. Besonders bei den visuellen Effekten merkt man dem Film an, dass das einfach nicht gut aussieht.
Auffälig dürfte sein, dass das eigentliche Gefängnis nicht mehr den gleichen Stellenwert besitzt, wie im ersten Film. Die Idee, ein scheinbar perfektes Gefängnis zu analysieren und Schwachstellen zu finden, war damals noch der zentrale Reiz. In The Extractors wirkt die Gefängniskulisse dagegen teilweise eher wie eine Kulisse für Schießereien und Nahkämpfe. Das Grundkonzept wird hier kaum genutzt.
Auch als Abschluss einer Trilogie hinterlässt der Film deshalb einen eher durchwachsenen Eindruck. Es gibt genug Action und bekannte Gesichter, um Fans des Genres bei Laune zu halten, aber zu wenig Eigenständigkeit, Spannung und erzählerische Qualität, um wirklich zu überzeugen. Aber immerhin ist Escape Plan: The Extractors besser als Escape Plan: Hades.
Gesehen im HD TV. 
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mit 3
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mit 4
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mit 1
bewertet am 24.09.26 um 16:37
/image/movie/der-vorname-2018-neu_klein.jpg
Der Film versammelt eine Gruppe von Freunden und Familienmitgliedern zu einem gemeinsamen Abendessen, das zunächst ganz harmlos beginnt. Doch als die Frage nach dem Namen eines ungeborenen Kindes aufkommt, entwickelt sich der Abend zunehmend zu einer Mischung aus Streit, persönlichen Angriffen und längst verdrängten Konflikten.
Der Film versucht zu zeigen, wie schnell eine scheinbar harmlose Unterhaltung eskalieren kann, wenn Menschen unterschiedliche politische, gesellschaftliche und persönliche Ansichten haben. Gleichzeitig werden nach und nach Geheimnisse und alte Konflikte zwischen den Figuren enthüllt.
Für mich ist Der Vorname vor allem ein Film, der viel redet, aber relativ wenig daraus macht. Die Dialoge stehen ganz klar im Mittelpunkt. Allerdings fehlt es vielen Gesprächen an der nötigen Natürlichkeit. Teilweise hatte ich eher das Gefühl, Figuren beim Vortragen von Theaterdialogen zuzusehen, anstatt einer echten Unterhaltung beizuwohnen.
Gerade am Anfang zieht sich der Film meiner Meinung nach ziemlich. Die Figuren werden vorgestellt, man bekommt einen Eindruck von ihren Beziehungen zueinander und schließlich kommt das Thema des Vornamens auf. Die Reaktionen darauf sollen zunächst lustig und provokant wirken. Tatsächlich fand ich viele dieser Szenen aber eher vorhersehbar.
Die Figuren diskutieren, beleidigen sich und enthüllen Geheimnisse.
Besonders problematisch finde ich, dass viele Figuren teilweise sehr stark auf bestimmte Eigenschaften reduziert werden. Jeder Charakter scheint eine bestimmte Rolle innerhalb der Diskussion erfüllen zu müssen.
Die Schauspieler machen ihre Sache aber grundsätzlich ordentlich. Vor allem Christoph Maria Herbst ist in seiner Rolle als Thomas sehr präsent. Seine Figur ist selbstbewusst, provokant und offensichtlich darauf aus, andere mit seinen Aussagen zu reizen. Herbst spielt diese Eigenschaften überzeugend und hat ein gutes Gespür für Timing. Allerdings hat seine Figur auch das Problem, dass sie über längere Zeit ziemlich unsympathisch wirkt.
Auch Florian David Fitz, Caroline Peters und Justus von Dohnányi liefern solide Leistungen ab. Die Besetzung ist insgesamt durchaus gut.
Der Humor ist für mich ebenfalls ein Negativpunkt. Der Vorname wird als Komödie verkauft, doch wirklich laut lachen musste ich nur selten. Es gibt durchaus einige witzige Situationen und schlagfertige Kommentare, aber vieles ist eher auf Streit und Provokation aufgebaut. Der Film scheint häufig davon auszugehen, dass ein aggressiver Wortwechsel automatisch lustig ist. Das funktioniert aber nicht für mich.
Auch die gesellschaftlichen Themen werden meiner Meinung nach nicht immer optimal genutzt. Der Film spricht unter anderem über politische Einstellungen, Vorurteile, soziale Unterschiede und die Frage, wie tolerant Menschen wirklich sind. Das sind interessante Themen, die aber kaum in Szene gesetzt werden.
Unterm Strich ist Der Vorname für mich eine durchschnittliche bis enttäuschende Komödie. Der Film besitzt einige Iinteressante Themen und eine hervorragende Besetzung, schafft es aber nicht, dies zu nutzen. Die Dialoge sind teilweise clever, aber ebenso häufig zu konstruiert. Und obwohl der Film als Komödie funktioniert, sind viele Szenen eher anstrengend als wirklich lustig.
Deutsche Komödien bleiben auch bei mir weiterhin unter Durchschnitt. Und es wird wohl nie besser werden. Ein Versuch war es aber leider nicht wert.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 2
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mit 4
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mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 23.09.26 um 17:00
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Im Mittelpunkt steht der erfolgreiche und reiche Selfmade Millionär Mike Regan, der mit seiner Familie in einer ultra modernen, voll vernetzten High Tech Villa lebt. Als es zu technischen Problemen mit dem Netzwerk kommt, lernt er den jungen, brillanten IT Techniker Ed Porter kennen.
Pierce Brosnan spielt seine Rolle routiniert und holt das Beste aus dem dünnen Drehbuch heraus. Der rest des Castes spielt hier nur solide.
Die Inszenierung der hochmodernen Villa und das Gefühl, dass die unsichtbare Technologie um einen herum plötzlich ein Eigenleben entwickelt, erzeugen eine unheimliche Grundstimmung.
Sobald der Konflikt jedoch eskaliert, verliert der Film zunehmend an Glaubwürdigkeit. Statt psychologischer Raffinesse setzt der Film auf plumpe Genrekonditionen und konstruierte Wendungen. Die Bedrohung durch den Stalker wirkt oft steril. Die Figuren bleiben seltsam distanziert, wodurch man als Zuschauer kaum echtes Mitgefühl oder Anspannung aufbaut.
Der größte Kritikpunkt ist, das IT-Spezialisten und TechnikNerds bei dem Film die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden. Das "Hacken" wird hier wie pure Magie dargestellt, bei der man innerhalb von Sekunden absolut jedes System der Welt übernehmen kann. Ed hackt sich in absolut jedes System, verändere Passwörter im Sekundentakt und übernimmt komplexe Infrastrukturen so mühelos, als würde er Lieder auf einem Smartphone überspringen. Jegliche Realitätsnähe geht hier komplett verloren.
Die Handlungen der Figuren sind oft schwer nachvollziehbar. Trotz massiver Bedrohungen und digitaler Übergriffe werden grundlegende Sicherheitsmaßnahmen wie das vollständige Trennen der Strom- oder Internetverbindung des Hauses entweder ignoriert oder als unmöglich dargestellt.
Viele Entscheidungen der Figuren wirken daher unlogisch.
Zwar besitzt der Film ein paar ganz nette, spannende Momente und profitiert von seiner kurzen Laufzeit, die gröberen Schwächen im Drehbuch und die unrealistische Darstellung von Cyberkriminalität ziehen das Gesamterlebnis jedoch stark nach unten.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 2
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mit 4
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mit 1
bewertet am 23.09.26 um 16:52
/image/movie/maleficent---maechte-der-finsternis-neu_klein.jpg
Mit Maleficent: Mächte der Finsternis versucht Disney, die Geschichte rund um eine der bekanntesten Schurkinnen aus dem eigenen Märchenuniversum weiterzuführen. Nach dem Erfolg des ersten Films war eine Fortsetzung eigentlich keine große Überraschung. Wieder stehen Maleficent und Aurora im Mittelpunkt, wieder geht es um eine Mischung aus Fantasy, Märchen und großen Konflikten und wieder setzt der Film stark auf beeindruckende Bilder und eine märchenhafte Atmosphäre.
Was man dem Film zugutehalten muss, ist die visuelle Gestaltung. Der Film sieht an vielen Stellen einfach wunderschön aus. Die fantastischen Landschaften, die Kostüme, die verschiedenen Kreaturen und die märchenhaften Schauplätze vermitteln das Gefühl einer großen Fantasy Welt. Besonders die Szenen rund um die Heimat der Feen und magischen Wesen sind atmosphärisch und zeigen, dass das Produktgesign hervorragend umgesetzt wurde.
Auch die visuellen Effekte können sich größtenteils sehen lassen. Gerade wenn Maleficent ihre Kräfte einsetzt oder die verschiedenen magischen Wesen zu sehen sind, entwickelt der Film einen beeindruckenden visuellen Stil. Es gibt viele Szenen, in denen man sich einfach zurücklehnen und die Bilder genießen kann.
Die Handlung wirkt über weite Strecken ziemlich vorhersehbar. Zwar versucht der Film, die Geschichte des ersten Teils weiterzuentwickeln und neue Konflikte einzubauen, aber vieles fühlt sich so an, als hätte man kaum neue Ideen eingebracht. Es gibt politische Intrigen, Missverständnisse, eine drohende Hochzeit, familiäre Konflikte und schließlich einen großen Krieg zwischen verschiedenen Gruppen.
Allerdings versuchte man, verschieden Geschichten einzubauen. Einerseits soll die Beziehung zwischen Maleficent und Aurora weiterentwickelt werden. Andererseits wird eine größere Geschichte über verschiedene Feen- und Menschenvölker eingeführt. Gleichzeitig gibt es eine politische Ebene rund um Auroras Hochzeit und ihre zukünftige Rolle. Dazu kommen noch Intrigen und die Frage, welche Figuren eigentlich welche Absichten verfolgen. Das wirkt einfach zu überladen. Es fehlte der Fokus.
Die Beziehung zwischen Maleficent und Aurora bleibt zwar das emotionale Zentrum der Geschichte, funktioniert für mich aber nicht immer so gut wie im ersten Teil. Die Dynamik zwischen den beiden ist grundsätzlich interessant, weil Maleficent eine Art ungewöhnliche Mutterrolle für Aurora übernommen hat. Gleichzeitig wird dieser Konflikt im zweiten Teil teilweise unnötig dramatisiert. Viele Probleme könnten wahrscheinlich durch ein paar ehrliche Gespräche verhindert werden, stattdessen entstehen Missverständnisse, die die Handlung künstlich vorantreiben.
Vom Cast her ist Angelina Jolie dabei weiterhin ein großer Faktor. Sie passt einfach hervorragend in die Rolle der Maleficent. Allein durch ihre Erscheinung besitzt sie eine enorme Aura. Kostüm, Make-up und ihre charakteristische Ausstrahlung machen sie zu einer Figur, die sofort auffällt. Jolie schafft es außerdem, Maleficent gleichzeitig gefährlich, mächtig und verletzlich wirken zu lassen.
Auch Elle Fanning macht als Aurora einen guten Job. Ihre Figur wirkt sympathisch und emotional, wobei ich auch hier das Gefühl hatte, das man nicht alles au ihr rausgeholt hat. Aurora steht zwischen verschiedenen Welten und könnte eigentlich eine sehr interessante Figur sein, weil sie versucht, Menschen und magische Wesen miteinander zu verbinden. Dieser Aspekt ist durchaus vorhanden, wird aber nicht konsequent genutzt.
Auch die Figut von Michelle Pfeiffer, Königin Ingrith, ist stark umgesetzt worden. Pfeiffer spielt die Rolle mit sichtbarer Freude daran, eine klassische Antagonistin darzustellen. Sie ist manipulativ, kontrollierend und teilweise herrlich übertrieben.
Die Inszenierung ist groß, die Musik unterstützt die märchenhafte Atmosphäre und die Effekte sind aufwendig. Trotzdem hatte ich während vieler Szenen nicht das Gefühl, wirklich emotional in die Geschichte hineingezogen zu werden.
Auch der Humor funktioniert nicht immer. Es gibt einige lockere und charmante Momente, die den Film angenehm auflockern. Gleichzeitig wirken manche humorvollen Szenen etwas gezwungen. Besonders wenn die Geschichte gerade versucht, dramatisch oder episch zu sein, können bestimmte Gags eher störend wirken.
Auch das Tempo ist ordentlich. Trotz seiner relativ umfangreichen Handlung kommt nur selten das Gefühl auf, dass überhaupt nichts passiert. Es gibt regelmäßig neue Schauplätze, Konflikte oder Figuren.
Im Vergleich zum ersten Film fehlt mir außerdem etwas von dessen Besonderheit. Der erste Film hatte die interessante Idee, eine bekannte Disney Bösewichtin neu zu interpretieren und ihre Geschichte aus einer anderen Perspektive zu erzählen. Dadurch hatte die Figur eine gewisse Tragik und Tiefe. Die Fortsetzung versucht zwar, darauf aufzubauen, aber sie fühlt sich stärker wie ein "normaler" Fantasy Abenteuerfilm an.
Die Bilder sind schön, Angelina Jolie ist als Maleficent weiterhin hervorragend, Michelle Pfeiffer sorgt für eine unterhaltsame Gegenspielerin, optisch eine Wucht und die Welt des Films bietet genügend Fantasy Flair.
Er ist solide und stellenweise unterhaltsam, aber gleichzeitig zu vorhersehbar und oberflächlich.
Das war der erste Teil noch deutlich besser.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 22.09.26 um 04:50
/image/movie/monster-hunter-2020-4k-4k-uhd-und-blu-ray-3d-neu_klein.jpg
Eine militärische Einheit unter der Führung von Captain Artemis, gespielt von Milla Jovovich, wird während eines Einsatzes in eine mysteriöse andere Welt transportiert. Dort angekommen, stellt die Gruppe schnell fest, dass sie es nicht mit einer gewöhnlichen Landschaft zu tun hat. Die neue Welt wird von riesigen und gefährlichen Monstern bevölkert, die für die Soldaten eine völlig neue Bedrohung darstellen.
Monster Hunter punktet eindeutig mit seiner Action. Der Film verschwendet nicht allzu viel Zeit damit, große Monster möglichst spektakulär in Szene zu setzen. Besonders die Kämpfe zwischen Menschen und Kreaturen gehören zu den Stärken des Films.
Die Monster sehen teilweise beeindruckend aus und vermitteln ein gutes Gefühl für ihre Größe und Gefährlichkeit. Auch die Kämpfe sind teilweise überraschend körperlich und intensiv. Milla Jovovich darf sich durch zahlreiche Szenen kämpfen, schießen, ausweichen und mit riesigen Waffen auf Monster losgehen.
Dabei merkt man allerdings auch, dass der Film sehr stark auf seine visuellen Effekte angewiesen ist. Nicht jeder Effekt wirkt gleichermaßen überzeugend. Während einige Monster durchaus beeindruckend aussehen, gibt es andere Szenen, in denen die digitale Umsetzung etwas künstlich wirkt.
Das Universum der Monster Hunter Spiele bietet eine Vielzahl an Kreaturen, Waffen, Schauplätzen und Geschichten. Der Film nutzt davon zwar einiges, kratzt aber häufig nur an der Oberfläche.
Abgesehen von Artemis und dem Hunter bekommt man nur wenig Gelegenheit, die Charaktere wirklich kennenzulernen. Einige Nebenfiguren sind kaum mehr als 10 Minuten auf der Bildfläche und sterben recht früh.
Milla Jovovich ist als Artemis eine nachvollziehbare Besetzung für diesen Film. Sie bringt die notwendige Intelligenz mit und wirkt glaubwürdig, wenn sie sich gegen überdimensionierte Kreaturen behaupten muss. Ihre Rolle erinnert allerdings stark an andere Actionfiguren, die Jovovich bereits in früheren Filmen gespielt hat.
Dennoch wirkt sie kompetent, mutig und kämpferisch.
Tony Jaa ist ebenfalls eine interessante Ergänzung. Seine körperlichen Fähigkeiten kommen in den Kampfszenen gut zur Geltung und seine Figur bringt etwas Abwechslung mit sich. Die Chemie zwischen ihm und Jovovich funktioniert besser, als man zunächst erwarten könnte.
Für Zuschauer, die mit den Monster Hunter Spielen vertraut sind, gibt es einige Anspielungen und Elemente, die den Film interessanter machen. Waffen, Monster und bestimmte Details erinnern immer wieder an die Vorlage. Gleichzeitig ist der Film keine besonders genaue Umsetzung der Spielwelt, sondern nimmt sich einige Freiheiten.
Das größte Problem von Monster Hunter ist aber letztendlich, dass der Film zwar durchaus Spaß machen kann, aber nur wenig hinterlässt. Während des Anschauens gibt es Monsterkämpfe, Explosionen, Schießereien und einige durchaus gelungene Actionsequenzen.
Am Ende bleibt ein Film, der für Fans von Monster- und Actionfilmen durchaus unterhaltsam sein kann.
Wer die Spiele gespielt hat, erkennt einige Elemente daraus, die aber nur Ansatzweise angekratzt werden. Der Film kommt kaum über das grundlegende Konzept solcher Filme hinaus.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
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mit 4
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mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 21.09.26 um 14:49
/image/movie/red-machine---hunt-or-be-hunted-neu_klein.jpg
Zwei Brüder geraten in der Wildnis in eine gefährliche Situation und bekommen es mit einem gewaltigen Grizzly zu tun. Der Bär wird dabei als nahezu unaufhaltsame Naturgewalt dargestellt.
Ein Mensch gegen einen Bären ist schließlich ein Szenario, bei dem die Kräfteverhältnisse von Anfang an klar sind. Der Mensch ist körperlich unterlegen und kann sich nicht einfach auf seine Stärke verlassen.
Statt eines konsequenten Survival Thrillers bekommt man immer wieder längere Passagen, in denen die Handlung kaum vorankommt. Die Figuren reden, bewegen sich durch die Landschaft und versuchen, ihre Probleme zu lösen. Doch die Bedrohung durch den Bären wird dabei immer wieder unterbrochen.
Dadurch entsteht kein durchgehend spannender Kampf ums Überleben.
Die beiden Brüder wirken über weite Strecken ziemlich blass.
Es gibt zwar familiäre Spannungen und persönliche Probleme, doch vieles davon fühlt sich für diesen Film einfach nicht richtig an.
Sobald der Bär aber ins Spiel kommt, hat der Film zumindest ein klares Zentrum. Dieses Tier ist groß, gefährlich und unberechenbar. Schon allein seine Präsenz reicht aus, um einige Szenen wenigstens etwas spannend zu machen.
Man bekommt immer wieder Momente, in denen der Bär durchaus bedrohlich wirkt. Doch anstatt diese Spannung weiter aufzubauen, nimmt der Film anschließend wieder das Tempo heraus.
Die abgelegene Natur passt hervorragend zur Geschichte. Wälder, Berge und die weitläufige Landschaft vermitteln grundsätzlich das Gefühl, dass die Figuren komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind.
Allerdings bleibt bei Red Machine die Wildnis dagegen teilweise einfach eine schöne Hintergrundkulisse.
Red Machine hat einen starken Gegner, schwache Figuren und eine passende Kulisse, aber leider kein Film, der diese Zutaten wirklich zu einem packenden Survival Erlebnis verbindet. Der Bär hätte mehr verdient. Der Zuschauer dementsprechend auch. Lohnt sich überhaupt nicht.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 2
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mit 1
bewertet am 20.09.26 um 18:11
/image/movie/escape-from-the-deep---bis-zum-letzten-atemzug-de_klein.jpg
Die Gruppe entdeckt das Wrack der USS Charlotte, eines Kriegsschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg und begibt sich auf eine Tauchmission. Was zunächst wie ein Abenteuer beginnt, entwickelt sich zum Überlebenskampf, als die Figuren feststellen müssen, dass sie unter Wasser nicht alleine sind.
Das große Manko am Film ist für mich das Tempo. Der Film braucht eine gefühlte Ewigkeit, bis überhaupt so etwas wie Spannung entsteht. Gerade bei einem Film mit einer Laufzeit von rund 90 Minuten ist das besonders ärgerlich.
Der Anfang besteht aus viel Vorbereitung, Gesprächen und Taucherei, ohne dass die Handlung wirklich vorankommt. Die Figuren werden vorgestellt, ihre Beziehungen angedeutet und das Abenteuer vorbereitet.
Man bekommt stattdessen eine Gruppe von Figuren präsentiert, die größtenteils wie typische Genre Schablonen wirken. Es gibt den erfahrenen Taucher, den enthusiastischen jungen Mann, die verschiedenen Freunde und natürlich die üblichen Spannungen innerhalb der Gruppe. Sowas kennt man zu viel.
Auch die Entscheidungen der Figuren wirken nicht immer besonders nachvollziehbar. Gerade in einem Film, dessen zentrale Spannung auf Sauerstoffmangel, Orientierungslosigkeit und einer lebensgefährlichen Umgebung basiert, sollten die Charaktere möglichst glaubwürdig handeln. Stattdessen treffen sie immer wieder Entscheidungen, die vollkommen sinnlos sind.
Die Effekte sind teilweise deutlich als digitale Effekte erkennbar. Gerade in den Angriffsszenen fehlt dadurch die Echtheit.
Die Unterwasseraufnahmen können aber durchaus Atmosphäre erzeugen. Das Wrack vermittelt stellenweise ein Gefühl von Enge und Orientierungslosigkeit und gerade die Vorstellung, durch ein jahrzehntelang auf dem Meeresboden liegendes Kriegsschiff zu tauchen, besitzt einen gewissen Reiz.
Einige der spannenderen Szenen befinden sich erst im letzten Drittel des Films. Dort nimmt das Tempo tatsächlich zu und der Survival Aspekt funktioniert deutlich besser. Sobald die Figuren wirklich ums Überleben kämpfen müssen, entwickelt Escape from the Deep zumindest zeitweise einen gewissen Unterhaltungswert.
Escape from the Deep ist einfach ein schlechter Film. Das Schiffswrack ist interessanter als die Figuren darin, der Hai kommt zu spät und die Spannung bleibt über weite Strecken auf Tauchstation.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 2
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mit 3
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mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 20.09.26 um 09:26
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Es gibt Filme, die einen nach dem Abspann noch lange beschäftigen. Dann gibt es Filme, bei denen man sich nach dem Abspann vor allem fragt, warum man die vergangenen 2 1/2 Stunden eigentlich nicht sinnvoller genutzt hat. Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Der Film versucht, mit einem großen Thema, einer geheimnisvollen Ausgangssituation und einer entsprechend dramatischen Inszenierung Spannung und Bedeutung zu erzeugen. Leider bleibt davon am Ende erstaunlich wenig übrig.
Ein Ereignis von weltweiter Bedeutung soll die Menschheit mit einer Wahrheit konfrontieren, die bisher verborgen geblieben ist. Das ist grundsätzlich ein faszinierender Stoff, aus dem man einen beeindruckenden Science Fiction hätte machen können. Stattdessen bekommt man einen Film, der ständig den Eindruck erweckt, als würde gleich etwas Großes passieren und diesen Eindruck immer wieder enttäuscht.
Die Charaktere konnten mich kaum überzeugen. Einzig und allein Emily Blunt kann in ihrer Rolle wenigstens etwas beisteuern und zeigt, was sie kann.
Selbst das Drehbuch nutze die starke Grundidee nicht konsequent aus und verlasse sich stattdessen auf klischeehafte Agenten- und Verschwörungsstrukturen. Die Geschichte wirkt dadurch unnötig kompliziert. Informationen werden künstlich zurückgehalten, obwohl man als Zuschauer längst ahnt, worauf der Film hinauswill. Dadurch entsteht keine echte Spannung, sondern irgendwann eher Frustration.
Selbst beim Spannungsaufbau hat der Film für mich komplett daneben gelegen. Ein Science Fiction Film darf selbstverständlich langsam anfangen. Er muss nicht alle Antworten sofort liefern. Es wird viel angedeutet, viel angekündigt und viel geheimnisvoll inszeniert, aber die tatsächliche Entwicklung kommt nur schleppend voran.
Wenn dann endlich Antworten geliefert werden, fühlen sie sich teilweise weniger wie eine große Enthüllung an.
Auch visuell konnte mich der Film nicht so begeistern. Sicherlich gibt es einzelne Bilder und Szenen, die ordentlich aussehen. Insgesamt wirkt die Inszenierung aber erstaunlich austauschbar. Man sieht durchaus, dass hier mit großen Bildern und einer entsprechend ernsten Atmosphäre gearbeitet werden soll, doch das allein reicht nicht aus.
Was mich außerdem gestört hat, ist die fehlende Balance zwischen Mystery, Science Fiction, Drama und Thriller. Der Film möchte gleichzeitig ein großes gesellschaftliches Ereignis, eine persönliche Geschichte sein. Dadurch fühlt sich vieles unfokussiert an. Nichts davon wird meiner Meinung nach konsequent genug ausgearbeitet.
Gerade die Frage, wie die Menschheit mit einer völlig neuen Wahrheit umgehen würde, bietet enorm viel Potenzial. Man hätte daraus einen spannenden Film über Politik, Gesellschaft, Religion, Wissenschaft, Angst, Hoffnung und menschliche Reaktionen machen können. Stattdessen wird vieles davon gar nicht angesprochen.
Das vielleicht größte Problem ist aber die Erwartungshaltung, die der Film selbst erzeugen möchte. Er baut sein Szenario so auf, als würde am Ende eine Enthüllung kommen, die alles bisher Gesehene verändert. Doch diese verpufft in einem kurzen Augenblick.
Immerhin sind die letzten 45 Minuten noch einigermaßen erträglich. Es gibt etwas Spannung und Action. Doch das kommt alles viel zu spät.
Auch hätte der Film im Mittelteil locker 60 Minuten einsparen können. Und das Ende ist in meinen Augen totaler Schwachsinn gewesen und völlig belanglos. Auch für mich Spielbergs schlechtester Film.
Am Ende bleibt deshalb vor allem ein Film zurück, der viel verspricht und wenig einlöst. Die Grundidee ist interessant, aber die Umsetzung konnte mich kaum überzeugen. Die Figuren bleiben blass, die Dialoge wirken teilweise künstlich, die Spannung wird immer wieder durch unnötige Längen ausgebremst und die große Enthüllung erreicht für mich nicht die Wirkung, auf die der Film so lange hinarbeitet.
Das Bild hinterlässt insgesamt einen sehr guten Eindruck. Die höhere Auflösung sorgt für eine sichtbar bessere Detaildarstellung, insbesondere bei Landschaftsaufnahmen, Gebäuden und den zahlreichen feineren Strukturen innerhalb der Bildkomposition. Gesichter wirken sauber und natürlich, während feine Texturen deutlich besser zur Geltung kommen.
Konturen wirken überwiegend sauber und das Bild macht einen modernen und hochwertigen Eindruck. Auch in dunkleren Szenen bleiben zahlreiche Details erhalten, sodass nicht einfach große schwarze Flächen entstehen.
Die Kontraste profitieren ebenfalls von der 4K. Helle Lichtquellen wirken kräftiger und besitzen eine bessere visuelle Präsenz, während dunkle Bildbereiche gleichzeitig ausreichend Zeichnung behalten.
Die Farbgebung ist insgesamt überzeugend. Farben wirken kräftig, ohne dabei permanent unnatürlich überzogen zu erscheinen. Gleichzeitig besitzt das Bild genügend Dynamik, um die großen Kinomomente entsprechend wirken zu lassen.
Nicht jede Szene wirkt gleichermaßen spektakulär und der sichtbare Unterschied zwischen einzelnen Aufnahmen kann durchaus variieren. Dennoch macht die 4K insgesamt einen hochwertigen Eindruck und wird einem modernen Heimkino durchaus gerecht.
Der Ton ist da etwas beeindruckender.
Die Surround Abmischung sorgt für eine gute räumliche Atmosphäre. Geräusche werden nicht ausschließlich auf die Frontlautsprecher konzentriert, sondern beziehen den gesamten Hörraum mit ein. Dadurch entsteht ein deutlich immersiveres Gefühl, insbesondere während actionreicher oder groß angelegter Szenen.
Auch der Bass darf ordentlich arbeiten. Tieffrequente Effekte besitzen ausreichend Druck, ohne permanent alles andere zu überdecken. Wenn es im Film entsprechend laut und spektakulär wird, kann die Tonspur durchaus für den gewünschten Kinofaktor sorgen.
Sehr wichtig ist allerdings auch die Sprachverständlichkeit. Dialoge bleiben überwiegend klar verständlich und gehen selbst bei größeren Soundeffekten nicht unnötig unter. Die Balance zwischen Sprache, Musik und Effekten funktioniert insgesamt überzeugend.
Die Musik profitiert ebenfalls von der räumlichen Abmischung. Der Soundtrack kann sich angenehm im Raum ausbreiten und unterstützt dadurch die Atmosphäre des Films, ohne dass die einzelnen Kanäle künstlich wirken.
Die Extras dagegen sind etwas mau ausgefallen.
Besser punkten kann aber das SteelBook. Die Front zeigt einen wichtigen Faktor im Film. Untermalt wird dies mit metallischen Effekten und Spotgloss. Der Innendruck ist solide, während die Rückseite etwas mager ausfällt. 
Story
mit 1
Bildqualität
mit 4
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mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 19.09.26 um 21:10
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Der Film erzählt die Geschichte mehrerer Angestellter eines luxuriösen New Yorker Wohnhauses, die feststellen müssen, dass sie von dem skrupellosen Wall-Street-Milliardär Arthur Shaw um ihre Ersparnisse gebracht wurden. Aus Frust und Verzweiflung entsteht schließlich der Plan, Shaw selbst zu bestehlen.
Die Idee funktioniert dabei überraschend gut. Besonders interessant ist, dass es sich bei den Hauptfiguren nicht um professionelle Verbrecher handelt. Stattdessen sind es ganz normale Menschen, die sich plötzlich gezwungen sehen, einen Einbruch zu planen. Dadurch entsteht eine gewisse Sympathie für die Figuren und gleichzeitig bietet die Geschichte reichlich Möglichkeiten für humorvolle Situationen.
Ein Highlight ist zweifellos die Besetzung. Ben Stiller übernimmt die Hauptrolle als Josh Kovaks und spielt einen zunächst eher kontrollierten und verantwortungsbewussten Hausverwalter, der durch die Ereignisse zunehmend zum Anführer des ungewöhnlichen Teams wird. Stiller passt gut in diese Rolle, weil er sowohl ernstere Momente als auch den typischen körperlichen und teilweise etwas absurden Humor beherrscht.
Auch Eddie Murphy sorgt für einige der unterhaltsameren Augenblicke. Seine Figur Slide ist ein Kleinkrimineller, der den unerfahrenen Einbrechern bei ihrem Vorhaben helfen soll. Murphy bringt dabei eine deutlich chaotischere Energie in den Film. Gerade das Zusammenspiel zwischen ihm und den anderen Figuren sorgt an einigen Stellen für gute Unterhaltung. Allerdings merkt man dem Film auch an, dass viele Witze sehr stark auf die jeweiligen Persönlichkeiten der Schauspieler zugeschnitten sind.
Die Nebenbesetzung kann sich ebenfalls sehen lassen. Casey Affleck, Matthew Broderick und Michael Peña ergänzen das Team und bekommen jeweils ihre eigenen kleinen Situationen. Besonders angenehm ist, dass die Figuren nicht einfach komplett austauschbar wirken. Jeder bringt seine eigenen Fähigkeiten und Schwächen mit.
Die Figur des Arthur Shaw, gespielt von Alan Alda, ist dagegen ein ziemlich klassischer Gegenspieler. Er verkörpert den reichen und skrupellosen Geschäftsmann, der seine Macht und seinen Einfluss ausnutzt. Dadurch ist schnell klar, gegen wen das Publikum mitfiebern soll.
Der Film ist häufig deutlich vorhersehbarer. Bereits relativ früh ist klar, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Gerade ein Heist Film lebt normalerweise von überraschenden Wendungen und cleveren Plänen, in denen der Zuschauer selbst miträtseln kann. Aushilfsgangster bietet zwar einige dieser Elemente, schöpft sie aber nicht vollständig aus.
Auch der Humor ist ziemlich wechselhaft. Es gibt einige wirklich gelungene Szenen, bei denen das Zusammenspiel der Figuren funktioniert und die Situation selbst für die Pointe sorgt. Gleichzeitig gibt es aber auch zahlreiche Witze, die nicht so ganz funktionieren.
Gelungen ist auch die Atmosphäre. Das luxuriöse Hochhaus bildet einen interessanten Schauplatz und passt gut zur Geschichte. Der Kontrast zwischen den wohlhabenden Bewohnern und den Angestellten, die für sie arbeiten, wird immer wieder genutzt. Gleichzeitig bekommt der Film dadurch eine gewisse gesellschaftliche Ebene. Es geht um Gier, soziale Unterschiede und die Frage, wie weit Menschen gehen, wenn sie das Gefühl haben, von mächtigen Personen ausgenutzt worden zu sein.
Die Handlung selbst ist simpel. Der Film nimmt sich auch nicht übermäßig ernst, was grundsätzlich zu seinem Konzept passt.
Aushilfsgangster ist eine sympathische, teilweise sehr unterhaltsame Komödie mit einer guten Besetzung und einer interessanten Idee. Der Humor ist nicht immer treffsicher und die Handlung bleibt teilweise vorhersehbar. Trotzdem sorgt die Mischung aus Ben Stiller, Eddie Murphy und dem ungewöhnlichen Einbruchsteam für genügend Unterhaltung.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 19.09.26 um 18:13
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Eric Daniels, gespielt von Dylan Sprouse, ist ein ehemaliger Army Ranger und befindet sich mit seiner jüngeren Schwester Maddie auf der Tobin Bridge, als plötzlich eine bewaffnete Gruppe einen Angriff startet. Die Brücke wird zum Schauplatz einer Geiselnahme, während Eric aufgrund seiner militärischen Erfahrung versucht, sich und seine Schwester zu schützen. Gleichzeitig befindet sich die Gefangene Doc, die von Dichen Lachman gespielt wird, ebenfalls mitten in diesem Chaos.
Leider ist das Drehbuch zu einfach gestrickt. Die Handlung ist sehr einfach aufgebaut und leider auch ziemlich vorhersehbar. Das alles funktioniert grundsätzlich, aber man hat vieles davon schon unzählige Male gesehen und wirkt schon sehr ernüchternd.
Die Geschichte versucht zwar, mit dem militärischen Hintergrund und Erics Krankheit etwas mehr Tiefe zu erzeugen, doch dieser Aspekt wird meiner Meinung nach nicht konsequent genug ausgearbeitet.
Statt wirklich zu zeigen, wie Eric mit seinem Trauma lebt und wie die aktuelle Situation seine Vergangenheit wieder hervorholt, verwendet der Film dieses Thema hauptsächlich als Hintergrund für einige Rückblenden und dramatische Momente.
Dylan Sprouse macht seine Sache dabei nicht komplett schlecht. Man merkt, dass er versucht, Eric als ernsthaften Actionhelden darzustellen. Körperlich funktioniert die Rolle durchaus und gerade in den Kampfszenen wirkt er einigermaßen überzeugend. In den emotionaleren Momenten fehlt ihm allerdings etwas die Ausstrahlung. Besonders wenn der Film versucht, seine traumatische Vergangenheit emotional in den Mittelpunkt zu stellen, wirkt seine Darstellung teilweise etwas steif.
Ähnlich sieht es bei der Beziehung zwischen Eric und seiner Schwester Madeleine aus. Eigentlich sollte diese Beziehung das emotionale Herzstück des Films sein. Eric kämpft schließlich nicht nur um sein eigenes Leben, sondern vor allem darum, seine Schwester zu beschützen.
Mason Gooding spielt Jimmy „Romeo“ Roken, den Anführer der Gruppe. Seine Motivation ist mit einem militärischen Hintergrund und der Figur Doc verbunden, wodurch die Geschichte zumindest versucht, dem Konflikt eine größere Dimension zu geben.
Aber Roken bleibt letztendlich ein ziemlich klassischer Actionfilm Bösewicht.
Er ist laut, aggressiv und kompromisslos und soll möglichst bedrohlich wirken. Was ihm allerdings fehlt, ist die besondere Persönlichkeit, die einen wirklich guten Antagonisten auszeichnet.
Dennoch bleibt er zeimlich blass.
Dichen Lachman als Doc gehört für mich dagegen zu den interessanteren Darstellern. Ihre Figur hat eine direkte Verbindung zur Vorgeschichte des Konflikts und trägt einige wichtige Informationen zur Handlung. Man bekommt zwar einen Eindruck von ihrer Vergangenheit, aber die Geschichte hätte deutlich mehr aus ihrer Figur machen können.
Auch viele Dialoge klingen ziemlich nach typischem Actionfilm. Manche Sprüche funktionieren, andere wirken dagegen klischeehaft oder sogar unfreiwillig komisch.
Die Action selbst ist immerhin solide.
Es gibt Schießereien, Explosionen, Nahkämpfe und Verfolgungen. Der Film bleibt meistens in Bewegung und hat zumindest keine großen Probleme damit, den Zuschauer einigermaßen bei Laune zu halten.
Die Brücke ist ein hervorragender Ort für einen Action Thriller. Sie bietet begrenzte Fluchtmöglichkeiten, viele Fahrzeuge, unterschiedliche Ebenen, große Menschenmengen und die permanente Gefahr, dass ein Teil der Konstruktion zerstört wird.
Stattdessen bleiben die meisten Szenen räumlich relativ simpel.
Dazu kommen teilweise schwache CGI-Effekte. Größere Explosionen und einige Aufnahmen der Brücke wirken sichtbar künstlich.
The Bridge beziehungsweise Aftermath ist ein durchschnittlicher B Movie Action Thriller mit einem guten Konzept, aber einer deutlich zu gewöhnlichen Umsetzung. Dazu kommen vorhersehbare Handlungselemente, flache Nebenfiguren, ein eher eindimensionaler Bösewicht und keine schönen CGI Effekte.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 19.09.26 um 14:41
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Im Mittelpunkt steht Benjamin Mee, der nach dem Tod seiner Frau versucht, das Leben mit seinen beiden Kindern Dylan und Rosie neu zu ordnen. Besonders Dylan hat Schwierigkeiten, mit dem Verlust seiner Mutter und den Veränderungen in seinem Leben umzugehen. Benjamin selbst sucht ebenfalls nach einer Möglichkeit, seiner Familie einen Neuanfang zu ermöglichen.
Durch Zufall entdeckt er ein großes Anwesen auf dem Land, das allerdings an eine ungewöhnliche Bedingung geknüpft ist: Auf dem Grundstück befindet sich ein Zoo. Benjamin entscheidet sich schließlich dazu, das Anwesen zu kaufen. Damit übernimmt er jedoch nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch die Verantwortung für zahlreiche Tiere und die Mitarbeiter des Zoos.
Gemeinsam mit der Zoo Mitarbeiterin Kelly Foster und ihrem Team versucht Benjamin, den heruntergekommenen Zoo wieder herzurichten und für die Öffentlichkeit zu öffnen. Dabei müssen sie sich mit finanziellen Problemen, kaputten Gehegen, schwierigen Tieren und persönlichen Konflikten auseinandersetzen.
Ein Vater, der nach einem schweren Verlust einen Zoo kauft, ist schließlich kein typischer Ausgangspunkt für einen Familienfilm. Dadurch hat der Film von Anfang an einen gewissen Charme.
Ganz stark ist die Besetzung. Matt Damon spielt Benjamin Mee und schafft es, die Figur glaubwürdig darzustellen. Benjamin ist kein perfekter Vater und auch kein klassischer Held. Er macht Fehler, ist teilweise überfordert und weiß selbst nicht genau, wie er mit der Situation umgehen soll. Dadurch wirkt seine Figur relativ menschlich.
Besonders gelungen ist die Beziehung zwischen Benjamin und seinen Kindern. Man merkt, dass die Familie durch den Tod der Mutter stark belastet ist. Gleichzeitig versucht Benjamin, seinen Kindern ein möglichst normales Leben zu ermöglichen. Diese familiäre Beziehung ist stark umgesetzt worden.
Auch Scarlett Johansson als Kelly Foster liefert eine solide Leistung ab. Ihre Figur ist engagiert, verantwortungsbewusst und emotional mit dem Zoo verbunden. Allerdings bleibt Kelly meiner Meinung nach etwas zu sehr auf ihre Rolle als sympathische Helferin und mögliche Partnerin des Hauptcharakters beschränkt.
Die Kinderfiguren funktionieren ebenfalls gut. Besonders Dylan macht im Verlauf der Geschichte eine erkennbare Entwicklung durch. Anfangs ist er verschlossen und wütend, später beginnt er, sich wieder stärker auf seine Familie und sein neues Leben einzulassen.
Einige emotionale Momente funktionieren tatsächlich gut, weil die Geschichte zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit einem Verlust umgehen können. Benjamin versucht, nach vorne zu schauen, während seine Kinder mit ihren eigenen Problemen kämpfen. Der Zoo wird dabei zu einer Art Symbol für den Neuanfang der Familie.
Der Zoo ist ohne Zweifel das interessanteste Element. Die verschiedenen Tiere sorgen dafür, dass der Film nicht wie ein gewöhnliches Familiendrama wirkt. Gleichzeitig bietet der Zoo eine abwechslungsreiche Kulisse und macht die Geschichte optisch interessanter.
Besonders die Szenen mit den Tieren sind unterhaltsam. Sie geben dem Film eine gewisse Leichtigkeit und sorgen dafür, dass die teilweise schweren Themen nicht zu erdrückend werden.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass der Zoo selbst noch stärker im Mittelpunkt steht. Der Film heißt schließlich Wir kaufen einen Zoo, trotzdem konzentriert sich die Handlung häufig auf die familiären und romantischen Beziehungen. Die tatsächlichen Probleme eines Zoobetriebs werden zwar angesprochen, aber teilweise eher oberflächlich behandelt.
Neben den ernsteren Themen enthält der Film auch zahlreiche humorvolle Augenblicke. Diese lockern die Geschichte auf und verhindern, dass der Film zu traurig wird.
Der Humor ist allerdings nicht immer gleich gelungen. Manche Witze wirken etwas vorhersehbar und entsprechen stark dem typischen Familienfilm.
Eine klare Botschaft des Films lautet, dass ein Neuanfang auch nach einem schweren Schicksalsschlag möglich ist.
Diese Botschaft ist grundsätzlich positiv und nachvollziehbar. Der Film zeigt außerdem, dass schwierige Situationen leichter zu bewältigen sein können, wenn Menschen zusammenarbeiten.
Es gibt eine sympathische Grundidee, gute Schauspieler und einige schöne emotionale Momente. Wir kaufen einen Zoo ist insgesamt ein sympathischer und unterhaltsamer Film, den man sich gut ansehen kann.
Gesehen im HD TV. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 19.09.26 um 09:08
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Marty Supreme möchte ein energiegeladener, stilbewusster und ungewöhnlicher Film über Ehrgeiz, Erfolg und die Schattenseiten des Ruhms sein. Stattdessen wirkt der Film über weite Strecken erstaunlich ziellos. Was zunächst wie ein mutiger und eigenständiger Ansatz erscheint, entwickelt sich zunehmend zu einem überladenen Mix aus großen Gesten, hektischer Inszenierung und Figuren, deren Handlungen kaum die emotionale Wirkung entfalten, die der Film offensichtlich anstrebt.
Im Mittelpunkt steht Marty, eine Figur, die offensichtlich als charismatischer und ehrgeiziger Außenseiter funktionieren soll. Allerdings fällt es schwer, wirklich mit ihm mitzufühlen. Seine Ambitionen werden zwar ständig betont, aber seine Persönlichkeit bleibt für mich erstaunlich oberflächlich.
Sein Ehrgeiz wird immer wieder in den Vordergrund gestellt, doch irgendwann entsteht der Eindruck, dass die Figur das hauptsächlich möchte, aber daran scheitert. Zudem wirken seine Handlungen äußerst kindisch und wenig erwachsen. Man wünscht ihm das schlechteste...Auf jeden Fall. Man fiebert mit ihm mit...Auf keinen Fall. Aus meiner Sicht ist Timothée Chalamet eine totale Fehlbesetzung.
Visuell hat Marty Supreme zweifellos Ambitionen. Der Film möchte dynamisch, modern und eigenständig wirken. Doch genau diese stilistischen Entscheidungen wurden für mich irgendwann zur Belastung.
Schnelle Schnitte, auffällige Kamerabewegungen und eine teilweise sehr aufdringliche audiovisuelle Gestaltung.
Auch erzählerisch konnte mich der Film kaum überzeugen. Die Geschichte wirkt stellenweise so, als hätte man mehrere interessante Ideen gesammelt und anschließend versucht, sie gleichzeitig in einen Film zu packen.
Einzelne Szenen funktionieren durchaus für sich. Manche Entwicklungen fühlen sich zu abrupt an, andere werden unnötig in die Länge gezogen. Figuren tauchen auf, erfüllen kurz eine bestimmte Funktion und verschwinden anschließend wieder, ohne dass ihre Bedeutung wirklich klar wird. Natürlich tauchen sie später im Film mal wieder auf, aber diese Handlungstränge wirken fad und unnütz.
Dadurch fehlt dem Film ein überzeugender roter Faden. Man wartet ständig darauf, dass die verschiedenen Elemente irgendwann zu einem größeren Ganzen zusammenfinden. Für mich passiert das jedoch nicht überzeugend genug.
Was mich am meisten enttäuscht hat, ist die fehlende emotionale Wirkung.
Marty Supreme beschäftigt sich mit Themen wie Ehrgeiz, Erfolg, Niederlage und persönlichem Preis. Das sind eigentlich hervorragende Voraussetzungen für ein intensives Drama. Trotzdem haben mich viele der vermeintlich großen emotionalen Momente kaltgelassen.
Tragische oder dramatische Ereignisse sind nicht automatisch emotional, nur weil es die Inszenierung möchte.
Ich hatte deshalb mehrfach den Eindruck, dass der Film unbedingt möchte, dass ich beeindruckt oder bewegt bin. Genau das Gegenteil passierte: Je stärker der Film seine Wirkung erzwingen wollte, desto distanzierter wurde ich.
Eine der schlimmsten Eigenschaften von Marty Supreme ist, dass der Film gleichzeitig hektisch und langatmig wirkt.
Es passiert ständig etwas. Figuren reden, laufen, streiten, planen und handeln. Trotzdem hatte ich mehrfach das Gefühl, dass die Geschichte nicht wirklich vorankommt.
Das liegt daran, dass das Tempo stark nachlässt. Viele Szenen wiederholen letztlich. Marty will mehr, Marty geht Risiken ein, Marty stößt Menschen vor den Kopf, Marty verfolgt weiterhin sein Ziel.
Auch die Laufzeit ist dermassen zu lang. Der Hauptteil zieht sich wie Kaugummi, mehr schon teerartig. Wenn man zwischenzeitlich bei knapp 2 Stunden ist, fühlt es sich wie 4 Stunden an und man muss sich immernoch knapp 30 Minuten durch den Film quälen. Locker 60 Minuten weniger wären angebracht gewesen.
Der Film hat mehr Drama, als Sport. Tischtennis rückt soweit in den Hintergrund, das man sich fragt, warum überhaupt. Der Anfang versprach noch so viel über diesen Sport, der dann abprupt aufhört. Auch die Matches sind äußerst schlecht inszeniert worden. Das konnte man sich überhaupt nicht ansehen. Selbst das emotionale Ende kann den Film nicht mal ansatzweise retten.
Was mir aber gefallen hat, war der Soundtrack. 80ziger Hits, in einem Film, der in den 50zigern spielt. Kompletter Humbug, aber dennoch schön anzuhören. Tolle Titelauswahl.
Marty Supreme möchte wild, emotional, stilvoll und außergewöhnlich sein. Stattdessen empfand ich ihn häufig als überinszeniert, oberflächlich und unnötig lang. Die Hauptfigur konnte mich kaum emotional erreichen, die Nebenfiguren bleiben teilweise blass und die Geschichte verliert sich immer wieder in ihrer eigenen Inszenierung.
9 Oscarnominierungen, 0 gewonnen...Absolut verdient, da dieser Film einfach keine verdient hat. Ich werde mir diesen Film nie wieder ansehen!!!
Gesehen auf Amazon Prime in 4K UHD als Leihtitel für 0,99€. 
Story
mit 1
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 18.09.26 um 21:51
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Henry Roth ist ein Tierarzt, der auf Hawaii lebt und eigentlich kein Interesse an einer festen Beziehung hat. Stattdessen führt er ein relativ lockeres Leben und vermeidet es, sich emotional an eine Frau zu binden. Eines Tages trifft er in einem Café auf Lucy. Die beiden verstehen sich sofort und verbringen einen schönen Tag miteinander. Henry glaubt zunächst, endlich eine Frau gefunden zu haben, mit der er sich eine ernsthafte Beziehung vorstellen könnte. Am nächsten Tag muss er allerdings feststellen, dass Lucy sich überhaupt nicht an ihn erinnert.
Der Grund dafür ist ein Unfall, nach dem Lucy unter einer schweren Form von Gedächtnisstörung leidet. Sie kann neue Erinnerungen nicht dauerhaft speichern und erlebt jeden Morgen scheinbar denselben Tag erneut. Für Lucy ist deshalb jeder neue Tag der erste Tag, an dem sie Henry kennenlernt. Henry muss sich also immer wieder neu vorstellen und versuchen, ihr Vertrauen und ihre Zuneigung zu gewinnen. Henry erlebt im übertragenen Sinne immer wieder sein erstes Date mit Lucy.
Die Vorstellung, sich jeden Tag aufs Neue in dieselbe Person verlieben zu müssen, ist gleichzeitig romantisch, ungewöhnlich und teilweise traurig. Der Film schafft es meistens, diese Situation humorvoll darzustellen, ohne die emotionale Seite vollständig zu vergessen. Besonders interessant ist dabei, dass Henry sich im Laufe der Geschichte verändert. Während er zu Beginn eher oberflächliche Beziehungen bevorzugt und Verantwortung vermeidet, beginnt er durch Lucy, über seine eigenen Wünsche und seine Zukunft nachzudenken.
Die Chemie zwischen Adam Sandler und Drew Barrymore funktioniert sehr gut. Die beiden wirken als Paar sympathisch und können sowohl die humorvollen als auch die emotionaleren Momente glaubwürdig vermitteln. Sandler spielt Henry teilweise mit seinem typischen Comedy Stil, während Barrymore Lucy eine freundliche und verletzliche Persönlichkeit gibt. Gerade das Zusammenspiel der beiden sorgt dafür, dass die Liebesgeschichte trotz ihrer ungewöhnlichen Voraussetzungen nachvollziehbar bleibt.
Der Humor ist allerdings nicht für jeden Geschmack geeignet. Einige Witze sind charmant und funktionieren auch heute noch, während andere deutlich übertrieben oder teilweise albern wirken.
Störend ist auch, dass der Film seine ungewöhnliche medizinische Ausgangssituation nicht besonders realistisch behandelt. Lucys Gedächtnisproblem wird vor allem als Grundlage für romantische und komödiantische Situationen verwendet. Dadurch ist der Film eher als emotionale Unterhaltung und nicht als realistische Darstellung einer Gedächtnisstörung zu verstehen.
Auch die Handlung folgt teilweise sehr deutlich den Regeln einer klassischen romantischen Komödie. Dadurch gibt es nur wenige wirkliche Überraschungen. Trotzdem funktioniert die Geschichte, weil der Fokus weniger darauf liegt, ob Henry und Lucy zusammenkommen, sondern vielmehr darauf, wie ihre Beziehung unter diesen besonderen Umständen funktionieren kann.
Der Film beschäftigt sich außerdem mit der Bedeutung von Erinnerungen. Normalerweise entwickeln sich Beziehungen dadurch, dass zwei Menschen gemeinsame Erfahrungen machen und diese später miteinander teilen. Bei Lucy funktioniert das nicht auf gewöhnliche Weise. Henry muss deshalb versuchen, ihre Beziehung immer wieder neu aufzubauen. Gleichzeitig muss Lucy ihren eigenen Weg finden, mit ihrer Situation umzugehen.
Auch die Atmosphäre trägt viel zum Film bei. Die Handlung spielt auf Hawaii, wodurch der Film eine sehr entspannte und sommerliche Stimmung bekommt. Strände, Meer und die tropische Umgebung bilden einen starken Kontrast zu Lucys schwieriger Situation. Dadurch fühlt sich der Film insgesamt leicht und angenehm an, obwohl er immer wieder ernstere Themen anspricht.
Gerade Lucys Situation hätte stärker aus ihrer eigenen Perspektive gezeigt werden können. Der Film konzentriert sich häufig darauf, wie Henry mit ihrer Gedächtnisstörung umgeht. Dadurch bleibt etwas im Hintergrund, wie belastend diese Situation für Lucy selbst eigentlich sein muss.
Insgesamt ist „50 erste Dates“ eine unterhaltsame romantische Komödie, die eine interessante Idee mit typischem Adam Sandler Humor verbindet. Dafür besitzt er viel Charme, eine sympathische Hauptbesetzung. Einige Witze sind mir allerdings zu albern und die Geschichte ist stellenweise vorhersehbar. Außerdem wird Lucys Gedächtnisstörung eher als Mittel für die Handlung genutzt, anstatt sie realistisch darzustellen. Trotzdem bleibt der Film insgesamt sympathisch und unterhaltsam. Die Ausgangssituation sorgt dafür, dass der Film mehr bietet, als eine gewöhnliche Liebeskomödie.
Gesehen im HD TV. 
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bewertet am 18.09.26 um 18:30

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