International: "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia" im Dezember auf UHD Blu-ray im Steelbook - UPDATEBlu-ray und 4K UHD: Sony beendet den Verkauf seines letzten Standalone-PlayersPHP-Problem: Aktuell Einschränkungen aufgrund einer weltweiten Sicherheitslücke – UPDATENameless: EYK Media hat Independent übernommen"Kommissar Jennerwein - Hochsaison": Alpenkrimi ab 05.11. im Kino und 2027 auf Blu-rayHorrorfilm von Destry Allyn Spielberg: "A Quiet House" kommt auf Blu-ray Disc heraus – UPDATE 3"Clayface": Neuer DC-Film im Kino und ab 21.01. auf Blu-ray, UHD Blu-ray im 4K-Steelbook – UPDATE 4"Nosferatu - Der Untote" von Robert Eggers auf UHD Blu-ray: Neue Steelbook-Edition ab 17.12. im Handel erhältlich – UPDATE 2"Game of Thrones": Die komplette Serie ab 12.11. auf Ultra HD Blu-ray in Steelbooks im Library Case"Halloween Sale": Horrorfilme auf Blu-ray und 4K UHD im Plaion Pictures Shop im Preis gesenkt
NEWSTICKER
Filmbewertungen von N1ghtM4r3
Die Geschichte dreht sich um den Roboter Roz, der nach einem Unfall auf einer abgelegenen Insel strandet. Dort befindet sie sich in einer völlig fremden Umgebung, in der sie zunächst niemanden versteht und auch von den Tieren nicht akzeptiert wird. Da Roz ursprünglich dafür programmiert wurde, Menschen zu helfen und Aufgaben zu erfüllen, weiß sie anfangs überhaupt nicht, wie sie sich in der Wildnis verhalten soll. Sie versucht, ihre Umgebung zu analysieren und sich an die Natur anzupassen.
Im Laufe der Handlung verändert sich Roz jedoch immer mehr. Besonders wichtig wird ihre Begegnung mit einem kleinen Gänseküken, dessen Mutter ums Leben gekommen ist. Roz übernimmt die Verantwortung für das Tier und versucht, es großzuziehen. Dabei muss sie lernen, was es bedeutet, sich um jemand anderen zu kümmern, obwohl sie selbst eigentlich gar nicht dafür geschaffen wurde.
Meiner Meinung nach sind die Animationen fantastisch. Der Film besitzt einen außergewöhnlichen visuellen Stil, der sich von vielen anderen Animationsfilmen abhebt. Die Landschaften wirken teilweise wie gemalte Bilder, während die Figuren gleichzeitig lebendig und ausdrucksstark gestaltet sind. Besonders die Wälder, Berge, Seen und Sonnenuntergänge sehen wunderschön aus.
Die Natur spielt eine wichtige Rolle für die gesamte Geschichte. Die Insel wirkt wie eine eigene kleine Welt, in der es viel zu entdecken gibt. Durch die unterschiedlichen Farben und Lichtstimmungen kann der Film sowohl ruhige und friedliche als auch gefährlich und dramatisch wirken.
Die Hauptfigur Roz ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Am Anfang wirkt sie kühl, emotionslos und fast ausschließlich auf ihre Programmierung konzentriert. Sie handelt logisch und versucht, für jedes Problem eine passende Lösung zu finden. Doch im Laufe der Geschichte merkt man, dass sie mehr entwickelt als nur neue Fähigkeiten. Sie beginnt, ihre Umgebung anders wahrzunehmen und Entscheidungen zu treffen, die nicht allein auf ihrer ursprünglichen Programmierung beruhen.
Sie macht Fehler, versteht die Tiere nicht immer und muss sich erst an das Leben auf der Insel gewöhnen. Dadurch wirkt ihre Entwicklung glaubwürdig. Sie lernt nicht nur, wie sie in der Wildnis überleben kann, sondern auch, wie wichtig Vertrauen und emotionale Bindungen sind.
Auch das Gänseküken Brightbill speilt eine wichtige Rolle. Seine Beziehung zu Roz ist einer der schönsten Momente im Film. Die beiden sind sehr unterschiedlich, trotzdem entsteht zwischen ihnen eine enge Verbindung. Roz muss lernen, auf Brightbills Bedürfnisse einzugehen, während Brightbill mit der Tatsache umgehen muss, dass seine Ziehmutter anders ist als die anderen Tiere.
Diese Beziehung ist besonders berührend, weil sie nicht immer problemlos verläuft. Es gibt Missverständnisse und Unsicherheiten, in denen beide ihren eigenen Weg finden müssen. Manchmal gehört es auch dazu, jemanden loszulassen und ihm zu ermöglichen, selbstständig zu werden.
Die Nebenfiguren sorgen zusätzlich für Humor und Abwechslung. Einige Tiere sind sympathisch und unterhaltsam. Vor allem Fink steht zwischen den Fronten und hilft auf eine andere Art und Weise aus.
Besonders die emotionale Ebene funktioniert hier wunderbar. Der Film behandelt Themen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene gut verstehen können. Dazu gehören Familie, Einsamkeit und Zusammenhalt, seinen eigenen Platz in der Welt zu finden.
Besonders die Beziehung zwischen Roz und Brightbill hat mich überzeugt. Sie zeigt, dass man nicht unbedingt gleich sein muss, um sich gegenseitig zu verstehen. Obwohl Roz eine Maschine ist und Brightbill ein Tier, entsteht zwischen ihnen eine Verbindung, die auf Fürsorge und Vertrauen basiert.
Auch die Botschaft, etwas Positives zu bewirken, finde ich gelungen. Roz kommt vor allem weiter, weil sie dazulernt und bereit ist, sich auf andere einzulassen.
Der wilde Roboter bietet auch viel Humor. Vor allem Roz' anfängliche Schwierigkeiten, sich in der Natur zurechtzufinden, führen zu einigen lustigen Situationen. Ihre teilweise unbeholfene Art bildet einen guten Kontrast zum Verhalten der Tiere.
Der Humor ist überwiegend familienfreundlich.
Die Atmosphäre kann ebenfalls überzeugen. Sie schafft es, sowohl die Schönheit der Natur, als auch die Gefahren des Lebens in der Wildnis darzustellen. Dabei wirkt die Insel nicht ausschließlich wie ein idyllischer Ort, sondern auch wie eine Umgebung, in der man sich behaupten und anpassen muss.
Allerdings setzt der Film meiner Meinung nach an manchen Stellen etwas zu sehr auf die Tränendüse. Die emotionale Ebene ist da, wird mir aber zu häufig eingesetzt.
Und die letzten 45 Minuten passen nicht wirklich zum Rest vom Film. Der driftet mir zu sehr in eine andere Richtung ab, die mir nicht so gefallen hat.
Auch wird aus meiner Sicht von einem anderen Studio "geklaut". Roz hat schon ziemlich viel Ähnlichkeit mit einem bekannten Roboter. Aber das ist nur meine persönliche Empfindung.
Insgesamt ist Der wilde Roboter ein sehr schöner und emotionaler Animationsfilm, der mit seiner außergewöhnlichen visuellen Gestaltung, seinen sympathischen Figuren und seiner wichtigen Botschaft überzeugt. Besonders die Beziehung zwischen Roz und Brightbill macht die Geschichte sehenswert. Sie zeigt auf berührende Weise, das unterschiedliche Geschöpfe miteinander leben können. Nicht alles ist perfekt, aber eine Sichtung allemal wert.
Gesehen im HD TV.
Im Laufe der Handlung verändert sich Roz jedoch immer mehr. Besonders wichtig wird ihre Begegnung mit einem kleinen Gänseküken, dessen Mutter ums Leben gekommen ist. Roz übernimmt die Verantwortung für das Tier und versucht, es großzuziehen. Dabei muss sie lernen, was es bedeutet, sich um jemand anderen zu kümmern, obwohl sie selbst eigentlich gar nicht dafür geschaffen wurde.
Meiner Meinung nach sind die Animationen fantastisch. Der Film besitzt einen außergewöhnlichen visuellen Stil, der sich von vielen anderen Animationsfilmen abhebt. Die Landschaften wirken teilweise wie gemalte Bilder, während die Figuren gleichzeitig lebendig und ausdrucksstark gestaltet sind. Besonders die Wälder, Berge, Seen und Sonnenuntergänge sehen wunderschön aus.
Die Natur spielt eine wichtige Rolle für die gesamte Geschichte. Die Insel wirkt wie eine eigene kleine Welt, in der es viel zu entdecken gibt. Durch die unterschiedlichen Farben und Lichtstimmungen kann der Film sowohl ruhige und friedliche als auch gefährlich und dramatisch wirken.
Die Hauptfigur Roz ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Am Anfang wirkt sie kühl, emotionslos und fast ausschließlich auf ihre Programmierung konzentriert. Sie handelt logisch und versucht, für jedes Problem eine passende Lösung zu finden. Doch im Laufe der Geschichte merkt man, dass sie mehr entwickelt als nur neue Fähigkeiten. Sie beginnt, ihre Umgebung anders wahrzunehmen und Entscheidungen zu treffen, die nicht allein auf ihrer ursprünglichen Programmierung beruhen.
Sie macht Fehler, versteht die Tiere nicht immer und muss sich erst an das Leben auf der Insel gewöhnen. Dadurch wirkt ihre Entwicklung glaubwürdig. Sie lernt nicht nur, wie sie in der Wildnis überleben kann, sondern auch, wie wichtig Vertrauen und emotionale Bindungen sind.
Auch das Gänseküken Brightbill speilt eine wichtige Rolle. Seine Beziehung zu Roz ist einer der schönsten Momente im Film. Die beiden sind sehr unterschiedlich, trotzdem entsteht zwischen ihnen eine enge Verbindung. Roz muss lernen, auf Brightbills Bedürfnisse einzugehen, während Brightbill mit der Tatsache umgehen muss, dass seine Ziehmutter anders ist als die anderen Tiere.
Diese Beziehung ist besonders berührend, weil sie nicht immer problemlos verläuft. Es gibt Missverständnisse und Unsicherheiten, in denen beide ihren eigenen Weg finden müssen. Manchmal gehört es auch dazu, jemanden loszulassen und ihm zu ermöglichen, selbstständig zu werden.
Die Nebenfiguren sorgen zusätzlich für Humor und Abwechslung. Einige Tiere sind sympathisch und unterhaltsam. Vor allem Fink steht zwischen den Fronten und hilft auf eine andere Art und Weise aus.
Besonders die emotionale Ebene funktioniert hier wunderbar. Der Film behandelt Themen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene gut verstehen können. Dazu gehören Familie, Einsamkeit und Zusammenhalt, seinen eigenen Platz in der Welt zu finden.
Besonders die Beziehung zwischen Roz und Brightbill hat mich überzeugt. Sie zeigt, dass man nicht unbedingt gleich sein muss, um sich gegenseitig zu verstehen. Obwohl Roz eine Maschine ist und Brightbill ein Tier, entsteht zwischen ihnen eine Verbindung, die auf Fürsorge und Vertrauen basiert.
Auch die Botschaft, etwas Positives zu bewirken, finde ich gelungen. Roz kommt vor allem weiter, weil sie dazulernt und bereit ist, sich auf andere einzulassen.
Der wilde Roboter bietet auch viel Humor. Vor allem Roz' anfängliche Schwierigkeiten, sich in der Natur zurechtzufinden, führen zu einigen lustigen Situationen. Ihre teilweise unbeholfene Art bildet einen guten Kontrast zum Verhalten der Tiere.
Der Humor ist überwiegend familienfreundlich.
Die Atmosphäre kann ebenfalls überzeugen. Sie schafft es, sowohl die Schönheit der Natur, als auch die Gefahren des Lebens in der Wildnis darzustellen. Dabei wirkt die Insel nicht ausschließlich wie ein idyllischer Ort, sondern auch wie eine Umgebung, in der man sich behaupten und anpassen muss.
Allerdings setzt der Film meiner Meinung nach an manchen Stellen etwas zu sehr auf die Tränendüse. Die emotionale Ebene ist da, wird mir aber zu häufig eingesetzt.
Und die letzten 45 Minuten passen nicht wirklich zum Rest vom Film. Der driftet mir zu sehr in eine andere Richtung ab, die mir nicht so gefallen hat.
Auch wird aus meiner Sicht von einem anderen Studio "geklaut". Roz hat schon ziemlich viel Ähnlichkeit mit einem bekannten Roboter. Aber das ist nur meine persönliche Empfindung.
Insgesamt ist Der wilde Roboter ein sehr schöner und emotionaler Animationsfilm, der mit seiner außergewöhnlichen visuellen Gestaltung, seinen sympathischen Figuren und seiner wichtigen Botschaft überzeugt. Besonders die Beziehung zwischen Roz und Brightbill macht die Geschichte sehenswert. Sie zeigt auf berührende Weise, das unterschiedliche Geschöpfe miteinander leben können. Nicht alles ist perfekt, aber eine Sichtung allemal wert.
Gesehen im HD TV.
mit 4
mit 5
mit 5
mit 2
bewertet am 25.10.26 um 17:15
Die Story dreht sich um David und Amy Fox, ein Ehepaar, dessen Beziehung sich in einer schwierigen Phase befindet. Nach einem Autoproblem sind die beiden gezwungen, in einem abgelegenen Motel zu übernachten. Was zunächst wie eine unangenehme, aber gewöhnliche Zwischenstation auf ihrer Reise aussieht, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum.
Das Motel wirkt heruntergekommen, die Umgebung ist unheimlich und der Betreiber verhält sich alles andere als vertrauenswürdig. Schon bald entdecken David und Amy, dass sich in ihrem Zimmer merkwürdige Dinge abspielen. Geräusche aus den Wänden und dem Nachbarzimmer sorgen für Unbehagen. Als sie schließlich herausfinden, dass sie sich in einer äußerst gefährlichen Situation befinden, beginnt ein Kampf ums Überleben.
Luke Wilson übernimmt die Rolle von David Fox und steht damit im Zentrum des Geschehens. Seine Figur ist ein Mann, der sich in einer ohnehin schwierigen persönlichen Situation befindet und plötzlich mit einer Bedrohung konfrontiert wird, auf die er überhaupt nicht vorbereitet ist.
Wilson spielt diese Rolle insgesamt ordentlich. Er vermittelt glaubwürdig, dass David zunächst überfordert ist und versucht, die Kontrolle über die Situation zurückzugewinnen.
Allerdings fehlt seiner Darstellung für mich das gewisse Etwas. Seine Figur bleibt aber über weite Strecken relativ gewöhnlich.
Auch Kate Beckinsale macht eine ordentliche Figur. Als Amy Fox spielt sie eine Frau, die gemeinsam mit ihrem Mann in eine gefährliche Situation gerät, die sie kaum begreift.
Beckinsale vermittelt ihre Angst und Verzweiflung grundsätzlich glaubwürdig. Besonders in den Momenten, in denen Amy erkennt, dass die Situation wesentlich ernster ist, als sie zunächst angenommen hat, passt ihre Darstellung gut.
Das Motel ist ein starker Schauplatz für einen Thriller. Das heruntergekommene Motel vermittelt ein unangenehmes Gefühl. Die Umgebung wirkt verlassen, die Zimmer sind wenig einladend und die gesamte Anlage erzeugt eine Unsicherheit.
Der Film nutzt diese Umgebung durchaus effektiv. Enge Räume, dunkle Bereiche und die Geräusche aus den Nachbarzimmern sorgen dafür, dass man sich nicht unbedingt wohlfühlt.
Gerade in der ersten Hälfte funktioniert die Spannung, weil David und Amy noch nicht genau wissen, womit sie es zu tun haben. Die Ungewissheit macht die Situation unangenehm und sorgt dafür, dass man wissen möchte, wie es weitergeht.
Allerdings lässt man die Spannung im späteren Verlauf vermissen.
Bei Motel fehlte mir diese Konsequenz. Der Film schafft es nicht oft genug, mich wirklich zu überraschen oder dauerhaft in Anspannung zu versetzen.
Hinzu kommt, dass einige Entscheidungen der Figuren nicht immer vollständig nachvollziehbar wirken. Diese Situationen kennt man schon zu oft in solchen Filmen.
Motel ist für mich ein durchschnittlicher Horror Thriller. Die unheimliche Atmosphäre und der begrenzte Schauplatz funktionieren grundsätzlich gut und sowohl Luke Wilson als auch Kate Beckinsale liefern solide Leistungen ab. Allerdings gibt es in dem Genre bessere Vertreter mit mehr Spannung, Horroranteil und Biss. Früher war der Film vielleicht besser, aber aus heutiger Sicht nicht mehr als Durchschnitt.
Gesehen im HD TV.
Das Motel wirkt heruntergekommen, die Umgebung ist unheimlich und der Betreiber verhält sich alles andere als vertrauenswürdig. Schon bald entdecken David und Amy, dass sich in ihrem Zimmer merkwürdige Dinge abspielen. Geräusche aus den Wänden und dem Nachbarzimmer sorgen für Unbehagen. Als sie schließlich herausfinden, dass sie sich in einer äußerst gefährlichen Situation befinden, beginnt ein Kampf ums Überleben.
Luke Wilson übernimmt die Rolle von David Fox und steht damit im Zentrum des Geschehens. Seine Figur ist ein Mann, der sich in einer ohnehin schwierigen persönlichen Situation befindet und plötzlich mit einer Bedrohung konfrontiert wird, auf die er überhaupt nicht vorbereitet ist.
Wilson spielt diese Rolle insgesamt ordentlich. Er vermittelt glaubwürdig, dass David zunächst überfordert ist und versucht, die Kontrolle über die Situation zurückzugewinnen.
Allerdings fehlt seiner Darstellung für mich das gewisse Etwas. Seine Figur bleibt aber über weite Strecken relativ gewöhnlich.
Auch Kate Beckinsale macht eine ordentliche Figur. Als Amy Fox spielt sie eine Frau, die gemeinsam mit ihrem Mann in eine gefährliche Situation gerät, die sie kaum begreift.
Beckinsale vermittelt ihre Angst und Verzweiflung grundsätzlich glaubwürdig. Besonders in den Momenten, in denen Amy erkennt, dass die Situation wesentlich ernster ist, als sie zunächst angenommen hat, passt ihre Darstellung gut.
Das Motel ist ein starker Schauplatz für einen Thriller. Das heruntergekommene Motel vermittelt ein unangenehmes Gefühl. Die Umgebung wirkt verlassen, die Zimmer sind wenig einladend und die gesamte Anlage erzeugt eine Unsicherheit.
Der Film nutzt diese Umgebung durchaus effektiv. Enge Räume, dunkle Bereiche und die Geräusche aus den Nachbarzimmern sorgen dafür, dass man sich nicht unbedingt wohlfühlt.
Gerade in der ersten Hälfte funktioniert die Spannung, weil David und Amy noch nicht genau wissen, womit sie es zu tun haben. Die Ungewissheit macht die Situation unangenehm und sorgt dafür, dass man wissen möchte, wie es weitergeht.
Allerdings lässt man die Spannung im späteren Verlauf vermissen.
Bei Motel fehlte mir diese Konsequenz. Der Film schafft es nicht oft genug, mich wirklich zu überraschen oder dauerhaft in Anspannung zu versetzen.
Hinzu kommt, dass einige Entscheidungen der Figuren nicht immer vollständig nachvollziehbar wirken. Diese Situationen kennt man schon zu oft in solchen Filmen.
Motel ist für mich ein durchschnittlicher Horror Thriller. Die unheimliche Atmosphäre und der begrenzte Schauplatz funktionieren grundsätzlich gut und sowohl Luke Wilson als auch Kate Beckinsale liefern solide Leistungen ab. Allerdings gibt es in dem Genre bessere Vertreter mit mehr Spannung, Horroranteil und Biss. Früher war der Film vielleicht besser, aber aus heutiger Sicht nicht mehr als Durchschnitt.
Gesehen im HD TV.
mit 2
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 24.10.26 um 13:35
In der Geschichte geht es um Mike McCann, einem erfahrenen Trucker, der gemeinsam mit seinem Bruder Gurty in eine gefährliche Rettungsmission verwickelt wird. Nach einem Unglück in einer abgelegenen Diamantenmine in Kanada sind mehrere Bergleute unter Tage eingeschlossen. Um die Männer zu retten, müssen dringend benötigte Geräte transportiert werden. Dafür bleibt allerdings nur wenig Zeit und der Weg führt über eine sogenannte Ice Road, eine gefrorene Strecke, die über zugefrorene Seen und durch eisige Landschaften verläuft.
Liam Neeson ist hier mal wieder der stärkste Schauspieler. Er bringt wieder die nötige Präsenz mit, um einen entschlossenen Mann darzustellen, der auch unter extremem Druck versucht, das Richtige zu tun. Seine ruhige Art passt grundsätzlich gut zur Figur.
Allerdings kennt man diese Art von Rolle inzwischen zur Genüge. Neeson spielt erneut einen erfahrenen Einzelgänger, der in eine gefährliche Situation gerät und sich mit körperlichem Einsatz durchkämpft. Das klappt grundsätzlich, bietet aber mal wieder kaum Neues.
Auch die übrigen Figuren können nur bedingt überzeugen. Vor allem die Beziehung zwischen Mike und seinem Bruder Gurty hätte deutlich mehr ausgebaut werden können. Gurty bringt eine persönliche Komponente in die Geschichte, die dem Film eigentlich guttun müsste.
Bei einem Film wie Ice Road erwartet man natürlich in erster Linie Spannung und spektakuläre Action.
Wenn die Trucks über das Eis rollen und die Gefahr eines Einbruchs ständig im Raum steht, entsteht zumindest zeitweise eine Atmosphäre.
Optisch sieht Ice Raod ganz ordentlich aus. Die weiten, verschneiten Landschaften sehen atemberaubend aus. Man bekommt zumindest eine Vorstellung davon, wie gefährlich es sein kann, sich in einer solchen Region auf eine lange Fahrt zu begeben.
Die winterliche Kulisse passt also hervorragend zum Szenario.
Hinzu kommt, dass manche Actionszenen übertrieben wirken. Was anfangs noch wie ein gefährlicher, aber grundsätzlich nachvollziehbarer Einsatz erscheint, entwickelt sich stellenweise zu einer Reihe von Situationen, bei denen man die Glaubwürdigkeit zunehmend hinterfragen muss.
Die Spannung ist dabei nicht konstant genug.
Liam Neeson liefert eine solide Leistung ab und sorgt dafür, dass der Film zumindest eine verlässliche Hauptfigur besitzt. Auch die winterliche Landschaft und einige der gefährlichen Fahrszenen funktionieren ordentlich. Allerdings lässt Glaubwürdigkeit zu wünschen übrig und der Film erfindet das Rad nicht neu. Kennt man einen Neeson Film, kennt man mittlerweile schon alle.
Kann man sich ansehen, ist aber definitiv kein Muss.
Gesehen im HD TV.
Liam Neeson ist hier mal wieder der stärkste Schauspieler. Er bringt wieder die nötige Präsenz mit, um einen entschlossenen Mann darzustellen, der auch unter extremem Druck versucht, das Richtige zu tun. Seine ruhige Art passt grundsätzlich gut zur Figur.
Allerdings kennt man diese Art von Rolle inzwischen zur Genüge. Neeson spielt erneut einen erfahrenen Einzelgänger, der in eine gefährliche Situation gerät und sich mit körperlichem Einsatz durchkämpft. Das klappt grundsätzlich, bietet aber mal wieder kaum Neues.
Auch die übrigen Figuren können nur bedingt überzeugen. Vor allem die Beziehung zwischen Mike und seinem Bruder Gurty hätte deutlich mehr ausgebaut werden können. Gurty bringt eine persönliche Komponente in die Geschichte, die dem Film eigentlich guttun müsste.
Bei einem Film wie Ice Road erwartet man natürlich in erster Linie Spannung und spektakuläre Action.
Wenn die Trucks über das Eis rollen und die Gefahr eines Einbruchs ständig im Raum steht, entsteht zumindest zeitweise eine Atmosphäre.
Optisch sieht Ice Raod ganz ordentlich aus. Die weiten, verschneiten Landschaften sehen atemberaubend aus. Man bekommt zumindest eine Vorstellung davon, wie gefährlich es sein kann, sich in einer solchen Region auf eine lange Fahrt zu begeben.
Die winterliche Kulisse passt also hervorragend zum Szenario.
Hinzu kommt, dass manche Actionszenen übertrieben wirken. Was anfangs noch wie ein gefährlicher, aber grundsätzlich nachvollziehbarer Einsatz erscheint, entwickelt sich stellenweise zu einer Reihe von Situationen, bei denen man die Glaubwürdigkeit zunehmend hinterfragen muss.
Die Spannung ist dabei nicht konstant genug.
Liam Neeson liefert eine solide Leistung ab und sorgt dafür, dass der Film zumindest eine verlässliche Hauptfigur besitzt. Auch die winterliche Landschaft und einige der gefährlichen Fahrszenen funktionieren ordentlich. Allerdings lässt Glaubwürdigkeit zu wünschen übrig und der Film erfindet das Rad nicht neu. Kennt man einen Neeson Film, kennt man mittlerweile schon alle.
Kann man sich ansehen, ist aber definitiv kein Muss.
Gesehen im HD TV.
mit 2
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 24.10.26 um 13:14
Im Mittelpunkt stehen die Oakland Athletics, ein Baseballteam mit deutlich weniger finanziellen Möglichkeiten als viele Konkurrenten. Nachdem einige wichtige Spieler den Verein verlassen haben, steht Billy Beane vor der schwierigen Aufgabe, die Mannschaft neu zusammenzustellen. Dabei stößt er auf die üblichen Probleme des Profisports. Spieler sind teuer, etablierte Methoden bestimmen die Entscheidungen und viele Verantwortliche verlassen sich stark auf Erfahrung und ihr Bauchgefühl.
Beane entscheidet sich jedoch für einen ungewöhnlichen Weg. Gemeinsam mit dem jungen Statistiker Peter Brand, gespielt von Jonah Hill, beginnt er, Spieler nicht danach zu beurteilen, wie berühmt sie sind oder welchen Eindruck sie auf Scouts machen, sondern anhand von statistischen Daten. Dabei geht es vor allem darum, unterschätzte Spieler zu finden, die für relativ wenig Geld bestimmte Eigenschaften mitbringen, die für den Erfolg der Mannschaft wichtig sind.
Brad Pitt trägt den Film mit einer überzeugenden und vergleichsweise zurückhaltenden Darstellung. Billy Beane wird nicht als unfehlbarer Supermanager dargestellt. Stattdessen wirkt er häufig frustriert, unsicher und unter großem Druck. Besonders interessant ist, dass der Film seine Vergangenheit immer wieder andeutet. Durch Rückblenden wird erklärt, dass Beane selbst einst als großes Baseballtalent galt, seine Spielerkarriere aber nicht den Erwartungen entsprach. Dadurch bekommt seine Besessenheit, Spieler richtig einzuschätzen, eine zusätzliche persönliche Ebene.
Jonah Hill funktioniert hervorragend als Gegenpol zu Brad Pitt. Seine Figur Peter Brand ist deutlich ruhiger und analytischer. Während Beane stärker aus Erfahrung und Instinkt heraus handelt, vertraut Brand auf Zahlen und Wahrscheinlichkeiten. Die Dynamik zwischen den beiden gehört zu den besten Elementen des Films. Ihre Gespräche sind teilweise humorvoll, gleichzeitig vermitteln sie die zentrale Idee des Films, ohne dass die Handlung ständig mit komplizierten Statistiken überladen wird.
Besonders gelungen ist die Art, wie Moneyball komplizierte wirtschaftliche und statistische Zusammenhänge verständlich macht. Der Film verlangt vom Zuschauer kein umfangreiches Wissen über Baseball. Auch wer mit dem Sport wenig anfangen kann, versteht relativ schnell, worum es geht. Die eigentliche Spannung entsteht nicht nur durch die Spiele, sondern durch die Auseinandersetzungen innerhalb des Vereins. Beane muss sich gegen Scouts, Trainer und andere Verantwortliche durchsetzen, die seine Methoden skeptisch betrachten.
Dabei zeigt der Film sehr deutlich den Konflikt zwischen Tradition und Innovation. Die klassischen Scouts beurteilen Spieler beispielsweise anhand ihres Auftretens, ihrer körperlichen Erscheinung oder ihres scheinbaren Talents. Beane und Brand versuchen dagegen, messbare Werte in den Vordergrund zu stellen. Interessant ist, dass der Film dabei keine vollkommen einfache Lösung präsentiert. Statistiken können helfen, Entscheidungen zu verbessern, aber sie nehmen dem Sport nicht seine Unberechenbarkeit.
Auch die Inszenierung trägt dazu bei, dass der Film trotz seines eher trockenen Themas unterhaltsam bleibt. Der Film setzt nicht auf spektakuläre Sportaufnahmen. Stattdessen ist Moneyball relativ ruhig erzählt. Viele Szenen spielen in Büros, Besprechungsräumen oder während Gesprächen am Telefon. Trotzdem entsteht eine konstante Spannung, weil jede Entscheidung Konsequenzen für das Team haben kann. Trotzdem hätte ich mir gerne ein paar mehr Spielaufnahmen gewünscht. Das kommt leider zu kurz rüber.
Außerdem kann der Film stellenweise etwas langsam wirken. Die Geschichte nimmt sich viel Zeit um die Denkweise von Beane und Brand zu erklären. Das könnte für viele ziemlich trocken werden.
Was Moneyball letztlich besonders macht, ist seine Fähigkeit, Spannung aus Entscheidungen entstehen zu lassen. Es reicht, wenn Beane einen Spieler verpflichtet, einen anderen verkauft oder sich gegen die Meinung seines Umfelds stellt. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Form von Spannung, die eher aus Strategie entsteht.
Moneyball ist ein intelligenter, gut gespielter und überraschend spannender Sportfilm, der weit über das Thema Baseball hinausgeht. Brad Pitt liefert als Billy Beane eine starke Hauptrolle, während Jonah Hill als Peter Brand einen gelungenen Kontrast bildet. Besonders überzeugend sind das Drehbuch, die Dialoge und die zentrale Idee, traditionelle Denkweisen durch statistische Analysen infrage zu stellen.
Das Bild weiß zu überzeugen. Auffällig ist zunächst die natürliche und teilweise bewusst zurückhaltende Bildgestaltung. Stattdessen wirkt das Bild häufig etwas körnig und teilweise sogar leicht verschmutzt. Gerade dieser Look passt allerdings hervorragend zur Atmosphäre des Films.Bei der Schärfe kann die Blu-ray ebenfalls überzeugen. Besonders in Nahaufnahmen sind viele feine Details sichtbar. Gesichter, Hautstrukturen, Kleidung und kleinere Gegenstände werden sauber dargestellt. Auch die Baseballstadien profitieren von der guten Detailzeichnung. Gerade die großen Totalen des Spielfeldes vermitteln eine schöne räumliche Wirkung. In einigen Einstellungen fällt die Schärfe allerdings etwas weicher aus, insbesondere bei dunkleren Szenen oder weiter entfernten Einstellungen.
Die Farben wirken natürlich und werden nicht künstlich übersättigt. Besonders die grünen Baseballfelder stechen dabei positiv hervor. Auch die blauen Himmel und die Farben der Trikots kommen gut zur Geltung. Gleichzeitig bleibt der Film seinem eher gedeckten visuellen Stil treu. Die Farbgebung unterstützt damit den realistischen Charakter der Geschichte.
Der Schwarzwert ist ebenfalls ordentlich. Dunkle Szenen besitzen eine gute Tiefe, ohne dass dabei sämtliche Details im Schwarz verschwinden.
Negativ fällt lediglich auf, dass das Bild nicht durchgehend die gleiche Schärfe erreicht. Einige Einstellungen wirken etwas weicher und das Filmkorn kann stellenweise stärker auffallen.
Der Ton kann ebenfalls punkten. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Dialogen.
Diese werden sehr klar und verständlich wiedergegeben. Stimmen sind sauber vom restlichen Klangbild getrennt und bleiben auch bei Hintergrundgeräuschen problemlos verständlich. Gerade bei den zahlreichen Gesprächen in Büros, Umkleidekabinen und Stadien funktioniert die Abmischung sehr gut.
Interessanter wird es bei den Baseballszenen. Hier kann die Surround Anlage deutlich stärker aufspielen. Die Geräusche des Publikums verteilen sich über die verschiedenen Lautsprecher und erzeugen eine angenehme Stadionatmosphäre. Der Schlag des Baseballschlägers besitzt einen schönen räumlichen Charakter, während sich die Zuschauergeräusche weit im Raum verteilen.
Der Subwoofer wird dagegen nur relativ selten gefordert. Große Bassattacken gibt es kaum. Die Musik und einzelne Stadionsequenzen sorgen gelegentlich für etwas mehr Dynamik, insgesamt bleibt die Tonspur aber eher zurückhaltend.
Besonders gelungen ist der Score von Mychael Danna. Die Musik fügt sich sehr harmonisch in das Klangbild ein und unterstützt die emotionalen Momente, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gerade bei den späteren Baseballsequenzen entsteht dadurch eine schöne Atmosphäre.
Die Extras sind unter Durchschnitt.
Beane entscheidet sich jedoch für einen ungewöhnlichen Weg. Gemeinsam mit dem jungen Statistiker Peter Brand, gespielt von Jonah Hill, beginnt er, Spieler nicht danach zu beurteilen, wie berühmt sie sind oder welchen Eindruck sie auf Scouts machen, sondern anhand von statistischen Daten. Dabei geht es vor allem darum, unterschätzte Spieler zu finden, die für relativ wenig Geld bestimmte Eigenschaften mitbringen, die für den Erfolg der Mannschaft wichtig sind.
Brad Pitt trägt den Film mit einer überzeugenden und vergleichsweise zurückhaltenden Darstellung. Billy Beane wird nicht als unfehlbarer Supermanager dargestellt. Stattdessen wirkt er häufig frustriert, unsicher und unter großem Druck. Besonders interessant ist, dass der Film seine Vergangenheit immer wieder andeutet. Durch Rückblenden wird erklärt, dass Beane selbst einst als großes Baseballtalent galt, seine Spielerkarriere aber nicht den Erwartungen entsprach. Dadurch bekommt seine Besessenheit, Spieler richtig einzuschätzen, eine zusätzliche persönliche Ebene.
Jonah Hill funktioniert hervorragend als Gegenpol zu Brad Pitt. Seine Figur Peter Brand ist deutlich ruhiger und analytischer. Während Beane stärker aus Erfahrung und Instinkt heraus handelt, vertraut Brand auf Zahlen und Wahrscheinlichkeiten. Die Dynamik zwischen den beiden gehört zu den besten Elementen des Films. Ihre Gespräche sind teilweise humorvoll, gleichzeitig vermitteln sie die zentrale Idee des Films, ohne dass die Handlung ständig mit komplizierten Statistiken überladen wird.
Besonders gelungen ist die Art, wie Moneyball komplizierte wirtschaftliche und statistische Zusammenhänge verständlich macht. Der Film verlangt vom Zuschauer kein umfangreiches Wissen über Baseball. Auch wer mit dem Sport wenig anfangen kann, versteht relativ schnell, worum es geht. Die eigentliche Spannung entsteht nicht nur durch die Spiele, sondern durch die Auseinandersetzungen innerhalb des Vereins. Beane muss sich gegen Scouts, Trainer und andere Verantwortliche durchsetzen, die seine Methoden skeptisch betrachten.
Dabei zeigt der Film sehr deutlich den Konflikt zwischen Tradition und Innovation. Die klassischen Scouts beurteilen Spieler beispielsweise anhand ihres Auftretens, ihrer körperlichen Erscheinung oder ihres scheinbaren Talents. Beane und Brand versuchen dagegen, messbare Werte in den Vordergrund zu stellen. Interessant ist, dass der Film dabei keine vollkommen einfache Lösung präsentiert. Statistiken können helfen, Entscheidungen zu verbessern, aber sie nehmen dem Sport nicht seine Unberechenbarkeit.
Auch die Inszenierung trägt dazu bei, dass der Film trotz seines eher trockenen Themas unterhaltsam bleibt. Der Film setzt nicht auf spektakuläre Sportaufnahmen. Stattdessen ist Moneyball relativ ruhig erzählt. Viele Szenen spielen in Büros, Besprechungsräumen oder während Gesprächen am Telefon. Trotzdem entsteht eine konstante Spannung, weil jede Entscheidung Konsequenzen für das Team haben kann. Trotzdem hätte ich mir gerne ein paar mehr Spielaufnahmen gewünscht. Das kommt leider zu kurz rüber.
Außerdem kann der Film stellenweise etwas langsam wirken. Die Geschichte nimmt sich viel Zeit um die Denkweise von Beane und Brand zu erklären. Das könnte für viele ziemlich trocken werden.
Was Moneyball letztlich besonders macht, ist seine Fähigkeit, Spannung aus Entscheidungen entstehen zu lassen. Es reicht, wenn Beane einen Spieler verpflichtet, einen anderen verkauft oder sich gegen die Meinung seines Umfelds stellt. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Form von Spannung, die eher aus Strategie entsteht.
Moneyball ist ein intelligenter, gut gespielter und überraschend spannender Sportfilm, der weit über das Thema Baseball hinausgeht. Brad Pitt liefert als Billy Beane eine starke Hauptrolle, während Jonah Hill als Peter Brand einen gelungenen Kontrast bildet. Besonders überzeugend sind das Drehbuch, die Dialoge und die zentrale Idee, traditionelle Denkweisen durch statistische Analysen infrage zu stellen.
Das Bild weiß zu überzeugen. Auffällig ist zunächst die natürliche und teilweise bewusst zurückhaltende Bildgestaltung. Stattdessen wirkt das Bild häufig etwas körnig und teilweise sogar leicht verschmutzt. Gerade dieser Look passt allerdings hervorragend zur Atmosphäre des Films.Bei der Schärfe kann die Blu-ray ebenfalls überzeugen. Besonders in Nahaufnahmen sind viele feine Details sichtbar. Gesichter, Hautstrukturen, Kleidung und kleinere Gegenstände werden sauber dargestellt. Auch die Baseballstadien profitieren von der guten Detailzeichnung. Gerade die großen Totalen des Spielfeldes vermitteln eine schöne räumliche Wirkung. In einigen Einstellungen fällt die Schärfe allerdings etwas weicher aus, insbesondere bei dunkleren Szenen oder weiter entfernten Einstellungen.
Die Farben wirken natürlich und werden nicht künstlich übersättigt. Besonders die grünen Baseballfelder stechen dabei positiv hervor. Auch die blauen Himmel und die Farben der Trikots kommen gut zur Geltung. Gleichzeitig bleibt der Film seinem eher gedeckten visuellen Stil treu. Die Farbgebung unterstützt damit den realistischen Charakter der Geschichte.
Der Schwarzwert ist ebenfalls ordentlich. Dunkle Szenen besitzen eine gute Tiefe, ohne dass dabei sämtliche Details im Schwarz verschwinden.
Negativ fällt lediglich auf, dass das Bild nicht durchgehend die gleiche Schärfe erreicht. Einige Einstellungen wirken etwas weicher und das Filmkorn kann stellenweise stärker auffallen.
Der Ton kann ebenfalls punkten. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Dialogen.
Diese werden sehr klar und verständlich wiedergegeben. Stimmen sind sauber vom restlichen Klangbild getrennt und bleiben auch bei Hintergrundgeräuschen problemlos verständlich. Gerade bei den zahlreichen Gesprächen in Büros, Umkleidekabinen und Stadien funktioniert die Abmischung sehr gut.
Interessanter wird es bei den Baseballszenen. Hier kann die Surround Anlage deutlich stärker aufspielen. Die Geräusche des Publikums verteilen sich über die verschiedenen Lautsprecher und erzeugen eine angenehme Stadionatmosphäre. Der Schlag des Baseballschlägers besitzt einen schönen räumlichen Charakter, während sich die Zuschauergeräusche weit im Raum verteilen.
Der Subwoofer wird dagegen nur relativ selten gefordert. Große Bassattacken gibt es kaum. Die Musik und einzelne Stadionsequenzen sorgen gelegentlich für etwas mehr Dynamik, insgesamt bleibt die Tonspur aber eher zurückhaltend.
Besonders gelungen ist der Score von Mychael Danna. Die Musik fügt sich sehr harmonisch in das Klangbild ein und unterstützt die emotionalen Momente, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gerade bei den späteren Baseballsequenzen entsteht dadurch eine schöne Atmosphäre.
Die Extras sind unter Durchschnitt.
mit 4
mit 4
mit 4
mit 2
bewertet am 23.10.26 um 13:12
Die Handlung spielt erneut in einem heruntergekommenen Detroit der nahen Zukunft. Die Stadt wird von Kriminalität, Drogenhandel und sozialem Verfall geprägt. Während die Polizei versucht, die Kontrolle zu behalten, kämpft der Megakonzern Omni Consumer Products, kurz OCP, weiterhin darum, die Stadt wirtschaftlich zu übernehmen und seine eigenen Interessen durchzusetzen.
Dabei ist die OCP keineswegs daran interessiert, Detroit aus reinem Idealismus zu retten. Der Konzern verfolgt wirtschaftliche Ziele, und selbst die öffentliche Sicherheit wird in erster Linie als Geschäft betrachtet. Die Polizei ist chronisch unterfinanziert, die Beschäftigten sind zunehmend frustriert, und die Stadt scheint immer weiter auseinanderzufallen.
RoboCop, der ehemalige Polizist Alex Murphy, versucht unterdessen, seine Aufgabe als Gesetzeshüter zu erfüllen. Obwohl er inzwischen größtenteils aus mechanischen Komponenten besteht, sind Teile seiner menschlichen Identität und seiner Erinnerungen erhalten geblieben.
Peter Weller ist für mich wieder einer der wichtigsten Gründe, warum RoboCop 2 auch wieder funktioniert. Seine Darstellung des Alex Murphy ist erneut überzeugend, weil sie die mechanische Oberfläche der Figur mit einer unterschwelligen menschlichen Tragik verbindet.
Unter der metallischen Hülle befindet sich noch immer ein Mensch, dessen frühere Identität nicht vollständig verschwunden ist. Seine Erinnerungen, seine moralischen Überzeugungen und seine persönliche Vergangenheit beeinflussen ihn weiterhin.
Wieder einmal liefert Weller eine starke Leistung. Er schafft es, RoboCop gleichzeitig bedrohlich, tragisch und sympathisch erscheinen zu lassen.
Auch kehrt Nancy Allen, als Officer Anne Lewis, in ihre Rolle zurück. Ihre Rolle fällt diesesmal kleiner aus, dennoch war ihre Vorstellung sehr gut.
Mit Cain erhält RoboCop einen Gegner, der sich deutlich von den gewöhnlichen Kriminellen des ersten Films unterscheidet. Cain ist ein Drogenboss, der den Handel mit Nuke kontrolliert.
Seine Anhänger sehen in ihm eine Art Erlöser, obwohl er selbst Teil eines brutalen und zerstörerischen Systems ist.
Tom Noonan spielt Cain mit einer unangenehmen Mischung aus Ruhe, Fanatismus und Bedrohlichkeit.
Seine Darstellung passt hervorragend zum düsteren Ton im Film.
Für mich gehört die Darstellung der Omni Consumer Products einfach in solch einen Film. Die OCP ist ein Konzern, der sich nach außen als Lösung für die Probleme Detroits präsentiert, tatsächlich aber vor allem seine eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgt.
Allerdings ist die Satire nicht immer subtil. Manche Szenen treiben die Konzernkritik so weit ins Groteske.
Das gehört zwar zum Stil der Reihe, doch im Vergleich zum ersten Film fehlt der Fortsetzung stellenweise die Balance zwischen bitterer Realität und satirischer Überzeichnung.
Die Darstellung Detroits trägt wesentlich zur Atmosphäre bei. Die Stadt wirkt heruntergekommen, gefährlich und von ihren eigenen Problemen überwältigt. Kriminalität ist allgegenwärtig, die Polizei arbeitet unter schwierigen Bedingungen und die Bevölkerung scheint zunehmend das Vertrauen in die Institutionen verloren zu haben.
Die Kulkisse ist mal wieder passend gewählt. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte.
Dadurch entsteht ein düsteres Zukunftsszenario, in dem die Grenzen zwischen öffentlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Macht aufeinandertreffen..
Dennoch funktioniert Detroit als düsterer Schauplatz hervorragend.
Wenn RoboCop 2 seine Action auspackt, zeigt sich, weshalb der Film für viele Fans des Genres einen besonderen Stellenwert besitzt. Die Gewalt ist direkt, die Auseinandersetzungen sind hart und der Film scheut sich nicht davor, die Konsequenzen seiner brutalen Welt deutlich darzustellen.
Die Fortsetzung setzt außerdem auf eine gewisse Übertreibung, die gut zur satirischen Ausrichtung passt. Die Gewalt ist teilweise so extrem, dass sie beinahe grotesk wirkt. Dadurch entsteht eine Mischung aus Schock, schwarzem Humor und klassischer Actionunterhaltung.
Ein weiteres Highlight sind die praktischen Effekte.
Aus heutiger Sicht haben diese Effekte ihren Reiz. Sie vermitteln eine handwerkliche Qualität.
Natürlich sind manche Effekte aus heutiger Sicht sichtbar gealtert. Einzelne Szenen wirken weniger überzeugend, funktionieren aber noch überraschend gut.
Der schwarze Humor ist ein wesentlicher Bestandteil von RoboCop. Auch die Fortsetzung nutzt absurde Situationen, groteske Figuren und überzeichnete gesellschaftliche Verhältnisse vollkommen aus.
Diese Mischung gefällt mir grundsätzlich sehr gut. Sie verhindert, dass der Film zu einem vollkommen humorlosen Gewaltthriller wird und verleiht ihm eine eigene Identität..
Die Fortsetzung übertreibt aber stellenweise so stark, dass die satirische Wirkung etwas verloren geht.
RoboCop 2 ist ein sehr guter Science Fiction Film mit einem weiterhin starken Peter Weller, bissiger Konzernsatire, gelungenen Spezialeffekten und einer düsteren Zukunftsvision. Zwar erreicht die Fortsetzung nicht ganz die erzählerische Präzision und die satirische Schärfe des Originals, aber die Fortsetzung besitzt genügend eigene Stärken, um heute noch sehr gut zu funktionieren.
Das Bild zeigt sich sehr gut. RoboCop 2 besitzt eine bewusst raue Optik, die hervorragend zur heruntergekommenen Zukunftswelt Detroits passt. Die deutsche UHD bewahrt diesen Charakter, bietet aber gleichzeitig eine feinere und natürlichere Wiedergabe der Bilddetails.
Die ältere Blu-ray kann auf den ersten Blick stellenweise sogar schärfer wirken. Dieser Eindruck entsteht allerdings teilweise durch digitale Konturenbetonung, die Gesichter, Zähne und andere kontrastreiche Bildbereiche unnatürlich hervorheben kann.
Sie präsentiert das Bild natürlicher, ohne künstlich jede Kontur zu betonen. Hautoberflächen wirken weniger überbearbeitet, Gesichter erhalten eine glaubwürdigere Struktur und das Filmkorn erscheint gleichmäßiger. Die Gesichter wirken organischer, während feine Strukturen nicht durch aggressive Nachschärfung überbetont werden.
Ein besonders wichtiger Punkt ist das Filmkorn. Der Vergleich mit der älteren Blu-ray zeigt eine homogenere Kornstruktur, während störende Blockbildungen und andere Kompressionsprobleme deutlich reduziert werden. Vielmehr bleibt die Körnung als natürlicher Bestandteil der Filmaufnahme sichtbar, ohne so stark von der digitalen Verarbeitung beeinträchtigt zu werden. Auch bei der Farbwiedergabe die 4K UHD, was sie kann. Die Hauttöne wirken natürlicher, die Rüstung von RoboCop erhält wieder mehr von ihrem charakteristischen bläulichen Schimmer und kräftige Farben werden differenzierter dargestellt. Explosionen profitieren ebenfalls von einer besseren Farbtrennung und saubereren Wiedergabe. Die Farbgebung bleibt dem ursprünglichen Look treu, während einzelne Farbbereiche sauberer voneinander getrennt werden. Helle Lichtquellen und Reflexionen lassen sich besser von den dunkleren Bereichen absetzen, ohne dass das Bild zwangsläufig künstlich bunt wirkt.
Auch die neue Tonabmischung kann sich sehen lassen.
Die Veröffentlichung enthält eine neue deutsche 5.1 Abmischung, sowie eine unkomprimierte PCM Stereofassung. Bei der älteren Blu-ray gab es Probleme mit der Tonhöhe, durch die Stimmen und Musik etwas zu tief wiedergegeben wurden. Die neue 5.1 Abmischung behebt dieses Problem und sorgt zudem für eine etwas vollere, dynamischere Klangwiedergabe.
Die neue Abmischung bietet außerdem Vorteile bei der Dynamik und der Differenzierung zwischen den einzelnen Lautsprechern. Die Stimmen stehen klar im Vordergrund, ohne dass der gesamte Klang zu dünn oder unangenehm spitz ausfällt. Insbesondere die Verteilung der Geräusche auf die hinteren Lautsprecher wirkt differenzierter. Auch die Dynamik in den Actionszenen wurden verbessert. Geräusche können den Raum erweitern und die Action lebendiger erscheinen lassen, ohne dass die Dialoge an Klarheit verlieren.
Auch Explosionen und Schüsse profitieren davon, dass leise und laute Momente besser voneinander abgesetzt werden. Dadurch entsteht ein lebendigerer Gesamteindruck.
Wer einen kräftigen Subwoofer besitzt, sollte allerdings keine permanent dominierende Basskulisse erwarten.
Die Extras sind umfangreich ausgefallen und bietet sehr viele Information.
Das SteelBook macht optisch was her. Die Front zeigt RoboCop und bietet einige metallische Effekte, sowie Spotgloss Effekte. Geprägt sind RoboCop und die Mauer. Die Prägungen stechen diesesmal nicht ganz so hervor, wie noch bei Teil 1, sind aber dennoch sehenswert.
Innendruck kann sich ebenfalls sehen lassen. Die Rückseite ist etwas verschenkt.
Auch der Spine deckt sich nicht ganz mit Teil 1 ab. Aber das sind nur Kleinigkeiten, die aber das Gesamtergebnis kaum stören.
Dabei ist die OCP keineswegs daran interessiert, Detroit aus reinem Idealismus zu retten. Der Konzern verfolgt wirtschaftliche Ziele, und selbst die öffentliche Sicherheit wird in erster Linie als Geschäft betrachtet. Die Polizei ist chronisch unterfinanziert, die Beschäftigten sind zunehmend frustriert, und die Stadt scheint immer weiter auseinanderzufallen.
RoboCop, der ehemalige Polizist Alex Murphy, versucht unterdessen, seine Aufgabe als Gesetzeshüter zu erfüllen. Obwohl er inzwischen größtenteils aus mechanischen Komponenten besteht, sind Teile seiner menschlichen Identität und seiner Erinnerungen erhalten geblieben.
Peter Weller ist für mich wieder einer der wichtigsten Gründe, warum RoboCop 2 auch wieder funktioniert. Seine Darstellung des Alex Murphy ist erneut überzeugend, weil sie die mechanische Oberfläche der Figur mit einer unterschwelligen menschlichen Tragik verbindet.
Unter der metallischen Hülle befindet sich noch immer ein Mensch, dessen frühere Identität nicht vollständig verschwunden ist. Seine Erinnerungen, seine moralischen Überzeugungen und seine persönliche Vergangenheit beeinflussen ihn weiterhin.
Wieder einmal liefert Weller eine starke Leistung. Er schafft es, RoboCop gleichzeitig bedrohlich, tragisch und sympathisch erscheinen zu lassen.
Auch kehrt Nancy Allen, als Officer Anne Lewis, in ihre Rolle zurück. Ihre Rolle fällt diesesmal kleiner aus, dennoch war ihre Vorstellung sehr gut.
Mit Cain erhält RoboCop einen Gegner, der sich deutlich von den gewöhnlichen Kriminellen des ersten Films unterscheidet. Cain ist ein Drogenboss, der den Handel mit Nuke kontrolliert.
Seine Anhänger sehen in ihm eine Art Erlöser, obwohl er selbst Teil eines brutalen und zerstörerischen Systems ist.
Tom Noonan spielt Cain mit einer unangenehmen Mischung aus Ruhe, Fanatismus und Bedrohlichkeit.
Seine Darstellung passt hervorragend zum düsteren Ton im Film.
Für mich gehört die Darstellung der Omni Consumer Products einfach in solch einen Film. Die OCP ist ein Konzern, der sich nach außen als Lösung für die Probleme Detroits präsentiert, tatsächlich aber vor allem seine eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgt.
Allerdings ist die Satire nicht immer subtil. Manche Szenen treiben die Konzernkritik so weit ins Groteske.
Das gehört zwar zum Stil der Reihe, doch im Vergleich zum ersten Film fehlt der Fortsetzung stellenweise die Balance zwischen bitterer Realität und satirischer Überzeichnung.
Die Darstellung Detroits trägt wesentlich zur Atmosphäre bei. Die Stadt wirkt heruntergekommen, gefährlich und von ihren eigenen Problemen überwältigt. Kriminalität ist allgegenwärtig, die Polizei arbeitet unter schwierigen Bedingungen und die Bevölkerung scheint zunehmend das Vertrauen in die Institutionen verloren zu haben.
Die Kulkisse ist mal wieder passend gewählt. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte.
Dadurch entsteht ein düsteres Zukunftsszenario, in dem die Grenzen zwischen öffentlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Macht aufeinandertreffen..
Dennoch funktioniert Detroit als düsterer Schauplatz hervorragend.
Wenn RoboCop 2 seine Action auspackt, zeigt sich, weshalb der Film für viele Fans des Genres einen besonderen Stellenwert besitzt. Die Gewalt ist direkt, die Auseinandersetzungen sind hart und der Film scheut sich nicht davor, die Konsequenzen seiner brutalen Welt deutlich darzustellen.
Die Fortsetzung setzt außerdem auf eine gewisse Übertreibung, die gut zur satirischen Ausrichtung passt. Die Gewalt ist teilweise so extrem, dass sie beinahe grotesk wirkt. Dadurch entsteht eine Mischung aus Schock, schwarzem Humor und klassischer Actionunterhaltung.
Ein weiteres Highlight sind die praktischen Effekte.
Aus heutiger Sicht haben diese Effekte ihren Reiz. Sie vermitteln eine handwerkliche Qualität.
Natürlich sind manche Effekte aus heutiger Sicht sichtbar gealtert. Einzelne Szenen wirken weniger überzeugend, funktionieren aber noch überraschend gut.
Der schwarze Humor ist ein wesentlicher Bestandteil von RoboCop. Auch die Fortsetzung nutzt absurde Situationen, groteske Figuren und überzeichnete gesellschaftliche Verhältnisse vollkommen aus.
Diese Mischung gefällt mir grundsätzlich sehr gut. Sie verhindert, dass der Film zu einem vollkommen humorlosen Gewaltthriller wird und verleiht ihm eine eigene Identität..
Die Fortsetzung übertreibt aber stellenweise so stark, dass die satirische Wirkung etwas verloren geht.
RoboCop 2 ist ein sehr guter Science Fiction Film mit einem weiterhin starken Peter Weller, bissiger Konzernsatire, gelungenen Spezialeffekten und einer düsteren Zukunftsvision. Zwar erreicht die Fortsetzung nicht ganz die erzählerische Präzision und die satirische Schärfe des Originals, aber die Fortsetzung besitzt genügend eigene Stärken, um heute noch sehr gut zu funktionieren.
Das Bild zeigt sich sehr gut. RoboCop 2 besitzt eine bewusst raue Optik, die hervorragend zur heruntergekommenen Zukunftswelt Detroits passt. Die deutsche UHD bewahrt diesen Charakter, bietet aber gleichzeitig eine feinere und natürlichere Wiedergabe der Bilddetails.
Die ältere Blu-ray kann auf den ersten Blick stellenweise sogar schärfer wirken. Dieser Eindruck entsteht allerdings teilweise durch digitale Konturenbetonung, die Gesichter, Zähne und andere kontrastreiche Bildbereiche unnatürlich hervorheben kann.
Sie präsentiert das Bild natürlicher, ohne künstlich jede Kontur zu betonen. Hautoberflächen wirken weniger überbearbeitet, Gesichter erhalten eine glaubwürdigere Struktur und das Filmkorn erscheint gleichmäßiger. Die Gesichter wirken organischer, während feine Strukturen nicht durch aggressive Nachschärfung überbetont werden.
Ein besonders wichtiger Punkt ist das Filmkorn. Der Vergleich mit der älteren Blu-ray zeigt eine homogenere Kornstruktur, während störende Blockbildungen und andere Kompressionsprobleme deutlich reduziert werden. Vielmehr bleibt die Körnung als natürlicher Bestandteil der Filmaufnahme sichtbar, ohne so stark von der digitalen Verarbeitung beeinträchtigt zu werden. Auch bei der Farbwiedergabe die 4K UHD, was sie kann. Die Hauttöne wirken natürlicher, die Rüstung von RoboCop erhält wieder mehr von ihrem charakteristischen bläulichen Schimmer und kräftige Farben werden differenzierter dargestellt. Explosionen profitieren ebenfalls von einer besseren Farbtrennung und saubereren Wiedergabe. Die Farbgebung bleibt dem ursprünglichen Look treu, während einzelne Farbbereiche sauberer voneinander getrennt werden. Helle Lichtquellen und Reflexionen lassen sich besser von den dunkleren Bereichen absetzen, ohne dass das Bild zwangsläufig künstlich bunt wirkt.
Auch die neue Tonabmischung kann sich sehen lassen.
Die Veröffentlichung enthält eine neue deutsche 5.1 Abmischung, sowie eine unkomprimierte PCM Stereofassung. Bei der älteren Blu-ray gab es Probleme mit der Tonhöhe, durch die Stimmen und Musik etwas zu tief wiedergegeben wurden. Die neue 5.1 Abmischung behebt dieses Problem und sorgt zudem für eine etwas vollere, dynamischere Klangwiedergabe.
Die neue Abmischung bietet außerdem Vorteile bei der Dynamik und der Differenzierung zwischen den einzelnen Lautsprechern. Die Stimmen stehen klar im Vordergrund, ohne dass der gesamte Klang zu dünn oder unangenehm spitz ausfällt. Insbesondere die Verteilung der Geräusche auf die hinteren Lautsprecher wirkt differenzierter. Auch die Dynamik in den Actionszenen wurden verbessert. Geräusche können den Raum erweitern und die Action lebendiger erscheinen lassen, ohne dass die Dialoge an Klarheit verlieren.
Auch Explosionen und Schüsse profitieren davon, dass leise und laute Momente besser voneinander abgesetzt werden. Dadurch entsteht ein lebendigerer Gesamteindruck.
Wer einen kräftigen Subwoofer besitzt, sollte allerdings keine permanent dominierende Basskulisse erwarten.
Die Extras sind umfangreich ausgefallen und bietet sehr viele Information.
Das SteelBook macht optisch was her. Die Front zeigt RoboCop und bietet einige metallische Effekte, sowie Spotgloss Effekte. Geprägt sind RoboCop und die Mauer. Die Prägungen stechen diesesmal nicht ganz so hervor, wie noch bei Teil 1, sind aber dennoch sehenswert.
Innendruck kann sich ebenfalls sehen lassen. Die Rückseite ist etwas verschenkt.
Auch der Spine deckt sich nicht ganz mit Teil 1 ab. Aber das sind nur Kleinigkeiten, die aber das Gesamtergebnis kaum stören.
mit 4
mit 4
mit 4
mit 4
bewertet am 22.10.26 um 13:55
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Marko Ramius, ein hochrangiger sowjetischer U-Boot Kommandant, der das Kommando über die Roter Oktober übernimmt. Das U-Boot verfügt über einen neuartigen Antrieb, der es erheblich schwieriger macht, seine Bewegungen zu orten. Damit stellt es einen bedeutenden militärischen Vorteil für die Sowjetunion dar und könnte das strategische Gleichgewicht zwischen den Supermächten verändern.
Doch Ramius verfolgt offenbar eigene Pläne. Als er mit seinem U-Boot einen ungewöhnlichen Kurs einschlägt, werden die amerikanischen Streitkräfte misstrauisch. Die sowjetische Führung befürchtet, dass der Kommandant die Kontrolle über das Schiff verloren hat oder möglicherweise plant, mit der hochmodernen Technologie zu desertieren. Entsprechend wird eine groß angelegte Suche eingeleitet, während die Vereinigten Staaten versuchen müssen, die tatsächlichen Absichten des sowjetischen Kapitäns zu verstehen.
Sean Connery ist ohne Frage ein großartiger Schauspieler. Als Marko Ramius strahlt er Autorität, Ruhe und Erfahrung aus. Schon durch seine Anwesenheit vermittelt er den Eindruck eines Mannes, der in seinem Leben unzählige schwierige Situationen erlebt hat und sich auch unter enormem Druck nicht leicht aus der Ruhe bringen lässt.
Er wirkt intelligent, kontrolliert und seiner Umgebung stets einen Schritt voraus.
Alec Baldwin übernimmt als Jack Ryan eine andere Aufgabe. Er verkörpert Ryan und hat eine analytische Perspektive. Er ist ein intelligenter Beobachter, der aus einzelnen Informationen ein Gesamtbild entwickeln muss.
Ryan gewinnt nicht durch körperliche Überlegenheit, sondern durch seine Fähigkeit, Situationen zu analysieren und die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Baldwin spielt die Rolle solide und glaubwürdig.
Die Atmosphäre im U-Boot kann überzeugen.
Die engen Gänge der U-Boote und die monotone Geräuschkulisse erzeugen ein Gefühl der Beklemmung.
Diese Atmosphäre ist daher passend und sorgt für eine gewisse Spannung. Allerdings empfinde ich die Inszenierung auch als relativ kühl.
Handwerklich gibt es wenig auszusetzen.
Jagd auf roter Oktober ist ein gut gemachter, intelligenter und atmosphärischer Thriller, der aber nicht immer läuft. Sein Ruf als Klassiker ist nachvollziehbar, aber persönlich hätte ich mir etwas mehr Tempo, emotionalen Zugang und erzählerische Straffheit gewünscht.
Gesehen im HD TV.
Doch Ramius verfolgt offenbar eigene Pläne. Als er mit seinem U-Boot einen ungewöhnlichen Kurs einschlägt, werden die amerikanischen Streitkräfte misstrauisch. Die sowjetische Führung befürchtet, dass der Kommandant die Kontrolle über das Schiff verloren hat oder möglicherweise plant, mit der hochmodernen Technologie zu desertieren. Entsprechend wird eine groß angelegte Suche eingeleitet, während die Vereinigten Staaten versuchen müssen, die tatsächlichen Absichten des sowjetischen Kapitäns zu verstehen.
Sean Connery ist ohne Frage ein großartiger Schauspieler. Als Marko Ramius strahlt er Autorität, Ruhe und Erfahrung aus. Schon durch seine Anwesenheit vermittelt er den Eindruck eines Mannes, der in seinem Leben unzählige schwierige Situationen erlebt hat und sich auch unter enormem Druck nicht leicht aus der Ruhe bringen lässt.
Er wirkt intelligent, kontrolliert und seiner Umgebung stets einen Schritt voraus.
Alec Baldwin übernimmt als Jack Ryan eine andere Aufgabe. Er verkörpert Ryan und hat eine analytische Perspektive. Er ist ein intelligenter Beobachter, der aus einzelnen Informationen ein Gesamtbild entwickeln muss.
Ryan gewinnt nicht durch körperliche Überlegenheit, sondern durch seine Fähigkeit, Situationen zu analysieren und die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Baldwin spielt die Rolle solide und glaubwürdig.
Die Atmosphäre im U-Boot kann überzeugen.
Die engen Gänge der U-Boote und die monotone Geräuschkulisse erzeugen ein Gefühl der Beklemmung.
Diese Atmosphäre ist daher passend und sorgt für eine gewisse Spannung. Allerdings empfinde ich die Inszenierung auch als relativ kühl.
Handwerklich gibt es wenig auszusetzen.
Jagd auf roter Oktober ist ein gut gemachter, intelligenter und atmosphärischer Thriller, der aber nicht immer läuft. Sein Ruf als Klassiker ist nachvollziehbar, aber persönlich hätte ich mir etwas mehr Tempo, emotionalen Zugang und erzählerische Straffheit gewünscht.
Gesehen im HD TV.
mit 3
mit 3
mit 3
mit 1
bewertet am 22.10.26 um 10:22
Die Geschichte beginnt in der verschlafenen Kleinstadt Normal im US Bundesstaat Minnesota. Der Sheriff Ulysses Richardson, übernimmt dort vorübergehend den Dienst, nachdem sein Vorgänger gestorben ist. Für ihn kommt dieser Einsatz eigentlich wie gerufen. Er möchte Abstand von persönlichen Problemen gewinnen und hofft auf einige ruhige Wochen, in denen er sich nicht ständig mit schwierigen Situationen auseinandersetzen muss.
Normal scheint zunächst genau der richtige Ort dafür zu sein. Die Menschen wirken freundlich, das Leben verläuft gemächlich und größere Verbrechen scheinen eher unwahrscheinlich. Doch bereits nach kurzer Zeit entsteht der Eindruck, dass hinter der friedlichen Fassade etwas nicht stimmt. Die Stadt wirkt merkwürdig organisiert, manche Bewohner verhalten sich verdächtig und die scheinbare Normalität bekommt zunehmend Risse.
Als es schließlich zu einem Banküberfall kommt, verändert sich die Situation grundlegend. Ulysses gerät in Ermittlungen, die ihn immer tiefer in ein Netz aus Korruption, kriminellen Machenschaften und Gewalt hineinziehen. Ausgerechnet die Menschen, die zunächst harmlos erscheinen, scheinen mehr zu wissen, als sie zugeben wollen. Schließlich muss der Sheriff erkennen, dass die ganze Stadt in eine gefährliche Angelegenheit verwickelt ist.
Das Herzstück ist natürlich hier Bob Odenkirk. Er spielt souverän mit seiner angenehm unaufgeregten Art und schafft es, einen Charakter zu spielen, der weder wie ein klassischer Actionprotagonist wirkt. Ulysses ist müde, angeschlagen und möchte eigentlich nur seine Ruhe haben. Er wirkt wie jemand, der im Leben bereits einiges hinter sich hat und nicht unbedingt darauf aus ist, noch einmal in eine lebensgefährliche Situation hineingezogen zu werden.
Oft reichen sein Gesichtsausdruck, seine Körpersprache und seine trockenen Reaktionen aus, um eine Szene zu tragen. Er vermittelt glaubwürdig, dass dieser Mann zwar keine Lust auf Ärger hat, sich aber durchaus wehren kann, wenn er dazu gezwungen wird.
Natürlich erinnert die Rolle stellenweise an Odenkirks Auftritte in Nobody und Nobody 2. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil für mich, denn der Schauspieler hat ein überzeugendes Gespür für diese Art von Figur entwickelt.
Auch die Besetzung der Nebenrollen kann sich sehen lassen. Mit Lena Headey und Henry Winkler verfügt Normal über Schauspieler, die grundsätzlich viel Charisma mitbringen.
Henry Winkler bringt als Bürgermeister eine interessante Mischung aus Charme und Verdächtigkeit mit. Seine Figur passt gut zur Atmosphäre, weil man nie vollständig sicher sein kann, wie viel man ihr glauben sollte.
Lena Headey sorgt ebenfalls für eine willkommene Präsenz. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass ihre Figur stärker in die Handlung eingebunden wird. Ihr Auftritt war mir etwas zu kurz geraten.
Wenn Normal einmal richtig loslegt, zeigt der Film seine größte Stärke. Die Action ist kompromisslos, blutig und teilweise so überzogen unjd man fragt sich, wie die Situation überhaupt noch absurder werden kann.
Dabei entwickelt sich eine Dynamik, die kaum Pause macht. Was zunächst wie ein vergleichsweise überschaubarer Kriminalfall beginnt, wird zunehmend zu einer Eskalation, in der die Figuren kaum noch Zeit haben, durchzuatmen.
Was aber nur teilweise funktioniert, ist der schwarze Humor.
Der Humor entsteht dabei häufig aus der Reaktion der Figuren. Während die Situation immer schlimmer wird, behalten manche Charaktere eine erstaunliche Gelassenheit oder reagieren auf eine Weise, die im normalen Alltag völlig absurd wäre. Diese trockene Herangehensweise passt hervorragend zur Thematik.
Trotzdem funktioniert nicht jeder Witz gut. Man merkt gelegentlich, dass der Film unbedingt gleichzeitig brutal, cool und lustig sein möchte. Das passte für mich nicht immer gut zusammen. Teilweise war mir der Humor deplatziert und zu albern, weil einige Situationen Ernst bleiben sollten und nicht komisch rüberkommen sollen.
Der Humor ist daher meistens passend.
Der Film setzt auf eine Atmosphäre, die zunächst vergleichsweise ruhig und unauffällig erscheint. Die verschneite Kleinstadt, die zurückhaltenden Figuren und die scheinbar alltäglichen Probleme vermitteln den Eindruck eines klassischen Kriminalfilms.
Die Inszenierung lebt davon, dass Normal nie wirklich so harmlos wirkt, wie es sein Name verspricht. Kleine Details lassen Zweifel aufkommen und mit jeder neuen Entwicklung wird deutlicher, dass die Stadt ein Eigenleben führt.
Das Erzähltempo ist eigentlich ideal. Der ruhigere Einstieg benötigt etwas Zeit, um die Stadt und ihre Bewohner vorzustellen.
Sobald die Geschichte an Fahrt gewinnt, wird das Tempo deutlich höher und die knapp 90 Minuten werden sehr gut genutzt.
Am Ende ist Normal nicht ganz normal. Er ist ein unterhaltsamer, herrlich brutaler Actionfilm mit schwarzem Humor, einem starken Bob Odenkirk und einer interessanten Grundidee.
Nicht jeder Humor ist passend, es gibt einige kleinere Längen und einige Charaktere sind unpassend für die Handlung.
Gesehen auf Amazon Prime in 4K UHD als Leihtitel für 0,99€.
Normal scheint zunächst genau der richtige Ort dafür zu sein. Die Menschen wirken freundlich, das Leben verläuft gemächlich und größere Verbrechen scheinen eher unwahrscheinlich. Doch bereits nach kurzer Zeit entsteht der Eindruck, dass hinter der friedlichen Fassade etwas nicht stimmt. Die Stadt wirkt merkwürdig organisiert, manche Bewohner verhalten sich verdächtig und die scheinbare Normalität bekommt zunehmend Risse.
Als es schließlich zu einem Banküberfall kommt, verändert sich die Situation grundlegend. Ulysses gerät in Ermittlungen, die ihn immer tiefer in ein Netz aus Korruption, kriminellen Machenschaften und Gewalt hineinziehen. Ausgerechnet die Menschen, die zunächst harmlos erscheinen, scheinen mehr zu wissen, als sie zugeben wollen. Schließlich muss der Sheriff erkennen, dass die ganze Stadt in eine gefährliche Angelegenheit verwickelt ist.
Das Herzstück ist natürlich hier Bob Odenkirk. Er spielt souverän mit seiner angenehm unaufgeregten Art und schafft es, einen Charakter zu spielen, der weder wie ein klassischer Actionprotagonist wirkt. Ulysses ist müde, angeschlagen und möchte eigentlich nur seine Ruhe haben. Er wirkt wie jemand, der im Leben bereits einiges hinter sich hat und nicht unbedingt darauf aus ist, noch einmal in eine lebensgefährliche Situation hineingezogen zu werden.
Oft reichen sein Gesichtsausdruck, seine Körpersprache und seine trockenen Reaktionen aus, um eine Szene zu tragen. Er vermittelt glaubwürdig, dass dieser Mann zwar keine Lust auf Ärger hat, sich aber durchaus wehren kann, wenn er dazu gezwungen wird.
Natürlich erinnert die Rolle stellenweise an Odenkirks Auftritte in Nobody und Nobody 2. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil für mich, denn der Schauspieler hat ein überzeugendes Gespür für diese Art von Figur entwickelt.
Auch die Besetzung der Nebenrollen kann sich sehen lassen. Mit Lena Headey und Henry Winkler verfügt Normal über Schauspieler, die grundsätzlich viel Charisma mitbringen.
Henry Winkler bringt als Bürgermeister eine interessante Mischung aus Charme und Verdächtigkeit mit. Seine Figur passt gut zur Atmosphäre, weil man nie vollständig sicher sein kann, wie viel man ihr glauben sollte.
Lena Headey sorgt ebenfalls für eine willkommene Präsenz. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass ihre Figur stärker in die Handlung eingebunden wird. Ihr Auftritt war mir etwas zu kurz geraten.
Wenn Normal einmal richtig loslegt, zeigt der Film seine größte Stärke. Die Action ist kompromisslos, blutig und teilweise so überzogen unjd man fragt sich, wie die Situation überhaupt noch absurder werden kann.
Dabei entwickelt sich eine Dynamik, die kaum Pause macht. Was zunächst wie ein vergleichsweise überschaubarer Kriminalfall beginnt, wird zunehmend zu einer Eskalation, in der die Figuren kaum noch Zeit haben, durchzuatmen.
Was aber nur teilweise funktioniert, ist der schwarze Humor.
Der Humor entsteht dabei häufig aus der Reaktion der Figuren. Während die Situation immer schlimmer wird, behalten manche Charaktere eine erstaunliche Gelassenheit oder reagieren auf eine Weise, die im normalen Alltag völlig absurd wäre. Diese trockene Herangehensweise passt hervorragend zur Thematik.
Trotzdem funktioniert nicht jeder Witz gut. Man merkt gelegentlich, dass der Film unbedingt gleichzeitig brutal, cool und lustig sein möchte. Das passte für mich nicht immer gut zusammen. Teilweise war mir der Humor deplatziert und zu albern, weil einige Situationen Ernst bleiben sollten und nicht komisch rüberkommen sollen.
Der Humor ist daher meistens passend.
Der Film setzt auf eine Atmosphäre, die zunächst vergleichsweise ruhig und unauffällig erscheint. Die verschneite Kleinstadt, die zurückhaltenden Figuren und die scheinbar alltäglichen Probleme vermitteln den Eindruck eines klassischen Kriminalfilms.
Die Inszenierung lebt davon, dass Normal nie wirklich so harmlos wirkt, wie es sein Name verspricht. Kleine Details lassen Zweifel aufkommen und mit jeder neuen Entwicklung wird deutlicher, dass die Stadt ein Eigenleben führt.
Das Erzähltempo ist eigentlich ideal. Der ruhigere Einstieg benötigt etwas Zeit, um die Stadt und ihre Bewohner vorzustellen.
Sobald die Geschichte an Fahrt gewinnt, wird das Tempo deutlich höher und die knapp 90 Minuten werden sehr gut genutzt.
Am Ende ist Normal nicht ganz normal. Er ist ein unterhaltsamer, herrlich brutaler Actionfilm mit schwarzem Humor, einem starken Bob Odenkirk und einer interessanten Grundidee.
Nicht jeder Humor ist passend, es gibt einige kleinere Längen und einige Charaktere sind unpassend für die Handlung.
Gesehen auf Amazon Prime in 4K UHD als Leihtitel für 0,99€.
mit 4
mit 4
mit 4
mit 2
bewertet am 22.10.26 um 10:04
Michael Mason lebt zurückgezogen auf einer abgelegenen schottischen Insel. Er hat sich bewusst von der Außenwelt abgeschottet und möchte mit seiner Vergangenheit offenbar nichts mehr zu tun haben. Sein Alltag ist ruhig, einsam und weit entfernt von seinem früheren Leben. Doch als er während eines schweren Sturms ein junges Mädchen namens Jessie aus dem Meer rettet, verändert sich seine Situation schlagartig. Durch diese scheinbar einfache Entscheidung gerät er erneut ins Visier gefährlicher Menschen und wird gezwungen, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Was zunächst wie eine relativ klassische Geschichte über einen ehemaligen Elitekämpfer klingt, der eigentlich seine Ruhe haben möchte, entwickelt sich zu einem actionreichen Katz und Maus Spiel.
Allerdings muss man auch direkt sagen, dass Shelter das Rad keineswegs neu erfindet. Die Handlung erinnert an zahlreiche andere Actionfilme von ihm und solche Filme nutzen sich irgendwann ab, zumindest bei mir.
Hier sticht auch wieder Jason Statham heraus. Der Schauspieler hat sich über die Jahre eine eigene Nische im Actionkino geschaffen. Man weiß bei ihm ziemlich genau, was man bekommt. Einen körperlich überzeugenden Hauptdarsteller, der nicht viele Worte benötigt, um Präsenz zu zeigen und der seine Gegner lieber mit Fäusten überzeugt.
Auch in Shelter funktioniert dieses Konzept grundsätzlich gut. Statham spielt Michael Mason als schweigsamen, kontrollierten und offensichtlich erfahrenen Mann, der lieber allein bleibt und möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht. Er wirkt wie jemand, der schon zu viel erlebt hat und deshalb gelernt hat, niemandem mehr unnötig zu vertrauen. Diese zurückhaltende Art passt hervorragend zur Figur und zur abgeschiedenen Umgebung, in der der Film beginnt.
Ein wichtiger Bestandteil von Shelter ist die Beziehung zwischen Michael Mason und Jessie. Sie sorgt dafür, dass der Film nicht ausschließlich aus Action besteht, sondern auch eine emotionale Ebene erhält.
Dadurch bekommt die Geschichte zumindest zeitweise eine menschlichere Seite. Michael wird nicht nur als perfekter Kämpfer gezeigt, sondern auch als jemand, der trotz seiner harten Schale noch über Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein verfügt.
Für ihr junges Alter spielt Bodhi Rae Breathnach wirklich gut. Ihr Wechsel von Schutzbedürftigkeit und Entschlossenheit ist das genaue Gegenteil für Mason und diese Ergänzung passt gut zusammen. Zudem ist sie nicht das Klischee nervige Mädchen, sondern genau der andere Aspekt davon. Sie bringt als Jessie eine wichtige Ergänzung zu Stathams eher zurückhaltender Darstellung mit. Die Dynamik zwischen den beiden sorgt für eine starke Abwechslung.
Bill Nighty übernimmt die Rolle des MI6 Verantwortlichen Stephen Manafort und bringt damit eine andere Art mit ein.
Er funktioniert eher über die Kontrolle. Solide Leistung von ihm, mehr aber nicht.
Gleichzeitig muss man aber auch ehrlich sein...Wirklich viel Neues bekommt man von Statham hier nicht zu sehen. Wer seine bisherigen Filme kennt, weiß was ihm erwartet. Der wortkarge Einzelgänger, die überlegenen Kampffähigkeiten und der Versuch, sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten, gehören längst zu seinem bekannten Repertoire.
An Action mangelt es dem Film auch nicht und die ist gut. Und in diesem Bereich liefert Shelter durchaus ab. Die Kämpfe sind körperlich, vergleichsweise direkt inszeniert. Man setzt auf Nahkämpfe und Schusswechsel, in denen Michael seine Erfahrung und seine Fähigkeiten einsetzen muss, um zu überleben.
Statham darf seine bekannten Fähigkeiten zeigen, während die Choreografie dafür sorgt, dass die Auseinandersetzungen ordentlich Druck entwickeln.
Die Action ist zweckmäßig, hart und passt zum Charakter des Protagonisten.
Am Ende ist Shelter für mich ein typischer Jason Statham Film. Statham liefert eine ordentliche Leistung ab. Die Action funktioniert, die Atmosphäre ist besonders zu Beginn gelungen und die Beziehung zwischen Michael und Jessie gibt der Handlung eine zusätzliche emotionale Ebene.
Die Geschichte ist nicht neu und man sieht wieder einmal, das Statham nicht mehr die Stärke von früher hat, wo seine Filmrollen wenigstens auch mal andere Characktere zeigt.
Dieses Konzept nutzt sich immer weiter ab. Als Leihtitel durchaus in Ordnung, aber in der Sammlung brauche ich solche Filme nicht mehr.
Gesehen auf Amazon Prime als 4K UHD Leihtitel für 0,99€.
Was zunächst wie eine relativ klassische Geschichte über einen ehemaligen Elitekämpfer klingt, der eigentlich seine Ruhe haben möchte, entwickelt sich zu einem actionreichen Katz und Maus Spiel.
Allerdings muss man auch direkt sagen, dass Shelter das Rad keineswegs neu erfindet. Die Handlung erinnert an zahlreiche andere Actionfilme von ihm und solche Filme nutzen sich irgendwann ab, zumindest bei mir.
Hier sticht auch wieder Jason Statham heraus. Der Schauspieler hat sich über die Jahre eine eigene Nische im Actionkino geschaffen. Man weiß bei ihm ziemlich genau, was man bekommt. Einen körperlich überzeugenden Hauptdarsteller, der nicht viele Worte benötigt, um Präsenz zu zeigen und der seine Gegner lieber mit Fäusten überzeugt.
Auch in Shelter funktioniert dieses Konzept grundsätzlich gut. Statham spielt Michael Mason als schweigsamen, kontrollierten und offensichtlich erfahrenen Mann, der lieber allein bleibt und möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht. Er wirkt wie jemand, der schon zu viel erlebt hat und deshalb gelernt hat, niemandem mehr unnötig zu vertrauen. Diese zurückhaltende Art passt hervorragend zur Figur und zur abgeschiedenen Umgebung, in der der Film beginnt.
Ein wichtiger Bestandteil von Shelter ist die Beziehung zwischen Michael Mason und Jessie. Sie sorgt dafür, dass der Film nicht ausschließlich aus Action besteht, sondern auch eine emotionale Ebene erhält.
Dadurch bekommt die Geschichte zumindest zeitweise eine menschlichere Seite. Michael wird nicht nur als perfekter Kämpfer gezeigt, sondern auch als jemand, der trotz seiner harten Schale noch über Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein verfügt.
Für ihr junges Alter spielt Bodhi Rae Breathnach wirklich gut. Ihr Wechsel von Schutzbedürftigkeit und Entschlossenheit ist das genaue Gegenteil für Mason und diese Ergänzung passt gut zusammen. Zudem ist sie nicht das Klischee nervige Mädchen, sondern genau der andere Aspekt davon. Sie bringt als Jessie eine wichtige Ergänzung zu Stathams eher zurückhaltender Darstellung mit. Die Dynamik zwischen den beiden sorgt für eine starke Abwechslung.
Bill Nighty übernimmt die Rolle des MI6 Verantwortlichen Stephen Manafort und bringt damit eine andere Art mit ein.
Er funktioniert eher über die Kontrolle. Solide Leistung von ihm, mehr aber nicht.
Gleichzeitig muss man aber auch ehrlich sein...Wirklich viel Neues bekommt man von Statham hier nicht zu sehen. Wer seine bisherigen Filme kennt, weiß was ihm erwartet. Der wortkarge Einzelgänger, die überlegenen Kampffähigkeiten und der Versuch, sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten, gehören längst zu seinem bekannten Repertoire.
An Action mangelt es dem Film auch nicht und die ist gut. Und in diesem Bereich liefert Shelter durchaus ab. Die Kämpfe sind körperlich, vergleichsweise direkt inszeniert. Man setzt auf Nahkämpfe und Schusswechsel, in denen Michael seine Erfahrung und seine Fähigkeiten einsetzen muss, um zu überleben.
Statham darf seine bekannten Fähigkeiten zeigen, während die Choreografie dafür sorgt, dass die Auseinandersetzungen ordentlich Druck entwickeln.
Die Action ist zweckmäßig, hart und passt zum Charakter des Protagonisten.
Am Ende ist Shelter für mich ein typischer Jason Statham Film. Statham liefert eine ordentliche Leistung ab. Die Action funktioniert, die Atmosphäre ist besonders zu Beginn gelungen und die Beziehung zwischen Michael und Jessie gibt der Handlung eine zusätzliche emotionale Ebene.
Die Geschichte ist nicht neu und man sieht wieder einmal, das Statham nicht mehr die Stärke von früher hat, wo seine Filmrollen wenigstens auch mal andere Characktere zeigt.
Dieses Konzept nutzt sich immer weiter ab. Als Leihtitel durchaus in Ordnung, aber in der Sammlung brauche ich solche Filme nicht mehr.
Gesehen auf Amazon Prime als 4K UHD Leihtitel für 0,99€.
mit 3
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 21.10.26 um 19:43
Im Fokus steht Clark, der im Keller eines Möbelgeschäfts auf einen Raum stößt, der sich jeder normalen Erklärung entzieht. Hinter einer unscheinbaren Wand verbirgt sich eine scheinbar endlose Ansammlung merkwürdiger Räume und Korridore. Was zunächst wie eine bizarre Entdeckung wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einer verstörenden Erfahrung, die nicht nur Clarks Wahrnehmung der Realität infrage stellt, sondern auch die Menschen in seinem Umfeld in Gefahr bringt.
Chiwetel Ejiofor übernimmt als Clark die zentrale Rolle. Seine Darstellung ist für mich einer der wichtigsten Gründe, weshalb Backrooms gelegentlich funktioniert.
Er wirkt vielmehr wie ein Mensch, der in eine Situation gerät, deren Ausmaß er zunächst überhaupt nicht einschätzen kann. Seine Neugier entwickelt sich zunehmend zu einer Besessenheit und die Entdeckung der Backrooms beeinflusst nach und nach seine Wahrnehmung und sein Verhalten.
Ejiofor gelingt es, diese Entwicklung glaubwürdig zu vermitteln. Er spielt Clark nicht einfach als verängstigten Mann, der vor jeder neuen Situation zurückschreckt, sondern als jemanden, der unbedingt verstehen möchte, was mit ihm geschieht. Genau diese Neugier macht die Figur interessant.
Clark will Antworten finden. Er möchte herausfinden, was die Räume sind und welche Regeln dort gelten. Doch je stärker er sich mit diesem Phänomen beschäftigt, desto mehr scheint es ihn in seinen Bann zu ziehen.
Ein durchaus überzeugender Ansatz.
Renate Reinsve spielt Mary, eine Psychotherapeutin, die sich mit Clark und seinen Erlebnissen auseinandersetzen muss. Ihre Rolle bringt eine andere Perspektive in die Geschichte, weil sie zunächst versucht, die Ereignisse aus einer rationalen und psychologischen Sicht zu verstehen.
Reinsve bringt eine gewisse Ruhe und Ernsthaftigkeit in ihre Rolle ein.
Das Beunruhigende daran ist nicht allein die Größe dieser Welt, sondern vor allem ihre Beschaffenheit. Die Räume sehen teilweise aus, als hätte jemand gewöhnliche Bürogebäude, Geschäftsräume und andere Innenbereiche aus dem Zusammenhang gerissen und zu einem endlosen Labyrinth zusammengesetzt. Es gibt keine klare Orientierung, keine offensichtliche Logik und keinen verlässlichen Hinweis darauf, wo man sich eigentlich befindet.
Allerdings wird die Handlung mit zunehmender Laufzeit auch etwas schwieriger zu greifen. Während der Einstieg noch relativ klar strukturiert ist, verliert die Geschichte später stellenweise an Übersichtlichkeit.
Wenn ich eine Eigenschaft hervorheben müsste, die Backrooms besonders macht, wäre es ganz klar die Atmosphäre. Der Film schafft es, aus gewöhnlichen Innenräumen eine Umgebung zu machen, die gleichzeitig banal, fremdartig und bedrohlich wirkt. Genau dieses Zusammenspiel macht seine Wirkung noch stärker.
Besonders gelungen ist, dass die Räume nicht ständig eindeutig bedrohlich wirken. Gerade ihre Leere macht sie unheimlich. Es fehlt an normalen Geräuschen, an Menschen und an klaren Orientierungspunkten. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, in der jede kleine Veränderung auffällt und selbst ein unscheinbarer Gang eine unangenehme Wirkung entfalten kann.
Ein weiterer Aspekt, der mir an Backrooms gefällt, ist die Art, wie der Film mit psychologischer Unsicherheit arbeitet. Die Bedrohung entsteht nicht ausschließlich durch das, was in den Räumen lauern könnte, sondern auch durch die Situation, in der sich die Figuren befinden.
Ich finde diese Form des Horrors besonders effektiv, weil sie an eine grundlegende menschliche Angst anknüpft. Zum Beispiel den Verlust der Orientierung.
Auch handwerklich hat Backrooms einiges zu bieten. Besonders die Gestaltung der Räume ist beeindruckend.
Die Räume scheinen keiner Logik zu folgen, die man beinahe verstehen könnte, die sich aber nie vollständig erschließt.
Natürlich gibt es auch klassische Schreckmomente. Diese funktionieren teilweise gut.
Die Spannung entwickelt sich in Backrooms auf eine etwas andere Weise. Hier speilt die Ungewissheit eine große zentrale Rolle.
Auch das Ende ist ein Punkt, über den man unterschiedlicher Meinung sein kann. Das Ende lässt Fragen offen und lässt die Interpretation für die Zuschauer offen, die selber entscheiden können. Ob man jetzt eine Fortsetzung gebraucht hätte, sei mal dahingestellt.
Unterm Strich ist Backrooms ein sehenswerter Horrorfilm mit einer außergewöhnlichen Grundidee, einer beklemmenden Atmosphäre und einer starken visuellen Identität.
Chiwetel Ejiofor liefert eine überzeugende Leistung ab. Seine Darstellung verleiht der Geschichte eine menschliche Perspektive, während Renate Reinsve eine andere interessante Ergänzung zur Besetzung darstellt.
Ich bin auch vielleicht mit anderen Erwartungen an den Film rangegangen. Ich kannte nur das Spiel und bin davon ausgegangen, das dieses umgesetzt wurde. Von der Webserie hatte ich keine Kenntnis gehabt. Auch musste ich mir einige Erklärungen durchlesen, weil ich nicht ganz verstanden habe, was der Film mir sagen möchte.
Das Bild präsentiert sich ganz gut.
Die Strukturen wirken sauberer voneinander getrennt und feine Konturen erscheinen natürlicher. Das fällt vor allem bei Kabeln, Beschilderungen und anderen dünnen Linien auf, die sich vor den gleichförmigen Wänden abzeichnen. Auch die räumliche Wirkung profitiert davon, weil die verschiedenen Ebenen eines Raumes besser voneinander unterscheidbar bleiben.
Figuren und Gegenstände werden sauberer umrissen, ohne dass ihre Ränder künstlich hervorgehoben wirken. Gerade bei Nahaufnahmen macht das einen angenehmen Unterschied.
Gelbliche Wände, Teppichböden, Deckenplatten, Leuchtstoffröhren und zahlreiche architektonische Wiederholungen bestimmen das Bild.
Die Räume besitzen zahlreiche feine Strukturen, die auf den ersten Blick kaum auffallen. Die Oberflächen der Wände sind nicht überall identisch, die Teppiche besitzen eine eigene Textur und die Beleuchtung erzeugt unterschiedliche Abstufungen innerhalb der ansonsten ähnlich wirkenden Umgebungen.
Sie stellt vielmehr die vorhandenen Details sauberer dar und lässt das Bild insgesamt hochwertiger wirken.
Das dominierende Gelb der Wände und die künstliche Beleuchtung erzeugen eine Umgebung, die gleichzeitig alltäglich und unangenehm wirkt.
Das Bild unterstützt diesen Ansatz mit einer kräftigen, aber kontrollierten Farbwiedergabe. Im Vergleich zur Blu ray erscheinen die Farben satter. Besonders das charakteristische Gelb der Räume gewinnt dadurch an Intensität.
Die Räume wirken nicht einfach nur gelb, sondern besitzen unterschiedliche Nuancen, die je nach Beleuchtung und Perspektive variieren.
Auch Hauttöne profitieren von der etwas wärmeren Farbabstimmung.
Das Bild wirkt farblich kräftiger und differenzierter.
Die Kontraste profitieren ebenfalls von der saubereren Darstellung. Gegenstände heben sich klarer von den Wänden ab und die unterschiedlichen Helligkeitsstufen innerhalb der Räume bleiben besser erkennbar.
Gut ist auch die homogenere Bildwiedergabe. Gerade bei Filmen mit vielen gleichförmigen Flächen und künstlich erzeugten Umgebungen können Kompressionsprobleme auffallen. Große Wände, sanfte Farbverläufe oder dunklere Bereiche sind häufig empfindlich gegenüber sichtbaren Bildartefakten.
Ein wichtiger Punkt sind auch die Szenen im Found Footage Stil. Diese Sequenzen unterscheiden sich deutlich von den regulären Filmszenen und wirken bewusst wie alte Videoaufnahmen.
Das Bild ist teilweise im 4:3 Format gehalten und weist eine deutlich reduzierte Auflösung, Bildrauschen, Unschärfen und typische analoge Bildfehler auf.
Das ist ein wichtiger Bestandteil der visuellen Identität.
Hier hat man sich bewusst dafür entschieden, um den gewünschten Look authentischer zu erzeugen.
Der Ton macht ebenfalls ein sehr gute Vorstellung.
Die Dialoge werden überwiegend klar und präsent wiedergegeben. Stimmen lassen sich gut verstehen und sind sauber in das Klangbild eingebunden.
Der Centerkanal übernimmt dabei die zentrale Aufgabe. Die Stimmen bleiben verständlich, ohne dass sie sich übermäßig vom Rest der Tonspur absetzen müssen.
Ein großer Teil der Wirkung von Backrooms entsteht dadurch, dass der Film zwischen leisen, monotonen Passagen und plötzlich auftretenden Geräuschen wechselt.
Das kontinuierliche Summen der Beleuchtung ist dafür ein gutes Beispiel. Es ist nicht unbedingt laut, aber ständig präsent. Dadurch entsteht ein Grundgeräusch, das zunächst kaum auffällt, mit zunehmender Dauer jedoch unangenehm werden kann.
Allerdings hätte ich mir bei der Dynamik stellenweise noch etwas mehr Kontrast gewünscht.
Der Bass lässt zu wünschen übrig.
Der Tiefbass hätte etwas kräftiger ausfallen könnte. Zwar gibt es bei actionreicheren Momenten durchaus Effekte, aber die Intensität hätte kräftiger sein können.
Eine etwas stärkere Tieftonwiedergabe hätte bestimmte Szenen noch wirkungsvoller gestalten lassen.
Die Extras sind über 1 Stunde lang. Die erweiterte Kinofassung ist ein netter Bonus, allerdings NUR auf Blu Ray. Die Artcards sind für mich unnütz. Da hätte ich mir lieber ein Booklet gewünscht.
Der Schuber macht einen soliden Eindruck. Die Covermotive sind einfach und schlicht gehalten.
Chiwetel Ejiofor übernimmt als Clark die zentrale Rolle. Seine Darstellung ist für mich einer der wichtigsten Gründe, weshalb Backrooms gelegentlich funktioniert.
Er wirkt vielmehr wie ein Mensch, der in eine Situation gerät, deren Ausmaß er zunächst überhaupt nicht einschätzen kann. Seine Neugier entwickelt sich zunehmend zu einer Besessenheit und die Entdeckung der Backrooms beeinflusst nach und nach seine Wahrnehmung und sein Verhalten.
Ejiofor gelingt es, diese Entwicklung glaubwürdig zu vermitteln. Er spielt Clark nicht einfach als verängstigten Mann, der vor jeder neuen Situation zurückschreckt, sondern als jemanden, der unbedingt verstehen möchte, was mit ihm geschieht. Genau diese Neugier macht die Figur interessant.
Clark will Antworten finden. Er möchte herausfinden, was die Räume sind und welche Regeln dort gelten. Doch je stärker er sich mit diesem Phänomen beschäftigt, desto mehr scheint es ihn in seinen Bann zu ziehen.
Ein durchaus überzeugender Ansatz.
Renate Reinsve spielt Mary, eine Psychotherapeutin, die sich mit Clark und seinen Erlebnissen auseinandersetzen muss. Ihre Rolle bringt eine andere Perspektive in die Geschichte, weil sie zunächst versucht, die Ereignisse aus einer rationalen und psychologischen Sicht zu verstehen.
Reinsve bringt eine gewisse Ruhe und Ernsthaftigkeit in ihre Rolle ein.
Das Beunruhigende daran ist nicht allein die Größe dieser Welt, sondern vor allem ihre Beschaffenheit. Die Räume sehen teilweise aus, als hätte jemand gewöhnliche Bürogebäude, Geschäftsräume und andere Innenbereiche aus dem Zusammenhang gerissen und zu einem endlosen Labyrinth zusammengesetzt. Es gibt keine klare Orientierung, keine offensichtliche Logik und keinen verlässlichen Hinweis darauf, wo man sich eigentlich befindet.
Allerdings wird die Handlung mit zunehmender Laufzeit auch etwas schwieriger zu greifen. Während der Einstieg noch relativ klar strukturiert ist, verliert die Geschichte später stellenweise an Übersichtlichkeit.
Wenn ich eine Eigenschaft hervorheben müsste, die Backrooms besonders macht, wäre es ganz klar die Atmosphäre. Der Film schafft es, aus gewöhnlichen Innenräumen eine Umgebung zu machen, die gleichzeitig banal, fremdartig und bedrohlich wirkt. Genau dieses Zusammenspiel macht seine Wirkung noch stärker.
Besonders gelungen ist, dass die Räume nicht ständig eindeutig bedrohlich wirken. Gerade ihre Leere macht sie unheimlich. Es fehlt an normalen Geräuschen, an Menschen und an klaren Orientierungspunkten. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, in der jede kleine Veränderung auffällt und selbst ein unscheinbarer Gang eine unangenehme Wirkung entfalten kann.
Ein weiterer Aspekt, der mir an Backrooms gefällt, ist die Art, wie der Film mit psychologischer Unsicherheit arbeitet. Die Bedrohung entsteht nicht ausschließlich durch das, was in den Räumen lauern könnte, sondern auch durch die Situation, in der sich die Figuren befinden.
Ich finde diese Form des Horrors besonders effektiv, weil sie an eine grundlegende menschliche Angst anknüpft. Zum Beispiel den Verlust der Orientierung.
Auch handwerklich hat Backrooms einiges zu bieten. Besonders die Gestaltung der Räume ist beeindruckend.
Die Räume scheinen keiner Logik zu folgen, die man beinahe verstehen könnte, die sich aber nie vollständig erschließt.
Natürlich gibt es auch klassische Schreckmomente. Diese funktionieren teilweise gut.
Die Spannung entwickelt sich in Backrooms auf eine etwas andere Weise. Hier speilt die Ungewissheit eine große zentrale Rolle.
Auch das Ende ist ein Punkt, über den man unterschiedlicher Meinung sein kann. Das Ende lässt Fragen offen und lässt die Interpretation für die Zuschauer offen, die selber entscheiden können. Ob man jetzt eine Fortsetzung gebraucht hätte, sei mal dahingestellt.
Unterm Strich ist Backrooms ein sehenswerter Horrorfilm mit einer außergewöhnlichen Grundidee, einer beklemmenden Atmosphäre und einer starken visuellen Identität.
Chiwetel Ejiofor liefert eine überzeugende Leistung ab. Seine Darstellung verleiht der Geschichte eine menschliche Perspektive, während Renate Reinsve eine andere interessante Ergänzung zur Besetzung darstellt.
Ich bin auch vielleicht mit anderen Erwartungen an den Film rangegangen. Ich kannte nur das Spiel und bin davon ausgegangen, das dieses umgesetzt wurde. Von der Webserie hatte ich keine Kenntnis gehabt. Auch musste ich mir einige Erklärungen durchlesen, weil ich nicht ganz verstanden habe, was der Film mir sagen möchte.
Das Bild präsentiert sich ganz gut.
Die Strukturen wirken sauberer voneinander getrennt und feine Konturen erscheinen natürlicher. Das fällt vor allem bei Kabeln, Beschilderungen und anderen dünnen Linien auf, die sich vor den gleichförmigen Wänden abzeichnen. Auch die räumliche Wirkung profitiert davon, weil die verschiedenen Ebenen eines Raumes besser voneinander unterscheidbar bleiben.
Figuren und Gegenstände werden sauberer umrissen, ohne dass ihre Ränder künstlich hervorgehoben wirken. Gerade bei Nahaufnahmen macht das einen angenehmen Unterschied.
Gelbliche Wände, Teppichböden, Deckenplatten, Leuchtstoffröhren und zahlreiche architektonische Wiederholungen bestimmen das Bild.
Die Räume besitzen zahlreiche feine Strukturen, die auf den ersten Blick kaum auffallen. Die Oberflächen der Wände sind nicht überall identisch, die Teppiche besitzen eine eigene Textur und die Beleuchtung erzeugt unterschiedliche Abstufungen innerhalb der ansonsten ähnlich wirkenden Umgebungen.
Sie stellt vielmehr die vorhandenen Details sauberer dar und lässt das Bild insgesamt hochwertiger wirken.
Das dominierende Gelb der Wände und die künstliche Beleuchtung erzeugen eine Umgebung, die gleichzeitig alltäglich und unangenehm wirkt.
Das Bild unterstützt diesen Ansatz mit einer kräftigen, aber kontrollierten Farbwiedergabe. Im Vergleich zur Blu ray erscheinen die Farben satter. Besonders das charakteristische Gelb der Räume gewinnt dadurch an Intensität.
Die Räume wirken nicht einfach nur gelb, sondern besitzen unterschiedliche Nuancen, die je nach Beleuchtung und Perspektive variieren.
Auch Hauttöne profitieren von der etwas wärmeren Farbabstimmung.
Das Bild wirkt farblich kräftiger und differenzierter.
Die Kontraste profitieren ebenfalls von der saubereren Darstellung. Gegenstände heben sich klarer von den Wänden ab und die unterschiedlichen Helligkeitsstufen innerhalb der Räume bleiben besser erkennbar.
Gut ist auch die homogenere Bildwiedergabe. Gerade bei Filmen mit vielen gleichförmigen Flächen und künstlich erzeugten Umgebungen können Kompressionsprobleme auffallen. Große Wände, sanfte Farbverläufe oder dunklere Bereiche sind häufig empfindlich gegenüber sichtbaren Bildartefakten.
Ein wichtiger Punkt sind auch die Szenen im Found Footage Stil. Diese Sequenzen unterscheiden sich deutlich von den regulären Filmszenen und wirken bewusst wie alte Videoaufnahmen.
Das Bild ist teilweise im 4:3 Format gehalten und weist eine deutlich reduzierte Auflösung, Bildrauschen, Unschärfen und typische analoge Bildfehler auf.
Das ist ein wichtiger Bestandteil der visuellen Identität.
Hier hat man sich bewusst dafür entschieden, um den gewünschten Look authentischer zu erzeugen.
Der Ton macht ebenfalls ein sehr gute Vorstellung.
Die Dialoge werden überwiegend klar und präsent wiedergegeben. Stimmen lassen sich gut verstehen und sind sauber in das Klangbild eingebunden.
Der Centerkanal übernimmt dabei die zentrale Aufgabe. Die Stimmen bleiben verständlich, ohne dass sie sich übermäßig vom Rest der Tonspur absetzen müssen.
Ein großer Teil der Wirkung von Backrooms entsteht dadurch, dass der Film zwischen leisen, monotonen Passagen und plötzlich auftretenden Geräuschen wechselt.
Das kontinuierliche Summen der Beleuchtung ist dafür ein gutes Beispiel. Es ist nicht unbedingt laut, aber ständig präsent. Dadurch entsteht ein Grundgeräusch, das zunächst kaum auffällt, mit zunehmender Dauer jedoch unangenehm werden kann.
Allerdings hätte ich mir bei der Dynamik stellenweise noch etwas mehr Kontrast gewünscht.
Der Bass lässt zu wünschen übrig.
Der Tiefbass hätte etwas kräftiger ausfallen könnte. Zwar gibt es bei actionreicheren Momenten durchaus Effekte, aber die Intensität hätte kräftiger sein können.
Eine etwas stärkere Tieftonwiedergabe hätte bestimmte Szenen noch wirkungsvoller gestalten lassen.
Die Extras sind über 1 Stunde lang. Die erweiterte Kinofassung ist ein netter Bonus, allerdings NUR auf Blu Ray. Die Artcards sind für mich unnütz. Da hätte ich mir lieber ein Booklet gewünscht.
Der Schuber macht einen soliden Eindruck. Die Covermotive sind einfach und schlicht gehalten.
mit 3
mit 4
mit 4
mit 2
bewertet am 21.10.26 um 13:08
Teen Wolf (1985):
In der Geschichte geht es um Scott Howard. Scott ist ein ganz normaler Schüler, der versucht, seinen Platz im sozialen Gefüge seiner Schule zu finden. Er interessiert sich für Sport, hat mit den üblichen Unsicherheiten eines Teenagers zu kämpfen und möchte vor allem von seinen Mitschülern wahrgenommen werden. Besonders im Basketball möchte er sich beweisen, während er gleichzeitig mit seinen Gefühlen und seinem Wunsch nach Anerkennung umgehen muss.
Sein Leben verändert sich schlagartig, als er entdeckt, dass er sich in einen Werwolf verwandeln kann. Statt diese Fähigkeit ausschließlich als Fluch zu betrachten, stellt Scott jedoch schnell fest, dass sie ihm im Alltag durchaus Vorteile verschaffen kann. Plötzlich wird er interessanter für seine Mitschüler, seine sportlichen Leistungen verbessern sich und er erhält eine Aufmerksamkeit, von der er zuvor nur träumen konnte.
Grundsätzlich finde ich diese Idee durchaus gelungen. Sie ist einfach, verständlich und bietet eine gute Grundlage für eine Teenagerkomödie. Schließlich kennt vermutlich jeder das Gefühl, sich verändern zu wollen, um besser dazustehen oder von anderen ernst genommen zu werden. Teen Wolf übersetzt dieses alltägliche Problem auf eine bewusst übertriebene, fantastische Weise.
Der wohl wichtigste Grund, warum Teen Wolf funktioniert, ist Michael J. Fox. Der Schauspieler bringt eine natürliche Energie mit, die hervorragend zu einer Geschichte über einen unsicheren Teenager passt, der plötzlich im Mittelpunkt steht.
Fox besitzt genau die Art von sympathischer Ausstrahlung, die man für eine solche Rolle braucht. Er wirkt lebendig, spontan und gelegentlich herrlich überfordert mit den Ereignissen, die auf seine Figur zukommen. Gerade in den humorvollen Szenen kann er sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen und dafür sorgen, dass selbst relativ einfache Gags noch funktionieren.
Scott Howard ist grundsätzlich ein Charakter, mit dem man sich identifizieren kann. Er möchte dazugehören, will bei anderen gut ankommen und hofft, seine Unsicherheiten überwinden zu können. Dass er dafür ausgerechnet eine übernatürliche Fähigkeit entdeckt, macht die Situation natürlich deutlich absurder, verändert aber nichts an den grundlegenden Problemen, mit denen er sich auseinandersetzen muss.
Als Komödie muss sich Teen Wolf natürlich vor allem daran messen lassen, wie gut seine humorvollen Elemente auch heute noch funktionieren. Hier fällt mein Urteil gemischt aus. Der Film besitzt einige unterhaltsame Ideen und profitiert von der absurden Vorstellung. Gerade die Reaktionen seiner Mitschüler und die Veränderungen in Scotts sozialem Leben bieten durchaus lustige Szenen.
Der Humor ist dabei typisch für amerikanische Teenagerkomödien aus den 80zigern. Es geht um Beliebtheit, sportlichen Erfolg, romantische Interessen und den Wunsch, endlich nicht mehr zu den Außenseitern zu gehören.
Hinzu kommt, dass nicht jeder Witz gleichermaßen gut gealtert ist. Einige Szenen leben stark von der damaligen Teenagerkultur und dem Humor ihrer Zeit. Was damals vielleicht frisch und unterhaltsam wirkte, kann heute etwas altmodisch oder überholt erscheinen.
Die körperliche Veränderung könnte als Metapher für die Pubertät verstanden werden. Der eigene Körper verändert sich, Gefühle werden intensiver und man entdeckt Seiten an sich, die man zuvor nicht kannte. Gleichzeitig entsteht der Wunsch, sich anzupassen und von anderen akzeptiert zu werden. In dieser Hinsicht passt die Werwolfidee hervorragend zum Coming of Age Genre.
Darin steckt aber auch eine oberflächliche Wirkung.
Ein großer Teil des Charmes von Teen Wolf entsteht durch seine unverkennbare Atmosphäre der 80ziger. Die Mode, die Musik, die Frisuren und der allgemeine Umgang der Figuren miteinander erinnern an eine Zeit. Auch der Soundtrack ist hervorragend gewählt und passt super zum Flair. Eine schöne Auswahl der Musik.
Auch das Erzähltempo ist überwiegend unkompliziert. Die Handlung kommt relativ schnell voran.
Insgesamt ist die Inszenierung solide, um die Geschichte teilweise interessant zu machen.
Teen Wolf ist eine durchschnittliche, aber durchaus charmante Komödie mit einem sympathischen Michael J. Fox und einer interessanten Grundidee. Der Film besitzt einen gewissen nostalgischen Charme der 80ziger, leidet jedoch unter einer vorhersehbaren Handlung und einem zu oberflächlichen Umgang mit seinen Themen. Auch der Humor ist nicht mehr so angemessen, wie zur damaligen Zeit. Heute funktioniert der Film jedoch nicht mehr so, wie früher.
Gesehen auf Amazon Prime in HD.
In der Geschichte geht es um Scott Howard. Scott ist ein ganz normaler Schüler, der versucht, seinen Platz im sozialen Gefüge seiner Schule zu finden. Er interessiert sich für Sport, hat mit den üblichen Unsicherheiten eines Teenagers zu kämpfen und möchte vor allem von seinen Mitschülern wahrgenommen werden. Besonders im Basketball möchte er sich beweisen, während er gleichzeitig mit seinen Gefühlen und seinem Wunsch nach Anerkennung umgehen muss.
Sein Leben verändert sich schlagartig, als er entdeckt, dass er sich in einen Werwolf verwandeln kann. Statt diese Fähigkeit ausschließlich als Fluch zu betrachten, stellt Scott jedoch schnell fest, dass sie ihm im Alltag durchaus Vorteile verschaffen kann. Plötzlich wird er interessanter für seine Mitschüler, seine sportlichen Leistungen verbessern sich und er erhält eine Aufmerksamkeit, von der er zuvor nur träumen konnte.
Grundsätzlich finde ich diese Idee durchaus gelungen. Sie ist einfach, verständlich und bietet eine gute Grundlage für eine Teenagerkomödie. Schließlich kennt vermutlich jeder das Gefühl, sich verändern zu wollen, um besser dazustehen oder von anderen ernst genommen zu werden. Teen Wolf übersetzt dieses alltägliche Problem auf eine bewusst übertriebene, fantastische Weise.
Der wohl wichtigste Grund, warum Teen Wolf funktioniert, ist Michael J. Fox. Der Schauspieler bringt eine natürliche Energie mit, die hervorragend zu einer Geschichte über einen unsicheren Teenager passt, der plötzlich im Mittelpunkt steht.
Fox besitzt genau die Art von sympathischer Ausstrahlung, die man für eine solche Rolle braucht. Er wirkt lebendig, spontan und gelegentlich herrlich überfordert mit den Ereignissen, die auf seine Figur zukommen. Gerade in den humorvollen Szenen kann er sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen und dafür sorgen, dass selbst relativ einfache Gags noch funktionieren.
Scott Howard ist grundsätzlich ein Charakter, mit dem man sich identifizieren kann. Er möchte dazugehören, will bei anderen gut ankommen und hofft, seine Unsicherheiten überwinden zu können. Dass er dafür ausgerechnet eine übernatürliche Fähigkeit entdeckt, macht die Situation natürlich deutlich absurder, verändert aber nichts an den grundlegenden Problemen, mit denen er sich auseinandersetzen muss.
Als Komödie muss sich Teen Wolf natürlich vor allem daran messen lassen, wie gut seine humorvollen Elemente auch heute noch funktionieren. Hier fällt mein Urteil gemischt aus. Der Film besitzt einige unterhaltsame Ideen und profitiert von der absurden Vorstellung. Gerade die Reaktionen seiner Mitschüler und die Veränderungen in Scotts sozialem Leben bieten durchaus lustige Szenen.
Der Humor ist dabei typisch für amerikanische Teenagerkomödien aus den 80zigern. Es geht um Beliebtheit, sportlichen Erfolg, romantische Interessen und den Wunsch, endlich nicht mehr zu den Außenseitern zu gehören.
Hinzu kommt, dass nicht jeder Witz gleichermaßen gut gealtert ist. Einige Szenen leben stark von der damaligen Teenagerkultur und dem Humor ihrer Zeit. Was damals vielleicht frisch und unterhaltsam wirkte, kann heute etwas altmodisch oder überholt erscheinen.
Die körperliche Veränderung könnte als Metapher für die Pubertät verstanden werden. Der eigene Körper verändert sich, Gefühle werden intensiver und man entdeckt Seiten an sich, die man zuvor nicht kannte. Gleichzeitig entsteht der Wunsch, sich anzupassen und von anderen akzeptiert zu werden. In dieser Hinsicht passt die Werwolfidee hervorragend zum Coming of Age Genre.
Darin steckt aber auch eine oberflächliche Wirkung.
Ein großer Teil des Charmes von Teen Wolf entsteht durch seine unverkennbare Atmosphäre der 80ziger. Die Mode, die Musik, die Frisuren und der allgemeine Umgang der Figuren miteinander erinnern an eine Zeit. Auch der Soundtrack ist hervorragend gewählt und passt super zum Flair. Eine schöne Auswahl der Musik.
Auch das Erzähltempo ist überwiegend unkompliziert. Die Handlung kommt relativ schnell voran.
Insgesamt ist die Inszenierung solide, um die Geschichte teilweise interessant zu machen.
Teen Wolf ist eine durchschnittliche, aber durchaus charmante Komödie mit einem sympathischen Michael J. Fox und einer interessanten Grundidee. Der Film besitzt einen gewissen nostalgischen Charme der 80ziger, leidet jedoch unter einer vorhersehbaren Handlung und einem zu oberflächlichen Umgang mit seinen Themen. Auch der Humor ist nicht mehr so angemessen, wie zur damaligen Zeit. Heute funktioniert der Film jedoch nicht mehr so, wie früher.
Gesehen auf Amazon Prime in HD.
mit 3
mit 3
mit 3
mit 1
bewertet am 21.10.26 um 11:54
Im Mittelpunkt stehen der Polizist Damien Collier und der ehemalige Häftling Lino. Beide könnten unterschiedlicher kaum sein, müssen sich aber zusammenschließen, um eine gefährliche Bombe zu entschärfen und gleichzeitig einen mächtigen Gangster zur Strecke zu bringen. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Partnerschaft.
Paul Walker passt überraschend gut in die Rolle des Polizisten Damien. Seine Figur ist zwar teilweise ziemlich klischeehaft, aber Walker spielt sie sympathisch und relativ bodenständig. Gerade im Zusammenspiel mit David Belle funktioniert die Dynamik der beiden Hauptfiguren meistens gut. Während Damien eher der pflichtbewusste Polizist ist, wirkt Lino impulsiver und deutlich unberechenbarer.
Auch die Atmosphäre ist gut gewählt. Brick Mansions wirkt wie eine abgeschottete Welt innerhalb der Stadt. Die heruntergekommenen Gebäude, die Gewalt und die hohe Kriminalität vermitteln stellenweise das Gefühl, dass die Bewohner eine andere Gesellschaft darstellen. Die soziale Ausgrenzung und Korruption wird hier deutlich angesprochen. Allerdings sieht man diese Themen eher nur nebenbei.
Die Dialoge sind hier aber eher zwiegespalten. Es gibt einige gute Szenen zwischen Damien und Lino, allerdings wirken manche Gespräche auch hier sehr klischeehaft.
Die Action ist allerdings nicht durchgehend gleich stark. Während einige Parkour Sequenzen wirklich beeindruckend sind, sind andere Kämpfe eher Standard. Auch die Spezialeffekte sind teilweise sichtbar gealtert.
Zudem ist Brick Mansions letzter Film mit Paul Walker, der noch kurz vor seinem Tod veröffentlich wurde. Dadurch hat der Film, im Nachhinein, eine zusätzliche emotionale Bedeutung. Walker bringt eine sympathische Präsenz mit, die die Anteilnahme noch stärker machen.
Insgesamt ist aber Brick Mansions für mich ein solider und ziemlich durchschnittlicher Actionfilm. Die Actionsequenzen sind in Ordnung, die Parkour Szenen sind gut und das Zusammenspiel von Paul Walker und David Belle passt. Die Geschichte ist eher Standard und die teilweise oberflächliche Behandlung der gesellschaftlichen Themen sind nur Nebenschauplätze und spielen keine große Rolle.
Gesehen im HD TV.
Paul Walker passt überraschend gut in die Rolle des Polizisten Damien. Seine Figur ist zwar teilweise ziemlich klischeehaft, aber Walker spielt sie sympathisch und relativ bodenständig. Gerade im Zusammenspiel mit David Belle funktioniert die Dynamik der beiden Hauptfiguren meistens gut. Während Damien eher der pflichtbewusste Polizist ist, wirkt Lino impulsiver und deutlich unberechenbarer.
Auch die Atmosphäre ist gut gewählt. Brick Mansions wirkt wie eine abgeschottete Welt innerhalb der Stadt. Die heruntergekommenen Gebäude, die Gewalt und die hohe Kriminalität vermitteln stellenweise das Gefühl, dass die Bewohner eine andere Gesellschaft darstellen. Die soziale Ausgrenzung und Korruption wird hier deutlich angesprochen. Allerdings sieht man diese Themen eher nur nebenbei.
Die Dialoge sind hier aber eher zwiegespalten. Es gibt einige gute Szenen zwischen Damien und Lino, allerdings wirken manche Gespräche auch hier sehr klischeehaft.
Die Action ist allerdings nicht durchgehend gleich stark. Während einige Parkour Sequenzen wirklich beeindruckend sind, sind andere Kämpfe eher Standard. Auch die Spezialeffekte sind teilweise sichtbar gealtert.
Zudem ist Brick Mansions letzter Film mit Paul Walker, der noch kurz vor seinem Tod veröffentlich wurde. Dadurch hat der Film, im Nachhinein, eine zusätzliche emotionale Bedeutung. Walker bringt eine sympathische Präsenz mit, die die Anteilnahme noch stärker machen.
Insgesamt ist aber Brick Mansions für mich ein solider und ziemlich durchschnittlicher Actionfilm. Die Actionsequenzen sind in Ordnung, die Parkour Szenen sind gut und das Zusammenspiel von Paul Walker und David Belle passt. Die Geschichte ist eher Standard und die teilweise oberflächliche Behandlung der gesellschaftlichen Themen sind nur Nebenschauplätze und spielen keine große Rolle.
Gesehen im HD TV.
mit 3
mit 4
mit 4
mit 2
bewertet am 20.10.26 um 11:20
Go Trabi Go
Der Film erzählt die Geschichte der Familie Struutz, die kurz nach dem Mauerfall mit ihrem Trabant „Schorsch“ von Bitterfeld aus Richtung Italien aufbricht. Was zunächst wie ein ganz normaler Familienurlaub klingt, entwickelt sich schnell zu einer abenteuerlichen Reise voller Pannen, Missverständnisse und skurriler Begegnungen.
Man kann, das die Atmosphäre hier einfach passt. Go Trabi Go ist sehr stark mit der Zeit kurz nach der deutschen Wiedervereinigung verbunden. Der Trabant ist dabei nicht einfach nur ein Auto, sondern eigentlich schon " Kult ". Dieses Fahrzeug steht für die damalige DDR und trifft während der Reise auf die völlig andere Welt. Dadurch bekommt die eigentlich einfache Geschichte eine zusätzliche Bedeutung. Gerade aus heutiger Sicht ist es interessant zu sehen, wie die Unterschiede zwischen Ost und West damals dargestellt wurden.
Die Familie Struutz macht ihre Sache ganz gut. Vater Udo, Mutter Rita und Tochter Jacqueline haben unterschiedliche Vorstellungen von der gemeinsamen Reise, wodurch immer wieder Streitigkeiten entstehen. Besonders Jacqueline sorgt mit ihrer jugendlichen Art für einige komische Situationen. Die Familie wird zwar etwas übertrieben dargestellt, aber das passt wiederum zum Stil.
Die Handlung selbst ist relativ einfach aufgebaut. Die Familie gibt gas und fährt los, gerät in Schwierigkeiten und man versucht, die Probleme zu lösen, um ans Ziel zu kommen. Manche Situationen sind wirklich gelungen, andere wirken dagegen etwas albern.
Der Film zeigt sehr häufig die Klischees zwischen Ost und West. Einerseits gehört das zu seinem Charme, andererseits wirken manche Darstellungen aus heutiger Sicht ziemlich simpel. Die Unterschiede werden teilweise sehr deutlich überspitzt.
Go Trabi Go möchte in erster Linie unterhalten. Das ist der Sinn einer Komödie. Und genau das gelingt ihm über weite Strecken. Die Reise durch verschiedene Länder sorgt für Abwechslung und gibt dem Film einen gewisses Roadtrip Feeling.
Auch die Musik und das allgemeine Erscheinungsbild passen gut zur damaligen Zeit. Man bekommt ein ziemlich authentisches Gefühl für die 90ziger. Für Menschen aus dieser Zeit, dürfte der Film einen anderen Charackter haben, als für jüngere Zuschauer. Er könnte interessant sein, dürfte aber wohl nicht jeden Geschmack treffen.
Insgesamt ist Go Trabi Go für mich ein unterhaltsamer, aber nur ein solider deustcher Film. Sein Charme, der Zeitgeist und der legendäre Trabant sind für diese Zeit absolut stark umgesetzt worden. Die Geschichte ist unkompliziert und die Figuren sympathisch, aber auch zu Klischeehaft. Der Humor trifft auch nicht immer den Punkt.
Gesehen im HD TV.
Der Film erzählt die Geschichte der Familie Struutz, die kurz nach dem Mauerfall mit ihrem Trabant „Schorsch“ von Bitterfeld aus Richtung Italien aufbricht. Was zunächst wie ein ganz normaler Familienurlaub klingt, entwickelt sich schnell zu einer abenteuerlichen Reise voller Pannen, Missverständnisse und skurriler Begegnungen.
Man kann, das die Atmosphäre hier einfach passt. Go Trabi Go ist sehr stark mit der Zeit kurz nach der deutschen Wiedervereinigung verbunden. Der Trabant ist dabei nicht einfach nur ein Auto, sondern eigentlich schon " Kult ". Dieses Fahrzeug steht für die damalige DDR und trifft während der Reise auf die völlig andere Welt. Dadurch bekommt die eigentlich einfache Geschichte eine zusätzliche Bedeutung. Gerade aus heutiger Sicht ist es interessant zu sehen, wie die Unterschiede zwischen Ost und West damals dargestellt wurden.
Die Familie Struutz macht ihre Sache ganz gut. Vater Udo, Mutter Rita und Tochter Jacqueline haben unterschiedliche Vorstellungen von der gemeinsamen Reise, wodurch immer wieder Streitigkeiten entstehen. Besonders Jacqueline sorgt mit ihrer jugendlichen Art für einige komische Situationen. Die Familie wird zwar etwas übertrieben dargestellt, aber das passt wiederum zum Stil.
Die Handlung selbst ist relativ einfach aufgebaut. Die Familie gibt gas und fährt los, gerät in Schwierigkeiten und man versucht, die Probleme zu lösen, um ans Ziel zu kommen. Manche Situationen sind wirklich gelungen, andere wirken dagegen etwas albern.
Der Film zeigt sehr häufig die Klischees zwischen Ost und West. Einerseits gehört das zu seinem Charme, andererseits wirken manche Darstellungen aus heutiger Sicht ziemlich simpel. Die Unterschiede werden teilweise sehr deutlich überspitzt.
Go Trabi Go möchte in erster Linie unterhalten. Das ist der Sinn einer Komödie. Und genau das gelingt ihm über weite Strecken. Die Reise durch verschiedene Länder sorgt für Abwechslung und gibt dem Film einen gewisses Roadtrip Feeling.
Auch die Musik und das allgemeine Erscheinungsbild passen gut zur damaligen Zeit. Man bekommt ein ziemlich authentisches Gefühl für die 90ziger. Für Menschen aus dieser Zeit, dürfte der Film einen anderen Charackter haben, als für jüngere Zuschauer. Er könnte interessant sein, dürfte aber wohl nicht jeden Geschmack treffen.
Insgesamt ist Go Trabi Go für mich ein unterhaltsamer, aber nur ein solider deustcher Film. Sein Charme, der Zeitgeist und der legendäre Trabant sind für diese Zeit absolut stark umgesetzt worden. Die Geschichte ist unkompliziert und die Figuren sympathisch, aber auch zu Klischeehaft. Der Humor trifft auch nicht immer den Punkt.
Gesehen im HD TV.
mit 3
mit 3
mit 3
mit 1
bewertet am 20.10.26 um 11:19
Die Handlung dreht sich um den ehemaligen Kampfpiloten Topper Harley, gespielt von Charlie Sheen. Topper lebt zurückgezogen und versucht, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Als die US-Marine ihn jedoch wieder benötigt, wird er zurück in den aktiven Dienst geholt. Gemeinsam mit anderen Piloten soll er an einer gefährlichen Mission teilnehmen. Gleichzeitig entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Topper und Ramada, während verschiedene militärische Konflikte und persönliche Probleme für zusätzliche Komplikationen sorgen.
Die Geschichte dient natürlich hauptsächlich für möglichst viele Witze. Logik steht dabei eindeutig an zweiter Stelle. Das ist grundsätzlich auch völlig in Ordnung, denn Hot Shots! möchte keinesfalls Ernst genommen werden. Der Film soll vor allem unterhalten und Szenen übertrieben darstellen lassen.
Hot Shots steht für eine wichtige Sache und das ist der sein Humor. Viele Szenen funktionieren, weil sie bekannte Situationen aus anderen Filmen nehmen und völlig übertrieben darstellen. Teilweise werden einige Szenen so dermaßen überspitzt, das sie schon absurd wirken. Wer Filme wie Top Gun, Vom Winde verweht oder 9½ Wochen kennt, wird viele Anspielungen erkennen und noch mehr Spaß an der Parodie haben.
Manche Gags sind überraschend kreativ und funktionieren auch Jahrzehnte noch gut. Andere Witze wirken dagegen sehr albern oder vorhersehbar. Der Film setzt zu stark auf Slapstick, Wortspiele, absurde Situationen und teilweise sehr einfache Gags. Dadurch entsteht ein ungleichmäßiger Humor. Man versucht teilweise so viele Witze wie möglich unterzubringen, das nicht jede Szene immer funktioniert.
Charlie Sheen passt erstaunlich gut in die Hauptrolle. Topper Harley ist eine übertriebene Version des typischen Actionhelden. Er ist selbstbewusst, talentiert und natürlich ständig in der Lage, scheinbar unmögliche Situationen zu überleben. Gleichzeitig spielt Sheen die Figur teilweise mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, wodurch die absurden Szenen noch lustiger wirken. Er behandelt viele völlig lächerliche Ereignisse so, als wären sie ein ernstes militärisches Drama.
Auch Cary Elwes, als Kent Gregory, macht seine Sache sehr gut. Seine Figur ist die typische Rivalenfigur, die sich mit Topper messen muss. Die Konkurrenz zwischen den beiden funktioniert ziemlich gut. Gleichzeitig wird diese Rivalität auch immer wieder ins Lächerliche gezogen.
Lloyd Bridges als Admiral Thomas Benson ist für mich das Highlight. Seine Figur ist wahrscheinlich eine der übertriebensten Personen im gesamten Film. Benson verhält sich häufig völlig irrational und scheint regelmäßig den Überblick zu verlieren. Bridges spielt diese Rolle mit einer unglaublichen Ernsthaftigkeit, obwohl die Dialoge und Situationen komplett absurd sind. Gerade diese Momente machen den Film erst richtig lustig.
Die Liebesgeschichte zwischen Topper und Ramada funktioniert dagegen nur teilweise. Es ist die typische Romanze, die man einfach parodiert. Die Beziehung bleibt im Vergleich zu den komödiantischen Elementen relativ oberflächlich. Die romantische Handlung hätte man auch weglassen können.
Optisch ist der Film ganz in Ordnung. Trotzdem hat Hot Shots! immer noch einen gewissen Charme, trotz einiger Mängel, die heute nicht mehr so stark wirken, wie damals noch.
Insgesamt ist Hot Shots! für mich eine unterhaltsame, aber sehr ungleichmäßige Parodie. Der Film hat einige hervorragend gelungene Szenen, starke Darsteller und ein gutes Gespür dafür, typische Film Klischees auf die Spitze zu treiben. Besonders Charlie Sheen und Lloyd Bridges tragen viel dazu bei, dass die absurden Situationen funktionieren.
Nicht jeder Witz landet heute, aber einige funktionieren noch erstaunlich gut.
Gesehen im HD TV.
Die Geschichte dient natürlich hauptsächlich für möglichst viele Witze. Logik steht dabei eindeutig an zweiter Stelle. Das ist grundsätzlich auch völlig in Ordnung, denn Hot Shots! möchte keinesfalls Ernst genommen werden. Der Film soll vor allem unterhalten und Szenen übertrieben darstellen lassen.
Hot Shots steht für eine wichtige Sache und das ist der sein Humor. Viele Szenen funktionieren, weil sie bekannte Situationen aus anderen Filmen nehmen und völlig übertrieben darstellen. Teilweise werden einige Szenen so dermaßen überspitzt, das sie schon absurd wirken. Wer Filme wie Top Gun, Vom Winde verweht oder 9½ Wochen kennt, wird viele Anspielungen erkennen und noch mehr Spaß an der Parodie haben.
Manche Gags sind überraschend kreativ und funktionieren auch Jahrzehnte noch gut. Andere Witze wirken dagegen sehr albern oder vorhersehbar. Der Film setzt zu stark auf Slapstick, Wortspiele, absurde Situationen und teilweise sehr einfache Gags. Dadurch entsteht ein ungleichmäßiger Humor. Man versucht teilweise so viele Witze wie möglich unterzubringen, das nicht jede Szene immer funktioniert.
Charlie Sheen passt erstaunlich gut in die Hauptrolle. Topper Harley ist eine übertriebene Version des typischen Actionhelden. Er ist selbstbewusst, talentiert und natürlich ständig in der Lage, scheinbar unmögliche Situationen zu überleben. Gleichzeitig spielt Sheen die Figur teilweise mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, wodurch die absurden Szenen noch lustiger wirken. Er behandelt viele völlig lächerliche Ereignisse so, als wären sie ein ernstes militärisches Drama.
Auch Cary Elwes, als Kent Gregory, macht seine Sache sehr gut. Seine Figur ist die typische Rivalenfigur, die sich mit Topper messen muss. Die Konkurrenz zwischen den beiden funktioniert ziemlich gut. Gleichzeitig wird diese Rivalität auch immer wieder ins Lächerliche gezogen.
Lloyd Bridges als Admiral Thomas Benson ist für mich das Highlight. Seine Figur ist wahrscheinlich eine der übertriebensten Personen im gesamten Film. Benson verhält sich häufig völlig irrational und scheint regelmäßig den Überblick zu verlieren. Bridges spielt diese Rolle mit einer unglaublichen Ernsthaftigkeit, obwohl die Dialoge und Situationen komplett absurd sind. Gerade diese Momente machen den Film erst richtig lustig.
Die Liebesgeschichte zwischen Topper und Ramada funktioniert dagegen nur teilweise. Es ist die typische Romanze, die man einfach parodiert. Die Beziehung bleibt im Vergleich zu den komödiantischen Elementen relativ oberflächlich. Die romantische Handlung hätte man auch weglassen können.
Optisch ist der Film ganz in Ordnung. Trotzdem hat Hot Shots! immer noch einen gewissen Charme, trotz einiger Mängel, die heute nicht mehr so stark wirken, wie damals noch.
Insgesamt ist Hot Shots! für mich eine unterhaltsame, aber sehr ungleichmäßige Parodie. Der Film hat einige hervorragend gelungene Szenen, starke Darsteller und ein gutes Gespür dafür, typische Film Klischees auf die Spitze zu treiben. Besonders Charlie Sheen und Lloyd Bridges tragen viel dazu bei, dass die absurden Situationen funktionieren.
Nicht jeder Witz landet heute, aber einige funktionieren noch erstaunlich gut.
Gesehen im HD TV.
mit 3
mit 3
mit 3
mit 1
bewertet am 20.10.26 um 11:18
Ein Footballspieler namens Flash Gordon gerät in das Raumschiff des exzentrischen Wissenschaftlers Dr. Hans Zarkov und wird direkt in das fremde Sternenreich Mongo katapultiert. Dort herrscht der tyrannische Imperator Ming, der die Erde zerstören will.
Flash Gordon wird von Sam J. Jones zwar als athletischer Schönling verkörpert, er besitzt jedoch exakt null schauspielerische Tiefe. Er ist kein Held, mit dem man mitfiebert, sondern eine leblose Marionette, die stoisch von einer Kulisse zur nächsten stolpert. Es gibt keine Charakterentwicklung, keine inneren Konflikte und keinen spürbaren Antrieb.
Max von Sydow müht sich redlich ab, dem Schurken Ming wenigstens etwas Würde zu verleihen, scheitert aber auch. Und das für so einen tollen Schauspieler.
Visuell ist der Film eine Katastrophe. Die Kostüme und Kulissen aus grellen Farben, knallbunten Kostümen und Pappmaché Kulissen wirken heute ziemlich albern. Auch die Spezialeffekte sind grausam. Wenn man überlegt, das Star Wars von 1977 einen Meilenstein gesetzt hat und sich Flash Gordon aus 1980 ansieht, ist das schon zum Fremdschämen.
Auch die Dialoge klingen furchtbar. Sie sind hölzern und oft unfreiwillig komisch.
Und obwohl es um die Rettung der Erde geht, kommt zu keinem Zeitpunkt echte Spannung auf und das auf knapp 2 Stunden verteilt.
Einzig und allein der Soundtrack von Queen war geil. Wenn die E Gitarren einsetzen und Freddie Mercurys Stimme ertönt, gibt es eine Energie. Aber das reicht bei weitem nicht aus, um den Film auch nur einen Hauch besser zu machen.
Leider bleibt am Ende nicht viel mehr als eine laute, ermüdende und dramaturgisch schwache Aneinanderreihung von Absurditäten.
Gesehen im HD TV.
Flash Gordon wird von Sam J. Jones zwar als athletischer Schönling verkörpert, er besitzt jedoch exakt null schauspielerische Tiefe. Er ist kein Held, mit dem man mitfiebert, sondern eine leblose Marionette, die stoisch von einer Kulisse zur nächsten stolpert. Es gibt keine Charakterentwicklung, keine inneren Konflikte und keinen spürbaren Antrieb.
Max von Sydow müht sich redlich ab, dem Schurken Ming wenigstens etwas Würde zu verleihen, scheitert aber auch. Und das für so einen tollen Schauspieler.
Visuell ist der Film eine Katastrophe. Die Kostüme und Kulissen aus grellen Farben, knallbunten Kostümen und Pappmaché Kulissen wirken heute ziemlich albern. Auch die Spezialeffekte sind grausam. Wenn man überlegt, das Star Wars von 1977 einen Meilenstein gesetzt hat und sich Flash Gordon aus 1980 ansieht, ist das schon zum Fremdschämen.
Auch die Dialoge klingen furchtbar. Sie sind hölzern und oft unfreiwillig komisch.
Und obwohl es um die Rettung der Erde geht, kommt zu keinem Zeitpunkt echte Spannung auf und das auf knapp 2 Stunden verteilt.
Einzig und allein der Soundtrack von Queen war geil. Wenn die E Gitarren einsetzen und Freddie Mercurys Stimme ertönt, gibt es eine Energie. Aber das reicht bei weitem nicht aus, um den Film auch nur einen Hauch besser zu machen.
Leider bleibt am Ende nicht viel mehr als eine laute, ermüdende und dramaturgisch schwache Aneinanderreihung von Absurditäten.
Gesehen im HD TV.
mit 1
mit 3
mit 3
mit 1
bewertet am 17.10.26 um 18:25
Im Mittelpunkt steht Asia Reaves, gespielt von Zazie Beetz, die eine Stelle als Haushälterin in einem luxuriösen New Yorker Hochhaus annimmt. Das Gebäude mit dem Namen Virgil wirkt zunächst wie ein gewöhnlicher Arbeitsplatz für Menschen, die sich in einer gehobenen Umgebung bewegen. Doch hinter der eleganten Fassade verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Im Laufe der Zeit sind dort immer wieder Menschen verschwunden, und Asia merkt zunehmend, dass mit den Bewohnern und den Vorgängen in diesem Haus etwas ganz und gar nicht stimmt.
Zazie Beetz spielt hier besonders stark. Sie trägt einen großen Teil der Handlung und verleiht ihrer Figur die nötige Präsenz, um das Geschehen zusammenzuhalten. Sie muss Entscheidungen treffen, sich anpassen und sich gegen Gegner behaupten, die ihr das Leben zur Hölle machen.
Beetz bringt eine Mischung aus Härte und trockenem Humor mit, die gut zum Ton des Films passt. Ihre Figur gerät in eine Situation, in der Überleben plötzlich zur einzigen Priorität wird.
Auch Stars wie Patricia Arquette, Heather Graham und Tom Felton in den Rollen der satanischen Hausbewohner sorgen für positive Vibes.
Die größte Besonderheit von They Will Kill You liegt in der Kombination seiner Genres. Horror, Thriller und bitterböser Humor werden hier gut kombiniert.
Die Auseinandersetzungen sind bewusst überzeichnet und werden teilweise mit einer Energie inszeniert. Die körperliche Gewalt wird nicht immer realistisch oder zurückhaltend dargestellt. Stattdessen setzt der Film auf drastische Bilder, absurde Situationen und eine Inszenierung, die das Wort Übertreibung definiert.
Allerdings ist genau das auch ein zweischneidiges Schwert. Der Film übertreibt es irgendwann mit der Gewaltdarstellung. Wenn die Handlung von einer Eskalation zur nächsten springt, kann das schon etwas ernüchternd wirken. Allerdings hat das weiterhin Spaß gemacht und genau darauf kommt es an.
Die Gewaltszenen sind äußerst brutal in Szenen gesetzt. Es fließt Literweise Blut und die praktische Effekten sehen einfach stark aus. CGI kommt wenig zum Einsatz und sieht ganz gut gemacht aus. Schlecht ist es definitiv nicht.
Auch der Humor kann sich sehen lassen. Viele Situationen sind so überzeichnet, das man nicht weiß, ob man schockiert ist oder ob man lachen muss. Es pendelt ein wenig, aber die Mischung macht es und es unterhält ungemein.
Eine brutale Situation kann plötzlich durch eine unerwartete Reaktion aufgelockert werden, während eine zunächst harmlose Begegnung in etwas völlig Unvorhersehbares umschlägt.
Die Inszenierung ist dagegen nicht wirklich speziell und zu simpel, aber dennoch funktioniert das Konzept.
Das Virgil ist der Bestandteil im Film. Das Gebäude verbindet luxuriöse Eleganz mit einer zunehmend bedrohlichen Atmosphäre. Gerade der Gegensatz zwischen der gepflegten Umgebung und den schrecklichen Ereignissen verleiht dem Schauplatz seinen Reiz. Allerdings legt man wenig wert auf die tiefgründige Mythologie des Hauses.
Die Inszenierung nutzt dennoch diesen Schauplatz, um eine düstere und teilweise groteske Atmosphäre aufzubauen.
Mit einer Laufzeit von ungefähr 90 Minuten bleibt They Will Kill You kompakt.
Der Einstieg benötigt etwas Zeit, um die Figuren und die Ausgangssituation einführen. Sobald sich die eigentliche Bedrohung entfaltet, gewinnt der Film deutlich an Geschwindigkeit und entwickelt eine wesentlich höhere Intensität.
Der teilweise überstrapazierte Splatter ist ordentlich und macht Spaß. Die Story ist recht simpel und es gibt wenig Abwechslung im weiteren Verlauf. Auch die Charackterentwicklung lässt zu wünschen übrig.
Am Ende ist es aber ein unterhaltsamer, stellenweise herrlich absurder Horror Actionfilm, mit einer starken Zazie Beetz und einem interessanten Konzept.
Gesehen auf HBO.
Zazie Beetz spielt hier besonders stark. Sie trägt einen großen Teil der Handlung und verleiht ihrer Figur die nötige Präsenz, um das Geschehen zusammenzuhalten. Sie muss Entscheidungen treffen, sich anpassen und sich gegen Gegner behaupten, die ihr das Leben zur Hölle machen.
Beetz bringt eine Mischung aus Härte und trockenem Humor mit, die gut zum Ton des Films passt. Ihre Figur gerät in eine Situation, in der Überleben plötzlich zur einzigen Priorität wird.
Auch Stars wie Patricia Arquette, Heather Graham und Tom Felton in den Rollen der satanischen Hausbewohner sorgen für positive Vibes.
Die größte Besonderheit von They Will Kill You liegt in der Kombination seiner Genres. Horror, Thriller und bitterböser Humor werden hier gut kombiniert.
Die Auseinandersetzungen sind bewusst überzeichnet und werden teilweise mit einer Energie inszeniert. Die körperliche Gewalt wird nicht immer realistisch oder zurückhaltend dargestellt. Stattdessen setzt der Film auf drastische Bilder, absurde Situationen und eine Inszenierung, die das Wort Übertreibung definiert.
Allerdings ist genau das auch ein zweischneidiges Schwert. Der Film übertreibt es irgendwann mit der Gewaltdarstellung. Wenn die Handlung von einer Eskalation zur nächsten springt, kann das schon etwas ernüchternd wirken. Allerdings hat das weiterhin Spaß gemacht und genau darauf kommt es an.
Die Gewaltszenen sind äußerst brutal in Szenen gesetzt. Es fließt Literweise Blut und die praktische Effekten sehen einfach stark aus. CGI kommt wenig zum Einsatz und sieht ganz gut gemacht aus. Schlecht ist es definitiv nicht.
Auch der Humor kann sich sehen lassen. Viele Situationen sind so überzeichnet, das man nicht weiß, ob man schockiert ist oder ob man lachen muss. Es pendelt ein wenig, aber die Mischung macht es und es unterhält ungemein.
Eine brutale Situation kann plötzlich durch eine unerwartete Reaktion aufgelockert werden, während eine zunächst harmlose Begegnung in etwas völlig Unvorhersehbares umschlägt.
Die Inszenierung ist dagegen nicht wirklich speziell und zu simpel, aber dennoch funktioniert das Konzept.
Das Virgil ist der Bestandteil im Film. Das Gebäude verbindet luxuriöse Eleganz mit einer zunehmend bedrohlichen Atmosphäre. Gerade der Gegensatz zwischen der gepflegten Umgebung und den schrecklichen Ereignissen verleiht dem Schauplatz seinen Reiz. Allerdings legt man wenig wert auf die tiefgründige Mythologie des Hauses.
Die Inszenierung nutzt dennoch diesen Schauplatz, um eine düstere und teilweise groteske Atmosphäre aufzubauen.
Mit einer Laufzeit von ungefähr 90 Minuten bleibt They Will Kill You kompakt.
Der Einstieg benötigt etwas Zeit, um die Figuren und die Ausgangssituation einführen. Sobald sich die eigentliche Bedrohung entfaltet, gewinnt der Film deutlich an Geschwindigkeit und entwickelt eine wesentlich höhere Intensität.
Der teilweise überstrapazierte Splatter ist ordentlich und macht Spaß. Die Story ist recht simpel und es gibt wenig Abwechslung im weiteren Verlauf. Auch die Charackterentwicklung lässt zu wünschen übrig.
Am Ende ist es aber ein unterhaltsamer, stellenweise herrlich absurder Horror Actionfilm, mit einer starken Zazie Beetz und einem interessanten Konzept.
Gesehen auf HBO.
mit 4
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 11.10.26 um 10:31
Mit The Mandalorian and Grogu kehren zwei Figuren des modernen Star Wars Universums auf die große Leinwand zurück. Was einst als Serienabenteuer begann, wird mit einem Film fortgesetzt.
Din Djarin und Grogu werden von der ehemaligen Rebellin Colonel Ward angeheuert. Ihr Ziel ist es, den verstreuten imperialen Warlord Janu Coin aufzuspüren. Auf der Suche nach Informationen führt ihre Spur zur Familie des verstorbenen Gangsterbosses Jabba the Hutt. Um an die nötigen Hinweise zu gelangen, müssen Din und Grogu Jabbas Sohn, Rotta the Hutt, aus einer gefährlichen Lage retten.
Was in der Serie funktioniert hat, klappt auch wunderbar im Film und das ist die in der Beziehung zwischen seinen beiden Hauptfiguren. Din Djarin ist auch hier kein klassischer Held. Seine Persönlichkeit wird vor allem durch seine Entscheidungen, seine Loyalität und sein Verhalten gegenüber Grogu vermittelt. Unter seiner Rüstung verbirgt sich ein Charakter, der gelernt hat, niemandem leicht zu vertrauen, aber zunehmend erkennt, dass Verantwortung auch bedeutet, sich emotional auf andere einzulassen.
Grogu ist dabei weit mehr als ein niedlicher Begleiter. Seine Bedeutung für Din geht über seine Verbindung zur Macht hinaus. Aus einem zunächst pragmatischen Verhältnis ist eine Verbindung entstanden, die einer Vater-Sohn Verbindung ähnelt. Genau diese starke Entwicklung verleiht dem Abenteuer sein Herz.
Din Djarin wird wieder von Pedro Pascal gespielt und er spielt wieder bärenstark. Er ist kein charismatischer Anführer. Aber er ist ein Mann der Taten, der seine Fähigkeiten lieber beweist, anstatt große Reden zu schwingen. Er hat gelernt, Schritt für Schritt, seine Prioritäten neu zu ordnen. Seine Loyalität bleibt aber weiterhin ein wichtiger Bestandteil seiner Persönlichkeit.
Natürlich darf auch Grogu nicht fehlen. Seine große Popularität ist immer noch da. Sein Aussehen, seine Mimik und sein oft unvorhersehbares Verhalten machen ihn zu einer Figur, die sofort Sympathie weckt.
Auch die Atmosphäre kann wieder punkten. Lichtschwerter oder gar große Weltraumschlachten sind nicht zu erwartenn. Dafür lebt der Film von ihren unterschiedlichen Kulturen, ihren einzigartigen Gestalten, ihren abgelegenen Planeten und den vielen kleinen Geschichten, die sich abseits der großen Ereignisse abspielen.
Auch abseits der großen Persönlichkeiten wie die Jedi oder die Sith, gibt es auch andere Figuren wie Kopfgeldjäger, zwielichtige Auftraggeber, abgelegene Siedlungen und fremde Kreaturen. Diese vermitteln das Gefühl, dass die Galaxis auch außerhalb der bekannten Schauplätze voller Leben ist.
Auch visuell überzeugt der Film. Das typische Star Wars Feeling kommt zwar nicht ganz auf, aber dennoch gibt es wieder zählreiche Welten zu bestaunen.
Die Actionszenen haben es auch wieder insich. Er gibt zahlreiche Kämpfe, die Spaß machen. Gerade wenn Djarin seine Fähigkeiten gekonnt ausnutzt, sieht das schon sehr gut aus.
Auch das Zusammenspiel zwischen Din und Grogu hat dabei einen besonderen Reiz. Beide besitzen sehr unterschiedliche Stärken. Während Din auf Erfahrung und taktisches Vorgehen setzt, verfügt Grogu über Fähigkeiten, die sich nicht immer kontrollieren oder vorhersehen lassen. Gerade seine Macht setzt er unkontrolliert und spontan ein, was unvorhersehbar ist.
Der Humor ist gut getroffen. Dabei geht es nicht unbedingt um klassische Pointen oder lange Dialoge. Häufig entsteht die Komik aus dem Gegensatz zwischen Dins ernster Persönlichkeit und Grogus kindlicher Neugier.
Din versucht, Situationen möglichst kontrolliert zu lösen, während Grogu sich von seiner Umgebung ablenken lässt, Dinge ausprobiert oder auf unerwartete Weise reagiert. Diese Dynamik sorgt für eine angenehme Leichtigkeit.
Die Verbindung zwischen Din Djarin und Grogu bildet das Herzstück der Geschichte. Es gbit wieder reichlich Action, Humor und die Erkundung einer faszinierenden Galaxis.
Am Ende ist es vor allem die Beziehung zwischen dem Mandalorianer und seinem kleinen Begleiter, die diese Geschichte besonders macht.
Als Film funktioniert die Geschichte gut, aber dennoch wäre mir eine weitere Serie lieber gewesen. Dennoch hat der Film Spaß gemacht und nach 7 Jahren gab es wieder einen tollen Abenteuerfilm.
Das Bild macht eine starken Eindruck.
Die Rüstung des Mandalorianers, die Oberflächen der Raumschiffe und die zahlreichen Details der Ausstattung profitieren von der präzisen Wiedergabe. Das Bild wirkt dadurch differenziert und bietet eine überzeugende räumliche Wirkung.
Auch die kontrastreiche Bildgestaltung kann punkten. Helle Lichtakzente und dunkle Bildbereiche erhalten dadurch mehr Differenzierung, ohne dass die gesamte Szene künstlich überzeichnet wirken muss. Sie sind knackig und plastisch.
Auch die Farbdarstellung ist sauber. Die unterschiedlichen Planeten, metallischen Oberflächen und künstlichen Lichtquellen profitieren von fein abgestuften Farben. Die Plastizität überzeugt ebenfalls. Die Objekte heben sich besser voneinander ab und die visuelle Gestaltung erhält mehr Tiefe.
Der Schwarzwert ist sauber. Die Schattenzeichnung und die Schwarztöne sind tief und kräftig, wobei einige schwere CGI Elemente gelegentlich etwas weicher oder digitaler wirken können. In einigen Szenen tendierte das Schwarz leicht ins Graue.
Reale Sets, Kostüme und Gesichter sind extrem scharf und detailreich eingefangen. Allerdings gibt es auch kleinere Unschärfen.
Die deutsche Tonspur bietet eine sehr gutes Heimkinoerlebnis. Die Dialoge sind klar verständlich gehalten. Die zusätzlichen Surround Kanäle können Umgebungsgeräusche und Effekte auf verschiedene Positionen im Raum verteilen.
Bass und Dynamik sind sehr kraftvoll. Geht es in die Action, hat der Subwoofer ordentlich was zu tun. Exploisionen haben eine starke Wucht.
Die Extras sind etwas rar gehalten und bietet 40 Minuten.
Das SteelBook kann punkten. Die Front zeigt unseren Helden, samt den anderen Charackteren. Dazu gibt es Spotgloss Effekte. Der Innendruck ist schon gestaltet. Die Rückseite ist etwas mau ausgefallen. Hier hätte eine Prägungen sicherlich gepasst, wurde aber nicht genutzt. Dennoch ein schickes SteelBook.
Din Djarin und Grogu werden von der ehemaligen Rebellin Colonel Ward angeheuert. Ihr Ziel ist es, den verstreuten imperialen Warlord Janu Coin aufzuspüren. Auf der Suche nach Informationen führt ihre Spur zur Familie des verstorbenen Gangsterbosses Jabba the Hutt. Um an die nötigen Hinweise zu gelangen, müssen Din und Grogu Jabbas Sohn, Rotta the Hutt, aus einer gefährlichen Lage retten.
Was in der Serie funktioniert hat, klappt auch wunderbar im Film und das ist die in der Beziehung zwischen seinen beiden Hauptfiguren. Din Djarin ist auch hier kein klassischer Held. Seine Persönlichkeit wird vor allem durch seine Entscheidungen, seine Loyalität und sein Verhalten gegenüber Grogu vermittelt. Unter seiner Rüstung verbirgt sich ein Charakter, der gelernt hat, niemandem leicht zu vertrauen, aber zunehmend erkennt, dass Verantwortung auch bedeutet, sich emotional auf andere einzulassen.
Grogu ist dabei weit mehr als ein niedlicher Begleiter. Seine Bedeutung für Din geht über seine Verbindung zur Macht hinaus. Aus einem zunächst pragmatischen Verhältnis ist eine Verbindung entstanden, die einer Vater-Sohn Verbindung ähnelt. Genau diese starke Entwicklung verleiht dem Abenteuer sein Herz.
Din Djarin wird wieder von Pedro Pascal gespielt und er spielt wieder bärenstark. Er ist kein charismatischer Anführer. Aber er ist ein Mann der Taten, der seine Fähigkeiten lieber beweist, anstatt große Reden zu schwingen. Er hat gelernt, Schritt für Schritt, seine Prioritäten neu zu ordnen. Seine Loyalität bleibt aber weiterhin ein wichtiger Bestandteil seiner Persönlichkeit.
Natürlich darf auch Grogu nicht fehlen. Seine große Popularität ist immer noch da. Sein Aussehen, seine Mimik und sein oft unvorhersehbares Verhalten machen ihn zu einer Figur, die sofort Sympathie weckt.
Auch die Atmosphäre kann wieder punkten. Lichtschwerter oder gar große Weltraumschlachten sind nicht zu erwartenn. Dafür lebt der Film von ihren unterschiedlichen Kulturen, ihren einzigartigen Gestalten, ihren abgelegenen Planeten und den vielen kleinen Geschichten, die sich abseits der großen Ereignisse abspielen.
Auch abseits der großen Persönlichkeiten wie die Jedi oder die Sith, gibt es auch andere Figuren wie Kopfgeldjäger, zwielichtige Auftraggeber, abgelegene Siedlungen und fremde Kreaturen. Diese vermitteln das Gefühl, dass die Galaxis auch außerhalb der bekannten Schauplätze voller Leben ist.
Auch visuell überzeugt der Film. Das typische Star Wars Feeling kommt zwar nicht ganz auf, aber dennoch gibt es wieder zählreiche Welten zu bestaunen.
Die Actionszenen haben es auch wieder insich. Er gibt zahlreiche Kämpfe, die Spaß machen. Gerade wenn Djarin seine Fähigkeiten gekonnt ausnutzt, sieht das schon sehr gut aus.
Auch das Zusammenspiel zwischen Din und Grogu hat dabei einen besonderen Reiz. Beide besitzen sehr unterschiedliche Stärken. Während Din auf Erfahrung und taktisches Vorgehen setzt, verfügt Grogu über Fähigkeiten, die sich nicht immer kontrollieren oder vorhersehen lassen. Gerade seine Macht setzt er unkontrolliert und spontan ein, was unvorhersehbar ist.
Der Humor ist gut getroffen. Dabei geht es nicht unbedingt um klassische Pointen oder lange Dialoge. Häufig entsteht die Komik aus dem Gegensatz zwischen Dins ernster Persönlichkeit und Grogus kindlicher Neugier.
Din versucht, Situationen möglichst kontrolliert zu lösen, während Grogu sich von seiner Umgebung ablenken lässt, Dinge ausprobiert oder auf unerwartete Weise reagiert. Diese Dynamik sorgt für eine angenehme Leichtigkeit.
Die Verbindung zwischen Din Djarin und Grogu bildet das Herzstück der Geschichte. Es gbit wieder reichlich Action, Humor und die Erkundung einer faszinierenden Galaxis.
Am Ende ist es vor allem die Beziehung zwischen dem Mandalorianer und seinem kleinen Begleiter, die diese Geschichte besonders macht.
Als Film funktioniert die Geschichte gut, aber dennoch wäre mir eine weitere Serie lieber gewesen. Dennoch hat der Film Spaß gemacht und nach 7 Jahren gab es wieder einen tollen Abenteuerfilm.
Das Bild macht eine starken Eindruck.
Die Rüstung des Mandalorianers, die Oberflächen der Raumschiffe und die zahlreichen Details der Ausstattung profitieren von der präzisen Wiedergabe. Das Bild wirkt dadurch differenziert und bietet eine überzeugende räumliche Wirkung.
Auch die kontrastreiche Bildgestaltung kann punkten. Helle Lichtakzente und dunkle Bildbereiche erhalten dadurch mehr Differenzierung, ohne dass die gesamte Szene künstlich überzeichnet wirken muss. Sie sind knackig und plastisch.
Auch die Farbdarstellung ist sauber. Die unterschiedlichen Planeten, metallischen Oberflächen und künstlichen Lichtquellen profitieren von fein abgestuften Farben. Die Plastizität überzeugt ebenfalls. Die Objekte heben sich besser voneinander ab und die visuelle Gestaltung erhält mehr Tiefe.
Der Schwarzwert ist sauber. Die Schattenzeichnung und die Schwarztöne sind tief und kräftig, wobei einige schwere CGI Elemente gelegentlich etwas weicher oder digitaler wirken können. In einigen Szenen tendierte das Schwarz leicht ins Graue.
Reale Sets, Kostüme und Gesichter sind extrem scharf und detailreich eingefangen. Allerdings gibt es auch kleinere Unschärfen.
Die deutsche Tonspur bietet eine sehr gutes Heimkinoerlebnis. Die Dialoge sind klar verständlich gehalten. Die zusätzlichen Surround Kanäle können Umgebungsgeräusche und Effekte auf verschiedene Positionen im Raum verteilen.
Bass und Dynamik sind sehr kraftvoll. Geht es in die Action, hat der Subwoofer ordentlich was zu tun. Exploisionen haben eine starke Wucht.
Die Extras sind etwas rar gehalten und bietet 40 Minuten.
Das SteelBook kann punkten. Die Front zeigt unseren Helden, samt den anderen Charackteren. Dazu gibt es Spotgloss Effekte. Der Innendruck ist schon gestaltet. Die Rückseite ist etwas mau ausgefallen. Hier hätte eine Prägungen sicherlich gepasst, wurde aber nicht genutzt. Dennoch ein schickes SteelBook.
mit 4
mit 4
mit 5
mit 1
bewertet am 11.10.26 um 09:52
The Social Network von David Fincher aus dem Jahr 2010 erzählt die Entstehungsgeschichte von Facebook und konzentriert sich dabei vor allem auf Mark Zuckerberg, seine Beziehungen zu seinen Freunden und Geschäftspartnern sowie die rechtlichen Auseinandersetzungen, die nach der Gründung des sozialen Netzwerks entstanden. Obwohl der Film auf realen Ereignissen beruht, handelt es sich nicht um eine vollständig Darstellung. Die Geschichte rund um Facebook nutzt mehr die Themen wie Ehrgeiz, Freundschaft, Verrat, Erfolg und um Macht.
Die Erzählweise ist hier anders, als man sie von anderen Filmen kennt. Die Handlung wird nicht chronologisch erzählt, sondern springt immer wieder zwischen verschiedenen Zeitpunkten hin und her. Ein großer Teil der Geschichte wird durch die Gerichtsverfahren bzw. Anhörungen erzählt, in denen Zuckerberg mit den Vorwürfen ehemaliger Freunde und Geschäftspartner konfrontiert wird. Dadurch erlebt man die Entstehung von Facebook teilweise aus unterschiedlichen Perspektiven. Anfangs kann diese Struktur etwas verwirrend wirken, nach einiger Zeit wird jedoch deutlich, weshlab man diesen Weg gewählt hat.
Jesse Eisenberg spielt Mark Zuckerberg und liefert eine sehr überzeugende Darstellung. Seine Version des späteren Facebook Gründers wirkt intelligent, selbstbewusst und aber auch sehr unbeholfen. Zuckerberg wird dabei nicht unbedingt als sympathische Hauptfigur dargestellt. Er wirkt häufig arrogant, kalt und wirkt gegenüber anderen Menschen erstaunlich emotionslos. Trotzdem bleibt seine Figur interessant, weil man zu verstehen versucht, was ihn überhaupt antreibt. Erfolg oder die Welt verändern? Das macht seine Figur erst richtig interessant.
Allerdings zeigt er seine Figur sehr einseitig.
Besser macht es für mich Eduardo Saverin, gespielt von Andrew Garfield. Eduardo ist nicht nur Zuckerbergs Freund, sondern zunächst auch sein Geschäftspartner und einer der wichtigsten Unterstützer bei der Entwicklung von Facebook. Im Gegensatz zu Zuckerberg wirkt Eduardo deutlich menschlicher und emotionaler. Seine Freundschaft zu Mark bildet einen wichtigen Kern der Geschichte. Besonders interessant ist, wie sich diese Freundschaft im Laufe des Films verändert.
Die Beziehung zwischen Mark und Eduardo zeigt meiner Meinung nach besonders deutlich, worum es in The Social Network eigentlich geht. Der Film handelt nicht nur von der Gründung eines erfolgreichen Unternehmens, sondern auch davon, wie Erfolg Freundschaften zerstören kann. Eduardo glaubt an Mark und unterstützt ihn, wird aber später immer stärker aus dem Unternehmen gedrängt. Dadurch entsteht ein Konflikt, der wesentlich emotionaler wirkt als die eigentliche Entstehung von Facebook.
Auch Sean Parker, gespielt von Justin Timberlake, ist eine gute Ergänzung. Er ist charismatisch, selbstbewusst und wird risikofreudiger dargestellt. Parker erkennt das enorme Potenzial von Facebook und beeinflusst Zuckerberg stark. Timberlake spielt die Rolle überraschend überzeugend und bringt eine gewisse Energie in den Film, die sich von den eher nüchternen Szenen zwischen Zuckerberg und Eduardo unterscheidet.
Die Dialoge sind schnell, intelligent und sehr bissig. Besonders die Szenen mit den Anhörungen sind davon geprägt. Man bekommt ständig neue Informationen, Anschuldigungen und Gegenargumente präsentiert. Das macht den Film spannend, obwohl es nur um Gespräche geht.
Visuell ist der Film ebenfalls sehr gelungen. David Fincher ist für seinen einzigartigen visuellen Stil bekannt und dieser passt hervorragend zur Story. Viele Szenen wirken kühl und distanziert. Die Farben sind häufig dunkel und gedämpft, wodurch eine gewisse Atmosphäre entsteht.
Was mir besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass der Film Facebook nicht einfach als Erfolgsgeschichte darstellt. Natürlich wird gezeigt, wie beeindruckend die Entwicklung des Unternehmens ist. Gleichzeitig wird aber auch gezeigt, welche persönlichen Konsequenzen dieser Erfolg haben kann. Freundschaften werden zerstört, Vertrauen geht verloren und am Ende scheint Zuckerberg trotz seines enormen Erfolges relativ allein zu sein.
Man kann unglaublich erfolgreich sein und trotzdem etwas Wichtiges verlieren. Zuckerberg erreicht mit Facebook etwas, das sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen konnte. Trotzdem wirkt er am Ende nicht unbedingt sehr glücklich.
Insgesamt ist The Social Network ein anspruchsvoller und handwerklich sehr guter Film, der weit mehr ist als eine einfache Geschichte über die Gründung von Facebook. Besonders überzeugen mich die Schauspieler, das Drehbuch und die Inszenierung. Gleichzeitig fehlt mir an einigen Stellen etwas emotionale Tiefe und der Film wurde zu sehr dramatisiert abgeändert.
Gesehen im HD TV.
Die Erzählweise ist hier anders, als man sie von anderen Filmen kennt. Die Handlung wird nicht chronologisch erzählt, sondern springt immer wieder zwischen verschiedenen Zeitpunkten hin und her. Ein großer Teil der Geschichte wird durch die Gerichtsverfahren bzw. Anhörungen erzählt, in denen Zuckerberg mit den Vorwürfen ehemaliger Freunde und Geschäftspartner konfrontiert wird. Dadurch erlebt man die Entstehung von Facebook teilweise aus unterschiedlichen Perspektiven. Anfangs kann diese Struktur etwas verwirrend wirken, nach einiger Zeit wird jedoch deutlich, weshlab man diesen Weg gewählt hat.
Jesse Eisenberg spielt Mark Zuckerberg und liefert eine sehr überzeugende Darstellung. Seine Version des späteren Facebook Gründers wirkt intelligent, selbstbewusst und aber auch sehr unbeholfen. Zuckerberg wird dabei nicht unbedingt als sympathische Hauptfigur dargestellt. Er wirkt häufig arrogant, kalt und wirkt gegenüber anderen Menschen erstaunlich emotionslos. Trotzdem bleibt seine Figur interessant, weil man zu verstehen versucht, was ihn überhaupt antreibt. Erfolg oder die Welt verändern? Das macht seine Figur erst richtig interessant.
Allerdings zeigt er seine Figur sehr einseitig.
Besser macht es für mich Eduardo Saverin, gespielt von Andrew Garfield. Eduardo ist nicht nur Zuckerbergs Freund, sondern zunächst auch sein Geschäftspartner und einer der wichtigsten Unterstützer bei der Entwicklung von Facebook. Im Gegensatz zu Zuckerberg wirkt Eduardo deutlich menschlicher und emotionaler. Seine Freundschaft zu Mark bildet einen wichtigen Kern der Geschichte. Besonders interessant ist, wie sich diese Freundschaft im Laufe des Films verändert.
Die Beziehung zwischen Mark und Eduardo zeigt meiner Meinung nach besonders deutlich, worum es in The Social Network eigentlich geht. Der Film handelt nicht nur von der Gründung eines erfolgreichen Unternehmens, sondern auch davon, wie Erfolg Freundschaften zerstören kann. Eduardo glaubt an Mark und unterstützt ihn, wird aber später immer stärker aus dem Unternehmen gedrängt. Dadurch entsteht ein Konflikt, der wesentlich emotionaler wirkt als die eigentliche Entstehung von Facebook.
Auch Sean Parker, gespielt von Justin Timberlake, ist eine gute Ergänzung. Er ist charismatisch, selbstbewusst und wird risikofreudiger dargestellt. Parker erkennt das enorme Potenzial von Facebook und beeinflusst Zuckerberg stark. Timberlake spielt die Rolle überraschend überzeugend und bringt eine gewisse Energie in den Film, die sich von den eher nüchternen Szenen zwischen Zuckerberg und Eduardo unterscheidet.
Die Dialoge sind schnell, intelligent und sehr bissig. Besonders die Szenen mit den Anhörungen sind davon geprägt. Man bekommt ständig neue Informationen, Anschuldigungen und Gegenargumente präsentiert. Das macht den Film spannend, obwohl es nur um Gespräche geht.
Visuell ist der Film ebenfalls sehr gelungen. David Fincher ist für seinen einzigartigen visuellen Stil bekannt und dieser passt hervorragend zur Story. Viele Szenen wirken kühl und distanziert. Die Farben sind häufig dunkel und gedämpft, wodurch eine gewisse Atmosphäre entsteht.
Was mir besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass der Film Facebook nicht einfach als Erfolgsgeschichte darstellt. Natürlich wird gezeigt, wie beeindruckend die Entwicklung des Unternehmens ist. Gleichzeitig wird aber auch gezeigt, welche persönlichen Konsequenzen dieser Erfolg haben kann. Freundschaften werden zerstört, Vertrauen geht verloren und am Ende scheint Zuckerberg trotz seines enormen Erfolges relativ allein zu sein.
Man kann unglaublich erfolgreich sein und trotzdem etwas Wichtiges verlieren. Zuckerberg erreicht mit Facebook etwas, das sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen konnte. Trotzdem wirkt er am Ende nicht unbedingt sehr glücklich.
Insgesamt ist The Social Network ein anspruchsvoller und handwerklich sehr guter Film, der weit mehr ist als eine einfache Geschichte über die Gründung von Facebook. Besonders überzeugen mich die Schauspieler, das Drehbuch und die Inszenierung. Gleichzeitig fehlt mir an einigen Stellen etwas emotionale Tiefe und der Film wurde zu sehr dramatisiert abgeändert.
Gesehen im HD TV.
mit 4
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 11.10.26 um 09:41
Der Film spielt in einer postapokalyptischen Zukunft, in der die Erde nach einem verheerenden Krieg mit außerirdischen Invasoren fast vollständig zerstört wurde. Jack Harper gehört zu den wenigen Menschen, die noch auf der Erde leben. Gemeinsam mit seiner Kollegin Victoria überwacht er die verbliebenen Anlagen und repariert Drohnen, während die Menschheit angeblich längst auf den Saturnmond Titan umgesiedelt wurde.
Tom Cruise ist einer der Gründe, warum Oblivion überhaupt funktioniert. Er spielt Jack Harper sympathisch und glaubwürdig und schafft es, die Einsamkeit seiner Figur zumindest teilweise zu vermitteln.
Man bekommt zwar Informationen über seine Vergangenheit und seine Zweifel, aber vieles davon bleibt relativ oberflächlich.
Victoria als Partnerin von Jack, die extrem diszipliniert und regeltreu an der Mission festhält. Ihre Darstellung ist stark und tragischsten zugleich.
Julia bringt zwar etwas mehr emotionale Dynamik in die Geschichte, ihre Figur bleibt aber eher blass und austauschbar.
Die Rolle von Morgan Freeman ist eher ein Cameo Auftritt.
Man muss Oblivion allerdings deutlich loben, denn der Film sieht fantastisch aus.
Die futuristische Architektur, die zerstörte Erde, die riesigen Ruinen und die verschiedenen Landschaften sind einem Science Fiction Film absolut würdig. Auch die futuristischen Fahrzeuge und die Drohnen passen hervorragend in diese Welt.
Besonders die Kombination aus leeren Landschaften und futuristischer Technologie funktioniert sehr gut. Dadurch entsteht ein interessanter Kontrast zwischen einer scheinbar primitiven, zerstörten Erde und einer hochentwickelten technischen Umgebung.
Auch die Action ist solide, aber selten wirklich außergewöhnlich. Die Flugsequenzen sind zwar spektakulär inszeniert, bringen die Handlung aber kaum weiter.
Allerdings ist die Story unterdurchschnittlich. Man recycelt die bekannten Science Fiction Motive und sie ist wenig originell. Zudem wird sie zäh erzählt und wird irgendwann sehr träge. Parallelen zu 2001 - Odyssee im Weltraum sind auch deutlich erkennbar.
Oblivion ist ein wunderschön anzusehender Science Fiction Film. Tom Cruise spielt unglaublich routiniert. Die Inszenierung ist teilweise beeindruckend, während die Handlung, für mich, kaum neues bietet, vorhersehbar ist, zu komplex wird und zum Ende hin Logiklöcher bekommt.
Gesehen im HD TV.
Tom Cruise ist einer der Gründe, warum Oblivion überhaupt funktioniert. Er spielt Jack Harper sympathisch und glaubwürdig und schafft es, die Einsamkeit seiner Figur zumindest teilweise zu vermitteln.
Man bekommt zwar Informationen über seine Vergangenheit und seine Zweifel, aber vieles davon bleibt relativ oberflächlich.
Victoria als Partnerin von Jack, die extrem diszipliniert und regeltreu an der Mission festhält. Ihre Darstellung ist stark und tragischsten zugleich.
Julia bringt zwar etwas mehr emotionale Dynamik in die Geschichte, ihre Figur bleibt aber eher blass und austauschbar.
Die Rolle von Morgan Freeman ist eher ein Cameo Auftritt.
Man muss Oblivion allerdings deutlich loben, denn der Film sieht fantastisch aus.
Die futuristische Architektur, die zerstörte Erde, die riesigen Ruinen und die verschiedenen Landschaften sind einem Science Fiction Film absolut würdig. Auch die futuristischen Fahrzeuge und die Drohnen passen hervorragend in diese Welt.
Besonders die Kombination aus leeren Landschaften und futuristischer Technologie funktioniert sehr gut. Dadurch entsteht ein interessanter Kontrast zwischen einer scheinbar primitiven, zerstörten Erde und einer hochentwickelten technischen Umgebung.
Auch die Action ist solide, aber selten wirklich außergewöhnlich. Die Flugsequenzen sind zwar spektakulär inszeniert, bringen die Handlung aber kaum weiter.
Allerdings ist die Story unterdurchschnittlich. Man recycelt die bekannten Science Fiction Motive und sie ist wenig originell. Zudem wird sie zäh erzählt und wird irgendwann sehr träge. Parallelen zu 2001 - Odyssee im Weltraum sind auch deutlich erkennbar.
Oblivion ist ein wunderschön anzusehender Science Fiction Film. Tom Cruise spielt unglaublich routiniert. Die Inszenierung ist teilweise beeindruckend, während die Handlung, für mich, kaum neues bietet, vorhersehbar ist, zu komplex wird und zum Ende hin Logiklöcher bekommt.
Gesehen im HD TV.
mit 3
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 11.10.26 um 08:42
Im Mittelpunkt steht wieder Frank Martin. Frank ist ein ehemaliger Spezialagent, der inzwischen als Fahrer arbeitet und sich an bestimmte Regeln hält. Er soll seinen Auftrag zuverlässig erledigen, keine unnötigen Fragen stellen und sich aus den Angelegenheiten seiner Kunden heraushalten. Nachdem Frank einen kleinen Jungen als Chauffeur betreut, gerät er in eine gefährliche Entführungsgeschichte, in die schnell größere kriminelle Machenschaften verwickelt sind.
Jason Statham passt perfekt in die Rolle des wortkargen und selbstbewussten Frank Martin. Statham muss dabei nicht besonders viel schauspielerische Bandbreite zeigen, aber genau diese kühle und kontrollierte Art funktioniert für die Figur sehr gut. Frank wirkt fast immer souverän, selbst wenn er von mehreren Gegnern gleichzeitig angegriffen wird.
Besonders die Kampfszenen sind wieder ein Highlight. Die Choreografien sind schnell, direkt und teilweise überraschend kreativ.
Auch die Action allgemein ist ordentlich umgesetzt. Transporter 2 kommt relativ schnell zur Sache. Besonders die Szenen mit dem Auto machen Spaß. Der Film versucht immer wieder, mit möglichst spektakulären Stunts noch einen draufzusetzen.
Viele Actionszenen sind so übertrieben, dass sie irgendwann einfach nicht mehr realistisch sind. Frank überlebt Situationen, die ein normaler Mensch niemals überleben würde. Autos springen durch die Gegend, Gegner werden in großer Zahl ausgeschaltet und physikalische Gesetze scheinen außer Kraft zu treten. Wenn man sich darauf einlassen kann, kann das durchaus Spaß machen. Wer aber Wert auf Realismus legt, ist hier fehl am Platz.
Auch die Dialoge sind nicht unbedingt zu empfehlen. Es gibt zwar einige lockere Momente und Frank hat gelegentlich einen trockenen Spruch auf Lager, aber insgesamt sind diese doch recht schwach.
Der Film zieht sich nicht unnötig in die Länge. Er erzählt seine Geschichte relativ geradlinig und kommt schnell voran. Dadurch fühlen sich die knapp 90 Minuten angenehm kurzweilig an.
Die Inszenierung ist insgesamt solide. Die Kamera fängt die Action ordentlich ein und sieht durchaus ansprechend aus.
Transporter 2 ist ein unterhaltsamer, schneller und teilweise ziemlich spektakulärer Actionfilm, der genau das liefert, was man von ihm erwartet. Statham rockt wieder gewaltig.
Allerdings fehlt ihm die Eigenständigkeit und hält sich stark an den ersten Teil. Dialoge, unrealistische Stunts und Story sind nicht gerade die Stärken vom Film. Dennoch eine solide Fortsetzung, die aber nicht an Teil 1 ran reicht.
Gesehen im HD TV.
Jason Statham passt perfekt in die Rolle des wortkargen und selbstbewussten Frank Martin. Statham muss dabei nicht besonders viel schauspielerische Bandbreite zeigen, aber genau diese kühle und kontrollierte Art funktioniert für die Figur sehr gut. Frank wirkt fast immer souverän, selbst wenn er von mehreren Gegnern gleichzeitig angegriffen wird.
Besonders die Kampfszenen sind wieder ein Highlight. Die Choreografien sind schnell, direkt und teilweise überraschend kreativ.
Auch die Action allgemein ist ordentlich umgesetzt. Transporter 2 kommt relativ schnell zur Sache. Besonders die Szenen mit dem Auto machen Spaß. Der Film versucht immer wieder, mit möglichst spektakulären Stunts noch einen draufzusetzen.
Viele Actionszenen sind so übertrieben, dass sie irgendwann einfach nicht mehr realistisch sind. Frank überlebt Situationen, die ein normaler Mensch niemals überleben würde. Autos springen durch die Gegend, Gegner werden in großer Zahl ausgeschaltet und physikalische Gesetze scheinen außer Kraft zu treten. Wenn man sich darauf einlassen kann, kann das durchaus Spaß machen. Wer aber Wert auf Realismus legt, ist hier fehl am Platz.
Auch die Dialoge sind nicht unbedingt zu empfehlen. Es gibt zwar einige lockere Momente und Frank hat gelegentlich einen trockenen Spruch auf Lager, aber insgesamt sind diese doch recht schwach.
Der Film zieht sich nicht unnötig in die Länge. Er erzählt seine Geschichte relativ geradlinig und kommt schnell voran. Dadurch fühlen sich die knapp 90 Minuten angenehm kurzweilig an.
Die Inszenierung ist insgesamt solide. Die Kamera fängt die Action ordentlich ein und sieht durchaus ansprechend aus.
Transporter 2 ist ein unterhaltsamer, schneller und teilweise ziemlich spektakulärer Actionfilm, der genau das liefert, was man von ihm erwartet. Statham rockt wieder gewaltig.
Allerdings fehlt ihm die Eigenständigkeit und hält sich stark an den ersten Teil. Dialoge, unrealistische Stunts und Story sind nicht gerade die Stärken vom Film. Dennoch eine solide Fortsetzung, die aber nicht an Teil 1 ran reicht.
Gesehen im HD TV.
mit 3
mit 4
mit 4
mit 2
bewertet am 10.10.26 um 09:48
Bear ist schon seit längerer Zeit in Nikki verliebt, traut sich aber nicht, seine Gefühle offen zu zeigen. Statt den normalen Weg zu gehen und mit ihr darüber zu sprechen, sucht er nach einer übernatürlichen Abkürzung. Genau hier beginnt das eigentliche Problem. Bear möchte Nikki nicht einfach kennenlernen oder herausfinden, ob sie ihn ebenfalls interessant findet. Er möchte, dass sie ihn liebt. Der Wunsch klingt zunächst romantisch, ist bei genauerer Betrachtung aber ziemlich verstörend.
Besonders stark fand ich dabei Inde Navarrette als Nikki. Ihre Darstellung ist einfach unglaublich. Nikki durchläuft im Laufe der Handlung eine immer deutlichere Veränderung und Navarrette schafft es, diese Entwicklung überzeugend zu verkaufen. Ihre Figur wirkt gleichzeitig liebevoll und vollkommen verstörend und das funktioniert erstaunlich gut.
Auch Michael Johnston als Bear funktioniert insgesamt gut. Seine Figur ist allerdings bewusst nicht unbedingt jemand, mit dem man von Anfang an mitfühlt. Bear ist kein klassischer sympathischer Mann. Seine Verliebtheit wirkt teilweise eher unangenehm und egoistisch. Sein Auftreten ist auch eher träge und er ist fast immer unentschlossen. Er projiziert sehr viel in seine Beziehung zu Nikki hinein und glaubt offenbar, besser zu wissen, was für sie richtig wäre. Das macht seine Entscheidung, den Wunsch überhaupt auszusprechen, ziemlich interessant.
Die Horrorszenen sind für mich ein weiterer Pluspunkt. Der Film setzt nicht ausschließlich auf klassische Jump Scares, sondern arbeitet auch mit unangenehmen Situationen, körperlichem Horror und dem zunehmend verstörenden Verhalten seiner Figuren. Gerade die Mischung aus psychologischem Horror und grotesken Momenten hat mir gefallen.
Optisch macht der Film ebenfalls einen guten Eindruck. Die Kameraarbeit trägt einiges zur Atmosphäre bei und sorgt dafür, dass selbst ruhigere Szenen eine gewisse Spannung besitzen. Die Inszenierung wirkt gewollt schlicht und hat teilweise einen etwas dreckigeren und unangenehmeren Look.
Der Film ist mit knapp 109 Minuten nicht übermäßig lang, aber trotzdem gibt es einige Stellen, an denen sich die Handlung etwas zieht. Gerade im Mittelteil hätte man meiner Meinung nach ein paar Szenen kürzen können. Einige Entwicklungen werden relativ lange ausgespielt, obwohl man bereits verstanden hat, worauf die Geschichte hinauswill.
Bear möchte etwas, das in einer normalen Situation nicht garantiert werden kann...Die Liebe eines anderen Menschen. Und genau darin steckt eine ziemlich bittere Botschaft.
Der Film macht daraus natürlich eine extreme Horrorgeschichte, aber gerade deshalb funktioniert die Metapher erstaunlich gut. Das Ganze erinnert stellenweise an eine groteske toxische Beziehung. Eifersucht, Kontrolle, Abhängigkeit, Manipulation spielen dabei eine große Rolle.
Insgesamt ist der Film spannend genug, um einen über weite Strecken bei der Stange zu halten, besitzt einige wirklich unangenehme Szenen und hat mit Inde Navarrette eine Darstellerin, die dem Film ordentlich Energie gibt. Auch die Mischung aus Horror, schwarzem Humor und Beziehungssatire funktioniert besser, als ich zunächst erwartet hätte. Die Geschichte ist simpel, aber sehr effektiv.
Allerdings ist das Tempo ungleichmäßig und man hätte die Laufzeit etwas kürzen können. Auch die Grundidee ist nicht neu. Michael Johnston wirkte auch stellenweise sehr anstrengend.
Das Bild kann überzeugen. Die Bildgestaltung ist bewusst dunkel, kontrastarm und von vielen Schatten geprägt. Das gehört eindeutig zur visuellen Handschrift und ist nicht negativ zu bewerten.
Die Schärfe ist hervorragend. Gesichter werden mit sehr vielen feinen Details dargestellt, Hautstrukturen bleiben natürlich und auch Kleidung zeigt zahlreiche kleine Texturen. Das Bild wirkt nicht künstlich überschärft. Sehr schön ist außerdem die feine Textur des Bildes. Eine leichte Körnung ist vorhanden und wirkt überwiegend sauber und natürlich. Sie sorgt dafür, dass das digitale Ausgangsmaterial nicht steril aussieht.
Sehr viele Szenen spielen nachts oder in schlecht beleuchteten Innenräumen. Dementsprechend gibt es große Flächen mit Schatten und Schwarz. Der UHD gelingt es größtenteils sehr gut, auch innerhalb dieser dunklen Bereiche noch feine Details zu erhalten. Schatten laufen nicht einfach zu einer komplett schwarzen Fläche zusammen, sondern behalten in vielen Szenen noch Strukturen und Abstufungen.
Die Farbpalette ist nicht besonders abwechslungsreich. Viele Szenen bewegen sich in dunklen, warmen und gedämpften Farbtönen. Wenn dann einmal kräftigere Farben auftauchen, können diese deutlich stärker wirken. Gerade Rot bekommt durch den ansonsten eher zurückhaltenden Look eine zusätzliche Wirkung.
Der Ton kommt etwas schlechter weg, ist aber noch ausreichend. Die Dialoge sind sauber abgemischt und jederzeit gut verständlich. Stimmen stehen klar im Vordergrund und gehen auch dann nicht unter, wenn gleichzeitig Musik und Umgebungsgeräusche einsetzen.
Der Surround Mix ist keineswegs schlecht. Die hinteren Kanäle werden durchaus genutzt und sorgen dafür, dass Musik und Umgebungsgeräusche nicht ausschließlich aus den Frontlautsprechern kommen.
Hintergrundgeräusche werden teilweise schön auf die Surroundkanäle verteilt und erzeugen dadurch ein gewisses Gefühl von Räumlichkeit. Auch der Score wird nicht einfach nur stumpf über die Front wiedergegeben. Die Höhenkanäle fallen natürlich komplett weg, wodurch bestimmte Umgebungsgeräusche und musikalische Elemente weniger dreidimensional wirken.
Die Dynamik geht in Ordnung. Leise Szenen werden angenehm zurückhaltend wiedergegeben, während die intensiveren Momente ordentlich Druck entwickeln können. Der Film besitzt einige deutlich kräftigere Soundeffekte, die auch ausreichend ihre Wirkung entfalten.
Der Score wird angenehm räumlich wiedergegeben und unterstützt die zunehmend unangenehme Atmosphäre. Gerade in den ruhigeren Passagen funktioniert das Zusammenspiel aus Musik und Umgebungsgeräuschen gut.
Die Extras sind dann doch etwas mager ausgefallen.
Besonders stark fand ich dabei Inde Navarrette als Nikki. Ihre Darstellung ist einfach unglaublich. Nikki durchläuft im Laufe der Handlung eine immer deutlichere Veränderung und Navarrette schafft es, diese Entwicklung überzeugend zu verkaufen. Ihre Figur wirkt gleichzeitig liebevoll und vollkommen verstörend und das funktioniert erstaunlich gut.
Auch Michael Johnston als Bear funktioniert insgesamt gut. Seine Figur ist allerdings bewusst nicht unbedingt jemand, mit dem man von Anfang an mitfühlt. Bear ist kein klassischer sympathischer Mann. Seine Verliebtheit wirkt teilweise eher unangenehm und egoistisch. Sein Auftreten ist auch eher träge und er ist fast immer unentschlossen. Er projiziert sehr viel in seine Beziehung zu Nikki hinein und glaubt offenbar, besser zu wissen, was für sie richtig wäre. Das macht seine Entscheidung, den Wunsch überhaupt auszusprechen, ziemlich interessant.
Die Horrorszenen sind für mich ein weiterer Pluspunkt. Der Film setzt nicht ausschließlich auf klassische Jump Scares, sondern arbeitet auch mit unangenehmen Situationen, körperlichem Horror und dem zunehmend verstörenden Verhalten seiner Figuren. Gerade die Mischung aus psychologischem Horror und grotesken Momenten hat mir gefallen.
Optisch macht der Film ebenfalls einen guten Eindruck. Die Kameraarbeit trägt einiges zur Atmosphäre bei und sorgt dafür, dass selbst ruhigere Szenen eine gewisse Spannung besitzen. Die Inszenierung wirkt gewollt schlicht und hat teilweise einen etwas dreckigeren und unangenehmeren Look.
Der Film ist mit knapp 109 Minuten nicht übermäßig lang, aber trotzdem gibt es einige Stellen, an denen sich die Handlung etwas zieht. Gerade im Mittelteil hätte man meiner Meinung nach ein paar Szenen kürzen können. Einige Entwicklungen werden relativ lange ausgespielt, obwohl man bereits verstanden hat, worauf die Geschichte hinauswill.
Bear möchte etwas, das in einer normalen Situation nicht garantiert werden kann...Die Liebe eines anderen Menschen. Und genau darin steckt eine ziemlich bittere Botschaft.
Der Film macht daraus natürlich eine extreme Horrorgeschichte, aber gerade deshalb funktioniert die Metapher erstaunlich gut. Das Ganze erinnert stellenweise an eine groteske toxische Beziehung. Eifersucht, Kontrolle, Abhängigkeit, Manipulation spielen dabei eine große Rolle.
Insgesamt ist der Film spannend genug, um einen über weite Strecken bei der Stange zu halten, besitzt einige wirklich unangenehme Szenen und hat mit Inde Navarrette eine Darstellerin, die dem Film ordentlich Energie gibt. Auch die Mischung aus Horror, schwarzem Humor und Beziehungssatire funktioniert besser, als ich zunächst erwartet hätte. Die Geschichte ist simpel, aber sehr effektiv.
Allerdings ist das Tempo ungleichmäßig und man hätte die Laufzeit etwas kürzen können. Auch die Grundidee ist nicht neu. Michael Johnston wirkte auch stellenweise sehr anstrengend.
Das Bild kann überzeugen. Die Bildgestaltung ist bewusst dunkel, kontrastarm und von vielen Schatten geprägt. Das gehört eindeutig zur visuellen Handschrift und ist nicht negativ zu bewerten.
Die Schärfe ist hervorragend. Gesichter werden mit sehr vielen feinen Details dargestellt, Hautstrukturen bleiben natürlich und auch Kleidung zeigt zahlreiche kleine Texturen. Das Bild wirkt nicht künstlich überschärft. Sehr schön ist außerdem die feine Textur des Bildes. Eine leichte Körnung ist vorhanden und wirkt überwiegend sauber und natürlich. Sie sorgt dafür, dass das digitale Ausgangsmaterial nicht steril aussieht.
Sehr viele Szenen spielen nachts oder in schlecht beleuchteten Innenräumen. Dementsprechend gibt es große Flächen mit Schatten und Schwarz. Der UHD gelingt es größtenteils sehr gut, auch innerhalb dieser dunklen Bereiche noch feine Details zu erhalten. Schatten laufen nicht einfach zu einer komplett schwarzen Fläche zusammen, sondern behalten in vielen Szenen noch Strukturen und Abstufungen.
Die Farbpalette ist nicht besonders abwechslungsreich. Viele Szenen bewegen sich in dunklen, warmen und gedämpften Farbtönen. Wenn dann einmal kräftigere Farben auftauchen, können diese deutlich stärker wirken. Gerade Rot bekommt durch den ansonsten eher zurückhaltenden Look eine zusätzliche Wirkung.
Der Ton kommt etwas schlechter weg, ist aber noch ausreichend. Die Dialoge sind sauber abgemischt und jederzeit gut verständlich. Stimmen stehen klar im Vordergrund und gehen auch dann nicht unter, wenn gleichzeitig Musik und Umgebungsgeräusche einsetzen.
Der Surround Mix ist keineswegs schlecht. Die hinteren Kanäle werden durchaus genutzt und sorgen dafür, dass Musik und Umgebungsgeräusche nicht ausschließlich aus den Frontlautsprechern kommen.
Hintergrundgeräusche werden teilweise schön auf die Surroundkanäle verteilt und erzeugen dadurch ein gewisses Gefühl von Räumlichkeit. Auch der Score wird nicht einfach nur stumpf über die Front wiedergegeben. Die Höhenkanäle fallen natürlich komplett weg, wodurch bestimmte Umgebungsgeräusche und musikalische Elemente weniger dreidimensional wirken.
Die Dynamik geht in Ordnung. Leise Szenen werden angenehm zurückhaltend wiedergegeben, während die intensiveren Momente ordentlich Druck entwickeln können. Der Film besitzt einige deutlich kräftigere Soundeffekte, die auch ausreichend ihre Wirkung entfalten.
Der Score wird angenehm räumlich wiedergegeben und unterstützt die zunehmend unangenehme Atmosphäre. Gerade in den ruhigeren Passagen funktioniert das Zusammenspiel aus Musik und Umgebungsgeräuschen gut.
Die Extras sind dann doch etwas mager ausgefallen.
mit 4
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 10.10.26 um 09:41
Im 5. Jahrhundert wurde die sogenannte Blutkönigin Nimue von König Artus besiegt, gevierteilt und ihre Körperteile in ganz England versteckt. In der Gegenwart werden ihre Reste jedoch von dem monströsen Schweinekreatur Wesen Gruagach zusammengetragen, um sie wiederzubeleben.
Die Handlung wirkt über weite Strecken erstaunlich belanglos. Es werden ständig neue Monster, Figuren oder Hintergründe eingeführt, die dann uninteressant aufgebaut werden. Vieles davon ergibt dadurch keinen Sinn.
David Harbour bemüht sich zwar sichtbar, der Figur Ausdruck zu geben, scheitert aber maßlos. Hellboy möchte gleichzeitig cool, sarkastisch, brutal und sympathisch wirken. Aber statt einer wirklich gut ausgearbeiteten Persönlichkeit, bekommt man jemanden, der einfach keine Tiefe entwickelt.
Ian McShane agiert hier als Ziehvater. Es wirkt zwar sehr charismatisch, dennoch bleibt er ziemlich blass in seiner Rolle.
Die antike Hexe und Hauptantagonistin wird von Milla Jovovich verkörpert. Sie war mir zu eindimensional und ihre Beweggründe waren zu unentschlossen.
Dann gibt es noch Sasha Lane. Eine alte Freundin aus dem Kindergarten, mit seherischen Fähigkeiten. Sie bleibt aber viel im Hintergrund und hat kaum Screentime.
Auch die Dialoge haben mich regelmäßig aus dem Film herausgerissen. Statt cleverem schwarzem Humor gibt es häufig Sprüche, die offensichtlich lustig sein sollen, bei mir aber eher ein müdes Augenrollen ausgelöst haben. Der Humor war völlig unpassend.
Die Action ist zwar stellenweise durchaus gut, aber auch hier fehlte mir die Abwechslung. Viele Kämpfe haben das gleiche Muster. Einige Kreaturendesigns sehen durchaus gelungen aus. Es gibt einige wirklich bizarre und interessante Wesen. Allerdings sieht man ihnen das miese CGI deutlich an.
Immerhin kann die Atmosphäre einigermaßen herhalten. Der Film wirkt stellenweise dreckig, düster und sehr grotesk. Auch die Brutalität rückte stärker in den Fokus. Allerdings war auch hier das CGI deutlich sichtbar und sah grottenschlecht aus.
Auch das Tempo fiel mir negativ auf. Der Film wurde dermaßen vollgestopft und war unglaublich zäh. Es passiert zwar permanent etwas, aber trotzdem gab es keinerlei Spannung.
Hellboy - Call of Darkness ist laut, blutig und etwas unterhaltsam, aber leider auch zu chaotisch, oberflächlich und erstaunlich vergessenswert. Selbst die Post Crédit Szenen hätte man weglassen sollen, da die Reihe niemals fortgesetzt wird.
Gesehen im HD TV.
Die Handlung wirkt über weite Strecken erstaunlich belanglos. Es werden ständig neue Monster, Figuren oder Hintergründe eingeführt, die dann uninteressant aufgebaut werden. Vieles davon ergibt dadurch keinen Sinn.
David Harbour bemüht sich zwar sichtbar, der Figur Ausdruck zu geben, scheitert aber maßlos. Hellboy möchte gleichzeitig cool, sarkastisch, brutal und sympathisch wirken. Aber statt einer wirklich gut ausgearbeiteten Persönlichkeit, bekommt man jemanden, der einfach keine Tiefe entwickelt.
Ian McShane agiert hier als Ziehvater. Es wirkt zwar sehr charismatisch, dennoch bleibt er ziemlich blass in seiner Rolle.
Die antike Hexe und Hauptantagonistin wird von Milla Jovovich verkörpert. Sie war mir zu eindimensional und ihre Beweggründe waren zu unentschlossen.
Dann gibt es noch Sasha Lane. Eine alte Freundin aus dem Kindergarten, mit seherischen Fähigkeiten. Sie bleibt aber viel im Hintergrund und hat kaum Screentime.
Auch die Dialoge haben mich regelmäßig aus dem Film herausgerissen. Statt cleverem schwarzem Humor gibt es häufig Sprüche, die offensichtlich lustig sein sollen, bei mir aber eher ein müdes Augenrollen ausgelöst haben. Der Humor war völlig unpassend.
Die Action ist zwar stellenweise durchaus gut, aber auch hier fehlte mir die Abwechslung. Viele Kämpfe haben das gleiche Muster. Einige Kreaturendesigns sehen durchaus gelungen aus. Es gibt einige wirklich bizarre und interessante Wesen. Allerdings sieht man ihnen das miese CGI deutlich an.
Immerhin kann die Atmosphäre einigermaßen herhalten. Der Film wirkt stellenweise dreckig, düster und sehr grotesk. Auch die Brutalität rückte stärker in den Fokus. Allerdings war auch hier das CGI deutlich sichtbar und sah grottenschlecht aus.
Auch das Tempo fiel mir negativ auf. Der Film wurde dermaßen vollgestopft und war unglaublich zäh. Es passiert zwar permanent etwas, aber trotzdem gab es keinerlei Spannung.
Hellboy - Call of Darkness ist laut, blutig und etwas unterhaltsam, aber leider auch zu chaotisch, oberflächlich und erstaunlich vergessenswert. Selbst die Post Crédit Szenen hätte man weglassen sollen, da die Reihe niemals fortgesetzt wird.
Gesehen im HD TV.
mit 1
mit 4
mit 4
mit 3
bewertet am 10.10.26 um 09:41
Die junge Tochter eines Journalisten verschwindet spurlos in der Wüste. Die zerrüttete Familie ist fassungslos, als das Mädchen acht Jahre später plötzlich wieder bei ihnen auftaucht. Doch was eigentlich ein freudiges Wiedersehen sein sollte, verwandelt sich schnell in einen wahren Albtraum.
Wer bei dem Film an klassische Hollywood Abenteuer mit Wüstenlandschaften, alten Tempeln und übernatürlichen Abenteuern denkt, bekommt hier etwas deutlich anderes. Lee Cronin geht mehr in Richtung Horror.
Die Atmosphäre wurde ganz gut getroffen. Viele Szenen sind dunkel, unangenehm und bedrückend inszeniert. Räume und Umgebungen wurden so genutzt, dass man sich darin nicht unbedingt wohlfühlen möchte.
Der Film weiß, wie man mit Geräuschen, Schatten und eingeschränkter Sicht arbeiten kann.
Auch die Gestaltung der Mumie selbst ist gelungen. Sie sieht nicht einfach wie eine eingewickelte Mumie aus, sondern wurde als deutlich monströsere und körperlich verstörendere Kreatur umgesetzt. Allerdings hatte ich weniger das Gefühl, es mit einer Mumie zu tun zu haben, sondern vielmehr mit einem Exorzisten. Von einer Mumie war das für mich weit gefehlt.
Der Cast konnte mich nicht überzeugen. Einzig und allein Natalie Grace hat eine gute Performance hingelegt.
Die Mumie selbst ist böse und gefährlich. Es gibt blutige Szenen und körperliche Gewalt. Einige Szenen sind bewusst darauf ausgelegt, Ekel oder Unbehagen hervorzurufen. Das funktionierte ganz gut.
Aber die Geschichte selbst konnte mich nicht überzeugen. Es ist mehr Familiendrama und KEIN klassischer Film wie die Mumie aus dem Jahr 1999. Eine eigene, aber schlechte Interpretation. Der Fokus auf die familiären Beziehungen rückten mir zu sehr in den Vordergrund.
Der Film möchte ein harter Horrorfilm sein, hat aber gleichzeitig Elemente eines klassischen Monsterfilms. Beides zusammen funktionierte überhaupt nicht.
Eine Mumie als ernsthaften Horrorfilm umzusetzen, wäre eine hervorragende Idee gewesen. Diese ist aber vollkommen misslungen.
Die Handlung hätte kein Familiendrama sein sollen und die Spannung hätte wesentlich konsequenter aufgebaut werden müssen.
Die Atmosphäre stimmt häufig, das Monster sieht interessant aus und es gibt einige düstere Szenen, die gut funktionierten. Mehr positives kann ich über den Film nicht schreiben.
Das Bild ist scharf und zeigt eine gute Detailzeichnung. Besonders bei Nahaufnahmen sind feine Strukturen sichtbar. Haut, Kleidung und Umgebungen werden sauber dargestellt. Die Detailzeichnung ist insgesamt ordentlich.
Bei Nahaufnahmen erkennt man zahlreiche kleine Details. Auch die Umgebung wirkt in vielen Szenen angenehm detailliert.
Helle Lichtquellen können sich schön vom dunklen Hintergrund abheben. Feuer, Lampen und andere Lichtquellen wirken teilweise intensiv und sorgen für einen schönen Kontrast. Das Bild wirkt aber teilweise eher zurückhaltend. Es ist nicht schlecht abgestimmt, aber kein großer Unterschied zu HD Variante.
Der Schwarzwert kann nur teilweise überzeugen. Dunkle Bereiche wirken schön tief und verleihen dem Film die gewünschte Atmosphäre. Allerdings gehen stellenweise auch Details in den Schatten verloren. Die Balance zwischen Atmosphäre und Detaildarstellung ist nicht immer optimal.
Die Farbgestaltung passt gut zum Film. Die Bilder sind überwiegend dunkel und eher zurückhaltend. Die Farbpalette unterstützt die düstere Atmosphäre und wirkt grundsätzlich passend.
Der Ton macht einen soliden Eindruck. Die Tonspur besitzt eine ordentliche Räumlichkeit und kann gerade in den intensiveren Szenen ordentlich Druck aufbauen. Geräusche aus dem Hintergrund, Bewegungen außerhalb des Bildes und verschiedene Umgebungsgeräusche sorgen für ein gutes Raumgefühl.
Die einzelnen Kanäle werden sinnvoll genutzt, und Geräusche können sich gut im Raum verteilen. Gerade in ruhigen Szenen funktioniert das gut. Auch größere Szenen profitieren von der räumlichen Darstellung.
Man bekommt dadurch das Gefühl, stärker mitten im Geschehen zu sitzen.
Auch der Bass ist ordentlich. Tiefe Geräusche und Soundeffekte besitzen ausreichend Druck. Die Dynamik ist ebenfalls in Ordnung.
Die Dialogverständlichkeit ist insgesamt gut. Auch wenn Musik und Effekte stärker werden, bleiben die Stimmen überwiegend klar verständlich.
Die Extras sind ziemlich mau.
Wer bei dem Film an klassische Hollywood Abenteuer mit Wüstenlandschaften, alten Tempeln und übernatürlichen Abenteuern denkt, bekommt hier etwas deutlich anderes. Lee Cronin geht mehr in Richtung Horror.
Die Atmosphäre wurde ganz gut getroffen. Viele Szenen sind dunkel, unangenehm und bedrückend inszeniert. Räume und Umgebungen wurden so genutzt, dass man sich darin nicht unbedingt wohlfühlen möchte.
Der Film weiß, wie man mit Geräuschen, Schatten und eingeschränkter Sicht arbeiten kann.
Auch die Gestaltung der Mumie selbst ist gelungen. Sie sieht nicht einfach wie eine eingewickelte Mumie aus, sondern wurde als deutlich monströsere und körperlich verstörendere Kreatur umgesetzt. Allerdings hatte ich weniger das Gefühl, es mit einer Mumie zu tun zu haben, sondern vielmehr mit einem Exorzisten. Von einer Mumie war das für mich weit gefehlt.
Der Cast konnte mich nicht überzeugen. Einzig und allein Natalie Grace hat eine gute Performance hingelegt.
Die Mumie selbst ist böse und gefährlich. Es gibt blutige Szenen und körperliche Gewalt. Einige Szenen sind bewusst darauf ausgelegt, Ekel oder Unbehagen hervorzurufen. Das funktionierte ganz gut.
Aber die Geschichte selbst konnte mich nicht überzeugen. Es ist mehr Familiendrama und KEIN klassischer Film wie die Mumie aus dem Jahr 1999. Eine eigene, aber schlechte Interpretation. Der Fokus auf die familiären Beziehungen rückten mir zu sehr in den Vordergrund.
Der Film möchte ein harter Horrorfilm sein, hat aber gleichzeitig Elemente eines klassischen Monsterfilms. Beides zusammen funktionierte überhaupt nicht.
Eine Mumie als ernsthaften Horrorfilm umzusetzen, wäre eine hervorragende Idee gewesen. Diese ist aber vollkommen misslungen.
Die Handlung hätte kein Familiendrama sein sollen und die Spannung hätte wesentlich konsequenter aufgebaut werden müssen.
Die Atmosphäre stimmt häufig, das Monster sieht interessant aus und es gibt einige düstere Szenen, die gut funktionierten. Mehr positives kann ich über den Film nicht schreiben.
Das Bild ist scharf und zeigt eine gute Detailzeichnung. Besonders bei Nahaufnahmen sind feine Strukturen sichtbar. Haut, Kleidung und Umgebungen werden sauber dargestellt. Die Detailzeichnung ist insgesamt ordentlich.
Bei Nahaufnahmen erkennt man zahlreiche kleine Details. Auch die Umgebung wirkt in vielen Szenen angenehm detailliert.
Helle Lichtquellen können sich schön vom dunklen Hintergrund abheben. Feuer, Lampen und andere Lichtquellen wirken teilweise intensiv und sorgen für einen schönen Kontrast. Das Bild wirkt aber teilweise eher zurückhaltend. Es ist nicht schlecht abgestimmt, aber kein großer Unterschied zu HD Variante.
Der Schwarzwert kann nur teilweise überzeugen. Dunkle Bereiche wirken schön tief und verleihen dem Film die gewünschte Atmosphäre. Allerdings gehen stellenweise auch Details in den Schatten verloren. Die Balance zwischen Atmosphäre und Detaildarstellung ist nicht immer optimal.
Die Farbgestaltung passt gut zum Film. Die Bilder sind überwiegend dunkel und eher zurückhaltend. Die Farbpalette unterstützt die düstere Atmosphäre und wirkt grundsätzlich passend.
Der Ton macht einen soliden Eindruck. Die Tonspur besitzt eine ordentliche Räumlichkeit und kann gerade in den intensiveren Szenen ordentlich Druck aufbauen. Geräusche aus dem Hintergrund, Bewegungen außerhalb des Bildes und verschiedene Umgebungsgeräusche sorgen für ein gutes Raumgefühl.
Die einzelnen Kanäle werden sinnvoll genutzt, und Geräusche können sich gut im Raum verteilen. Gerade in ruhigen Szenen funktioniert das gut. Auch größere Szenen profitieren von der räumlichen Darstellung.
Man bekommt dadurch das Gefühl, stärker mitten im Geschehen zu sitzen.
Auch der Bass ist ordentlich. Tiefe Geräusche und Soundeffekte besitzen ausreichend Druck. Die Dynamik ist ebenfalls in Ordnung.
Die Dialogverständlichkeit ist insgesamt gut. Auch wenn Musik und Effekte stärker werden, bleiben die Stimmen überwiegend klar verständlich.
Die Extras sind ziemlich mau.
mit 2
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 10.10.26 um 09:37
Eine Familie zieht in die Vorstadt in ein altes Haus. Während die Eltern kurz davor sind, sich scheiden zu lassen, ist die jugendliche Tochter traurig über den Tod ihrer besten Freundin, die an einer Überdosis starb. Je länger sie in dem Haus wohnen, desto mehr häufen sich rätselhafte Vorgänge.
Presence ist einer dieser Filme, bei denen man sich nach dem Abspann fragt, was man da zur Hölle gesehen hat. Aus einem klassischen Geisterfilm versucht Steven Soderbergh das auf eine ungewöhnliche Weise neu zu interpretieren, setzt dabei auf eine besondere Kameraführung, eine ruhige Atmosphäre und psychologische Spannungen innerhalb einer Familie. Leider scheitert der Film für mich an vielen Stellen daran, diese Ansätze gut umzusetzen.
Die Kameraarbeit wird oft gelobt, weil die Geschichte aus der Sicht einer übernatürlichen Präsenz erzählt wird, die sich durch das Haus bewegt und die Bewohner beobachtet, die mich aber überhaupt nicht umgehauen hat. Dieser Ansatz mag zwar zum Film passen, jedoch konnte ich damit wenig anfangen.
Und genau dieser Effekt nutzt sich meiner Meinung nach relativ schnell ab. Was am Anfang noch ungewöhnlich und interessant wirkt, wird mit zunehmender Laufzeit zu gewöhnlich und erzeugt dadurch immer weniger Spannung. Die Kamera bewegt sich durch Räume, beobachtet Gespräche und folgt den Figuren, doch daraus entsteht weniger ein Gefühl von Angst oder Unbehagen.
Selbst der Schnitt ist stellenweise eine Katastrophe. Viele Szenen werden einfach abprupt abgebrochen und springt dann zu einer anderen Szene, die mit der vorigen überhaupt nix zu tun hatte.
Trotz seiner ruhigen Erzählweise kommt nur selten eine bedrückende Stimmung auf. Auf Jumpscares braucht man nicht hoffen. Um Spannung und Atmosphäre aufzubauen, braucht es genaues Timing. Genau daran mangelt es dem Film. Viele Szenen ziehen sich unnötig in die Länge, ohne dass sich die Spannung spürbar steigert. Die Stille wirkt nicht immer unheimlich, sondern tweilweise ereignislos.
Ich hatte während des Films mehrfach das Gefühl, dass die Handlung endlich an Fahrt aufnehmen müsste. Wenn man dann wartet und nicht mit interessanten Beobachtungen oder einer beklemmenden Atmosphäre konfrontiert wird, verliert man irgendwann das Interesse. Und genau das passiert hier. Es passiert mir einfach zu wenig.
Und daran scheitert auch das Erzähltempo. Der Film ist nicht besonders lang, fühlt sich stellenweise aber deutlich länger an. Das liegt daran,, dass viele Szenen für mich keinen ausreichenden Mehrwert geboten haben. Bei Presence hatte ich dagegen zu oft das Gefühl, dass sich die Handlung auf der Stelle bewegt.
Selbst der Cast war aus meiner Sicht völlig schwach. Keiner konnte mich richtig überzeugen. Selbst ein bekannter Name wie Lucy Lui hatte kaum Screentime und stach wenig hervor.
Was ich dem Film allerdings zugutehalten muss, ist, das der Film etwas eingeständiges probiert. Presence versucht nicht einfach, die üblichen Geisterfilmklischees zu wiederholen, sondern möchte das Publikum durch eine ungewöhnliche Perspektive und eine andere Form des Erzählens ansprechen. Das wurde zwar gut umgesetzt, hat mich aber wenig gecatched.
Auch das Ende war mir zu unlogisch.
Ich hatte mir einige viele Theorien und Fakten zum Film durchgelesen, wie sich die Präsenz verhalten kann und was die Präsenz überhaupt will.
Das war mir alles zu weit hergeholt und verstrickt sich in zu vielen Paradoxen.
Am Ende war Presence für mich ein Griff ins Klo. Die Atmosphäre ist zu wenig intensiv, das Tempo zu schleppend, die Figuren waren mir zu schwach und die Handlung entwickelt nicht genügend Spannung, um einen dauerhaft zu fesseln. Die Kameraführung ist ungewöhnlich und der Schnitt öfters schlecht gewählt. Mehr Familiendrama, als angepriesener Horror.
Der Film war für mich eine große Enttäuschung.
Das Bild macht einen guten Eindruck. Die Schärfe kann sich durchaus sehen lassen. Viele Details in den Räumlichkeiten, an Möbeln, Wänden und Kleidungsstücken werden klar wiedergegeben. Auch in den Nahaufnahmen bleiben Gesichter und kleinere Strukturen gut erkennbar. Das Bild wirkt überwiegend sauber und detailreich, ohne künstlich überschärft zu erscheinen. Besonders bei den ruhigeren Kamerafahrten durch das Haus kommt die klare Darstellung gut zur Geltung. Man kann sich auf die Bildkomposition konzentrieren, ohne dass die technische Qualität negativ auffällt.
Auch die Farbwiedergabe überzeugt durch ihre natürliche und eher zurückhaltende Abstimmung. Presence setzt nicht auf besonders knallige Farben oder eine übertrieben intensive Optik, sondern auf einen realistischen Look, der gut zur Geschichte passt. Hauttöne wirken angenehm natürlich, während die Farben der Einrichtung und der verschiedenen Räume stimmig wiedergegeben werden.
Der Kontrast macht ebenfalls einen guten Eindruck. Helle Bereiche werden ordentlich dargestellt, während dunklere Szenen genügend Tiefe besitzen, um die gewünschte Atmosphäre zu unterstützen. Allerdings sollte man keine Referenzqualität erwarten. In sehr dunklen Bildbereichen können kleinere Einschränkungen auffallen, und nicht jede Einstellung wirkt gleichermaßen plastisch.
Auch der Ton kann überzeugen. Die Dialoge sind klar verständlich und stehen gut im Vordergrund. Stimmen werden sauber wiedergegeben und lassen sich problemlos verfolgen. Auch in Szenen, in denen Musik und Umgebungsgeräusche hinzukommen, bleibt die Sprachverständlichkeit insgesamt überzeugend.
Geräusche aus anderen Räumen, Bewegungen innerhalb des Hauses und dezente Hintergrundklänge können dazu beitragen, dass man sich als Zuschauer stärker in die Umgebung hineinversetzt fühlt. Die Mehrkanaltonspur unterstützt diese Wirkung und sorgt für eine angenehme räumliche Darstellung.
Die Surround Kanäle werden dabei eher zurückhaltend eingesetzt. Stattdessen entsteht die Wirkung vor allem durch die Verteilung der Umgebungsgeräusche und die sorgfältige Abstimmung der einzelnen Tonelemente.
Auch die Musik fügt sich ordentlich in das Klangbild ein. Sie unterstützt die Stimmung, ohne die Dialoge unnötig zu überlagern. Der Tieftonbereich bleibt insgesamt eher dezent und wird nicht übermäßig betont. Das ist für die ruhige Ausrichtung des Films durchaus passend, auch wenn etwas mehr Dynamik in einzelnen Momenten hätte helfen können.
Bis auf einen Trailer keinerlei Extras vorhanden.
Presence ist einer dieser Filme, bei denen man sich nach dem Abspann fragt, was man da zur Hölle gesehen hat. Aus einem klassischen Geisterfilm versucht Steven Soderbergh das auf eine ungewöhnliche Weise neu zu interpretieren, setzt dabei auf eine besondere Kameraführung, eine ruhige Atmosphäre und psychologische Spannungen innerhalb einer Familie. Leider scheitert der Film für mich an vielen Stellen daran, diese Ansätze gut umzusetzen.
Die Kameraarbeit wird oft gelobt, weil die Geschichte aus der Sicht einer übernatürlichen Präsenz erzählt wird, die sich durch das Haus bewegt und die Bewohner beobachtet, die mich aber überhaupt nicht umgehauen hat. Dieser Ansatz mag zwar zum Film passen, jedoch konnte ich damit wenig anfangen.
Und genau dieser Effekt nutzt sich meiner Meinung nach relativ schnell ab. Was am Anfang noch ungewöhnlich und interessant wirkt, wird mit zunehmender Laufzeit zu gewöhnlich und erzeugt dadurch immer weniger Spannung. Die Kamera bewegt sich durch Räume, beobachtet Gespräche und folgt den Figuren, doch daraus entsteht weniger ein Gefühl von Angst oder Unbehagen.
Selbst der Schnitt ist stellenweise eine Katastrophe. Viele Szenen werden einfach abprupt abgebrochen und springt dann zu einer anderen Szene, die mit der vorigen überhaupt nix zu tun hatte.
Trotz seiner ruhigen Erzählweise kommt nur selten eine bedrückende Stimmung auf. Auf Jumpscares braucht man nicht hoffen. Um Spannung und Atmosphäre aufzubauen, braucht es genaues Timing. Genau daran mangelt es dem Film. Viele Szenen ziehen sich unnötig in die Länge, ohne dass sich die Spannung spürbar steigert. Die Stille wirkt nicht immer unheimlich, sondern tweilweise ereignislos.
Ich hatte während des Films mehrfach das Gefühl, dass die Handlung endlich an Fahrt aufnehmen müsste. Wenn man dann wartet und nicht mit interessanten Beobachtungen oder einer beklemmenden Atmosphäre konfrontiert wird, verliert man irgendwann das Interesse. Und genau das passiert hier. Es passiert mir einfach zu wenig.
Und daran scheitert auch das Erzähltempo. Der Film ist nicht besonders lang, fühlt sich stellenweise aber deutlich länger an. Das liegt daran,, dass viele Szenen für mich keinen ausreichenden Mehrwert geboten haben. Bei Presence hatte ich dagegen zu oft das Gefühl, dass sich die Handlung auf der Stelle bewegt.
Selbst der Cast war aus meiner Sicht völlig schwach. Keiner konnte mich richtig überzeugen. Selbst ein bekannter Name wie Lucy Lui hatte kaum Screentime und stach wenig hervor.
Was ich dem Film allerdings zugutehalten muss, ist, das der Film etwas eingeständiges probiert. Presence versucht nicht einfach, die üblichen Geisterfilmklischees zu wiederholen, sondern möchte das Publikum durch eine ungewöhnliche Perspektive und eine andere Form des Erzählens ansprechen. Das wurde zwar gut umgesetzt, hat mich aber wenig gecatched.
Auch das Ende war mir zu unlogisch.
Ich hatte mir einige viele Theorien und Fakten zum Film durchgelesen, wie sich die Präsenz verhalten kann und was die Präsenz überhaupt will.
Das war mir alles zu weit hergeholt und verstrickt sich in zu vielen Paradoxen.
Am Ende war Presence für mich ein Griff ins Klo. Die Atmosphäre ist zu wenig intensiv, das Tempo zu schleppend, die Figuren waren mir zu schwach und die Handlung entwickelt nicht genügend Spannung, um einen dauerhaft zu fesseln. Die Kameraführung ist ungewöhnlich und der Schnitt öfters schlecht gewählt. Mehr Familiendrama, als angepriesener Horror.
Der Film war für mich eine große Enttäuschung.
Das Bild macht einen guten Eindruck. Die Schärfe kann sich durchaus sehen lassen. Viele Details in den Räumlichkeiten, an Möbeln, Wänden und Kleidungsstücken werden klar wiedergegeben. Auch in den Nahaufnahmen bleiben Gesichter und kleinere Strukturen gut erkennbar. Das Bild wirkt überwiegend sauber und detailreich, ohne künstlich überschärft zu erscheinen. Besonders bei den ruhigeren Kamerafahrten durch das Haus kommt die klare Darstellung gut zur Geltung. Man kann sich auf die Bildkomposition konzentrieren, ohne dass die technische Qualität negativ auffällt.
Auch die Farbwiedergabe überzeugt durch ihre natürliche und eher zurückhaltende Abstimmung. Presence setzt nicht auf besonders knallige Farben oder eine übertrieben intensive Optik, sondern auf einen realistischen Look, der gut zur Geschichte passt. Hauttöne wirken angenehm natürlich, während die Farben der Einrichtung und der verschiedenen Räume stimmig wiedergegeben werden.
Der Kontrast macht ebenfalls einen guten Eindruck. Helle Bereiche werden ordentlich dargestellt, während dunklere Szenen genügend Tiefe besitzen, um die gewünschte Atmosphäre zu unterstützen. Allerdings sollte man keine Referenzqualität erwarten. In sehr dunklen Bildbereichen können kleinere Einschränkungen auffallen, und nicht jede Einstellung wirkt gleichermaßen plastisch.
Auch der Ton kann überzeugen. Die Dialoge sind klar verständlich und stehen gut im Vordergrund. Stimmen werden sauber wiedergegeben und lassen sich problemlos verfolgen. Auch in Szenen, in denen Musik und Umgebungsgeräusche hinzukommen, bleibt die Sprachverständlichkeit insgesamt überzeugend.
Geräusche aus anderen Räumen, Bewegungen innerhalb des Hauses und dezente Hintergrundklänge können dazu beitragen, dass man sich als Zuschauer stärker in die Umgebung hineinversetzt fühlt. Die Mehrkanaltonspur unterstützt diese Wirkung und sorgt für eine angenehme räumliche Darstellung.
Die Surround Kanäle werden dabei eher zurückhaltend eingesetzt. Stattdessen entsteht die Wirkung vor allem durch die Verteilung der Umgebungsgeräusche und die sorgfältige Abstimmung der einzelnen Tonelemente.
Auch die Musik fügt sich ordentlich in das Klangbild ein. Sie unterstützt die Stimmung, ohne die Dialoge unnötig zu überlagern. Der Tieftonbereich bleibt insgesamt eher dezent und wird nicht übermäßig betont. Das ist für die ruhige Ausrichtung des Films durchaus passend, auch wenn etwas mehr Dynamik in einzelnen Momenten hätte helfen können.
Bis auf einen Trailer keinerlei Extras vorhanden.
mit 1
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 10.10.26 um 09:34
Der Film ist kein klassisches Remake im herkömmlichen Sinne, sondern eine technisch aufwendige Neuinterpretation des Zeichentrickfilms von 1994. Regisseur Jon Favreau setzte dabei auf fotorealistische, computergenerierte Tiere und Landschaften. Das Ergebnis sieht zweifellos beeindruckend aus.
Die Optik ist einerseits eine Stärke, aber auch eine Schwäche zugleich. Die Tiere und Landschaften wirken teilweise sehr realistisch. Das Königreich, die Savanne und die verschiedenen Schauplätze sind detailreich gestaltet und technisch ausgesprochen hochwertig. Auch die Bewegungen, das Fell , das Licht und Landschaften sehen beeindruckend aus.
Allerdings geht ein wichtiger Bestandteil verloren und zwar die Ausdruckskraft der Figuren. Im Zeichentrickfilm konnten Simba, Mufasa, Scar und die anderen Charaktere durch übertriebene Gesichtsausdrücke und eine starke Animation Emotionen vermitteln. In der Neuinterpretation wirken manche Szenen trotz ihrer dramatischen Handlung erstaunlich distanziert.
Das fällt besonders bei Simba auf. Seine Geschichte ist eigentlich sehr emotional und seine Geschichte sollte bekannt sein. Trotzdem hatte ich beim Anschauen häufig das Gefühl, dass die emotionale Wirkung nicht vollständig transportiert wird. Man weiß zwar, dass Simba traurig sein soll, aber die Animation vermittelt diese Gefühle nicht immer so deutlich.
Grundsätzlich ist es natürlich verständlich, dass Disney die bekannte Geschichte nicht komplett verändern wollte. Wer den Zeichentrickfilm bereits kennt, erlebt kaum Überraschungen. Viele Szenen, Dialoge und Handlungspunkte sind bereits bekannt. Der Film wirkt halt wie eine Kopie.
Die Geschichte funktioniert zwar weiterhin, man erlebt aber nix neues, wenn man den Trickfilm schon kennt.
Diese Handlung ist grundsätzlich zeitlos und funktioniert auch Jahrzehnte noch. Themen wie Verlust, Verantwortung, Familie und Erwachsenwerden geben der Geschichte eine gewisse Tiefe.
Auch die Komik funktioniert nicht immer so gut wie im Original. Timon und Pumbaa sind weiterhin für viele humorvolle Szenen verantwortlich und einige ihrer Auftritte gehören definitiv zu den unterhaltsameren Augenblicken.
Die Musik ist dagegen wieder stark. Viele bekannte Lieder aus dem Original kehren zurück und besitzen nach wie vor eine enorme Wirkung.
Technisch kann man dem Film allerdings kaum vorwerfen, dass er schlecht gemacht sei. Die Animation ist teilweise außergewöhnlich detailliert. Die Bewegungen der Tiere und die Landschaften zeigen, wie beeindruckend die heutige Technik ist.
Genau das ist für mich der entscheidende Punkt. Ein Film kann noch so realistisch aussehen. Jedoch wenn die Figuren weniger ausdrucksstark wirken, fehlt dort halt die Emotion und so werden sie natürlich schlechter vermittelt.
Der König der Löwen ist technisch beeindruckend, musikalisch top und hat nach wie vor eine starke Geschichte. Doch für mich fühlt sich das Remake letztendlich eher wie eine aufwendig produzierte Wiederholung an. Die realistische Optik ist zweifellos sehenswert, geht aber teilweise auf Kosten der emotionalen Ausdruckskraft. Ich bevorzuge dann doch lieber das Original.
Gesehen im HD TV.
Die Optik ist einerseits eine Stärke, aber auch eine Schwäche zugleich. Die Tiere und Landschaften wirken teilweise sehr realistisch. Das Königreich, die Savanne und die verschiedenen Schauplätze sind detailreich gestaltet und technisch ausgesprochen hochwertig. Auch die Bewegungen, das Fell , das Licht und Landschaften sehen beeindruckend aus.
Allerdings geht ein wichtiger Bestandteil verloren und zwar die Ausdruckskraft der Figuren. Im Zeichentrickfilm konnten Simba, Mufasa, Scar und die anderen Charaktere durch übertriebene Gesichtsausdrücke und eine starke Animation Emotionen vermitteln. In der Neuinterpretation wirken manche Szenen trotz ihrer dramatischen Handlung erstaunlich distanziert.
Das fällt besonders bei Simba auf. Seine Geschichte ist eigentlich sehr emotional und seine Geschichte sollte bekannt sein. Trotzdem hatte ich beim Anschauen häufig das Gefühl, dass die emotionale Wirkung nicht vollständig transportiert wird. Man weiß zwar, dass Simba traurig sein soll, aber die Animation vermittelt diese Gefühle nicht immer so deutlich.
Grundsätzlich ist es natürlich verständlich, dass Disney die bekannte Geschichte nicht komplett verändern wollte. Wer den Zeichentrickfilm bereits kennt, erlebt kaum Überraschungen. Viele Szenen, Dialoge und Handlungspunkte sind bereits bekannt. Der Film wirkt halt wie eine Kopie.
Die Geschichte funktioniert zwar weiterhin, man erlebt aber nix neues, wenn man den Trickfilm schon kennt.
Diese Handlung ist grundsätzlich zeitlos und funktioniert auch Jahrzehnte noch. Themen wie Verlust, Verantwortung, Familie und Erwachsenwerden geben der Geschichte eine gewisse Tiefe.
Auch die Komik funktioniert nicht immer so gut wie im Original. Timon und Pumbaa sind weiterhin für viele humorvolle Szenen verantwortlich und einige ihrer Auftritte gehören definitiv zu den unterhaltsameren Augenblicken.
Die Musik ist dagegen wieder stark. Viele bekannte Lieder aus dem Original kehren zurück und besitzen nach wie vor eine enorme Wirkung.
Technisch kann man dem Film allerdings kaum vorwerfen, dass er schlecht gemacht sei. Die Animation ist teilweise außergewöhnlich detailliert. Die Bewegungen der Tiere und die Landschaften zeigen, wie beeindruckend die heutige Technik ist.
Genau das ist für mich der entscheidende Punkt. Ein Film kann noch so realistisch aussehen. Jedoch wenn die Figuren weniger ausdrucksstark wirken, fehlt dort halt die Emotion und so werden sie natürlich schlechter vermittelt.
Der König der Löwen ist technisch beeindruckend, musikalisch top und hat nach wie vor eine starke Geschichte. Doch für mich fühlt sich das Remake letztendlich eher wie eine aufwendig produzierte Wiederholung an. Die realistische Optik ist zweifellos sehenswert, geht aber teilweise auf Kosten der emotionalen Ausdruckskraft. Ich bevorzuge dann doch lieber das Original.
Gesehen im HD TV.
mit 2
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 09.10.26 um 16:27
Es gibt Filmreihen, die mit jedem weiteren Teil größer, spektakulärer und aufwendiger werden wollen. Und dann gibt es Jackass. Eine Reihe, deren Grundprinzip seit über zwei Jahrzehnten darin besteht, dass sich eine Gruppe erwachsener Menschen freiwillig Dinge antut, die bei einem halbwegs vernünftigen Menschen normalerweise sofort die Alarmglocken auslösen würden. Genau dieses Konzept funktioniert auch in Jackass: Einer geht noch weiterhin erstaunlich gut.
Der Film ist im Grunde genau das, was man von einem neuen Jackass Ableger erwartet. Absurde Stunts, schmerzhafte Unfälle, ekelhafte Situationen, nackte Tatsachen, dumme Ideen und Menschen, die sich über all das kaputtlachen. Gleichzeitig ist jedoch spürbar, dass sich die Reihe inzwischen an einem anderen Punkt befindet. Die Mitglieder der ursprünglichen Crew sind älter geworden und der Film fühlt sich dadurch mehr wie eine große Abschiedsrunde an.
Das Grundprinzip von Jackass hat sich weiterhin kaum verändert. Die Crew entwickelt verrückte Ideen und setzt sie anschließend in die Tat um. Der Film lebt von seinen einzelnen Situationen und vor allem von den Reaktionen der Beteiligten.
Manchmal weiß man schon nach wenigen Sekunden, dass etwas schiefgehen wird. Und genau dieses Timing beherrscht Jackass nach wie vor hervorragend.
Ein großer Teil des Erfolgs liegt in der Beziehung zwischen den Mitgliedern der Crew. Johnny Knoxville, Steve-O, Chris Pontius, Wee Man, Dave England, Danger Ehren und alle anderen sind nicht einfach nur Schauspieler, sondern eine Truppe, aus alten Freunden, die sich schon über 20 Jahre kennen und genau wissen, wie sie den anderen zum Lachen oder zur Verzweiflung bringen können.
Ohne die Leute funktioniert Jackass nicht und Johnny Knoxville bleibt natürlich eine der wichtigsten Figuren der Reihe. Er ist längst zum Gesicht von Jackass geworden und verkörpert wie kaum ein anderer die Mischung aus Mut, Selbstüberschätzung und völligem Wahnsinn, die die Serie ausmachte.
Gleichzeitig merkt man, dass Knoxville und die anderen nicht mehr dieselben sind wie vor 20 Jahren.
Auch Steve-O liefert wieder zahlreiche Momente, die perfekt zu seinem Charakter passen. Er war schon immer einer derjenigen, die besonders weit gehen wollten, und genau diese Energie ist auch hier wieder vorhanden.
Seine Bereitschaft, sich selbst in möglichst unangenehme Situationen zu bringen, ist schon ein Markenzeichen der Reihe.
Auch die anderen bekommen einige absurde Szenen zu spüren. Interessant ist auch der Umgang mit neueren Gesichtern der Jackass Familie.
Sie bringen durchaus neue Energie mit und zeigen, dass das Konzept grundsätzlich auch ohne die ursprüngliche Generation funktionieren kann.
Trotzdem bleibt die Aufmerksamkeit eindeutig bei den bekannten Stars.
Natürlich muss man über den wichtigsten Bestandteil des Films sprechen, der pure Schmerz.
Das Konzept ist aber definitiv nicht jedermanns Sache.
Einige Szenen sind so absurd, dass man lachen muss. Andere sind wiederum so unangenehm, dass man gar nicht hinsehen kann.
Wie auch bei den früheren Filmen wird auch diesmal nicht an Fäkalhumor, Körperflüssigkeiten oder anderen Formen des Ekels gespart.
Wer mit dieser Art von Humor nichts anfangen kann, wird an dem Film wenig gefallen haben.
Allerdings gehört dieser Ekelhumor nun einmal zur Reihe dazu, doch kommt dieser Faktor zu oft im Film vor.
An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht.
Nicht jeder Stunt punktet. Manche Aktionen sind aber hervorragend aufgebaut und enden mit einem perfekten Moment.
Allerdings liegt die Messlatte inzwischen ziemlich hoch und viele Stunts sind nicht mehr so gut, wie damals.
Auch wird altes Material gezeigt und unveröffentliche Szenen, die damals für MTV wohl zu heftig waren.
Dennoch überwiegt hier die Nostalgie.
Jackass begleitet mich seit meiner Jugend. Ich bin mit ihnen aufgewachsen und habe immer noch Spaß mit ihnen.
Ich war froh, Knoxville, Steve-O, Pontius und die anderen noch einmal gemeinsam zusehen.
Jackass: Einer geht noch ist kein perfekter Film, aber ein unterhaltsamer und sympathischer Abschluss einer außergewöhnlichen Reihe.
Die Freundschaft zwischen den Beteiligten ist weiterhin spürbar und ihre Reaktionen sorgen für viele der besten Momente.
Dazu kommen zahlreiche absurde Stunts, die teilweise wirklich zum Brüllen komisch sind.
Man sieht nicht einfach nur eine Gruppe von Menschen, die sich gegenseitig Schmerzen zufügen. Man sieht eine Crew, die seit vielen Jahren zusammenarbeitet und deren gemeinsamer Weg langsam zu Ende geht.
Das verleiht dem Film eine emotionale Ebene.
Er erreicht nicht ganz die Frische und Überraschung der besten früheren Jackass Produktionen, bietet aber genug neue verrückte Szenen und Nostalgie, um Fans wie mich zufrieden zu stellen.
Am Ende bleibt deshalb ein unterhaltsamer, teilweise ekelhafter, teilweise schmerzhafter und überraschend emotionaler Abschied und endet mit einem großen Knall.
Gesehen auf Amazon Prime in HD.
Der Film ist im Grunde genau das, was man von einem neuen Jackass Ableger erwartet. Absurde Stunts, schmerzhafte Unfälle, ekelhafte Situationen, nackte Tatsachen, dumme Ideen und Menschen, die sich über all das kaputtlachen. Gleichzeitig ist jedoch spürbar, dass sich die Reihe inzwischen an einem anderen Punkt befindet. Die Mitglieder der ursprünglichen Crew sind älter geworden und der Film fühlt sich dadurch mehr wie eine große Abschiedsrunde an.
Das Grundprinzip von Jackass hat sich weiterhin kaum verändert. Die Crew entwickelt verrückte Ideen und setzt sie anschließend in die Tat um. Der Film lebt von seinen einzelnen Situationen und vor allem von den Reaktionen der Beteiligten.
Manchmal weiß man schon nach wenigen Sekunden, dass etwas schiefgehen wird. Und genau dieses Timing beherrscht Jackass nach wie vor hervorragend.
Ein großer Teil des Erfolgs liegt in der Beziehung zwischen den Mitgliedern der Crew. Johnny Knoxville, Steve-O, Chris Pontius, Wee Man, Dave England, Danger Ehren und alle anderen sind nicht einfach nur Schauspieler, sondern eine Truppe, aus alten Freunden, die sich schon über 20 Jahre kennen und genau wissen, wie sie den anderen zum Lachen oder zur Verzweiflung bringen können.
Ohne die Leute funktioniert Jackass nicht und Johnny Knoxville bleibt natürlich eine der wichtigsten Figuren der Reihe. Er ist längst zum Gesicht von Jackass geworden und verkörpert wie kaum ein anderer die Mischung aus Mut, Selbstüberschätzung und völligem Wahnsinn, die die Serie ausmachte.
Gleichzeitig merkt man, dass Knoxville und die anderen nicht mehr dieselben sind wie vor 20 Jahren.
Auch Steve-O liefert wieder zahlreiche Momente, die perfekt zu seinem Charakter passen. Er war schon immer einer derjenigen, die besonders weit gehen wollten, und genau diese Energie ist auch hier wieder vorhanden.
Seine Bereitschaft, sich selbst in möglichst unangenehme Situationen zu bringen, ist schon ein Markenzeichen der Reihe.
Auch die anderen bekommen einige absurde Szenen zu spüren. Interessant ist auch der Umgang mit neueren Gesichtern der Jackass Familie.
Sie bringen durchaus neue Energie mit und zeigen, dass das Konzept grundsätzlich auch ohne die ursprüngliche Generation funktionieren kann.
Trotzdem bleibt die Aufmerksamkeit eindeutig bei den bekannten Stars.
Natürlich muss man über den wichtigsten Bestandteil des Films sprechen, der pure Schmerz.
Das Konzept ist aber definitiv nicht jedermanns Sache.
Einige Szenen sind so absurd, dass man lachen muss. Andere sind wiederum so unangenehm, dass man gar nicht hinsehen kann.
Wie auch bei den früheren Filmen wird auch diesmal nicht an Fäkalhumor, Körperflüssigkeiten oder anderen Formen des Ekels gespart.
Wer mit dieser Art von Humor nichts anfangen kann, wird an dem Film wenig gefallen haben.
Allerdings gehört dieser Ekelhumor nun einmal zur Reihe dazu, doch kommt dieser Faktor zu oft im Film vor.
An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht.
Nicht jeder Stunt punktet. Manche Aktionen sind aber hervorragend aufgebaut und enden mit einem perfekten Moment.
Allerdings liegt die Messlatte inzwischen ziemlich hoch und viele Stunts sind nicht mehr so gut, wie damals.
Auch wird altes Material gezeigt und unveröffentliche Szenen, die damals für MTV wohl zu heftig waren.
Dennoch überwiegt hier die Nostalgie.
Jackass begleitet mich seit meiner Jugend. Ich bin mit ihnen aufgewachsen und habe immer noch Spaß mit ihnen.
Ich war froh, Knoxville, Steve-O, Pontius und die anderen noch einmal gemeinsam zusehen.
Jackass: Einer geht noch ist kein perfekter Film, aber ein unterhaltsamer und sympathischer Abschluss einer außergewöhnlichen Reihe.
Die Freundschaft zwischen den Beteiligten ist weiterhin spürbar und ihre Reaktionen sorgen für viele der besten Momente.
Dazu kommen zahlreiche absurde Stunts, die teilweise wirklich zum Brüllen komisch sind.
Man sieht nicht einfach nur eine Gruppe von Menschen, die sich gegenseitig Schmerzen zufügen. Man sieht eine Crew, die seit vielen Jahren zusammenarbeitet und deren gemeinsamer Weg langsam zu Ende geht.
Das verleiht dem Film eine emotionale Ebene.
Er erreicht nicht ganz die Frische und Überraschung der besten früheren Jackass Produktionen, bietet aber genug neue verrückte Szenen und Nostalgie, um Fans wie mich zufrieden zu stellen.
Am Ende bleibt deshalb ein unterhaltsamer, teilweise ekelhafter, teilweise schmerzhafter und überraschend emotionaler Abschied und endet mit einem großen Knall.
Gesehen auf Amazon Prime in HD.
mit 4
mit 4
mit 4
mit 1
bewertet am 09.10.26 um 16:26
Top Angebote
N1ghtM4r3
GEPRÜFTES MITGLIED
FSK 18
Aktivität
Forenbeiträge69.527
Kommentare38.632
Blogbeiträge0
Clubposts368
Bewertungen852
Mein Avatar
Weitere Funktionen
Beste Bewertungen
N1ghtM4r3 hat die folgenden 4 Blu-rays am besten bewertet:
Letzte Bewertungen
25.10.26 Der wilde Roboter (2024)
24.10.26 Motel (2007)
24.10.26 The Ice Road (2021)
22.10.26 Jagd auf Roter Oktober
22.10.26 Normal (2025) 4K (4K UHD + Blu-ray)
21.10.26 Shelter (2026) 4K (4K UHD + Blu-ray)
21.10.26 Teen Wolf 1 & 2 (Doppelset)
Filme suchen nach
Mit dem Blu-ray Filmfinder können Sie Blu-rays nach vielen unterschiedlichen Kriterien suchen.
Die Filmbewertungen von N1ghtM4r3 wurde 269x besucht.






























