10. Film Marathon: Zweiter Teil mit 007, Auric Goldfinger, Pussy Galore, Melanie, Miss Justineau, Dr. Caldwell, einer Elite Einheit, Soldaten, Wissenschaftlern und Kong

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8. Oktober 2017

Durch den späten Abgang in den Morgenstunden kam es natürlich zu einem verzögerten Start. Ich war allerdings sehr überrascht, dass die beiden Nachteulen schon um kurz nach 10.00 Uhr aus ihren Zimmern kamen. Zum Frühstück gab es wieder selbstgebackene Dinkel-Hanfmehl Brötchen und es wurde über alle möglichen Filme gesprochen. Ich hatte Kaffeebecher mit Film Motiven anfertigen lassen, welche zum Frühstück auf den Tische kamen und welche ich leider nicht für den Blog abgelichtet habe. Ich hoffe, ich bekomme die Aufnahmen noch aus Köln und Lüneburg und kann Euch die Becher später präsentieren.

Vor dem ersten Film musste noch die 16:9 Rahmenleinwand an die Wand. Nachdem das erledigt war, konnte es gegen 11.30 Uhr losgehen mit GOLDFINGER (109 Minuten), welcher im Format 1.66: 1 daherkommt. Auch zu diesem Film brauche ich wohl nichts weiter zu schreiben, denn GOLDGFINGER gehört meines Erachtens ebenfalls zur cineastischen Grundausbildung. Da Gert Fröbe wegen seines miesen Englischs damals synchronisiert wurde, haben wir von der Originalfassung Abstand genommen. So war Gert Fröbe zwar auch synchronisiert aber immerhin von sich selber ("Ich erwarte, dass Sie sterben, Mr. Bond!"). Die deutsche 5.1 DTS Tonspur ist ausgesprochen gut. Die Bildqualität war beeindruckend. Ich habe auch nichts anderes erwartet, denn die DVD hatte schon eine spitzenmäßiges Bild.

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Quelle: glenonfilm.com

Der nächste Film war THE GIRL WITH ALL THE GIFTS (112 Minuten), welcher nach dem gleichnamigen Roman von M.R. Carey entanden ist (deutscher Titel "Die Berufene"). Ich möchte hier keine Details spoilern. Wer auf Endzeit, Apokalypse und das Ende der Menschheit als Filmthema steht und eine gewisse Zombieaffinität mitbringt, darf bedenklos zugreifen, hat doch in nicht allzu ferner Zukunft in Großbritannien ein Parasit die Menschheit befallen, Millionen sind bereits infiziert und es wird verzweifelt nach einem Heilmittel gesucht.

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Quelle: mundodvd.com

Das altbackene Klischee bekommt hier reichlich frischen Wind in die Segel gepustet. Da Mr. Carey auch für das Drehbuch verantwortlich war, ist der Film wohl ziemlich nah an seinem Buch, welches ich nach Sichtung des Films gelesen habe, was eine gute Entscheidung gewesen ist, denn sonst hätte ich keine Überraschungen mehr gehabt. Ich denke, dass aus Kostengründen einige Handlungsstränge nicht in den Film kamen und auch von der kleinen Hauptdarstellerin gewisse Sachen nicht verlangt werden durften. Die Stärke des Buches liegt natürlich darin, dass man an dem Innenleben der Figuren teilhaben kann, was natürlich besonders bei Melanie äußerst interessant ist und viele Einsichten gewährt.

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Quelle: mundodvd.com

Das Bild kommt im außergewöhnlichen Format 2.00:1 und ist von schwankender Qualität, wobei ich allerdings davon ausgehe, dass die Aufnahmen am Anfang innerhalb des Komplexes absichtlich soft geschossen wurden oder hinterher entsprechend bearbeitet wurden, um weicher rüberzukommen. In hellen Außenbereichen ist die Bildqualität vom Feinsten, wobei die Farbpalette allerdings ziemlich runtergefahren wurde.

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Quelle: geekinsider.com

Die 5.1 DTS HD Master Tonspur der Originalfassung bietet besonders am Anfang dröhnenden Bass, klare Dialoge und einen manchmal doch sehr anstrengenden Soundtrack. Sennia Manua liefert als Melanie eine äußerst beeindruckende Vorstellung ab. Ihr Sprechrhythmus und die gesamte Ausdrucksweise in Verbindung mit der Körpersprache sind einfach phänomenal. Dies kann die deutsche Fassung natürlich nicht bieten.

Nach einer längeren "Pause", in welcher wir in DOOM die Dämonen auf dem Mars niedergemacht und im strömenden Regen einen Spaziergang zur Erweckung der Sinne vollzogen haben, konnte es weitergehen. Das von mir eingeplante warme Abendessen musste wegen des verzögerten Starts am Morgen leider ausfallen (und ich hatte auch keine wahre Lust Gemüse zu schnippeln). Verhungert ist deswegen keiner!

Die Cinemascope Leinwand musste wieder an Wand, denn 13 HOURS: THE SECRET SOLDIERS OF BENGHAZI (144 Minuten) kommt im Format 2.40:1 daher. Der von Michael Bay inszenierte Streifen beruht auf einer wahren Begebenheit und schildert den Kampf von sechs ehemaligen Angehörigen von Spezialeinheiten, die allesamt bärtige Muskelpakete sind, gegen eine Übermacht sog. Rebellen bei einem Angriff auf ein Konsulat im libyschen Bengasi im September 2012. Bei Bay wurde natülich ein Heldenepos und Hohelied auf militärische Tugenden draus, welches die reale Dimension der Ereignisse kaum nachvollziehbar macht, was der Durschlagskraft und dem Unterhaltungswert des Film jedoch keinerlei Abbruch getan hat. Wir wussten bei dem Regisseur ja, worauf wir uns einlassen.

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Quelle: blu-ray.com

Die 7.1 Dolby True HD Tonspur der Orginalfassung entpuppte sich als Killer! Schüsse, Einschläge von Granaten und Explosionen brachten wahrlich Druck ins Heimkino. Der Receiver musste jetzt mal richtig arbeiten, um alle sieben Lautsprecher im Gefecht zu beschicken. Die Vernichtungskraft des Waffenarsenals beider Seiten kam erschreckend realistisch rüber. Menschen, die zu Klumpen zerschossen werden und Fahrzeuge, die durch die Einschüsse zusammenklappen wie Pappkartons. Was ein gepanzertes Fahrzeug aushalten kann ist mehr als erstaunlich. Der Angriff auf diesen Wagen war defintiv ein akustischer Höhepunkt.

Das Bild zeigte keine Ausfälle und natürlich gab es auch einige wunderschöne Zeitlupenaufnahmen wie sie nur Mr. Bay inszenieren kann und immer wieder die toll eingestreuten Aufnahmen der amerikanischen Flagge. Für den ersten von vier Kriegsfilmen des Marathons war dies ein sehr guter Auftakt.

Als die Credits flimmerten, war es nach 22.00 Uhr. Zeit, NX-01 anzurufen, da er den letzten Film des Abends sehen wollte und um Benachrichtung gebeten hatte. Er steckte gerade im Finale von FIRST CONTACT, machte sich jedoch sofort auf den Weg und stand ein paar Minuten später in der Tür. Es konnte also weitergehen mit KONG: SKULL ISLAND (118 Minuten).

Viel Action, viel Krawall, viele Monster und ganz viel Kong! Leider mit schlechter deutscher 7.1 True HD Tonspur, die über das Niveau einer DD Tonspur nicht hinauskommt. Dumpf, kraftlos, verhalten und mit immer wieder schwer verständlichen Dialogen, die zudem immer wieder den Anflug von Blechklang haben. Das bekommt dem Film überhaupt nicht und meinen Ohren erst recht nicht. Daher ist KONG: SKULL ISLAND bei mir nicht angekommen. Wer nicht Dolby Atmos fähig ist, bekommt von Warner für die Originalfassung lediglich eine DD + Tonspur serviert. Wahrscheinlich ist die besser als die angeblich verlustfreie deutsche Tonspur. Wer in den Staaten nicht Dolby Atmos fähig ist, bekommt eine 7.1 Dolby True HD Tonspur spendiert, welche den Film sicher auf ein ganz anderes Level heben wird. Wo ist Warner damit für Deutschland hin?

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Quelle:syfy.com

Das Bild hat Referenzqualität: außergewöhnlich scharf und realistisch. Die tollen Aufnahmen des vietnamesischen Dschungels verschmelzen perfekt mit den CGI Aufnahmen. Kameramann Larry Fong hat es eben drauf!

Nachdem NX-01 mit der Kong Blu-ray im Gepäck entschwunden war, haben wir noch eine ganze Weile zusammen gesessen. Ich bin allerings wieder vor den beiden Nachteulen ins Bett gefallen.

 

 

 

 

 

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geschrieben am 15.10.2017 um 18:09
#11
@BTTony... danke! Schön, dass Dir THE GIRL WITH ALL THE GIFTS gefallen hat. Das Buch zu (noch) lesen, lohnt auf jeden Fall! Die ENDZEIT, ja die ENDZEIT. Wir sind mittendrin und ignorieren es jeden Tag.
geschrieben am 15.10.2017 um 16:35
#10
PS für dwine Blogs und die Empfehlungen besten Dank!

Freu mich immer von euren Treffen zu lesen.
geschrieben am 15.10.2017 um 16:33
#9
Hab dann jetzt auch Girl with Gifts gesehen und fand den Prima. Bild fand ich durchweg gut. Sound war noch besser. Auch in dt Tonspur. Inhalt war sehr unterhaltsam. Kleine Schwächen im CGI konnte man gut verzeihen.
geschrieben am 13.10.2017 um 22:18
#8
@Charleys Tante... schön, dass wir auf einer Linie sind! Gib THE GIRL WITH ALL THE GIFTS ruhig eine Chance. KONG in 3 D soll richtig klasse sein. Nicht die CGI Aufnahmen sollen in 3 D erstklassig sein sondern die Aufnahmen vom ECHTEN Dschungel.Vielleicht stimuliert Dich ja die 3 D Version zu einem Blog. Würde mich mal interessieren, was der Experte dazu meint.
geschrieben am 13.10.2017 um 21:29
#7
Goldfinger ist einer meiner Lieblings Bond Filme zu dem ich auch mal einen Blog geschrieben habe. Zombies sind nicht so mein Ding. 13 Hours fand ich als Seitenhieb auf die Verlogenheit des CIA trotz der von Bay etwas überspannten Schauwerte durchaus gelungen. King Kong in seiner bisher maximalsten Größe muss ich in 3D noch schauen. Machte in der Quersicht bei mir aber auch schon einen coolen Eindruck. 4 Tage nur Filme ist schon krass.
.
geschrieben am 11.10.2017 um 08:38
#6
Es gibt mehrere Motive... drei Becher, drei Motive, für drei Teilnehmer, die die vier Tage absolvierrt haben. Und ja, der Soundtrack von KONG war TOP. Der hat gerockt.
geschrieben am 10.10.2017 um 22:17
#5
Oh nein, ich meinte eh DAS TASSENMOTIV aus dem dritten Blog (den ich erst noch lesen werde). Gibt es leicht mehrere Motive?

Der war echt monströs, weil er im IMAX lief. Die Extreme Totale (Weitwinkelaufnahme) mit den Helis die vom Schiff weg starteten und in Richtung MEGA-Wolke flogen... das sah brachial aus! Schade dass die Tonspur so absackt, sonst wäre das echt ein audiovisuelles Rundumvergnügen. Der 70s-Soundtrack gefiel mir nämlich auch ziemlich gut!! CCR und so. ;)
geschrieben am 10.10.2017 um 20:42
#4
Hi Erwin! Visueller Drüberstreuer ist gut... dazu akustischer Abräumer wäre besser gewesen. Na, im Kino war die Optik bestimmt im wahrsten Sinne des Wortes gigantisch und monstermäßig. Für Jacksons KING KONG war ich tatsächlich auch im Kino. Ich hoffe, ich kriege noch das Tassenmotiv aus Lüneburg. Mein Motiv könnte ich reinstellen. Allerdings ist mein Fotoapparat hin und mit Handy????
geschrieben am 10.10.2017 um 17:57
#3
THE GIRL WITH ALL THE GIFTS kann ich demnach blind einsacken. Toll, dass du hier zur Abrundung auch noch das Buch gelesen hast. SKULL ISLAND ist ein visueller Drüberstreuer für Creature-Feature Fans - einige Totalen empfand ich als Hammer. Hab den im Kino gesehen.

Der Spaziergang im Regen zwischendurch, klingt echt fein. Mal den Kopf durchlüften und weiter gehts. :D Schön das auch NX vorbeischaute.

Ich freu mich nun schon auf die Tassen-Motive.
geschrieben am 10.10.2017 um 09:51
#2
Hi Jörn! Danke! Ach ja, die deutsche Tonspur soll ja angeblich Dolby True HD 7.1 gewesen sein. Habe ich im Blog korrigiert, denn wir waren doch auf dieser deutschen True HD Tonspur eben weil die englische Akustik nur DD + bietet. Mir fehlte da im WUMMS und RUMMS eineutig die Dynamik, die Feinzeichnung, das Weiche, die Details etc. Und die Stimmen waren stellenweise ganz schlecht abgemischt. Ein Becherfoto kommt in Blog Nr. 3!
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