Zitat:
Zitat von Brathering;5950884
Das sehe ich anders und zwar deshalb:
Das sind sie nur dann, wenn sie auf belegbaren Fakten beruhen und nicht auf einer subjektiven Einschätzung. Und auf einer verbindlichen Gewichtung der Faktenlage. ISt das nicht der Fall, ist die Bedeutung beider Aussagen gleich. Zumindest unverwechselbar ähnlich.
Und selbst wenn? So what?!
Das kannst Du ja auch gerne so handhaben. Aber es gibt eben keine verbindliche Gewichtung bei der Bewertung. Letztlich unterliegt sie nämlich immer einem Abgleich von Erwartung und Erleben. Immer.
Ein Film ist, sofern wir nicht über eine Dokumentation reden, ein Kunstprodukt. Natürlich gibt es Faktoren wie Du sie aufzählst, an denen man so etwas wie Qualität bemessen könnte, wenn man wollte. Aber ist nun mal so, dass das so nicht funktioniert. Ein Dogma 95-Film ist nicht automatisch schlecht, weil er sich nicht um Konventionen kümmert, Kunst ist nicht automatisch schlecht, weil sie einfach ist.
Ein Picasso wird nicht geschätzt, weil er so einen tollen Pinselstrich führte. Und so weiter und so fort.
Da gebe ich Dir völlig recht! Ich benötige Informationen über die Intension und das was der Künstler damit ausdrücken wollte und es spielt zugegebenermaßen subjektiv mit rein ob ich als Interpretierer dieser Kunst darin eine Ausdrucksfläche finde.
Da mag das gleiche Bild, einmal von Pricasso und einmal von einem Kleinkind gemalt völlig unterschiedliche Beurteilungen bekommen. Aber auf sachlich/objektiven Fakten beruhend.
Ich gebe aber zu, dass Kunst zu bewerten immer ein Tanz auf der Klinge ist.
Zitat:
DAS wiederum finde ich ziemlich unglücklich formuliert, Du stellst hier nämlich eine Tatsachenbehauptung in den Raum, die absolut unbelegbar und unhaltbar ist und wie aus dem Elfenbeinturm heraus geschrieben wirkt.
Hm, ja. Ich Behaupte, dass es einen Trend gibt, weg von der wohlformulierten Sprache, hin zu eher minimalistischen Ansätzen, die sich teilweise übertriebener Aussagen als Stilmittel bedienen und voraussetzen, dass sie nicht so hart aufgefasst werden, als sie objektiv geschrieben sind. Diesen Trend zur "Einfachheit" und zu möglichst kurzen, harten Sätzen bemängele ich persönlich aus in vielen neueren Büchern, aber das ist mein persönlicher Geschmack, wie ich zugeben muss. Andere mögen das schätzen, ist ja auch OK so. Wenn Du mir das als Überhblich ankreidest, dann entschuldige ich mich, war nicht so überheblich gemeint wie bei Dir angekommen.
Zitat:
Ganz im Gegenteil, ich könnte Dir Zitate noch und nöcher um die Ohren schlagen, die die so gern genannten Denker und Dichter in einem zimelich ordinär-beleidigendem Licht erscheinen lassen. Aber ich denke das muss ich gar nicht, Du kennst das ja als Literaturinteressierter sicher selbst.
Zugegeben, ja stimmt.
Zitat:
DAS ist ein Beispiel dafür, eine Meinung als Fakt darzustellen. Andere schreiben also unüberlegt.
Habe ich das so geschreiben?;)
Ich habe nur behauptet, dass viele es so machen, was eine Beobachtung ist. Manchmal gehöre ich sicherlich auch zu diesen Vielen. Genauso, wie ich zu denen gehöre, die zwar formulieren einen Post dann aber so schnell schreiben, dass die Rechtschreibung auf der Strecke bleibt. Da muss ich dann aber auxch selbstkritisch zugeben, dass ich vielleicht nochmal drüberlesen müsste.
Zitat:
in meinen Augen total unangemessen. Sorry, ich schätze Deine Beiträge eigentlich in der Regel wirklich und das weißt Du hoffentlich auch, aber hier tropft eine derartige Herablassung heraus, dass die alles in diesem Thread gesagte in Bedeutungslosigkeit ertrinken lässt.
Sorry, sollte so nicht gemeint sein (siehste passiert mir also auch).
Zitat:
Über das wohlüberlegte und gedrechselte Statement solltest Du vielleicht doch noch mal drüber nachdenken. Insbesondere in dem Kontext Zurückhaltung bei der Meinungsäußerung einzufordern.
Ops, da scheine ich ja echt was getroffen zu haben.
Ich habe nur zwei Dinge gesagt:
1. Ich nehme Statements ernst und unterstelle, dass sie so gemeint sind wie formuliert. Und zumindest für mich persönlich ist zwischen einer formulierten Tatsachenbehauptung und einer Meinungsäußerung ein Unterschied. Auch wenn ich zugebe, dass sowas im Eifer einer Diskussion schon mal unter gehen kann. Letztlich kann man den Unterschied nicht wirklich wegdiskutieren und ist im alltäglichen Miteinander sehr wohl definiert (§186 STGB vs. Artikel 5 GG). Natürlich ist Kunst, wozu auch Filme gehören, ein Produkt das Emotionen anspricht und teilweise subjektiv bewertet werden kann/muss. Aber es gibt durchaus auch für Kunst gewisse sachliche und objektive Qualitätsmerkmale und wenn das nur der der handwerkliche Teilaspekt ist. Der wiegt bei einem Produkt wie ein Film mMn auch ungleich schwerer, wie bei einem Gemälde, schon weil bei einem Film auch mehr Handwerker beteiligt sind.
2. Es gibt einen Trend hin zu Vereinfachungen und Übertreibungen, gerade im Umgang mit Sprache. Das ist auch nichts was ich mir aus den finger sauge, sondern da goibt es ja auch durchaus wissenschaftliche Betrachtungen drüber, gerade im Umfeld von Literatur, Umgangssprache und besonders in sozialen Medien. Sowas schlägt eben auch in Filmforen manchmal durch, so zumindest meine Erfahrung und das meine ich ganz allgemein ohne Dich oder jemanden anderen konkret damit zu meinen.
Abgleitet daraus dann, dass man, wenn man sich wundert wie es einem entgegenschallt, schauen kann, ob man dem vielleicht auch erlegen ist. Hab ich jetzt nach Deiner etwas angesäuerten Antwort auch gemacht und ja, ich gebe Dir da teilweise Recht, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Und ich entschuldige mich auch sehr gerne dafür.
Herzliche Grüße
Arieve
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