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Zitat von Chestburster;5754335
das bei Kämpfen immer Schiedrichter dabei waren, ist für jeden Film aus dramaturgischen Gründen ein Detail, das man besser weglässt....
Auch dass ein Großteil der Kämpfe endete, ohne dass einer tot im Sand lag, ist für Hollywood nicht sonderlich reizvoll.
Aber okay, es ist ja auch Film.
Zitat:
Der wohl schönste Fehler in Be Hur ist, das ein römischer Tribun als Wagenlenker bei einem Renen in der Arena agiert-was absoult undenkbar war-der Mann hätte seine millitärische Karriere damit beendet, von seiner gesellschaftlichen Stellung ganz abgesehen...
Ja, wahrscheinlich. Wobei es schon vorkam, dass sich zumindest Senatoren zu Zeiten der Republik mal duellierten oder später auch der ein oder andere exzentrische Kaiser vielleicht auf solche Ideen kam. Aber generell ist das natürlich eher ein Märchen.
Das ist ja auch alles gar nicht schlimm, Ben Hur ist ein Roman, die Verfilmungen sind Spielfilme, die können manchen was sie wollen. Nur ist das halt geschichtlich wackeliger als Asterix ;). Das was ich daran problematisch finde ist, dass der Autor vermutlich aber schon dachte, er würde realistische Rahmenbedingungen einbringen, weil das vermutlich damaliger Kenntnisstand war.
Da würde ich heute lieber was verfilmen, was eher heutigen Kenntnissen entspricht. Gerade die späte Republik hat so viele tolle intrigante Geschichten auf Lager, die man wunderbar verfilmen bzw. in die man die fiktiven Rahmenhandlungen einbinden könnte.
Wie es zum Beispiel die HBO-Serie Rome tat. Und natürlich war das auch keine Geschichtsdoku, natürlich waren Fehler drin (Allein die Zeugung von Caesarion - eine großartig bizarre Idee). Aber vermittelte das beste Bild vom antiken Rom, dass ich in der Unterhaltungssparte bisher sah.
Aber gut, wir werden sehen: Ins Kino gehen tu ich sicher nicht, aber irgendwann werd ich den Ben Hur vermutlich schon mal sehen.