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RoboCop (2014) - Reboot

Gestartet: 25 Juli 2008 14:42 - 1182 Antworten


Veröffentlichung:
07.06.2014
Laufzeit:
117 Minuten
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Altersfreigabe:
Geschrieben: 21 Mai 2013 15:36

QuantumStorm

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Zitat von Omnicron;4313228
Suuuper, da haben wir ja mal wieder einen Kandidaten der Marke "ohne Gore ist der Film sowieso Mist" :thumbdown:
Auch der original Robocop wollte durchaus als etwas mehr gesehen werden als ein weiterer belangloser "Gedärme die fliegen"-Movie. Zum Beispiel kann man Verhoevens Erstling auch als Interpretation sehen, wo sich unsere Zeit der Moderne, in der wir leben - sie in uns reinfressen, ohne satt oder dankbar zu sein - erschöpfen wird bzw. im Film erschöpft hat. Verhoeven zeigt den nächsten möglichen Schritt, die Hülle, das Wrack der industriellen Moderne, wunderbar und zu dem Zeitpunkt anno 1987 erst-/einmalig dargestellt in Robocop - nicht anhand der Stahlwerk-Leichen oder "Giftmüll-Freiluftdeponien", sondern mittels der Anarchie des Verbrechens, die im Detroit der Zukunft unter der Ignoranz der technisierten und Medien-tech der Post-Moderne nur noch umso prächtiger gedeiht. "Moderne" steht in Robocop nicht mehr als schillernde Zukunftsvision sondern als leere Hülle. Es ist eine Art "Panik Film", dessen Krisengefühl sowohl für den Zuschauer als auch der fiktiven Oberschicht unterlaufen wird mittels Darstellung der "schönen neuen Welt"; einer irgendwo simulierten mediengesteuerten High-Tech-Welt, die die maximale Intensivierung des Kapitalismus sowie das Ende der politischen Ökonomie und das Ende des Sozialen erlebt. Und genau bei Letztgenanntem hakt die Figur des "Robocop" ein. Die "Belagerung" der letzten verbliebenen sozial-gesellschaftlichen Archetypen - genannt "Familie" - durch Kapital und kriminelle Kräfte und ihre dramatischen/traumatischen Auswirkungen auf Einzelpersonen am Beispiel des Polizisten Murphy und seiner Familie.
Lange Rede, kurzer Sinn, und bevor ich mich festschreibe: der Film Robocop übt anhand dieser Geschichte des Polizisten Murphy vielschichtige Kritik an unmoralischem Kapitalismus und seiner Auswirkung auf soziale, politische und wirtschaftliche Faktoren und prophezeit das Verschwinden dieser im Schwarzen Loch der radikalen materialen Kräfte und Ideologien. Mit dem Einsatz von "ED-209" wird dieser ultimative, kritische Rundumschlag final auch noch darauf aufbauend erweitert auf die Technokraten.

Alles in allem ist Robocop mit den zuvor genannten Kritikthemen ein klassisches Kind seiner Zeit - genauso wie seine teils rücksichtslose, ethikverachtende Darstellung. Und darauf will ich eigentlich hinaus! Doch während die Inhalte auch heute noch aktuell sind oder vielleicht sogar aktueller denn je, so ist die Inszenierung der Filmindustrie generell (mit Ausnahmen) glücklicherweise heutzutage bedachter geworden. Es müssen keine Gedärme in 3D durch den Raum fliegen, damit ein Film Beachtung findet. Denn gerade das führt Verhoevens "Robocop" ad absurdum: der Regisseur inszeniert menschenunwürdige Verstümmelungen, wo er doch eben diese Entmenschlichung und Verdinglichung mit seinem Film zu kritisieren versucht.
Genau vor diesem Hintergrund würde es mich freuen, wenn der Reboot des Robocop mit einer ähnlichen kritischen Botschaft aufwarten würde - aber dabei Konstanz bewahrt und diese Kritik auch lebt, sprich ohne bzw. mit weniger oder zumindest subtilerer Gewaltdarstellung auskommen würde.

Das Filme ohne "Gore und Blut" eh Mist sind ist natürlich Quatsch!
Aber die Intensität eines Filmes wird unter anderem auch darüber bestimmt.
Oder könnte ich mir eine "WWII" Verfilmung OHNE Blut (und ja, auch OHNE zerfetzte Leichen) anschauen?
Ja, könnte ich! Aber was soll ich daraus schlussfolgern? Im WWII ist nix passiert... Bitte weitergehen....
Auch im RC ist die "Gewalt" durchaus ein Mittel zum Zweck, um die "Gewaltspirale" darzustellen.
Wenn die Gangster immer Gewaltbereiter werden, wird es auch die Polizei über kurz oder Lang werden müssen, um nicht "zwischen den Fronten" aufgerieben zu werden. So (naja, vielleicht nicht ganz so) könnte also die Zukunft
ausschauen, wenn es immer krimineller auf den Straßen wird.
Gruß von QuantumStorm
"Man kann einen guten Film 3x sehen, aber muss ihn nicht 3x drehen!" --- "Irgendein Multiversum wirds schon richten"
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Geschrieben: 21 Mai 2013 15:40

Omnicron

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Omnicron ist wieder zurück :)

Man muss aber die Gewaltdarstellung nicht zelebrieren, Denniz, sondern kann sie ebensogut andeuten, wie z.B. in "Sieben" hervorragend gemacht.
Als wir das Feuer erfunden haben, haben die Menschen damit auch eine Weile Mist gebaut. Aber irgendwann haben wir den Feuerlöscher erfunden (Stephen Hawking 2015)

„Erst kommt der Ruin der Staatshaushalte durch die Politik, dann kommen die Erfüllungsgehilfen in den Zentralbanken, und am Ende steht das Ende der bürgerlichen Freiheiten.“
(Roland Tichy, Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung)

Geschrieben: 21 Mai 2013 15:40

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Also früher schafften Filme auch ein hohes Maß an Grausamkeit und Gewalt ohne explizite grafische Darstellung zu vermitteln.

Klar sind manceh Filme ohne diesen Gewaltgrad undenkbar, oder schwer vorstellbar, aber ganz ehrlich, wenn jedes Remake sich an die Rezeptur des Originalfilms hält, hat man einfach nur eine optisch aufgewertete Nacherzählung.

Ich finde es da oftmals schon spannender, wenn das Remake sich gewisse Freiheiten nimmt und somit auch in meinen AUgen eine deutlich gesteigerte Daseinsberechtigung hat...
Geschrieben: 21 Mai 2013 15:40

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Zitat von QuantumStorm;4313248
Somit wandern über 60% der unter 30jährigen ins Kino, aber gerade das 20-29er Segment wird doch auch keine weich gespülten Filme bevorzugen?!?

Kannst Du doch jede Woche anhand der Kinocharts sehen, in welche Filme die Leute reingehen.
Im Moment haben wir das Evil Dead-Remake ab 18 sowie del Toros Mama ab 16. Also Horror bzw. Gruselfilm.
Die ganzen Action/SF/Fantasy/Superhelden-Filme sind alle ab 12. Star Trek, iron Man, Oblivion...
Ich brauche nicht unbedingt exzessive Gewalt in jedem Film. Das ist nur ein Spiegelbild der Entwicklung, dass es keine "Mitte" mehr gibt. Ab und zu schafft es mal ein Horrorfilm mit ner 18er-Freigabe ins Kino, dann kommt erstmal nix, und dann kommt der große Rest ab 12. Von Ausnahmen mal abgesehen (Last Stand, wobei der ja auch erst in einer gekürzten Fassung kam und den Arnie-Bonus hat), und nicht relevante Genres lassen wir auch mal weg.
Härtere Action scheint einfach nicht mehr gefragt zu sein.

Was Omnicron über RoboCop sagt ist sicherlich nicht falsch. Aber ich denke, ohne die Gewaltszenen wäre der Film niemals so erfolgreich gewesen. Das hat einfach seinen Teil zum Kultstatus (tschuldigung) beigetragen.
Geschrieben: 21 Mai 2013 15:41

QuantumStorm

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Zitat von Sawasdee1983;4313285
Bevorzugen nein natürlich nicht, aber ins Kino gehen die für viele Solche Filme halt nicht mehr, denn für die Gilt auch dieselben Kriterien wie du gerade aufzählst


Dazu kommt die über 20 sind meist in ner Beziehung und Frauchen will eher Weichspülfilme im Kino gucken als Harte sachen und in die Weichspülsachen schleppt sie dann den Mann mit, dementsprechend werden die harten sachen meist erst auf BD oder DVD geguckt, somit fällt da der Erlös fürs Kino weg. Bestes Beispiel: Dredd im Kino ein Mega flopp, im Heimkino, der Überhit schlechthin.
Aber solange man halt nicht auch für die Harten ins kino geht bleibt halt die PG 13 Politik der Studios bestehen, so weh es auch tut.


Also ich schon, sehe das Ganze wie gesagt noch recht locker, egal welche Freigabe der Film hat, wenn der 18ner hat schön wenn 16 auch ok.

Das Dredd nun im HK-Sektor so ein Knaller ist, zeigt aber schon, das es durchaus ein publikum für derartige Filme gäbe. Aber an Deinen Argumenten ist sicherlich was dran, obwohl ich ja schon glaube, dass viele sich einen derartigen Film "mit den Jungs" anschauen würden. Aber auch das passiert irgendwie nicht mehr.

Wenn der Film wenigstens eine FSK16 Freigabe bekommen würde... Dann dürfen die Im Film wenigstens Fluchen ;)
Gruß von QuantumStorm
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Geschrieben: 21 Mai 2013 15:45

Sawasdee1983

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Sawasdee1983 ist fleißig

Zitat:
Zitat von QuantumStorm;4313324
Das Dredd nun im HK-Sektor so ein Knaller ist, zeigt aber schon, das es durchaus ein publikum für derartige Filme gäbe. Aber an Deinen Argumenten ist sicherlich was dran, obwohl ich ja schon glaube, dass viele sich einen derartigen Film "mit den Jungs" anschauen würden. Aber auch das passiert irgendwie nicht mehr.

Wenn der Film wenigstens eine FSK16 Freigabe bekommen würde... Dann dürfen die Im Film wenigstens Fluchen ;)

In Deutschland ja aber nicht in den USA. Was bei denen PG 13 ist kann bei uns auch FSK 16 sein. Bei PG 13 darf einmal das F-Wort verwendet werden mehr nicht. Böse Wörter erst ab R-Rated, heißt aber auch nichts weil Komödien die viele Böse Wörter verwenden bei denen R-Rated sein können bei uns aber FSK 6.
MfG Pierre
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Geschrieben: 21 Mai 2013 15:49

QuantumStorm

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Zitat von Omnicron;4313316
Man muss aber die Gewaltdarstellung nicht zelebrieren, Denniz, sondern kann sie ebensogut andeuten, wie z.B. in "Sieben" hervorragend gemacht.

Naja, zelebrieren muss man die sicherlich nicht, und in "Sieben" (wie auch in vielen anderen Filmen) hat das sicherlich funktioniert.
Aber so wie es nun gehandhabt wird, ist es mMn einfach auch ein Stück weit ... Langweilig...
Für mich gibt es eben Filme, die eine gewisse (und nicht bis aufs Perverse hochgeschraubte!) Gewalt aufbieten müssen.
5* auf den Protagonisten geschossen, und das weiße Hemd hat einen Blutfleck von Daumengröße... irgendwie auch unglaubwürdig....
Gruß von QuantumStorm
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Geschrieben: 21 Mai 2013 15:53

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Zitat von Sawasdee1983;4313341
In Deutschland ja aber nicht in den USA. Was bei denen PG 13 ist kann bei uns auch FSK 16 sein. Bei PG 13 darf einmal das F-Wort verwendet werden mehr nicht. Böse Wörter erst ab R-Rated, heißt aber auch nichts weil Komödien die viele Böse Wörter verwenden bei denen R-Rated sein können bei uns aber FSK 6.

Stimmt natürlich, obwohl man sich daran schon "längs hangeln" kann.
Es gibt eine Tendenz, obwohl es immer Ausnahmen gibt.
Gruß von QuantumStorm
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Geschrieben: 21 Mai 2013 16:09

Schlumpfmaster

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Meiner Meinung nach liegt das an der Gleichmachung der Genres.

Heutzutage laufen doch nahezu alle Genre nach ihrem jeweiligen Standard-Muster ab (Ausnahmen bestätigen die Regel).

In den 80ern war dies noch nicht so extrem ausgeprägt.

nehmen wir mal ganz grob:

Dramen
Actionfilm
Sci-Fi/Fantasy(Sword & Sorcery etc.)
Horror
Comedy

In den 80ern waren die Dramen ab 12, teilweise sogar ab 6!!! Weil nicht großartig bewertet wurde, ob ein Kind dieses Alters die Handlung verstehen kann, sondern das gezeigte das Kind in seiner Entwicklung beeinträchtigt.

Actionfilm. In den 80ern fast immer ab 16 oder gar 18! Die Zeit der großen Muskelprotze. In den 90ern bereits entwickelte sich der Actionfilm von dieser kassischen Prägung weg. Fast alle R-Rated Actioner dieser Zeit waren grandiose Flops. Mainstreamtauglichere Action wurde etabliert welche mehr auch Trickeffekte als Muskelkraft und Goreeffekte setzte.
Aci-Fi/Fantasy: Konnte in den 80ern auch ohne großartige Action auskommen. Neben den SpcaeOperas wie Star Wars gab es aber eben auch gehaltvolles, teils auch brutales, welches die Genre vermischte (Ende der 70er Alien), heute fast nur noch Popcorn-Hirnaus-Action.

Der Horrorfilm hatte in den 80ern seine erste aufkommende Trendwelle hinsichtlich Gore-Horror, es gab aber auch noch atomsphärischen Grusel, der auch gern mal ab 12 sein konnte. Heute gibt es fast nur noch Gore-Horror fast immer ab 18 (zumindest uncut)

Comedy: Früher war das Famielanangelegenheit oder Teenieschmonzes, heute gibt es mehr oder weniger drei Säulen des komödiantischen Films: kleinere Nischenfilme, die meist eher feineren weniger lauten Humor bevorzugen, Teenie-Schmonzess, Hirn-Flaterate (Scary Movie, Spartner usw...)

Lange Rede kurzer Sinn: Die Groben Hauptgenres waren damals insgesamt nicht so festgefahren. Natürlich wurden erfolgreiche Rezepte auch damals wieder aufgegriffen, aber eben auch sehr viele Filme produziert, welche innerhalb gewisser Genres sich auf Neuland bewegten. Heute ist Sci-Fi in 90% aller Fälle eine Alieninvasion. FSK12, hübsches Augenfutter (weibliche Hauoptdarstellerin), aber bitte alles Jugendfrei, Action ganz viel, aber ohne Blut, Handlung ganz wenig oder am besten gar keine.

Teenie-Schonzes war früher ab 12, ganz viel witzeleien über dMännlein und Weiblein und oftmals noch stark geprägt durch den klassichen Screwballhumor mit überdrehten Hauptdarstellern, dämlichen Erwachsnen etc.

Heute ist Teenieschmonzes neben dem Horror-Genre scheinbar das einzige was mit R-Rating in den Staaten noch verlässlich Leute ins Kino lockt, da die Leute eben gerne auch über Fäkalhumor lachen und es zu jeder High-School-Komödie dazugehört mindestens ein unbekanntes Playboy-Bunny oben ohne durchs Bild hüpfen zu lassen (in der Unrated-Fassung auf DVD).

Bei Horror blieb außer Gore kaum was übrig, Sci-Fi im Weltraum traute sich vor Avatar auch nur Star Wars und Star trek. Aliens gerne, aber dann muss es schon eine Invasion sein!

Alle Genres sind mit heute einfach durchgestylt und seit 20 Jahren weiss jeder Filmpraktikat welche Zutaten da einfach rein müssen...;)

Das sich das alles so entwickelt hat und offensichtlich auch immernoch grob so gelebt wird, liegt dabei aber nicht nur an Hollywood sondern eben auch an den potentiellen Kinobesuchern.

Wenn ich schaue, wie viele Leute ich kenne, die garnicht mehr ins Kino gehen. Und nicht weil sie ein Heimkino hbaen, sondern weil man sich dran gewöhnt hat, alles zuhause für umme anzuschauen.

Ins Kino gehts dann mit der Freundin oder den Kindern oder neffen/Nichten, um Familienaktivität zu haben oder mit dem Schatz mal wieder auszugehen. Da kommen dann aber solche FIlm eher weniger in Frage...
Geschrieben: 22 Mai 2013 10:22

Knarfe1000

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Zitat:
Zitat von Hotmac76;4312919
Du spricht mir aus der Seele!

Mal sehen ob wir bei seiner angeblichen "Betäubungspistole" was hartes zu sehen kriegen, genauso wie bei Total Recall, LÄCHERLICH :sad::rofl::sad:

Warte...Betäubungspistole ??? :eek:


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