Hab ihn mir gestern Abend auch nochmal angeschaut und werd hier
auch fleißig drauf losspoilern, also wer MOS nicht gesehen hat,
soltte den Beitrag überspringen. ;)
Der Film beginn ja quasi erst so richtig, nachdem Kal-El mit dem
Schiff auf der Erde ankommt, dabei geschieht der erste Zeitsprung,
nämlich in seine frühen 30er und somit in die Zeit, die in den
meisten Origins als die Zeit angesehen wird, in der er zum ersten
Mal als Superman in Erscheinung tritt. Zudem sieht man seine
Selbstfindung. Er wandert durch die Welt und klar - er rettet auch
den ein oder anderen, doch eigentlich ist er hierbei auf der Suche
nach sich selbst. Durch Geschehnisse bzw. Beobachtungen in der
gegenwart dieser Wanderung erinnert sich Clark an gewisse
Geschehnisse seiner Kindheit. Es gibt also zu jedem Flashback einen
Auslöser. Im Gesamten,als auch in Verbindung mit dem Pacing des
Films in der ersten Hälfte, fühlt sich das Ganze wie eine Art
Pilgerfahrt an. Clark ist dabei aber nicht auf der Suche nach Gott,
sondern nach sich selbst.
Dabei wirkt er auf mich gar nicht EMO und auch nicht Psycho. Sein
Dialog mit seinem Dad nach der Rettung des Schulbussees ist
ambivalent, ja. Auch meint sein Vater grundsätzlich nicht jemanden
sterben zu lassen, sondern dass Clark klar sein muss, dass wenn er
letztlich entdeckt wird, es eben auch kein Zurück mehr gibt, sprich
Clark sich nicht zu früh offenbaren soll. Das wird auch im Dialog
hinterher klar, denn Pa Kent weiß, dass sein Sohn ein Schicksal
erwartet, welches die Welt für immer verändern wird. Auch dass er
eine Entscheidung treffen muss, wer dieser Mann sein wird, der die
Welt verändert....die Szene mit seinem Tod empfand ich auh beim
wiederholten male als nicht optimal, auch wenn dies nochmals
untereichenen soll, dass Pa Kent versucht seinen Sohn so lange zu
schützen,wie er es für nötig hält, oderdazu in der Lage ist. Den
Punkt hätte man sicherlich anders lösen können.
Lois: Lois wird für mich gut eingeführt, auch wenn sie bei weitem
nicht so sehr in Erinnerung bleibt, wie Margot Kidder
seiner Zeit in der Rolle. Doch das passt wiederum auch zu den
Unterschieden der Filme selbst. Sie ist neugierig, risikofreudig
und nicht aufzuhalten und verkörpert damit die grundlegenden
Eigenschaften die Lois Lane nunmal haben muss. Auch die Anziehung
zwischen ihr und Kal-El empfand ich als gut gelöst. Da gibt es
keine ewig lange Anabhnung, aber eben doch von Beginn an, ab dem
sie weiß, mit wem sie es zu tun hat (Ihr erstes richtiges
Aufeianndertreffen im Raumschiff.). Der Kuss gegen Ende empfandich
daher nicht als aufgesetzt oder erzwungen, sondern
folgrichtig.
Zod: Zod wird wie ich finde hervorragend in Szene gesetzt. Michael
Shannon bringt die manische Besessenheit Zods gegenüber seiner
Pflicht und seiner bestimmung, aber auch seiner Rache an Jor-El
sehr gut zur Geltung. Sein Overacting empfinde ich zu keiner
Sekunde als unangemessen.
Das ENde: Ich sehe hier nach wie vor keine Zerstörungsorgie mit
tausenden von toten unschuldigen, die Kal-El auf dem Gewissen
hat.
Wie bereits letzte Woche geschrieben begeht er Fehler, auch aus
seiner Unbeherrschtheit heraus, ein vollkommen menschlicher Zug,
der für mich nachvollziehbar bleibt, was dabei sicherlich nicht
geplant war, Snyder jedoch dennoch zeigt, ist beisplelsweise eben
auch die Zerstörung der Tankstelle, wo nicht ausgeschlossen werden
kann, dass es zumindest zu verletzten kam. Danach wird von Zod das
Terraforming gestartet und dabei ziemlich sicher tausende von
Menschen getötet. Kal-El macht sich auf den Weg in den indischen
Ozean, wo er den Weltenwandler vernichtet, während das Mutterschiff
in Metropolis weiterhin enorme Zerstörung herbeiführt.
Als der Weltenwandler zerstört ist, kehrt er zurück, rechtzeitg, um
Zod daran zu hindern das transportflugzeug zu zerstören,
Phantomantrieb, Explosion -> Kampf gegen Zod.
Der Großteil des Kampfes geschieht im Parameter des zerstörten
Metropolis. Die Häuser, die man von innen sieht, zeigen leere
Bürogebäude, bis auf ein oder zwie dieser Häuser sehen wir nur von
inner, weil Zod Kal-El jhineinschleudert von den zusammenstürzenden
Hochhäuser ganz zu schweigen. Dass bei dem Aufeinandertreffen zwei
solcher Wesen entsprechend einiges zerstört wird, steht zudem in
der Tradition der alten griechischen Göttersagen, Snyder ebenfalls
unlängst erklärt hat. Hier treffen zwei Götter unter Menschen
aufeinander.
Mach Kal-El dabei alles richtig und hechtet nach jedem Menschen, um
ihn zu retten. Nein tut er nicht, aber ihm zu unterstellen, dass er
sich nicht um deren Schicksal sorgt oder dieses ihn nicht kümmert,
finde ich deutlich zu hart.
Zudem er eben auch noch nicht wirklich Superman ist. Es ist eben
der beginn seines Weges. Und so empfand ich den Film ehrlich gesagt
auch bei den übrigen 7 oder 8 mal, die ich den Film jetzt schon
gesehen habe.
Ist der Film perfekt? Nein nicht ganz. So manches hätte sicherlich
stimmiger erzählt werden können. Dennoch seheich in dem FIlm ein
großes Ganzes, welches für mich wunderbar funktioniert und zwar als
Supermanfilm.:thumb:
Gebe dem Film 9 von 10 Punkten.