Filmbewertungen von BossMarco

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Ein Humbug oder steckt doch mehr dahinter?

Blood & Sinners von Ryan Coogler ist ein Porträt mit allen Klischees der afroamerikanischen Geschichte über Generationen hinweg. Auch wenn das Setting und die Geschichte 1932 in Mississippi spielen, ist der Film moderner denn je. In der schwarzen afroamerikanischen Kultur ist Musik ein wichtiger Standpunkt, früher als Ausdruck der Kommunikation untereinander, später als eigene popkulturelle Kultur. Der Film zeigt, Musik hat sich von Generation zu Generation verändert, von Gospel zu R‘N‘B, von Blues zu Jazz, später dann von Funk zu Rap. Genau das widerspiegelt sich im Film. Der Film widerspiegelt auch die gesamte gesellschaftliche Entwicklung der Black Community, wenn auch überspitzt und aus der Sicht eines stolzen schwarzen Mannes. So wird der schwarze Mann im Film verkörpert, cool und fortschrittlich, man könnte meinen, dass er den Süden beherrscht und nie versklavt wurde. Er zeigt der Welt, wie stark die schwarze Rasse ist, das war eine Hommage an das schwarze lokale Black Cinema der 70er und an das New-Jack-Verhalten der 90er. Und der starke schwarze Mann, der in der Welt der Weißen alles erreichen kann, als hätte Huey Newton den Film geträumt und man gelangt an seine innere Psyche.

Auch das Black-Korea-Thema wurde aufgegriffen, so besaßen die Asiaten einen kleinen Einkaufsshop in Mississippi, obwohl das sehr nach Süd-Los-Angeles aussieht. Der weiße Mann ist im Hintergrund, er verfolgt den Schwarzen, aber wird nie Gewalt anwenden. Das übernimmt der sogenannte Wirt mit einer sogenannten Vektorenübertragung in Form der Vampire und das kann dann jeden treffen, ob schwarz oder weiß. Wer mit Hass infiziert ist, wird Gewalt anwenden und auch verbreiten. Michael B. Jordan spielt eine Doppelrolle, einen Zwilling, eine Hustler-Rolle, die schwarze Männer über Generationen prägte, und der Kampf der Arbeiterklasse beginnt. Der Klassenkampf ist nicht zwischen Arm und Reich, sondern mitten in der Arbeiterklasse. Jeder wertet sich selbst über jemanden, wenn er etwas bisschen mehr als der andere hat. Die Sprache untereinander ist explizit, ungefiltert, das Macho-Gehabe ist in jeder Sekunde zu spüren. Die schwarzen Frauen werden sexualisiert, begehrt und als Befriedigung gesehen.

Fazit:

Der Film ist wild und chaotisch und geht in die tiefste Seele der schwarzen Geschichte. So einen Film habe ich in solch einer Form noch nie gesehen. Trotz einiger Schwächen wie dem Plot oder manchen schlechten Leistungen der Schauspieler zolle ich dem Film Respekt. Auch Michael B. Jordan spielt nicht grandios aber cool und lässig wie immer, aber mehr nicht. Sein Oscar-Gewinn für die beste Hauptrolle war mehr Marketing.
Blood & Sinners kann ich empfehlen, obwohl er bestimmt nicht jedermanns Geschmack ist, sondern eher im Gegenteil, aber durch Michael B. Jordan ein Publikum haben wird. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 30.05.26 um 11:18
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Bringt der Film das Horror-Genre wieder ins Kino zurück?

Weapons von Zach Cregger ist eine Mischung aus Stephen King und den Gebrüder Grimm, hat aber auch etwas Biografisches, was die Emotionen von Zach Cregger betrifft.

Die Handlung: Plötzlich verschwinden in einer Kleinstadt in Pennsylvania siebzehn Kinder aus einer Klasse. Justine Grandy ist die Lehrerin und wird verdächtigt, weil alle Kinder nur aus ihrer Klasse verschwunden sind – bis auf einen Jungen, der am nächsten Morgen alleine zur Schule kam.

Der Film erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven der Figuren. Der Aufbau der Handlung lässt sich Zeit, allerdings leider ohne wirklichen Tiefgang bei den Figuren. Der Film muss sich durch das Geschehen selbst entfalten. Nach etwa dreißig Minuten wird er jedoch deutlich besser.

Die atmosphärische Idylle fand ich zwar etwas zu clean, aber sie transportiert den gesellschaftlichen Vibe gut auf die Zuschauer. Die Dialoge sind zwar ordentlich, aber ich hatte nie das Gefühl, dass sie Kultstatus erreichen könnten, was im heutigen Kino oft der Fall ist. Dialoge zum Vergessen – während es in den 80ern und 90ern Horrorfilme gab, die bis heute von ihren Dialogen leben und noch immer in der Popkultur zitiert werden.

Weapons ist leider ein guter Film, der in ein paar Jahren vermutlich vergessen sein wird, obwohl er das Potenzial hätte, ein Kult-Genrefilm zu werden. Schon allein die Figur Glaydis, die von Amy Madigan verkörpert wird.

Bemerkenswert ist auch, dass der Film eigentlich „zahm“ wirkt: Es gibt zwar Gewalt, aber kaum jemand wird tatsächlich getötet. Trotzdem ist der Film beängstigend inszeniert – und genau das macht ihn so interessant. Obwohl wir zum Ende hin eher eine klischeehafte Auflösung bekommen und ich mich selbst sagen hörte: „Alles schon mal gesehen.“

Trotzdem hat Zach Cregger in seinem Film einiges richtig gemacht. Sehr wahrscheinlich braucht der Film mehrere Sichtungen, um seinen ganzen Tiefgang wirklich zu erkennen.

Fazit:

Ich finde, der Film bringt das Horror-Genre wieder positiv ins Kino zurück. Zach Cregger hat das Talent, sein Publikum zunächst warten zu lassen, es sogar bewusst ins Leere laufen zu lassen, bevor er einen unerwarteten Turn einbaut. Der Aufbau ist zwar im Genre bereits bekannt, funktioniert hier aber trotzdem sehr gut. Auch sein lockerer, teilweise absurder Stil kann fesseln, obwohl man den Ausgang irgendwann bereits vermutet. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 24.05.26 um 13:20
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Cannons gutgemeintes Machwerk

Nach den Teilerfolgen von Quatermain 1 & 2 und Feuerwalze wollte Cannon Films noch einen Abenteuerfilm in ihr Universum bringen – und das mit ihrem Aushängeschild Michael Dudikoff.

Der Film fängt sehr zäh an. Als Zuschauer wird man erst in die Nazi-Zeit katapultiert und dann plötzlich mit Schmitt im Dschungel bei einem Arzt und Michael Dudikoff konfrontiert. Der Film bleibt aber streckenweise zäh. Von schönen Dschungelbildern keine Spur, und einem Plot, dem man folgen kann, ebenfalls nicht. Der Film wurde so zusammengeschnitten, dass ich irgendwann nicht mehr drausgekommen bin.

Der Film kann sogar zaubern: Er entfernt Figuren, die vorher noch da waren und plötzlich nie mehr gesehen werden – sie sind einfach weg. Bei manchen Actionszenen bin ich dann wieder aufgewacht. Auf diese habe ich aber ziemlich lange gewartet, und da ich sie schon gar nicht mehr erwartet hatte, genoss ich sie wenigstens noch ein bisschen. Ein kleiner Lichtblick in diesem Film.

Die Schlussphase des Films ist um einiges besser. Der Film blüht richtig auf, obwohl er handwerklich immer noch eine Katastrophe ist. Wenigstens gibt es noch ein paar ungewollt komische Momente, die mich zum Schmunzeln brachten.

Dass Michael Dudikoff kein großer Schauspieler ist, war klar, und dass er auch kein Martial-Arts-Kämpfer ist, kam später ebenfalls heraus. Er hatte aber einen gewissen Playboy-Charme, der gut ins Zeitbild der 80er passte. Heutzutage genießt er seinen Legenden- und Nostalgie-Status und ist kaum noch aktiv. Man sieht ihn heute eher in Interviews, wo er über alte Zeiten spricht und als ehrlicher, sympathischer Typ rüberkommt. Danach bekommt man direkt Lust, wieder einen Film mit ihm anzuschauen.

Hinter River of Death steckt eigentlich kein schlechter Genre-Regisseur, nämlich Steve Carver, der mit Lone Wolf McQuade einen der besseren Chuck-Norris-Filme drehte. Produziert wurde der Film von Avi Lerner, dem Bruder von Danny Lerner.

Ich denke aber, dass das niedrige Budget für solch einen Film das größte Problem war – zusammen mit den engen Zeitlimits während der Dreharbeiten.

Fazit:

Der Film ist handwerklich ein Desaster, und auch der Film selbst ist lange Zeit unterirdisch schlecht. Nach der ersten Hälfte wird er aber deutlich unterhaltsamer. Wer mit Michael Dudikoff klarkommt, sollte trotzdem mal eine Sichtung riskieren. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 2
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 2
bewertet am 21.05.26 um 14:03
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Der vergessene Actioner der 90er

Den Film habe ich als Kind geliebt. Charlie Sheen und Michael Biehn sah ich damals einfach gerne. Aber ich weiss auch, dass die Konkurrenz des Genres in den 90ern zu gross war. So wurde der Film sehr schnell wieder vergessen oder in die Videothek verdrängt.

In den 80ern und 90ern war der Ami-Trend voll im Gange – alles musste amerikanisch sein. Hätte mir damals einer gesagt, dass die USA nicht das beste Land der Welt seien, hätte ich das nicht geglaubt. Alle Stars kamen von dort, und sie galten als Weltpolizisten, die für Ordnung sorgen. Damals wusste ich noch nicht, dass das Sozialwesen in den USA eher menschenunwürdig ist und dass das Land so viele eigene Probleme hat, dass es lieber mal bei sich selbst anfangen sollte, anstatt ständig bei anderen zu suchen.

Aber es waren die 90er, und uns wurden die coolen Amis mit dem stärksten Militär verkauft. Hollywood war mächtig und die Army war ebenfalls mächtig – also warum nicht gemeinsame Werbung machen? Natürlich die beste Idee, oder?

Navy SEALs ist so ein Film, von dem beide Seiten profitieren. Im Film wird schnell klargemacht, dass die Navy SEALs das Beste überhaupt seien und der reinste Spass. Das Privatleben wirkt absurd und unwichtig. So wird sogar eine Hochzeit belanglos dargestellt, und die Figur von Charlie Sheen bedankt sich bei Gott, dass er endlich wieder kämpfen darf.

Die Propaganda des Films ist natürlich hohl und teilweise sogar fremdschämend. Der Film selbst macht aber vieles richtig, was den Unterhaltungswert angeht. Er verspricht nicht nur viel Action, sondern hält sich auch daran und liefert gut getimte Actionszenen. Der Film ist sehr aufwendig inszeniert. Ich hatte das Gefühl, man wollte Top Gun und andere Vertreter toppen, in denen die Army mit reichlich Geld im Spiel war. Der Film ist teilweise etwas zu lang, wird aber nie wirklich langweilig.

Fazit:
In Sachen Action ist der Film super. Auch Charlie Sheen und Michael Biehn machen ihre Sache gut und werten den Film deutlich auf. Die Botschaft des Films ist dagegen eine Katastrophe, wird aber durch das hohe Niveau und den grossen Aufwand kaschiert, sodass man als Zuschauer trotzdem denkt: So muss Action funktionieren. Und aus heutiger Sicht – in der das moderne Hollywood-Kino sowieso nicht mehr so stark ist – steht der Film sogar noch besser da. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 14.05.26 um 18:25
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Die Jagd Season hat begonnen:

Mel Gibson versteht einfach, wie er seine Filme als Schauspieler oder Regisseur haben möchte. Er springt auf keinen aktuellen Trend auf und ist noch einer der wenigen Filmschaffenden in Hollywood, der weiß, wie Filmemachen funktioniert. Er selbst setzt sich in Hunting Season als Marke ein – Filme machen wie früher: Der Star vermarktet sich selbst in Filmen, und daraus wurden Erfolge. Aber die 90er sind vorbei – funktioniert das heutzutage überhaupt noch?

Ja, sicher. Jeder Mel-Gibson-Fan würde mir recht geben, denn sie fühlen sich durch meine Worte bestätigt. Aber wird daraus automatisch ein guter Film? Nein, nicht unbedingt.

Mel Gibson spielt grandios und spielt seine Mitschauspieler förmlich unter den Tisch. Den Plot hat man allerdings schon viel zu oft gesehen. Die Härte des Films schreit nach Oldschool-Kino. Ehrlich gesagt ist der Film nur so gut wie Mel Gibson selbst – er trägt den Film. Aber hier müssten auch die Nebenfiguren Farbe ins Geschehen bringen. Leider passiert das nicht. Es gibt auch peinliche Figuren, wie den bösen Anführer, der das Ganze wieder nach unten zieht.

Um das zu verstehen: Das wäre so, als hätte Mel Gibson damals in seiner Prime in einer Folge X-Faktor mitgespielt – ja, so schlecht sind die anderen Schauspieler.

Die Atmosphäre des Films hat mir gefallen. Ich sehe mir gerne Backwood-Filme an. Auch manche Kulissen sind gut gewählt.

Fazit:
Für Fans von Mel Gibson schon fast ein Muss. Für viele wird der Film zu brutal sein, weil das Mainstream-Kino heute eher sensibel ist – was dieser Film natürlich überhaupt nicht ist. Ich persönlich fand den Film recht gut, und es hat wieder mal richtig Spaß gemacht, Mel Gibson als Schauspieler in Bestform zu sehen. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
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mit 5
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mit 2
bewertet am 07.05.26 um 12:00
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Starker Anfang, schwache Mitte, starkes Ende – Prisoner of War verschenkt sein eigenes Potenzial:

Mit Louis Mandylor auf dem Regiestuhl bekommt „Prisoner of War“ genau das, was man erwarten kann – und leider auch das, was man befürchten muss. Mandylor ist kein gelernter Regisseur, und das merkt man dem Film über weite Strecken deutlich an.
Dabei startet der Film überraschend stark: Die ersten 15 Minuten machen richtig Hoffnung. Die Inszenierung wirkt fokussiert, die Richtung stimmt, und vor allem die Action überzeugt. Mit Scott Adkins hat man einen Darsteller, der genau weiß, wie Kämpfe funktionieren – sowohl physisch als auch visuell. Die Fights sind sauber choreografiert, druckvoll und kameratauglich umgesetzt. Hier zeigt der Film, welches Potenzial eigentlich in ihm steckt.
Doch dann kommt der Mittelteil – und genau hier bricht das Ganze ein. Er ist nicht einfach nur etwas zäh, sondern wirkt stellenweise völlig unbedeutend. Es passiert zwar etwas, aber nichts davon fühlt sich relevant an. Szenen reihen sich aneinander, ohne wirklich Spannung oder emotionale Tiefe aufzubauen. Genau hier zeigt sich das größte Problem: Mandylor fehlt das Gespür für Dramaturgie. Statt die Gefangenenlager-Thematik zu vertiefen, bleibt alles oberflächlich.

Ein direkter Vergleich mit Missing in Action 2: The Beginning drängt sich auf – und fällt klar zu dessen Gunsten aus. Dieser Film zeigt, wie man auch ohne permanente Action interessante Einblicke in das Lagerleben geben kann. Die Mitinsassen haben dort Charakter, Präsenz und Bedeutung. Man spürt sie. In „Prisoner of War“ hingegen bleiben viele Figuren blass und austauschbar.
Der Antagonist Lt. Col. Benjiro Ito, gespielt von Peter Shinkoda, macht seine Sache ordentlich. Er bringt eine gewisse Strenge und Bedrohlichkeit mit. Doch im Vergleich zu Soon-Tek Oh in „Missing in Action 2“ fällt er etwas ab. Allerdings muss man fair bleiben: Soon-Tek Oh war in seiner Rolle schlicht herausragend – da ist es schwer, mitzuhalten.

Positiv ist wiederum das Finale: Die letzten 10 Minuten ziehen nochmal deutlich an. Die Action wird intensiver, die Fights wieder spektakulärer und erinnern an die starke Anfangsphase. Hier zeigt der Film nochmal, was möglich gewesen wäre, hätte man dieses Niveau konsequent gehalten.

Fazit:

„Pris oner of War“ ist kein schlechter Film, er kann definitiv unterhalten – vor allem dank Scott Adkins und der gelungenen Action zu Beginn und am Ende. Doch der schwache, bedeutungslose Mittelteil zieht das Gesamtbild deutlich runter. Mit einem erfahreneren Regisseur hätte hier deutlich mehr drin gesteckt. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 02.04.26 um 11:30
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Sheriff John Chance (J. Wayne) hat einen Mörder festgenommen und eingesperrt. Nun versucht der Bruder des Inhaftierten, gemeinsam mit einer Reihe anderer Cowboys, sein Familienmitglied aus dem Gefängnis zu befreien. Zusammen belagern sie den Knast und wollen sich die Freilassung erkämpfen.

Ein alter Freund, ein Säufer und ein jüngerer Scharfschütze stehen Chance zur Seite, um die Banditen aufzuhalten.

Meine Lieblingsszene waren die Gesangseinlagen von Dean Martin, Ricky Nelson und John Wayne.

Der Film ist spannend, hat gute Dialoge und auch die Actionszenen sind gelungen.
Nicht der beste John-Wayne-Film, aber mit Sicherheit empfehlenswert 
Story
mit 3
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mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 27.03.26 um 22:20
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Für Fanboys genau das richtige:

Isaac Florentine weiß genau, was er tut. Der Regisseur, der bereits mit den „Undisputed“-Fortsetzungen wie Undisputed 2–4 Kultstatus unter Actionfans erreicht hat, versteht es auch mit „Hellfire“, pures Genre-Handwerk abzuliefern – kompromisslos, direkt und ohne unnötigen Ballast.

Schon die Besetzung ist ein Statement: Stephen Lang in der Hauptrolle – ein Schauspieler, den man eher aus starken Nebenrollen kennt – und dazu noch in einem Alter, in dem viele längst kürzertreten. Das war ein Risiko. Und genau dieses Risiko zahlt sich voll aus. Lang liefert physisch ab, mit einer Präsenz, die man ihm vielleicht gar nicht mehr zugetraut hätte. Hut ab – das ist kein Nostalgie-Casting, das ist echte Leistung.

Unterstützt wird er von bekannten Namen wie Harvey Keitel als skrupelloser Drogenbaron und Dolph Lundgren als korrupter Südstaaten-Sheriff. Beide sind eher „Beilage“ als Hauptgericht, setzen aber genau die richtigen Akzente. Gleichzeitig sorgen weniger bekannte Gesichter dafür, dass der Film nicht wie ein reines Star-Vehikel wirkt, sondern als geschlossenes Ganzes funktioniert.
Ja, „Hellfire“ wirft in den ersten Minuten gefühlt jedes Südstaaten- und Actionklischee auf den Tisch – aber genau hier liegt die Stärke: Der Film weiß ganz genau, was seine Zielgruppe sehen will. Und er liefert. Ohne Ironie, ohne Augenzwinkern, sondern mit voller Überzeugung.

Die erste Hälfte lebt von dieser ruhigen, fast stoischen „Lone Wolf“-Attitüde. Man spürt: Das ist die Ruhe vor dem Sturm. Und wenn der Sturm kommt, dann richtig. Harte Fights, kompromisslose Shootouts – Florentine inszeniert das mit einem Gespür für Timing und Wucht, das man im modernen Actionkino oft vermisst.
Was ebenfalls auffällt: Der Film nimmt sich Zeit für seine Figuren – aber er macht keine Gefangenen. Emotionale Bindung? Lieber nicht zu sehr. „Hellfire“ ist kein Film, bei dem man sich zurücklehnt und auf Happy Ends hofft. Hier gilt: Loslassen können, denn niemand ist sicher.

Fazit:

Am Ende bleibt ein knallharter Actionfilm ohne Pardon, der genau weiß, was er kann – und genau das durchzieht. Kein unnötiger Schnickschnack, kein weichgespültes Drama. Stattdessen rohe Energie, klare Kante und ehrlicher Fanservice.
Für Fans des kompromisslosen Actionkinos ist „Hellfire“ genau das, was man sich erhofft: direkt, brutal und auf den Punkt. 
Story
mit 3
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Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 26.03.26 um 01:06
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Ein nerviger Trip in die Vergangenheit:

Wenn ich an Francis Ford Coppola denke, kommen mir sofort große Werke wie Der Pate, Apocalypse Now oder Rumble Fish in den Sinn. Filme mit Wucht, Vision und einer ganz eigenen Handschrift. Umso überraschender ist es, dass Peggy Sue hat geheiratet sich anfühlt, als hätte ihn eher seine Tochter Sofia Coppola inszeniert – leise, verspielt, aber auch irgendwie orientierungslos.
Der Film erzählt vom Älterwerden einer Frau und von verpassten Chancen, ein eigentlich starkes Thema. Kathleen Turner bringt grundsätzlich die nötige Präsenz mit – besonders kennt und schätzt man sie aus ihren Filmen an der Seite von Michael Douglas. Doch hier wirkt sie überraschend oft überdreht und stellenweise sogar nervig, was der emotionalen Wirkung eher schadet als hilft.

Auch das Casting wirft Fragen auf: Helen Hunt spielt ihre Tochter, obwohl sie nur etwa acht Jahre jünger ist. Das reißt einen immer wieder aus der Illusion und wirkt schlicht unauthentisch.
Dabei ist der Film prominent besetzt: Nicolas Cage und Jim Carrey sind mit dabei – doch beide bleiben erstaunlich blass. Gerade Cage fällt eher durch eine schräge, fast schon anstrengende Darstellung auf, statt dem Film etwas besonderes zu geben.

Fazit:

Insgesamt fehlt es Peggy Sue hat geheiratet an Klarheit und emotionaler Kraft. Die Idee ist interessant, aber die Umsetzung wirkt unausgegoren und teilweise unerquicklich.
Ich würde den Film am ehesten mit Meerjungfrauen küssen besser vergleichen – ein ähnlich zäher, stellenweise langweiliger Film, der trotz bekannter Gesichter und guter Ansätze einfach nicht richtig zündet. 
Story
mit 2
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mit 1
bewertet am 25.03.26 um 17:12
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Der rohe Startschuss für Hollywoods Ninja-Faszination – ein nostalgischer Blick auf einen unfertigen Klassiker:

„The Octagon“ gehört für viele zu den ersten Hollywood-Filmen, die sich ernsthaft mit der Ninja-Thematik auseinandergesetzt haben – und genau das macht ihn heute zu einem interessanten Zeitdokument. Lange bevor Ninjas in den 80ern zum Popkultur-Phänomen wurden, setzte dieser Film bereits erste Akzente.

Die Locations spiegeln den Geist der späten 70er und frühen 80er sehr schön wider. Es ist diese leicht staubige, rohe Atmosphäre, die man heute kaum noch findet – ein Look, der den Film trotz seiner Schwächen irgendwie besonders macht.

Die Action ist solide, aber aus heutiger Sicht klar unausgereift. Man merkt, dass das Genre damals noch in der Findungsphase war. Viele Szenen wirken langsamer, weniger präzise choreografiert – fast so, als würde der Film selbst noch lernen, wie Ninja-Action eigentlich funktionieren soll. Trotzdem haben einige Momente ihren eigenen Charme.

Chuck Norris trägt den Film mit seiner ruhigen, stoischen Präsenz. Ohne große Worte, aber mit Ausstrahlung. Wenn man heute auf seine Karriere zurückblickt, sieht man hier einen wichtigen Baustein – auch wenn er später deutlich stärkere Filme gemacht hat. Gleichzeitig gehört „The Octagon“ definitiv nicht zu seinen schwächsten Werken.

Neben ihm sind mit Lee Van Cleef und Richard Norton echte Genre-Gesichter dabei, die dem Film zusätzliche Würze geben – auch wenn sie eher in Nebenrollen auftreten.

Was beim Wiedersehen nach vielen Jahren auffällt: Der Film lebt stark von der Erinnerung. Man hatte ihn vielleicht besser im Kopf, als er tatsächlich ist. Es gibt Längen, Szenen, die sich ziehen, und Momente, die man heute wahrscheinlich straffer inszenieren würde. Aber er ist kein Totalausfall – dafür hat er zu viele solide Ansätze und einfach diesen nostalgischen Wert.

Fazit:

Und vielleicht ist genau das der Punkt:
„The Octagon“ ist kein perfekter Film, sondern ein Stück Filmgeschichte. Einer dieser Streifen, die man nicht nur bewertet, sondern auch fühlt – gerade wenn man mit den 80ern aufgewachsen ist. 
Story
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mit 3
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mit 3
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mit 2
bewertet am 22.03.26 um 15:15
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Ein lauwarmer Anfang:

Mit „Ip Man Zero“ – im Original The Legend Is Born: Ip Man – wollte man die Jugendgeschichte des legendären Wing-Chun-Meisters erzählen. Ohne Donnie Yen, ohne dessen ruhige Intensität, ohne seine ikonische Präsenz. Und genau da beginnt schon das Problem.
Der Film versucht, den jungen Ip Man als Suchenden zu zeigen – als Schüler, der noch nicht der Meister ist. Die Idee dahinter ist eigentlich stark: Die Entstehung eines Mythos. Doch statt einer tiefgründigen Charakterstudie bekommt man ein überladenes Martial-Arts-Drama, das sich mehr auf Show als auf Substanz konzentriert.
Spannend ist der Ansatz, die Philosophie hinter Wing Chun stärker zu beleuchten. Es wird thematisiert, dass diese Kampfkunst ursprünglich für körperlich unterlegene Personen – oft mit weiblichem Ursprung – gedacht war. Effizienz statt Kraft. Technik statt Muskelspiel.
Ip Man erkennt darin das Potenzial. Nicht nur als System – sondern als Lebenshaltung.
Aber: Der Film schafft es nicht, diese Idee wirklich greifbar zu machen. Statt innerer Entwicklung dominieren konstruiert wirkende Konflikte. Es fühlt sich an, als wolle man zwanghaft Kämpfe inszenieren, um die Laufzeit zu füllen.

Zu viel Nonsens, zu wenig Magie:

Der erste Ip Man hatte Magie. Atmosphäre. Gewicht. Jede Kampfszene hatte Bedeutung. Als Ip Man gegen zehn Kämpfer antritt, spürt man Schmerz, Wut, Würde.
„Zero“ dagegen reiht Kampf an Kampf – ohne emotionale Fallhöhe. Viele Szenen wirken wie reine Demonstrationen: „Schaut her, wie gut wir choreografieren können.“ Aber Technik ersetzt keine Dramaturgie.
Die Gegner bleiben blass. Die Konflikte wirken konstruiert. Und die emotionale Tiefe? Kaum vorhanden.

Das große Problem: Die Messlatte:

Der erste Film der Reihe setzte einen Standard. Nicht nur wegen der Action, sondern wegen Haltung, Ruhe und Würde der Figur. Alles danach – ob Sequel oder Prequel – wirkte im Vergleich schwächer oder höchstens mittelmäßig.
„Zero“ hat nicht mehr die Magie. Er versucht, Legende zu sein, bevor er überhaupt Bedeutung aufgebaut hat.

Fazit:

„Ip Man Zero“ ist kein Totalausfall. Die Kampfkunst selbst wird respektvoll dargestellt, und technisch sind einige Szenen ordentlich umgesetzt. Aber im Schatten des Originals bleibt er blass.
Der erste „Ip Man“ ist wirklich ein sehr guter Film. Alles andere? Mittelmäßig oder enttäuschend.
„Zero“ zeigt Bewegungen –
aber keine Größe. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 26.02.26 um 01:55
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Starpower statt Substanz?:

The Peacemaker“ (1997) ist genau diese Art von 90er-Jahre-Blockbuster, die vor allem durch ihre Namen funktioniert haben. Mit George Clooney und Nicole Kidman an der Spitze wurde der Film über seine Stars verkauft – nicht über eine starke Marke, nicht über ein ikonisches Franchise und auch nicht über eine tiefgreifende Botschaft.
In den 90ern war das normal: Große Namen machten den Film zum Event. Heute wird eher das Franchise beworben – damals waren es die Gesichter auf dem Poster.

Ein Blockbuster alter Schule:

Der Film inszeniert internationale Politik, Atomwaffen, Terrorismus – große Themen. Aber im Kern bleibt es klassisches 90er-Actionkino:
-Explosione n
-Militärische Macht
-Helikopter, Jets,
-Spezialeinheiten
-Di e USA als ordnende Weltmacht

Die Botschaft? Eher simpel gestrickt. Sie tut niemandem weh. Moralisch wirkt alles klar verteilt: Wir (die USA) sind die Retter, andere liefern die Bedrohung.
Das ist typisch für eine Phase nach dem Kalten Krieg, in der Hollywood die neue Rolle Amerikas als globale Ordnungsmacht inszenierte.

US-Selbstbild & Propaganda-Vibes:

Für mich gehört „The Peacemaker“ klar in diese Reihe von 90er-Filmen, in denen Hollywood die USA hochleben ließ.
Europa war in dieser Zeit vielfach ebenfalls fasziniert vom amerikanischen Militär-Mythos – man fand die USA „cool“, stark, überlegen. Der Film nutzt genaudieses Außenpolitik-Narrativ:
-Die Amis sind die Helden
-Militärische Kraft wird als Lösung präsentiert
-Andere Nationen taugen oft als Feindbild.
Schaut man genauer hin, ist dieses Bild natürlich einseitig. Militärische Stärke wird glorifiziert – und Hollywood protzt regelrecht damit. Das wirkt heute teilweise naiv oder zumindest sehr unreflektiert.

Spannung vs. Konkurrenz der 90er:

Spannend kann der Film durchaus sein. Einige Szenen – besonders die Verfolgungsjagd in New York – funktionieren auch heute noch.
Aber man darf nicht vergessen: Die Konkurrenz war in den 90ern enorm im Blockbuster-Kino

Neben Filmen wie Mission: Impossible,The Rock, Air Force One wirkte „The Peacemaker“ eher wie solides Handwerk – aber kein Genre-Meilenstein.
Interessan terweise: Heute würde der Film vermutlich als Top-Blockbuster durchgehen. Die klare Dramaturgie, das ernste Thema, die Starpower – das hätte im Streaming-Zeitalter enorme Wirkung.Damals?
Allerhöchste ns Mittelmaß.

Fazit:

„Th e Peacemaker“ ist ein typischer 90er-Jahre-Blockbuster, der mehr von seinen Stars lebte als von seiner Aussage.

Er steht für eine Zeit, in der Hollywood militärische Stärke als moralische Überlegenheit inszenierte. Die Botschaft ist oberflächlich, aber effektiv.
Unterhaltsam? Ja.
Tiefgründig? Kaum.
Zeitdokument einer selbstbewussten US-Phase? Absolut.
Und genau deshalb ist der Film heute vielleicht interessanter als damals. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
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mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 22.02.26 um 23:21
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Skandalfilm oder Missverständnis?:

Der Wilde“ ist einer dieser Filme, die mehr Mythos als Werk sind – und genau das macht ihn zum Kult. Als er 1953 erschien, wurde er vielerorts negativ eingestuft. Man warf ihm vor, Jugendliche zur Gewalt anzustiften und eine gefährliche Subkultur zu glorifizieren. Doch schaut man genauer hin, erkennt man: Hier geht es weniger um einen echten Motorradclub als vielmehr um eine Jugendclique, die gegen gesellschaftliche Enge rebelliert.
Die Jungs wirken geschniegelt, gut rasiert, mit sauberen Lederjacken – eher stilisierte Rebellen als echte Outlaws. Interessant ist auch, dass die Darsteller sichtbar Jugendliche spielen sollen, in Wahrheit aber um die dreißig sind. Das nimmt dem Film etwas Realismus, verstärkt aber gleichzeitig seinen ikonischen Charakter. Es ist kein Sozialdrama, sondern ein Symbolfilm.

Marlon Brando trägt den Film mit seinem Charisma. Seine Darstellung des Johnny ist ruhig, fast lethargisch, aber innerlich brodelnd. Er spielt keinen klassischen Gewalttäter, sondern einen Suchenden – einen jungen Mann ohne Richtung, der Freiheit will, aber nicht genau weiß, wie sie aussieht.
Auch Lee Marvin überzeugt in seinen wenigen Szenen. Er bringt eine raue, unberechenbare Energie mit, die dem Film zusätzliche Spannung verleiht. Marvin steht für das Aggressive, während Brando eher für das innere Vakuum steht.

Die erste Hälfte hat einen hohen Unterhaltungswert: Provokation, Spannung, unterschwellige Gewalt. Man spürt die Reibung zwischen Kleinstadtmoral und jugendlicher Auflehnung.
In der zweiten Hälfte verschiebt sich der Fokus stärker auf das Love Interest. Die Geschichte wird persönlicher, beinahe melancholisch. Manche sehen darin einen Bruch – ich sehe es eher als bewusste Erdung der Figur. Johnny ist eben nicht nur Rebell, sondern auch ein junger Mann, der Nähe sucht.

Eine der stärksten Szenen ist für mich die im Café, als Johnny sein Love Interest fragt, ob sie wirklich ihr ganzes Leben nur arbeiten will. Das ist mehr als nur ein flirtender Dialog – das ist ein subtiler Diss auf unsere Arbeitswelt. Der Film schreit nicht nur nach Rebellion, sondern nach Freiheit für Freigeister, die in einer wirtschaftlich strukturierten Gesellschaft als „nicht tragbar“ gelten.
Und genau deshalb war der Film damals so provokant: Er stellte nicht nur Autoritäten infrage, sondern das gesamte System von Anpassung und Leistungsdenken.

Fazit:

„Der Wilde“ ist kein realistisches Biker-Drama und kein Gewaltfilm im klassischen Sinne. Es ist ein Stimmungsfilm über Entfremdung, Jugend und Freiheit.
Trotz kleiner Schwächen – besonders in der zweiten Hälfte – bleibt er ein toller Film mit Kultstatus. Nicht wegen der Action, sondern wegen seiner Haltung.
Und wenn Brando lässig auf seinem Motorrad sitzt und auf die Frage „Wogegen rebellierst du?“ antwortet: „Wogegen hast du?“ – dann weiß man, warum dieser Film Filmgeschichte geschrieben hat. 
Story
mit 3
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mit 2
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mit 2
bewertet am 22.02.26 um 11:46
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Für mich ist The Transporter der beste Film von Jason Statham, abgesehen von The Expendables.

In der Zeit, als „The Transporter“ ins Kino kam, waren One-Man-Actionfilme out. Die Zeit von Harry Potter , The Lord of the Rings oder Pirates of the Caribbean war in.

Und da gab es einen jungen, coolen Typen – einen ehemaligen englischen Turmspringer –, der mit diesem Film einen Überraschungserfolg hatte. Gut, Jason Statham kann zwar nicht so gut kämpfen wie Jean-Claude Van Damme, und auch als Schauspieler ist er keine Wucht, aber seine coole und sympathische Art macht das wieder gut. Er ist sportlich und athletisch und kann sich gut bewegen, aber man merkt schon, dass er kein echter Fighter ist. Mich störte das allerdings nicht so sehr.

Die richtige Handlung beginnt eigentlich erst nach der Hälfte des Films – mit dem Menschenhandel. Zuerst ist der Film eher actionlastig, und im Vordergrund stehen Jason und sein BMW. Der Film macht Spaß und hat genau das richtige Tempo.

Was ich aber gar nicht gut fand, ist die Musik im Film – das passt hinten und vorne nicht. Aber das war um diese Zeit üblich. Ich hatte mich damals in diversen Filmen nach der Jahrtausendwende darüber aufgeregt. In den Achtziger- und Neunzigerjahren war die Musik bzw. der Score immer passend zum Film. Nervige und hektische Musik zwischen den Szenen braucht keiner.

Aber ansonsten war ich sehr zufrieden mit dem Film. Leider gab es weitere Filme von „The Transporter“ – unnötige Fortsetzungen. Der zweite Teil ist nur noch übertrieben, so wie The Fast and the Furious – einfach nur schlecht. Und vom dritten Teil kann man gar nicht mehr reden.

Für Actionfans ist der Film ein wahres Vergnügen und sorgt für gute Laune 
Story
mit 3
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mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 19.02.26 um 23:09
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Mehr bunt als bedeutend:

Mit dem dritten Teil der Reihe zeigt sich erneut ein bekanntes Problem vieler Filmtrilogien: Man merkt, dass es ein dritter Teil ist – aber nicht, dass das Konzept in irgendeiner Form weiterentwickelt oder verbessert wurde. Statt mutig neue Wege zu gehen, bleibt der Film in seiner sicheren Komfortzone und wiederholt das, was schon zuvor funktioniert hat – nur größer, lauter und bunter.
Für Jim Carrey ist der Film ein weiteres erfolgreiches Kapitel seiner Rückkehr ins Kino. Und man muss ehrlich sagen: Er ist derjenige, der dem Film Energie verleiht. Seine Performance ist überdreht, verspielt und mit genau der Gummigesichtigkeit versehen, die man aus seinen 90er-Jahre-Hochzeiten kennt. Ohne ihn würde dem Film ein entscheidender Unterhaltungsfaktor fehlen.

Das größte Problem liegt jedoch in der Zielgruppenansprache.
Für Fanboys der Videospielreihe wirkt der Film eher wie ein Desaster. Viele Elemente bleiben oberflächlich oder werden nicht mit dem nötigen Respekt gegenüber dem Ursprung behandelt.Für das ältere Publikum ist der Humor oft zu kindisch, zu laut, zu simpel.
Für jüngere Kinder funktioniert der Film dagegen erstaunlich gut. Tempo, Farben, Action – das trifft ins Schwarze.
Doch selbst hier stellt sich die Frage: Ist der Film wirklich nachhaltig? Ich habe das Gefühl, dass bereits mit 12 Jahren das Interesse daran stark nachlässt. Er wirkt eher wie ein Film für die ganz Kleinen – weniger wie ein generationsübergreifendes Abenteuer.

Der hohe Einsatz von CGI ist offensichtlich. Leider ist die Qualität nur mäßig überzeugend. Manche Szenen wirken überladen und künstlich, statt immersiv. Gerade bei einer Reihe, die stark auf digitale Figuren setzt, erwartet man mit jedem Teil eine technische Steigerung – doch hier bleibt vieles auf durchschnittlichem Streaming-Niveau.
„Sonic the Hedgehog 3“ fühlt sich an wie ein Film, den man schnell mal streamt, konsumiert – und ebenso schnell wieder vergisst. Es fehlt die ikonische Wucht oder emotionale Tiefe, die ihn langlebig machen würde.
In einer Blu-ray-Sammlung wird dieser Film vermutlich bei den wenigsten dauerhaft einen Platz finden. Er unterhält im Moment, aber hinterlässt kaum Spuren.

Fazit

„Sonic the Hedgehog 3“ ist kein Totalausfall – aber auch kein Fortschritt. Ein dritter Teil ohne echte Weiterentwicklung des Konzepts. Jim Carrey rettet vieles, die jungen Kinder bekommen solide Unterhaltung, doch für Fans, ältere Zuschauer oder Sammler bleibt wenig Substanz. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 16.02.26 um 17:00
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Mit „007“ ist es immer so eine Sache, da die Erwartungen meist zu hoch sind. „Spectre“ ist die 24. James-Bond-Mission und der vierte Film mit Daniel Craig. Spectre ist ein Komplott, das erstmals in „Feuerball“ erwähnt wurde. Der Film erzählt eine Menge aus Bonds Vergangenheit und Kindheit. Es gab noch nie einen 007, der in Bonds Kindheit gegraben hat – also daher etwas Neues.

Für mich hat „Spectre“ zu viele Parallelen zu „Skyfall“ und wirkt ab und zu wie eine Fortsetzung, und das passt zu Bond nicht. Für mich muss Bond immer alleine dastehen. Auch dass die bereits verstorbene M (Judi Dench) alle Viertelstunde erwähnt oder gezeigt wird, muss wirklich nicht sein. Außerdem macht es der neue M, Ralph Fiennes, sehr gut und lässt Judi Dench relativ schnell vergessen.

Ich weiß, dass Daniel Craig die deutsche Synchronstimme von Adam Sandler hat, aber er spricht Craig in den anderen „007“-Filmen anders. Bei „Spectre“ redet er jedoch wie Sandler, vor allem wenn Bond Sprüche klopft – daher finde ich es nicht mehr lustig.

Die Story ist gut, aber holprig erzählt. Der Film leidet an seiner Länge: Mit 143 Minuten ist er deutlich zu lang. Der Film ist langweilig, es passiert nur selten etwas Richtiges. Man hätte ihn in 110 Minuten erzählen können, und er wäre gut geworden.

Die Kulissen sind toll: Mexiko, Rom, Österreich, Marokko, London und Abu Dhabi. Auch hier kommt man wieder in der Welt herum. Die Actionszenen – na ja. Bei der Verfolgungsjagd in Rom hätte ich schwören können, dass die Szene vom italienischen Denkmalschutz gemacht wurde. Allgemein fallen die Actionsequenzen etwas zäh aus. Sam Mendes, der Regisseur, bringt die Action nicht mehr so rüber wie bei „Skyfall“.

Der Bösewicht Christoph Waltz: Wenn man einen Film mit Waltz macht, muss man – wie bei „Tarantino“ – den Film um ihn herum aufbauen und nicht ihn um den Film. Ich spüre Waltz nämlich nicht. Sogar bei „Wasser für die Elefanten“ hat man es so angewendet wie bei den Tarantino-Filmen, und es hat geklappt.

Natürlich ist es bei „Bond“ schwierig, weil man hauptsächlich James sehen will und der Film mit allen Bond-Klischees gemacht werden muss. Aber dann muss man Waltz nicht für den Film buchen – ganz klar eine Fehlentscheidung. Daher hat er sogar für Bond-Verhältnisse zu wenig Screentime.

Die Bond-Girls sind gut, auch die 50-jährige Monica Bellucci macht eine gute Figur. Der WWE-Star Batista wird ebenfalls nicht richtig gezeigt. Wenn man so einen Riesen nimmt, dann zeigt ihn bitte mal mit nacktem Oberkörper, denn Batista ist einer der größten Muskelprotze aller Zeiten. Aber Sam Mendes versagte sogar bei kleinsten Details.

Für mich ist „Spectre“ eher ein schwacher, langweiliger Bond, der nicht richtig in Fahrt kommt und auch nicht richtig weiß, wie man unterhält. Da war „Skyfall“ einiges besser. Der Plot ist gut, kommt aber leider ebenfalls nicht so gut rüber.

Es gibt zwar schwächere Bonds, das schon – aber dieser gehört dazu. Es gibt 15 sehr gute Bond-Filme von 24, das ist eine sehr starke Bilanz für eine Filmreihe. Aber für mich ist „Spectre“ der zweitschlechteste „007“ – nach „Ein Quantum Trost“. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 15.02.26 um 11:46
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Mit „K-PAX“ erschien 2001 ein Science-Fiction-Thriller, der bewusst einen anderen Weg geht als das typische Hollywood-Blockbusterkino. Keine Explosionen, keine Effektorgien, keine Popcorn-Achterbahnfahrt – sondern ein ruhiger, intensiver Film, der Spannung aus Atmosphäre und Gedanken bezieht. Einer der interessantesten Beiträge des Genres nach der Jahrtausendwende.


Im Mittelpunkt steht ein mysteriöser Mann namens Prot (gespielt von Kevin Spacey), der plötzlich in New York auftaucht und behauptet, vom Planeten K-PAX zu stammen – einer Welt, die rund 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Er wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, wo sich der erfahrene Psychiater Dr. Mark Powell (verkörpert von Jeff Bridges) seines Falls annimmt.

Was zunächst wie eine klassische Wahnvorstellung wirkt, entwickelt sich zu einem faszinierenden Katz-und-Maus-Spiel zwischen Wissenschaft und Möglichkeit. Prot verfügt über erstaunlich detailliertes astronomisches Wissen, das selbst Experten ins Grübeln bringt. Gleichzeitig verändert er die Mitpatienten auf positive Weise – fast so, als würde er tatsächlich aus einer anderen, weiterentwickelten Welt stammen.

Der Film bewegt sich ständig auf der schmalen Grenze zwischen rationaler Erklärung und metaphysischer Deutung. Ist Prot ein traumatisierter Mensch mit einer komplexen psychischen Störung? Oder sagt er tatsächlich die Wahrheit? „K-PAX“ gibt keine einfachen Antworten – und genau darin liegt die starke.

Kevin Spacey spielt Prot mit einer ruhigen, beinahe entrückten Gelassenheit. Sein Lächeln wirkt nie überzogen, sondern geheimnisvoll und zugleich menschlich. Jeff Bridges liefert das emotionale Gegengewicht – bodenständig, zweifelnd, aber offen genug, um sich auf das Unmögliche einzulassen. Das Zusammenspiel der beiden trägt den gesamten Film.

Die Inszenierung ist bewusst zurückhaltend. Regisseur Iain Softley setzt auf Dialoge, Blicke und Zwischentöne statt auf visuelle Effekte. Die Spannung entsteht aus Fragen – nicht aus Action. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 13.02.26 um 09:15
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Ganz im „Die Hard“-Look – sozusagen ein russischer „Stirb langsam“. Der Film macht Laune, und Dolph Lundgren überzeugte mich als Regisseur und Schauspieler. Schade, dass der Film immer noch „cut“ ist – ich warte schon seit Jahren darauf, dass er endlich vom Index fällt. Für Fans des schwedischen Actionstars ist er ein Augenschmaus. Dolph rockt alle – derzeit besser als Sylvester Stallone, der mich mit Reach Me und Creed gelangweilt hat, und auch besser als Arnold Schwarzenegger, der mit Maggie und Terminator Genisys seine Fans zur Verzweiflung brachte.

Jean-Claude Van Damme konnte mit seinem Kickboxer-Remake nur wenige begeistern. Über Steven Seagal möchte ich gar nicht reden. Ja, wo ist eigentlich Wesley Snipes? Seit The Expendables 3 hat er keinen großen Film mehr gemacht – doch, einen mit Spike Lee, aber ich weiß gerade nicht, wie der Titel heißt.

Bruce Willis macht nur noch Schrott und spielt dazu lustlos – er macht es wohl nur noch wegen der Kohle. Jason Statham wartet auf The Expendables 4 – mehr kann er scheinbar nicht. Vin Diesel ist für mich zu schwach als Darsteller, und als Actionheld funktioniert er nicht – vielleicht höchstens in FSK-12-Actionfilmen. Auch Dwayne Johnson enttäuschte mit San Andreas und Central Intelligence. Es wäre für uns alle das Beste, wenn The Rock wieder in die WWE als Wrestler zurückkehren würde. Gute Filme sind für ihn ein Fremdwort, aber als Wrestler sehe ich Potenzial bei ihm – dort würde er wieder das machen, was er wirklich kann.

Und siehe Dolph: Nach The Expendables ist er wieder voll in Form und macht solide Actionfilme wie Blood of Redemption, Skin Trade oder Caged to Kill, die alle sehr unterhaltsam waren. Anscheinend hat er Spaß an seinen Rollen – er spielt nie lustlos. Ich habe das Gefühl, dass Dolph Lundgren seinen Job als Schauspieler wirklich mag und das Ganze nicht nur wegen des Geldes macht.

Command Performance wurde noch vor dem ersten Teil der Expendables-Reihe gedreht. Er ist zwar günstig produziert, aber dennoch brillant. Mit dabei ist auch der bulgarische Schauspieler Zahary Baharov, der für mich ebenfalls einen guten Eindruck macht.

Ich habe den Film sicher schon siebenmal gesehen – und schlechter ist er nicht geworden, ganz im Gegenteil. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 13.02.26 um 09:07
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Sehenswerter Thriller mit und von George Clooney. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 13.02.26 um 09:00
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Große Themen, kleine Wirkung: Warum dieser Film nicht hängen bleibt:

Paul Thomas Anderson ist ein Regisseur, von dem man Figurenzeichnung und Ambivalenz erwartet. One Battle After Another liefert zwar einzelne starke, sehenswerte Momente – doch als Gesamtwerk ist der Film für mich kein Highlight. Er bleibt seltsam hohl, obwohl er laut sein will.

Der Film inszeniert den politischen Kampf rund um Immigration als Schlagabtausch zwischen zwei extremen Polen: einer radikal linken und einer rechtsradikalen Seite. Beide Lager werden zugespitzt, fast karikiert dargestellt – so wie man es aus vielen Mainstream-Medien oder hitzigen YouTube-Podcasts kennt. Immer sprechen die Extreme. Nie die normale linke,die Mitte oder die rechte konservative Perspektive. Und vor allem: Nie die, um die es eigentlich geht – die Immigranten selbst.

Genau hier liegt für mich das zentrale Problem. Die Betroffenen haben im Film keine echte Stimme. Warum sollte ich zwei Stunden lang Politikern dabei zuhören, wie sie über das „Wohl“ von Flüchtlingen diskutieren, wenn kein einziger Flüchtling ernsthaft am Gespräch beteiligt ist? Das wirkt künstlich und realitätsfern. Es ist, als würden zwei Millionäre über Armut philosophieren, ohne je mit einem Betroffenen gesprochen zu haben. Der Diskurs bleibt abstrakt – und dadurch leer.

Interessanterweise macht das eine Kiffer-Satire wie Friday von F. Gary Gray in gewisser Weise ehrlicher. Auch dort geht es um gesellschaftliche Realitäten, aber der Film zeigt den Alltag – nicht die große ideologische Pose. Kein rebellisches Manifest, sondern das Leben im Ghetto. Schnell wird klar: Von Chancengleichheit seit Generationen keine Spur. Es ist eine andere Welt mit eigenen Regeln. Und genau diese Erdung fehlt One Battle After Another.

Natürlich weiß man, dass die US-Immigrationspolitik problematisch ist. Man muss nicht einmal Immigrant sein – es reicht oft schon, schwarz zu sein, um strukturell benachteiligt zu werden. Frühere militante Persönlichkeiten wie Malcolm X, Assata Shakur oder Huey Newton hatten – bei aller Radikalität – strategische Klarheit, rhetorische Schärfe und ein Bewusstsein für Wirkung. Sie waren mehr als nur wütende Symbole. Viele der heutigen extremen Figuren – auch im Film – wirken dagegen wie überzeichnete, fast pubertäre Projektionen ohne echte politische Substanz.

Auch stilistisch bewegt sich Anderson hier in einer Art Kiffer-Satire. Figuren erinnern an Blaxploitation-Ikonen wie Pam Griers Foxy Brown oder Coffy. Gleichzeitig schwebt der Geist von The Big Lebowski über dem Film – der „Dude“ lässt grüßen. Doch Leonardo DiCaprio spielt diesen lässigen, schluffigen Typen zu routiniert. Er ist ein brillanter Schauspieler, aber einen Jeff-Bridges-Dude auf diesem Niveau kann er nicht verkörpern. Es wirkt gespielt, nicht gelebt.

Sean Penn hingegen spielt stark – intensiv, kontrolliert, professionell. Doch seine Figur bleibt eine Schablone, eine Karikatur ohne wirklichen Tiefgang. Er repräsentiert eine Haltung, keinen Menschen.

Die Laufzeit von 162 Minuten empfinde ich als überzogen. Ja, das moderne Kino neigt zu epischer Länge – aber Länge allein schafft keine Bedeutung. Nur wenige Filme verdienen es, über 120 Minuten hinauszugehen und dabei durchgehend spannend zu bleiben. Hier schleichen sich immer wieder Phasen extremer Langeweile ein.

Politisch wirkt der Film zudem seltsam überholt. Während die reale US-Politik im Umgang mit Immigranten weiterhin dramatische, teils erschreckende Entwicklungen zeigt, bleibt der Film in einer artifiziellen, stilisierten Diskurswelt stecken. Er zeigt Extreme, aber keine Lösungen. Lautstärke, aber keine Perspektive.

Fazit:

Am Ende bleibt ein Werk mit einzelnen starken Szenen, interessanten Referenzen und guten schauspielerischen Momenten – doch ohne echtes Herz. Ohne die Stimmen der Betroffenen. Und ohne die emotionale oder politische Wucht, die ein solches Thema eigentlich bräuchte. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 11.02.26 um 17:22
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Ausgrenzung im Sonnenschein:

Der Surfer ist ein Film, der bewusst klein denkt – lokal, fast schon klaustrophobisch. Und genau darin liegt seine größte Stärke. Es geht hier nicht um große Weltpolitik oder abstrakte Systeme, sondern um das, was wir alle kennen: Lokalpolitik. In Geschäften, Firmen, Nachbarschaften, Szenen. Dieses unausgesprochene Regelwerk, das sagt: Du gehörst dazu – oder eben nicht.
Das zentrale Motto des Films bringt es gnadenlos auf den Punkt: Hier wohnst du nicht, hier surfst du nicht.

Es ist keine „Flacke-Politik“, kein plakatives Gut-gegen-Böse-Schema. Es ist diese subtile, giftige Form von Macht, die nur funktioniert, weil sie alltäglich ist. Man muss dazugehören, um akzeptiert zu werden. Und wer draußen ist, bleibt draußen.

Nicolas Cage spielt die Hauptrolle – und wie ich schon oft gesagt habe: Ich bin kein Cage-Fan. Auch hier ist er letztlich austauschbar. Es gibt keinen Moment, in dem man denkt: Das konnte nur er spielen. Ein anderer Darsteller hätte dieser Figur womöglich mehr Tiefe oder Erdung gegeben. Trotzdem: Schlecht ist Cage nicht. Er erfüllt seinen Zweck, ohne zu glänzen, ohne zu stören. Mittelmaß – aber solides.

Der Film startet ruhig und kontrolliert. Der Anfang ist solide, fast zurückhaltend. Doch im Mittelteil entfaltet Der Surfer seine eigentliche Kraft. Hier wird der Film plötzlich sehr aussagekräftig. Thematisch dicht, unangenehm nah an unserer Realität. Man spürt, wie sich soziale Mechanismen zuspitzen, wie Gruppendynamiken kippen, wie Ausgrenzung zur Normalität wird. Dieser Teil trägt den Film.

Visuell ist Der Surfer durchgehend stark. Die Bilder wirken roh, sonnendurchtränkt und gleichzeitig feindselig. Die Figuren sind bewusst überzeichnet, fast karikaturesk – und genau das verleiht dem Film stellenweise eine bizarre Qualität. In manchen Momenten erinnert das stark an Mad Max. Nicht optisch, sondern im Geist: dieses Durchgedrehte, diese enthemmte Grausamkeit der „Bösen“. Menschen, die sich längst selbst als Gesetz begreifen. Nach dem Motto: Nehmen Sie es einfach hin – wir sind die Bösen.

Umso unverständlicher ist der Schluss. Er wirkt fehlgeleitet, fast so, als wüsste der Film plötzlich nicht mehr, für welches Publikum er eigentlich erzählt. Der Ton kippt, die Konsequenz geht verloren. Statt die zuvor aufgebaute Gesellschaftskritik zuzuspitzen, verwässert das Finale vieles von dem, was der Mittelteil so stark gemacht hat. Man fragt sich unweigerlich: Für wen ist das jetzt gedacht?

Der Surfer macht also einiges falsch – aber eben auch einiges richtig. Vor allem dort, wo er den Finger in eine offene Wunde legt: Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir eigentlich gar nicht mehr leben möchten. Und trotzdem wollen wir dazugehören. Überall. Immer. Selbst dann, wenn wir merken, dass der Preis dafür Ausgrenzung anderer, Anpassung oder Selbstverlust ist.
Und manchmal sogar dann, wenn wir gar nicht sicher sind, ob wir überhaupt dazugehören wollen.

Fazit

Der Surfer zeigt nicht, wie Gesellschaft funktionieren könnte, sondern wie sie zerfällt, wenn Zugehörigkeit zur Waffe wird. Der Film bietet dafür keine Lösung, keinen versöhnlichen Gedanken. Er hält dem Zuschauer lediglich den Spiegel vor – und der Blick hinein ist alles andere als angenehm.
Wäre nur das Ende nicht so schlecht gewesen, wäre dieser Film etwas Besonderes geworden. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 01.02.26 um 12:32
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Als Action noch weh tat: Diablo ist ein Rückfall in die goldene Ära

Diablo ist ein Actionfilm. Aber eigentlich ist das zu wenig gesagt. Diablo ist ein knallharter, kompromissloser Actionfilm – und schon jetzt ganz klar der beste Actionfilm des Jahres 2025.

Dieser Film fühlt sich an wie eine Zeitreise zurück in die 80er- und 90er-Jahre, in eine Ära, in der Actionkino noch roh, brutal, düster und ehrlich war. Keine weichgespülte FSK-12-Ware, kein Mainstream-Kompromiss, sondern Action für Liebhaber, für eine klare Sparte. Genau dort ist dieses Kino zu Hause.

Scott Adkins bestätigt hier endgültig seinen Status als bester Action- und Martial-Arts-Schauspieler unserer Zeit. Was Van Damme, Dolph Lundgren oder Schwarzenegger früher für ihre Generation waren, ist Adkins heute. Seine Martial-Arts-Fähigkeiten sind Weltklasse – präzise, hart, glaubwürdig. Aber das Entscheidende: Er verlässt sich nicht nur auf Prügel. Er versucht zu spielen, zu tragen, eine Figur zu formen – und kombiniert das mit einem kompromisslosen Tracht-Prügel-Modus, den er komplett unter Kontrolle hat.

Das Setting in Kolumbien ist genial gewählt. Rau, dreckig, gefährlich – genau die richtige Umgebung für diesen Film. Ich sehe gerne Filme aus Kolumbien, und ich sehe gerne Filme, die so knallhart, düster und brutal sind. Diablo ist genau dieses Kino. Kein Schönreden, kein Glattbügeln, keine falsche Ästhetisierung.

Dieser Film erinnert daran, warum Action einmal groß war: nicht wegen Effekten, sondern wegen Körperlichkeit, Konsequenz und Haltung. Diablo ist kein Film für alle – und genau das macht ihn stark. Kein kalkulierter Massengeschmack, sondern ein klares Statement.

Scott Adkins wird uns noch viele Filme liefern, da bin ich sicher. Vielleicht nicht alle auf diesem extrem hohen Niveau – Diablo ist in dieser Form eine Ausnahme – aber genau deshalb bleibt dieser Film hängen. Er ist roh, er ist hart, er ist kompromisslos.

Kurz gesagt:
Diablo ist reines Actionkino.
So, wie es früher war.So,wie es sein sollte. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 24.01.26 um 19:52
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Ein Planet, zwei Gegner, eine große Freundschaft:

Enemy Mine von Wolfgang Petersen ist einer dieser Science-Fiction-Filme der 80er, die leiser auftreten, als man es vom Genre erwartet – und gerade deshalb nachhaltig wirken. Neben Die unendliche Geschichte und In the Line of Fire gehört der Film zu Petersens besten Arbeiten, vielleicht sogar zu seinem interessantesten Werk. Die Grundidee ist zwar nicht neu, doch sie wird ruhig, zugänglich und überraschend warmherzig erzählt. Ja, der Film folgt erkennbar dem damaligen Star-Trek-Zeitgeist, nutzt diesen aber nicht für Effekthascherei, sondern für eine zeitlos wichtige Geschichte über Freundschaft jenseits von Herkunft, Spezies und Feindbildern.

Optisch war Enemy Mine schon in den 80ern kein Meilenstein – doch genau darum geht es hier nicht. Die Effekte stehen bewusst im Hintergrund, während Figuren und Erzählung das Zentrum bilden. Dennis Quaid gefällt in seiner Rolle, auch wenn Quaid theoretisch austauschbar gewesen wäre. Der eigentliche Anker des Films ist jedoch Louis Gossett Jr., der hier eindrucksvoll zeigt, warum er zu den charismatischsten Schauspielern seiner Generation zählt. Mit Würde, Coolness und emotionaler Tiefe verleiht er seiner Figur eine fast schon oscarreife Präsenz – eine Performance, die den Film trägt.

Fazit:

Seine Schwächen hat Enemy Mine dennoch: Die Geschichte wird stellenweise etwas zu naiv erzählt, und gelegentlich scheint der Film ein Blockbuster sein zu wollen, der er letztlich nicht ist. Doch genau daraus entsteht sein besonderer Reiz – Enemy Mine ist eher ein Anti-Blockbuster, ein Science-Fiction-Märchen mit Herz und Haltung. Unterm Strich macht der Film deutlich mehr richtig als falsch: Er unterhält durchgehend, bleibt menschlich und erinnert daran, dass gutes Sci-Fi nicht von Effekten lebt, sondern von Ideen. Ein warmes, kluges und unterschätztes Genre-Juwel. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 11.01.26 um 19:55
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Eine Fußball-Ikone im Korsett des Standard-Biopics:

Pelé ist ein typisches Biopic, das seine Geschichte sehr konventionell und leider auch eher langweilig erzählt. Für mich persönlich kam erschwerend hinzu, dass ich mit Fußball generell nichts am Hut habe – entsprechend war der starke Fokus auf den Sport für mich wenig spannend. Logisch weiß ich, wer Pelé war: Wenn man an Brasilien und seine großen Persönlichkeiten denkt, fallen mir sofort Pelé und Ayrton Senna ein. Obwohl ich nie ein einziges Spiel von ihm gesehen habe – er ist schlicht nicht meine Generation – ist sein Name tief im kollektiven Gedächtnis verankert.

Ich kenne Pelé eher aus späteren Bildern: wenn ich doch mal Fußball geschaut habe, saß er auf der Tribüne, und der Kommentator ehrfürchtig seinen Namen erwähnte. Für die Brasilianer ist er bis heute fast eine göttliche Figur – und genau diesen Mythos versucht der Film einzufangen.

Die Geschichte beginnt sehr familiär: Vater, Sohn, Mutter, ein Junge mit außergewöhnlichem Talent, das früh erkannt wird. Der Weg führt schnell zum FC Santos, wo Pelé rasch zum Megastar des Landes aufsteigt. Der Höhepunkt ist natürlich die Weltmeisterschaft, bei der Pelé mit seinem einzigartigen Stil glänzt – stark beeinflusst von Jinga und Capoeira, was der Film zumindest ansatzweise visuell vermittelt.

Leider bleibt Pelé trotz all dieser großen Stationen erschreckend oberflächlich. Der Film kratzt die wichtigsten Ereignisse nur an, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen – weder sportlich noch menschlich. Auch Kevin de Paula als Pelé bleibt blass. Man spürt zwar, dass er körperlich passt, doch schauspielerisch bekommt er kaum Raum, sein Potenzial auszuschöpfen.

Fazit:

A m Ende bleibt ein lahmes Biopic über eine Fußballlegende, deren Status bis heute unantastbar ist. Pelé selbst ist größer als der Film über ihn – und genau darin liegt das Problem. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 04.01.26 um 21:12
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Nachtschicht ohne Hoffnung: Warum „Heldin“ so weh tut:

Das schweizerisch-deutsche Drama Heldin konfrontiert sein Publikum mit einer schrecklichen Wahrheit, die nach außen gerne beschönigt wird. Man spricht vom „Fachkräftemangel“, doch in Wahrheit geht es um etwas anderes: Diese Berufe sind extrem hart, schlecht bezahlt und inzwischen so unattraktiv geworden, dass kaum noch jemand bereit ist, sie dauerhaft auszuüben. Gleichzeitig zwingt der ökonomische Druck viele Betriebe dazu, Personalkosten zu sparen – mit der Folge, dass einzelne Menschen die Arbeit von drei erledigen müssen. Der Kapitalismus ist nie dafür gebaut worden, fair zu sein oder Chancengleichheit zu fördern. Sein Ziel ist Profit. Und dieser Profit wird kalkuliert – auch über Einsparungen beim Personal.

Heldin zeigt eine einzige Nachtschicht einer Krankenpflegerin in einem Schweizer Spital. Floria macht ihren Beruf mit Leidenschaft, fast mit Berufung. Man hat das Gefühl, sie ist geboren dafür, Menschen zu helfen. Diese Haltung geht weit über das hinaus, was man gemeinhin als „Job“ bezeichnet. Doch genau diese innere Einstellung wird ihr zum Verhängnis, denn die strukturellen Probleme des Arbeitsmarktes machen ihr einen Strich durch die Rechnung.

In dieser Nacht sind nur zwei Pflegekräfte für eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten zuständig. Sie kommen kaum hinterher. Die Überforderung ist permanent spürbar, Fehler werden wahrscheinlicher, die psychische Belastung wächst mit jeder Stunde. Der Film macht dabei eines sehr deutlich: Es fehlt nicht an Engagement oder Kompetenz, sondern an Menschen.

Manche Zuschauer könnten sich fragen, warum die Hierarchie scheinbar fehlt. Doch sie fehlt keineswegs – sie ist ständig präsent, nur eben unsichtbar. Nachts sind die Chefs nicht vor Ort. Es gibt Notärzte und Pikettdienste für den Ernstfall, aber die Entscheidungsträger, die „Elite“, ist abwesend. Gerade in der Nacht wird am meisten Personal eingespart – auf dem Rücken jener, die das Pech haben, diese Schichten zu übernehmen.

Bei Floria hat man nie das Gefühl, dass sie ihre Arbeit hinterfragt oder halbherzig erledigt. Sie ist professionell, aufmerksam, empathisch. Doch genau solche Menschen werden durch das System langsam ausgehöhlt. Sie geben alles – Schweiß, Herzblut, Menschlichkeit – bis nichts mehr übrig ist. Bis sie aufgeben. Nicht, weil sie ungeeignet wären, sondern weil sie ausgepresst wurden wie eine Zitrone, aus der kein Saft mehr kommt.

Floria tut einem leid. Nicht aus Mitleid, sondern aus Wut darüber, wie selbstverständlich ihr Einsatz ausgenutzt wird. Ohne Pardon. Natürlich hat auch sie ein Privatleben – theoretisch. In der Schweiz, mit 42–45-Stunden-Wochen, oft verteilt auf fünf oder sogar sechs Tage, bleibt davon wenig übrig. Auch sie muss Rechnungen bezahlen, und es ist offensichtlich, dass sie für diese Arbeit massiv unterbezahlt ist.

Der Film zeigt eindringlich, dass sich am Arbeitsmarkt und an den Systemen etwas ändern muss, wenn wir nicht weiter in Richtung moderner Sklaverei abrutschen wollen.

Leonie Benesch verkörpert Floria sensationell. Ihre Darstellung ist zurückhaltend, glaubwürdig und zutiefst menschlich. Auch die übrigen Darsteller spielen durchweg authentisch und glaubhaft.

Ich selbst bin Schweizer und stehe Schweizer Filmen oft kritisch gegenüber. Schweizerdeutsch in Filmen oder Musik höre ich normalerweise nicht gerne. Heldin bildet hier eine Ausnahme. Zwar musste ich aufmerksam zuhören, da Deutsch und Schweizerdeutsch gemischt gesprochen werden – Floria spricht Hochdeutsch, während ihr Umfeld Schweizerdeutsch verwendet. Das kann irritieren und kommt in meinem Alltag selten vor. In Spitälern jedoch ist diese Sprachrealität durchaus normal und trägt hier zur Authentizität bei.

Trotz – oder gerade wegen – seiner schonungslosen Ehrlichkeit hat mir der Film sehr gut gefallen. Er erzählt eine bittere Wahrheit, und das ausgerechnet in einem der reichsten Länder der Welt. Heldin zeigt: Auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt.

Besonders beeindruckend ist die Spitalatmosphäre. Man fühlt sich, als würde man selbst diese Nacht durchleben – durch Stress, Überforderung und stille Verzweiflung. Als Floria am Ende im Bus nach Hause sitzt, war ich keinesfalls erleichtert. Nicht, weil es vorbei ist, sondern weil ich weiß: Sie lebt – wie so viele andere – im Hamsterrad. Morgen und übermorgen wird alles wieder genauso sein.

Genau deshalb ist Heldin so schrecklich berührend. 
Story
mit 4
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Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 02.01.26 um 16:31

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