Zitat:
Ausgerechnet X-Men First Class, diese exhorbitante Ansammlung austauschbarer Schauspieler und langweiliger Figuren, deren Entwicklung im Film so platt und holperig ist wie die von Schlaubi Schlumpf in einer Folge...na, Schlümpfe eben ;) Insbesondere die Freundschaft zwischen Charles und Erik nehme ich den beiden zu keiner Minute ab, und die Differenzen der beiden wirken aufgesetzt. Da gib mir bitte ein anderes, passenderes Beispiel, denn im Gegensatz zu X-Men First Class sind die Figuren bei Avengers glamourös, bleiben ihrer bis dahin entwickelten Rolle treu - weiterentwickeln sollen sie sich hier ja gar nicht, tun es aber trotzdem! - und haben jeder für sich eine Existenzberechtigung, seinen Platz für die Aufmerksamkeit des Zuschauers. Mit Ausnahme vom Hawkeye, der eher blass bleibt.
James McAvoy und einen Michael Fassbender als austauschbar zu bezeichnen kann ich nur schwer nachvollziehen - beide sind meiner Ansicht nach grandiose Charakterdarsteller. Ich persönlich finde beide Schauspieler haben ihren Figuren in einem Film mehr Tiefgang verliehen als allen Charaktere der Marvel-Filme zusammen. Zudem war das Drehbuch bei X-Men: First Class im Pacing wesentlich ausgewogener und die Dialoge mindestens zwei Ebenen subtiler.
Warum soll ich dir da ein besseres Beispiel geben? Du liebst Avengers (ich finde ihn halt mittelmäßig) - ich liebe First Class (du findest den doof). Das kann man so stehen lassen. Zumal man, wie Schlumfpaster völlig richtig gesagt hat, die Filme kaum vergleichen kann. Deswegen meinte ich ja auch, dass X-Men: First Class für mich quasi das genaue Gegenteil von Avengers ist.
Avengers ist ein lauter, einfach gestrickter Blockbuster mit einigen Längen, in dem die Dialoge aus Techno-Babble und One-Linern bestehen. Aber es wirken sehr gute Schauspieler mit und die Effekte sind sehr solide - für mich ist Avengers am ehesten mit Transformers zu vergleichen.
X-Men: First Class ist wesentlich gesetzter mit einem deutlich niedrigeren Budget und stellt er die Beziehung zwischen zwei Charakteren ins Zentrum - da muss sich im Grunde der Rest der Geschichte unterordnen. Der Film wirkt natürlich wesentlich weniger (pseudo-)cool als Avengers, da stimme ich schon zu.
Aber um zurück zu Iron Man 3 zu kommen: Während Avengers auf mich wie gesagt sehr 90er-mäßig wirkte, erinnert der Iron-Man-3-Trailer deutlich an die Dark-Knight-Ära, in der Comicverfilmungen oft sehr düster sind. Allerdings hab ich beispielsweise bei IGN gelesen, dass es wohl auch wieder viele lustige Szenen geben soll und der Trailer jetzt mit Absicht erstmal die düsteren Elemente herausgepickt hat, um Interesse zu wecken.