Geschrieben: 21 Sep 2016 10:57
gelöscht

Zitat:
Zitat von Knarfe1000;5811441
. Ich habe in meinem Studium eine Arbeit zum Volkszählungsurteil geschrieben. Kaum zu fassen, wie sich die öffentliche Meinung zum Datenschutz in den letzten 30 Jahren gewandelt hat.
Ja, das ist in der Tat wahr. Seinerzeit haben die, aus heutiger Sicht, harmlosesten Fragen zu Proteststürmen geführt. Ich erinnere mich da gut dran. Das war ja wirklich eine Riesensache. Und heute erzählt und publiziert man vieles freiwillig und den Rest durch Gedankenlosigkeit.
Geschrieben: 21 Sep 2016 16:55

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Genau, ich erinnere mich da auch noch dran was meine Mom für einen Zinnober veranstaltet hat und dem armen Befrager das Leben regelrecht zur Hölle gemacht hat. Heute liebt sie ihr fb über alles....
Geschrieben: 22 Sep 2016 10:36
Ach wer brauch schon sowas lästiges wie Datenschutz wenn tägliche Selbstporträts* auf FB, Zwitscher, Instagram usw. gepostet werden.
Hab Snowden nicht geschaut, aber in der Kritik auf filmszene.de(?) wurde was geschrieben, was mich stören würde. Keine Ahnung, ob es am Ende auch so sein wird
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Ein nicht unerheblicher Teil soll sich um die Liebesgeschichte zwischen Snowdi und seinem Schätzken drehen. Das muss nicht sein
*Neudeutsch wird das auch Selfie genannt. Meinen letzten "Selfie" hab ich mit einer Digitalkamera vor X Jahren gemacht, damals gab es noch nicht solche Schmartfons. Aber wayne interessierts.
Geschrieben: 22 Sep 2016 14:10
Ja. Wir sollte noch ein bisschen mehr darüber lästern.
Übrigens über eine Internetverbindung die, ehrlich gesagt, auch nicht wirklich sicher ist. Aber fuck FB!:silly:
Alex

How do you go on... when in your heart you begin to understand...
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Geschrieben: 22 Sep 2016 14:29
gelöscht

Ehrlich gesagt sehe ich weder, wo hier was gegen Facebook gesagt wird, noch sehe ich, wo das vermeintliche Lästern in einem Forum Gemeinsamkeiten mit der Selbstentblößung die einige in sozialen Netzwerken betreiben, hat.
Das was hier gesagt wird, ist doch wohl, dass es offenbar in den letzten 30 Jahren (und das finde ich persönlich nicht besonders viel) grundlegende Änderungen im Bedürfnis nach Datenschutz gegeben hat. Das hat meines Erachtens mit der Plattform wenig zu tun und auch nichts mit der Sicherheit der Internetverbindung, sondern eher damit, dass die Menschen sich anders verhalten.
In dem Moment wo man einen Vorteil für sich sieht (und sei es nur Bequemlichkeit oder Unterhaltung) geht man mit den Dingen einfach anders um, als wenn irgend so ein, ohnehin schon vielen irgendwie suspekter Staat danach fragt wie viele Fernseher sich im Haushalt befinden.
Abgesehen davon, zum eigentlichen Thema ;) ich werd mir den Film nicht ansehen. Oliver Stone macht in der Regel nicht die Sorte Polit-Film, die ich gern sehe.
Geschrieben: 22 Sep 2016 14:35

Zitat:
Zitat von Brathering;5812145
Ehrlich gesagt sehe ich weder, wo hier was gegen Facebook gesagt wird, noch sehe ich, wo das vermeintliche Lästern in einem Forum Gemeinsamkeiten mit der Selbstentblößung die einige in sozialen Netzwerken betreiben, hat.
Hier wird über die Menschen gelästert die Facebook nutzen und Dinge darüber kund tun. Das hat aber halt erstmal relativ wenig damit zu tun das der Staat da mithört. Wenn jemand sich entscheidet der Welt zu erzählen das er gerade aufs Klo gegangen ist - dann mag das nicht sonderlich intelligent wirken oder gar sein. Ändert aber halt nichts, dass er deswegen nicht "überwacht" werden sollte. Hier wird halt argumentiert "selber schuld". Und das ist halt ein bisschen billig.
Zitat:
Das was hier gesagt wird, ist doch wohl, dass es offenbar in den letzten 30 Jahren (und das finde ich persönlich nicht besonders viel) grundlegende Änderungen im Bedürfnis nach Datenschutz gegeben hat. Das hat meines Erachtens mit der Plattform wenig zu tun und auch nichts mit der Sicherheit der Internetverbindung, sondern eher damit, dass die Menschen sich anders verhalten.
Und das die Menschen heute eben andere Möglichkeiten haben sich mitzuteilen. Das war vor 30 Jahren eben noch nicht so. Nur weil sich jemand das Recht herausnimmt sein Leben über ein soziales Netzwerk herauszuposaunen, verliert er weder sein Recht auf Privatsphäre gegenüber dem Staat noch lädt er den Staat automatisch ein ihn auszuspionieren. Es mag naiv von der Person. Naivität ist aber eben noch lange keine Rechtfertigung.
Alex

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Geschrieben: 22 Sep 2016 14:53
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Grundsätzlich bin ich schon Deiner Meinung, wenn jemand etwas auf Facebook öffentlich zu machen, rechtfertigt das nicht, dass man seine e-mails hackt, Telefonate mithört oder sonstwas in der Art.
Aber wenn jemand etwas publiziert, öffentlich und für jeden sichtbar etwas kundtut, dann gehört der Staat, bzw. seine Organe wohl irgendwie dazu, zu dieser Öffentlichkeit. Oder der Arbeitgeber zum Beispiel. Und da kann einem die eigene Naivität dann auch schon mal zum Verhängnis werden.
Aber das sind natürlich zwei Paar Schuhe. Das eine was man der ganzen Welt freiwillig und ohne Not erzählt, das andere was jemand sich widerrechtlich verschafft.
Geschrieben: 22 Sep 2016 17:23

Zitat:
Zitat von RiggsMurtaugh;5811992
Hab Snowden nicht geschaut, aber in der Kritik auf filmszene.de(?) wurde was geschrieben, was mich stören würde. Keine Ahnung, ob es am Ende auch so sein wird
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Ein nicht unerheblicher Teil soll sich um die Liebesgeschichte zwischen Snowdi und seinem Schätzken drehen. Das muss nicht sein
Nuja. Es spielt halt eine rolle, es ist nun aber nicht so, dass es in irgend einer Weise negativ auffällt. Viel mehr ist es mittel zum Zweck die Gefühls und Gedankenwelt Snowdens auszudrücken, ohne auf einen Erzähler aus dem Off zugreifen zu müssen, o.Ä.
Und es entspricht nunmal auch der Wahrheit -
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die echte Person Snowen hat keine Freunde gehabt, kaum soziale Interaktionen mit anderen Menschen, da macht es schon Sinn, wenn das vorkommt.
Es ist aber keine unglaublich langandauernde Liebelei und Schnulz und Kitsch, also keine Angst ;)
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Geschrieben: 23 Sep 2016 12:37

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Zitat von TrondeAkjason;5812148
Hier wird über die Menschen gelästert die Facebook nutzen und Dinge darüber kund tun. Das hat aber halt erstmal relativ wenig damit zu tun das der Staat da mithört. Wenn jemand sich entscheidet der Welt zu erzählen das er gerade aufs Klo gegangen ist - dann mag das nicht sonderlich intelligent wirken oder gar sein. Ändert aber halt nichts, dass er deswegen nicht "überwacht" werden sollte. Hier wird halt argumentiert "selber schuld". Und das ist halt ein bisschen billig.
Und das die Menschen heute eben andere Möglichkeiten haben sich mitzuteilen. Das war vor 30 Jahren eben noch nicht so. Nur weil sich jemand das Recht herausnimmt sein Leben über ein soziales Netzwerk herauszuposaunen, verliert er weder sein Recht auf Privatsphäre gegenüber dem Staat noch lädt er den Staat automatisch ein ihn auszuspionieren. Es mag naiv von der Person. Naivität ist aber eben noch lange keine Rechtfertigung.
Mir ging es dabei um die mangelnde Sensibilität im Umgang mit persönlichen Daten. Dass der Staat daraus keine Rechtfertigung ableiten kann, sondern weiterhin Rechtsgrundlagen benötigt, steht außer Frage. Was irgendwelche Geheimdienste treiben, ist wiederum ein anderes Thema.
Geschrieben: 27 Sep 2016 23:14

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Hi ihr!
Als ich hörte, dass Oliver Stone den Film "Snowden" inszeniert hat, ging ich mit großen Erwartungen ins Kino und das war mein Eindruck:
Am 4.Juni 2013 bekommt Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) in Hong Kong Besuch von einem Reporterteam der Zeitung The Guardian, die ein mehrtägiges Interview mit ihm führen wollen über seine Vergangenheit. Kurz nach Start des Interviews gibt es eine Storyrückblende ins Jahr 2004, wo Snowden bei der Special Force der USArmy ist. Corbin O'Brian (Rhys Ifans) entdeckt das wahre Talent des jungen Soldaten und gibt ihm die Chance sich bei einem Test der CIA zu beweisen, bei dem er ein Überwachungsnetzwerk erstellen soll. Als er dort brilliert und einen Job bei der CIA bekommt, stellt er viele Ungereimtheiten fest, was die Überwachung der Bevölkerung betrifft. Nach längerem Schweigen gegenüber seiner Freunde beschließt er mit gezielten Internet-Aktionen die Bevölkerung aufzuklären. Wird er damit das System besiegen können?
Oliver Stone hat leider Gottes seine besten Zeiten hinter sich und dieser Film ist ein Beweis dafür. Stone ist dafür bekannt eher ruhigere Filme zu machen und Darsteller hervorzuheben. Dies gelingt ihm nur teilweise. Zwar hat Joseph-Gordon-Levitt wirklich gute Arbeit abgeliefert und es gibt auch verschiedene Cameos wie Nicolas Cage, aber das tröstet nicht über die teils sehr zähe Handlung hinweg. Wäre der Film 30min kürzer gewesen, wäre es gut gewesen, aber der Film hält sich zu oft an teils eher belanglosen Stellen einfach zu lange auf. Viele kritisieren zudem die Emotionslosigkeit. Ich finde, dass dies gerade zu einem solchen Film passt. Desweiteren bietet der Film kaum neue Fakten über Snowden. Wenn man die Grundzüge über ihn kennt, kennt man bis auf sehr wenige Stellen, den ganzen Film.
Es ist wirklich schade, dass Oliver Stone bei diesem Film die Schwerpunkte falsch gesetzt und den Film künstlich gestreckt hat. Ich bin mir sicher, dass ohne diese Längen nicht nur die Darsteller, sondern der ganze Film besser gewirkt hätten. So gibt es meinerseits nur mittelmäßige 6/10P und hier wurde definitiv Potenzial verschenkt.