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RoboCop (2014) - Reboot

Gestartet: 25 Juli 2008 14:42 - 1182 Antworten


Veröffentlichung:
07.06.2014
Laufzeit:
117 Minuten
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Altersfreigabe:
Geschrieben: 21 Mai 2013 14:12

Hotmac76

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Zitat:
Zitat von ENCOM;4304881
ROBOCOP steht für schonungslose Gewalt.
Der erste Teil in der Uncut Fassung ist so krass.
Einem Remake steht ja grundsätzlich nichts im Wege, jedoch sollte das Remake nicht genauso, oder
noch härter sein, fällt dieser Film für mich flach. Ich bezweifle, dass das Remake etwas wird,
geschweige denn dem Orginal genug Paroli bieten kann. Ich erinner nur an die 2 Szenen...
Einmal das Verstümmeln und die Erschaffung von ROBOCOP und eben die Szene der durch Fehlfunktionen
austickenden Guards im Büro. Projektile die unter Zeitlupe penibelst genau und detailliert die Haut zerfetzen...
So und nur so muss ROBOCOP sein. Ich bin diese seichten Remakes satt, wo ausser dem Namen nichts an
das Orginal erinnert....


ENCOM

Du spricht mir aus der Seele!

Mal sehen ob wir bei seiner angeblichen "Betäubungspistole" was hartes zu sehen kriegen, genauso wie bei Total Recall, LÄCHERLICH :sad::rofl::sad:
Geschrieben: 21 Mai 2013 14:16

Sawasdee1983

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Sawasdee1983 ist fleißig

Zitat:
Zitat von Hotmac76;4312919
Du spricht mir aus der Seele!

Mal sehen ob wir bei seiner angeblichen "Betäubungspistole" was hartes zu sehen kriegen, genauso wie bei Total Recall, LÄCHERLICH :sad::rofl::sad:

Naja wenn das Robocop Remake nur annähernd die Optik und die Atmosphäre kriegen würde wie das Total Recal Remake wäre ich happy. Denn auch ohne Gewalt fand ich persönlich das Remake klasse

und wenn ich bei Robocop das Original liebe, gehe ich hier recht entspannt an die Sache
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983

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Geschrieben: 21 Mai 2013 14:27

Schlumpfmaster

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Zitat:
Zitat von Hotmac76;4312919
Du spricht mir aus der Seele!

Mal sehen ob wir bei seiner angeblichen "Betäubungspistole" was hartes zu sehen kriegen, genauso wie bei Total Recall, LÄCHERLICH :sad::rofl::sad:

Nur dass Total Recall bereits eine Verwurstung einer literarischen Vorlage war und keinesfalls eine Originalstory vn Verhoeven erzählte.

Zu RoboCop gibt es meines Wissens nach eine solche Vorlage nicht - sprich düster, brutal und zynisch, eben Verhoeven ist das original, bei Total Recall ist düster, brutal und zynisch nur Verhoevens Umsetzung.

Das Remake ist von den weggefallenen Gore-Sequenzen mal abgesehen in meinen AUgen dem Arnie-Film sogar um einiges Überlegen.

Bei RoboCop sehe ich es ein Stück weit anders, wie oben auch schon erläutert.

Dennoch glaube ich selbst bei RoboCop nicht, dass der Film genauso hart und genauso zynisch werden muss, aber er sollte bezüglich des Subtexts die Klasse des Original erreichen, auch mit PG-13 (sollte es denn so kommen) - aber natürlich würde ich mir bei Robo auch einen harten Actioner wünschen.
Geschrieben: 21 Mai 2013 14:39

QuantumStorm

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RoboCop mit Betäubungspistole....
Irgendwie ein schlechter Scherz, wenn es um RoboCop geht.
Da haben ja mal wieder die "political correctness" Instanzen mit voller Härte zugeschlagen (und das wird auch das einzigen am Film sein, was mit voller Härte zuschlägt ;) )
Einen Featured Kinofilm wie RoboCop gab es in den letzten Jahren nicht (man darf mich gerne vom Gegenteil überzeugen), und es steht zu befürchten, das ein solcher auch eher länger auf sich warten lassen wird; Zu groß die Angst der Studios, dass man nicht auch noch den letzten 12 jährigen ins Kino bekommen könnte.

Das war bei Total Recall schon DER Hammer, das der Film für 12 Jährige gedreht wurde. Sorry, aber das ging mal gar nicht. Hauptsache Hochglanz, "Coole" Action und nicht blutende Schussverletzungen... Uhhh, das ist nervenaufreibend. Selbst die Bettszenen waren derart verkrampft entschärft, das die beiden auch gleich hätten Halma spielen können.

Und das Robo nun mit seinen Waffen so "kastriert" wird, deutet schon wieder in eine ähnliche Richtung.
Man kann wahrscheinlich von Glück reden, wenn der Film ein FSK16 Niveau erreicht, aber da mach ich mir wenig Hoffnung.

Wenn man alles nur noch korrekt und kindgerecht haben möchte, dann ist das eine Meinung, die durchaus Ihre Daseinsberechtigung hat. Auf der anderen Seite muss man sich aber auch nicht Wundern, wenn wir irgendwann nichts mehr vorgesetzt bekommen, was härter als "Benjamin Blümchen" ist (Obwohl.... DER ist auf andere Weise hart, zumindest für Erwachsene ;)).

Aber solange man bei solchen Filmen ins Kino trottet, sagen wir den Produzenten ja auch nichts anderes, als: "Hey! Genau SO wünschen wir es uns!"
Gruß von QuantumStorm
"Man kann einen guten Film 3x sehen, aber muss ihn nicht 3x drehen!" --- "Irgendein Multiversum wirds schon richten"
Spoiler(!)
 
 
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Geschrieben: 21 Mai 2013 14:43

Sawasdee1983

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Sawasdee1983 ist fleißig

Problem ist nur dass in 80% der R-Rated Filme kaum einer ins kino geht, brauchst nur mal gucken wie viele R-rated Filme (außer Horror) in letzter Zeit alles im Kino gefloppt sind, kein Wunder dass die Studios da nichts riskieren will wenn keiner ins kino geht.
MfG Pierre
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Geschrieben: 21 Mai 2013 14:47

Dash_HB

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Zitat:
Zitat von QuantumStorm;4313052
Aber solange man bei solchen Filmen ins Kino trottet, sagen wir den Produzenten ja auch nichts anderes, als: "Hey! Genau SO wünschen wir es uns!"

Zitat:
Zitat von Sawasdee1983;4313062
Problem ist nur dass in 80% der R-Rated Filme kaum einer ins kino geht, brauchst nur mal gucken wie viele R-rated Filme (außer Horror) in letzter Zeit alles im Kino gefloppt sind, kein Wunder dass die Studios da nichts riskieren will wenn keiner ins kino geht.

Ihr sagt es selbst: die breite Masse will keine harte, dreckige, schonungslose Action im Kino sehen. Die großen Studios werden sich immer dem Trend anschließen, um ein Maximum an Profit zu erzielen. Solange "wir" in der Minderheit sind (also die Fans des blutigen RoboCop) wird sich das nicht ändern.
Geschrieben: 21 Mai 2013 15:22

Omnicron

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Omnicron ist wieder zurück :)

Zitat:
Zitat von ENCOM;4304881
ROBOCOP steht für schonungslose Gewalt.
Der erste Teil in der Uncut Fassung ist so krass.

Suuuper, da haben wir ja mal wieder einen Kandidaten der Marke "ohne Gore ist der Film sowieso Mist" :thumbdown:
Auch der original Robocop wollte durchaus als etwas mehr gesehen werden als ein weiterer belangloser "Gedärme die fliegen"-Movie. Zum Beispiel kann man Verhoevens Erstling auch als Interpretation sehen, wo sich unsere Zeit der Moderne, in der wir leben - sie in uns reinfressen, ohne satt oder dankbar zu sein - erschöpfen wird bzw. im Film erschöpft hat. Verhoeven zeigt den nächsten möglichen Schritt, die Hülle, das Wrack der industriellen Moderne, wunderbar und zu dem Zeitpunkt anno 1987 erst-/einmalig dargestellt in Robocop - nicht anhand der Stahlwerk-Leichen oder "Giftmüll-Freiluftdeponien", sondern mittels der Anarchie des Verbrechens, die im Detroit der Zukunft unter der Ignoranz der technisierten und Medien-tech der Post-Moderne nur noch umso prächtiger gedeiht. "Moderne" steht in Robocop nicht mehr als schillernde Zukunftsvision sondern als leere Hülle. Es ist eine Art "Panik Film", dessen Krisengefühl sowohl für den Zuschauer als auch der fiktiven Oberschicht unterlaufen wird mittels Darstellung der "schönen neuen Welt"; einer irgendwo simulierten mediengesteuerten High-Tech-Welt, die die maximale Intensivierung des Kapitalismus sowie das Ende der politischen Ökonomie und das Ende des Sozialen erlebt. Und genau bei Letztgenanntem hakt die Figur des "Robocop" ein. Die "Belagerung" der letzten verbliebenen sozial-gesellschaftlichen Archetypen - genannt "Familie" - durch Kapital und kriminelle Kräfte und ihre dramatischen/traumatischen Auswirkungen auf Einzelpersonen am Beispiel des Polizisten Murphy und seiner Familie.
Lange Rede, kurzer Sinn, und bevor ich mich festschreibe: der Film Robocop übt anhand dieser Geschichte des Polizisten Murphy vielschichtige Kritik an unmoralischem Kapitalismus und seiner Auswirkung auf soziale, politische und wirtschaftliche Faktoren und prophezeit das Verschwinden dieser im Schwarzen Loch der radikalen materialen Kräfte und Ideologien. Mit dem Einsatz von "ED-209" wird dieser ultimative, kritische Rundumschlag final auch noch darauf aufbauend erweitert auf die Technokraten.

Alles in allem ist Robocop mit den zuvor genannten Kritikthemen ein klassisches Kind seiner Zeit - genauso wie seine teils rücksichtslose, ethikverachtende Darstellung. Und darauf will ich eigentlich hinaus! Doch während die Inhalte auch heute noch aktuell sind oder vielleicht sogar aktueller denn je, so ist die Inszenierung der Filmindustrie generell (mit Ausnahmen) glücklicherweise heutzutage bedachter geworden. Es müssen keine Gedärme in 3D durch den Raum fliegen, damit ein Film Beachtung findet. Denn gerade das führt Verhoevens "Robocop" ad absurdum: der Regisseur inszeniert menschenunwürdige Verstümmelungen, wo er doch eben diese Entmenschlichung und Verdinglichung mit seinem Film zu kritisieren versucht.
Genau vor diesem Hintergrund würde es mich freuen, wenn der Reboot des Robocop mit einer ähnlichen kritischen Botschaft aufwarten würde - aber dabei Konstanz bewahrt und diese Kritik auch lebt, sprich ohne bzw. mit weniger oder zumindest subtilerer Gewaltdarstellung auskommen würde.
Als wir das Feuer erfunden haben, haben die Menschen damit auch eine Weile Mist gebaut. Aber irgendwann haben wir den Feuerlöscher erfunden (Stephen Hawking 2015)

„Erst kommt der Ruin der Staatshaushalte durch die Politik, dann kommen die Erfüllungsgehilfen in den Zentralbanken, und am Ende steht das Ende der bürgerlichen Freiheiten.“
(Roland Tichy, Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung)

Geschrieben: 21 Mai 2013 15:23

QuantumStorm

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Zitat:
Zitat von Sawasdee1983;4313062
Problem ist nur dass in 80% der R-Rated Filme kaum einer ins kino geht, brauchst nur mal gucken wie viele R-rated Filme (außer Horror) in letzter Zeit alles im Kino gefloppt sind, kein Wunder dass die Studios da nichts riskieren will wenn keiner ins kino geht.


Zitat:
Zitat von Dash_HB;4313072
Ihr sagt es selbst: die breite Masse will keine harte, dreckige, schonungslose Action im Kino sehen. Die großen Studios werden sich immer dem Trend anschließen, um ein Maximum an Profit zu erzielen. Solange "wir" in der Minderheit sind (also die Fans des blutigen RoboCop) wird sich das nicht ändern.

Ihr habt beide Recht.
Die "Breite" Masse wird eben vom Publikum im Alterssegment unter 30 gestellt (Zahlen 2012):
14-19 Jahre: 24,1 %
20-29 Jahre: 37,1 %
30-39 Jahre: 14,1 %
40-49 Jahre: 12,8 %
50-59 Jahre: 6,7 %
60-69 Jahre: 3,5 %
70+ Jahre: 1,7 %

Somit wandern über 60% der unter 30jährigen ins Kino, aber gerade das 20-29er Segment wird doch auch keine weich gespülten Filme bevorzugen?!?

Ich geh nicht mehr ins Kino, weil bei mir mehrere Faktoren eine Rolle spielen (Bei mir haben die Kinobetreiber also schon "verloren".
1. Seh ich es nicht mehr ein, für Filme bis zu 15€ auszugeben (Film+Überlänge+3D).
2. Stellen sich die meisten Filme als völlig belanglos heraus (Sprich: Einmal sehen und weg...)
3. Hab ich ein HC. Warum mir also noch Parkplatzsuche und nervige "Mitseher" antun?

Vielleicht können ja andere mit o.g. Punkten um (wobei ich mich schon Frage, wie es einige Schüler und Co. schaffen, jedes WE ins Kino zu trotten; Das konnte ich mir damals nicht leisten... und dabei war das Kino noch günstiger!)

Das Kino in seiner jetzigen Form und Angeboten bewegt mich nicht in selbiges.
Das würde ERST DANN der Fall sein, wenn ich es nicht mehr abwarten könnte, den Film zu sehen, wenn er rauskommt... Aber ehrlicher weise kann ich seit Jahren mich gut beherrschen, was mein "Muss ich jetzt unbedingt gleich sehen" Feeling angeht und habe es in den letzten Jahren auch eher sehr selten bedauert, einen Film NICHT auf der großen LW gesehen zu haben.

Aber ich schweife ab ;)

Auch RoboCop hat mir mit den "Schnipseln", die man mir als Konsumenten so vor die Füße geworfen hat noch keinen Grund gegeben, damit ich ihn bei herauskommen nun sehen müsste... Er hat mir höchstens Gründe dafür gegeben, ebendies bleiben zu lassen.
Gruß von QuantumStorm
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Geschrieben: 21 Mai 2013 15:31

Sawasdee1983

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Zitat:
Zitat von QuantumStorm;4313248
Ihr habt beide Recht.
Die "Breite" Masse wird eben vom Publikum im Alterssegment unter 30 gestellt (Zahlen 2012):
14-19 Jahre: 24,1 %
20-29 Jahre: 37,1 %
30-39 Jahre: 14,1 %
40-49 Jahre: 12,8 %
50-59 Jahre: 6,7 %
60-69 Jahre: 3,5 %
70+ Jahre: 1,7 %

Somit wandern über 60% der unter 30jährigen ins Kino, aber gerade das 20-29er Segment wird doch auch keine weich gespülten Filme bevorzugen?!?

Bevorzugen nein natürlich nicht, aber ins Kino gehen die für viele Solche Filme halt nicht mehr, denn für die Gilt auch dieselben Kriterien wie du gerade aufzählst
Zitat:
Zitat von QuantumStorm;4313248
Ich geh nicht mehr ins Kino, weil bei mir mehrere Faktoren eine Rolle spielen (Bei mir haben die Kinobetreiber also schon "verloren".
1. Seh ich es nicht mehr ein, für Filme bis zu 15€ auszugeben (Film+Überlänge+3D).
2. Stellen sich die meisten Filme als völlig belanglos heraus (Sprich: Einmal sehen und weg...)
3. Hab ich ein HC. Warum mir also noch Parkplatzsuche und nervige "Mitseher" antun?

Dazu kommt die über 20 sind meist in ner Beziehung und Frauchen will eher Weichspülfilme im Kino gucken als Harte sachen und in die Weichspülsachen schleppt sie dann den Mann mit, dementsprechend werden die harten sachen meist erst auf BD oder DVD geguckt, somit fällt da der Erlös fürs Kino weg. Bestes Beispiel: Dredd im Kino ein Mega flopp, im Heimkino, der Überhit schlechthin.
Aber solange man halt nicht auch für die Harten ins kino geht bleibt halt die PG 13 Politik der Studios bestehen, so weh es auch tut.

Zitat:
Zitat von QuantumStorm;4313248
Auch RoboCop hat mir mit den "Schnipseln", die man mir als Konsumenten so vor die Füße geworfen hat noch keinen Grund gegeben, damit ich ihn bei herauskommen nun sehen müsste... Er hat mir höchstens Gründe dafür gegeben, ebendies bleiben zu lassen.

Also ich schon, sehe das Ganze wie gesagt noch recht locker, egal welche Freigabe der Film hat, wenn der 18ner hat schön wenn 16 auch ok.
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983

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Geschrieben: 21 Mai 2013 15:34

Schlumpfmaster

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Danke Omni,

Du hast alles zusammengefasst, was den alten RoboCop in seiner Gänze ausgezeichnet hatte, und da war die Gewaltdarstellung nur eines der Stilmittel, mit denen Verhoeven seinen sozial- und gesellschaftskritischen Sci-Fi-Film verarbeitete, doch scheinbar bleibt eben nur das bei vielen hängen.

Die Kritik an Total Recall finde ich hingegen vollkommen lächerlich!

Weil kein Blut spritzt ist der Film verweichlicht? Die Story baut auf dem gleichen Grundkontrukt auf, wie 1990 bei Verhoeven, aber entgegen der damaligen Sehgewohnheiten und den Fähigkeiten des damaligen Casts, hat Wiseman genau diese Punkte auf das nächste Level gehoben. Für mich fühlt sich der Film dabei vollkommen eigenständig an und inhaltlich und darstellerisch dem opriginal überlegen.

Die Action ist natürlich oberflächlicher, aber gerade bei diesem Thema hat Verhoeven damals sein typischen Zeitgeistdünken, welches man eben auch aus RoboCop kennt, über eine Vorlage eine hochintelektuellen Schriftstellers gestülpt, der jedoch nie dermaßen heftige Gewalt etc. in dieser Form verwendete.

Dass ein Total Recall-Remake daher eher weniger auf die durch Verhoeven hintzugefügten Elemente verzichtet ist nicht nr löblich, sondern eigentlich kaum anders umzusetzen, ohne den Zorn der denkenden Zuschauer auf sich zu ziehen. Denn wenn es mir ohnehin nur um den Gewaltgrad geht oder zumindest vordergründig, dann schau ich mir halt den Arni-Streifen an.


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