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Supermänner gegen Amazonen Blu-ray

Original Filmtitel: Superuomini, superdonne, superbotte

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten),
2K Remasterd
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case im Schuber (meist nur bei Erstauflage)
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Italienisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch, Italienisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
101 Minuten
Veröffentlichung:
16.04.2021
 
STORY
6
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die italienische Filmindustrie in Mitte des 20. Jahrhunderts hatte viele Höhepunkte und viele prägende Genres, darunter die bis heute beliebten „Spagetti-Western“, aber auch zahlreiche Polizeifilme, Thriller (insbesondere die genreprägenden „Gialli“) und äußerst brutale Horror- und Ekelschocker. Ein weiteres Genre, das sich besonders in Deutschland großer Beliebtheit erfreute, waren die Komödien, die vor allem durch Stars wie Bud Spencer und Terence Hill oder Adriano Celentano lebten. In Deutschland war der Erfolg dieser Titel maßgeblich auf die Synchronisation zurückzuführen, insbesondere die von Rainer Brandt, der mit seinem berühmten „Schnodderdeutsch“, welches nicht immer ganz den Ton der Vorlage traf, Millionen von Zuschauern begeisterte. Mit dem 1974 unter der Regie von Alfonso Bresias entstandenen „Supermänner gegen Amazonen“, der auch unter dem Titel „Sie hauen alle in die Pfanne“ vertrieben wurde, bringt Colosseo Film nun im Vertrieb der Al!ve AG erstmals eine weitere italienische Komödie auf den deutschen Blu-ray Markt, die durch die Brandsche Synchronsiation überhaupt erst ihre Daseinsberechtigung erlangt. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Brutale Amazonen terrorisieren ein kleines Dorf, welches unter dem Schutz des Magiers Dharma (A. B. Landi) lebt. Der Zauberer ist nicht nur der Bewahrer des ewigen Feuers, sondern er scheint auch ein mit übermenschlichen Kräften ausgestatteter Superman zu sein, den keine Waffe verletzen kann. Doch der Schein trügt, denn in Wahrheit gibt Dharma das Zepter stets an einen Nachfolger weiter, der von ihm persönlich ausgebildet wird. Als Dharma stirbt, übernehmen Aro (N. Jordan), Moog (M. Hannibal) und Chun (H. Yueh) diese Aufgabe. Eine Aufgabe, mit der das ungleiche Trio zunächst vollkommen überfordert ist…
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Synchronlegende Rainer Brandt ist ein Paradebeispiel dafür, dass man mit einer entsprechenden Synchronisation einen mittelmäßigen bis schlechten Film zu einem Kulttitel machen kann. Das beste Beispiel für diese These dürfte wohl die Krimiserie „Die 2“ mit Roger Moore und Tony Curtis sein, welche in Amerika floppte, hierzulande aber dank Brandts „Schnodderdeutsch-Synchronisation“ bis heute Kultstatus genießt. Auch das hier vorliegende Fantasy-Science-Fiction-Prügel-Abenteuer-Mashup „Supermänner gegen Amazonen“ ist ein herrliches Beispiel für die Funktionalität alberner Schnoddersynchro, denn eigentlich ist der Film bestenfalls mittelmäßig, äußerst peinlich und regt zum Fremdschämen an. Aber dank Rainer Brandts äußerst albernen Synchronisation kann man sich den Schund zumindest im Deutschen gut ansehen und herzlich lachen – sofern man ein Faible für derartige Albernheiten hat. Und „Albern“ ist genau der richtige Begriff, denn Rainer Brandt lässt hier keinen Stein auf dem anderen und tobt sich nach Herzenslust aus. Kein einziger Satz wird gesprochen, ohne dass irgendeine blöde Bemerkung fällt. Anachronismen sind an der Tagesordnung, die Handlung wird ad absurdum geführt, jede Aktion wird kommentiert und durch den Kakao gezogen. Nebenher fallen hier Begriffe, die heutzutage für böse Blicke sorgen würden: Rassismus, Sexismus, politische Unkorrektheiten, aber hey… erstens ist das ganze Fantasy, zweitens nicht ernst gemeint und drittens ein unschätzbares Zeitzeugnis, denn damals waren die Dinge eben noch anders.
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Doch nun haben wir so viel über die deutsche Synchronfassung geredet, aber was ist mit dem Film? Nun, dieser ist im Grunde genommen kaum der Rede wert. Die Handlung ist hanebüchen und unsinnig, die Effekte sind teilweise sehr mies und die Darsteller agieren auf einem Niveau jenseits von Gut und Böse – wobei das durchaus so gewollt sein dürfte. Natürlich fehlen auch die berühmten Fress- und Prügelorgien nicht, auch wenn diese hier deutlich weniger ins Gewicht fallen, als bei unser aller Lieblingen Spencer und Hill, aber dafür ist der Stuntman und Schauspieler Riccardo Pizzuti als etwas dämlicher Gegenspieler mit an Bord, und er kassiert hier mit der gleichen Inbrunst Backpfeifen, wie in den meisten Spencer/Hill Filmen. Die Kampfszenen sind indessen eher selten und fallen verhältnismäßig kurz aus, und dass, obwohl die Shaw Brothers, die man durchaus als Gründerväter des Martial-Art-Films betrachten kann, an der Produktion beteiligt waren. Dafür bekommen wir zahlreiche akrobatische Einlagen zu sehen, bei denen man sich häufig fragt, wie die Trampoline plötzlich in das Setting kommen, aber da es sich hier um eine Komödie und nicht um ein ernstzunehmendes Gesellschaftsdrama handelt, schauen wir auch hierüber hinweg.

Bildqualität

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Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,35:1 vor und schaut allgemein hervorragend aus. Allerdings wechselt sehr häufig die Farbgebung, oftmals in ein und der gleichen Szene. Eben noch war alles in Ordnung und sehr kräftig, und mit dem Wechsel der Kameraperspektive springt das Bild zu düsteren, grünstichtigen Bildern um, um dann bei der nächsten Kameraeinstellung wieder „normal“ zu werden. Diese Schwankungen geschehen ausschließlich bei Wechsel der Kameraperspektive, so dass der Anschein entsteht, als wäre einige Rollen stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Leider stört dieser Wechsel den Filmfluss, weshalb wir an dieser Stelle auch zwei Punkte abziehen. Abgesehen davon ist wirklich alles absolut großartig, vor allem wenn man Budget und Alter des Films bedenkt. Die Schärfe bewegt sich durchschnittlich auf einem sehr hohen Niveau, und kann bei ideal ausgeleuchteten Szenen und Nahaufnahmen durchaus mit aktuellen Produktionen mithalten. Der Kontrast ist alles in allem gut, aber bei besagten Szenen ebenfalls wechselhaft, ebenso wie der Schwarzwert. Altersbedingte Mängel sind durchgängig festzustellen, aber in einem so geringen Umfang, dass sie den Filmgenuss, wenn überhaupt, nur minimal stören.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher, italienischer und englischer Sprache mit optional zuschaltbaren Untertiteln auf der Disc vor, wobei sich die Untertitel an den Originaldialogen orientieren, wodurch man einen recht guten Eindruck davon bekommen kann, wie unlustig der Film eigentlich ist. Akustisch bleibt die blaue Scheibe etwas hinter den Erwartungen, oder besser gesagt „Hoffnungen“ zurück, und präsentiert einen alles in allem eher unauffälligen Ton. Die Dialoge sind jederzeit gut verständlich und klar priorisiert, klingen allerdings stellenweise etwas dumpf und altbacken. Der extrem eingängige Soundtrack von Franco Micalizzi klingt fröhlich und beschwingt, und macht den Film sogar noch ein gutes Stück alberner als er ohnehin schon ist. Hintergrundgeräusche gehen dafür stellenweise komplett unter oder klingen sehr künstlich, was aber bei dieser Art von Film keine Seltenheit darstellt. Die deutsche Synchronfassung stammt, wie bereits mehrfach erwähnt, von Synchronlegende Rainer Brandt, der auch über Nick Jordan in der Rolle des Aru zu hören ist. Die weiteren Rollen sind mit Renate Danz, Uwe Paulsen, Gerd Holtenau, Ursula Herwig, Gerd Duwner, Hans Walter Clasen, Hugo Schrader und Marianne Lutz ebenfalls hochkarätig besetzt und sorgen für ein wohliges „Zu Hause“-Gefühl bei Freunden der Brandtschen Schnoddersynchro. Diese klingt allerdings auch ein wenig künstlich, fast so, als wäre sie viele Jahre später von Fans angefertigt worden, die damit dem guten Rainer ein Denkmal setzen wollten, allerdings spricht die Qualität der Sprecher völlig dagegen. Die Szenen, die in der alten deutschen Fassung nicht vorhanden waren, liegen im italienischen Original mit Untertiteln vor.

Ausstattung

• Tutte Contro Tutti (29:41 Minuten) • Trailer Im Bonusmaterial finden wir lediglich ein Interview mit Riccardo Billi in italienischer Sprache (selbstverständlich mit optional zuschaltbaren Untertiteln) und eine Handvoll Trailer zum Hauptfilm. Die Disc selbst steckt in einem mit Wendecover ausgestatteten Keep-Case, wobei das Cover ein anderes Motiv zeigt als das des stabilen Einsteckschubers, in welchem die Hülle untergebracht wurde.

Fazit

Technisch ist die blaue Scheibe äußerst solide. Das Bild ist zwar alles in allem sehr gut, wechselt aber häufig innerhalb einer Szene bei einem Wechsel der Kameraeinstellung das Farbschema. Der Ton ist weitestgehend unauffällig, kann sich aber hören lassen. Nun mag das die wenigsten Fans wirklich stören, zumal die Qualität, in der der Film bislang verfügbar war, gelinde gesagt miserabel war. Obendrein bekommen wir den Film nun endlich ungekürzt zu sehen und bekommen sogar noch ein bisschen Bonusmaterial dazu. Der Film selbst ist eine absolute Lachnummer – im positiven Sinne. Nichts und niemand ist hier ernst, jeder Satz enthält mindestens einen Kalauer aus der Schnodderschmiede Rainer Brandts, und wer auf Albernheiten steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Hier durfte sich Brandt so richtig austoben, und das hat er auch gemacht. Wer allerdings nicht damit zurecht kommt, wird binnen kürzester Zeit genervt sein. Alle anderen kommen aus dem Lachen nicht mehr heraus. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

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1 Bewertung(en) mit ø 3,25 Punkten
 
STORY
3.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
2.0

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