Deathcember Blu-ray

Original Filmtitel: Deathcember

Deathcember
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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
O-Ton DTS-HD MA 5.1

O-Ton = Englisch, Spanisch, Koreanisch, Italienisch, Flämisch, Französisch
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
145 Minuten
Veröffentlichung:
04.12.2020
 
STORY
6
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Weihnachtsfilme zeichnen sich meistens durch familienfreundliche und harmonische Unterhaltung aus. Klassiker wie "Black Christmas" von 1974 oder die Gruselkomödie "Krampus" (USA 2015) haben allerdings eindrucksvoll bewiesen, dass sich das Fest der Liebe thematisch ebenso für düstere Horrorfilme eignet. Der Filmemacher Dominic Saxl erkannte das Potenzial ebenfalls, versammelte einige namhafte Genregrößen, darunter Regisseure wie Juergen Kling, Andreas Marschall, Pollyanna McIntosh, Lucky McKee und Lazar Bodroza um sich herum und brachte im letzten Jahr den Episodenhorrorfilm "Deathcember" auf die Leinwände diverser Filmfeste. In insgesamt 24 Episoden werden die Nerven der Zuschauer auf eine harte Probe gestellt. Nun bringt die Busch Media Goup im Vertrieb der Al!ve AG den Film für das Heimkino auf den Markt, allerdings einige Tage zu spät, um den Film – so wie angedacht – als Adventskalender zu verwenden. Was uns dort filmisch und technisch erwartet, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Der Film beginnt mit einem wunderschönen animierten Intro, dem man lediglich vorwerfen kann, dass die Namen der am Film beteiligten Regisseure, welche auf Grabsteinen geschrieben stehen (schöne Idee) nur mit viel Mühe und der Standbildtaste zu entziffern sind. Das Intro, welches sicher nicht zufällig an die berühmte Serie „Tales from the Cryp“ erinnert, stimmt uns gezielt auf das ein, was nun kommt: Ein filmischer Adventskalender, bestehend aus 26 Episoden (24 regulären und zwei weiteren im Abspann, die sich allesamt einzeln über die Kapitelauswahl anwählen lassen), die allesamt das Grundthema „Weihnachten“ aufgreifen, und mit dem Tod eines oder mehrerer Figuren endet. Jede Episode wurde für sich von unterschiedlichen Filmemachern realisiert, so ist es auch kein Wunder dass die Qualität, Kameraarbeit, Darstellerischen Fähigkeiten und Plots ebenfalls sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Verbunden werden die Episoden durch herrlich animierte Zwischensequenzen, die mit der gleichen wundervollen Musik des Intros unterlegt wurden. Wenn nun bei 26 Episoden eine oder zwei Episoden nicht ganz so gelungen sind oder nicht wirklich überzeugen können, ist das natürlich nicht so schlimm, sofern diese Ausfälle von herausragenden Episoden kaschiert werden. Wenn das Ganze allerdings andersherum ist, dass der größte Teil der Episoden mittelmäßig bis mies ist, und lediglich zwei, drei oder vier Episoden im Gedächtnis bleiben, dann schaut das schon anders aus. Hier hält sich das Ganze in der Waage, was zwar nicht gerade gut, aber eben auch nicht unbedingt schlecht ist. Nun muss man allerdings auch bedenken dass es eine Kunst für sich ist, in wenigen Minuten einen Spannungsbogen aufzubauen oder eine Geschichte zu erzählen, und diese Kunst beherrschen nur sehr wenige.
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Auf jede einzelne Episode des Films einzugehen würde nicht nur den Rahmen sprengen, sondern auch die Überraschung verderben, weshalb wir hier nur gezielt ein paar besondere Episoden herauspicken, die aus diesem oder jenen Grund länger im Gedächtnis bleiben.
Da wäre zum Beispiel die Episode „All Sales Fatal“, in der eine Kundin ohne Kassenzettel ein Geschenk umtauschen möchte, was der Kassierer jedoch nicht machen möchte, woraufhin die Situation eskaliert. Herrlich verrückt und durchaus denkbar. Eine weitere, vor allem atmosphärisch gelungene Episode ist „They Once Had Horses“, wobei es sich um eine Art Western-Element handelt, in welcher zwei Cowboys am Lagerfeuer von einer unbekannten Kreatur angegriffen werden. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht, denn die Episode würde sich ausgezeichnet als Aufmacher eines kompletten Spielfilms eignen. Besonders polarisierend ist hingegen die Episode „Crappy Christmas – Operation Christmas Child“, die mit Knetfiguren den sexuellen Missbrauch eines Kindes durch Kirchenmänner zeigt, und zwar in erschreckend abstoßenden Bildern. Nicht minder widerlich ist die Episode „Pig“, in welcher es sich im Grunde genommen um eine „Rape-and-Revange“-Story mit fragwürdiger Schlusspointe handelt. 
Und dann hätten wir natürlich noch eine ganze Reihe von Episoden, die sich der Familie widmen, die an Weihnachten zusammenkommt und sich früher oder später gegenseitig umbringt, was spätestens bei der dritten Episode mit ähnlicher Thematik ein wenig langweilig wird. Mittendrin bekommen wir völlig belanglose Episoden wie die Hexengeschichte „Joy To The Girls“, total abgedrehte Episoden wie die tragisch-komische Geschichte „Villancicos“, soliden Bodyhorror in „Family Matters“ und inszenatorisch ansprechend aber merkwürdige Episoden wie das Stummfilm-Segment „The Hunchback Of Burg Hayn“. Alles in allem empfiehlt es sich, den Episodenfilm tatsächlich gestückelt zu schauen, denn dann bekommt man tatsächlich jeden Tag Lust auf mehr, und wendet sich nicht bereits nach der Hälfte gelangweilt anderen Dingen zu. Aber wie das so mit Adventskalendern is(s)t: Wenn man maßlos an die Sache herangeht, wird man auf mehrere Arten enttäuscht und bestraft – vielleicht nicht ganz so wie der Junge in der ersten Episode „A Door To Far“, aber doch auf die eine oder andere Weise.

Bildqualität

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Eine Bewertung der Bildqualität des Gesamtwerks erweist sich als ausgesprochen schwierig. Während der einzelnen 26 Episoden wechselt sowohl das Ansichtsverhältnis als auch die Bildqualität, wobei letztere sich im Allgemeinen recht gut ausnimmt. Zwar sieht man den meisten Episoden das geringe Budget mal mehr mal weniger deutlich an, aber für einen Independentfilm wie diesen ist das vollkommen okay. Die Schärfe bewegt sich bei jeder der einzelnen Episoden mindestens auf einem hohen Mittelmaß und erreicht stellenweise sogar Top-Werte, wobei hin und wieder auch mit gewollt weichen Bildern gearbeitet wird. Die Farben sind ebenfalls je nach Episode unterschiedlich (es befinden sich sogar Episoden in Schwarz-Weiß im Programm), aber alles in allem schaut jede Episode so aus, wie es mutmaßlich beabsichtigt war. Leider reduzieren hin und wieder auftretende Kompressionsartefakte den positiven Gesamteindruck ein wenig, allerdings reicht es dennoch zu einer recht hohen Bewertung.

Tonqualität

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Was für das Bild gilt, gilt freilich auch für den Ton – auch hier bekommen wir wechselhafte Qualität geboten, wobei das Ganze hier nicht ganz so stark auffällt. Der Film lässt sich wahlweise komplett deutsch synchronisiert, oder aber im Original (hier mit optional zuschaltbaren deutschen Untertiteln, entweder für den kompletten Film, oder aber ausschließlich für die fremdsprachigen Beiträge) abspielen – jeweils in dts-HD Master Audio 5.1. Die Originalsprache der einzelnen Episoden wechselt. So bekommen wir sowohl deutsche Episoden, zahlreiche Englische, aber zum Beispiel auch Spanische und anderssprachige Episoden zu sehen. Einige Episoden weisen einen tollen Raumklang auf, allerdings sind diese Episoden eher die Ausnahme. Im Allgemeinen bleibt der Fokus ganz klar auf den vorderen Kanälen. Selbst die musikalische Untermalung kommt nur selten in nennenswertem Umfang aus den Effektspeakern, und der Subwoofer wird ebenfalls kaum ins Geschehen miteinbezogen. Erstaunlicherweise ist selbst die deutsche Synchronisation wechselhaft. In einigen Episoden ist sie besonders gut gelungen, in anderen weniger. Alles in allem ergibt sich dennoch ein durchschnittlich solides Gesamtbild, wobei es sich allerdings empfiehlt, den Film im Original anzuschauen, schon alleine wegen der Atmosphäre. Viel wird ohnehin nicht gesprochen und einige Episoden verzichten gleich ganz auf Dialoge.

Ausstattung

- Making Of (23:30 Minuten) - Outtakes (6:17 Minuten) - Deathcember Suite (5:48 Minuten) - Wendecover
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Im Bonusmterial finden wir ein „Making Of“, bei dem wir im Grunde lediglich unkommentiertes „Behind the Scenes“-Material einiger Episoden zu sehen bekommen. Dazu gibt es dann auch noch ein kurzes „Outtakes“-Special, allerdings handelt es sich hierbei tatsächlich um „Outtakes“, also „Ausschnitte“, und nicht etwa, wie man vielleicht vermuten würde, um verpatzte Szenen. Soll heißen: Wir sehen hier kleine Clips aus ausgewählten Episoden, wobei sich der Sinn des Ganzen nicht so recht erschließt. Abgerundet wird das Ganze durch eine Trailershow mit anderen Titeln des Labels, und ein Wendecover wurde der Keep-Case-Version ebenfalls spendiert. Trotzdem Schade dass man bei dieser Fülle an Regisseuren und Ideen, nicht mehr über die jeweiligen Hintergründe erfährt.

Fazit

24 (beziehungsweise 26) kurze Weihnachts-Kurzfilmchen mit deutlichem Bezug zu Blut, Gewalt, Mord und Totschlag – der Adventskalender der etwas anderen Art. So unterschiedlich wie die einzelnen Beiträge ist auch die Bild- und Tonqualität. Allerdings bleibt der technische Gesamteindruck durchaus positiv. Im Bonusmaterial bekommen wir „Behind the Scenes“-Material, welches als „Making Of“ bezeichnet wird, und ein paar Clips aus ausgewählten Episoden, die man uns als „Outtakes“ verkauft. Leider kann man das nicht von der inhaltlichen Qualität der einzelnen Episoden behaupten, denn diese sind überwiegend eher belanglos, teilweise geschmacklos, aber es gibt auch ein paar echt gute Episoden, die den Film halbwegs retten. Wenn man den Film in Stücken schaut wird man sicherlich im Großen und Ganzen zufrieden sein. Haut man sich das Ganze aber am Stück rein (wie es mancher auch mit einem Schokoladen-Kalender macht) könnte es sein, dass man am Schluss einfach nur ein fades Gefühl im Magen hat. Leider kommt der Film vier Tage zu spät in den Handel, um ihn als filmischen Adventskalender zu verwenden – was vom Marketing her eher unglücklich ist. (Michael Speier)
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Kaufempfehlung

 
6 von 10

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1 Bewertung(en) mit ø 4,50 Punkten
 
STORY
5.0
 
BILDQUALITäT
5.0
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
4.0

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