Der Spion von Nebenan Blu-ray

Original Filmtitel: My Spy (2020)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
101 Minuten
Veröffentlichung:
03.07.2020
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STORY
7
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
In Hollywood scheint es ein ungeschriebenes Gesetz zu geben, nach dem Action-Stars in ihrer Karriere mindestens einen Film mit Kindern in ihrer Filmografie verzeichnen müssen. Nach Arnold Schwarzenegger und Dolph Lundgren im Franchise von "Kindergarten Cop" oder Dwayne 'The Rock" Johnson" in diversen seiner Filme, trifft es nun Dave Bautista, welcher sich ins Genre einer "Kinder-Komödie" vorwagt. Der Mix aus romantischer Comedy und solidem Actioner wurde durch den Corona-Shutdown an der Kino-Kasse ausgebremst, bevor er überhaupt so richtig Fahrt aufnehmen konnte. Daher hofft man nun im Vertrieb von LEONINE bzw. Tobis Home Entertainment auf ordentliche Umsätze bei der Heimkino-Auswertung. Das nachstehende Review basiert auf der Blu-ray Fassung des Films, welche ab Anfang Juli in den Händlerregalen zu finden sein wird.

Story

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Der Ex-Special-Ops Soldat JJ (D. Bautista) ist nach seinen weltweiten Einsätzen im Auftrag der Regierung zur CIA gewechselt. Doch so recht will ihm die dortige eher ruhige Arbeit als Spion nicht liegen, zieht er handfeste Schießereien doch den geheimen Ermittlungsarbeiten vor. Daher ist seine Freude auch nicht sonderlich groß, als er nach einem verpatztem Auftrag die tollpatschige Bobbi (K. Schaal) als Partnerin zugewiesen bekommt und mit ihr zur Observierung von Kate (P. Fitz-Henley), der Witwe eines Terroristen, eingesetzt wird. Die CIA vermutet nämlich, dass Kates Schwager Victor (G. Bryk) einen Atom-Anschlag plant und hofft daher, über Kate an hilfreiche Informationen zu gelangen. Doch die Agenten haben die Rechnung ohne Kates smarte Tochter Sophie (C. Coleman) gemacht - diese durchschaut die neuen Nachbarn nämlich im Nu und wittert dadurch ihre große Chance: mit einem Video-Mitschnitt erpresst sie JJ fortan, um ihr langweiliges Leben ein wenig aufzupeppen. Dazu würde sich JJ auch als neuer Partner für ihre Mutter gut machen, weshalb sie versucht, die beiden miteinander zu verkuppeln. Während der knallharte Ex-Soldat nach und nach Gefallen an der Vater-Rolle findet, nehmen auch die Terroristen Witterung in Kates Umfeld auf. Wird es JJ gelingen seine Tarnung aufrecht zu erhalten und die kleine Familie zu beschützen?
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Unter der Regie von Peter Segal, welcher mit Komödien wie "30 erste Dates", "Get Smart" oder "Zwei vom gleichen Schlag" solide Erfolge feiern konnte, entstand die hier vorliegende Action-Romanze, in welcher der bullige Dave Bautista in die Hauptrolle eines CIA-Agenten schlüpft, der nach und nach in eine Art Vaterrolle wächst. Bautista selbst zog es zwischendurch ja nun immer mal wieder in humorvolle Filme, bei denen sein eigener Charakter jedoch meist auf den gleichen Eigenschaften basiert: er gibt sich gerne als stoischer und mürrischer Hau-Drauf, der im Laufe der Handlung die ein oder andere Wandlung durchmacht und sich mit seinem Sidekick zusammenrauft. So läuft auch die hier vorliegende Komödie nach bekannten Schemata ab, welche zu jeder Zeit komplett vorhersehbar sind. Dennoch unterhält der Film grundsolide und kann die ein oder anderen Schmunzler für sich verzeichnen. Große Schenkelklopfer sollte man hier jedoch nicht erwarten, auch wenn man sich des Öftern das Lachen nicht verkneifen. Dabei beginnt der Film zunächst recht Action-reich, sodass es sich hierbei auch um einen klassischen Thriller handeln könnte. Doch spätestens, wenn hier die Gegner Grimassen-schneidend durch die Gegend fliegen, ist klar, dass man sich zu keiner Zeit wirklich ernst nimmt und eher einen Beitrag zum Familien-Filmabend liefert, als für die Action-orientierte Männerrunde. Während Bautista hier aber überraschend eine durchaus passable Figur abgibt, ist es vor allem Jungstar Chloe Coleman in der Rolle der Sophie zu verdanken, dass der Film immer wieder Fahrt aufnimmt. Sie wickelt den harten Agenten gekonnt um den Finger und ist für ihr Alter ziemlich gewieft. Da sie neu in der Stadt ist, hatte sie noch keine große Gelegenheit, Freunde zu finden. In der Schule wird sie daher schnell Opfer diverser Mobbing-Attacken, weshalb sie zu vereinsamen droht. Schnell blickt sie jedoch hinter die Fassade von JJ und Bobbi, welche sich in der Rolle der Observatoren doch reichlich schwertun. Nachdem Sophie die Tarnung der Agenten auffliegen lässt, erpresst sie diese fortan mit einem Video-Beweis, um sich ihr Leben etwas unterhaltsamer zu gestalten und zu erleichtern. Schnell spannt sie den vermeintlich neuen Nachbarn JJ zu allerlei Aktivitäten ein, die ihre Mutter durch ihre Arbeit als Krankenschwester nicht wahrnehmen kann. Hierbei kommt es dann immer wieder zu humorvollen Dialogen und Aktionen, wie zum Beispiel beim Schlittschuhlaufen oder beim Vorstellungstag in der Schule. Recht überzeugend ist auch Parisa Fitz-Henley in der Rolle der bezaubernden Kate, die sich als alleinerziehende Mutter in einer neuen Stadt durchbeißen muss. Daher hat sie auch nichts dagegen, dass der sympathische JJ sich ein wenig um ihre Tochter kümmert und ihr somit etwas Arbeit abnimmt. Mit der Zeit finden dann auch die beiden Erwachsenen Gefallen einander, sodass sich eine Romanze anbahnt.
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An dieser Stelle driftet der Film dann eher ins Genre einer romantischen Komödie ab, bei der kurzzeitig doch etwas Langeweile aufkommt. Zwar nimmt man den beiden Protagonisten ihr Schauspiel durchaus ab, vor allem Bautista präsentiert hier unter seiner rauen Schale einen weichen Kern. Doch dies geschieht halt, wie bereits erwähnt, nach vorausschaubaren Mustern, bei denen es zu keinen wirklichen Überraschungen kommt. Vielmehr lebt der Film von seinen tollpatschigen Agenten-Abschnitten, zu denen vor allem Kristen Schaal mit ihrem chaotischen Charakter Bobbi Ault beiträgt. Als heimlicher Fan des Ex-Soldaten JJ möchte die Hackerin auch am liebsten weg vom Schreibtisch und es im Kampfeinsatz endlich einmal krachen lassen. In weiteren Rollen sind unter anderem Ken Jeong als JJs Vorgesetzter David Kim, Greg Bryk als Terroristen-Oberhaupt Victor Martinez, oder Devere Rogers und Noah Dalton Danby als homosexuelles Pärchen aus der Nachbarschaft zu sehen. Sie alle bewegen sich im Rahmen ihrer vorgegebenen Rollen durchaus unterhaltsam, ohne hierbei jedoch besonders positiv oder negativ aufzufallen. Die Action zu Beginn und im Finales des Films ist dann ebenfalls sehr solide in Szene gesetzt, aber auch hier zeigt man lediglich bekannte Situationen, die man so schon aus zahlreichen anderen Agentenfilmen kennt. Sicher, gerade deren humorvolle Darstellung soll natürlich dabei der zentraler Punkt der Geschichte sein. Besonders innovativ geht man hierbei jedoch nicht vor - wobei es wahrscheinlich auch einfach schwer ist, das Rad neu zu erfinden. Somit gilt auch hier wieder die Devise: besser gut geklaut, als schlecht selbst ausgedacht. Unter dem Strich bleibt der Film aber stets unterhaltsam und kann Fans von Bautistas humorvollen Seite durchaus ans Herz gelegt werden.

Bildqualität

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Die Action-Komödie liegt im Ansichtsverhältnis von 2.40:1 vor, womit man sich wieder mit den formatbeschränkenden schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand arrangieren muss. Das Bild selbst präsentiert sich äußerst klar und detailreich und ist dank digitaler Aufzeichnung frei von Filmkorn. Die Farben wirken sehr natürlich und kontrastreich, so wie man es sich von einer modernen Produktion wünscht. Hierzu trägt auch der sehr gute Schwarzwert bei, der in dunklen Szenen Detailverluste verhindern kann. Bautistas zahlreiche Tattoos sind sehr gut zu erkennen, ebenso sind es die feinen Haarsträhnen von Lockenkopf Chloe Coleman - das Bild ist also durchweg sehr scharf gelungen. Einige Abschnitte zeigen die Ereignisse aus der Sicht von Überwachungskameras - hier kann es dann schon mal zu Unschärfen und Störfaktoren kommen. Doch dies ist bewusst so gewählt und sollte damit als Stilmittel angesehen werden, für die es dann natürlich keinen Punktabzug gibt. Insgesamt also eine mehr als zeitgemäße Produktion, an der es aus technischer Sicht nicht auszusetzen gibt.

Tonqualität

Folgende Tonspuren stehen zur Auswahl: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Mit den beiden HD-Tonspuren präsentiert sich auch der Sound von einer zeitgemäßen Seite, auch wenn hier sicherlich noch ein wenig mehr drin gewesen wäre, wenn man auf ein 3D-Soundformat gesetzt hätte. Dieses ist aber hier auch nicht zwingend notwendig, da primär die Dialoge im Vordergrund stehen. In den Action-Sequenzen werden dann auch die Surround-Kanäle passend mit einbezogen, sodass bei Schusswechseln die Kugeln quer durchs Heimkino fliegen und die Explosionen ordentlich an Volumen erhalten. Einzig der Subwoofer dürfte gerade in letzteren Fällen gerne noch etwas beherzter zulangen, um für etwas mehr Druck zu sorgen. Die Dialoge sind zu jeder Zeit klar verständlich, hier gibt es nichts auszusetzen. Das gilt auch für die deutsche Synchronisation, welche bei der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke unter der Leitung von Nico Sablik entstanden ist. Die motivierten Sprechen, wie zum Beispiel Bautistas Stammt-Stimme von Tilo Schmitz, aber auch Emilia Raschewski, welche Chloe Coleman ihre Stimme leiht, machen hier einen durchaus guten Job. So kommt es dann auch, dass zwischen der heimischen Sprachausgabe und deren englischen Pendant kein nennenswerter Unterschied auszumachen ist. Bei deren Vergleich liegen beide Fassungen gleich auf, was Pegel und Dynamik angeht.

Ausstattung

Das Bonus-Material gliedert sich in folgende Abschnitte: - Mini Making-Of (3:48 Min.) - B-Roll (4:06 Min.) - Bildergalerie (2:39 Min.) - Deutscher Kinotrailer 1 - Deutscher Kinotrailer 2 - Deutscher Kinotrailer 3 - Originaltrailer 1 - Originaltrailer 2 - Interviews mit: Chloe Coleman (1:22 Min.) Chris Bender (2:41 Min.) Dave Bautista (5:51 Min.) Ken Jeong (1:09 Min.) Kristen Schaal (1:17 Min.) Parisa Fitz-Henley (1:50 Min.) Peter Segal (7:15 Min.) - Featurettes Intimidated (0:43 Min.) Swear Jar (0:41 Min.) - Trailershow The Peanut Butter Falcon Das Wunder von Marseille Manhattan Queen Wer wir sind und wer wir waren
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Den Auftakt macht ein kurzes Making-Of, dass durch seinen moderierten Stil recht Werbe-lastig wirkt. Dafür ist es jedoch komplett synchronisiert, auch in den knappen Interview-Abschnitten. Weiter geht es mit einigen Impressionen von den Dreharbeiten, welche parallel zum eigentlichen Dreh aufgenommen wurden. Es folgen eine Bildergalerie, sowie je drei deutsche und zwei englische Trailer zum Hauptfilm. Anschließend geht es mit einem Interview-Block weiter, bei dem die Hauptdarsteller, Produzenten, sowie Regisseur Peter Segal auf eingeblendete Fragen antworten. Größtenteils lobt man sich hier jedoch nur gegenseitig und stellt die Charaktere aus der jeweils eigenen Sicht vor. Zwar werden die Fragen auf Deutsch eingeblendet, jedoch gibt es dann in den Interviews leider keine deutschen Untertitel. Dies wäre vielleicht auch für jüngere Zuschauer hilfreich gewesen. In den beiden Featurettes gibt es nochmal zwei kurze Werbebeiträge zum Film, welche ein paar humorvolle Interview-Häppchen zeigen. Insgesamt bietet das Bonus-Material daher nur wenig Interessantes, dass man nicht auch aus dem Film entnehmen kann. Andererseits kann man aufgrund der kurzen Laufzeit dennoch schnell einen Blick riskieren. Zum Abschluss gibt es dann noch einige Programm-Hinweise aus dem Hause Tobis Home Entertainment.

Fazit

Der bullige Dave Bautista zeigt sich in dieser Familien-Komödie einmal von seiner etwas romantischeren Seite, die man zum einen vermutlich nicht an ihm vermutet hätte und die er zum anderen aber auch recht gut herüberbringt. Dabei läuft der Film jedoch sehr vorhersehbar ab, greift man doch auf bekannte Muster zurück. Dennoch wird man immer wieder zum Schmunzeln animiert und abgesehen von einem kleinen Durchhänger im Mittelteil, gibt es auch keine große Langeweile. Sehr gut umgesetzt hat man auch die technische Seite, die sich mit einem hervorragenden Bild und passendem Ton präsentiert: Während die Optik gestochen scharf (Stichwort: Bautistas Tattoos) und mit natürlichen Farben herüberkommt, stehen bei der Vertonung primär die Dialoge im Fokus. Doch keine Angst: auch die Action-Sequenzen wurden sehr gut in Szene gesetzt - hier hätte nur der Subwoofer etwas durchschlagskräftiger sein dürfen. Das Bonus-Material zeigt zahlreiche kurze Beiträge, die allesamt recht werbewirksam gestaltet wurden. Wirklich Essentielles erfährt man hier leider nicht. Für den nächsten Familien-Filmabend eignet sich der Titel aber durchaus und sollte hier alle Zuschauer gut unterhalten. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 30.06.2020

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1 Bewertung(en) mit ø 5,00 Punkten
 
STORY
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BILDQUALITäT
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TONQUALITäT
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EXTRAS
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