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Du machst einen kleinen Fehler VincentVinyl. Bei den Editionen kommen andere variable Kosten auf die Firmen, die aufgrund von kleineren Stückzahlen schon beachtlich sein können. (Vielleicht machen sie mehr marge, vielleicht auch nicht. Ich wollte nur einen kleinen Gedankenfehler mal aufgreifen. meintest du nominell oder in Prozent? ;))
Ich lese immer wieder was von Gewinnmarge. Kennst du die? Und warum soll ein Wirtschaftsunternehmen nicht das am Markt nehmen, was der Markt her gibt?
Die erhöhten Kosten für Collectors Editionen sind verhältnismäßig gering. Meine Infos aus erster Hand beziehen sich zwar vorwiegend auf Videospiele-Editionen (kenne da entfernt jemand, der im Vertrieb eines Publishers arbetet), aber bei Filmen ist es ja das gleiche Prinzip: Das eigentliche Produkt, verursacht die höchsten Kosten (Film Spiel) und man hat dann eh logistisch kaum Mehraufwand für eine Collectors Edition. Die Dreingaben sind Massenprodukte, die man eh auswärts möglichst günstig herstellen lässt.
Im Verhältnis ist die Zunahme der Produktionskosten daher bei den Sammlereditionen zu vernachlässigen: Das Argument Limitierung zählt da relativ geringfügig, denn das Gros der Sammler-Editionen erhält man monatelang, es handelt sich also um so hohe Stückzahlen, dass die Bezeichnung "limitiert" oft Augenwischerei ist. Zwar wird nur eine bestimmte Stückzahl produziert, aber die ist oft so hoch, dass real eine breite Verfügbarkeit besteht. Zudem können Unternehmen den Grad der Limitierung ja selbst bestimmten und wählen den schon so, dass die Gewinnspanne sehr gut ausfällt im Verhältnis zu den Zusatzkosten. Das gleiche gilt für den Preis: Im Bereich Spiele kosten Sammlereditionen teilweise das Doppelte oder Dreifache des normalen Produkts - der Anstieg der Herstellungskosten fällt wesentlich geringer aus - infolge ist der Gewinn für das Unternehmen wesentlich größer. Für Kunden ist der Aufschlag "gerechtfertigt", da man ja ein aus ihrer Sicht exklusives Produkt erhält. Wer mal mit Marketing zu tun hatte kennt dieses Prinzip von Luxus-Anbietern, die mit dem Exklusivitätsprinzip viele hohe Preise rechtfertigen, die an sich in keinem Verhältnis zu den Produktionskosten eines Produktes stehen.
Darum heißt es auch oft nicht, dass die Firma den größten Gewinn erwirtschaftet, welche am meisten Produkte verkauft, sondern eben die, welche die höchsten Gewinnspannen hat.
Ich hab doch gar nicht geschrieben, dass es verwerflich ist, wenn Unternehmen so vorgehen? Ich hab eben nur darauf hingewiesen, dass "gutes Preis-Leistungsverhältnis" und "Qualität" ziemlich subjektive Kriterien sind. Will man beurteilen ob ein Produkt wirklich "günstig" angeboten wird, kann man immer nur mit dem Markt und, wenn sie denn bekannt sind, den Herstellungskosten, vergleichen.
Übrigens wurde dieser ganze Trend zu Collectors Editionen durch einen ganz einfachen Umstand ausgelöst: In den Verkaufscharts zählten früher die verkauften Einheiten eines Produktes. Heute sind es aber die Einnahmen. Collectors Editionen sind eben für Unternehmen mit geringem Mehraufwand ein guter Weg den Preis zu erhöhen, was sich in doppelter Hinsicht rentiert: Sie können ihre Produkte teurer verkaufen und die Gewinnspanne erhöhen und sich parallel noch höher in den Verkaufscharts platzieren.
Dabei schweifen wir aber wieder vom Thema Star Wars ab, also lassen wirs dabei :-). Ich finde den Preis der Blu-rays wie gesagt weder überzogen noch besonders günstig. Hat Fox schon gut kalkuliert.