Cockneys vs. Zombies
Story 6
Bild 7
Ton 8
Ausstattung 7
Gesamt 7
Der deutsche Regisseur Matthias Hoene hat in England mit
Cockneys vs. Zombies 2012 seinen ersten Kinofilm abgeliefert. In einer Mischung aus Horror und Komödie müssen sich hier unter anderem, rüstige Rentner der untoten Horden erwehren. StudioCanal bringt den blutigen Spaß für Erwachsene auf Blu-ray nach Deutschland.
Story
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Der cholerische Opa Ray (A. Ford) verbringt seine letzten Tage damit im Altenheim zu versauern und dort seine Mitinsassen gegen die Obrigkeit zu unterstützen. Als das Altersheim abgerissen und Ray verlegt werden soll, treten seine Enkel Terry (R. Hardiker) und Andy (Treadaway) auf den Plan. Mit einem Bankraub wollen sie ausreichend Kohle heran schaffen, um das Altenheim und damit auch den Lebensabend ihres Großvaters zu retten. Als dann während ihres trotteligen Bankraubs allerdings eine Zombie-Apokalypse in London ausbricht, haben sie plötzlich ganz andere Sorgen.
Cockneys vs. Zombies fängt brachial an: Innerhalb von etwa zwei Minuten erfährt man, wie die Zombies London befallen und die Credits im Comic-Stil knallen zur coolen Rock-Hymne „Monster“ von The Automatic ins Bild – genial! Wer hier kein Grinsen im Gesicht hat, ist selbst schuld. Leider löst der restliche Film das Versprechen, ein neuer Zombie-Meilenstein zu werden, nicht ein. Denn was folgt ist viel langatmige Exposition, während die Handlung immer wieder zwischen den beiden Brüdern Terry und Andy sowie ihrem Opa Ray im Altenheim wechselt. Zwar streut der deutsche, in England lebende, Regisseur Matthias Hoene immer wieder kleine Gags ein, dennoch bleibt
Cockneys vs. Zombies zu unentschlossen. Der Film ist weder lustig genug, um als Horror-Komödie durchzugehen noch cool und blutig genug, um beinharte Zombie-Fans zu begeistern. Im Mittelteil bleibt der Film somit erstaunlich blass und lässt allenfalls über die toll gemachten Aufnahmen der verwüsteten britischen Hauptstadt staunen.
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Als Rettung erweist sich dann das temporeiche Finale: Nachdem der cholerische Rentner Ray, selbstironisch gespielt von Alan Ford, mit diversen Feuerwaffen den Zombies den Garaus machen darf, erhöhen sich sowohl Tempo als auch Amüsement-Faktor von
Cockneys vs. Zombies drastisch. Bei seinem ersten Kinofilm hat Matthias Hoene eine solide Arbeit abgeliefert, die lediglich an einer gewissen Unentschlossenheit und Problemen beim Pacing krankt. Trotzdem zeigen sich hier viele Hoffnungsschimmer, die auf weitere Filme des deutschstämmigen Regisseurs hoffen lassen.
Bildqualität
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Videocodec MPEG4-AVC, Ansichtsverhältnis 2,35:1, Auflösung 1080p
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bewusst verwaschene Optik mit eher gedämpften Farben
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in mittelweiten Aufnahmen durchschnittlicher Detailgrad
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solide Schwarzwerte
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Kompression bleibt im Hintergrund
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Die ersten kurzen Aufnahmen vor der Zombie-Apokalypse überzeugen noch mit hoher Schärfe und kräftigen Farben. Nach dem comichaften Vorspann stellt sich sofort eine bewusst verwaschene Optik mit herausgenommenen Farben ein. Größtenteils bleibt dadurch zwar der „Wow“-Effekt aus, der dreckige Look passt aber zum Szenario. StudioCanals Encode gibt sich dabei problemlos und punktet mit einer sehr ausgewogenen Kompression. Insgesamt ist das Bild somit gelungen.
Tonqualität
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Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1
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verlustfreier Ton sowohl auf Deutsch als auch Englisch
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beide Spuren sind kräftig und betonen besonders die Gewalt der Feuerwaffen
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oftmals Aktivität auf den Rears (Stöhnen von Zombies, Hilfeschreie aus dem Off)
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klar verständliche Dialoge auch bei “Rumgeballer”
Die beiden verlustfreien Tonspuren übertreffen den Bildeindruck nochmals: Sobald die Waffen sprechen, darf der Subwoofer gleichsam ebenfalls losfeuern. Auf den Rears platziert man zudem immer wieder Effekte aus der Umgebung wie stöhnende Zombies oder bröckelnde Trümmer. Die Stimmen der Cockneys bleiben dabei stets verständlich, auch wenn der Akzent im Originalton sicherlich gewöhnungsbedürftig ist.
Ausstattung
Highlight der Ausstattung sind die Beiträge mit Regisseur Matthias Hoene: Einmal beantwortet der Regisseur auf Deutsch die Fragen der Facebook-Community (Ca. 7 Min.) und äußert sich in einem weiteren Interview (ca. 24 Min.) ausführlich zu seinem Werdegang und den Hintergründen von
Cockneys vs. Zombies. Dabei wirkt Hoene sehr sympathisch und natürlich, so dass das Zuschauen und Zuhören wirklich angenehm ist. Weiterhin gibt es noch Vergleiche zweier Filmszenen mit den ursprünglichen Storyboard-Vorlagen, Trailer zum Film und als einziges HD-Extra geschnittene und erweiterte Szenen mit etwa sechs Minuten Spielzeit. Zombie-Fans sollten sich zuletzt das recht lustige Schmankerl Zombie School nicht entgehen lassen: Dieses Video ist eine sehr ironische Anleitung zum Zombie-Schauspiel und wurde allen untoten Statisten vor ihrer Mitwirkung vorgeführt.
Fazit
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Das Bild ist bei
Cockneys vs. Zombies gewollt düster bzw. verwaschen und bedient sich einer erdigen Farbgebung als Stilmittel. Deutscher und englischer Ton sind vollauf gelungen und bewegen sich auf der Höhe der Zeit. Bei den Extras setzen vor allem die deutschsprachigen Interviews mit dem Wahlengländer Matthias Hoene Akzente. Der sympathische Regisseur gibt sich sehr authentisch und plaudert offen aus dem Nähkästchen – eine erfrischende Abwechslung zu manch durchgestylter Hollywood-Doku. Problematischer ist der Film selbst:
Cockneys vs. Zombies mutet in den ersten Minuten wie ein neuer Klassiker des Zombie-Genres an, versumpft dann aber in langatmiger Exposition und ereignislosem Geplänkel. Wären die amüsanten Szenen im Altersheim nicht, verlöre man weit vor dem Finale bereits das Interesse am Schicksal der Überlebenden. Insgesamt findet
Cockneys vs. Zombies nicht recht die richtige Balance zwischen Comedy und Horror, so dass sich diese Unentschlossenheit auf den Zuschauer überträgt. Hier zeigt sich, dass eine tolle Grundidee am Ende leider noch keinen tollen Film ausmacht. Trotzdem ist
Cockneys vs. Zombies für Horror-Fans einen Blick wert, denn für einen unterhaltsamen Filmabend taugt dieser britische Reißer allemal. (anw)
Kaufempfehlung7 von 10
Die Kaufempfehlung der Cockneys vs. Zombies Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.
Testgeräte
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Onkyo TX SR 606
Heco Victa 5.1 Komplett-Set
Panasonic DMP-BDT310EG