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Ich fände es sehr interessant, die vollständige Studie und ihren Entstehungshintergrund begutachten zu dürfen. Leider wird dies aber nie geschehen, da es sich bei der Studie der GfK nicht um eine öffentliche, sondern um eine von einem privaten Klienten in Auftrag gegebene Studie handelt.
Je nachdem, wer der Auftraggeber der Studie war, ist es mehr oder weniger verständlich, dass die Studie, sollte sie tatsächlich zu den genannten Ergebnissen geführt haben, der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wird. Schließlich werden derartige Studien, besonders im Bereich der Marktforschung, stets mit dem Ziel in Auftrag gegeben, eigene Interessen zu stützen und die für die eigene Position zuträglichen Argumente zu untermauern.
Ein kleiner Artikel zum Thema ist auch bei zeit.de zu finden:
http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/gfk-studie-downloads/seite-1
Ich persönlich denke, dass es sehr realistisch ist, anzunehmen, dass der durchschnittliche Nutzer illegaler Streamingseiten mehr Geld in Filmdatenträger und Kino investiert, als der durchschnittliche Verbraucher.
Wenn man diese These, welche möglicherweise von der genannten Studie bewiesen wurde, kommentieren möchte, sollte man sich natürlich zuerst einige Dinge vor Augen führen.
Es wäre falsch, den generellen durchschnittlichen Verbraucher mit dem durchschnittlichen Verbraucher aus dem eigenen Umfeld gleichzusetzen.
Ebenso wäre es falsch, den generellen durchschnittlichen Nutzer illegaler Streamingseiten mit dem spezifischen kino.to Nutzer gleichzusetzen, dessen Bild lediglich auf den eigenen Erfahrungswerten bzgl. kino.to Nutzern beruht, so wie es bspw.
>Vampire< getan hat.
Zudem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Nutzer von Streamingseiten generell wohl filmaffiner sind, als es der Durchschnittsbürger ist und sich aus diesem Grund wahrscheinlich auch intensiver und häufiger mit Filmen auseinandersetzen werden, zum Beispiel in Form von Kinogängen.
Generell lässt sich hierüber allerdings lediglich spekulieren, da bisher leider keine öffentliche Studie voliegt, welche genaue und vor allem empirisch bewiesene Aussagen in Bezug auf das Thema treffen könnte.
Eine Sache, die ich aber nicht verstehe, ist die hier konstant vorherrschende Meinung, Nutzer von Streamingseiten, wie bspw. kino.to, seien offiziel und nach aktueller Gesetzeslage definitiv Straftäter.
Die Gestzeslage bezüglich Streaming ist immer noch unklar definiert.
Momentan ist in Deutschland sowohl eine Gesetzesauslegung "pro", als auch "contra" Streaming möglich. Während eine Raubkopie, sprich ein gezieltes Herunterladen urheberrechtlich geschützten Materials strafrechtlich sehr wohl relevant ist, ist eine strafrechtliche Relevanz beim temporären Speichern, bzw. zweckdienlichen Zwischenspeichern urheberrechtlich geschützten Materials, wie im Fall von Streaming, nicht generell gegeben.
So kann eine Streamingseite an sich illegal sein, die Nutzung des Angebots allerdings nicht unbedingt.
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Update vom 15.07.2012
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