Zitat von Schlumpfmaster;2662529
Am Samstag habe ich ihn mri nun endlich angeschaut und aus Mangel an Alternativen in unseren regionalen Kinos ebenfalls in 3D.
Zuerst einmal der Film selbst.
Der Storyverlauf empfand ich grundsätzlich recht passend, der Schnitt bei weitem nicht so grausam, wie immer getan wurde. Die Schauspieler neigen teilweise etwas zum Overacting, aber alles in einem Rahmen, der zur Wirkung des Films passt.
Den Prolog fand ich grundsätzlich gut, die einführenden Worte von Hugo Waevings Syncronstimme hatten die richtige Mischung aus Dramatik und Informationsgehalt, auch die danach einsetzende Geschichte Zu Paralax und Abin Suhr (nach den einführenden Standbildern) sah richtig gut aus und überzeugte mich bis dahin zu 100%.
Danach kommt der Wechsel auf die Erde und man lerne Hal Jordan und seine ewige Flamme, sowie andere Nebenfiguren kennen.
Das ganze präsentiert sich in einem relativ lockeren Gewand mit teilweise ernsteren Untertönen, die jedoch in der ersten Hälfte nur ein oder zweimal in den Vordergrund rücken.
Dabei gefiel mir auch die Leistung von Star Saphire bzw. Hals LoveInteresset, womit ich mich von den schlechten Meinungen zu ihr distanziere. Sie erfüllt genau den Raum der ihr vom Drehbuch zugestanden wird und tut dies innerhalb der Darstellunsgweise der Geschichte grundsolide.
Wirklich an Fahrt aufnehmen tut der Film aber natürlich mit Hal´s Beförderung zur Green Lantern.
Dabei wirkt die geschichte bis dorthin auch meines Erachtens ziemlich rund, doch mit der Problematik von Hals Angst Verantwortung zu übernehmen im Schlepptau und der damit verbundenen Storywendung seiner verfrühten Abreise von Oa beginnt das Pacing des Films schlicht zu überdrehen.
Ist Hals Grundpoblem och recht glaubwürdig für einen solchen Mainstreamfilm, so ist di4e Wandlung zum verantwortungsvollen helden nicht einmal aufgrud der Begebenheiten unglaubwürdig, sondern einzig aufgrund der geschwindigkeit mit der dies alles geschieht.
Bereits die Ausbildung auf Oa ist hierbei deutlich zu kurz geraten und der einzige Teil des Films, in dem der humor des Streifens für mich nicht funktioniert. Die Ausbildung wird oberflächlich und krude gezeigt, wobei ich mir hier lieber eine Zeitraffer-Sequenz gewünscht hätte, welche unterm TSrich zwar genauso viel Laufzeit in Anspruch nimmt, jedoch das Gefühl einer intensiveren Ausbildung vermittelt hätte.
Optisch ist diese Sequenz auf dem Heimatplaneten der GLs eines der absoluten Schmankerl des Films, doch letztlich ist diese Sequenz inhaltlich zu oberflächlich undzeitlich zu stark komprimiert.
Die Darstellung von Ryan Reynolds überzeugt mich dabei jedoch zu jeder Zeit. Egal ob der Tunichtgut, den er zu Angangs darstellt, als auch der ernsthafte zu allem Entschlossene Hal Jordan des Finales wirken glaubhaft und am Ende auch durchaus packend.
Jedoch wirkt es unglaubwürdig, dass
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zum einen eine Entität der Macht, wie Paralax, mir nichts Dir nichts eine Handvoll, der wie Sinestro sagte, besten Krieger des Corps locker besiegen kann und am Ende gegen einen einzigen blutigen Anfänger unterliegt.
Dabei ist Paralax meines Erachtens eine der mächigsten Widersacher des Corps und wurde letztlich verschenkt.
Andererseits macht es dem unbedarften Zuschauer deutlich in welcher Form Hal durch die Kraft seines puren Willens über sich hinauswächst.
Die Maske-ähnlichen Gimmicks, wie grüne Katapulte usw...machen Spaß, wirken aber unterm Strich in ihrer Gesamtheit einen Tick zu albern. Erst als er Paralax direkt konfrontiert und keine irdischen Gebilde aus seinem Willen die Oberhand mehr haben,wirkt das Ganze meines Erachtens packender. Dabei ist der Showdown aber genau, wie die Weltraumsequenzen, insbesondere auf Oa, einfach zu kurz und viel zu schnell vorbei.
Unterm Strich bleibt festzuhalen, dass die eigentliche Story einer Einführungsgeschichte eines Comic-Superhelden absolut gerecht wird, aber das probem eindeutig das fertige Drehbuch darstellt, denn der Film leidet nicteinam an einer falschen herangehensweise; zumindest nicht in erster Linie, sondern an einem falsch gewählten tempo und dem Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Kapiteln, die der Film erzählt.
Die letzte Sequenz nach dem ersten Teil des Abspanns ist zudem eine Freude für teilwissende, wie mich, oder Kenner der Comics.
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Wenn Marc Strong alias Sinestro den gelben Ring der Macht überstreift und von diesem in Besitz genommen wird, schreit alles nach dem Sinestro-Corps-War
, doch auch diese Krux kommt eigentlich viel zu früh in der Entwicklung des Franchise und fügt sich somit in das gehetzte Gesamtbild des Films.
Aufgrund dem größten Problem, dem Pacing, kann man sich nur wünschen, dass Warner den Film auf BD in einer um 15 bis 20 Minuten längeren Extended Edition veröffentlichen wird, welche die richtigen Elemente ergänzen kann, aber auch wenn nicht wird der Film in meine Sammlung wandern, da er mich unterm Strich unterhalten konnte und eine brauchbare Basis für weitere Filme des GL-Franchise legt.
Zu den Effekten kann ich nur bedingt etwas sagen, da die 3D-Konvertierung eine objektive abschließende Beurteilung der FX-Qualität meines Erchtens nicht zulässt.
Apropos 3D: Der Film profitiert nahezu garnicht von der 3D-Technik. Einzig die Sequenzen im Weltraum gewinnen an merkbarer Plastizität, verlieren jedoch auch wieder durch en durchweg schwarzen Hintergrund, während die Realszenen auf der Erde keinerlei Nutzen aus der technik ziehen können, der den Mehrpreis rechtfertigen würde.
Am besten wirkte der 3D-Effekt daher am Anfang noch vor der Einführung Hal Jordans...
Von mir erhält der Film gute 6,5 bis 7 Punkte von 10, unter der Berücksichtigung eines Einführungsfilms eines Franchise.