Ich habe die zweite Folge jetzt auch gesehen und muss meinem Vorredner da im Großen und Ganzen zustimmen: Es wird jetzt das Setup geschaffen für Kevin & Vanessa - die zwei werden wohl sowas wie Arbeitskollegen, so dass sie ordentlich giftig miteinander sein können, ohne gleichzeitig auch die entsprechende Zuneigung zueinander zeigen zu müssen.
Das unterscheidet es meiner Meinung nach auch ein wenig von King of Queens - sie sind hier einfach nur gifitig zueinander, der familiäre Part wird über die Kinder abgedeckt.
Insgesamt war diese Folge deutlich besser als alle vorhergegangenen mit Leah Remini - gerade sie hat wieder deutlich mehr Spaß und wirkt lebendiger, und rückt gleichzeitig auch mehr ins Zentrum des Geschehens - sie ist nicht mehr nur noch der Lückenfüller wie es vorher wirkte.
Man hat ein wenig das Gefühl, dass die Serie so langsam wirklich da ansetzen könnte, wo King of Queens aufgehört hat - und vielleicht ist auch das ein wenig mit mein Problem; ich mochte die letzten Staffeln von KoQ immer weniger, und fand gerade die ersten immer sehr cool, wo man sich zwar auch herrlich herzhaft gezankt hat, aber dann am Ende doch wieder zusammen gefunden hat. Auch fehlt mir glaube ich ein wenig Tiefe in den Personen - während bei King of Queens beide so ihre Eigenheiten hatten (er der coole Losertyp, mit seinen Ess- und Sprechgewohnheiten, sie die karriere und aussehensfixierte Persönlichkeit) - ist mir hier trotz einer ganzen Staffel noch nicht so ganz klar, wie die Personen charakterlich so drauf sind; vielleicht weil bisher eigentlich nie auch ruhigere Szenen da waren, sondern man sich eigentlich nur von Punchline zu Punchline hangelt. Vielleicht kommt das aber noch. Zu den Punchlines selbst: Ja ein paar Dinge sind ganz nett - so komplett kann mich der Humor noch nicht abholen - auch hier wieder: Bei KoQ war es halt auch der Humor der durch die Tollpatischigkeit, durch die Hilflosigkeit durch Charaktereigenschaften entstanden ist, und wie dann beide damit umgegangen sind, der mich immer gepackt hatte - weniger das ständige sich Sprüche reindrücken. Bei Kevin Can Wait ist leider letzteres das was die Serie auszumachen scheint.
Ich muss ingesagt aber sagen, das Folge 2 schon sehr viel versönlicher ist; zwar find ich den Umgang mit Donnas Tod immernoch kacke, weil es einfach komplett emotionslos dargestellt wird (als wenn sie ein Kanarienfogel oder Ähnliches gewesen wäre) - sieht man aber davon ab, könnte die Serie doch so langsam Aufwind bekommen.
Ich bin jedenfalls wieder gespannt wie es weiter geht.
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