Filmbewertungen von Vincent_vega84

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Mit Past Lives lieferte Regisseurin Celine Song ein fantastisches Regiedebüt ab, was mich am Ende sogar zu Tränen gerührt hat und für mich zu den besten Filmen des Jahres 2023 zählte. Entsprechend gespannt war ich nun auf ihren neuen Film Materialists, der genau wie schon Past Lives, wieder vom Studio A24 produziert wurde. Im Vorfeld wurde der Film häufig als romantische Komödie vermarktet, doch diese Beschreibung trifft meiner Meinung nach nur bedingt zu. Im Kern ist der Film vielmehr eine Satire auf die moderne Dating-Kultur und beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Erfolg, Status und finanzielle Mittel in Beziehungen spielen. Dieses Thema ist durchaus spannend und bietet einige interessante Dialoge, bei denen man als Zuschauer definitiv mitdenken kann. Besonders gefallen hat mir, dass sich der Film Zeit für diese Gespräche nimmt und die Kamera teilweise einfach laufen lässt, während zwei Menschen miteinander reden. Häufig geschieht das in Totalen, wodurch die Szenen sehr natürlich und authentisch wirken. Auch die Kameraarbeit insgesamt hat mir ausgesprochen gut gefallen, da New York als Schauplatz atmosphärisch und stilvoll eingefangen wird und durch ein interessantes Color Grading eine eigene visuelle Note bekommt. Dennoch hatte ich so einige Probleme mit dem Film. Vor allem das Casting konnte mich nicht vollständig überzeugen. Pedro Pascal spielt wie gewohnt charmant und passt gut in seine Rolle, während Chris Evans solide, wenn auch nicht herausragend wirkt. Dakota Johnson hingegen konnte mich erneut nicht wirklich überzeugen, da ihr Spiel für diese Rolle zu wenig Nuancen besitzt. Zusätzlich zieht sich der Film an einigen Stellen spürbar, wodurch das Pacing etwas leidet. Besonders das Ende empfand ich als überraschend mutlos, gerade wenn man es mit der emotionalen Wucht von Past Lives vergleicht. Am Ende bleibt ein Film mit einer sehr interessanten Grundidee und einigen starken Dialogmomenten, dem jedoch der letzte Biss und eine straffere Erzählweise fehlen. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 09.03.26 um 22:25
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Mit Dan Trachtenberg hat das Predator-Franchise in den letzten Jahren einen spürbaren Aufschwung erlebt, denn mit Prey und Predator: Killer of Killers hat er bislang zwei richtig starke Beiträge zur Reihe abgeliefert. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an Predator: Badlands, auch wenn mich der Trailer ehrlich gesagt eher abgeschreckt hat. Am Ende bleibt für mich ein Film zurück, der zwar der schwächste dieser drei Beiträge ist, aber definitiv kein Reinfall geworden ist. Zunächst muss man dem Film zugutehalten, dass er sich nicht darauf ausruht, einfach das Gleiche wie immer zu machen. Stattdessen versucht er wirklich, dem Franchise neue Ideen hinzuzufügen und neue Perspektiven zu eröffnen. Besonders auffällig ist dabei, dass der Predator selbst zur Hauptfigur wird und man deutlich mehr über die Kultur der Yautja erfährt. Das ist zwar ein mutiger Ansatz, allerdings hätte ich persönlich dieses Mysterium lieber weiterhin offen gelassen. Gerade in der ersten Hälfte hatte ich deshalb etwas Mühe, richtig in den Film hineinzufinden. Im Gegensatz zum natürlichen Look von Prey wirkt hier vieles deutlich künstlicher und das Setting bringt spürbar mehr CGI mit sich. Auch mit Elle Fanning als Sidekick wurde ich nicht wirklich warm. Der später eingeführte zusätzliche Begleiter sorgt zudem für humorvolle Momente, die für mich tonal nicht so recht zum Film passen wollten. Das klingt nun nach viel Kritik, aber der Film hat durchaus auch seine Stärken. Vor allem in der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt und bietet mehrere starke und unterhaltsame Actionsequenzen. Mit der Zeit begann ich auch stärker mit den Figuren mitzufühlen und wurde mehr in die Handlung hineingezogen. Besonders das kreative Creature-Design weiss zu gefallen und zeigt, wie viel Fantasie in diesem Universum steckt. Trotz der vielen CGI-Effekte ist mir die Optik insgesamt nie wirklich negativ aufgefallen, da der Film insgesamt sehr hochwertig produziert wirkt. Vor allem das Sounddesign ist richtig stark und trägt viel zur Atmosphäre bei. Am Ende bleibt für mich ein unterhaltsamer Film mit einigen Schwächen, der aber auch Mut beweist, etwas anderes zu versuchen und der zeigt, dass das Predator-Franchise bei Dan Trachtenberg momentan durchaus in guten Händen ist. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 08.03.26 um 21:03
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Vor Predator: Badlands wollte ich mir noch einmal Prey anschauen und habe dabei gleich die Gelegenheit genutzt, mir die Comanche-Version anzusehen, was dem Film tatsächlich noch einmal ein gutes Stück mehr Authentizität verleiht. Auch bei meiner mittlerweile dritten Sichtung bin ich immer noch sehr überzeugt von dem Film. Regisseur Dan Trachtenberg hat hier einen wirklich starken Beitrag zum Franchise abgeliefert und liefert genau das, was man sich von einem Predator-Film wünscht. Eine klare, fokussierte Geschichte, viel Spannung und intensive Begegnungen mit dem Jäger aus dem All. Das hier mit Naru eine Frau die Gegenspielerin des Predators ist, hat mich überhaupt nicht gestört, ganz im Gegenteil, wenn es so umgesetzt wird wie hier, begrüsse ich das sogar sehr. Naru ist nämlich kein einfacher Männerersatz, sondern eine eigenständige Figur, bei der gezielt ihre Fähigkeiten, ihre Intelligenz und ihre Anpassungsfähigkeit herausgearbeitet werden. Dadurch wirkt ihr Überlebenskampf glaubwürdig und nachvollziehbar. Einen grossen Anteil daran hat auch die starke Darstellung von Amber Midthunder, die der Figur viel Persönlichkeit und Präsenz verleiht. Besonders hervorheben möchte ich auch die Action, die eine angenehme Härte besitzt und gleichzeitig eine enorme Wucht entfaltet. Viele Szenen werden in längeren Einstellungen gezeigt, sodass man die Abläufe der Kämpfe jederzeit gut erkennen kann und die Action nicht durch hektische Schnitte zerstückelt wird. Auch technisch liefert der Film einiges, denn die Bilder der Natur sehen grossartig aus und profitieren deutlich davon, dass tatsächlich viel draussen gedreht wurde. Zusätzlich tragen der Score und das Sounddesign stark zur Atmosphäre bei und verstärken die Spannung in vielen Szenen. Das Predator-Design gefällt mir ebenfalls richtig gut, weil es perfekt in diese frühere Zeit und die Umgebung passt und dadurch besonders stimmig wirkt. Einen etwas grösseren Abzug gibt es für mich allerdings beim CGI, vor allem bei den Tieren, die teilweise sehr künstlich aussehen und mich immer wieder ein wenig aus der Immersion gerissen haben. Abgesehen davon habe ich aber kaum etwas zu bemängeln, denn der Film macht genau das, was er soll und erzählt eine packende Predator-Geschichte. Insgesamt ist Prey für mich ein richtig starker Beitrag zum Franchise. Persönlich ordne ich ihn direkt hinter dem Original an. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 07.03.26 um 23:01
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Minority Report bleibt für mich ein starker Vertreter des Science-Fiction-Genres und überzeugt vor allem mit seiner faszinierenden Grundidee. Die Vorstellung, Verbrechen bereits vor ihrer Ausführung zu verhindern, ist nicht nur spannend, sondern regt auch zum Nachdenken und zu Diskussionen über Moral, Kontrolle und freien Willen an. Besonders die Inszenierung von Steven Spielberg ist sehr gelungen und zeigt seine gewohnt routinierte und stilvolle Handschrift. Auch schauspielerisch kann der Film auf ganzer Linie überzeugen, allen voran Tom Cruise in der Hauptrolle. Die Welt der Zukunft wirkt trotz ihres Alters immer noch interessant und durchdacht gestaltet. Über weite Strecken besitzt der Film zudem ein richtig gutes Pacing. Ruhigere, nachdenkliche Momente wechseln sich immer wieder mit spannenden Szenen und packender Action ab. Dadurch bleibt die Handlung lange Zeit sehr fesselnd. Mit einer Laufzeit von rund zweieinhalb Stunden ist der Film für meinen Geschmack allerdings etwas zu lang geraten. Gerade in den letzten 30 Minuten geht ihm spürbar etwas die Luft aus. In dieser Phase verliert die Geschichte deutlich an Tempo und wirkt nicht mehr ganz so straff erzählt wie zuvor. Leider ist ausserdem das CGI nicht besonders gut gealtert. Einige Effekte wirken heute sichtbar künstlich und haben mich stellenweise etwas aus der Atmosphäre gerissen. Trotz dieser Schwächen mag ich den Film wirklich sehr gerne. Insgesamt wurde ich hervorragend unterhalten und finde, dass er auch heute noch ein bemerkenswerter Science-Fiction-Film ist. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 06.03.26 um 16:58
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Der Sport-Horrorfilm HIM ist an den Kinokassen komplett untergegangen und wurde von Kritikern grösstenteils verrissen. Der Trailer hatte mich jedoch sehr angesprochen und liess mich hoffen, dass der Film genau meinen Geschmack treffen könnte. Leider stellte sich am Ende heraus, dass ich mich damit ziemlich geirrt hatte. Trotz einiger interessanter Ansätze blieb bei mir vor allem Enttäuschung zurück. Visuell ist der Film nämlich durchaus beeindruckend und setzt stark auf einen stylischen Look sowie auffällige Settings. Genau hier liegt aber auch das grösste Problem, der Film ist ein klassisches Beispiel für Style over Substance. Während die Inszenierung überzeugt, bleibt die Geschichte erstaunlich schwach und unausgereift. Dabei hätte das Thema eigentlich viel Potenzial geboten. Im Kern geht es um die toxischen Schattenseiten des Profisports, den obsessiven Drang nach Perfektion, Machtmissbrauch sowie die körperliche und mentale Selbstaufgabe für den Erfolg. Leider gelingt es dem Film kaum, diese spannenden Themen wirklich zu vertiefen oder sinnvoll auszubauen. Stattdessen driftet er immer wieder in einen uninspirierten Horror ab, der teilweise sogar unfreiwillig lächerlich wirkt. Am Ende blieb ich ziemlich ratlos zurück und wusste ehrlich gesagt nicht, was mir der Film eigentlich sagen wollte. Schade eigentlich, denn irgendwo in diesem Film steckt eine interessante Idee, sie wird nur nie wirklich gezeigt oder zu Ende gedacht. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 04.03.26 um 22:57
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Der Film House of Gucci von Ridley Scott erzählt die faszinierende Geschichte der Familie hinter der Modemarke Gucci und schafft es immer wieder, die Intrigen und Machtspiele innerhalb der Dynastie spannend darzustellen. Die reale Geschichte rund um Patrizia Reggiani und Maurizio Gucci bietet dafür eigentlich reichlich dramatischen Stoff. Scott inszeniert das Ganze routiniert und liefert dabei viele stilvolle Bilder, die gut zur luxuriösen Welt der Mode passen. Trotzdem fehlt dem Film letztlich das gewisse Etwas, sodass er stellenweise eher wie eine solide Auftragsarbeit wirkt als wie ein wirklich leidenschaftliches Projekt. Ein grosses Problem ist der Ton des Films, der nie so ganz klar wird. Mal wirkt die Geschichte wie ein ernsthaftes Familiendrama, dann wieder wie eine Parodie, Satire oder fast schon eine Komödie. Dadurch fühlt sich der Film teilweise unrund an, weil die verschiedenen Ansätze nicht immer harmonisch zusammenpassen. Auch das Pacing schwankt stark zwischen sehr gelungenen Momenten und Passagen, die sich unnötig in die Länge ziehen. Mit einer Laufzeit von über zweieinhalb Stunden ist der Film insgesamt deutlich zu lang geraten. Die schauspielerischen Leistungen fallen ebenfalls sehr unterschiedlich aus. Adam Driver und Al Pacino überzeugen mit starken Darstellungen und tragen viele der besten Szenen. Lady Gaga hingegen kann hier überraschenderweise nicht ganz überzeugen und wirkt teilweise, als fühle sie sich in der Rolle nicht völlig wohl. Jared Leto spielt seine Figur zwar extrem unterhaltsam, scheint aber fast in einem ganz anderen Film zu sein, wodurch sein Auftritt wie ein Fremdkörper wirkt. Trotz dieser Schwächen hat der Film immer wieder richtig starke Momente und bietet am Ende doch interessante Einblicke in die Welt der Modeindustrie. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 03.03.26 um 07:17
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Sisu: Road to Revenge ist die Fortsetzung des Überraschungshits Sisu aus dem Jahr 2022, der viele Actionfans positiv überrascht hat. Auch ich mochte den ersten Teil sehr, weshalb die Erwartungen an die Fortsetzung entsprechend hoch waren. Zwar erreicht der zweite Teil nicht ganz den Charme seines Vorgängers und auch die Landschaftsaufnahmen wirken diesmal etwas weniger beeindruckend, trotzdem hatte ich erneut grossen Spass mit dem Film. Die Story ist dabei kaum der Rede wert und hätte vermutlich problemlos auf einem Bierdeckel Platz. Sie dient im Grunde nur als Vorwand, um ein völlig überdrehtes Actionfeuerwerk zu zünden. Dabei wirkt vieles sogar noch eine Spur verrückter und kompromissloser als im ersten Teil. Realismus spielt dabei bewusst keine Rolle, stattdessen setzen die Macher voll auf kreative und teilweise herrlich absurde Actionideen. Mit Stephen Lang gibt es zudem einen coolen Gegenspieler, der zwar Präsenz mitbringt, aber ähnlich wie der Antagonist im ersten Teil kaum echte Tiefe erhält. Das fällt jedoch nicht allzu stark ins Gewicht, da die Figuren ohnehin eher funktional für die Action angelegt sind. Man merkt ausserdem deutlich, dass der Film ein höheres Budget zur Verfügung hatte. Leider hat das auch eine kleine Schattenseite, denn der vermehrte Einsatz von CGI fällt stellenweise negativ auf. Gerade im Vergleich zum ersten Teil, der viele Effekte noch praktisch umgesetzt hat, etwa bei Explosionen, wirkte das damals greifbarer. Dennoch bleibt der Film über seine rund 90 Minuten hinweg sehr kurzweilig und verliert kaum Zeit mit unnötigem Ballast. Wer bereits mit dem ersten Teil viel anfangen konnte, dürfte auch hier wieder ordentlich auf seine Kosten kommen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 01.03.26 um 22:20
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Blade Runner 2049 ist für mich eine fantastische Fortsetzung, mit der Denis Villeneuve ein echtes Science-Fiction-Meisterwerk geschaffen hat. Tatsächlich sehe ich den Film sogar noch vor dem Original, weil er dessen Stärken aufgreift und konsequent weiterentwickelt. Die tiefgründige Story wird hier konsequent fortgeführt und um spannende Fragen zu KI, Identität und Evolution erweitert. Dadurch gewinnt der Film noch einmal deutlich an philosophischer Tiefe und emotionaler Wucht. Ein absolutes Highlight ist die Inszenierung, die unglaublich detailverliebt ist und visuell einfach ein Brett ist. Jede Einstellung wirkt durchdacht, jede Kulisse strotzt vor Atmosphäre und trägt zur dichten, melancholischen Stimmung bei. Das CGI bewegt sich dabei auf höchstem Niveau und fällt zu keinem Zeitpunkt negativ auf, sondern fügt sich nahtlos in die reale Bildwelt ein. Besonders die Bilder von Kameramann Roger Deakins sind atemberaubend schön und vollkommen zurecht mit dem Oscar ausgezeichnet worden. Auch der Score und das Sounddesign sind eine echte Wucht und verstärken die intensive Wirkung vieler Szenen enorm. Insgesamt handelt es sich hier um eine Produktion auf allerhöchstem technischen und künstlerischen Niveau. Ryan Gosling ist als Hauptfigur die perfekte Wahl und verkörpert K mit genau der nötigen Mischung aus Zurückhaltung, Melancholie und innerer Zerrissenheit. Aber auch der restliche Cast überzeugt bis in die Nebenrollen hinein und zeigt keinerlei Schwächen. Selbst langsame, ruhige Passagen entfalten eine enorme Spannung, weil Bild, Ton und Schauspiel perfekt zusammenspielen. Für mich ist Blade Runner 2049 daher ein perfekter Film, bei dem ich keine echte Schwäche erkennen kann und der für mich klar den Status eines Meisterwerks verdient. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 28.02.26 um 17:43
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White Men Can’t Jump ist eine Buddy-Komödie, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte und die bei einer Neusichtung immer noch zu grossen Teilen unterhaltsam ist. Gerade zu Beginn macht der Film richtig viel Spass, denn das ungleiche Duo Wesley Snipes und Woody Harrelson liefert sich nicht nur witzige Wortgefechte, sondern auch spannende Basketball-Momente. Die beiden harmonieren wunderbar zusammen und überzeugen auch basketballtechnisch. Die Handlung rund ums Basketballspielen sollte man nicht allzu ernst nehmen, was dem Film eine lockere und spassige Atmosphäre verleiht. Leider versucht die Story später, das Thema Wettsucht von Billy einzubauen, was nur halbherzig umgesetzt wird. Dadurch entstehen Längen, das Tempo bricht merklich ein und der Film zieht sich unnötig in die Länge. Besonders die letzten 30 Minuten wirken streckenweise zäh und der Film weiss nicht wann er enden soll. Das Finale selbst ist zudem seltsam und hölzern inszeniert, was den Gesamteindruck schmälert. Trotz dieser Schwächen bleibt die erste Hälfte der Laufzeit sehr unterhaltsam und zeigt, wie charmant Sportkomödien sein können. Der Humor funktioniert, die Charakterchemie stimmt und man hat viel Spass mit den Sprüchen und den Basketballszenen. Dennoch hinterlässt das unausgegorene Ende ein Gefühl der Enttäuschung. Insgesamt ist der Film ein lustige Sport-Buddy-Komödie, der seine besten Momente in der ersten Hälfte hat, danach aber deutlich nachlässt. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 1
bewertet am 27.02.26 um 17:26
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Das Legacy-Sequel I Know What You Did Last Summer knüpft Jahrzehnte nach den Ereignissen der Originalfilme an und versucht, die Reihe modern fortzuführen. Die ersten beiden Teile mag ich bis heute sehr, was sicher auch mit Nostalgie zusammenhängt, da der erste Film zu meinen frühen Horror-Erfahrungen gehörte. Entsprechend gespannt, aber auch skeptisch war ich gegenüber diesem späten Nachzügler. Leider hat sich meine Skepsis nach Sichtung bestätigt. Zwar ist der Film technisch hochwertig inszeniert und visuell durchaus ansprechend, doch das allein reicht nicht aus. Die Gastauftritte bekannter Figuren sind für Fans ein netter Service, wirken aber eher wie kalkulierte Pflichtübungen statt organische Bestandteile der Handlung. Ein grosses Problem ist, dass keine der fünf Hauptfiguren wirklich sympathisch oder interessant gezeichnet ist. Dadurch fehlt jede emotionale Fallhöhe und es bleibt letztlich egal, was mit ihnen geschieht. Die Dialoge schwanken zwischen hölzern und unfreiwillig komisch, während der eingestreute Humor oft erzwungen wirkt und die ohnehin dünne Atmosphäre zusätzlich untergräbt. Echte Spannung kommt kaum auf, weil der Film seine Bedrohung nicht konsequent aufbaut. Statt subtiler Suspense setzt man lieber auf einen aufdringlichen Score, der künstlich Dramatik erzeugen soll. Auch inszenatorisch bleibt vieles überraschend zahm und vorhersehbar. Besonders enttäuschend ist jedoch, wie respektlos das Drehbuch mit den Ereignissen der ersten beiden Filme umgeht. Einige narrative Entscheidungen wirken nicht nur unglücklich, sondern widersprechen dem bisherigen Kanon und nehmen der Reihe damit rückblickend an Wirkung. Am Ende bleibt für mich ein überflüssiges Sequel, dass weder die alte Magie einfängt noch als eigenständiger Slasher überzeugt, ein klarer Reinfall, den ich bei zukünftigen Rewatches der Reihe wohl einfach ignorieren werde. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 2
bewertet am 25.02.26 um 23:54
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Blade Runner von Ridley Scott ist ein Science-Fiction-Film, den ich in jungen Jahren als langweilig und wenig zugänglich empfunden habe. Damals fehlte mir wohl der Zugang zu seiner ruhigen Erzählweise und den philosophischen Untertönen. Mit jeder weiteren Sichtung ist der Film jedoch in meiner Gunst gestiegen und hat für mich deutlich an Tiefe gewonnen. Heute würde ich sogar sagen, dass er mit jedem Rewatch besser wird. Optisch ist der Film nach wie vor beeindruckend und in seiner Detailverliebtheit nahezu unerreicht. Die erschaffene Cyberpunk-Welt wirkt dicht, düster und zugleich erstaunlich greifbar. Das verregnete, neongetränkte Los Angeles entfaltet eine ganz eigene Atmosphäre, die bis heute stilprägend für das Genre ist. Auch die Ausstattung und das Produktionsdesign sind aussergewöhnlich stark und tragen massgeblich zur Immersion bei. Hinzu kommt der fantastische, fast schon hypnotische Score von Vangelis, der perfekt mit den Bildern harmoniert und die melancholische Grundstimmung unterstreicht. Der Cast überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie. Harrison Ford spielt den desillusionierten Rick Deckard zurückhaltend und glaubwürdig. Für mich ist jedoch Rutger Hauer der heimliche Star des Films, insbesondere durch seinen legendären finalen Monolog, der emotional voll ins Schwarze trifft. Mittlerweile lebt der Film für mich vor allem von seiner vielschichtigen Geschichte. Die Fragen nach Menschlichkeit, Identität, Empathie, künstlichem Leben und Sterblichkeit sind zeitlos und richtig spannend. Zwar gibt es einige Längen und klassische Action steht nicht im Vordergrund, doch genau diese ruhige, nachdenkliche Art macht einen grossen Teil seiner Faszination aus. Blade Runner ist für mich mittlerweile ein richtig starker Vertreter des Science-Fiction-Genres, ein Film, für den ich in jungen Jahren schlicht noch nicht bereit war. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 23.02.26 um 22:48
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Now You See Me 2 ist insgesamt wieder ein unterhaltsamer Heist-Movie, der Spass macht und das vertraute Ensemble zurückbringt. Besonders erfreulich ist das Wiedersehen mit den bekannten Figuren, auch wenn Isla Fisher diesmal nicht mehr dabei ist. Ihre Rolle wird durch Lula ersetzt, gespielt von Lizzy Caplan, die frischen Wind in die Gruppe bringt und mit einigen gelungenen Gags überzeugt. Die Dynamik innerhalb der „Vier Reiter“ funktioniert dadurch weiterhin gut, auch wenn sie sich leicht verändert anfühlt. Als Gegenspieler ist Daniel Radcliffe eine interessante Wahl, doch ganz abnehmen konnte ich ihm seine Rolle leider nicht. Sein Charakter bleibt etwas blass und erreicht nicht die Präsenz, die man sich von einem Antagonisten wünscht. Zudem schafft es der zweite Teil nicht, dass rasante Pacing des Vorgängers konsequent beizubehalten, wodurch sich immer wieder kleinere Längen einschleichen. Gerade im Mittelteil verliert die Handlung spürbar an Tempo. Inszenatorisch gibt es dagegen wenig zu beanstanden, der Film ist solide umgesetzt und visuell ansprechend gestaltet. Nur einige weniger überzeugende CGI-Effekte fallen negativ auf. Insgesamt ist der zweite Teil zwar etwas schwächer als sein Vorgänger, bietet aber dennoch gute und kurzweilige Unterhaltung. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 22.02.26 um 16:51
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Now You See Me ist ein erfrischend anderer Heist-Movie, der klassische Genre-Elemente gekonnt mit Zauberei und grossen Illusionen verbindet. Gerade diese Mischung verleiht dem Film ein hohes Tempo und eine besondere Dynamik, die ihn von typischen Heist-Movies abhebt. Der Cast ist bis in die Nebenrollen stark besetzt und sorgt mit viel Charisma und Spielfreude dafür, dass man durchgehend am Ball bleibt. Auch optisch macht der Film einiges her, die Shows der „Vier Reiter“ sind stylisch inszeniert und erzeugen echtes Bühnen-Feeling. Über die gesamte Laufzeit hinweg bleibt der Film äusserst unterhaltsam und hält mehrere Twists bereit, die immer wieder neue Wendungen ins Spiel bringen. Allerdings zünden nicht alle Überraschungen gleichermassen, manche wirken etwas konstruiert oder zu sehr auf den Effekt ausgelegt. Ein weiterer Kritikpunkt ist der teils sehr deutliche Einsatz von CGI, besonders bei den Zaubertricks, was die Faszination echter Illusionen etwas schmälert. Gerade hier hätte ich mir stellenweise mehr praktische Effekte gewünscht, um die Magie greifbarer zu machen. Inhaltlich sollte man zudem nicht alles zu genau hinterfragen, da die Logik gelegentlich zugunsten des Spektakels in den Hintergrund rückt. Unter dem Strich funktioniert der Film jedoch hervorragend als leichte, temporeiche Unterhaltung, die Spass macht und mit ihrer ungewöhnlichen Kombination aus Heist und Magie in Erinnerung bleibt. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 2
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 21.02.26 um 18:41
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Der finnische Actionfilm Sisu ist pures Edeltrash-Kino, komplett überdreht, oft unlogisch und stellenweise extrem brutal und genau das ist hier eine grosse Stärke. Die Handlung ist bewusst minimalistisch gehalten und dient im Grunde nur als Gerüst für eine simple Aneinanderreihung spektakulärer Szenen. Was nach einem Kritikpunkt klingt, funktioniert erstaunlich gut, weil der Film gar nicht mehr sein will als ein kompromissloser Rache-Trip. Mir persönlich macht dieser Film einfach extrem viel Spass und er unterhält von der ersten bis zur letzten Minute. Die Inszenierung ist handwerklich stark, mit sauber choreografierten Actionsequenzen und einem guten Gespür für Timing. Besonders beeindruckend sind die grossartigen Landschaftsaufnahmen der finnischen Wildnis, die dem Film eine raue, fast schon mythische Atmosphäre verleihen. Jorma Tommila überzeugt in der Hauptrolle mit einer wortkargen, intensiven Präsenz und passt perfekt in die Rolle des unerbittlichen Goldsuchers. Trotz oder gerade wegen seiner Übertreibungen entwickelt der Film eine eigene, kompromisslose Identität. Ich kann mir Sisu immer wieder anschauen, denn der Unterhaltungsfaktor ist hier definitiv mehr als nur geboten. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 20.02.26 um 19:02
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Trap ist ein Film, um den ich lange einen grossen Bogen gemacht habe, dem ich über Netflix dann aber doch eine Chance gegeben habe, was sich im Nachhinein als Fehler entpuppte. Selten habe ich in den letzten Jahren einen derartigen Blödsinn gesehen, der mich stellenweise sogar richtig wütend gemacht hat. Die Geschichte ist so absurd und schlampig geschrieben, dass man kaum glauben kann, was sich da auf dem Bildschirm abspielt. Anstatt Spannung aufzubauen, reiht der Film eine unglaubwürdige Entscheidung an die nächste. Dieser Thriller strotzt nur so vor Logiklöchern, die selbst mit viel Wohlwollen nicht zu übersehen sind. Besonders ärgerlich ist, wie extrem die Handlung zurechtgebogen wird, nur damit am Ende alles halbwegs zusammenpasst. Positiv hervorzuheben sind immerhin einige gelungene Kameraeinstellungen, die visuell durchaus Eindruck hinterlassen. Auch Josh Hartnett liefert ein gutes, gleichzeitig unangenehmes Schauspiel ab und scheint sichtlich Spass an seiner Rolle zu haben. Leider kann der restliche Cast dieses Niveau überhaupt nicht halten. Besonders schlimm ist Saleka Shyamalan, die die Schauspielerei wahrscheinlich gleich komplett lassen sollte. Mit The Sixth Sense und Unbreakable hatte M. Night Shyamalan zu Beginn seiner Karriere zwei unglaublich starke Filme abgeliefert. Das dieses Werk vom gleichen Regisseur stammt, ist für mich fast nicht zu glauben. 
Story
mit 1
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 19.02.26 um 09:38
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The Godfather Coda: The Death of Michael Corleone bildet den Abschluss der Trilogie und war für mich schon immer deutlich schwächer als die beiden grandiosen ersten Teile, auch wenn die neue Schnittfassung den Film zumindest ein wenig verbessert. Grundlegend ändert sich zwar nichts an den strukturellen Problemen, doch wirkt die Erzählung nun etwas kompakter und in sich geschlossener. Inszenatorisch kann man dem Film kaum Vorwürfe machen, denn Francis Ford Coppola beweist erneut sein Gespür für starke Bilder, stimmungsvolle Kompositionen und eine dichte Atmosphäre, die immer wieder an die Klasse der Vorgänger erinnert. Auch der Score von Nino Rota und Carmine Coppola fügt sich wunderbar ein und verstärkt die tragische Grundstimmung der Geschichte. Schauspielerisch ist das Ensemble insgesamt überzeugend, allen voran Al Pacino, der einen gealterten, von Schuld zerfressenen Michael Corleone intensiv und glaubwürdig verkörpert. Ausnahme ist Sofia Coppola, die in ihrer Rolle leider deutlich abfällt und gerade in emotionalen Momenten nicht die nötige Tiefe erreicht. Die grössten Probleme liegen jedoch eindeutig in der Story, da sich vieles nicht wirklich schlüssig und rund anfühlt. Besonders die Einführung von Andy Garcia wirkt wie ein Fremdkörper und alles andere als elegant und auch sein schneller Aufstieg innerhalb der Familie erscheint nur bedingt nachvollziehbar. Allgemein ist die Handlung in der neuen Fassung etwas straffer erzählt, dennoch bleiben einige Längen bestehen, sodass immer wieder leichte Langeweile aufkommt. Positiv fällt auf, dass sich der Film nun nicht mehr so stark zweigeteilt anfühlt wie früher, da die einst klare Amerika-/Italien-Aufteilung besser miteinander verwoben wurde. Ein echtes Highlight bleibt jedoch das grosse Finale in der Oper, dass packend inszeniert ist und der Tragödie eine spürbare Konsequenz verleiht. Insgesamt ist der Abschluss der Trilogie sicherlich kein Reinfall, wirkt für mich aber dennoch wie ein Kapitel, dass ich im Grunde nicht unbedingt gebraucht hätte. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 17.02.26 um 12:19
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Die Teeniekomödie Superbad ist für mich auch heute noch extrem unterhaltsam und hat nichts von ihrem Witz verloren. Ich hatte den Film als sehr lustig in Erinnerung und genau dieses Gefühl wurde beim erneuten Schauen absolut bestätigt. Zwar sind die Themen Freundschaft, Erwachsenwerden und das erste Mal im Genre nichts Neues, doch die Umsetzung trifft meinen Humor einfach erstaunlich oft ins Schwarze. Besonders die Dynamik zwischen Jonah Hill und Michael Cera funktioniert hervorragend. Ihre teils völlig hirnlosen, aber pointierten Diskussionen gehören für mich zu den grössten Stärken des Films. Mit Christopher Mintz-Plasse und seinem Alter Ego McLovin bekommt der Film zudem eine Figur, die längst Kultstatus erreicht hat. Sein Handlungsstrang mit den von Seth Rogen und Bill Hader gespielten Polizisten liefert zahlreiche absurde und sehr witzige Momente. Teilweise war mir das allerdings etwas zu drüber und fast schon sketchhaft überzeichnet. Trotzdem sorgt gerade diese Überzeichnung immer wieder für unerwartete Gags und Tempo. Unter dem Strich bleibt Superbad für mich eine richtig starke Teeniekomödie, die eine beeindruckend hohe Trefferquote an Gags hat und bei mir auch Jahre später noch hervorragend funktioniert. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 14.02.26 um 08:06
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Mittlerweile weiss ich, dass sich Braveheart geschichtlich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hat, doch das ist mir persönlich vollkommen egal. Für mich bleibt der Film ein kompromisslos episches Erlebnis, dass sich über seine Laufzeit kaum eine echte Schwäche erlaubt. Die Geschichte mag historisch frei interpretiert sein, funktioniert aber emotional und dramaturgisch hervorragend. Die Besetzung ist dabei nahezu perfekt gewählt. Besonders Mel Gibson passt mit seiner Ausstrahlung, seiner physischen Präsenz und seiner Art ideal in die Rolle des William Wallace. Er trägt den Film mühelos und verleiht der Figur eine starke Identifikationskraft. Der enorme Produktionsaufwand ist bis heute beeindruckend und in dieser Form kaum noch im modernen Kino zu finden. Grosse Massenszenen, echte Statisten und aufwendige Kulissen sorgen für eine spürbare Authentizität. Alles wirkt praktisch umgesetzt und dadurch deutlich greifbarer als viele heutige CGI-Produktionen. Diese handgemachte Qualität verleiht dem Film eine besondere Wucht. Die Schlachten sind dabei die unangefochtenen Highlights. Sie sind nicht nur spektakulär inszeniert, sondern auch roh, brutal und kompromisslos. Gewalt wird nicht romantisiert, sondern als grausame Realität des Krieges gezeigt. Die Kameraarbeit fängt diese Momente eindrucksvoll ein und verstärkt den epischen Charakter des Films. Unterstützt wird das Geschehen von einem fantastischen und ikonischen Score. Die Musik trägt massgeblich zur emotionalen Wirkung bei und bleibt lange im Gedächtnis. Auch abseits der Schlachten berührt mich der Film emotional bis heute. Genau diese nachhaltige emotionale Kraft ist ein starkes Qualitätsmerkmal. Braveheart ist grosses Kino, wie man es heute nur noch selten erlebt. Für mich ist der Film deshalb ganz klar ein Meisterwerk. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 12.02.26 um 23:09
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Vor dem Start von Staffel 2 habe ich mein Wissen noch einmal aufgefrischt und dafür die erste Staffel von The Night Manager erneut geschaut, die inzwischen rund zehn Jahre alt ist und ich muss sagen, dass sie auch heute noch wunderbar funktioniert und nichts von ihrer Stärke verloren hat. Hier passt nahezu alles zusammen, angefangen bei der klug geschriebenen Spionagestory, die konstant spannend bleibt und immer wieder intensive, packende Momente liefert. Für zusätzliche Abwechslung sorgen die zahlreichen internationalen Schauplätze und stilvollen Settings, die der Serie eine besondere Atmosphäre verleihen. Auch schauspielerisch ist die Staffel herausragend besetzt, Tom Hiddleston ist als Hauptfigur perfekt gewählt und trägt die Serie mühelos. Hugh Laurie überzeugt als Gegenspieler ebenso, da seine Figur nicht nur ein klassisches Abziehbild eines Bösewichts ist, sondern mit spürbarer Tiefe und Nuancen ausgestattet wird. Die Nebenfiguren sind ebenfalls hervorragend gecastet, wobei besonders Olivia Colman und Elizabeth Debicki hervorstechen. Trotz kleinerer Längen fühlt sich die Staffel insgesamt sehr rund und hochwertig an. Unter dem Strich bin ich nach wie vor ein groser Fan dieser ersten Staffel, bei der für mich fast alles stimmt. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 11.02.26 um 06:40
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Die Musik von Bruce Springsteen mag ich grundsätzlich ganz gerne, würde mich aber nicht als Fan bezeichnen, da ich mich nie intensiver mit der Person hinter der Musik beschäftigt habe, weshalb ich auch ohne grosse Erwartungen an Springsteen: Deliver Me from Nowhere herangegangen bin. Der Film ist kein klassisches Musikdrama, sondern konzentriert sich gezielt auf die Entstehung des sehr persönlichen Albums Nebraska, was ich als erfrischenden und durchaus spannenden Ansatz empfand. Besonders positiv fiel mir auf, dass sich der Film wirklich Zeit nimmt, den kreativen und praktischen Prozess des Musikmachens zu zeigen, etwas, dass in diesem Genre oft zu kurz kommt. Man bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie Songs entstehen, verworfen und neu gedacht werden. Jeremy Allen White ist dabei klar das Herzstück des Films und liefert als Bruce Springsteen eine fantastische Leistung ab. Nicht nur schauspielerisch überzeugt er, sondern auch stimmlich bringt er eine überraschende Authentizität mit. Die Darstellung von Springsteens schweren Depressionen in dieser Schaffensphase wirkt ruhig, ehrlich und angenehm unaufdringlich. Der Film vermeidet es dabei, diese dunklen Momente zu romantisieren und begegnet ihnen mit viel Respekt. Ebenfalls grossartig ist Jeremy Strong als Produzent Jon Landau, der seine Rolle zutiefst menschlich anlegt. Sein Einsatz dafür, die rohe und kompromisslose Philosophie von Nebraska zu bewahren, sorgt für einige der emotional stärksten Szenen. Problematisch ist allerdings das Erzähltempo, dass immer wieder ins Stocken gerät und spürbare Längen erzeugt. Vor allem im Mittelteil hätte eine straffere Inszenierung gutgetan. Meine Erwartungen waren im Vorfeld eher gering, da der Film kaum grosse Wellen geschlagen hat. Umso positiver überrascht war ich am Ende von diesem sensiblen, ernsthaften und sehenswerten Musikdrama. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 10.02.26 um 21:11
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Mr. & Mrs. Smith ist eine Actionkomödie, die ich deutlich besser in Erinnerung hatte, auch wenn sie mir diesmal trotzdem noch Spass gemacht hat. Die Grundidee ist nach wie vor richtig witzig und sorgt immer wieder für unterhaltsame Situationen. Besonders gut funktionieren dabei einige der Dialoge, denn viele Sprüche zwischen den beiden sind herrlich bissig und treffen genau den richtigen Ton. Mein absolutes Highlight ist die Szene, in der beide wissen, was Sache ist und sie sich zu Hause gegenüberstehen, weil die Dynamik dort einfach grossartig ist. Brad Pitt und Angelina Jolie sind für die Rollen perfekt besetzt und haben eine richtig starke Chemie miteinander. Allein ihr Zusammenspiel trägt viele Szenen und macht den Film sehr sehenswert. Weniger gelungen finde ich allerdings die Optik, denn viele Bilder wirken heute ziemlich kitschig und grell. Auch das CGI fällt stellenweise negativ auf und ist nicht besonders gut gealtert. Zum Glück setzt der Film aber auch auf praktische Effekte, die selbst heute noch ordentlich aussehen. Mit dem Pacing habe ich ebenfalls meine Probleme, da sich der Film zwischendurch unnötig zieht. Die Action ist zwar solide, bleibt aber deutlich hinter ihrem Potenzial zurück und ist oft zu stark zerschnitten. Ein kleines Detail, was mich immer wieder gestört hat, ist der falsche Umgang mit den Waffen, was der Glaubwürdigkeit schadet. Wirklich überraschen kann der Film am Ende nicht, da der Ausgang von Anfang an absehbar ist, trotzdem macht Mr. & Mrs. Smith stellenweise richtig Spass und bleibt insgesamt eine lockere, unterhaltsame Actionkomödie. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 2
Tonqualität
mit 2
Extras
mit 3
bewertet am 08.02.26 um 22:39
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Catch Me If You Can ist ein richtig spassiges Katz-und-Maus-Spiel, dass vor allem von der starken Besetzung lebt. Leonardo DiCaprio spielt den charmanten Hochstapler so überzeugend, dass man ihm seine Tricks fast gönnt, während Tom Hanks als leicht schrulliger FBI-Agent einen tollen Gegenpol bildet. Das Zusammenspiel der beiden macht einen grossen Teil des Reizes aus und sorgt für viele unterhaltsame Momente. Immer wieder staunt man über die Geschichte, weil kaum zu glauben ist, dass das alles auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Steven Spielberg fängt dabei die 60er-Jahre-Optik hervorragend ein und schafft es, diese gleichzeitig stilvoll und realistisch wirken zu lassen. Auch die Nebenrollen können sich sehen lassen und passen gut ins Gesamtbild. Besonders Christopher Walken bleibt als Franks Vater im Gedächtnis, da er seine Rolle sehr charmant und mit viel Gefühl spielt. Etwas kritisch sehe ich allerdings die Länge des Films, denn mit fast zweieinhalb Stunden zieht er sich stellenweise ein wenig. Vor allem am Anfang braucht der Film zu lange, um richtig in Fahrt zu kommen. Einige Stationen von Franks Reise hätten ruhig etwas kürzer ausfallen können. Trotzdem verliert der Film nie ganz seinen Unterhaltungswert. Am Ende bleibt Catch Me If You Can eine lockere, unterhaltsame Gaunerkomödie, die man sich problemlos mehr als einmal anschauen kann. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 08.02.26 um 09:00
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Die zweite Staffel von Arcane bietet erneut eine fesselnde und visuell beeindruckende Erfahrung, die das Universum von Piltover und Zaun weiter ausbaut. Die tiefere Auseinandersetzung mit den Charakteren, insbesondere Vi und Jinx, sorgt für noch mehr emotionale Tiefe und lässt ihre komplexen Beziehungen auf eine neue Ebene steigen. Die Animation ist weiterhin auf höchstem Niveau, mit atemberaubenden Details und einer stilisierten cineastischen Ästhetik, die die Serie unverwechselbar macht. Die politische und soziale Dimension der Geschichte wird in Staffel 2 weiter ausgebaut, was die Erzählung noch vielschichtiger macht. Neue Charaktere und Konflikte erweitern das Universum und bringen frischen Wind, ohne die bereits etablierten Handlungsstränge zu verlieren. Persönlich finde ich, dass die letzten drei Folgen etwas gehetzt wirken, was der sonst so durchdachten Erzählweise einen kleinen Dämpfer verpasst. Dennoch bleibt die Serie in ihrer Gesamtheit unglaublich packend und spannend, mit einem gelungenen Aufbau bis zum dramatischen Finale. Insgesamt ist Staffel 2 eine grossartige Weiterführung, die zwar nicht ganz die Intensität der ersten Staffel erreicht, aber dennoch auf höchstem Niveau unterhält. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 08.02.26 um 08:27
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Bei Magic Mike gibt es oft das Vorurteil, dass es sich lediglich um einen plumpen Stripperfilm handelt, doch diese Sichtweise wird dem Film nicht ganz gerecht. Natürlich gibt es einige Stripperszenen, in denen besonders Channing Tatum hervorsticht, der tänzerisch definitiv einiges zu bieten hat und selbst mich als Mann ziemlich ins Staunen bringt. Im Kern ist der Film jedoch auch ein Drama über einen Mann, der versucht, aus diesem Leben auszubrechen. Mike möchte im Leben weiterkommen und sich etwas Eigenes aufbauen, doch immer wieder werden ihm Steine in den Weg gelegt. Gerade dieser innere Konflikt verleiht dem Film mehr Tiefe, als man zunächst erwarten würde. Inhaltlich hat Magic Mike dadurch durchaus einiges zu bieten und wird zudem immer wieder durch viele witzige Szenen aufgelockert, die für eine angenehme Balance zwischen Drama und Unterhaltung sorgen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der Film insgesamt zu lang geraten ist. Immer wieder entstehen deutliche Längen, die den Erzählfluss bremsen. Besonders gestört hat mich zudem das Color Grading des Films. Der starke Gelbstich wirkt auf Dauer unangenehm und lenkt vom Geschehen ab. Sehr positiv hervorheben möchte ich dagegen Matthew McConaughey, der herrlich überdreht spielt und für mich der heimliche Star des Films ist. Trotz einiger Schwächen im Drehbuch und in der Inszenierung bleibt Magic Mike insgesamt ein sehenswerter Film. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 07.02.26 um 17:56
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Zuerst muss ich sagen, dass ich es wirklich schade finde, dass hier Teil 3 nicht direkt das Ende von Tron: Legacy weitererzählt, denn daraus hätte sich meiner Meinung nach etwas deutlich Spannenderes entwickeln können. Tron: Ares schlägt stattdessen einen neuen Weg ein und fokussiert sich stark auf das Thema KI sowie die Verschmelzung von digitaler Welt und Realität. Dieses Konzept hat mich allerdings kaum abgeholt, da der Film diese interessanten Ideen nur an der Oberfläche ankratzt. Inhaltlich bleibt vieles erstaunlich beliebig und wirkt eher wie ein loses Gedankenspiel als wie eine konsequent erzählte Geschichte. Auch schauspielerisch ist das Ergebnis enttäuschend. Jared Leto funktioniert für mich als Hauptfigur überhaupt nicht und wirkt, als würde er schlafwandelnd durch den gesamten Film gehen. Jodie Turner-Smith ist wie so oft leider unterirdisch und taugt als Antagonistin Athena kein bisschen. Greta Lee mag ich eigentlich sehr, habe sie aber noch nie so blass und uninspiriert erlebt wie hier. Besonders ärgerlich ist zudem, dass Evan Peters und Gillian Anderson komplett verschenkt werden. Wenigstens sorgt Jeff Bridges mit einem kurzen Auftritt für einen charmanten Moment, der mir trotz offensichtlichem Fanservice gefallen hat. Wirklich überzeugen kann der Film hingegen auf technischer Ebene. Die Optik und die Effekte liefern einige beeindruckende Bilder, die visuell richtig etwas hermachen und auch ein paar gut inszenierte Action-Momente wissen durchaus zu unterhalten. Der Score von Nine Inch Nails weiss ebenfalls zu gefallen und unterstützt die Atmosphäre gut, kommt jedoch bei weitem nicht an den legendären Soundtrack von Daft Punk aus Tron: Legacy heran. Am Ende bleibt Tron: Ares für mich ein Film, der vor allem technisch punktet, mich erzählerisch aber über weite Strecken ziemlich gelangweilt hat. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 06.02.26 um 18:04

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