Filmbewertungen von Vincent_vega84

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Die Komödie Bridesmaids habe ich meiner Frau geschenkt und direkt mitgeschaut, obwohl mein eigenes Interesse vorher ehrlich gesagt eher gering war. Nach der Sichtung muss ich aber zugeben, dass der Film deutlich besser war, als ich erwartet hatte. Die Handlung bietet zwar kaum grosse Überraschungen und einige der Gags haben bei mir nicht wirklich gezündet, trotzdem wurde ich insgesamt ziemlich ordentlich unterhalten. Das liegt vor allem an Kristen Wiig, die hier ein fantastisches Gespür für Comedy beweist und den Film mit ihrer herrlich chaotischen Art fast im Alleingang trägt. Immer wenn sie in Erscheinung tritt, entsteht eine wunderbar unangenehme und gleichzeitig extrem witzige Dynamik, bei der ich mehrfach lachen musste. Auch der restliche Cast macht seine Sache gut, besonders Rose Byrne passt perfekt in die Rolle der nervigen Konkurrentin und sorgt für einige gelungene Momente. Mit einer Laufzeit von rund zwei Stunden ist der Film für meinen Geschmack allerdings etwas zu lang geraten, da manche Szenen unnötig gestreckt wirken. Dadurch fehlt am Ende doch das gewisse Etwas, um wirklich zu den ganz grossen Komödien des Genres zu gehören. Trotzdem hatte ich mit Bridesmaids insgesamt meinen Spass und wurde dank des starken Casts und vor allem Kristen Wiig durchgehend gut unterhalten. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 16.05.26 um 12:27
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Die preisgekrönte HBO-Miniserie Olive Kitteridge wurde mir empfohlen und erstaunlicherweise hatte ich vorher noch nie von ihr gehört, obwohl mich Cast und Inhaltsangabe sofort neugierig gemacht haben. Die Geschichte begleitet über einen Zeitraum von rund 25 Jahren die titelgebende Olive, die von Frances McDormand schlicht fantastisch gespielt wird. Olive ist eine schwierige Persönlichkeit, schroff, streng, oft beinahe emotionslos und eindeutig von Depressionen geprägt, wodurch sie nicht immer sympathisch wirkt, aber gerade deshalb unglaublich menschlich erscheint. Die Serie erzählt ihre Geschichte sehr ruhig und ohne grosses Tamtam, fast schon entschleunigt, was perfekt zur melancholischen Stimmung passt und den Figuren viel Raum gibt. Dabei behandelt sie zahlreiche Themen wie Einsamkeit, Verlust, das Altern, Vergänglichkeit und die emotionale Last des Lebens in einer Kleinstadt. Besonders die Ehe mit ihrem Mann, grossartig gespielt von Richard Jenkins, steht stark im Mittelpunkt und zeigt eindrucksvoll die Herausforderungen einer langjährigen Beziehung. Auch die schwierige Beziehung zu ihrem Sohn ist ein wichtiger Bestandteil der Handlung, da dieser sichtbar unter dem Verhalten seiner Mutter leidet. Zwar fehlt der Serie stellenweise etwas Tempo und manche Szenen wirken fast bedrückend melancholisch, dennoch bleibt sie durch ihre Themen und das herausragende Schauspiel jederzeit sehenswert. Vor allem Frances McDormand funktioniert in solchen schrulligen und gebrochenen Rollen einfach hervorragend, weshalb ich ihr unglaublich gerne zugesehen habe. Olive Kitteridge ist sicherlich nicht für jeden etwas, für mich war die Serie aber ein absoluter Geheimtipp und angenehm anders als viele moderne Produktionen. Gerade weil sie sich Zeit für ihre Figuren nimmt und auf leise Zwischentöne setzt, bleibt sie noch lange im Kopf. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 14.05.26 um 12:15
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Gone Girl ist für mich bis heute einer der besten Psycho-Thriller der letzten Jahre und David Fincher beweist hier einmal mehr, warum er als absoluter Perfektionist gilt. Zuletzt hatte ich mit meiner Frau The Housemaid gesehen, der ihr richtig gut gefallen hat und auch ich fand den ganz ordentlich. Weil sie danach Lust auf etwas Ähnliches hatte, fiel mir sofort Gone Girl ein. Nach der Sichtung waren wir uns dann schnell einig, dass Finchers Film klar die stärkere und raffiniertere Variante dieses Genres darstellt, was für mich allerdings wenig überraschend war. Die Geschichte hat zwar durchaus ein paar kleinere Logiklöcher, doch insgesamt ist das Drehbuch extrem clever aufgebaut und entwickelt sich ständig weiter, ohne dabei vorhersehbar zu werden. Besonders interessant finde ich die Struktur des Films, denn die Zuschauer werden gar nicht allzu lange darüber im Dunkeln gelassen, was hier eigentlich vor sich geht und trotzdem bleibt die Spannung bis zum Ende konstant hoch. Das liegt vor allem daran, dass sich die Dynamik zwischen den Figuren immer wieder verändert und der Film ständig neue unangenehme Situationen erschafft. Gleichzeitig endet die Geschichte auf einer wunderbar bitteren Note, die perfekt zum gesamten Ton des Films passt. Inszenatorisch ist das Ganze ohnehin überragend, denn jede Einstellung wirkt bis ins kleinste Detail geplant und durchdacht, was sich sowohl in der Kameraarbeit als auch im Schnitt widerspiegelt. Fincher schafft es erneut, eine unglaublich dichte und unangenehme Atmosphäre aufzubauen, die einen permanent unterschwellig unter Druck setzt. Auch der Soundtrack unterstützt diese bedrückende Stimmung perfekt und sorgt dafür, dass man sich als Zuschauer nie wirklich sicher fühlt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Laufzeit von zweieinhalb Stunden etwas zu lang geraten ist, denn an manchen Stellen hätte dem Film ein wenig mehr Straffung definitiv gutgetan. Schauspielerisch bewegt sich der Film dafür auf absolut höchstem Niveau. Ben Affleck zeigt hier für mich eine seiner besten Leistungen überhaupt und passt perfekt in diese Rolle des ständig verdächtig wirkenden Ehemanns. Noch stärker ist allerdings Rosamund Pike, die hier eine absolut fantastische Performance abliefert und ihrer Figur etwas gleichzeitig Faszinierendes und Verstörendes verleiht. Ich habe ihr diese Rolle zu jeder Sekunde komplett abgenommen und sie hat bei mir ein dauerhaftes Gefühl des Unwohlseins ausgelöst, was wahrscheinlich das grösste Kompliment ist, dass man einer solchen Darstellung machen kann. Auch die meisten Nebendarsteller sind hervorragend gewählt und fügen sich perfekt in den Film ein. Die einzige Ausnahme ist für mich Neil Patrick Harris, der irgendwie nicht ganz in diese düstere Welt passen möchte und immer ein wenig fehl am Platz wirkt. Besonders stark finde ich außerdem, dass Gone Girl weit mehr ist als nur ein klassischer Thriller, denn neben der eigentlichen Geschichte stecken hier auch Themen wie Manipulation, toxische Beziehungen, Geschlechterrollen sowie Medien- und Gesellschaftskritik drin. Genau diese Mischung aus intelligenter Geschichte, perfekter Inszenierung und grossartigen Darstellern macht den Film für mich bis heute zu einem der stärksten Vertreter seines Genres. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 1
bewertet am 11.05.26 um 17:56
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Der Psycho-Thriller The Housemaid schafft es trotz einiger deutlicher Schwächen, über weite Strecken spannend und unterhaltsam zu bleiben. Zwar leidet der Film unter mehreren Logiklücken und der grosse Twist war leider für mich schon relativ früh vorhersehbar, dennoch funktioniert die düstere Atmosphäre erstaunlich gut. Visuell ist der Film sauber inszeniert und setzt auf einen modernen, stilvollen Look, der gut zur unangenehmen Grundstimmung passt. Auch schauspielerisch liefert der Cast insgesamt solide Arbeit ab. Vor allem Amanda Seyfried sticht heraus, da sie die emotional anspruchsvollste Rolle übernimmt und dabei die grösste Bandbreite zeigen darf. Brandon Sklenar überzeugt ebenfalls und bringt genau die ruhige Präsenz mit, die seine Figur benötigt. Bei Sydney Sweeney hatte ich dagegen teilweise das Gefühl, dass sie etwas lustlos oder unmotiviert wirkt, dafür punktet sie aber mit andren reizen. Problematisch ist für mich vor allem die Laufzeit von über zwei Stunden, denn dafür bietet die Geschichte letztlich zu wenig Inhalt. Gerade im Mittelteil zieht sich der Film spürbar und hätte von einer strafferen Erzählweise profitiert. Trotz aller Kritikpunkte hatte ich insgesamt Spass mit dem Film und wurde gut unterhalten, auch wenn ich bezweifle, dass The Housemaid besonders viel Wiederschauwert besitzt. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 11.05.26 um 06:15
/image/movie/annihilation-2017-4k-astro-creations-exclusive-002-limited-edition-fullslip-steelbook-uk-import_klein.jpg
Nach dem fantastischen Ex Machina hat Regisseur Alex Garland mit Annihilation einen richtig starken Mystery-Science-Fiction-Film nachgelegt, der mir bis heute sehr gut gefällt. Der Film schafft es, den Zuschauer lange im Dunkeln darüber zu lassen, was genau hinter der geheimnisvollen Area X steckt und was dort eigentlich vor sich geht. Gerade dieses langsame Entdecken gemeinsam mit der Crew macht den Film spannend und abwechslungsreich, weil man nie genau weiss, was als Nächstes passiert. Dazu kommt eine starke Atmosphäre, die stellenweise fast schon hypnotisch wirkt und den Zuschauer komplett in diese fremdartige Welt hineinzieht. Auch optisch ist Annihilation ein echter Hingucker, denn die kreativen Ideen und die surreale Darstellung der Natur bleiben definitiv im Gedächtnis. Nicht ganz so gelungen sind allerdings einige CGI-Effekte, die teilweise etwas billig wirken, was wahrscheinlich auch dem eher begrenzten Budget geschuldet ist. Dafür gibt es beim Cast kaum etwas auszusetzen, denn dieser ist wirklich hervorragend besetzt. Vor allem Natalie Portman macht als Hauptfigur einen starken Job und trägt den Film problemlos über die gesamte Laufzeit. Ein wenig Mühe habe ich allerdings bis heute mit dem Finale, was für mich nicht ganz das hohe Niveau erreicht, welches der restliche Film zuvor aufgebaut hat. Trotzdem bleibt Annihilation ein faszinierender und ungewöhnlicher Science-Fiction-Film, der sich angenehm von typischen Genrevertretern abhebt. Besonders Fans von mysteriösen und atmosphärischen Stoffen kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Unter dem Strich ist Alex Garland erneut ein intelligenter und visuell beeindruckender Film gelungen, der auch nach dem Abspann noch im Kopf bleibt. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 10.05.26 um 08:57
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Hamnet ist ein stilles, poetisches Drama, dass seine Geschichte in einem sehr ruhigen und entschleunigten Tempo erzählt. Besonders interessant fand ich dabei, dass der Fokus nicht auf William Shakespeare liegt, sondern auf seiner Frau Agnes, die hier klar im Mittelpunkt steht. Gerade diese Perspektive verleiht dem Film eine eigene Identität und hebt ihn von klassischen Biopics ab. Inhaltlich beschäftigt sich der Film vor allem mit Trauerbewältigung und der Frage, wie man persönlichen Schmerz in Kunst verwandeln kann. Dabei entstehen einige wirklich herzzerreissende Momente, die lange nachwirken. Einen grossen Anteil daran hat auch die Musik von Max Richter, die den emotionalen Ton perfekt einfängt. Besonders sein berühmtes Stück „On the Nature of Daylight“ sorgt erneut für eine enorme emotionale Wucht und gehört für mich zu den gefühlvollsten Musikstücken überhaupt. Das absolute Highlight des Films ist jedoch das Schauspiel der beiden Hauptdarsteller. Paul Mescal beweist einmal mehr, wie vielseitig und intensiv er spielen kann und zählt mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsdarstellern. Noch beeindruckender ist allerdings Jessie Buckley, die hier die komplette emotionale Bandbreite abrufen muss und diese Herausforderung mit Bravour meistert und der Oscar dafür ist mehr als nur verdient. Auch die Kamerarbeit kann enorm punkten, denn die wunderschönen Naturaufnahmen verleihen dem Film eine fast meditative Atmosphäre. Zudem wirkt es so, als wäre häufig mit natürlichem Licht gearbeitet worden, was dem Film eine sehr authentische und warme Optik verleiht. Ein wenig Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit dem Pacing, da es durch das entschleunigte Erzählen immer wieder kleinere Längen gibt, in denen gefühlt wenig passiert. Emotional konnte mich Hamnet trotzdem überraschend stark abholen und wer ruhige, melancholische Dramen mag, sollte diesem Film definitiv eine Chance geben. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 2
bewertet am 09.05.26 um 17:11
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The Other Guys ist für mich eine dieser Komödien, die heute leider nur noch selten produziert werden. Moderne Komödien wirken oft deutlich vorsichtiger, während dieser Film seine Gags ohne angezogene Handbremse raushaut und genau dadurch so gut funktioniert. Die Gagdichte ist enorm hoch und auch wenn natürlich nicht jeder Witz zündet, war die Trefferquote bei mir überraschend stark. Ich wurde über die komplette Laufzeit hinweg hervorragend unterhalten und musste wirklich oft lachen. Besonders Will Ferrell zeigt hier wieder genau die Art von Humor, die bei mir einfach funktioniert, auch wenn er sicher nicht jedermanns Sache ist. Die Kombination mit Mark Wahlberg als ständig genervtem und aggressivem Partner ergänzt sich dabei hervorragend und sorgt für eine starke Dynamik zwischen den Hauptfiguren. Dazu kommen viele bekannte Nebenfiguren und Gastauftritte, die selbst mit wenigen Szenen für einige der besten Momente sorgen. Die eigentliche Handlung konnte mich dagegen nicht wirklich überzeugen und wirkt eher wie ein Vorwand, um die Figuren von einer absurden Situation in die nächste zu schicken. Das stört allerdings kaum, weil der Film klar den Fokus auf seinen Humor und das Zusammenspiel der Charaktere legt. Wer etwas mit deftigeren und herrlich albernen Komödien anfangen kann, dem kann ich The Other Guys auch heute noch absolut empfehlen. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 08.05.26 um 00:05
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Nach meiner Erstsichtung von Alien: Romulus hatte ich zwar einige Kritikpunkte, trotzdem hatte mir der Film richtig gut gefallen und die Zweitsichtung bestätigt diesen Eindruck nun eindeutig, denn für mich gehört er klar zu den stärkeren Einträgen des Alien-Franchises. Regisseur Fede Álvarez schafft es hervorragend, die dichte Atmosphäre und das ikonische Feeling der alten Filme einzufangen und liefert dabei gleichzeitig eine moderne, hochwertig produzierte Inszenierung, die immer wieder effektiv Spannung aufbaut. Besonders hervorzuheben sind die Facehugger-Szenen, die nicht nur extrem nervenaufreibend inszeniert sind, sondern auch tricktechnisch auf einem sehr hohen Niveau funktionieren und zu den klaren Highlights des Films zählen. Die Story selbst ist dagegen eher einfach gehalten und bietet nur wenig wirklich Neues, wobei auch ein gewisser Fanservice durchgehend präsent ist, aber nie komplett überhandnimmt. Trotzdem streut der Film immer wieder kreative Ideen ein, die für Abwechslung sorgen, wobei vor allem die Szene in Schwerelosigkeit im Gedächtnis bleibt und zeigt, wie viel Potenzial noch in diesem Universum steckt. Schauspielerisch ist das Ganze solide, mit Cailee Spaeny, die ihre Rolle überzeugend spielt, während David Jonsson als Android klar heraussticht und seiner Figur eine beeindruckende Differenzierung verleiht. Gleichzeitig bleibt aber ein Problem bestehen, denn viele der Figuren sind nicht besonders sympathisch geschrieben, wodurch das emotionale Mitfiebern deutlich erschwert wird. Eine weitere Schwäche ist für mich das Ende, was stellenweise stark an Alien: Resurrection erinnert, da hätte ich mir etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht. Insgesamt ist Alien: Romulus aber ein richtig gelungener Science-Fiction-Film, der vor allem durch seine Inszenierung, Atmosphäre und einzelnen Highlights überzeugt und sich für mich als fester Bestandteil der Reihe etabliert hat. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 01.05.26 um 15:23
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Mit 28 Years Later: The Bone Temple gelingt der Reihe für mich ein überraschend starker und mutiger nächster Schritt. Der Vorgänger 28 Years Later hatte mir bereits ziemlich gut gefallen, auch wenn ich mit dem Ende grosse Probleme hatte, da es wie ein Stilbruch wirkte und mich etwas ratlos zurückliess. Umso erfreulicher ist es, dass The Bone Temple nun genau diese ominöse Jimmy-Gruppe ausführlicher beleuchtet. Dieser Handlungsstrang hat mir besonders gut gefallen, weil Themen wie Sekte, Machtmissbrauch und Anarchie spannend und konsequent aufgegriffen werden. Die Gruppe geht dabei extrem brutal vor, was der Film schonungslos und kompromisslos zeigt. Spike rückt im Vergleich zum Vorgänger deutlich in den Hintergrund, was ich jedoch überhaupt nicht schlimm fand, da der Film bewusst andere Schwerpunkte setzt und davon profitiert. Parallel dazu bekommt Dr. Kelson viel Raum, der erneut grossartig von Ralph Fiennes verkörpert wird und für mich wieder das absolute Highlight darstellt. Seine Forschungen an den Infizierten entwickeln sich in eine faszinierende Richtung und verleihen dem Film zusätzliche Tiefe. Das Finale ist grossartig inszeniert, gleichzeitig emotional und spannend und zählt für mich zu den stärksten Momenten des Films. Besonders gelungen fand ich ausserdem die Brücke zu 28 Days Later, die dem Ganzen noch einmal zusätzlichen Reiz verleiht. Auch optisch ist The Bone Temple für mich klar der schönste Teil der Reihe, da hier auf klassische Kamerainszenierung gesetzt wird und der Film fantastisch aussieht. Das Schauspiel überzeugt grösstenteils, auch wenn ein paar Mitglieder der Jimmy-Gruppe etwas abfallen. Wer hier allerdings einen klassischen Zombiefilm wie die ersten beiden Teile erwartet, dürfte womöglich enttäuscht sein, da der Film deutlich stärker moralische und philosophische Themen behandelt. Für mich persönlich ist 28 Years Later: The Bone Temple deshalb nicht nur ein gelungener Nachfolger, sondern der stärkste Teil der gesamten Reihe. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 29.04.26 um 17:53
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Mad Max: Fury Road ist für mich einer der konsequentesten und besten Actionfilme aller Zeiten und gehört im Genre ganz klar zur Speerspitze. Die Handlung ist auf ein Minimum reduziert, im Grunde fährt man von A nach B und wieder zurück und trotzdem schafft es der Film, seine Welt fast ausschliesslich über Bilder zu erzählen. Dieses konsequente „Show, don’t tell“ funktioniert erstaunlich gut und macht die postapokalyptische Welt unmittelbar erfahrbar. Die Action ist dabei schlicht atemberaubend und sucht ihresgleichen, sowohl in ihrer Kreativität als auch in ihrer Intensität. Besonders beeindruckend ist, wie der Film trotz umfangreichem CGI durch seinen raffinierten Einsatz nahezu komplett handgemacht wirkt. Dadurch entsteht eine physische Wucht, die viele moderne Blockbuster vermissen lassen und die das Geschehen extrem realistisch erscheinen lässt. Auch inszenatorisch überzeugt der Film auf ganzer Linie, die Kameraarbeit ist dynamisch und gleichzeitig klar, sodass man trotz des Tempos nie die Orientierung verliert. Das Colorgrading mit seinen starken Kontrasten verleiht dem Film eine einzigartige visuelle Identität. Die schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Tom Hardy und Charlize Theron, tragen zusätzlich zur Intensität bei. Der Score von Junkie XL ist extrem treibend und fügt sich perfekt in das Geschehen ein, fast wie ein zusätzlicher Motor der Handlung. Trotz der nahezu pausenlosen Action setzt der Film immer wieder kurze Ruhephasen, die dem Zuschauer erlauben, kurz durchzuatmen. Diese Balance sorgt dafür, dass die Spannung konstant hoch bleibt, ohne zu ermüden. Insgesamt ist Mad Max: Fury Road für mich ein absolutes Action-Meisterwerk und zählt klar zu meinen Lieblingsfilmen. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 26.04.26 um 13:09
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Der Film Furiosa: A Mad Max Saga ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie ein Werk mit mehrfacher Sichtung deutlich in der eigenen Wertschätzung steigen kann, denn nach meinem Kinobesuch war ich zunächst eher enttäuscht, obwohl ich ihn keineswegs schlecht fand. Meine Erwartungen waren nach Mad Max: Fury Road einfach zu hoch, was dem Film gegenüber im Nachhinein betrachtet nicht ganz fair war. Bei der Zweitsichtung im Heimkino konnte ich mich dann deutlich besser auf das einlassen, was der Film eigentlich erzählen möchte, weil ich nun wusste, welche Art von Geschichte mich erwartet. Für eine weitere Sichtung wollte ich dann meine neuen Heimkinolautsprecher ein wenig an ihre Grenzen bringen und habe mich bewusst entschieden, zuerst Furiosa und als nächstes dann Fury Road zu schauen, da beide Filme in Sachen Sound richtig stark abgemischt sind und sich dafür perfekt anbieten. Erstaunlicherweise ist der Film dadurch noch einmal ein gutes Stück in meiner persönlichen Bewertung gestiegen und wirkt inzwischen wie ein richtig starker Genrebeitrag. Zwar stört mich weiterhin der stellenweise künstlich wirkende Look mit sichtbar eingesetztem CGI, der die raue Authentizität des Vorgängers nicht ganz erreicht. Auch Chris Hemsworth empfinde ich als Antagonisten weiterhin nicht vollständig überzeugend, obwohl seine Figur grundsätzlich interessant und exzentrisch angelegt ist. Gleichzeitig überzeugt der Film jedoch mit einer deutlich umfangreicheren Handlung als sein direkter Vorgänger und nimmt sich mehr Zeit für Figurenentwicklung und Weltaufbau. Gerade dieser stärkere Fokus auf Story hat mir bei der erneuten Sichtung überraschend gut gefallen und gibt der Figur Furiosa zusätzliche emotionale Tiefe. Besonders gelungen ist dabei der Übergang von der jungen zur erwachsenen Furiosa, der so elegant umgesetzt ist, dass man ihn kaum bewusst wahrnimmt. Auch schauspielerisch weiss der Film zu überzeugen, vor allem Anya Taylor-Joy trägt die Rolle mit viel Präsenz und Intensität und passt hervorragend in diese raue Welt. Die Action erreicht zwar zu keinem Zeitpunkt ganz die ikonische Wucht von Fury Road, bleibt aber dennoch klar überdurchschnittlich und sehr kreativ inszeniert. Ein besonderes Highlight ist dabei die lange Tankwagen-Sequenz, die mit mehreren originellen Einfällen begeistert und für echtes Mad-Max-Feeling sorgt. Insgesamt habe ich mit dem Film mittlerweile meinen Frieden gemacht und sehe ihn heute als richtig guten und unterhaltsamen Actionfilm, der sich vor vielen aktuellen Genrevertretern nicht verstecken muss. Am Ende bleibt dennoch der Eindruck, dass der Film ein wenig zu lang geraten ist, auch wenn er inzwischen für mich deutlich besser funktioniert als noch nach der ersten Sichtung. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 3
bewertet am 18.04.26 um 21:28
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Now You See Me: Now You Don’t ist für mich der bislang schwächste Teil der Reihe, denn während mir Now You See Me bis heute immer noch sehr gut gefällt und Now You See Me 2 zwar bereits ein gutes Stück schwächer war, aber dennoch sehenswert blieb, liegt der dritte Teil nun nochmals etwas hinter seinem direkten Vorgänger zurück. Man merkt einfach, dass die Formel der Reihe inzwischen ein wenig ausgelutscht wirkt und nicht mehr so richtig begeistern kann wie noch am Anfang. Positiv hervorzuheben ist aber weiterhin die hochwertige Inszenierung, denn handwerklich wirkt der Film solide und ordentlich produziert. Die Tricks sind erneut stark CGI-lastig umgesetzt, was zwar schade ist, aber inzwischen auch irgendwie zum Stil der Reihe dazugehört und daher nicht überrascht. Was mir jedoch deutlich gefehlt hat, ist der stärkere Heist-Charakter der ersten beiden Filme, der hier spürbar zu kurz kommt. Problematisch fand ich ausserdem die drei Neuzugänge im Team, die nicht besonders sympathisch geschrieben sind und zugleich zu viel Raum einnehmen. Dadurch geraten die etablierten Figuren leider zu stark in den Hintergrund, was der Dynamik der Reihe nicht guttut. Auch auf der Antagonistenseite bleibt viel Potenzial ungenutzt, denn mit Rosamund Pike hätte man eigentlich eine richtig starke Gegenspielerin aufbauen können. Stattdessen bleibt ihre Figur leider überraschend blass und erhält kaum echte Tiefe oder Präsenz. Die Story an sich ist zwar insgesamt in Ordnung und durchaus nachvollziehbar erzählt, aber echte Spannung ist bei mir kaum aufgekommen. Unter dem Strich bleibt der Film daher nette und kurzweilige Unterhaltung, die ordentlich gemacht ist, aber leider nicht mehr die Faszination und den Überraschungseffekt der Vorgänger erreicht. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 17.04.26 um 20:00
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Aftersun ist ein sehr spezieller Film, den ich erst einmal ein paar Tage sacken lassen musste, weil er bei mir emotional ziemlich eingeschlagen hat. Grosse Teile des Films bestehen aus dem gemeinsamen Urlaub zwischen Vater und Tochter und man könnte schnell behaupten, dass eigentlich nicht viel passiert, was ein Stück weit auch der Wahrheit entspricht. Irgendwann merkt man jedoch, dass mit dem Vater etwas nicht stimmt und zugleich wird deutlich, dass sich Sophie im Erwachsenenalter mit diesen Erinnerungen auseinandersetzt, die dabei spürbar lückenhaft und fragmentiert bleiben, etwas, dass vermutlich viele von uns kennen, wenn wir versuchen, unsere eigene Kindheit zu rekonstruieren. Gerade obwohl oberflächlich betrachtet nicht viel passiert, muss man sehr aufmerksam zusehen, denn nur so lassen sich die vielen feinen Zwischentöne erfassen und zwischen den Zeilen erkennen, was tatsächlich mit dem Vater los ist. Anfangs wirkt er noch sehr liebevoll und bemüht, doch nach und nach bricht seine Fassade immer stärker auf, bis man schliesslich die tiefe Depression spürt, unter der er leidet. Besonders beeindruckend ist dabei die Leistung von Paul Mescal, dem es hervorragend gelingt, diese innere Zerrissenheit und emotionale Distanz mit grosser Zurückhaltung, aber enormer Wirkung zu transportieren. Gleichzeitig spielt auch Frankie Corio die Tochter äusserst glaubwürdig und natürlich, wodurch die Beziehung zwischen den beiden jederzeit authentisch wirkt und emotional trägt. Einige Szenen haben mich dabei wirklich stark getroffen und gleichzeitig traurig, nachdenklich und auch ein Stück weit wütend gemacht. Die ruhige Inszenierung von Charlotte Wells unterstützt diese melancholische Atmosphäre zusätzlich und verleiht dem Film eine sehr intime und persönliche Wirkung. Das Ende bleibt zwar bewusst offen, doch die vielen Andeutungen waren für mich deutlich genug, um meine eigene Antwort zu finden und den Film auch nach dem Abspann weiter im Kopf zu behalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Film für manche zu ruhig oder unspektakulär erscheinen könnte, doch wer offen für ein leises, melancholisches Drama ist, bekommt hier ein sehr besonderes Filmerlebnis zu sehen, dass weit abseits des Mainstreams funktioniert und nachhaltig berühren kann. 
Story
mit 5
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 10.04.26 um 22:57
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Der 1997 Anaconda Film hatte zwar definitiv einige Schwächen, trotzdem habe ich bis heute eine kleine Schwäche für ihn, was sicher auch ein wenig an Nostalgie liegt. Als dann das Meta-Remake angekündigt wurde, war ich zunächst eher skeptisch, hatte aber gleichzeitig die Hoffnung, dass der Film vielleicht in eine ähnlich selbstironische Richtung wie Tropic Thunder gehen könnte, der für mich zu meinen Lieblingskomödien zählt. Nach der Sichtung hat sich meine Skepsis allerdings leider bestätigt, denn der Film funktioniert für mich auf mehreren Ebenen nicht wirklich. Das grösste Problem ist dabei der klare Fokus auf Komödie, der meinen Humor fast durchgehend verfehlt hat. Ich musste lediglich einmal am Anfang und dann erst rund sechzig Minuten später noch einmal lachen, was für eine Komödie schlicht zu wenig ist. Zwar ist der Cast interessant zusammengestellt, doch konnte mich letztlich keine der Figuren wirklich überzeugen oder nachhaltig begeistern. Besonders schade fand ich, dass ich die sonst sehr geschätzte Energie von Jack Black zwar wiedererkannt habe, sein Spiel hier jedoch überraschend redundant wirkte. Auch die Inszenierung bleibt über weite Strecken völlig generisch und hinterlässt kaum eigene visuelle oder erzählerische Akzente. Weder die Action-Sequenzen noch das eingesetzte CGI erreichen ein Niveau, was Spannung oder echtes Staunen erzeugt. Dadurch wirkt der Film insgesamt erstaunlich austauschbar und verschenkt viele Möglichkeiten. Besonders enttäuschend ist das, weil die Meta-Idee an sich durchaus Potenzi​al für einen unterhaltsamen und originellen Film gehabt hätte, wenn das Drehbuch sorgfältiger ausgearbeitet worden wäre. So bleibt für mich am Ende leider der Eindruck einer der schwächsten Filme des Jahres 2025, dem es vor allem an Mut, Feinschliff und echter Leidenschaft in der Umsetzung fehlt. 
Story
mit 2
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 07.04.26 um 20:25
/image/movie/ben-hur-1959-4k-ultimate-collectors-edition-2-4k-uhd---bonus-blu-ray_klein.jpg
Der Monumentalfilm Ben-Hur ist mit seiner Laufzeit von rund dreieinhalb Stunden ein echter Brocken, bei dem sich zwangsläufig einige Längen ergeben, wodurch das Pacing stellenweise spürbar leidet. Trotzdem bleibt der Film bis heute ein beeindruckendes Erlebnis, dass seine epische Wirkung nicht verloren hat. Besonders auffällig ist, wie gross und aufwendig der Film auch aus heutiger Sicht noch wirkt. Die Ausstattung, die detailreichen Kostüme, die riesigen Sets und die gewaltigen Statistenmassen zeigen eindrucksvoll, wie viel Aufwand in die Produktion gesteckt wurde. Solch eine handgemachte Grösse bekommt man im heutigen Kino nur noch selten zu sehen, was dem Film eine besondere Wirkung verleiht. Mit der spektakulären Seeschlacht und vor allem dem legendären Wagenrennen bietet der Film zudem zwei absolute Highlights, die auch heute noch faszinieren können. Gerade das Wagenrennen gehört zu den ikonischsten Szenen der Filmgeschichte und sorgt noch immer für Spannung. Die Abenteuerhandlung ist abwechslungsreich und interessant erzählt, auch wenn sie sich klar an klassischen Erzählmustern orientiert. Darstellerisch gibt es ebenfalls kaum etwas zu kritisieren, denn Charlton Heston trägt den Film mit grosser Präsenz und Überzeugungskraft. Auch der restliche Cast überzeugt durch starke Leistungen und unterstützt die epische Wirkung der Geschichte. Da der Film mittlerweile sehr alt ist und ich wenig nostalgischen Bezug dazu habe, gehört er vielleicht nicht unbedingt zu den persönlichen Lieblingsfilmen, dennoch erkenne ich deutlich das enorme Herzblut hinter der Produktion. Insgesamt ist Ben-Hur eines der grössten Werke des Sandalenfilm-Genres und ein Filmklassiker, den jeder Filmliebhaber zumindest einmal gesehen haben sollte. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 4
bewertet am 05.04.26 um 19:39
/image/movie/underworld-2003-4k-extended-cut-limited-mediabook-edition-4k-uhd---blu-ray-de_klein.jpg
Underworld ist ein stylischer Fantasy-Actionfilm, der bis heute vor allem durch seine besondere Atmosphäre und seine düstere Inszenierung auffällt. Schon allein Kate Beckinsale im engen schwarzen Latex ist ein echter Blickfang und prägt den Film optisch wie inhaltlich entscheidend. Gleichzeitig bringt der Film einige trashige Momente mit sich und auch das CGI ist aus heutiger Sicht leider nicht besonders gut gealtert. Trotzdem besitzt der Film noch immer eine eigene Faszination, die ihn von vielen Genrevertretern abhebt. Besonders die Mischung aus Vampir- und Werwolf-Thematik wirkt spannend und sorgt für eine interessante Hintergrundwelt. Hinzu kommt die sehr stylische Inszenierung mit ihrem markanten, überwiegend dunklen Look, der trotz sichtbarer Studioaufnahmen hervorragend funktioniert. Die Bildsprache unterstützt die düstere Stimmung effektiv und verleiht dem Film eine unverwechselbare Identität. Auch die Action überzeugt mit zahlreichen Schiessereien und einer angenehm kompromisslosen Härte. Gegen Ende wird der Film für meinen Geschmack allerdings etwas redundant, wodurch es etwas an Abwechslung fehlt. Schauspielerisch kann der Film ebenfalls punkten, vor allem durch die starke Präsenz von Kate Beckinsale sowie die spielfreudigen Auftritte von Michael Sheen und Bill Nighy, die sichtbar Spass an ihren Rollen hatten. Dagegen bleibt Scott Speedman im Vergleich etwas blass und wirkt stellenweise uninspiriert. Insgesamt bleibt Underworld für mich innerhalb seines Genres eine kleine Perle, die man sich immer wieder gut anschauen kann, wenn man einfache und stylische Unterhaltung sucht. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 04.04.26 um 12:54
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Der Film Midnight Run ist eine unterhaltsame Action-Komödie, die gleichzeitig klare Elemente eines Buddy-Movies besitzt und vor allem vom Zusammenspiel seines ungleichen Duos lebt. Besonders Robert De Niro ist für mich das Highlight des Films, da er mit seinen trockenen, harten und zugleich witzigen Sprüchen viele Szenen trägt. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren sorgt immer wieder für wirklich amüsante Momente und hält den Film über weite Strecken lebendig. Gleichzeitig bietet die Handlung ausreichend Abwechslung, mehrere kleinere Wendungen und immer wieder eingestreute Actionsequenzen. Dadurch entsteht ein angenehmer Mix aus Spannung, Humor und Road-Movie-Atmosphäre. Allerdings ist der Film mit über zwei Stunden Laufzeit für diese Art von Genrebeitrag meiner Meinung nach deutlich zu lang geraten. Eine straffere Inszenierung hätte dem Tempo spürbar gutgetan und einige Längen vermieden. Auch wenn Humor vorhanden ist, hätte ich mir insgesamt noch mehr davon gewünscht, um den Film stärker hervorzuheben. Insgesamt ist Midnight Run für mich ein solider bis guter Genrevertreter mit einigen starken Momenten, der mich gut unterhalten hat. Nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird er mir allerdings eher nicht. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 03.04.26 um 13:56
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Der Film The Getaway ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie lohnend es sein kann, auch als jemand mit wenig Erfahrung im 70er-Jahre-Kino gezielt Klassiker nachzuholen. Im Grunde handelt es sich zunächst um einen klassischen Heist-Movie, der sich nach dem Überfall zunehmend in ein spannendes Roadmovie verwandelt und dabei immer wieder wirkungsvolle Actionmomente bietet. Gerade die Action funktioniert erstaunlich gut und wirkt selbst heute noch überraschend frisch und direkt inszeniert. Der Einstieg war für meinen Geschmack allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und eher langsam erzählt, wodurch es eine Weile dauert, bis der Film richtig Fahrt aufnimmt. Sobald jedoch der Überfall vorbereitet und durchgeführt wird, entwickelt der Film ein deutlich besseres Pacing, was er bis zum Ende konsequent hält. Besonders stark ist dabei die Chemie zwischen Steve McQueen und Ali MacGraw, deren Zusammenspiel der Geschichte viel Glaubwürdigkeit und emotionale Spannung verleiht. Ebenfalls sehr überzeugend ist Al Lettieri als Gegenspieler, der mit seiner unberechenbaren und fast schon exzentrischen Art eine intensive Bedrohung ausstrahlt. Die zahlreichen Shootouts sind nicht nur spannend inszeniert, sondern besitzen auch eine für ihre Zeit bemerkenswerte Härte, die gut zum Ton des Films passt. Insgesamt gelingt es dem Film, Spannung, Figurenentwicklung und Action auf eine Weise zu verbinden, die auch heute noch sehr gut funktioniert. Am Ende war ich daher doch ziemlich positiv überrascht, wie gut mir der Film gefallen hat und wie souverän er seine Mischung aus Heist- und Fluchtelementen umsetzt. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 2
Extras
mit 5
bewertet am 02.04.26 um 07:05
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Der Film Roofman erzählt die wahre Geschichte eines Mannes, der trotz guter Absichten immer wieder durchs System fällt und schliesslich auf die schiefe Bahn gerät. Gerade weil es sich um jemanden handelt, der einst für sein Land sein Leben riskiert hat, verleiht das der Geschichte eine besondere Tragik. Gleichzeitig schafft es der Film, diese Schwere mit vielen charmanten und humorvollen Momenten aufzulockern. Besonders das erste Drittel ist äusserst unterhaltsam, da die Idee, sich in einem Spielzeugladen zu verstecken, einen gewissen kindlichen Reiz hat und man fasziniert verfolgt, wie kreativ Jeffrey seine Situation meistert. Dieser Abschnitt lebt stark von Einfallsreichtum und Leichtigkeit und sorgt für einige wirklich amüsante Szenen. Im Mittelteil verliert der Film jedoch spürbar an Tempo, da der Fokus zunehmend auf die Romanze gelegt wird. Diese Entwicklung bremst die Handlung aus und sorgt stellenweise für Längen, die den zuvor aufgebauten Schwung etwas verpuffen lassen. Gegen Ende findet der Film wieder zu seiner Stärke zurück und steuert auf ein gelungenes, gleichzeitig nachdenklich stimmendes Finale zu. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Channing Tatum, der hier wohl seine bislang beste Rolle abliefert und der Figur viel Tiefe verleiht. Auch Kirsten Dunst und Peter Dinklage überzeugen in ihren Nebenrollen und geben dem Film zusätzliche Qualität. Insgesamt ist es schade, dass der Film im Mittelteil so durchhängt, denn mit einem strafferen Fokus hätte er zu einem wirklich starken Werk werden können, so bleibt er am Ende jedoch nur ein sehenswerter Film. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 19.03.26 um 13:01
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Der erste Teil von Zootopia gehört für mich zu meinen absoluten Lieblings-Animationsfilmen aus dem Hause Disney, weshalb meine Vorfreude auf diesen späten zweiten Teil entsprechend gross war. Handlungsmässig spiegelt sich diese lange Wartezeit allerdings nicht wider, denn die Fortsetzung spielt kurz nach dem Ende des ersten Films. Das empfinde ich als eine sehr gute Entscheidung, weil man so direkt wieder in die bekannte Welt eintauchen kann. Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass die ersten 45 Minuten von Zootopia 2 zu dem Besten gehören, was ich je in einem Animationsfilm gesehen habe. Der Film startet mit einem unglaublichen Tempo und wirkt von der ersten Minute an sehr energiegeladen. Gleichzeitig ist er extrem witzig und sprüht nur so vor kreativen Ideen. Besonders beeindruckend ist die Detailverliebtheit in vielen Szenen. Mehrmals habe ich sogar kurz auf Pause gedrückt, weil im Hintergrund so viele kleine Details und Easter Eggs versteckt sind. Gerade dieser visuelle Reichtum macht den Anfang des Films besonders stark. Nach diesem fulminanten Start geht dem Film jedoch leider etwas die Luft aus. Das Pacing verliert spürbar an Tempo und einige der späteren Settings wirken nicht mehr ganz so spannend. Trotzdem bleibt der Film über seine gesamte Laufzeit hinweg unterhaltsam. Das liegt vor allem an den liebenswerten Charakteren und der tollen Chemie zwischen ihnen. Auch die Story funktioniert insgesamt solide und bietet ein paar klassische, aber gelungene Wendungen. Am Ende steht zudem eine schöne und passende Message. Für mich kommt Zootopia 2 zwar nicht ganz an den fantastischen ersten Teil heran. Trotzdem ist es eine sehr gelungene Fortsetzung, die wirklich Spass gemacht hat und Lust auf mehr Abenteuer in dieser Welt macht. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 3
Extras
mit 3
bewertet am 15.03.26 um 10:44
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Obwohl ich die Buchvorlage von Stephen King nie gelesen habe, bin ich mit einer gewissen Neugier an The Running Man herangegangen, zumal ich schon öfter gehört habe, dass diese Version näher an der Vorlage sein soll als die ältere Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger. Für den alten Film habe ich bis heute durchaus ein Herz, auch wenn er objektiv betrachtet ziemlich trashig ist, was sicher auch an einer guten Portion Nostalgie liegt. Entsprechend bin ich an die neue Version relativ unvoreingenommen herangegangen und obwohl der Film einige Probleme hat, wurde ich insgesamt trotzdem gut unterhalten. Besonders Glen Powell sehe ich generell sehr gerne und auch hier bringt er das nötige Können mit, um seiner Figur eine gewisse Vielschichtigkeit zu verleihen. Der restliche Cast ist zwar ebenfalls ordentlich besetzt, bleibt aber insgesamt ein wenig blass, was meiner Meinung nach eher am Drehbuch als an den Schauspielern selbst liegt. Sehr witzig fand ich allerdings den Auftritt von Michael Cera, der in einer der besten Sequenzen des Films auftaucht. Ein wenig verschenkt wirkt dagegen Colman Domingo als Moderator, weil seine Figur einfach zu wenig zu tun bekommt und auch Josh Brolin bleibt als Antagonist leider ziemlich flach. Die Jagd an sich hat mir dafür grundsätzlich gut gefallen, weil es einige abwechslungsreiche Settings gibt und die Regeln des Spiels ein paar nette Einfälle bereithalten. Für meinen Geschmack gibt es allerdings etwas zu wenig Action, wodurch zwischendurch immer wieder kleine Längen entstehen, die den Film ausbremsen. Wenn es dann aber tatsächlich zur Action kommt, ist diese richtig stark inszeniert und zeigt deutlich, was Regisseur Edgar Wright draufhat. Besonders der Schnitt sticht hier positiv hervor und sorgt immer wieder für Dynamik. Auch insgesamt wirkt der Film sehr hochwertig produziert und CGI wird nur dann eingesetzt, wenn es wirklich notwendig ist. Für mich persönlich hätte der Film allerdings etwas mehr Tempo vertragen können und auch die Gesellschaftskritik hätte meiner Meinung nach noch etwas klarer und schärfer ausgearbeitet sein dürfen. So bleibt am Ende aber trotzdem ein unterhaltsamer Science-Fiction-Actionfilm, der immer wieder mit starken Momenten überzeugen kann. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 5
Tonqualität
mit 5
Extras
mit 4
bewertet am 14.03.26 um 12:54
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Der Politthriller All the President’s Men gehört für mich zu den Werken, die zeigen, wie spannend investigativer Journalismus im Film sein kann. Solche Geschichten mag ich generell sehr gerne und gerade die reale Grundlage des Watergate Skandals bietet natürlich eine besonders starke Basis. Der Film arbeitet die Ereignisse rund um den Einbruch und die anschliessenden Recherchen sehr detailliert auf und zeigt eindrucksvoll, wie hartnäckig und zeitaufwendig die Arbeit von Journalisten sein kann. Dabei folgt man den Reportern der The Washington Post Schritt für Schritt durch ihre Recherche. Besonders hervorzuheben ist die Besetzung, Robert Redford und Dustin Hoffman liefern als Reporter-Duo starke Leistungen ab und haben eine spürbar gute Chemie miteinander. Auch in den Nebenrollen ist der Film hervorragend besetzt, was zur glaubwürdigen Atmosphäre beiträgt. Trotz der dialoglastigen Handlung bleibt der Film über seine gesamte Laufzeit hinweg spannend und interessant. Ein wenig Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit der Inszenierung, die für meinen Geschmack stellenweise etwas zu konservativ und trocken wirkt. Gerade aus heutiger Sicht hätte ich mir teilweise eine dynamischere Umsetzung gewünscht. Trotzdem überwiegt am Ende klar das Positive, All the President’s Men bleibt ein packender Politthriller, der auch Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung noch überzeugen kann. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 2
Extras
mit 3
bewertet am 13.03.26 um 07:11
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Der Film Eddington von Ari Aster versucht, eine Vielzahl von Themen in einer einzigen Geschichte zu vereinen. Im Mittelpunkt stehen Machtkämpfe, Paranoia, Verschwörungstheorien, soziale Medien und Rassismus, alles eingebettet in eine satirische Erzählung mit deutlichen Western-Elementen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Genau diese thematische Fülle macht den Film einerseits spannend, sorgt andererseits aber auch dafür, dass er gelegentlich etwas überladen wirkt. Immer wieder gibt es Dialoge und Situationen, die erstaunlich nah an reale Erfahrungen aus der Pandemie erinnern und dem Film dadurch eine besondere Aktualität verleihen. Besonders hervorzuheben ist der hervorragend besetzte Cast. Vor allem Joaquin Phoenix verschwindet einmal mehr komplett in seiner Rolle und liefert eine beeindruckende Performance. Auch Pedro Pascal und Emma Stone tragen dazu bei, dass die Figuren trotz der satirischen Überzeichnung glaubwürdig bleiben. Das Setting der kleinen Wüstenstadt wirkt atmosphärisch dicht und unterstützt die Geschichte sehr gut. Dazu kommt eine starke Kameraarbeit, die die isolierte, aufgeheizte Stimmung der Gemeinschaft eindrucksvoll einfängt. Mit einer Laufzeit von rund zweieinhalb Stunden fühlt sich der Film jedoch stellenweise zu lang an. Immer wieder entstehen Längen und manchmal fehlt ein klarer Fokus, weil so viele Themen gleichzeitig angerissen werden. Gerade im Mittelteil verliert die Handlung dadurch etwas an Spannung. Überraschend ist dann allerdings das letzte Drittel des Films. In den finalen etwa dreissig Minuten schlägt die Geschichte plötzlich in eine intensive Action-Sequenz um, die ich in dieser Form nicht erwartet hätte. Diese Szene ist gleichzeitig spektakulär inszeniert und erstaunlich brutal. Am Ende verlies ich den Film dann doch mit einem eher positiven Eindruck. Eddington ist ein ungewöhnlicher, mutiger Film, der zum Nachdenken anregt und viele Aspekte der jüngeren Vergangenheit aufgreift. Mit etwas mehr erzählerischem Fokus hätte er jedoch noch deutlich stärker werden können. 
Story
mit 4
Bildqualität
mit 3
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 11.03.26 um 16:51
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Mit Past Lives lieferte Regisseurin Celine Song ein fantastisches Regiedebüt ab, was mich am Ende sogar zu Tränen gerührt hat und für mich zu den besten Filmen des Jahres 2023 zählte. Entsprechend gespannt war ich nun auf ihren neuen Film Materialists, der genau wie schon Past Lives, wieder vom Studio A24 produziert wurde. Im Vorfeld wurde der Film häufig als romantische Komödie vermarktet, doch diese Beschreibung trifft meiner Meinung nach nur bedingt zu. Im Kern ist der Film vielmehr eine Satire auf die moderne Dating-Kultur und beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Erfolg, Status und finanzielle Mittel in Beziehungen spielen. Dieses Thema ist durchaus spannend und bietet einige interessante Dialoge, bei denen man als Zuschauer definitiv mitdenken kann. Besonders gefallen hat mir, dass sich der Film Zeit für diese Gespräche nimmt und die Kamera teilweise einfach laufen lässt, während zwei Menschen miteinander reden. Häufig geschieht das in Totalen, wodurch die Szenen sehr natürlich und authentisch wirken. Auch die Kameraarbeit insgesamt hat mir ausgesprochen gut gefallen, da New York als Schauplatz atmosphärisch und stilvoll eingefangen wird und durch ein interessantes Color Grading eine eigene visuelle Note bekommt. Dennoch hatte ich so einige Probleme mit dem Film. Vor allem das Casting konnte mich nicht vollständig überzeugen. Pedro Pascal spielt wie gewohnt charmant und passt gut in seine Rolle, während Chris Evans solide, wenn auch nicht herausragend wirkt. Dakota Johnson hingegen konnte mich erneut nicht wirklich überzeugen, da ihr Spiel für diese Rolle zu wenig Nuancen besitzt. Zusätzlich zieht sich der Film an einigen Stellen spürbar, wodurch das Pacing etwas leidet. Besonders das Ende empfand ich als überraschend mutlos, gerade wenn man es mit der emotionalen Wucht von Past Lives vergleicht. Am Ende bleibt ein Film mit einer sehr interessanten Grundidee und einigen starken Dialogmomenten, dem jedoch der letzte Biss und eine straffere Erzählweise fehlen. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 2
bewertet am 09.03.26 um 22:25
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Mit Dan Trachtenberg hat das Predator-Franchise in den letzten Jahren einen spürbaren Aufschwung erlebt, denn mit Prey und Predator: Killer of Killers hat er bislang zwei richtig starke Beiträge zur Reihe abgeliefert. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an Predator: Badlands, auch wenn mich der Trailer ehrlich gesagt eher abgeschreckt hat. Am Ende bleibt für mich ein Film zurück, der zwar der schwächste dieser drei Beiträge ist, aber definitiv kein Reinfall geworden ist. Zunächst muss man dem Film zugutehalten, dass er sich nicht darauf ausruht, einfach das Gleiche wie immer zu machen. Stattdessen versucht er wirklich, dem Franchise neue Ideen hinzuzufügen und neue Perspektiven zu eröffnen. Besonders auffällig ist dabei, dass der Predator selbst zur Hauptfigur wird und man deutlich mehr über die Kultur der Yautja erfährt. Das ist zwar ein mutiger Ansatz, allerdings hätte ich persönlich dieses Mysterium lieber weiterhin offen gelassen. Gerade in der ersten Hälfte hatte ich deshalb etwas Mühe, richtig in den Film hineinzufinden. Im Gegensatz zum natürlichen Look von Prey wirkt hier vieles deutlich künstlicher und das Setting bringt spürbar mehr CGI mit sich. Auch mit Elle Fanning als Sidekick wurde ich nicht wirklich warm. Der später eingeführte zusätzliche Begleiter sorgt zudem für humorvolle Momente, die für mich tonal nicht so recht zum Film passen wollten. Das klingt nun nach viel Kritik, aber der Film hat durchaus auch seine Stärken. Vor allem in der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt und bietet mehrere starke und unterhaltsame Actionsequenzen. Mit der Zeit begann ich auch stärker mit den Figuren mitzufühlen und wurde mehr in die Handlung hineingezogen. Besonders das kreative Creature-Design weiss zu gefallen und zeigt, wie viel Fantasie in diesem Universum steckt. Trotz der vielen CGI-Effekte ist mir die Optik insgesamt nie wirklich negativ aufgefallen, da der Film insgesamt sehr hochwertig produziert wirkt. Vor allem das Sounddesign ist richtig stark und trägt viel zur Atmosphäre bei. Am Ende bleibt für mich ein unterhaltsamer Film mit einigen Schwächen, der aber auch Mut beweist, etwas anderes zu versuchen und der zeigt, dass das Predator-Franchise bei Dan Trachtenberg momentan durchaus in guten Händen ist. 
Story
mit 3
Bildqualität
mit 4
Tonqualität
mit 4
Extras
mit 3
bewertet am 08.03.26 um 21:03

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