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Gerade gesehen: Extrem laut und unglaublich nah
18. Februar 2012Wenn das Herz entscheiden dürfte, wer das Rennen um den Oscar für den besten Film in diesem Jahr gewinnt, dann käme man an Stephen Daldrys neuem Film wohl nicht vorbei. „Extrem laut & unglaublich nah“ ist schließlich so viel mehr als nur eine weitere Geschichte über den 11. September.
Allein die Namen der Besetzung und der Crew schreien nach dem Oscar: Tom Hanks, Sandra Bullock, in den Nebenrollen John Goodwin, Max von Sydow, James Gandolfini und Jeffrey Wright, dazu der hochgelobte Regisseur Daldry, Kameramann Chris Menges und Drehbuchautor Eric Roth. Wenn man alle Nominierungen und gewonnen preise dieser Truppe zusammenzählt kommt man auf eine nicht gerade niedrige Summe und dennoch kommt „Extrem laut & unglaublich nah“ bei den Kritikern nicht gut weg. Der Grund dafür ist einfach: Die Geschichte wird überall auf die 9/11-Story reduziert die für sie den Hintergrund bildet. Das Wesen des Films wird dabei vielfach übersehen.

Dieser erzählt die Geschichte des zehnjährigen Oskar Shell, dessen Vater bei den Anschlägen auf das WTC sein Leben verloren hat. In dessen Hinterlassenschaften findet der Junge einen Umschlag, darin ein Schlüssel, darauf notiert der begriff 'Black'. Schnell wird klar, 'Black' muss ein Name sein, vermutlich der eines Menschen, der weiß in welches Schloss der Schlüssel passt. Für Oskar ist klar, er muss diesen Menschen finden, nur so kann er die Erinnerung an seinen Vater bewahren. Das Problem: In New York gibt es Hunderte von Blacks. Für Oskar beginnt eine Reise durch die fünf Bezirke der Metropole auf der er unzählige skurrile Persönlichkeiten kennen lernt und ganz nebenbei das Geheimnis um die Geschichte seiner Familie löst.
Daldry schafft es hier, den Bestseller Jonathan Safran Foers in einen phantastischen Film zu übersetzen, ohne dabei die Fehler zu wiederholen die die die Romanvorlage begangen hat. Wo das Buch überladen war, konzentriert sich der Film auf das Wesentliche. So hat Daldry die skurrilsten Blacks aus dem Buch schlicht gestrichen, so beleuchtet er die Rahmenhandlung um den Zweiten Weltkrieg allenfalls zwischen den Zeilen. Statt dessen konzentriert er sich voll auf seinen Protagonisten Oskar (Thomas Horn) und erzählt durch die Augen des Kindes, wie schwierig es ist, das Unbegreifliche rational zu fassen.

Denn genau das ist das eigentliche Thema dieses Films: Die Suche nach Erklärungen für das, was der Verstand des Menschen schlicht nicht verstehen kann. Den plötzlichen Verlust eines geliebten Angehörigen, der das Leben der Hinterbliebenen so radikal ändert, wie es wohl kein anderes Ereignis vermag. Und doch geht das Leben in all seinen Farben und Facetten weiter. 9/11 ist allenfalls der Anlass für diese Geschichte, nicht aber ihr Thema. Der Film über den kleinen Jungen, der unermüdlich auf der Suche nach Antworten auf seine Fragen ist, ist somit letztlich die schönste Liebeserklärung an das Leben und die Menschen dieses Kinowinters. Dass dabei auch gehörig auf die Tränendrüse gedrückt wird und mit unter auch etwas viel Pathos mitschwingt versteht sich von selbst. Aber mal ehrlich: Gehen wir nicht auch dafür ins Kino?
In meinen Augen ein mehr als würdiger Oscaranwärter!
Bilder: © http://wwws.warnerbros.de/extremelyloudandincrediblyclose/index.html
Allein die Namen der Besetzung und der Crew schreien nach dem Oscar: Tom Hanks, Sandra Bullock, in den Nebenrollen John Goodwin, Max von Sydow, James Gandolfini und Jeffrey Wright, dazu der hochgelobte Regisseur Daldry, Kameramann Chris Menges und Drehbuchautor Eric Roth. Wenn man alle Nominierungen und gewonnen preise dieser Truppe zusammenzählt kommt man auf eine nicht gerade niedrige Summe und dennoch kommt „Extrem laut & unglaublich nah“ bei den Kritikern nicht gut weg. Der Grund dafür ist einfach: Die Geschichte wird überall auf die 9/11-Story reduziert die für sie den Hintergrund bildet. Das Wesen des Films wird dabei vielfach übersehen.

Dieser erzählt die Geschichte des zehnjährigen Oskar Shell, dessen Vater bei den Anschlägen auf das WTC sein Leben verloren hat. In dessen Hinterlassenschaften findet der Junge einen Umschlag, darin ein Schlüssel, darauf notiert der begriff 'Black'. Schnell wird klar, 'Black' muss ein Name sein, vermutlich der eines Menschen, der weiß in welches Schloss der Schlüssel passt. Für Oskar ist klar, er muss diesen Menschen finden, nur so kann er die Erinnerung an seinen Vater bewahren. Das Problem: In New York gibt es Hunderte von Blacks. Für Oskar beginnt eine Reise durch die fünf Bezirke der Metropole auf der er unzählige skurrile Persönlichkeiten kennen lernt und ganz nebenbei das Geheimnis um die Geschichte seiner Familie löst.
Daldry schafft es hier, den Bestseller Jonathan Safran Foers in einen phantastischen Film zu übersetzen, ohne dabei die Fehler zu wiederholen die die die Romanvorlage begangen hat. Wo das Buch überladen war, konzentriert sich der Film auf das Wesentliche. So hat Daldry die skurrilsten Blacks aus dem Buch schlicht gestrichen, so beleuchtet er die Rahmenhandlung um den Zweiten Weltkrieg allenfalls zwischen den Zeilen. Statt dessen konzentriert er sich voll auf seinen Protagonisten Oskar (Thomas Horn) und erzählt durch die Augen des Kindes, wie schwierig es ist, das Unbegreifliche rational zu fassen.

Denn genau das ist das eigentliche Thema dieses Films: Die Suche nach Erklärungen für das, was der Verstand des Menschen schlicht nicht verstehen kann. Den plötzlichen Verlust eines geliebten Angehörigen, der das Leben der Hinterbliebenen so radikal ändert, wie es wohl kein anderes Ereignis vermag. Und doch geht das Leben in all seinen Farben und Facetten weiter. 9/11 ist allenfalls der Anlass für diese Geschichte, nicht aber ihr Thema. Der Film über den kleinen Jungen, der unermüdlich auf der Suche nach Antworten auf seine Fragen ist, ist somit letztlich die schönste Liebeserklärung an das Leben und die Menschen dieses Kinowinters. Dass dabei auch gehörig auf die Tränendrüse gedrückt wird und mit unter auch etwas viel Pathos mitschwingt versteht sich von selbst. Aber mal ehrlich: Gehen wir nicht auch dafür ins Kino?
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