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Der Hexenjäger (Limited Mediabook Edition) (Cover B) (2 Blu-ray + DVD + CD) Blu-ray

Original Filmtitel: Witchfinder General

Disc-Informationen
Uncut, 4 Discs, BD (2x), DVD (1x), Audio-CDs (1x), enthält Audio-CD, 16:9 Vollbild, Extras in HD (teilweise), Media Book,
Limitiert und nummeriert auf 333 Exemplare!
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Director´s Cut:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Deutsche Synchronisation (Lichtton)

Export-Version:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Deutsche Synchronisation (Lichtton)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Englische Synchronisation (Synthie-Score von Kendall Schmidt)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Englische Synchronisation (Originalmusik von Paul Ferris)

The Conqueror Worm:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Deutsche Synchronisation (Lichtton)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Englische Synchronisation (Synthie-Score von Kendall Schmidt)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Englische Synchronisation (Originalmusik von Paul Ferris)
Untertitel:
Director´s Cut:
Deutsch, Englisch

Export-Fassung
Deutsch, Englisch

The Conqueror Worm:
Deutsch, Englisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
87 Minuten
Veröffentlichung:
29.04.2022
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STORY
8
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
10
 
Gesamt *
9
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der britische Regisseur und Drehbuchautor Michael Reeves schuf in seinem kurzen Leben gerade einmal drei Filme, dennoch ist sein Name unter Cineasten mehr als bekannt. Sein letzter Film „Der Hexenjäger“ von 1968 ist indessen wohl auch der bekannteste, legte er doch den Grundstein für ein ganzes Filmgenre, welches in den Folgejahren für ordentlich Furore sorgen sollte. Besagter Film erscheint nun bei Wicked Vision in unterschiedlichen Mediabook-Varianten und wird unter dem Begriff „Ultimate Edition“ geführt. Und tatsächlich hat es den Anschein, als handle es sich hierbei um die ultimative Veröffentlichung dieses kontroversen Filmklassikers. Im Set enthalten sind neben der ungekürzten Originalfassung auch weltweit erstmals die US-Exportfassung, sowie die "Conqueror Worm"-Fassung in High Definition. Obendrein enthält das 4-Disc-Set teilweise exklusives Bonusmaterial sowie der legendäre Original-Soundtrack von Paul Ferris auf Audio-CD. Was der Film selbst zu bieten hat und wie die technische Seite ausgefallen ist, klärt die nun folgende Rezension.

Story

Im England des Jahres 1645 zieht der Hexenjäger Matthew Hopkins (Vincent Price) gemeinsam mit seinem Folterknecht John Stearne (Robert Russell) durch das vom Bürgerkrieg zerrüttete Land und lässt sich seine Dienste gut bezahlen. Im Namen der heiligen Inquisition zieht er von Stadt zu Stadt und klagt Unschuldige Männer und Frauen der Hexerei und Ketzerei an, foltert diese und lässt sie anschließend hinrichten. Als er jedoch einen Priester der Ketzerei bezichtigt und dessen Nichte Sarah (Hilary Heath) schöne Augen macht, zieht er damit den Zorn von Sarahs Verlobtem, dem Soldaten Richard Marshall (Ian Ogilvy) auf sich, der fortan Jagd auf die beiden Hexenjäger macht…
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Bereits bei seinem Erscheinen löste „Der Hexenjäger“ wegen seines kompromisslosen Realismus einen Skandal und hitzige Debatten aus. Erst im Jahr 2008 wurde die Indizierung des Films aufgehoben, die FSK bewertete den Film neu und gab ihn „ab 16 Jahren“ frei. Aus heutiger Sicht wirkt der Film, der damals für erhitzte Gemüter sorgte, tatsächlich verhältnismäßig harmlos, vor allen Dingen, wenn man ihn mit späteren Titeln vergleicht, die mit ähnlicher Prämisse aber deutlich mehr „Schauwerten“ zu überzeugen versuchten. Bereits zwei Jahre später kam mit „Mark of the Devil“ ein Film in die Kinos, der das sogenannte „Hexploitation“-Genre lostrat. Allerdings setzte man dort primär auf die Zurschaustellung von Gräueltaten und nackte Haut. Solche Sperenzien hat „Der Hexenjäger“ indessen gar nicht nötig. Statt geschundener Leiber und „nackten Tatsachen“ überzeugt er mit einer spannenden Story, guten Darstellern (wobei wir an dieser Stelle weder Herbert Lom noch Udo Kier herabwürdigen möchten) und vor allen Dingen sympathischen Charakteren, allen voran der „Rundhelm“ Richard Marshall, der aus gerechtem Zorn heraus sein Amt und sein Leben aufs Spiel setzt, um dem Treiben der selbstgefälligen Inquisitoren das Handwerk zu legen. Dieser wird von Regisseur Michael Reeveses Stammdarsteller und Jugendfreund Ian Ogilvy mit einer Inbrunst und Authentizität gespielt, wie man in Filmen dieser Zeit nur selten zu sehen bekam.
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Die beste Leistung erbringt, allerdings wie so häufig Vincent Price in der Rolle des historisch belegten, wenn auch etwas anders dargestellten Hexenjägers Matthew Hopkins. Mit einer gewissen Erhabenheit reitet er in den Ort, spricht „Recht“ und versprüht von Anfang an eine Überlegenheit und Macht, bei der man sich gut vorstellen kann, welche Wirkung das Auftreten einer solchen Person in der damaligen Realität gehabt haben muss. Diese Leistung resultiert indessen aus einem persönlichen Zwist mit dem Regisseur, welcher sich auf die Leinwand überträgt und im Endeffekt für die entsprechende Wirkung sorgt. Vincent Price soll anschließend gesagt haben, dass die Darstellung des Matthew Hopkins eine seiner besten gewesen sei – und auch wenn der Schauspieler viele großartige Rollen in seinem langen Wirken gespielt hat, möchte man ihm hier kaum widersprechen.
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Über den Film könnte man ganze Bücher schreiben, ebenso über die Wirkung, die Nachwirkung und selbst die Entstehung, allerdings ist diese Rezension weder der richtige Ort, noch der Rezensent der geeignete Autor für ein solches Unterfangen. Am besten, man sieht sich den Film selbst an und bildet sein eigenes Urteil. Das gleiche gilt für die Wahl der Schnittfassung, derer es zahlreiche gibt, und auch wenn es sich im Kern stets um den gleichen Film handelt, hat jede Fassung ihr Für und Wider. So bekommen wir in der Export-Version, welche hier weltweit zum ersten Mal in High Definition vorliegt, beispielsweise mehr nackte Haut zu sehen, während in der amerikanischen Fassung mittels einer neuen Anfangs- und Schlussszene der Eindruck erweckt werden soll, es handle sich um die Adaption einer Geschichte von Edgar Allan Poe, für die der Darsteller Vincent Price seinerzeit bekannt war. Auch diese Version, die unter dem Titel „The Conquerer Worm“ vertrieben und bislang nie in Europa veröffentlicht wurde, liegt hier erstmals mit deutschem Lichtton und der Originalmusik von Paul Ferris vor. Auch die englischsprachige Version liegt hier erstmals seit der Kinouraufführung mit der Originalmusik vor. Alternativ lässt sich diese Fassung auch mit dem komplett restaurierten Synthie-Score von Kendall Schmidt abspielen, welche dem Film eine gänzlich andere Stimmung verpasst und schon aus diesem Grund ihre Daseinsberechtigung besitzt. Und für Nostalgiker befindet sich sogar eine Super-8-Version des Films im Bonusmaterial. Kurzum: Die ultimative Edition des historischen Klassikers, der ein ganzes Filmgenre begründete, enthält alles, was das Herz begehrt.

Bildqualität

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Dem feinkörnigen Bild sieht man das Alter von inzwischen mehr als einem halben Jahrhundert keineswegs an. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem hohen Niveau und erreicht mitunter sogar Spitzenwerte, ohne dass das Ganze künstlich oder gar falsch wirkt. Gerade in hell ausgeleuchteten Nahaufnahmen von Gesichtern und ähnlichem, werden selbst kleinste Details messerscharf und sauber abgebildet. Die Farben strahlen in einer Brillanz, die man so sicherlich das letzte Mal bei der Uraufführung gesehen haben wird. Besonders stechen hier beispielsweise die roten Uniformen der Soldaten hervor, allerdings ist auch das Blut knallrot, wie man es aus Filmen dieser Zeit her gewohnt ist. Generell zeigte der begabte und leider viel zu früh verstorbene Regisseur Michael Reeves ein unvergleichliches Geschick im Einsatz von Farben, so dass dieser Aspekt hier eine besondere Tragweite besitzt. Einige später eingefügte Szenen in diversen Filmfassungen sieht man zwar die unterschiedliche Quelle an, aber alles in allem wurde hervorragende Restaurationsarbeit geleistet, so dass man fast den Eindruck bekommt, es stamme alles aus „einem Guss“. Auch der Kontrast ist optimal eingestellt und verleiht dem Film eine enorme Plastizität und Tiefe. Ebenfalls ein wichtiger Aspekt bei Filmen dieses Alters sind die Altersspuren, also Verunreinigungen, Beschädigungen und Ähnliches. Diese sucht man bei dieser Veröffentlichung allerdings vergeblich. Mit Ausnahme von vereinzelten, sehr selten vorkommenden einzelnen Blitzern gibt es nichts auszusetzen, und selbst dies ist Jammern auf Allerhöchsten Niveau.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprachfassung und mit unterschiedlichen Soundtracks bei den unterschiedlichen Filmfassungen vor. Als Bewertungsgrundlage dient hier die Directors Cut Version. Diese enthält den Originalton sowie die deutsche Synchronfassung in dts-HD Master Audio 2.0 und klingt ebenso exquisit wie das Bild ausschaut. Die Dialoge sind jederzeit glasklar verständlich und zeigen keinerlei Alterserscheinungen. Das Gleiche gilt für die Musik und die Umgebungsgeräusche. Auch hier sucht man vergeblich nach altersbedingten Mängeln oder Mankos. Kein Knacken, kein Knarzen, kein Rauschen – alles klingt perfekt und rein und bleibt dennoch authentisch. Die deutsche Synchronfassung entstand nach einem Dialogbuch und unter der Regie von Volker Vogeler im Rob Houwer Film-Tonstudio in München. Über Vincent Price hören wir Lukas Ammann und sein Gegenspieler, der von Ian Ogilvy dargestellte Richard Marshall, wurde von dem wunderbaren Eckard Dux synchronisiert. Auch sonst haben wir mit Norbert Gastell, Ernst Konstantin, Til Kiwe und Kurt Eugen Ludwig als Handlanger des Hexenjägers ein hervorragendes Sprecherensemble mit an Bord.

Ausstattung

- 4 Audiokommentare - "Terror aus der Geschichte": Einführung von Prof. Dr. Marcus Stiglegger - Dokumentation: "The Young General" - Dokumentation: "The Witchfinder General": Michael Reeves Horror Classic - Vorwort von Vincent Price - Nachwort von Vincent Price - Deutscher Vor- und Abspann - "The Conqueror Worm" Vor- und Abspann - Im Vergleich: Director's Cut vs. Export-Fassung - Vincent Price on Aspel & Company - Kurzfilm: "Intrusion" mit optionalem Audiokommentar - Originaltrailer: "The Witchfinder General" - Deutscher Kinotrailer: "Der Hexenjäger" - Musik-Video: "Cathedral - Hopkins" - Bildergalerie - Dokumentation "The Blood Beast - Die Filme des Michael Reeves" - Kinotrailer: "The Conqueror Worm" - "Trailers from Hell" mit Josh Olson - Deutsche Super 8-Fassung - Englische Super 8-Fassung - Dokumentation: "Blutige Verbrechen - Die Hexerei"
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Auch was das Bonusmaterial angeht wird die Veröffentlichung aus dem Hause Wicked Vision dem Begriff „Ultimate“ gerecht. Besser geht’s kaum. So wurden nicht nur die beiden Audiokommentare mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger und mit Benjamin Halligan & Michael Armstrong, welche bei den ´84 Entertainment Veröffentlichungen enthalten waren, hier integriert, sondern es wurden noch zwei weitere Audiokommentare hinzugefügt: Einmal mit den Doktoren Gerd Naumann und Rolf Giesen, sowie ein weiterer mit Dr. Steve Haberman, Reves-Freund und Stammschauspieler Ian Ogilvy und Co-Produzent Philip Waddilove. Letzterer liegt zwar, so wie der mit Benjamin Halligan und Michael Armstrong, in englischer Sprache vor, allerdings lassen sich (wie bei allen fremdsprachigen Boni dieser Veröffentlichung) optional deutsche Untertitel hinzuschalten. Das gilt auch für den erwähnten Kommentar mit Halligan und Armstrong. Besonders sehenswert sind auch die Dokumentationen über die Filme des talentierten aber viel zu früh verstorbenen Regisseurs Michael Reeves und die vor dem Film selbstständig startende Einführung „Terror aus der Geschichte“ von Prof. Dr. Marcus Stiglegger. Abgerundet wird das Ganze durch den legendären Soundtrack von Paul Ferris, der dem Set auf Audio CD beiliegt. Hier vergeben wir, ohne lange nachzudenken die Höchstpunktzahl, denn wie bereits gesagt: Besser geht’s nicht!

Fazit

Einer der bedeutendsten Genrefilme der 1960er, erstrahlt in neuem Gewand, und nicht nur außen sondern auch innen hat sich einiges geändert: Bild und Ton spielen in der Oberliga mit, das Bonusmaterial sucht seinesgleichen und unterm Strich ist die Bezeichnung „Ultimate Edition“ hier passender als bei irgendeinem Titel zuvor. Darüber hinaus bekommt der geneigte Cineast alle nur denkbaren Schnittfassungen des Meisterwerks – bis hin zur Super-8-Version. Der Film selbst ist ebenfalls ein Meisterwerk, wenn auch nicht für jeden Geschmack geeignet. Allein aus Filmhistorischer Sicht sollte der Film mit Vincent Price allerdings in keiner gut sortierten Sammlung fehlen, legte er doch den Grundstein für das „Hexploitation“-Kino und kann mit etwas Wohlwollen sogar als Blaupause oder Vorgänger des aktuellen Torture-Porn-Kinos angesehen werden, welches sich bis heute in den Kinosälen fortsetzt, auch wenn der hier vorliegende Film selbst auf übertriebene Zurschaustellung von Gräueltaten verzichtet. (Michael Speier)
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Kaufempfehlung

 
9 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 16.05.2022

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