Jabberwocky (Limited Collector's Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Jabberwocky

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Media Book,
4K Master!
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch PCM 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
106 Minuten
Veröffentlichung:
18.12.2020
 
STORY
7
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Als Mitbegründer der britischen Comedy-Truppe „Monty Python“ war Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Terry Gilliam für einige Kultfilme wie zum Beispiel „Die Ritter der Kokosnuss“, „Das Leben des Brian“ und natürlich den legendären „Flying Circus“ mitverantwortlich, aber er kann auch auf zahlreiche Filme zurückblicken, die abseits der Truppe unter seiner Regie entstanden, und die heute zurecht Kultstatus besitzen, darunter „Brazil“ von 1985, „12 Monkeys“ von 1995, „Fear and Loathing in Las Vegas“ von 1998 oder aber „König der Fischer“ von 1991. Im Jahr 1977, also nach „Die Ritter der Kokosnuss“ und vor „Das Leben des Brian“ drehte der Filmemacher die Mittelalter-Fantasy-Komödie „Jabberwocky“, die auf dem Nonsens-Gedicht aus „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carrol basierte, und besetzte die Hauptrolle mit seinem Monty-Python-Kollegen Michael Palin. Dank Capelight Pictures kommen wir nun auch endlich in den Genuss einer deutschen HD-Veröffentlichung des Films, und weil es so schön ist, wurde dem Titel auch gleich mal ein schickes Mediabook zur Erstveröffentlichung spendiert. Was der Film zu bieten hat und wie sich die deutsche Blu-ray Premiere in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Das Königreich von Bruno dem Fragwürdigen wird von dem fiesen Jabberwockie heimgesucht, was dazu führt, dass es am Hofe der schutzgebenden Burg langsam eng wird. Um dem Untier Einhalt zu gebieten veranstaltet Bruno also ein Ritterturnier, dessen Sieger die Ehre haben soll, das Untier vernichten zu dürfen und dafür die Hand seiner liebreizenden Tochter bekommen soll. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände kommt auch der Küfergeselle Dennis (Michael Palin) an den Hof des Königs, und schon bald wird er vor eine Herausforderung gestellt, der er nur mit viel Glück (oder eben dem genauen Gegenteil) gewachsen ist...
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Oftmals wird „Jabberwocky“ als Monty Python Film bezeichnet, obwohl er streng genommen überhaupt keiner ist. Tatsächlich bezeichnet selbst der Herausgeber dieser Veröffentlichung den Titel auf dem Cover dementsprechend, was allerdings vermutlich dem Verkauf fördern soll. Dabei hat „Jabberwocky“ diese Art der Werbung überhaupt nicht nötig, zumindest heute nicht mehr. Denn Regisseur Terry Gilliam, der freilich selbst ein wichtiger Teil vor und vor allem hinter der Kamera der berühmten Python-Filme darstellte, hatte inzwischen zahlreiche Filme realisiert, die ihn unter anderem einen Eintrag in die „Science Fiction Hall of Fame“ einbrachten. „Jabberwocky“ stellt indessen die erste Soloregiearbeit von Gilliam dar, der bis hierher nur mit seinem Python-Kollegen Terry Jones (der im Film gleich am Anfang einen Cameo-Auftritt absolviert) zusammen Regie geführt hatte. In vielerlei Hinsicht erinnert „Jabberwocky“ an den Kultfilm „Die Ritter der Kokosnuss“, angefangen beim Setting, hinweg über den Anarchistischen Slapstick Humor, bis hin zu den übertriebenen Gewaltszenen, wobei diese hier deutlich mehr Gewichtung erhielten als bei der Suche nach dem heiligen Gral. Vor allem das Ritterturnier lässt das Herz von Splatterfans höher schlagen. Hier spritzt der knallrote Lebenssaft gleich literweise, und ganz allgemein wird das Mittelalter entgegen gängiger Hollywood-Klischees als düstere, dreckige, gewaltvolle Epoche dargestellt, in der man vermutlich nur ungern leben würde.
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Schön ist hier überhaupt nichts, und selbst die Angebetete der Hauptfigur (nein, NICHT die Prinzessin, sondern die „entzückende“ Nachbarin Griselda, gespielt von Annette Badland aus „Outlander“ und „Inspector Barnaby“) entspricht nicht unbedingt den gängigen Schönheitsidealen der heutigen Zeit. Aus dieser Diskrepanz ergibt sich auch ein Großteil des zuweilen brachialen Humors des Films, wie es in einigen Szenen der „Kokosnuss“ schon der Fall war. Neben Michael Palin bekommen wir noch einige weitere große Namen in kleineren und größeren Rollen zu sehen, darunter den vor allem in England bekannten Komiker Max Wall als König Bruno, „Carry On“-Urgestein Bernard Bresslaw als Vermieter und David „Darth Vader“ Prowse als Schwarzen Ritter. Für alle Fans der Pythons ist „Jabberwocky“ daher ein absolutes Pflichtprogramm und eine schöne Erweiterung zum Portfolio der Gruppe, auch wenn der Film bei weitem nicht so witzig und unbeschwert ist wie die regulären Filme der Pythons, und der begriff „Schön“ hier auf nahezu überhaupt Nichts angewendet werden kann.

Bildqualität

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Das körnige Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und basiert auf dem gleichen 4k-Scann aus dem Jahr 2017 der auch für die Criterion Veröffentlichung verwendet wurde. Aufgrund der Produktionsbedinungen ist das Filmkorn hier allerdings sehr dominant, was dem Film im Umkehrschluss aber einen herrlich dreckigen, kernigen Flair verleiht, der perfekt zu den gezeigten Bildern passt. Diese sind zumeist sehr scharf und bilden auch kleinste Details sauber ab, auch wenn es hin und wieder zu unschärferen Abschnitten kommt, die aber auf das Ausgangsmaterial zurückzuführen sein dürften. Die Farben erstrahlen sehr satt und kräftig, schießen damit allerdings hie und da etwas über das Ziel hinaus und wirken dadurch zuweilen etwas künstlich, was dem Film allerdings ebenfalls nicht schadet, sondern einen künstlerischen Effekt herbeizaubert. Der Kontrast geht in Ordnung, der Schwarzwert ist allerdings stellenweise etwas zu dominant und verschluckt hin und wieder einzelne Details. Besonders positiv hervorgehoben werden sollte auch noch, dass es nahezu keinerlei altersbedingte Mängel, Kratzer, Flecken oder sonstiges zu beanstanden gibt. Mit aktuellen Titeln kann der rund 45 Jahre alte Low-Budget-Streifen erwartungemäß nicht mithalten, aber angesichts der Umstände und den daraus (zum jetzigen Zeitpunkt) resultierenden Möglichkeiten wurde hier das absolute Optimum aus dem Material herausgeholt, was sich auch in der verhältnismäßig hohen Bildbewertung widerspiegelt, welche allerdings auch im Kontext gesehen werden muss und nicht mit aktuellen Blockbuster-Titeln und deren Bewertung gleichgesetzt werden kann.

Tonqualität

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Während der englische Originalton in dts-HD Master 5.1 vorliegt müssen sich deutsche Zuschauer mit eine LPCM 2.0 Tonspur zufrieden geben, die allerdings deutlich frischer und sauberer klingt, als es bisher bei den erhältlichen DVDs der Fall war. Nach wie vor klingen Zischlaute etwas nervig, allerdings wäre dies auch schon das einzige nennenswerte Manko, sofern man es überhaupt so bezeichnen möchte, zumindest was den deutschen Ton angeht. Da dieser bei Dialoglosen Szenen häufig und gerne zum O-Ton wechselt (der selbstredend bei deutscher Sprachauswahl ebenfalls in LPCM 2.0 vorliegt), kommt es schon mal zu Schwankungen in puncto Dynamik und Abmischung. Auch ist hie und da ein stärkeres Hintergrundrauschen wahrnehmbar, welches bei den synchronisierten Dialogszenen weitestgehend fehlt. Der englische Originalton, der nicht nur einige unübersetzbare Wortwitze bereithält, sondern eben auch die hinteren Kanäle ins Geschehen mit einbezieht, klingt im direkten Verhältnis etwas leiser und weniger harmonisch. Zudem bleibt die Dialogverständlichkeit, welche bei der deutschen Synchronfassung sehr gut ausgefallen ist, szenenweise etwas auf der Strecke. Dafür macht der Jabberwockie im letzten Film-Viertel ordentlich Rabatz und sorgt nicht nur für ein tiefes dröhnen, sondern auch für einen schönen Raumklang. Optional lassen sich deutsche und englische Untertitel hinzuschalten.

Ausstattung

- Audiokommentar von Terry Gilliam und Michael Palin - Audiokommentar von Kameramann Terry Bedford - „Jabberwocky: Good Nonsens“ (Doku 2017) (40:49 Minuten) - Interview mit Valerie Charlton (14:45 Minuten) - Interview mit Terry Bedford (Audio 20:29 Minuten) - ursprüngliche UK-Eröffnungsszene (3:16 Minuten) - Storyboards und Skizzen (7:00 Minuten) - Kinotrailer (1:27 Minuten) - Lewis Carrolls „Jabberwocky“, gelesen von Michael Paling und Annette Badland (1:27 Minuten)
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Auch was das Bonusmaterial angeht orientierte man sich an der Disc von Criterion und liefert all das ab, was die Edition von der Insel ebenfalls im Schlepptau hatte. Dazu gehören zum einen ein Audiokommentar mit Regisseur Terry Gilliam und Hauptdarsteller Michael Palin – allerdings leider ohne deutsche Untertitel, weshalb an dieser Stelle auch ein paar Punkte abgezogen werden müssen. Der zweite „Audiokommentar“ mit Kameramann Terry Bedford ist strenggenommen überhaupt keiner, sondern vielmehr eine Art Audiointerview, welches über ausgewählte Bilder gelegt wurde. Dafür bekommen wir hier allerdings sehr wohl Untertitel geboten, ebenso wie bei den übrigen Extras, welche zum Großteil aus einer interessanten Dokumentation, Interviews und Werbematerial bestehen und einen enormen Informations- und Unterhaltungsgrad bieten. „Unterhaltsam“ ist auch die Lesung des Original-Gedichts aus „Alice hinter den Spiegeln“.

Fazit

Bild und Tonqualität des britischen Komödienklassikers liegen nun endlich auch in Deutschland in einer Qualität vor, die dem Streifen gerecht wird. Mit aktuellen Produktionen kann der rund 45 Jahre alte Film zwar erwartungsgemäß nicht mithalten, aber besser sah der Streifen – zumindest hierzulande – nie zuvor aus. Akustisch bekommen wir nun endlich gut verständliche Dialoge geboten, die zwar immer noch ein wenig zischen, im Großen und Ganzen aber wesentlich frischer klingen als bisher. Ein echtes Schmankerl sind indessen das umfangreiche Bonusmaterial und das schicke Mediabook. Der Film selbst ist vielleicht einer der besten Monty-Python Filme der gar keiner ist. Skurriler Humor, bitterböse Satire, dabei dreckig, geschmacklos und unheimlich witzig. Als Fan der Gruppe sollte man hier nicht lange überlegen, auch wenn der größte Teil der Gruppe gar nicht dabei ist. (Michael Speier)
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7 von 10

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1 Bewertung(en) mit ø 3,50 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
3.0
 
TONQUALITäT
3.0
 
EXTRAS
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